9. Zensur

Das Großwild ist erlegt – die Rest Herde läuft ein wenig kopflos im Kreis herum – die Vasallen und bisherige Steigbügelhalter – haben Schwierigkeiten, die Situation zu interpretieren, sich nun zu orientieren, eigenes Verhalten vor dem Tage Null zu dementieren oder gar sich zu distanzieren!

Was liegt näher – als Nebelbomben zu werfen – über Nacht einen neuen Feind zu fokussieren – den man in der Person erkannt, die bislang eigentlich ja in ihrem eigenen Interesse recht nützlich, weil sie den gleichen Feind, hingegen mit wirkungsvollen anderen Waffen, zu jagen sich entschlossen hatte?

Denn der Mann besitzt ein Stigma, er gehörte bislang nicht zum Klüngel, hat es hingegen – ungefragt! – gewagt, aus heiterem Himmel, trotz Jahrzehnten stiller Mitgliedschaft als Beobachter des Niedergangs eines traurigen Vereins, wie ein STUKA Bomber ins Vereins Getümmel sich hinabzustürzen, schlicht, weil ihm aufgrund eines wenig professionellen YACHT Interviews insbesondere der in den Antworten sich spiegelnde Sicht auf den Verein, der Kragen letztlich platzte.

Nun allerdings, nach erfolgreichem Jagd Getümmel, soll der Mann wohl als Königsmörder, vielleicht sogar als Nestbeschmutzer stigmatisiert, eliminiert und beim Zerteilen einer imaginären Beute – der Lorbeeren, der Anerkennung und des Ruhmes des Erlegens eines kollosalen finalen Brockens, des Cheffes eines Vereins mit tausenden von braven Seglern – isoliert und am liebsten zum Verstummen gebracht, oder gar den Wölfen zum Fraß vorgeworfen werden!

Ob das wohl funktioniert?

Das ginge, wie man vorschnell dachte, am besten mit dem Formulieren von schlichten Vorwürfen – ganz, wie man das in partnerschaftlichen Beziehungs Dramen, langjährig zu praktizieren sich gewöhnt, weil steter Tropfen manchmal den Stein immer noch am besten höhlt! Frei nach dem Motto: wo warst Du, wo bist Du gewesen – Du hast hier eigentlich nix zu suchen, und schon gar kein Recht, hier überhaupt zu reden! Ganz wie im Kindergarten: Verpiß Dich, mit Dir spielen wir hier nicht!

Manchmal geht das allerdings auch daneben – oder gar nach achtern los – wenn man nämlich nicht bedenkt, dass diese Abläufe nun plötzlich im Fokus einer großen Zahl von Beobachtern stehen – und somit allseits aufmerksam gelesen werden – auch von Mitgliedern, deren Meinung man bisher noch nicht gekannt – der großen unbekannten Menge der Mitglieder, die bemerken, dass hier ein Bühnenstück gegeben wird, über den eigenen Verein.

Der TO ist aus dem Dämmerschlaf erwacht, mit – wie ich doch hoffe, enormen Folgen und Veränderungen, für die ich – vielleicht auf einer Nebenstrasse – hier ebenfalls unterwegs!

Oder warum schreibe ich mir hier die Finger wund?

Auch wenn Demokratie hier gerade erst neugeboren strampelt – sollte man ihr assistierend nun tatkräftig unter den Hintern greifen, denn immerhin handelt es sich um ein Weihnachtsgeschenk unseres gerade aus dem Ei gesprungenen Ersatz Vorstands, dessen Mitglieder uns ja bereits seit Jahren als alte Hasen begleitet haben.

Wie konnte man denn ahnen, dass die Halbwertzeit dieses Weihnachts Versprechens nun einsetzender Demokratie, mit der Online Veröffentlichung eines an mich gestellten vorwurfsvollen Briefes bereits überholt gewesen – quasi in Lee unterlaufen worden ist?

Die Vorwürfe waren sämtlich formuliert und online von Jedermann seit vielen Tagen allgemein zu Lesen!

Für eine Antwort war man hingegen ganz offensichtlich nicht programmiert – sie sollte wenige Stunden an gleicher Stelle als Kommentar gepostet werden.

Recht offensichtlich ist es wohl aber nicht die Antwort gewesen, auf die man gehofft, weil sie einen gänzlich anderen Inhalt hatte, als man gedacht!

So beschloß man also kurzerhand, konsequent wie zuvor jahrzehntelang, eine Antwort gar nicht zuzulassen, sie zu ignorieren und zu eliminieren – per Mausklick ist das schnell erledigt – gefährlich, wenn der Kopf dabei abgeschaltet ist!

