Die Ehrlichkeit

MENSCH UND TIER
Der innere Schweinehund ist das Tier, das wir am besten kennen und wir akzeptieren, dass wir im Ringkampf mit dem Alter Ego nahezu regelmässig unterlegen sind – einfach, weil wir in der Zwiesprache mit uns selbst, ohne Gesichtsverlust ehrlich sind.

Ein Segler auf See, mit seinem Schiff und sich selbst allein, lernt zu aller erst, sich mit seinem seelischen Wachhund zu arrangieren. Ist das Tier erst überlistet, und die Balance mit den Gesetzen der Natur gefunden, ist schier endlose Freude und Erfüllung beim Segeln garantiert.

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Im stillen Kämmerlein mit sich selbst allein, neigen Menschen zur Selbsterkenntnis, weil in diesem fensterlosen Raum, kein Aussenstehender die Harmonie stören kann. Erst der Umgang mit anderen Menschen eröffnet das weite Feld sozialer Verhaltensweisen, wobei Ehrlichkeit als Erstes unter die Räder kommt.

Es soll hier untersucht werden, welche Aussenwirkungen und Einflussfaktoren der Ehrlichkeit im Wege stehen oder liegen, wann sich die Balken biegen, wann Authentizität auf einem Altar von Schwindeleien und Lügen, zum Erreichen von dezidierten Zielen, der Schweinehunden Meute zum Frasse vorgeworfen werden.

Wer schreibt, der bleibt … in der Erinnerung hängen, das erklärte Ziel aller Autoren: möglichst viele Gegenüber zu erreichen. Die Werkzeugkiste der Möglichkeiten sind rhetorische Raffinesse … schnieke Sehnsucht Fotos … und Optimierung der Inhalte … was man als dichterische Freiheit verklären könnte, was allerdings häufig bereits der Beginn einer zarten oder gar feisten Lüge ist.

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SIND BUCHAUTOREN IMMER EHRLICH?
Segelbuchautoren in aller der Welt bekräftigen gern ihre Liebe zur See, um im Buchverlauf Rechenschaft darüber abzulegen, warum oder wieso sie aufgebrochen sind. Der Drang nach Selbsterfahrung sowie das Ausloten eigener Grenzen, sind Gemeinplätze, die überall nachzulesen sind. Ein erfolgreiches Buch endet als Ringschluss, um zu belegen, dass die Reise sich final gelohnt, und resümiert, dass Wünsche und Träume in Erfüllung gegangen sind. Nicht wahr, wer würde sich schon selbst verleugnen oder gar zugeben, dass er seine Reise nur mit zusammengebissenen Zähnen hat zu Ende bringen können?

Dies ist der Plot, mit dem die sichtbare Spitze eines Eisbergs ( Menschen, die ihre Träume umzusetzen gewagt und darüber Bücher geschrieben haben ), Generationen von fleissigen Lebens Ameisen ( dem gewaltigen Unterwasserschiff des Eisbergs ), sowie deren Träumen von der Südsee Palme, Wasser geben und ihnen Kraft und Ausdauer verleiht, Jahrzehnte in die Verwirklichung zu investieren, um am Ende dereinst los zu segeln – oder eben nicht. Wir wissen alle, dass unser Leben eine schier unendliche Reihe von Enttäuschungen für uns bereit hält – und am Ende nur eine Handvoll Glückspilze tatsächlich den Weg aus dem Hafen findet. Die See hat dann das letzte Wort, ob der Pilz gedeihen kann, oder als Spaltpilz an der Psyche ritzt, eine lebenslange Idee als Alptraum ausgeschwitzt, oder gar still verbuddelt, begraben und die Wahrheit durch sinnfällige Metaphern vor dem Publikum verborgen wird – in etwa so: trotz Pleiten, Pech und Pannen … die Reise war ein grandioses Unterfangen. Lebenslügen begleiten uns wie lange Schatten, für manche sind dies bequeme Hängematten, sie bedienen eifrig falsche Bilder, benennen Feinde gerne Freunde, und jagen einen Schein, der mit der Wahrheit vielfach nix gemein.

Fisch-Hund.Schank

Tatsache ist, dass die Standard Werke der Segelbuchautoren ganze Regalkilometer rund um den Globus verbiegen, weil fast jeder Traum jahrzehntelang seine Wurzeln, Initialzündungen und Haltegriffe in Büchern hatte, deren Sprache – und Authentizität der Autoren – die eigenen Wünsche und Träume am besten bedient oder reflektiert. Hier sind einige wenige Autoren zu Legenden geworden, deren Verlage sich haben goldene Nasen verdienen können. Es war die Zeit, als das Buch zur Informationsbeschaffung das Meinungs Monopol innehatte, verglichen mit der heutigen Informationsvielfalt, ein Treppenwitz in der Geschichte.

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Tatsache auch, dass hier immer mal wieder eine Scheinwelt erzeugt wird, die nicht zwangsläufig die Wirklichkeit bedeutet. Der Kollateral Schaden in Leser Köpfen hingegen kann dann schon mal aus dem Ruder laufen, wenn den Idolen zu blind vertraut und man festzustellen hat, dass die gelebte Realität im eigenen Leben Off-Road fährt. Aber, sollte man dafür die Schuld bei den Buchautoren suchen? Der Schuld Verschiebe Bahnhof mag im sozialen Umgang an Land, der Stand der Technik sein, auf See kommt man damit nicht einmal bis zur Hafenmole.

