SV Mariposa

Suvasavu, Fiji 22.6.,2013
Ich, Dr. Michael Leppert vom deutschen Katamaran Mariposa – die segelnde Zahnarztklinik auf humanitärer Basis – bin nun seit sieben Jahren auf Fahrt. Seit vier Jahren segele und arbeite ich auf den Outer Islands und den Atollen im Pazifik.

13-041.JPG
Da ich nicht zu den „Vereinsmaiern“ zähle, bekam ich wie viele nur wenig vom internen Vereinsgeschehen mit. Ich dachte wie viele an den noblen Verein der Hochsee Segler, wo jedes Mitglied das unterwegs ist Unterstützung erfährt. Quasi die deutsche Ausgabe von Seven Seas. Ein Trugschluss wie ich im Fall „Drifter“ erkennen mußte die ich hier kennenlernte.

Für die, die wie ich, vor kurzem mit „Drifter“ nichts anfangen können hier in Kürze:

Der TO bot Auslandskrankenversicherung für Weltreisende an, der Betrag wurde über Jahre vom TO eingezogen hat aber viele Versicherungs Beitragzahler nicht versichert. Die Prämien verschwanden wohl in schwarze Kassen. Als Coby Lelijveld von SY Drifter schwer erkrankte, war kein Versicherungs Schutz vorhanden. Ca.80.000 € mußten aus privaten Mitteln für Behandlungskosten aufgebracht werden, wofür die gesamten Ersparnisse dieser Familie aufgewendet werden mußten. Geld für Anwalt war nicht mehr
vorhanden.Der TO Vorstand mit Anwälten besetzt, verzögerte alles bis über die Verjährungsgrenze. Alles läuft nun schon seit 5 Jahren. Andere nicht versicherte mit kleinen Rechnungen wurden aus der TO Kasse schnell bezahlt.
Soweit eine kurze Zusammenfassung.

Seit einem Jahr verfolge ich nun diese Drifter Story und das Verhalten des alten und des neuen Trans-Ocean Vorstandes, die diese Familie, wie es für uns den Anschein hat, durch Betrug und Unterschlagung in eine so mißliche Lage gebracht haben. Als engagierter Arzt bin ich empört über diese Hinhalte- und Verzögerungstaktik, für die der Vorstand verantwortlich zeichnet und enttäuscht über die wohl nicht informierte schweigende Mehrheit im Trans-Ocean. Ich glaube, die meisten meiner Freunde und das sind über 200 Trans-Oceanmitglieder haben diesen Ablauf alle nicht mitbekommen, zumal weder das Drifter Interview noch die Kommentare, in der Vereinszeitung veröffentlicht wurden. Wohlwissend um die Angelegenheit klein zu halten.

Heute lerne ich nun die Details, Hintergründe, Verflechtungen und Abhängigkeiten
kennen und es macht sprachlos, zu sehen, in „welchem Verein“ wir uns alle hier
befinden.Ich stehe für Transparenz und Mitbestimmung.

13-059.JPGIch beabsichtige ein Rundmail zu verfassen und auf meiner und von Freunden vielbesuchten Websiten Öffentlichkeitsarbeit für Drifter zu leisten. Viele meiner Freunde sind ebenfalls Ärzte, Anwälte und von der Presse. Ich werde versuchen viele zu mobilisieren. Unser Moralanspruch unterscheidet sich gravierend vom alten und neuen Vorstand des Trans-Ocean. Die Schlamperei und die Verzögerungen, die sich in der Drifter Angelegenheit widerspiegeln, sind unverantwortlich und könnten auch jeden von uns treffen. Daher ist Zusammenhalt und Solidarität angesagt.

Welche Leidensfähigkeit erwarten Sie, meine Dame und Herren des jetzigen Vorstandes? Wann wird Ihr Moralempfinden Ihnen endlich signalisieren dass Sie mit Ihrem Verhalten die Ideale dieses Vereins besudeln.Die Fakten geraten an den Tag, glauben Sie, das tausende Segler Ihnen dies verzeihen werden? Glauben Sie, dass Sie den Unmut Ihrer Segler werden weiter aussitzen können?

Wir Segler hier draußen glauben das nicht, in unserer Welt hat Kameradschaft und
gegenseitige Hilfe noch einen Wert und wir sind stolz, Menschen an Land und auf See unterstützen zu können. Nach meiner Auffassung ziehen Sie seit Jahren unsere Ideale in den Dreck, die Sie scheinheilig an anderer Stelle so sehr gern auf einem silbernen Tablett vor sich her tragen. Für uns nur hohle Worte, wie Sie wieder und wieder bewiesen haben.

