25 Jahre im TO

25 Jahre im Trans Ocean – Bekenntnisse – Erfahrungen – Analysen

Das Ende zuerst: ich bin aus dem TRANS OCEAN ausgetreten!

Die Darlegung meiner Gründe dauert ein wenig länger, denn sie bedeutet eine kleine Zeitreise durch das erfüllte Segler Leben eines Mannes, der das Glück hatte, sein Hobby zum Lebensinhalt machen zu können, und damit den Traum unendlich vieler Segler in endlos Schleifen bis heute hat leben können.

So weit so gut – hört sich lecker an – die Praxis harter Lebenskämpfe zerbeult uns hingegen an jeder Ecke – und die Summe aller Fehler gerieren sich am Ende zu einer Lebenserfahrung, die man akzeptieren – oder lieber verdrängen möchte. In meinem Fall ist nix zu verdrängen, denn ich bin mit meinem Leben im reinen und brauche mich für ein freundliches Gesicht gar nicht zu verstellen. BIOGRAPHIE

Seit 36 Jahren bin ich beruflich in Sachen Heckverzierungen von Yachten unterwegs, bin dadurch in eine Welt geraten, die manche Segler als Nischenwelt bezeichnen, weil es nur wenigen Seglern vergönnt ist, lebenslange Träume tatsächlich umzusetzen. Dieser Traum allerdings hält ganze Generationen von Seglern rund um den Spielball in Atem und dadurch gefügig, die Hamster Rolle täglicher Mühen weiter zu ertragen – bis zum finalen Leinen-Los!

Die gesamte Yacht Branche bedient sich des Traums, dereinst im Blauwasser zu schöneren Gestaden zu Versegeln. Die Stolpersteine auf dem Weg dorthin haben bekannte Namen: Beruf, Partner, Kids, Krankheit – in beliebiger Reihenfolge – und natürlich das liebe Geld, das für die Träume niemals genug vorhanden ist – es sei denn – man fasst sich ein Herz oder eine Hose – und segelt einfach los! Blauwasser Segler sind Glückspilze, sie sind die Spitze eines Eisbergs von Millionen Seglern, denen es nicht vergönnt ist, den Bildschirm Schoner gegen einen realen Sonnenuntergang in Lee einer Südsee Lagune tatsächlich zu vertauschen – sie begießen stattdessen brav die virtuelle Palme weiter – obschon einige am Ende mit der Hose voll – lieber Träumen als zu Segeln. Ausreden waren schon immer erfinderisch!

Auch wenn wir Deutschen in einigen Lebensbereichen zu Überheblichkeit leiden, weil wir uns gern als Nabel der Welt empfinden – im Bezug auf den Segel Sport und dort berühmte Taten sind wir eher nur Mittelklasse, denn die bei uns bekannten großen Namen sind nahezu sämtlich jenseits der Grenzen nur noch eine Ansammlung von Buchstaben und kaum bekannt. So schmilzt der Horizont zu einem Tellerrand, hinter den zu fliehn´ nur wenige hundert deutscher Segler p.a. ihr Schiff tatsächlich loszubinden, den Mut zusammen raffen. Die Spitze des Eisbergs eben!

Anders verhält es sich mit deutschen Produkten, deren weltweiter Siegeszug den Namen hat Flügel wachsen lassen! So sind in meinem bescheidenen Rahmen für Windsteuersysteme auch die Flügel für meine Produkte weltweit gewachsen – was in einem Suppenschüssel Markt in Deutschland kaum möglich gewesen wäre! Sie kennen die Gründe: Wetter, Winter, kaltes Wasser, allesamt nicht eben kooperativ.

Die Heimat der Blauwasser Segler hatte ich intuitiv in Cuxhaven ausgemacht, nahezu jeder Segler, der mit meinen damaligen Apparaten Richtung Nordsee ist Mordsee los gesegelt ist, hatte den prägnanten Stander im Salings Genick. Traumwandlerisch bin ich diesem Verein beigetreten, weil ich dachte, was ich denken wollte: Der TRANS OCEAN ist die Heimat einer besonderen Spezies von Seglern – und in Cuxhaven existiert eine geballte Ladung von Idealismus und Willen, den Seglern unterwegs ein Stück ideelle Heimat mit auf den Weg zu geben! Wie dumm ich damals gewesen bin!

Mein Schluckauf war gewaltig, als ich mich ein wenig näher mit dem TO befasste und für mich schnell die Meinung prägte, dass dieser Verein damals wohl eher die persönliche Märklin Eisenbahn von Helmut Bellmer gewesen ist, jedenfalls ganz und gar nicht dem entsprach, was ich zuvor idealistisch – also blöd! – gedacht! Blazer mit AnkerKnöpfen und Elbsegler waren nie mein Ding und als Nonkonformist bekam ich Schüttelfrost, als ich einmal in eine typische Versammlung an der Wasserkante meine Nase steckte. Einmal im Jahr gab es Presseberichte über Preisverleihungen, gehäckseltes Corned Beef mit Kartoffel und Medaillen in Dutzend Pack. Nun ja – Cuxhaven ist mir bis heute fremd geblieben – keineswegs nur wegen der öden Strasse mit Portrait Fotoautomaten – hingegen deutlich als ein Funktionärsgeviert – in dem ich nix zu suchen hatte und noch weniger mich finden lassen wollte. Ich war Mitglied – zahlte Beiträge und Spenden ( als Idealist der man ja ist! ) – überflog eine rührende Vereins Postille – und lebte weiter meine Träume, die sämtlich mit Arbeit zusammen hingen. Der TO geriet zur Begleiterscheinung – oder, wie es kürzlich ein Segler drastisch formulierte: EUR 30.– für ein Zeitungsabo erscheint günstig, wenn man nur ein wenig die Träume wässern will!