Bretagne Boote

Dialog von KLEIN ERNA, die mit ihrem Freund HEINI auf der Elbe rudern geht – im Küsten Slang:

Heini: sind wir denn immer noch nicht in Blankenese?
Klein Erna: Nee – Muscha ers ma losbinden !

Vielleicht darf man so formulieren: Buchautoren folgen wohl recht häufig einer unsichtbaren Dramaturgie, zumal Resilienz bei Menschen stets wie eine hilfreiche App funktioniert, was die dunkle Erlebnisse zu eliminieren hilft.

Kurze Antworten sind hier nachzulesen: Who is Who
Lange Antworten werden hier ausgeführt:
WELTUMSEGELUNG #1
WELTUMSEGELUNG #2
WELTUMSEGELUNG #3
WELTUMSEGELUNG #4

2 Füsse + Horizont

BIETEN BLOGS ALSO BESSERE WAHRHEITEN?
Es ist der Sinn dieser Untersuchung, einmal herauszufinden, welche wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Buchautoren und ihren Verlegern existieren, und ob es bessere Möglichkeiten gibt, mehr Wahrheiten über das Leben und Denken von Langstreckenseglern zu erfahren. Es ist mein Credo, dass in zu vielen Büchern zu wenig Wahrheiten niedergeschrieben werden, weil sich „schlechte“ Botschaften eben nur schlecht vermarkten lassen. Nicht wahr, welcher Verlag würde wohl den Ast absägen, der ihm so geldwerte Früchte beschert?

Der Prozess zu mehr Authentizität ist seit Jahren in vollem Gange. Blogs haben die Welt verändert, weil sich mit den Mitteln des Webs auch für singuläre Botschaften ein Publikum finden lassen, weil hier Erfahrungen unplugged die Augen und Köpfe von Lesern erreichen und z.B. bei potentiellen Blauwasserseglern viele Enttäuschungen verhindern helfen. Gut für die Menschen – weniger optimal für Traum Verkäufer und Verlage, deren Auflagen und erzielbare Preise unter Druck geraten, weil nun andere Informations Autobahnen zu den Herzen wissbegieriger Segler geebnet, asphaltiert und am Ende die Köpfe erobert werden. Online kontra Print heisst der Teufel an der Wand, der unsere Welt ungeahnt eklatant verändert hat. SIEHE

Ist es zu provokativ, wenn ich die Grenzen hier noch ein wenig weiter verschiebe? Dumme Frage, denn immerhin haben Sie bis hierher gelesen, sind also neugierig auf weitere Zusammenhänge, die Sie sicher bereits erahnen.

Cockpit rund

DER PREIS DER WAHRHEIT
Preise für Bücher muss man bezahlen wollen und zudem das Faible besitzen, ein Buch als wertig einzuschätzen. Wenn Erwartungen nach dem Kauf nicht erfüllt, weil der Inhalt den Hunger nach Informationen nicht gestillt, öffnet sich fast unmerklich jene Tür, hinter der kostenlose Informationen feilgeboten werden. Die dann folgende Güterabwägung von Preis und Qualität der Ware, wird irgendwann die Frage aufwerfen, ob sich der Erwerb eines Buches denn überhaupt gelohnt. Die ungeheure Vielfalt angebotener Informationen macht die Leser schlauer und bringt Bucheditionen unter Druck, weil der Leser ja zunehmend weniger dumm und der vertikale Abstand zwischen Autor und Leser schmilzt, was zum besonderen Vorzug von Blogs gerät, weil man zum Autor sogar den direkten Kontakt per Klick herstellen kann. Der Wettbewerb zwischen Buchautor und Blogger ist gnadenlos, weil die schlichte Vielfalt angebotener Informationen jedem Buch die Harke zeigt. Die Halbwertzeit von Kompendien zum Themenbereich Blauwassersegeln kann mit der Vielfalt stets aktuell verfügbarer Information in Blogs, kaum Schritt halten, weil die Lebensdauer eines Fachbuchs langfristiger angelegt und darum Aktualität nicht immer zu deren Stärken zählt.

Dagobert

SCHLÜSSELFRAGE GELD VERDIENEN
Mit zunehmendem Drang zur Selbstdarstellung, sowie dem Bedürfnis, durch Schreiben seine Miete und das Katzenfutter zu verdienen, gerät Authentizität leicht unter die Räder, weil Egos im Höhenflug stets zielgerichtet, auch gerne einmal die Wahrheit in Lee überholen, weil stets Herr Narziss am Rechner sitzt und sein Selbstbewusstsein zwischen den Zeilen blitzt.

Bereits vor Jahrzehnten hatte JOACHIM SCHULDT Sen. in seinem Buch „Wale, Wikinger und Wir“, die Wale vor allem als Zeichnungen dargestellt, vielleicht, weil er gar keine gesehen hatte, quasi als Mittel der Dramaturgie, um dem Titel mehr Spannung zu verleihen?