Klick und wech – und aus die Maus – was nicht im Netz zu lesen ist – kümmert keine Laus!

EIN FATALES SIGNAL, zumal wenn ein derartiges Verhalten nicht versehentlich, hingegen mit Vorsatz, vielleicht gar Rückendeckung FÜNF MAL sich wiederholend und mit Nachdruck vollzogen wird!

Derartige Aktionen sprechen Bände, die mehr Rückschlüsse erlauben, als geschriebene Erklärungen, auch wenn sie sorgfältig formuliert.

Die zeitliche Dauer dieser ungeheuerlichen Situation macht die Schwere des Vergehens in einer Form gravierend, dass ich fassungslos bin, denn diesbezüglich hat es Globus umspannend Protest gegeben, der bei den maßgeblichen Herren angekommen und kommentiert worden ist. Allerdings offensichtlich nicht mit der Erkenntnis, dass man hier einen falschen Weg gegangen ist!

ZENSUR IST FATAL – egal wie man es wendet!

Interessant übrigens, dass nun die Diskussion über Ursache und Wirkung – die Rauferei um den Loorbeerkranz – bereits in vollem Gange ist, weil scheinbar das schöne Ergebnis – der langjährig allseits für undenkbar gehaltene Glasnost, der Wandel – nun als die zwangsläufige Folge allseits eigener Bemühungen selbst ernannter glühender Revoluzzer gewesen ist, die den Erfolg bereits auf eigene Fahnen gedruckt – wohlgemerkt: nur 30 Tage nach einer HV, die mit offenbar nur EINER Gegenstimme den Gesamt Vorstand, sein Personal und seine Tätigkeiten für das vergangene Jahr entlastet, gelobt und für 3 weitere Jahre in die Zukunft abgesegnet hat!

Von allen Beteiligten unisono und gemeinschaftlich!

Und nun also die gemeinsame Amnesie?

Wenn der Vorstand nun in seinem NEUSTART verkündet, dass es lediglich nur „innerhalb des Vorstandes in den letzten Wochen zu Diskussionen“ gekommen und damit geflissentlich und scheinbar vorsätzlich ausgeblendet wird, auf welcher Bombe der gesamte Verein seit Jahren sitzt, was nicht zuletzt Anlass gewesen ist für „junge Wilde Aktivisten“ und einen alten Blogger, hier einmal eine Diskussion über den Fortbestand dieses Vereins mit Vehemenz zu veranlassen und loszutreten – dann sieht dies keinesfalls nach einem Neustart aus, hingegen eher nach einer Fortführung gewohnter Vorgangsweisen des Verdrängens und Vergessens, was ein versammelter Vorstand mit Hilfe eines alles duldenden Klüngels seinen Mitgliedern jahrzehntelang mit Vorsatz angetan hat!

Ganz offenbar hat der „Labskaus Klüngel“, wie die Pazifik-Segler die jährlichen HV Runden freundlich hingegen deutlich benennen – gründlich geschlafen, oder in seumseeliger Bedeutungs Harmonie vergessen, welche Verantwortung und enorme Bedeutung sie stellvertretend für die restlichen 99% der Segler beim Abstimmen seit Jahren innehatten!

Und das soll 4 Wochen später alles vergessen sein?

Für mich ist dies eher eine erstklassige Blamage für alle Beteiligten, insbesondere, weil nahezu sämtliche Verhaltensweisen des Gesamt Vorstands jahrelang allumfassend bekannt gewesen sind! Nix Neues in Waldhagen – der Vorstand ist stets in gerader Furche gefahren! Keiner der Vorstands Kollegen kann sich hier von seiner Verantwortung für jahrelanges Unvermögen selbst erlösen, z.B. erklären, er habe nichts gewußt und alles versucht, hingegen leider-leider bislang nichts erreichten können!

Zur Erinnerung: im Vorstand hatte jeder der beteiligten Vorstands Mitglieder jederzeit die Möglichkeit, aus dem Klüngel auszusteigen – da wäre ein V-Mann nicht notwendig gewesen! Das Vereinsrecht bietet hier solides Handwerkszeug, wenn das nicht genügte, hätte die Mitgliedergemeinschaft sicher gern ausgeholfen.

Mit Offenheit hätte man hier mehr erreicht!

Nun zu glauben, daß durch die Aussonderung nur des Leitwolfes, die verbleibenden Vorstands Mitglieder von den Vorwürfen, die alle gemeinsam betroffen haben, frei und unbelastet zu einem Tagesgeschäft mit leichten Veränderungen würde zurückkehren können, hielte ich für naiv – und der Situation mitnichten für angemessen!