Mein internationale Geschäft war gewachsen, Snailmail wurde durch die schnellere Variante ausgewechselt – plötzlich war es möglich, mit Seglern über Mäuse zu verkehren, wenn man sie nur klickt. Eine schicke neue Welt, die mich durch eine Vielzahl von Kontakten faszinierte. Unweigerlich veränderte sich auch meine Sicht zu meinem Verein, denn plötzlich spülten von draußen Vereins Unzufriedenheiten und Ärgernisse zum Server herein.

Die Stützpunkte mutierten vom früher so Herz-Rettenden-Briefkasten hin zu einem geselligen Miteinander mit Service Auskunft Zentrale, betrieben meist von Seglern, die an sonnigen Gestaden neue Wurzeln schlagen wollten. Als Helmut Bellmer die Kommando Brücke verließ und durch Bernt Luetgebrune abgelöst wurde, veränderte sich meine Sichtweise im Quadrat, denn die Negativ Meldungen von den Seglern unterwegs, verhagelten zusehend immer wieder meine Laune. Schwamm drüber dachte ich, 30.- Euro sind eben nur eine Gebühr, kaum wert, sich darüber aufzuregen! Gleichwohl: die Aufmerksamkeit war angetickt!

Koinzidenz, dass ich in 2011 ein YACHT Interview der besonderen Art zu lesen bekam – es war für mich der Anlaß, mich für „meinen“ Verein in besonderer Weise zu interessieren und zu engagieren. Die Geschichte eines unverbesserlichen Idealisten nahm ihren Lauf. Nach einer Vielzahl von Beiträgen im Sinne einer Verbesserung der Strukturen, scheint es nun heute an der Zeit, die Erfahrungen zu komprimieren, Resultate zu filtern und private Erkenntnisse durch´s Sieb zu rühren.

OFFENHEIT und TRANSPARENZ war mein Credo vom ersten Tag. Ich bin hingegen an einer Mauer des Schweigens abgeprallt, denn eine unendliche Zahl von Versuchen, den Vorstand zu einer Beantwortung klar gestellter Fragen zu veranlassen, waren damals wie heute nicht von Erfolg gekrönt. Immerhin habe ich an einer Wende mitarbeiten können! Meine Hoffnung wuchs, dass es danach besser werden würde! Es kam hingegen anders als erhofft:

Kommunikationsversuche mit Uwe Röttgering, Andreas Huelsenberg, Dirk Mennewisch und Martin Birkhoff, sind allesamt im Sand verlaufen, weil meine Gegenüber es nicht vermochten, zumindest ehrlich mit Peter Foerthmann umzugehen! Kommunikations Fähigkeit und Wille zum Dialog sind eben nicht jedem gleichermaßen als LebensBeipack im Gepäck. Persönliche Fragen nach möglichen Symbiosen zur Reaktivierung des TO, wenige Tage vor der HV im Februar, wurden in einer Form beantwortet, die mir bedeutete: ein Schattenkabinett gibt es nicht? Es hätte auch lauten können: „mit Dir spielen wir nicht“! Auf der HV jedenfalls wurde dann deutlich, dass der heutige Vorstand ein exaktes Prozedere bereits vor der Wahl, abgesprochen hatte! Dies ist kein Vorwurf, hingegen nur Beleg für mangelnde Offenheit einem Mann gegenüber, der sich aus idealistischen Gründen für eine Gruppe von Seglern einsetzt, die im TO traditionell seit Jahrzehnten zu wenig Rückhalt, Beachtung und Respekt erhalten haben:

DIE SEGLER UNTERWEGS, denen ich mich privat und auch beruflich verbunden fühle, unter denen ich Freunde gewonnen habe und mit denen ich kommuniziere – keinesfalls nur in Sachen Freiheit in Steuerangelegenheiten! Diese Segler hat der TO jahrzehntelang außer acht gelassen, sie waren ohne Stimme, ohne Stimmrecht, ohne Beachtung – gleichwohl dienten Sie als Aushängeschild des Gesamtvereins, wenngleich nur Zuhause in Cuxhaven, wenn Medaillen an den Hälsen von weitgereisten Heimkehrern stets gemeinsam mit dem Vorstand aufs Foto rückten. Hier konnte der Vorstand mit „seinen Seglern“ glänzen, deren Reisetagebücher er geprüft und für medaillenreif für wert befunden hatte – also alle! Auf jährlichen Versammlungen mit Labskaus Fütterung unter Medaillen Himmel – gerieten heimgekehrte Segler zur Dekoration für erfolgreiche Vereinsarbeit. Hat Jahrzehnte lang scheinbar bestens funktioniert! Mit einem Orden am Hals oder Revers kann auch der Wille zur Kritik sanft entschlafen.

An Land regierte seit Jahrzehnten eine Gruppe von Funktionären, die allenfalls der kommerziellen Seefahrt zuzurechnen waren, und zum Segeln hingegen meist nur reduzierte Affinität besaßen. Die tückischen Besonderheiten einer Satzung, die zu Versammlungen nur präsenten Mitgliedern ein Stimmrecht zubilligt, ließ ein skurriles Ungleichgewicht entstehen, die eine Verständigung zwischen Seglern draußen und der Basis zunehmend schwierig geraten ließ. Beschwerden von Seglern unterwegs landeten in Cuxhaven zunehmend an der Wand, jedenfalls wenn´s um Substanzielles ging.