Ich erinnere mich schmunzelnd an seine Aura einer Willi-Wichtig-Lichtgestalt, als er uns am Stand der „Internationalen Hamburger Bootsausstellung“ – so der damals holprige Name – seine Besuchs Ankündigung auf Bütten gesiebt, im verschlossenen Umschlag durch Standboten überreichen liess. Der „Meister“ hatte uns auserkoren und gedachte recht offenbar, uns Gelegenheit zu geben, ihn beim geplanten Schiffsbau als Sponsor zu unterstützen – zu dürfen. Der damals in seinem Verlegerstall hoch angesehene Buchautor gedachte bei der Firma DEERBERG in Bleckede einen Neubau in Auftrag zu geben, einer Werft, in der die Eigner überwiegend selbst ihre Rümpfe laminierten, also klebten. SV Kormoran, bezüglich ihrer Gene eine struntz bürgerliche BERYLL, wurde durch eine vom „Meister“ so genannte „Atlantik-Matte“ zu Höherem bestimmt. Das Schiff wurde sodann in einer Form aus- und hochgerüstet, dass der Wasserpass gnadenlos in den Keller rutschte und folglich exorbitant nach oben verlegt werden musste. Das Gesamtgewicht war final ausser Kontrolle geraten, womit in der Folge dann jeder vernünftige Rahmen für die Einsetzbarkeit meiner ATLANTIK Hilfsruderanlage gesprengt worden ist. Konsequenterweise habe ich beides stringent verweigert: Sponsor Ship und Ausrüstung, weil mir das Schiff für die Systemeignung für mein Hilfsrudersystem als zu ungünstig erschien, und ich zudem meine Systeme schon damals nicht gerne verschenken wollte, auch wenn mir immer wieder aus der Autorenschaft Marketing Wunder und Auftrags Tsunamis versprochen wurden, wenn sich erst der Buchautor als Marketing Lokomotive gnädig meiner angenommen hätte – nachdem ich zuvor „geliefert“ hätte, vorzugsweise ganz ohne Bezahlung, versteht sich. Honi Soit qui mal y pense – dieser Sinnspruch war nicht nur das Geschäftsmotto vom Kiez CAFE KEESE auf der Hamburger Reeperbahn, wo die Damen als Chef im Ring, die Herren ganz offiziell in ihre Tasche steckten, könnte hingegen auch im nassen Sport als Headline durch gehen, wenn es gilt, das Gleichgewicht zwischen Ware und Gegenleistung zu eigenen Gunsten zu verschieben: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

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DAS IMPERIUM SCHLÄG GERN ZURÜCK
Ironie der Geschichte, dass ich später im Buch sinngemäss nachlesen konnte, dass der Autor sich zum Kauf einer Windpilot Anlage wegen der Notruderfunktion entschieden habe – er mit der Anlage sodann ( sic ! ) experimentiert und sie optimiert habe ( das Hilfsruder wurde enorm vergrössert, ohne zeitgleich den Ruderschaft zu verstärken ! ), um zu resümieren, dass das System dann perfekt funktioniert habe ( ! ). Wie kommt es nur, dass ich solche Vorgänge immer mal wieder als blankes Hinterteil eines Autors empfunden habe? Der Hang zur Besserwisserei scheint in menschlichen Verhaltensweisen Stand der Technik zu sein, wohingegen respektvoller Umgang mit Andersdenkenden – die vielleicht über besonderes Detailswissen verfügen ( ! ) – vor die Hunde geht.

Oder CLARK STEDE, dessen SV ASMA unter Sponsoren Aufklebern kaum zu erkennen gewesen ist, dessen unnachahmliche Prosa das Bild eines Skipper´s malte, der in seinem Himmelbett Marke „Tiefschlaf“ die Nächte erholsam verpennte, mit Handschuhen Marke „Finger Schwitz“ niemals unter kalten Pfoten litt, und dessen roter Diesel Teifi der Marke „Hukh“ sich selbst nach kältester Nacht im Morgengrauen nicht verschluckt oder gar gemuckt, hingegen stets zuverlässig und sonor, also ganz ohne Spucken, zur Arbeit angetreten ist.

Mit seiner Windpilot Anlage ist der Autor allerdings weniger glücklich geworden, vermutlich, weil er für das System hatte bezahlen müssen? Dabei war der Grund für die Unzufriedenheit hausgemacht: wer aus falsch verstandener Vorsicht einen Rammschutz Bügel um eine PACIFIC baut, schiesst sich damit in den Schuh, weil er das Lift-Up des Pendelarms wirkungsvoll verhindert, und folglich dann das Ruderblatt stets von Hand montieren und ausrichten muss. Logisch, dass ein abenteuerlich falsch justiertes Ruderblatt anschliessend zu Steuer Schluck Beschwerden führen muss. Clark war ergo unzufrieden ( ! ), und hat das artikuliert, seinen Bedienungsfehler sogar auf dem Cover Foto der YACHT dokumentiert. Dumm gelaufen für den Mann. Warum er allerdings weder sein Handbuch noch den Hersteller konsultiert hat, habe ich damals nicht ganz verstanden, wenngleich ich da natürlich meine Vermutung hatte.

Mick HH

Vermutlich existieren in den Köpfen einiger Buchautoren gewisse Zusammenhänge zwischen Sponsoring und einer gewogenen Produkt Beurteilung. Wir bewegen uns hier an einer sensiblen Nahtstelle zwischen Lieferanten und Kunden, an der eine Menge von der Selbsteinschätzung eines Gegenübers abzulesen ist. Mein Credo: welchen Sinn machen bezahlte Artigkeiten, wenn jeder kluge Leser an vorhandener Bannerwerbung abzulesen im Stande ist, wer beim Gegenüber die Klamotten, Ausrüstung und das Fortkommen unter Segeln bezahlt.

