In eigener Sache

NEUJAHRS ANSPRACHE

Regierungserklärungen, Presse Konferenzen, Absichtserklärungen, Schönfärberei, Lobhudelei und Weltumarmungen, sind heute modern, häufig allerdings nur Papperlapapp – warum also nicht einmal in eigener Sache ein paar Hintersinnigkeiten, quasi Dinner for One, vom Stapel lassen?

WARUM TU ICH MIR DIESE ARBEIT AN?
Die Kurzantwort: Ich wollte es mir mal zeigen!

Die längere Variante: Angesichts eines seit Jahrzehnten ruhig schläfrigen Nebeneinanders der Gefälligkeits Reporter bekannter Print Organe, bei denen die Interessen unterschiedlichster Genres notorisch an Unterfütterung zu leiden hatten, empfand ich die Interessen der Blauwassersegler als chronisch zu gering beachtet. Ein schlafender Riese. Immerhin sind sie die sichtbare Spitze eines Eisbergs von träumenden – wasserkranken! – Seglern, deren Pläne vom Leben in einer Sonderlebenszone auf dem Wasser einer ganzen Branche Auftrieb verleihen, und ungezählte Familienväter tapfer das Hamsterrad weiter drehen lassen, mit dem hoffnungsvollen Ziel, dereinst wirklich wirklich und tatsächlich tatsächlich los zu segeln.

EIN INFACHER PLAN
Meine gewagte These: wollte man hier vielleicht bewusst den Sauerstoff verknappen, um damit das eigene Buchgeschäft zu forcieren? Warum sonst hätte man den Träumen von Segeln zu den Palmen nicht virtuell ein wenig mehr Wasser geben sollen? Das wurde mein Plan. Gesagt getan und nicht gezittert!

KOINZIDENZ
Zufälligerweise ergab es sich jener Tage, dass in einem – vermutlich obsoletten ( ! ) – Küsten Segelverein an der Mordsee, gerade ein Mitglieder Sturm das marode Gestühl samt den darauf langjährig festgewachsenen Herren Hintern – ohne auffällige Affinität zur Segelei – die lichten Frisuren, blank gesessenen Blazer samt Messingknöpfen – durcheinander brachte. Schlimmer: es war dummer Weise ruchbar geworden, dass man vermutlich Jahrzehnte lang die Interessen der eigenen Mitglieder hintergangen hatte, könnte man härter formulieren! Für Verfechter einer gerechten Sache – z.B. mich – ein Schlüssel Erlebnis, dessen Diktat ich mich nicht entziehen konnte. Der Kranken Versicherungs Skandal um eine holländische Rentner Familie war das Tüpfelchen auf dem I, der nicht nur mich in Rage brachte, der als Offenbarungs Eid der Extra Klasse für einen Unverein vermutlich unsterblich bleiben wird.

Mein soziales und geballtes Engagement verursachte abwechselnd Schluckauf und Bluthochdruck bei Verein und ausgewählten Presse Organen, in deren Folge dann Advokaten Sozietäten Umsatz machen konnten. Als Kollateral Effekt sausten die Besucherzahlen im Blog auf 5000, hätte ich gar nicht gedacht!

Damit sind die Gründe umrissen, die mein Leben vehement verändern sollten. Ob ich wohl ahnte, auf was ich mich da eingelassen hatte? Negativ! Immerhin war ich als Optimist geboren und hatte den Sanguiniker als Talisman in der rechten Hosentasche. Ich lernte jedenfalls über Nacht, meine Lebens Zeit noch ein wenig schlauer einzuteilen, weil ich ansonsten – Zeit technisch – voll auf Tiefe gegangen wäre. Es herrschte Vollbeschäftigung.

Mit Hilfe meines untrügerischen Tiefolots lernte ich Freunde von Feinden ( und -innen ) zu differenzieren, eine segensreiche Entdeckung, wobei ich relativ zügig eine Demarkationslinie erkennen konnte:
– Vorsicht Feind mit finanziellen Hintergedanken!
– Wer Glauben schenkt, ist ihn los!
– Je weicher die Wahrheit, desto steifer der Standpunkt!
– Fahre nicht aus der Haut, wenn du kein Rückgrad hast
– Advokaten sind gemietetes Gewissen

Immerhin: Mein Selbstbewusstsein erlitt keinen Herzstillstand, ich habe mich von falschen Freunden ( und -innen ) befreit und habe meinen Kompass besser ausgerichtet. Die Welt sah plötzlich ganz anders aus – war überschaubarer, ehrlicher und authentischer geworden. Gar nicht blöd!