Den Gesetzen von Neid und Gier folgend, konnte der Vorstand über Jahre der Verlockung immer weniger widerstehen, einer ganz eigenen Profilierung hinterher zu laufen – oder gar aus der Vereinsarbeit ganz persönlichen Vorteil zu ziehen. Womit wir bei den Abgründen des TRANS OCEAN angekommen sind, von denen es etliche gegeben hat:

– Überhöhte Zahlungen für Miete in die Tasche des Vorsitzenden,

– eine überteuerte Vereinszeitung, bei der Werbeeinnahmen fremd verbucht wurden, – wenig akkurate Spesenbelege,

– Fördermaßnahmen für Segler, deren Mitgliedsantrag rückdatiert werden sollte,

– Spendenquittungen als Gefälligkeits Gesten für honorige Freunde

– Krankenversicherungen, die keinesfalls korrekt abgerchnet wurden

Kurz: es hat sich jahrzehntelang eine GUTSHERRENART etablieren können, die uns im täglichen Leben und Umgang mit Funktionären / Politikern allseits bekannt geworden ist. Der Vorstand hatte sich von den Vereinsidealen und seinen Mitgliedern Lichtjahre entfernt!

DAS GESCHÄFTSMODELL

Das Geschäftsmodell des TO ist genial, definiert es doch seine Hilfsangebote in Leistungen, die von anderen – den Stützpunkten, genannt Tafelsilber – ehrenamtlich erbracht werden. Für die Erledigung eigener Aufgaben, einer Verwaltung, bei der bis vor wenigen Monaten das Verfassen einer Email für den Vorstand von einer Sekretärin vorbereitet werden musste – kurz, für die Verwaltung wurden traditionell im Bereich von 80% der jährlichen Beiträge aufgebraucht – ohne dafür den Mitgliedern je eine seriöse Gegenleistung zu erbringen. Es war sogar möglich, ein solides Kapitalpolster im sechsstelligen Bereich anzusammeln – mündelsicher – wie man stets betonte. Der Vorstand behütet dieses Polster – das Geld der Mitglieder – wie einen Schatz bis heute, der ihm offenbar Wichtigkeit verleiht, ohne sich den Mitgliedern für Gegenleistungen verantwortlich zu fühlen. Natürlich wird das heftig bestritten, gestanzte Scheinargumente haben Funktionäre jederzeit gern zur Hand! Und eine Beitragserhöhung befindet sich bereits auf der kommenden Tagesordnung.

MITGLIEDER STRUKTUR

Der Verein hat seine Mitgliederzahlen jahrzehntelang verschleiert und geschönt – um eigene Wichtigkeit zu überhöhen. So reduzierte sich die Zahl von angeblich weit über 6000 Mitgliedern auf real eine um mindestens 20% geringere Zahl. Ohne Datenbank gerät man hier schnell ins Schwimmen! Offenbar kann der TO auch heute noch nicht alle seine Mitglieder per Mail erreichen! Der Vorstand benennt vor kurzem stolz, dass er heute 1500 Mitglieder per Mail erreichen kann – d.h. ca 3500 für ihn unerreichbar scheinen. Es kann wohl angenommen werden, dass 100% aller Segler heute über – mindestens – eine Mail Adresse verfügen!

Für die allermeisten Mitglieder ist der Beitritt zum TO der erste Schritt – unmittelbar nach der Entscheidung für eine vielleicht einmal geplante große Reise. Man erhofft und erhält Informationen, Zeitung, Zugang zu Veranstaltungen – und fühlt sich zugehörig zu einem erlauchten Kreis von Seglern, die Größeres planen, als den Törn nur vor der Küchentür. Für EUR 30.– ein Sonderangebot! Das Verhältnis von TO Mitgliedern an Land, zu den reisenden Seglern liegt im Bereich von 8 : 1 – was die Anzahl von reisenden Yachten im Bereich von ca 600 Schiffen zu spiegeln scheint.

Eine dritte Gruppe von Seglern besitzt im TO einen Sonderstatus, es sind viele deutschen Segler und Segler Paare, deren Blauwasser Reisen Karrieren als Buchautoren nach sich gezogen haben. Hier strahlt der TO Stander besonders hell – und bespiegelt den Verein / oder Vorstand in einer Form, die als nützlich und werbewirksam ausgedeutet worden ist. Es ist überliefert, dass zwischen Vorstand und einigen bekannten Mitgliedern recht problemlos Hilfen finanzieller Art, sich eingebürgert zu haben scheinen. Nach außen herrschte Stillschweigen, aber hinter vorgehaltener Hand wurde mir am Runden Tisch bedeutet: „es ist doch allgemein bekannt, dass der Vorstand nach eigenem Gusto freihändig über die Kasse verfügen konnte“! Nun, ich wußte das bis dato nicht!

Ein Zahlenspiel: von geschätzt 5000 Mitgliedern erschienen 50 – 120 zu den MV im November, d.h. 1-2% der Mitglieder hat jahrzehntelang die Regeln des Vereins bestimmen können. Reisende Segler sind bei der Entscheidungsfindung bis heute ausgeschlossen. Die Einführung einer Online Wahl ist versprochen worden – gleichwohl hat der Vorstand diesbezüglich einen Antrag eingebracht, der an der Ernsthaftigkeit des Vorhabens zweifeln läßt. Die Gründe sind einfach zu benennen: man fürchtet offenbar den Einfluss der Segler unterwegs, die heute mit Macht auf ihr Stimmrecht pochen.

Es ist nachvollziehbar, dass Opposition bei einer derartigen Vereins Struktur – zur Schwerstarbeit geraten muss! Kritiker hatten im TO traditionell einen schweren Stand, sie wurden und werden von anderen Mitgliedern aus dem harten Kern gern angerempelt, der Vereinsaustritt wird ihnen immer mal wieder nahegelegt. Aktuell existiert zur MV am 24.11.2012 ein Antrag auf Vereins Ausschluß von Peter Foerthmann.

Vorstände wurden stets willig entlastet, Kassenprüfungen in gegenseitiger Einigkeit problemlos durch gewinkt. Agonie ist die zwangsläufige Folge – weil der Draht zur wichtigsten Mitglieder Gruppe – den Seglern unterwegs – verloren gegangen ist und niemand ein Interesse daran hatte, deren Interessen dereinst zu stärken.