Riuchmond Hochboat

Dumm gelaufen, Clark Stede´s Anlage wurde damals in Sausalito gegen eine Monitor – vermutlich kostenlos – ausgewechselt. Interessanterweise – und hier wiederholt sich die Geschichte – hat dieser Segel Fachmann anschliessend auch mit der Monitor herumexperimentiert ( müssen ? ), sie sodann mit Einmach-Gummibändern optimiert, und sie am Ende dann – Sie ahnen es bereits – erfolgreich in Funktion gebracht. Alles in Fachmagazinen nachzulesen – kaum zu glauben! Durch einen dezenten Tipp habe ich Clark später offenbar davon abhalten können, sein Unvermögen und peinliche Bedienungsfehler auch in seinem Buch zu verewigen. Denn nicht wahr: Geschriebenes wiegt immer schwer, und es gibt – zu viele ! – Autoren, die dies sehr gern als Macht begreifen und völlig missverstehen, dass falsche Botschaften auch nach hinten ihre Wirkung haben können, insbesondere wenn ihre Bücher von klugen Menschen gelesen werden – Seglern eben.

GallionBug

Der Kampf ums eigene Fortkommen findet auf allen Ebenen statt und es gibt Menschen, die ihre Wichtigkeit ein wenig fehl interpretieren, ganz nach dem Motto: „und bist Du nicht willig, dann brauch ich Gewalt“. Der Machtkampf wird auch im Marine Business schon mal auf unterstem Niveau ausgefochten, allerdings mutet der Grat der Selbstüberschätzung schon manchmal rührend an, wenn hier unter der Gürtellinie agiert wird, und der Verfasser sich der Lächerlichkeit selbst in der Fressnapf legt.

Peter Gockel quer

Epilog: ich habe Clark´s Windpilot Anlage wenig später im Büro von HANS BERNWALL / MONITOR in RICHMOND CA an der Wand verschraubt erkannt, bevor wir einen Grillabend in Sausalito verbrachten. Umgang mit dem Wettbewerb ist manchmal schon recht amüsant, vor allem, wenn Wettbewerber – im infight und face to face einander zugewandt, lustig gestelzte Verhaltensweisen huldigen, recht ähnlich wie bei Hahnenkämpfen, allerdings untenrum – im Gegensatz zu den Gockel-Hähnen – angezogen, anstelle entwaffnender Nacktheit mit Pickelhaut und Federspitzen Resten … bevor das Huhn abgeschlachtet auf´s Karussell gesteckt, braungebrannt zum Verzehr weitergegeben wird. Ich habe nahezu alle meine Wettbewerber persönlich kennen lernen dürfen – meistens müssen – und habe für mich resümiert, dies zu kleinen Geschichten zu verdichten, um keinen Püscho Schaden davon zu tragen, ob der Unverfrorenheit einiger Marktbegleiter, denen man eigentlich den nackten Hintern hätte versohlen müssen, was ja Anwälte bekanntlich nicht einmal mit Papierbergen zu schaffen vermögen, obwohl es spätestens an der Kasse ja doch jeden juckt. Infantile Menschen gibt es überall, zum Glück haben Rattenfänger im Marine Business wenig Erfolg, weil Ratten zwar schwimmen können, aber eben auch schon mal den Rattenfänger beissen können, und somit der Schuss dann nach achtern geht. SIEHE:

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UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER
Leuchtendes Beispiel misslungener Segel-Papst-Allüren-Schaft ist immer wieder BERNT LUECHTENBORG, ein Mann, der den „technischen Stopp“ sowie ein besonderes Wegerecht erfunden hat, um die kleine deutsche Segler Welt für blöd und dumm zugleich zu verkaufen, dabei allzu willige Unterstützer von Presse und Sponsoren am Nasenring herum geführt, und zudem der eigenen Ehefrau einen respektablen Bären aufgebunden hat, weil sie nicht geahnt, dass ihr frisch gebackener Einhandsegler Gatte, zur sagenhaften Nonstop Doppel Weltumsegelung … mit seiner Geliebten aufgebrochen ist. Für mich das Paradebeispiel, wie einfach es sein kann, rundum wirklich jedem das blanke Hinterteil zu zeigen, wenn nur genügend Gier vorhanden, dass man wirklich jeden Leim betritt. PANTAENIUS hat hier wahrscheinlich für eine teure Bergung im Südpazifik bezahlt, die gar kein Notfall gewesen ist. Macht nix, derartige Kosten werden gemeinhin sozialisiert – der tiefe Un-Sinn einer jeden Versicherung – Sarkasmus Ende! Der Lieferant einer vermutlich gesponserten ARIES Windsteueranlage, hat sich wahrscheinlich selbst in den Achtersteven gebissen, weil Segelhelden ( wie dieser ) allzu gern ihr eigenes Versagen einer fehlerhaften Ausrüstung in die Dummi Stiefel schieben, womit der gefühlte Misterfolg dem inneren Schweinehund gegenüber vermutlich kleiner wird. Die Damen und Herren von der YACHT Redaktion, als Hauptsponsor auf steter Jagd nach Schlagzeilen besonderer Provenienz, sind offenbar in sofortige Schockstarre verfallen. Man hat über Nacht alle Links löschen lassen, allerdings dies blamable Unterfangen bis heute seiner Leserschaft schamhaft vorenthalten.
Gaggas

Souveränität ist schon ein seltenes Tier, die meisten Männer leben bestens ohne ihr. Es wäre DIE GELEGENHEIT gewesen, über einen Höhen-Tief-Flug der ganz besonderen Art, einer hochverehrten Leserschaft gegenüber einen ehrlichen Bericht zu erstatten, allerdings hätte man dann zugestehen müssen, dass man tatkräftig dabei geholfen hatte, den Ballon der Illusionen mit heisser Luft aufzublasen.

SIEHE #1
SIEHE #2

Damals hatte ich noch nicht verinnerlicht, dass Forum Arbeit unter Klarnamen der bessere Weg ist, wenn man eine Meinung äussert, zu der man steht.