DATEN UND FAKTEN ZU DIESEM BLOG
Soll ich oder soll ich nicht? Die Grenzen zwischen Lügen und Wirklichkeit sind heute fliessend, insbesondere, wenn sie von Narzissten verkündet werden, deren Wunschdenken mit einer langen Zunge Kunstflüge exerzieren.

Lüge und Wahrheit befinden sich in unserer virtuellen Welt im steten Zweikampf, weil man mit nüchternen Zahlen, z.B. über Zugriffszahlen, wundervolle Wirkungstreffer – oder aber Neid! – erzielen kann. Ob ich mich hier unterscheide, sei Ihrer Wertschätzung überlassen! Hier sind meine vergleichsweise ungeschminkten Wahrheiten über den Windpilot.com/blog:

– Geburt: 26.08.2010
– Status: 31.12.2016
– Beiträge in 2 Sprachen: 1412
– Kommentare: 1598
– Links: 7248
– Blauwasser Blog Portal mit 2.700 Schiffen
– 350 – 500 ts indiv. visitors p.a.
– Die Anzahl der Hits wird mir vermutlich keiner glauben
– Banner frei … das habe ich irgendwo schon Mal gelesen?
– Eine Ein Personen Operette, stimmt nicht ganz, weil Inga mit ihren wundervollen Cartoons und Chris, mein Übersetzer, hier auch auf dem Hosenboden sitzen und schwitzen.

Wieviel Zeit ich investiere? Mit einer guten Datenbank weniger, als einige Menschen glauben mögen, zumal mir der Umgang mit Sprache und Wortspiel von meiner Lebens Heldin – meiner Mutter ! – als Gratis Mitgift in die Papp Wiege gelegt worden ist. Als WORD SMITH bedeutet Schreiben für mich Kurzweil, Gelenkigkeit und Spass Sport Vergnügen, wobei mich Grammatik wenig schert, weil ich auch ohne ihr leben und atmen kann … zumal als Kerl Prioritäten zu setzen habe, wenn der auch noch
– windige Piloten zusammen zu schrauben hat,
– seiner Frau die Wünsche von den Lippen abzulesen hat,
– viele Interessen zeitgleich jagt
– als Perpetuum Mobile unterwegs
– seit 4 Jahren einen Renten Ausweis dicht am Körper trägt
– Sunk cost fallacy verinnerlicht und lebt und darum
– jeden Tag freudig aufs Neue begrüsst.

Dieser Blog lebt von der aktiven Unterstützung einer weltweiten Blauwasser Community, die mich auf dem Laufenden hält, die mich in ihre Reisen mit einbezieht, die mich mit Informationen über ihr Leben, Leiden und Pläne versorgen, die dabei garnicht zwangsläufig ihr Schiff mit meinen Heckverzierungen zu verschandeln haben, die erkannt haben, dass ein idealistisch betriebener Blog wohltuend in eine ansonsten so kommerziell orientierte Zeit passt, und dabei wie ein Unicorn seinem Verfasser, Betreiber, Eigensponsor, den Spass beschert, der sich zwischen den Zeilen nicht verstecken will. Der Plan ist mehr als aufgegangen, er hat meine kühnsten Vorstellungen rechts und links überholt.

Wenn ich am Ende dann meiner bezaubernden femininen Regierungszentrale auf maroden Knien danke, dass sie mich Stunden weise aus ihrem Einfluss Bereich entlassen, geduldet hat, dass ich des Nachts dem eheliche Federbett – sowie den dort lauernden Pflichten – heimlich entfliehe, um auf dem Klo oder Sofa neue Wortspielereien zu formulieren, so geschieht dies, um mir für zukünftige Eskapaden bereits prophylaktisch für 2017 einen Freibrief zu verschaffen.

Nicht nur darum werde ich sie weiter achten, weil ich ansonsten nämlich verhungern würde, seelisch und physisch, weil sie die Hand ist, die mir mein Futter gibt, die mich als weiblicher Ärger Fritze ständig piesert und korreliert, die mich besser als Botox jung erhält … die meine Welt und mein Leben teilt und über allem schwebt, die ich gefunden habe, um sie möglichst nur Minuten weise zu verlassen … Amen!

Musste mal sein … bin schon weg… !

Peter Foerthmann

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