Wenn man es genau überlegt, ist es für den Vorstand des TO ganz toll. Viele der Vereinsmitglieder sind mit ihren Schiffen unterwegs, oder leben fernab der Küsten. Nur ganz wenige haben die Möglichkeit auf der Jahreshauptversammlung zu erscheinen und mitzubestimmen. Dieses Konzept verschleiert die anstehenden Probleme und schließt die angesagte Mitbestimmung und Transparenz aus. Bei der Kündigung, gravierend für den Verein, wird die Mail als Schriftform anerkannt, eine Mitbestimmung bei der Wahl ist nur durch persönliches Erscheinen möglich. Satzungsänderungen werden mit allen
Mitteln verhindert. Der finanzielle Aufwand für eine Teilnahme in Cuxhaven liegt für uns bei € 4.000. Welch Scheinheiligkeit.

Fazit: durch viel Aufklärung lasst TO zu einem lokalen Klüngelverein verkommen. Mehr Wert hat er in dieser Konstellation auch nicht mehr. Zuvor sollte man aber die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen,auch nach Ihrer gegenseitigen „Absolution“.

Sobald man aus Deutschland und Teile von Europa herauskommt sind die aufgeführten Obmänner für Hilfe oft nur Makulatur, oder schon lange nicht mehr existent. Wichtig ist nur, dass man großspurig von 200 Stützpunkten sprechen kann.

Wenn der TO Kritiker wie Herrn Förthmann zensiert und man einen Antrag auf seinen Vereinsausschluß einbringt, ihn auf Unterlassung der Behauptung wahrer Tatsachen abmahnt, klingt daraus Selbstgefälligkeit von Vorstandsseite, die mit Kritik nicht umgehen kann. Da sehe ich doch starke Parallelen in der Meinungsfreiheit zu zum Glück vergangen geglaubter Zeiten in Deutschland und nun in der Türkei. Merkt der Vorstand eigentlich nicht, dass immer mehr der hochsee segelnden TO Member austreten oder sich abwenden? Nicht wegen kritischer Bemerkungen sondern wegen dem Verhalten des Vorstandes und seiner Seilschaften die den einst guten Ruf in den Dreck ziehen? Gleichbehandlung wohl auch Fremdwort. Kleine Rechnungen der Versicherungsbetrogenen wurden aus der TO Kasse bezahlt, die Regulierung eines ernsten Grossschaden wird verweigert.

Für was steht heute noch TO?
T-äuschungs O-rganisation oder T-raurige O-pfer ???
Heißt es da nicht „Gemeinnütziger Verein? Ich glaube, die Vorstands Seilschaft hat dieses Wort wohl falsch interpretiert.
„Gemein“ kann man ruhig zu einigen sein, wenn es für diese Seilschaften „nützlich“ ist.

13-066.JPGBei der letzten MV wurde beschlossen, für 10.000 € ein Gutachten zum Fall „Drifter“ erstellen zu lassen. Warum vermitteln Sie monatelang, sich auf ein „neutrales Gutachten“ in der Drifter Sache stützen zu wollen und wir erfahren heute, dass diese Arbeit einem Manne anvertraut, der erkennbar und durch Kassenprüfbericht jahrelang Empfänger von, uns unbekannten, Spenden für seinen Verein gewesen ist? Glauben Sie, dass uns das gefallen kann? Anstand und Respekt vor den Mitgliedern: Fehlanzeige. Täuschen, tarnen, verzögern und auf das Vergessen der Mitglieder hoffen. Das wird nun nicht mehr funktionieren.

Man hat mich geweckt, ich habe beobachtet, nun ist wohl die Zeit gekommen, Geld in die Hand zu nehmen für eine gute Fachanwalt Kanzlei, die Licht ins ganze bringt, ohne Skrupel für eventuell darin verwickelte Kollegen.

Ja, Gerechtigkeit kommt oft nicht von alleine.

Michael Leppert, Katamaran Mariposa
Kontakt: michaelleppert@yahoo.de

Ein Kommentar zu SV Mariposa

  1. windjob sagt:

    Endlich endlich haben doch einige begriffen an wen sie ihr Geld verschwenden auch wenn es nur 30€ sind. Ich hoffe es werden langsam mehr die begreifen, wie nutzlos und selbstherrlich dieser Verein ist. Er dient doch nur einigen Juristen sich selbst zu profilieren und in Wichtigkeit zu aalen. Hoffentlich kommen die restlichen Mitglieder auch langsam drauf und verlassen ihn. Dann kann es einen Neubeginn geben aber unter Ausschluss all dieser Herrschaften.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.