SY Jager in storm

DER ANDERE WEG
Gegenüber der unsäglichen Szenerie vieler Segelabenteurer, potentieller Buchverfasser und Rekordbrecher, existiert eine stille Gemengelage von bekannten und berühmten Männern rund um den Globus, die unspektakulär bei mir ihre Schiffe ausrüsten, also Systeme erwerben, ganz ohne ihren Namen oder Berühmtheit wie eine Monstranz auf der Stirn zu tragen. Hier trennt sich im Leben dann die Spreu vom Weizen, weil es Menschen gibt, die die Klippen, Gefahren und Abhängigkeiten kennen, sie gern still umrunden und in gegenseitiger Fairness und Respekt einen anderen Weg einschlagen, und die Monstranz eigener Wichtigkeit nicht als Selbstzweck verstanden, weil der eigene Vorteil vermeintlich immer im Zentrum aller Überlegungen zu stehen hat.

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Vielleicht interessant, dass zwei der bekanntesten Yachtdesigner ihre Windpilot Systeme käuflich erworben haben: GERARD DYKSTRA und DICK KOOPMANS jr. In der französischen Phalanx der Segelhelden wurde zudem manches Privat Familienschiff mit Windpilot ausgerüstet, keiner von ihnen hat je versucht, aus der eigenen Bekanntheit Kapital zu schlagen.

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Auch TOM CUNLIFFE hat seinen Pilot Cutter WESTERNMAN ganz regulär mit einem windigen Piloten ausgerüstet, was zum Startschuss einer Freundschaft wurde.

DER WEG ALS ZIEL ODER UMGEKEHRT?
Ist es nicht eigentümlich, dass segelnde Autoren so gern einer besonderen Legende hinterher zu segeln scheinen? So häufig scheint es zwingend, dass Distanz zur Leserschaft aufgebaut wird, indem das eigene Leben und Leiden überhöht, damit der Glorienschein anschliessend um so gleissender strahlen kann, weil man ja angekommen ist? Mit Mitteln der Dramaturgie und gefälliger Sprache, mit schönen Bildern und einem guten Titel, kann selbst eine unspektakuläre Reise zum Umsatzrenner werden. Wie viel Ehrlichkeit dies dann widerspiegelt – ist allerdings eine andere Sache, nicht zuletzt, weil der Mensch an sich wohl auch gern belogen werden mag, zumal die Grenzen zwischen eigenen Lügen und fremden Wahrheiten schon mal fliessend sind.

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Immerhin hat es sich in der Nation herumgesprochen, dass es schon schwieriger geworden ist, einen Verleger für Projekte zu begeistern, die nichts Aussergewöhnliches zu berichten haben. Die Liste der Rekorde scheint abgegrast, der Plot für interessante Bücher hängt in schwindelnder Höhe. Selbst Giraffen haben schon Schwierigkeiten, den Futterkorb zu erreichen, und Gier Affen müssen erfinderisch werden, um Inhalte zu kreieren, die neu genug und interessant zugleich, Buchverleger aus den Sesseln federn lassen, um in neue Bücher zu investieren. Vermutlich hat nicht einmal das Projekt von LAURA DEKKER ihrem Verleger wirklich Freude bereiten können. Die Aufnahmefähigkeit des Marktes für deutschsprachige Segel Literatur hat enge Grenzen, schlicht, weil Segeln bei uns eben nicht Fussball ist.

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DIE WELT DER BLOGGER

SAILING CONDUCTORS
Ich empfand das Projekt der SAILING CONDUCTORS als erfrischend und neu, zumal ihre authentische Sprache Menschen öffnet, die sich aus einer ganz anderen Richtung dem Segeln nähern: Segeln als eine Form preiswerter Fortbewegung ohne erkennbares Budget, dafür einer entwaffnenden Unbekümmertheit, die offen propagiert, und mit wundervoller musikalischer Untermalung – dem verbindendem Sinn der Reise – die Herzen der Betrachter und Zuhörer zu erobern weiss.
FACEBOOK

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Segeln und Musik, das hatte es zuvor noch nicht gegeben und ich war felsenfest davon überzeugt, dass hier eine Marktnische aufgetan werden würde. Das Ergebnis von bald fünf Jahren harter Arbeit, bewundernswertem Idealismus sowie ungeheurem Aufwand in tolle Video und Musik Aufnahmen, verbunden mit entbehrungsreichen Zeiten auf einem archaisch anmutenden Segeluntersatz, erscheint für mich fast ernüchternd: Ben und Hannes haben „nur“ 5200 Facebook Freunde sammeln können, obgleich sie mit vollem Körpereinsatz an der Nahtstelle ( zwischen ) menschlichen Miteinanders – und der Musik als verbindendem Element – keine Mühe gescheut und auf viele Menschen zugegangen sind, solange er / sie nur Musikalisches zu bieten hatte.

Ben und Hannes werden vermutlich zukünftig auch tingeln und ihre Fans Abende weise erobern und zusammen bringen. Ihr Crowdfunding Projekt zur Herstellung einer ersten Platte ist nur mühsam in Gang gekommen, und am Ende wahrscheinlich nur durch Initiative von STEPHAN BODEN erfolgreich abgeschlossen worden.