Die Analyse der Beiträge im TO Forum beweist, dass die Agonie auch heute nicht verflogen ist. Beiträge im inneren Bereich werden im Durchschnitt nur von ca 50 – 70 Personen gelesen. Der seit Jahren wohl wichtigste Bericht „Die verlorene Ehre des TO“ von Beate + Detlev Schmandt, wurde innerhalb von 4 Wochen lediglich 530 mal gelesen! Das Leben findet auf anderen Foren statt, die Segler warten nicht auf bessere Angebote, wenn die woanders bereits online sind. Eine teure, gleichwohl schlechte Web Präsenz offenbart für Segler mit schlechter Internet Verbindung unterwegs Hürden, die kaum zu bezwingen sind. Wenn im Forum zudem dann scheinbar nach Belieben rigoros gekürzt, zensiert und Meinung manipuliert wird, wird leicht verständlich, warum viele Segler die Lust verloren haben, sich hier überhaupt zu beteiligen. Der Trans Ocean hat sich jahrzehntelang von seinen Mitgliedern stets weiter entfernt.

Wenn mit gutem Willen Arbeitsgemeinschaften gegründet werden, diesen dann jedoch keine klaren Direktiven vorgegeben werden, sind Zwist und Graben Kämpfe unausweichlich. Verständlich, wenn betroffene Stützpunkte dann die Gefolgschaft kündigen. Führung ist angesagt – von alleine regeln sich die notwendigen Dinge nicht!

DIALOG und TRANSPARENZ zwischen dem heutigen Vorstand und der Mitgliederschaft war in den vergangenen Monaten mangelhaft, selbst im inneren Bereich des Forums hat sich selten ein Vorstands Mitglied mit einem guten Kommentar verirrt. Dabei wurden dem Vorstand hunderte von präzisen Fragen gestellt! Es entspricht keinem guten Stil, den Diskutanten im Forum das Wort alleine zu überlassen – um nach Monaten der Abstinenz von Vorstandsseite zynisch zu verkünden, dass man bereits an ALLES gedacht habe und die Diskussion sich nachträglich wahrscheinlich als unnötig erweisen würde ( Entschuldigung: Herr Mennewisch!) So geht man mit gestandenen Erwachsenen keineswegs um! Und einem Kritiker im Forum von Vorstandsseite offen den Vereinsaustritt nahe zulegen… entspricht eher dem Verhalten in einem Kindergarten!

SINNFRAGE

ich denke, dass man die Entwicklungen von vergangenen Jahrzehnten nicht ungeschehen machen kann. Es ist ein Fakt, dass der TO heute weitgehend die Aufmerksamkeit seiner Mitglieder verloren hat. Explizit scheint deutlich, dass die Segler unterwegs sich bereits großflächig abgewendet haben – schlicht, weil ihnen der Glaube an eine Besserung abhanden gekommen ist. Dies ist besonders bedauerlich, weil diese Mitglieder die wichtigste Basis des TO dargestellt haben.

Die Vorgänge um die Holländische Familie Lelijveld SV Drifter beleuchten beispielhaft, wie die Haltung einer Gruppe von Funktionären den segelnden Mitgliedern gegenüber jahrelang gewesen ist. Die Auswirkungen haben in der internationalen Blauwasser Community Seglerschaft dauerhafte Schäden hinterlassen, weil unter Seglern WORD OF MOUTH zuverlässiger funktioniert – als klangvolle Worte und Versprechungen von Funktionären, die fernab in einem Vereinsbüros in Cuxhaven formuliert werden.

Es bedarf ungeheurer Anstrengungen, die Fehler der Vergangenheit auszumerzen um den Verein dereinst zu neuen Ufern zu führen. Ob die Mitglieder diese Geduld aufbringen werden, wird ein jeder für sich selbst beantworten müssen. Für einen Vorstand wird dies eine Herkules Arbeit und es darf bezweifelt werden, dass dies gelingen kann.

In einer Zeit virtueller Virilität und unbegrenzter Möglichkeiten muss die Frage gestellt werden, ob ein Verein mit dem bisherigen Geschäftsmodell in der Zukunft eine Daseinsberechtigung weiterhin besitzt! Angesichts einer unwirtschaftlichen Kostensituation, die einen Großteil der Beiträge für die Verwaltung aufzehrt und neue Aufgaben zunächst Beitragserhöhungen notwendig machen würden, stellt sich zusätzlich die Frage, ob man dafür die Zustimmung einer breiten Mitgliederschaft wird gewinnen können.

Ich habe meine Schlussfolgerungen gezogen und bin ausgetreten.

Peter Foerthmann

12 Kommentare zu 25 Jahre im TO

  1. Koszyk sagt:

    Peter Foerthmann,
    die Zeugen Jehovas und die ebenfalls vorgeblich leidenschaftlichen Segelfreunde
    haben mindestens das gemeinsam, und zwar: eine Fülle von Literatur über Ihre Leiden-schaft. Auch selbst loben beide ihre Leidenschaft häufig.

    Eines haben die Zeugen mehr, was die Segelbegeisterten m.E. nicht haben, und
    zwar Literatur über Zeugen Jehova von Nichtzeugenjehova.
    Von diesem Mehr machen aber wohl nur die wenigsten Gebrauch.
    Gibt es denn noch keinen Nichtsegler, welcher über das Segeln und die Segler geschrieben hat? Und warum eigentlich nicht? Vielleicht weil Legionen durchs Leben segelnde Schriftsteller Bücher schreiben mit der Absicht möglichst viele zu verkaufen, also um ihres Geldgewinnes willen, also nicht um der Sache oder der Leser willen.

