8. Offener Brief HvS

Der offene Brief ist Hier zu lesen

Hallo lieber Peter,

es ist sehr einfach, und auch ohne jede Konsequenzen, eine Schimpfkanonade auf „Den Vorstand“ los zulassen. Vor allem wenn man sich des Internets bedient und einer persönlichen Konfrontation geflissentlich aus dem Wege geht.

Wir haben -man Merke- einmal im Jahr eine JHV im November. Der Termin ist bis auf einige Tage Unterschied immer gleich.
Wenn Du soviel Frust vor Dir her schiebst – und das muss Deinem BLOG zu urteilen ein Riesenberg sein- so ist es nicht nach zu vollziehen, dass Du an diesem einen Termin im Jahr verhindert warst. Wie kann das sein, wenn Du soviel verändern, anklagen und Missstände aufzeigen willst und dass Du anschliessend nicht persönlich anwesend bist.

Während der JHV ist so einiges an Kritik erfolgt und Aufklärung wurde über undurchsichtige Vorgängen verlangt. Wir haben -teilweise- Antworten vernommen, teilweise wurde der Frust noch grösser. Allerdings wir „jungen Wilden“ waren anwesend und haben unangenehme Fragen gestellt. . Da hätten wir gut noch einen mehr benötigt um noch mehr Druck zu machen.
Du hattest ja besseres zu tun.
Dafür strotzen Deine Kommentare vor Ironie, Selbstzufriedenheit und persönlichen Angriffen auf einige Akteure. Das ist der Grund, warum ich diese entfernt habe.
Strukturelle und aufbauende Kritik, dass hätten wir gebraucht. Keine wilden Beschimpfungen und kein Verstreuen von Halbwissen über Internas des Vereins.
Das sind die Gründe, warum ich einen solchen unqualifizierten Kommentar mit Beschimpfungen entfernt habe.
Man muss sich nur Deinen BlOG durchlesen um zu verstehen, was ich meine.

Du hast verlangt, dass ich einen weiteren langen Kommentar ins Internet setzte. Das werde ich nicht tun. Ich kann dieses Geschimpfe und unpassende Kritik an allen Vorstandsmitgliedern nicht zulassen und auch nicht ertragen. Wir arbeiten im Hintergrund -ohne Schreckgespenste an die Wand und im Verein zu erzeugen- und möchten unseren wunderbaren Verein auf eine neue Fahrtstrecke setzen ohne die Mitglieder in Scharen davon zu treiben.

Die grosse Krux ist: auf den Versammlungen sind nur knapp 4-5% der Mitglieder anwesend. Das sind zum Teil leider nicht die innovativen und fortschrittlichen. Da muss und wird sich in Zukunft durch das Internet einige ändern. WIR arbeiten daran.

Vielleicht geben Dir meine Worte Hoffnung, dass sich langsam – ohne blutige Revolution – der TO zu dem verändert, was wir Aktivisten uns auf mittlere Zeit erhoffen.

In diesem Sinne, bleib uns gewogen
Webmaster Helmut

HIER MEINE ANTWORT:

Danke Helmut für Deine offenen Worte,

die ich gern ebenso offen beantworte. Immerhin ist damit nun auch in diesem von Dir überwachtem Bereich eine Tür geöffnet worden zur Demokratie, die Du durch Deine Zensur hattest eigentlich verhindern wollen!

Deine Bemerkung vom „wunderbaren Verein“ ist Wunschdenken, denn die Tatsachen sprechen eine andere Sprache, sie quellen seit Jahren durch alle Ritzen und sind Anlaß, dass ich seit 4 Monaten hier gegen ein Bollwerk autokratischer Burgherren anrenne, um mit den Mitteln sprachlicher Überspitzung zu polarisieren, eine Tür zur Kommunikation aufzubrechen, allein, um endlich einmal breitere Aufmerksamkeit zu erzielen.

Wie wir sehen, hat dies nun geklappt – meine monatelange Arbeit hat sich damit gelohnt!

Schriftwechsel, Anträge, Austritte, das große Schweigen, Lügen, undurchsichtiges Agieren – alles andere, aber OFFENHEIT, oder gar Demokratie hat den Vorstand bislang niemals interessiert!

Die Erfahrung vieler Jahre hat Strukturen offenbart, die den Vorstand entlarvt! Ich halte einen Rücktritt für die einzig mögliche und faire Variante. Immerhin wäre dies für unseren Verein die HISTORISCHE ERSTE CHANCE, uns nun demokratisch mit Satzung und Verein zu beschäftigen – und gemeinsam nach einem Weg zu suchen – damit der TO dereinst wieder „wunderbar“ werden könnte.

Vorschläge dazu sind in

meinen Blog deutlich artikuliert

Die vergangene HV hat offensichtlich in Punkto Verfahrensweisen nun eine neue Dimension erfahren – die Zeit wird zeigen, wie – und ob – das nun weitergeht – wunderbar wird das sicher nicht! Denn es ist nun rundum klar geworden, dass nur ein grundlegender Wechsel die Tür zur Zukunft bedeuten kann!

Du hättest mich gern auf der HV dabeigehabt! Nun, ich teile das Schicksal mit anderen Seglern, für die der November schlicht der falscher Monat ist. Seit 40 Jahren arbeite ich auf den Kanaren, was unter Seglern allgemein bekannt, ich denke, Werner Nagel hat dies auf der HV sogar benannt. Hätte ich Dutzende Segler im Stich lassen sollen, um wie Uwe Röttgering es jahrelang hat durchleiden müssen, den nassen Pudel zu spielen – ganz ohne Unterstützung anderer Mitglieder, die vor Ort servil schweigsam geblieben sind – allenfalls im Anschluß an die HV dann Kondolenz Mails an den Mann geschrieben haben?