Diese freundlichen Jungs haben eine tolle Lebenserfahrung mit Strahlkraft für das weitere Leben gesammelt, insbesondere weil sie in ihrem Genre Menschen haben kennenlernen können, die besonders sind, Künstler, Musiker allesamt. Seglerisch bewundernswert, weil sie immerhin angekommen sind. Nachahmenswert? Eher nicht, weil schon eine Menge Improvisationstalent und Leidensfähigkeit dazu gehört, mit einem Schiff wie der MARIANNE, rund um den Spielball zu schippern, weil das knappe Budget als roter Faden sich stets im Propeller drehte.

Musikalisch konkurrieren die Jungs in einem Genre härtestem Wettbewerbs, an deren anderem Ende auch ein Dieter Bohlen fischt und der Druck ständig wächst, weil der Musik Markt so riesig ist. Sich hier durchzusetzen, erfordert andere Bandagen, zumal man wohl ohne kommerziellen Pakt mit einem Haifisch der Vermarktung, kaum einen Blumentopf gewinnen kann, weil man die Masse braucht, die man alleine kaum auf die Beine stellen kann. Tingeln ist dagegen stets ein mühseliges Unterfangen, weil Aufwand und Ertrag sich gegenseitig in den Achtersteven beissen, weil der deutsche Segelmarkt mangels Grösse, stets eine dead end road gewesen ist.

Wenn also selbst derart sensationelle Projekte ihre Protagonisten nur mühsam ernähren, wie schwierig muss es sein, mit vergleichsweise banalen Botschaften, seinen Lebensunterhalt durch Segeln und Bücherschreiben zu verdienen? Im deutschen Sprachraum sind Auflage und Verkaufszahlen stets zu gering, die Verlage darum wählerisch und bei ungenügenden Abverkäufen, schnell entschlossen, Restauflagen zu verramschen. Autoren Honorare im Bereich von 8 – 10% sind kein geeignetes Schmerzensgeld für getane Arbeit und so bleibt am Ende der Glorienschein eines Autors, von dem er sich im richtigen Leben allerdings kaum das Katzenfutter leisten kann.

Vielleicht hat folgende Gleichung Bestand: ist der Faktor Geld erst eliminiert, können Autoren ungeniert ihre Wahrheiten und Berichte erstatten, dem Sinn des Bloggen.

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VERFLECHTUNG VON BLOGGERN, AUTOREN UND SPONSOREN
Es liegt im Wesen der menschlichen Natur, dass ein $-Zeichen stets den Blick versperrt. Der Hang zum Geldverdienen trägt manchmal seltsame Blüten. Mich wundert, dass es immer wieder Autoren gibt, die glauben, mit ein wenig gesponserter Ausrüstung, einer handvoll eifrig adressierter Follower, die über jeden sensationellen Muschelfund benachrichtigt, eilfertig geliked, dem Glauben verfallen, auf diese Art ein Einkommen erzielen zu können. Blog Besucher differenzieren qua Mausklick, ob ein erneuter Besuch sich lohnt – wohingegen ein „Like“ für alle Zeit die Agenda schmückt, auch wenn der Leser bereits wieder über alle Berge ist.

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Ich bin geneigt, den Fachleuten zu glauben, die zumindest 5.000 follower auf Facebook für erforderlich halten, um überhaupt einen geringfügigen wirtschaftlichen Nutzen zu erzielen, weil die allermeisten Besucher, nach dem like in Leichenstarre fallen und nicht mehr in Erscheinung treten, wenn sie Qualität und Inhalt eines FB Bloggers kennengelernt, qualifiziert und für sich entschieden haben: lesenswert oder eben nicht. Was alleine bleibt, ist das Like, der rote Faden vermeintlicher Wichtigkeit, als Trophäe zur Neiderzeugung herumgezeigt. Die Anzahl der Follower liegt näher an der Realität, zeigt sie doch schonungslos, wie es um die Einschätzung real bestellt.

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NIKE STEIGER, mit ihrer SV KARL in der Karibik unterwegs, hat in kurzer Zeit nahezu 10.000 Follower bei FB generiert. Ihr Rezept zur Erzielung moderater Einkünfte zum Lebensunterhalt: Erwerb einer REINKE Schiffsleiche für ein Taschengeld, blood, sweat and tears, um eine durchlöcherte Schiffs Damen Leiche wieder zu reanimieren, ein mit schöner Musik untermaltes Video Tagebuch voller ehrlicher Einblicke in das harte Leben einer begehrenswerten Bikini Schönen unter der heisser Sonne von Panama, wobei der gelenkige, so ganz undeutsche Umgang mit der englischen Sprache, insbesondere im englischen Sprachraum vermutlich ungeahnt viele Männerherzen in Raserei zu bringen in der Lage ist: Die Zugriffszahlen allesamt hoch fünf-stellig. Authentischer geht es nicht, denn die Botschaft erhält über das Auge sofort einen schönen Ankerplatz im Langzeitgedächtnis der Betrachter. Ein schlaues Konzept obgleich Nike erst wenige Meilen gesegelt ist, zumeist ganz ohne Kerl an Bord, weil schon ihr Schiff bereits männlich ist: SV Karl.

Vielleicht kann man folgenden Zusammenhang herstellen: AUTHENTIZITÄT weicht der SELBSTVERLEUGNUNG, wenn wirtschaftlicher Zwang die Peitsche schwingt und die Ehrlichkeit um die Ecke geflüchtet ist.