    Sie, die sogenannten Segelbegeisterten oder auch Segelfreunde wären wohl die einzige begeisterte Glaubensgemeinschaft, welche unangefochten ist.
    Wenn das Leben nicht so kurz wäre und zum Ende hin nicht immer noch kürzer, könnte ich mir als Nichtsegelbegeisterter vorstellen ein Buch über diese segelnden lebenslänglichen Traumschleifenjäger zu schreiben und ihren Glauben suchen anzufechten.
    Auf jeden Fall käme der 73 jährige Schwede Yrvind ( der Name spricht für sich) in dem Buch vor, welcher sich grad seine eigene 3m lange kokusnusförmige Folterkammer baut, und auf ebenfalls sadistische Sponsoren hofft. Auch käme der W. Erdmann vor, der es fertig bringt sich als Lockvogel auf einen Motor-Luxuskreuzer locken zu lassen, um über sein so anderes Gehen über den Wassern zu fotoberichten, und es fertigbringt anschließend zu Henry David Thoreau seiner Waldhütte zu pilgern. —
    Mir sagte ein Segellehrer, dass W. Erdmann, ohne Stop gegen den Wind um die Erde gesegelt ist, wegen seiner Altersvorsorge. Das hätte dann wenig mit Segelbegeisterung zu tun.
    Träumen und (selbstbe-) lügen ist ja auch nicht weit voneinander entfernt. Und wie sollte der nicht andere beständig belügen, welcher bei sich selbst anfängt?
    Kann es nicht sein, dass die Altersversorgung Aller, äußerst ungewiss geworden ist, gerade wegen viel träumejagen und lügen?
    Ehrlich mit sich und gegenüber Anderen zu sein, taugt auf jedenfall nicht zum Geld verdienen. Es sieht so aus, dass der gewöhnliche Mensch einzig belogen werden möchte, aber so, dass er es nicht (sogleich) merkt. —
    Da nun tatsächlich jeder Geldschein als Schuld(schein) in die Welt kommt,
    ist es kein Wunder, dass sich mit dem Jagen nach Geld (zur Traumerfüllung) die
    Schuld vermehrt, welche einem irgendwann auf die Füsse fällt.

    Peter Foerthmann, sie gestatten.
    Gute Nacht und hilfreiche Träume. Koszyk

  2. Horst und Eva Bressel SY NELE , z.Zt. Trinidad W.I. sagt:

    Hallo Peter
    Irgendwie war das ja abzusehen – Du hast die haltlosen Beschuldigungen lange
    und mit großer Geduld hingenommen. Danke für Deinen Einsatz und die langen
    Nächte am PC.

    Auch wir sind aus dem Verein ausgetreten.
    Seit Monaten verfolgen wir die Vorgänge im Umfeld des Vorstandes, sowie
    die Zensur und Löschung von Beiträgen im Forum und die Beschimpfung von
    Mitgliedern, welche Kritik am Vorstand äußern oder anderer Meinung sind. Das
    Verhalten des Vorstandes gegenüber der Familie Lelijveld und der Antrag des
    Stützpunktleiters Trinidad, Andreas Kretschmer, Peter Foerthmann aus dem
    Verein auszuschließen, haben uns nun endgültig klargemacht, dass der heutige
    Trans-Ocean nicht mehr der Verein ist, dem ich 1982 vor meiner ersten Reise
    in die Karibik beigetreten bin.

    TO-Mitglied Nr. 1014 – Standerschein-Nr. 130
    Horst Bressel SY NELE
    z.Z. Trinidad W.I.

  3. Björn sagt:

    Hallo Peter,
    schlussendlich also, Willkommen im Tal der Erkenntnis! Auf der einen Seite ist es tief bedauerlich, dass deine ganze Energie nicht vermochte, den rotten Haufen wirklich durchzulüften, aber auf der anderen Seite kann man dir nicht vorwerfen, du hättest nicht alles versucht.
    Stellen wir uns doch den Tatsachen. Die Vertretung einer Seglerschaft war höchstwahrscheinlich noch nie Ziel der den TO Verein betreibenden Vorstände. Die Goldknopfmarineblazer haben ein potemkinsches Dorf in Cuxhaven errichtet, dessen Funktionsweise einer großen Zahl der zahlenden Vereinsmitglieder sich bis heute nicht erschließt – weil sie es tatsächlich nicht glauben wollen, oder es ihnen völlig egal ist. Es ist also Zeit sich von diesen Menschen gedanklich zu verabschieden.
    Die Grundsatzfrage bleibt jedoch offen. Gibt es denn überhaupt noch eine Gemeinschaft der Segler?
    Die Art und Weise wie eine Diskussion gegen dich statt um die Fakten geführt wurde, die unsäglichen Beissattacken tatteriger Geisteszwerge in geschlossenen wie auch auch öffentlichen Foren und nicht zuletzt die vollständigen Entgleisungen einer YACHT Redaktion, zeigen doch ein Sittenbild heutiger Umgangsformen auf. Der persönlichen Befriedigung durch Unterdrückung wird dabei offenbar der Vortritt vor der Suche nach Fakten, Ethik, Ehre und Wahrhaftigkeit gegeben.
    Ich mag nicht glauben, dass sich nicht irgendwo in den Wäldern und irgendwo auf den Weltmeeren eine grundehrliche Kerngruppe ins Geheime verschanzt hat, um während dieser Zäsur der Herrschaft der Kleingeister ein gewisses Kulturgut im Herzen zu bewahren. Auf diese Menschen lass uns einzig und allein konzentrieren!
    Gruß
    Björn

  4. peter sagt:

    Guten Tag Bjoern,

    das sind Wahrheiten, die ins Auge stechen, vielen Dank!