Oder hat es hier chemische Reinigungen von Köpfen gegeben? Ich hielte die gegenwärtige Situation eher für das Ergebnis eines Wettlaufs:

RETTE SICH WER KANN – BESSER MICH SELBST ALS MEINEN NEBENMANN.

Wenn wir diesem Vorstand nun NOLEN VOLENS für 11 Monate unseren Vertrauens Vorschuss zu geben aufgefordert werden – hätte ich einen

GEGENVORSCHLAG
der Vorstand sollte gemeinschaftlich für die schlechte Vorstandsarbeit einstehen, sich angemessen entschuldigen und zurücktreten – und somit den Weg zu Neuwahlen frei machen! Für mich wäre dies ein Akt von Demokratie und Respekt vor einer Mitgliedergemeinschaft – die man jahrelang in Geiselhaft genommen und von der man sich um Lichtjahre stetig entfernt hat – und deren Beiträge man jahrzehntelang keineswegs effektiv zum Nutzen der Mitglieder verwaltet und ausgegeben hat. Viel Lärm um Nichts, das war die bisherige Devise.

Zudem hätten die sich dann formierenden Kandidaten die Gelegenheit, sich mit Vorstandskollegen zu umgeben, die für ein Gelingen der notwendigen Umbauarbeiten an einem maroden TO Gebäude, besser gewappnet, einander eher aufgeschlossen und im Sinne einer notwendigen schlagkräftigen Truppe, für den Verein dann bessere Ergebnisse möglich machen würde.

Denn: Der TO ist um eine Periode von 15 Jahren – mindestesn – hinter dem Mond!

Es ist ungefähr die Zeit, seitdem ausserhalb von Cuxhaven schon das Internet für eine totale Umkehr im Leben von Menschen – und insbesondere im Leben der Segler unterwegs, verursacht hat. Mit Verlaub sei folgender Vergleich erlaubt:

Eine schwere Postkutsche, von einem dreibeinigen müden Gaul gezogen – trabt durch eine Zeit, in der schon Zweijährige auf Papas IPHONE in der Kinderkarre online spielen können.

Dies aufzuholen, dafür hielte ich einen Vorstand, der bislang nicht durch positive Arbeit im Sinne seiner Mitglieder sich hat profilieren können – für kaum geeignet – schlicht, weil mir der Glaube fehlt, dass dieser Vorstand für Container voller Aufgaben, eine geeignete, homogene und sich ergänzende Mannschaft ist!

Ein paar Gedanken Splitter für die kommenden Monate, als Voraussetzung für das Stillhalten einer ungeduldigen Mitgliederschaft

– Rückhaltslose Aufklärung der Zustände im Vorstand, inklusive eines Rechenschaftsberichtes über finanzielle Vorgänge ggf. mit Rechtsfolgen
– Offenheit über Schritt und Tritt, die Einbeziehung der Mitglieder in allen Bereichen, keineswegs nur widerum selektiv über Teilbereiche, quasi als Knochen Splitter für den Hund wie die jahrelange Praxis.

Die „WICHTIGE MITTEILUNG DES VORSTANDES“ efüllt diese Ansprüche keinesfalls.

ÖFFFENTLICHKEIT gegenüber den Mitgliedern funktioniert am besten über die Website, bei der allerdings die Oberfläche – wenn schon nicht das gesamte Design und Struktur – verändert werden sollte, vor allem das für Kommentare mögliche Text Volumen, denn es bedeutet bereits eine Zäsur, wenn Kommentare mitten im Text abgeschnitten erscheinen, weil der hier vom Amt erlaubte Platz wieder mal nicht ganz ausgereicht.

Wohl gemerkt: der Vorstand sollte sich darüber im Klaren sein, dass er ab sofort auf offener Bühne steht – er ist quasi in unserem Auftrag auf Bewährung unterwegs!

Ein Weg zurück in eine Deckung, aus der wir widerum bevormundet werden, würde von den Mitgliedern ab sofort nicht mehr geduldet werden!

Taktieren wäre mit Sicherheit nun der falsche Weg, hingegen ist ab sofort allumfassend größtmögliche Demokratie gefordert, ansonsten geht der Verein vor die Hunde, weil man nicht verstanden hätte, dass die Zeiger der Uhr bereits auf Spätnachmittags und fast den Boden berühren – so sieht es, mit einem Hauch von nimmermüder Hoffnung als Ansporn für eine bessere Zukunft

Peter Foerthmann

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