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DIE VERSCHLOSSENE TÜR
Nach vier Jahrzehnten im Marine Business, habe ich einen recht guten Einblick in die wechselseitigen Verhaltens- und Vorgehensweisen von Presse, Buchautoren, Bloggern und „gemeinen“ Seglern gewinnen können – manchmal müssen. Dabei sind die Fragezeichen in meinem Kopf stetig grösser geworden. Ich habe mich entschlossen, im Folgenden keine Namen zu benennen, weil ich glaube, dass die Vorgänge und Fakten wichtiger sind, als diskriminierende Benennung von Personen, wie es in unserem Leben vielen Menschen scheinbar so wichtig geworden ist: Dissen, um die eigene Fahne zu hissen – einem Un-ge-likten ans Bein zu pissen – um eine vertikale Befehlsebene herzustellen, weil man ein ausgewogenes Miteinander in gegenseitigem Respekt nicht zu akzeptieren in der Lage ist.

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NARZISSMUS ist stets im Spiel, wenn es um die Einschätzung eigener Wichtigkeit geht und ich werde nie verstehen, warum Menschen, die sich qua Auflage / Blogbesucher oder besonderer Erfolge, als „Willy Wichtig“ selbst einschätzen, so sehr gern die Bodenhaftung verlieren. Meine Auffassung zum Sponsorship ist hier bekannt, sie zieht sich wie ein roter Faden durch meine Blogs. Geld verdirbt den Charakter – je mehr Verflechtungen, desto höher der Reiz zu besonderer „Berichterstattung“. Beispiele dafür gibt es genug, ich erspare mir die Runde um den Kirchturm der Wiederholungen. Wenn einige Segler zur Maximierung ihrer vermeintlichen Attraktivität zu besonderen Mitteln greifen, indem sie sich am liebsten vielseitig „pampern“ lassen, wird hier Einkommen generiert, das von Werbepartnern ausgelegt und von Konsumenten am Ende zu bezahlen ist. Die Regeln im ganz grossen Leben gelten im Segelsport allerdings nicht unbedingt, weil die Fäden und Zusammenhänge so sehr deutlich zu erkennen sind – und der Segler cleverer ist, als der gemeine Fussball-Sofa-Sportler-Besserwisser. Eine Stolperfalle für Werbepartner, deren Investment dann rückwärts wirkt. Bei Luechtenborg hat es ein Wettrennen der Sponsoren zum Notausgang gegeben, mit anschliessendem Gericht Verfahren um vergebliches Investment. Hier hat die Gier rückwärts zugeschlagen – dumm gelaufen, aber logisch.

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Die Reihe der Segler und Buchautoren, die den eigenen Namen zur Verbesserung der Einkünfte, Herstellern als Werbe Partner gegen Entgelt andienen, wirft regelmässig die Frage nach der Ehrlichkeit der Berichterstattung auf, und es ist wohl klar dass der Beschenkte zumindest artig sein wird – keineswegs die Hand, die ihn so gnädig füttert, dann auch noch zu beissen. Ganz dreiste Segler – oder sind sie zu naiv? – bedanken sich online sogar mit Fotos für erhaltene milde Gaben, und vergessen offenbar, wie sehr sie sich dabei selbst entblössen.

Idealistisch? Zugestanden – gleichwohl nehme ich mir das Recht auf freie Meinungsäusserung, zumal dies so wundervoll zum Thema EHRLICHKEIT passt.

Idealerweise gibt es zu sämtlichen Bereichen unseres schönen Sports fachliche Expertise und Beratung, die die Optionen benennt und adressiert, und Entscheidungshilfen gibt. Wenn im sensiblen Beratungsbereich Wahrheiten durch geschäftliche Interessen ersetzt, und zeitgleich dem Gegenüber „Sachlichkeit“ zugesichert wird, bezeichne ich dies als Bärendienst am Segler, der ggf. schwere Konsequenzen nach sich zieht. Hier liegt der Grund, warum ich private Blogs vorziehe, weil dort Erfahrungen „unplugged“ nachzulesen sind – die Ehrlichkeit also am grössten ist, weil sie nicht von Remplern in den Graben geschoben werden. Vergleichsweise zeigen Blogs, die von Bannern verziert, wer dort Rechnungen zu bezahlen hilft. Dass Sachlichkeit dabei u.U. ins Hintertreffen geraten kann, ist eine Logik, die sogar ohne Denken funktioniert.

KissenKlo

WILLKOMMEN IM BLOGGERLAND
Diesen Spruch hat mir dereinst der Chefredakteur einer Yacht Zeitung entgegen geschrieben, und es war zwischen den Zeilen zu erkennen, dass dieser Willkommen Gruß alles andere als freundlich gemeint gewesen ist.

Blogs bedienen sich authentischer Sprache, die Meinungen schnell erkennen lassen. Im Gegensatz dazu wird Sprache in Büchern gern von Lektoren gewaschen, geföhnt, frisiert – und gerät dadurch weniger authentisch, weil hier eingegriffen wird, warum auch immer. Wenn heute Bücher auf den Markt gebracht werden, die sich der gleichen Sprache wie Blogs bedienen, wird erkennbar, das die Verlage aufgewacht, weil sie den Wettbewerb erkennen und aufnehmen, sich der gleichen Mittel bedienen, wenngleich zu einem anderen Preis. Als Beispiel mag hier das neue Buch von GUIDO DWERSTEG dienen: EINHAND UM DEN ATLANTIK. Hier wird Guido´s besondere Sprach Kultur in Buchform verlegt. Wer seinen Blog verfolgt, von den Videos nicht erschrocken ist, findet hier ein Parade Beispiel, wie sich Blog und Buch nur noch durch die Höhe des Preises unterscheiden, denn ein seriös literarischer Erzählstil wird hier offenbar bewusst vermieden, für jüngere Semester der Magnet, der zur Lektüre – und zum Segeln – führt, wenngleich über die Umleitung am Kassenschrank vorbei.