    Ich habe bei der Formulierung meine Gedanken die im Geiste offenen Segler im Fokus gehalten, weil ich natürlich weiss, dass es eine Menge Menschen gibt, die „Freundschaft“ stets nur formulieren mögen, solange sie für das eigene Fortkommen förderlich eingeschätzt wird. Heute weiss ich, dass Opportunismus von Fakten nicht zu überholen ist, weil die Anzahl von Menschen, die einer Meinungsbildung gegenüber tatsächlich aufgeschlossen ist, gering geraten ist. In der Tat habe ich einige Segler wahrscheinlich überschätzt – oder besser, ich habe unterschätzt, dass man mit deutlichen Argumenten Menschen keineswegs immer überzeugen kann, wenn der Kopf sich bereits in einem Meinungs Bett zum Schlafen niedergelegt hat. Denn dort will er nicht gestört werden!

    Immerhin haben wir nun die Steine alle umgedreht – und es wird niemanden mehr geben, der sagen könnte: davon habe er nichts gewusst! Die Fakten liegen auf dem Tisch – und ich bin gespannt, wie es weitergeht!

    Popcorn und Cola, einen Liegestuhl – und warten!

    beste Grüsse
    Peter

  5. Koszyk sagt:

    Werter Peter Foerthmann,
    Sie sind für mich nur glaubwürdig, wenn Sie alles, mit dem Sie mehr oder
    weniger verbändelt sind, so kritisch und hilfswillig angehen, wie Ihren TO-
    Verein, was ich mit dem Beispiel der Deutschen Bank, angedeutet habe.
    Heute verkaufen sich auch die Besseren, und merken es oft nicht einmal.
    Nur ein Beispiel, noch warm, wie frische Brötchen, von heute: Der immer kritische Protestant, welcher wohl auch im Stuttgarter Bahnhofsumbaustreit aktiv war, wohl auch als Schlichter? Zu seinem 80 Geburtstag wünschte er sich ein Gespräch mit P. Sloterdijk, was ihm erfüllt worden ist und bei dem auch unter Anderem die Kanzlerin teinahm: heute Werbestreifen auf web.de für ZDF und ARD,
    Sein altes faltiges Gesicht wird (für mich respektlos) abgebildet. Daneben der Text:
    Wir brauchen Informationen auf Augenhöhe statt von oben nach unten.
    „ARD, ZDF und Sie.“ Danke für ihren Rundfunkbeitrag.

    Es ist eine Verhöhnung sich für etwas zu bedanken, was die selben Leute von einem,
    (auch gerichtlich) erzwingen, ab nächstes Jahr, ob man es haben will oder nicht, man muss dafür bezahlen, wohl sogar pro Wohnung, also auch für eine z.B. Wochenendwohnung, vielleicht bald auch pro Boot, was ja auch eine Art Wochenendwohnung ist.
    Das ist genau das Gegenteil von Augenhöhe. Das ist vergleichbar, als hätte sich Honeker beim Volk 1980 bedankt, dass es seine geliebte DDR nicht in Richtung west verlassen hat. Genauer, diese Geisteshaltung ist eine Steigerung der DDR-Diktatur-Niedertracht. Geißler will noch mit 80 Jahren! Geld verdienen, welches wir zahlen müssen, ob wir das Beworbene haben wollen oder nicht, und das im Schein der Seelensorge. Geht es schlimmer?
    Jetzt könnte ich weiter machen bei Ulrich Wickert, P. Steinbrück… .

    Sie finden heute eher Freunde unter Ihren Feinden, weil das was heute als Freundschaft verstanden wird, zumeist Kumpanei, Interessen-Egogemeinschaft bedeutet, hingegen ein Feind für etwas ideel stehen könnte.
    Sogenannte Freunde reden sich gegenseitig allzeit besoffen. Hat Ihr kritisch, vorgeblich hilfreier Blick Substanz, ist er auf alles was Sie betrifft, zuerst Sie selbst, gerichtet.

    Mit freundlichem Gruß Koszyk

  6. peter sagt:

    Guten Tag Herr Koszyk,

    Verbandelung, besoffene Freunschaften, Blindheit gegen Kritik an mir selbst – negativ!

    Ich bin in der vielleicht beneidenswerten Situation, dass ich vergleichsweise unabhängig bin, niemandem verpflichtet ausser den Seglern, deren Interessen ich hier idealistisch zu vertreten angetreten bin. Hier sind weder Sachzwänge, finanzielle Interessen noch Abhängigkeiten zu beachten – wenn ich meiner eigenen Indeologie folge, bin ich auf sicherem Gleis. So gesehen dürfen Sie Authentizität voraussetzen, die mich lebenslang begleitet. Ich denke, das haben Sie bereits erkannt!

    Ohne hier in die grosse Politik quer zu verbinden, die im Fall des TO durchaus Parallelen aufzuweisen scheint, geht es hier darum, die verheerenden Unterschiede zwischen Anspruch und Wirklichkeit am Fall eines angeblich honorigen deutschen Segelvereins, abzuhandeln und aufzuarbeiten. Nur dann hat am Ende ein jeder Segler die freie Wahl, ob er ein derartiges Vereinsgebilde weiter stuetzen will – oder eben nicht!

    Klar, dass man sich als Kritiker Feinde macht – solange dies jedoch verbal indifferent oder emotional geladen vorgebracht wird, wird sachlicher Umgang schwierig. Erst wenn eine Diskussion konkret und sachlich durchgeführt wird, ist Umgang auf Augenhöhe und ein Weiterkommen möglich. Eine offene Diskussion mit dem TO war und ist bis heute keine Realität – und ich bin hier unterwegs, dies zu verändern….. mal schaun´, was dabei herauskommt!

    beste Gruesse
    Peter Foerthmann

  7. Koszyk sagt:

    Nun,
    dass wird uns wohl unterscheiden,
    denn mir ist jegliche „Käseglocke“ zu eng und zu anrüchig, egal ob
    sie „Segler“, „Radfahrer“, „Autocluber“, „Schachverein“, „Hundehalter“,
    „Pferdeausreiter“, „Taubenvermehrer“, „Biogärtner“, „Wohnmobilreiser“,
    „Lederhosenträger“… betrifft, und das besonders wenn es um Idealismuss geht.