Kommunikation ist für mich keine Einbahnstrasse, hingegen ein Austausch, der im TO seit Jahren zwischen Vorstand und Seglern traditionell unmöglich gewesen ist!

Nur mit Offenheit kommen wir hier weiter!

Ein Vorstand besteht nicht aus heiligen Kühen, hingegen aus Menschen, die wir dereinst gewählt, die uns allerdings anschließend in Geiselhaft genommen haben um sich in einer Festung der Ignoranz mit Hilfe einer für sie günstigen Satzung, zu verschanzen und sich bequem zurückgezogen haben. Sie haben jahrelang mit unseren Beiträgen nach Gutdünken verfahren, uns durch vereinfachte Kassenberichte verdummt, sogar verhöhnt und, wie ich finde, unser aller Intelligenz beleidigt! Zeitgleich haben sie sich von uns dauerhaft isoliert und jahrelang entgegen dem Sinn und Zweck unseres Vereins agiert. Ich halte das für starken Tobak! Gleichwohl wurde dieser Vorstand auf der HV mit Mehrheit sanktioniert.
Angesichts der nun zutage tretenden Tatsachen, ist dies kein Prädikat für Vorstand oder seine treuen Stimmen und Vasallen. Das ist eher ein Fall für den groben Hammer – mein Blog ist da wohl eher noch ein zu weicher Lappen!

Ich denke, da sind wir uns wohl einig!?

Ich möchte, ebenso wie Du, „den Verein auf eine neue Fahrstrecke setzen, ohne die Mitglieder in Scharen davonzutreiben“! Aber meine Rezepte sind anders, denn die Stampede austretender Mitglieder ist seit Jahren in vollem Lauf, – wie folgende Berichte
sowie viele Kommentare zu meinen – anderen Blogs überaus eindringlich belegen!

Soll vielleicht alles so weiterlaufen wie bisher, vielleicht mit ein paar kleinen personellen Umbesetzungen – ohne einmal gründlich in der Vorstands Etage durchzuwischen, Ungereimtheiten zu klären, Unkorrektheiten aufzudecken, Fragen zu beantworten und Kritik offen zuzulassen?

DEMOKRATIE heißt das Zauberwort – ein Fremdwort allerdings in unserem Verein, der neuerdings sogar zensiert!

Vielleicht sollten wir einmal gemeinsam herausfinden, wie viel Demokratie unser Verein verträgt. Ich halte den TO nämlich nur für überlebensfähig, wenn hier gründlich umgedacht, der Verein strategisch neu ausgerichtet und mit Hand und Fuss für die Zukunft gestaltet wird.

STICHWORTE

– Transparenz! Wenn 80% der Beitragseinnahmen für die Verwaltung eingesetzt werden – ist dies keine Reverenz für effektive Vorstandsarbeit, eher eine Beleidigung für Segler, die diese Zahlen als Fußtritt empfinden müssen.

– Vereinsvermögen! ich hielte es für sinnvoll, und da bin ich mir mit Detlev Schmandt SV Kira von Celle einig, einen Teil des sogenannten „Vereinsvermögens“ zur Umorganisation und Verbesserung der Verwaltungsstrukturen einzusetzen, anstatt servil darauf zu warten, dass der Vorstand im Rahmen einer recht eigenwilligen Umdeutung von in der Höhe ungesetzlichen Rücklagen nun zum NOTFALL FOND konvertiert, um hernach dann ein Kaninchen aus dem Hut zu zaubern, dass die Mitglieder ein weiteres Mal vor vollendete Tatsachen stellen würde! Wenn der Vorstand es bisher nicht vermocht hat, den Laden effektiv zu gestalten, warum nicht UNSER Geld dafür verwenden, dem Vorstand hier Beine zu machen und hier endlich einmal Nägel mit Köpfen in den Verein zu schlagen? Ich hielte das für eine legitime und überaus sinnvolle Investition.

Um hier Ernsthaftigkeit zu beweisen, wäre mein Vorschlag an die Adresse des Vorstandes, sich zunächst einmal offenen Fragen zu stellen, von denen täglich mehr um die Ecken quellen – und es der Mitgliederschaft dann – versuchsweise nun einmal demokratisch – zu überlassen, ob sie hier weiterhin Vertrauen hat – oder eben nicht!

Eine einfache Abarbeitung an den Vorstand gestellter Fragen könnte und sollte der Anfang sein! Seitens Uwe Röttgering und in meinen Blogs sind diese Fragen bereits in Serie formuliert!

Wo wir dann enden, wie viele neue Fragen sich dabei ergeben, wie der Vorstand – plötzlich nun im Gegenwind – sich den Fragen stellen wird?

Das, lieber Helmut, wird ein Bühnenstück, das viele Segler interessieren wird!

Eine ausserordentliche HV hielte ich für den einzig angemessenen Weg – keinesfalls ein weiteres internes Gemauschel der hier allseits bekannten Verdächtigen! Denn die Verdächtigen sollten zunächst gemeinschaftlich Farbe bekennen, anstatt weiter die bekannten Strukturen – unter ggf. leichter Veränderung personeller Zusammensetzung – weiter zu flechten – frei nach dem Totschlags Motto: wer sollte denn die Arbeit ansonsten machen!?

Das bisherige System hat ausgedient, es gehört nachhaltig ausgewechselt.

Dabei wird sich dann zeigen, ob dieser Verein überlebensfähig ist, denn dann kann jedes Mitglied für sich alleine entscheiden, wo eigene Prioritäten liegen – oder nicht.

Es gibt viel zu tun! Wo fangen wir an?

Und: ich werde an jedem anderen Tag des Jahres dabei sein – außer im November

das verspricht Dir schon jetzt

mit besten Grüßen

Peter Förthmann

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