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Das Rennen um die Lufthoheit über Fachinformationen zum Thema Blauwassersegeln wurde längst entschieden, hier haben Blogs und Plattformen zu allen Fachbereichen bereits ganze Arbeit geleistet: aktuell, authentisch, umfassend … und umsonst. Für mich gehört der BLOG von JOHN + PHYLLIS HARRIES zu den besten unserer Zeit, hier werden Informationen unplugged vermittelt und weiter gegeben, ohne jegliches Advertorial writing.

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EHRLICHE BLOGS – BEISPIELE
SV Blue Sky
SV Tamora
SV Forty Two
SV Cesarina
SV WorlddancerII
SV Karl
SV Ming Ming
SV Prins Henrik
SV Harmony
SV Resolute
SV Paloma Legato
SV Taitonga

Wie verändert sich die Bereitschaft, loszufahren? Die Ehrlichkeit, die in Blogs nachzulesen ist, wird vielfach Enttäuschungen, falsche Vorstellungen verhindern helfen, denn ein jeder Leser kann besser für sich entscheiden, wie es um die ganz eigene Bereitschaft bestellt ist, loszufahren.

Es ist meine feste Überzeugung, dass die heute zur Verfügung stehenden Informationen, Erfahrungen und Meinungen, in Blogs nachzulesen, falsche Entscheidungen und Illusionen verhindern helfen, weil die Authentizität der Autoren zwischen den Zeilen blitzt und eine Nähe erlaubt, die in vielen Büchern nicht aufzufinden ist.

In Bezug auf den Titel dieses Blogs ist heute mehr Ehrlichkeit unterwegs, als manchem Träumer lieb sein kann, weil er den Wahrheiten besser in die Augen sehen kann.

Sinniert
Peter Foerthmann

2 Kommentare zu Die Ehrlichkeit

  1. Hallo Herr Foerthmann, ein Genuss für Augen zu und Seele Ihren Blog zu lesen. Sie treffen wie immer den Kern und Ihre spezielle Schreibweise zwingt einen ja förmlich dazu, nicht mit dem Lesen aufhören zu können bevor die letzte Zeile erreicht ist. Wir sind ja nun auch schon 2 Jahre unterwegs und haben einen tieferen Einblick in diese Szene. Geschriebenes und Realität in den Blogs entspricht bei weitem nicht immer der Realität. Denn was wirklich hinter verschlossenen Türen in den Salons abgeht gelangt so gut wie niemals nach außen. Hat es mit der Partnerschaft vor dem Törn nicht zum besten gestanden klappt es auf der Yacht erst recht nicht. Wir haben wirklich so manche Tragödie erlebt und viele, deren Träume oder Wunschvorstellungen geplatzt sind. Doch niemand der sog. “ Losfahrer“ wird davon vor Reiseantritt erfahren. Die Summe der Probleme bleibt gleich wie zuvor, nur die Art der Probleme verändert sich. Ich denke, dass der Schlüssel zum Erfolg hier darin besteht, ein für sich geeignetes Reisekonzept zu finden. Es muss ja nicht immer die ganz große Runde sein. Ein nahezu unerschöpfliches Themengebiet und hochinteressant noch dazu. Zu den „gesponsorten“ Reisen ist Ihren Ausführungen nichts weiter hinzuzufügen. Eigentlich tun mir manche „Empfänger“ solcher Leistungen schon fast leid, wenn sie sich von manchen Sponsoren abhängig machen und ihre „Seele“ ein Stück weit verkaufen müssen. In dem Sinne alles Gute und viele Grüße nach Hamburg
    Dietmar Henke
    SY CESARINA
    http://www.summer-sailing.de

  2. Clark Stede sagt:

    Guten Tag Peter Foertmann,
    Seglerfreunde haben mich auf den Block aufmerksam gemacht. Trotz aller Aufkleber war ja die schöne „Asma“ zu erkennen, und Aufkleber reflektieren auch einen „ehrlichen“ Standpunkt zum Sponsoring. Und die ausgewählte Yachtausrüstung war erstklassig – nur ein Bolzen brach – auf 38 000 recht sportlich Meilen am gesamten amerikanischen Kontinent. Das falsch justierte Ruderblatt was mir unterstellt wird, na ja, lassen wir es, ein „wenig“ Technik verstehe ich. Die Yacht, die sehr erfolgreiche Reisen inklusive Durchkenntern absolvierte, hatte ich konzipiert und die Konstruktion war von Uwe Dübbel – soweit zum technischen Verständnis. Ach Bezugs der Einmach – Gummibänder, leider ist diese „Spitze“ aus dem Zusammenhang publiziert, klar hatte ich darüber geschrieben weil das enorm erfolgreich war bei extrem Winden. Schau „Ehrlichkeit“ hat auch zwei Seiten! Und wir entwickelten die Idee noch weiter für andere Windsituationen und heraus kam ein Windruder, größer Dank Kevelaer, aber mit gleichen Gewicht wie das Original. Schade, der Windsteuer – Anlagen Wechsel von Windpilot zu Monitor scheint Dich recht bewegt zu haben, denn anders kann ich deine Ausdrücke über mich nicht deuten. Ehrlichkeit bedeutet alles und von allen Seiten zu sehen. Und die Wahrheit ist auch, die von mir angeschraubte Monitor steuerte die Yacht nicht nur bei uns bei allen Winden erstklassig, sondern später weiter, auch die Nonstop – Umsegelung der Ex – Asma. Mal ehrlich, das ist doch was!
    Clark Stede

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