    Konzentrat: „Die Deutschen versuchen alles zu verbessern, nur sich selbst nicht.“
    und: „Alles steht miteinander in Verbindung und ist darum mit einzubeziehen.“

    Sogenannte Fachidioten sind gefährliche „Schläfer“, die meinen, im Bilde gesprochen, wenn sie über den Atlantik schippern, müssten sie in einer Spur oder auf einer Schiene unterwegs sein. Das Leben ist keine Spur, keine Schiene. Es ist ein unberechenbarer, unergründlicher Ozean. Dem gilt es Rechnung zu tragen,
    buchhalterisch ausgedrückt.

    p.s. ob ich allerdings das Internet, als ebensolchen Ozean, weiter nutzen/akzeptieren
    werde, ist mir eine existenzielle Frage, mit der sich meine Großeltern und alle vor
    mir, nicht abquälen brauchten.

    in Bewegung und unterwegs, trotz dem Ausgesetztsein von Winden aus zugleich unterschiedlichsten Richtungen, weit davon sich als unabhängig zu bezeichen
    Koszyk

  8. Koszyk sagt:

    Noch eine Ergänzung,
    um Ihrer Antwort eher gerecht zu werden:
    Sie: „…Nur dann hat am Ende ein jeder Segler die freie Wahl, ob er ein derartiges Vereinsgebilde weiter stuetzen will – oder eben nicht!“
    Er hat ja auch noch die Möglichkeit zu hoffen etwas zu ändern. Zudem weiß er nicht
    wie der Vorstand in einem Jahr sein wird. Auch Offenheit und gleiche Augenhöhe kann vorgespielt werden.
    Spätestens nachdem ein neuer Vorstand gewählt worden ist, eben wegen dieser
    schweren Mißstände, also um diese zu beheben und keine weiteren aufkommen zu lassen, dieser aber nahezu, von Ihnen genauso oder sogar noch mehr als verwerflich beurteilt wird, als der vorrige, welcher sie noch nicht zum Austritt bewogen hat, sollte die Frage gestellt werden, ob das Problem nicht sozusagen sythemisch ist, zudem von dem aktuellen Zeitgeist noch negativ verstärkt.
    Kurz: „Die da auf den Weltmeeren wollen optimal ihr Leben genießen, auf ihre Weise, mit unserer Hilfe, und wir wollen optimal unser Leben, auf unsere Weise genießen, auch mit Hilfe unserer Vorstandsposition.“

    Ich beurteile ja das Mysterium „Hobby“ als eine Art Zivilisationskrankheit.
    Vor der Motorisierung und Industrialisierung, war Arbeit sehr oft ausfüllend, körperlich, charakterlich, Natur erfahrend, Mut fordernt, also sozusagen abenteuerlich, z.B. ein junges Pferd einzureiten,…, das die Freizeit, das sich Hinsetzen, essen und trinken und gute Gespräche führen, war, neben einigen Festen, wie Geburtstag, Hochzeit … .
    Heute muss wohl die Arbeitswelt, der Alltag so unerträglich sein, dass man die ganze übrige Zeit braucht um sich mit einem passenden Hobby zu therapieren/ zu regenerieren. Dazu kommt, dass man überaus übersättigten Menschen nichts
    weiter als Träume verkaufen kann. Zudem, was ich schon ansprach, gibt es ein Vakuum, was Heile-Welt-Gemeinschaft angeht, früher war das die Großfamilie, die
    zusammenhielt, die Dorfgemeinschaft oder auch der Berufsverband mit seinen
    Treffen und Festen. und Alte ausgearbeitete Menschen, mit ca. 60 Jahren, konnten nicht mehr umherlaufen und Blödsinn machen, da keine neuen Hüften eingebaut.
    Sie saßen auf der Bank, schauten nach den Enkelkindern, pulten Erbsen aus und verdauten, im besten Falle, ihr tatenreiches Leben, was wohl mit die beste Vorbereitung auf den Tod ist. Ich war bei jemandem mit auf dem Boot, der hatte,
    man könnte sagen, nun endlich Mal, mit ca. 62, einen ernsteren Herzinfakt hinter sich, so dass er sich zum Nachdenken gezwungen sah und ein Buch las: „99 Dinge, die du vor Deinem Tod noch erledigen solltest.“.
    Peter Sloterdijk notiert in seinem letzten Buch irgenwo sinngemäß, dass heute die
    alten Leute wie/die Heuschrenken sind. Da steckt manch Wahres drin.

    Zudem, ich meine es ist eine alte Benediktinerregel, ist es recht klug jemanden zum
    Vorsitzenden zu machen, der es nicht anstrebt und nicht will, weil dieser es dann eher
    als eine Pflicht, eine Art Berufung tut. Genug von mir.

  9. peter sagt:

    Guten Morgen Herr Koszyk,

    exakt, das ist der Schlüssel: wenn Hoffnung auf Veränderung sich als trügerisch erweist, oder besser, wenn man sich sicher ist, dass gegebene Strukturen per se nicht zu verändern sind – ist es Zeit zu gehen – der Grund für meinen Austritt. Die blosse Betrachtung missbräuchlicher Amtsauslegung, die nicht mehr zu übersehende Anzahl von Unkorrektheiten, lassen keinen anderen Schritt mehr zu. Und ich bin heute im Inneren überzeugt, dass die breite Vereinsöffentlichkeit von einer überaus großen Anzahl von Amtsmissbrauch noch garnix weiss. Schließlich wurde traditionell die Wolldecke der Verschwiegenheit über die Aktivitäten einer Vorstandsriege sanft gelegt. Da spielt es dann fast keine Rolle mehr, wenn wir heute erfahren, dass der frühere Vorsitzende Bellmer offenbar karibische Stützpunkte im Rahmen einer Kreuzfahrt mit der MS Europa besucht hat – wer hat diese Fahrt wohl bezahlt?

