7. TO – total Banane

Lieber Peter

Du bist wirklich emsig. Ich habe die beiden neuen Texte gelesen, jeder ein Volltreffer auf seine Weise. Doch das Lesen macht betrüblich. Es ist dieses Gefühl der Hilflosigkeit gepaart mit der Erkenntnis, das bei uns im Verein, im Kleinen, passiert, worüber wir uns in der „großen“ Politik so aufregen. Nein schlimmer noch, es ist oder war möglicherweise nie unser Verein, wir haben es lediglich die ganzen langen Jahre nicht gemerkt. Es war uns nicht wichtig genug, wir wollten sowieso immer nur das Heft lesen, den Stander fahren, eine Medaille oder eine Kombination aus diesem oder jenem haben wollen. Wir haben die Geiselhaft nicht bemerkt, weil wir nicht interessiert waren, genauer hinzuschauen! Läuft doch – was geht mich der Zirkus an?

Der Verein war zunehmend weit entfernt, in Cuxhaven, er rückte von Jahr zu Jahr ein Stückchen weiter aus unserem Leben weg. Wenn es um Standerscheine ging, oder eine leidige Versicherungs Frage, dann spätestens wurden wir wieder vom Ärger eingeholt, die Fratze ließ grüßen!

Du weißt, das ich mich seit Jahren mit den Thema beschäftige, wenn auch aus großer Entfernung, schlicht, weil wir seit vielen Jahren unterwegs.

Mein Interesse wurde geweckt am Tage unserer Abreise mit der „Kira von Celle“ aus Cuxhaven. Am Vortag waren wir zu einem Abschiedsbesuch in der Geschäftsstelle und uns wurde der Besuch eines Vorstandsmitglied am kommenden Tag an Bord der Kira angekündigt. Donnerwetter, haben wir gedacht! Aber Niemand kam, niemand rief an und so sind wir dann einfach still ausgelaufen.

Im darauf folgendem TO- Heft erschien dann ein kleiner Artikel über uns und unsere beginnende Weltumsegelung mit der Bemerkung, das sehr bedauert würde, das wir uns zum Abschied nicht auf der TO Geschäftsstelle eingefunden hätten!!!

Meine Güte, wir waren doch dort, haben unseren neuen Stander erworben! Naja, so etwas kann passieren, aber wir wollten immerhin nicht als Ignoranten gelten in der Seglergemeinschaft und so baten schriftlich um Richtigstellung. Dies wurde uns dann allerdings ebenfalls schriftlich verwehrt, mit der Bemerkung, dass dies dann Schaden für den Verein bedeute !

Darauf muss man erst mal kommen!

In Deinem Blog ist viel zu lesen über den immer noch ewigen Dauer Vorsitzenden. Solche Menschen gibt es eben, es ist alles über diese Person gesagt, mehrfach und in jeder Form, vorwärts und auch rückwärts.

Über die Desinteressierten, die ihre Mitgliedschaft manchmal schon vergessen haben, kann man auch nichts mehr sagen, es fehlt halt der sonst in Vereinen vielfach übliche Übungsabend. Offenbar haben auch die Stamm Tischhalter jahrelang geschwiegen, denn Kritik von ihrer Seite ist nirgends zu lesen gewesen.

Wenn maximal 50 Segler zu einer HV sich zusammenfinden, von denen wahrscheinlich nur recht wenige tatsächlich aktive Segler sind, dann ist alles gesagt über den Rest der Mitgliederschaft – ein Vorstand kann dann machen, was er will. Wie wir sehen, hat der Vorstand von seinen Freiheiten ausgiebig Gebrauch gemacht. Ich will gar nicht wissen, wieviel Sumpf hier noch ans Tageslicht kommen wird. Nur soviel: alle Vorstandsmitglieder, die dies jahrelang geduldet haben, tragen Mitschuld am Niedergang des Vereins – sie gehören sämtlich ausgewechselt! Unter anständigen Menschen wäre eine Neuwahl der einzig saubere Weg – jede andere Lösung wäre vor den Mitgliedern nicht zu verantworten.

Doch einen Gedankengang hätte ich noch….. stellen wir uns einmal vor, was passiert, wenn im Zuge der Vergabe der neuen 22stelligen Kontonummern alle Einzugsermächtigungen nicht übertragbar wären, sie neu erteilt werden müssten oder bei Beschluss des Vorstands/Mitgliederversammlung der Jahresbeitrag erhöht, oder auch gesenkt würde? Oh, dann würden aber schlafende Hunde geweckt werden. Apropos schlafende Hunde, sind eigentlich die Spenden der Mitglieder im Kassenbericht ausgewiesen oder vermischt mit den Beitragszahlungen? Hat es wieder nur einen überschlägigen und abgerundeten Kassenbericht gegeben? Als Kaufmann habe Ich das stets als anmaßend empfunden!

Als Pazifiksegler bin ich quasi entmündigt vom TO, da der November hier unverzichtbarer Segelmonat ist, es ist die Zeit, die Hurrikanzone zu verlassen.

Die aber, die Wenigen, die für die permanente Wiederwahl des ersten Vorsitzenden und seinen Mannen in Cuxdorf sorgen, die stehen in unserem Feindbild Fokus. Sie machen das System erst möglich, ihre Verantwortungslosigkeit verursacht den großen Schaden am Verein, den sie doch so einfach, nahezu jährlich, hätten verhindern können. Was müssen das für mutlose Demokraten sein, profillose Mitläufer, Stammtischbrüder, wie wir alle sie nicht mehr brauchen und wie sie noch nie von Nutzen waren, weder beim TO noch der ganzen übrigen Geschichte! Das sollen Segler sein? Kaum zu glauben – zum Glück treffen wir seit Jahren hier draussen keine derart armseligen Gestalten.

Diesen mutlosen Menschen widme ich den „Neuen TO-Stander“

Herzliche Grüsse aus Neuseeland

Detlev Schmandt – SY Kira von Celle

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