    Nee – da kann man nur zur Seite treten und seine KOnsequenzen ziehen. Aber vielleicht habe ich dazu beigetragen, hier ein wenig Öffentlichkeit zu erzeugen – dann kann keiner der langgedienten Mitglieder sich mehr darauf berufen – dass er nix gewusst habe….
    gruss
    Peter Foerthmann

  10. Koszyk sagt:

    Was sie schreiben betrifft mich nur indirekt, da ich kein TO-Mitglied bin.
    Genau betrachtet betrifft es mich doch direkt, weil ich anderen Grupppen zugehörig
    bin, die, gut möglich, genauso schlecht geführt werden, wie Sie es von dem TO-Verein
    sagen. Beispiel: Vor 70 Jahren zum deutschen Volk zu gehören war eine enorme Herausforderung, viele verschlossen lieber, wie die drei Affen Augen, Ohren und Nasen (?). Denn es stank gewaltig. Heute kann es eben solche Herausforderung sein Deutscher zu sein und hier zu leben, weil sich eine Lebensweise aufdrängt, die nicht nachhaltig ist, also Zukunft gefährdet, wenn nicht zerstört. Zukunft zerstören ist aber nichts anderes, als Kinder, Enkelkinder…, auch eigene, zu gefährden/zerstören.
    Zudem gehöre ich der Postbank an, was heute bedeutet, der Deutschen Bank. Es gibt einige Stimmen die genauso vor diesen Banken warnen, wie Sie vor der TO-Mitgliedschaft unter dem jetzigen Vorstand.
    Vor 25 jahren sind sie in dem Verein Mitglieder geworden, im gestandenen Mannesalter. Und etwa 25 jahre zuvor haben Sie wohlmöglich die „erfreuliche“ Feststellung gemacht, dass sie zur Konfirmation ein Girokonto der SPK mit einem Guthaben von 20 DM bekommen haben. Sie und Ihre Erziehungsberechtigten haben nicht gezögert dieses Angebot freudig anzunehmen, so wie Sie freudig die Leistungen des TO angenommen haben bei Ihrem Beitritt. Sie wussten aber fast nichts von der Bank. Vielleicht empfanden Sie, dass die „Too big ist um an ihr vorbei zu kommen“.
    So wie Sie habe ich mich verhalten und Millionen Deutsche auch. Allein durch diesen Vertrauenserweis/Kredit haben wir alle dazu beigetragen, dass diese Banken tatsächlich „Too big to fail“ geworden sind. Das bedeutet aber wiederum, dass heute nahezu jede große Bank in Europa, als Schutzgelderpresser gegenüber jeder Regierung, in Europa, auftreten kann. —
    Oder noch naheliegender und aktueller. Ich und besonder auch Sie spinnen durch den Gebrauch des Internets dieses Internet mit. Wir sind Spinnen. Wir spinnen! Die Folge davon ist, dass dieses Netz ebenso „Too big to fail“ wird, wir also von ihm existenziell abhängig werden, wie früher der Bauer vom Wetter, damit auch erpressbar, kontrollierbar… . Zerreist das Netz aus irgend einem Grunde, eines Augenblicks, fallen wir aus ihm wohlmöglich in´s Bodenlose, folgenschwerer als ein fallender Zirkusakrobat, ohne Netz.

    Denken braucht Mut, und Mut ist Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst, oder genauer sein fordergründiges Selbst.
    Denken ist erst dann Denken, wenn unsere eigenen Gdanken/die Früchte unserer Gedanken uns selber immer wieder überraschen und in Erstaunen versetzen.
    Sonst überlässt man das Denken lieber den Pferden, mit den größeren Köpfen, da der Mensch sonst nur auf dumme Gedanken kommt. Nicht umsonst spricht man von „Pferdeverstand“.

    p.s. Ist Ihnen das nicht unangenehm, dass Sie Ihre z.B. Lebensbeschreibung unter dem Titel „Windpilot“ veröffentlichen, als sei Windpilot mehr als Sie?

    Vom absteigenden Ast Möchtegernaussteiger Koszyk

  11. Horst Neschen, ehemaliger TO Stützpunkteiter Grenada sagt:

    Ja ja, da hat sich nichts geändert seit ” Admiral” Bellmers Zeiten!

    Schon damals reiste der Vorstand mit Familie per MS Europa zu verschiedenen Stützpunkten in der Karibik, um guten Tag zu sagen! Ende des Besuches!

    Als ich als damaliger Stützpunktleiter ( GRENADA) Anliegen hatte, die man kurzfrisig mündlich hätte erledigen können, war dem ” Vorstand ” eine Inselrundfahrt wichtiger.

    Horst Nischen ehemaliger TO Stützpunkteiter Grenada

  12. Hans sagt:

    Hallo Herr Förthmann,

    Ich war mehr als ein Jahrzehnt Mitglied im TO.

    Nach nicht mal einer Handvoll Forumsbeiträgen wurden meine Einträge zensiert, gelöscht und letztendlich sogar mein Zugang gesperrt.

    Dieser Webmaster lebt scheinbar wie die Made im Speck von meinem Mitgliedsbeitrag!
    Wenn man jetzt liest, was dieser TO- Klüngel mit den Beiträgen seiner Mitglieder anstellt, ist man froh, nein eigentlich glücklich, nicht mehr Mitglied dieses Schmuddels sein zu müssen.

    Ich bin ausgetreten und suche mir jetzt andere Plattform, um über den TO zu diskutieren.

    Mir scheint, da hat sich nichts geändert, der Klüngel ist geblieben.

    mit freundlichem Gruss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.