2. Der Schlendrian

MITGLIEDERVERSAMMLUNG – KURZ GESAGT
– Keine Erklärung über Rücktritt von Uwe Röttgering und Dirk Mennewisch
– Keine neue Satzung
– Keine Online-Abstimmung
– Keine Entschädigung für die Familie Lelijveld – jedenfalls in absehbarer Zeit, weil man erst ein Rechtsgutachten in Auftrag geben möchte.
– Keine Diskussion, Reaktion, Konsequenzen aufgrund der erweiterten Kassenprüfung für die vergangenen zehn Geschäftsjahre
– Keine Zeit, sich mit allen Tagesordnungs Punkten zu befassen
– Keine Vertagung, sondern Aufhebung der Versammlung

– Entlastung des Vorstands
– Neuwahl Vorsitzender des Beirats – Bert Frisch
– Neuwahl Schatzmeister aus Cuxhaven

Der Neue Trans Ocean ist somit – und wie absehbar – gescheitert – der TO befindet sich weiterhin fest in der Hand seiner Funktionäre!

TAGESORDNUNG
Mitgliederversammlung begann mit den Berichten des Vorstands und der Kassenprüfer – sowie anschließender Entlastung für die Vorstandsarbeit des abgelaufenen Geschäftsjahres. Hierzu ist folgendes zu bemerken:

KASSENPRÜFER
Das besondere Augenmerk gilt den Kontrolleuren eines Vereinsgeschehens: den Kassenprüfern. Seit Jahrzehnten schien im TO die Regel gültig, dass die Kontrolleure ihren Verpflichtungen eher einvernehmlich mit der Vorstandsseite nachgekommen sind, anstatt sich den Mitgliedern gegenüber verantwortlich zu fühlen, die sie gewählt! Den Kassenprüfern wurden vom Schatzmeister – manchmal schmalbrüstige – Akten vorgelegt, die buchhalterisch und rechnerisch geprüft und abgesegnet wurden, wobei Vollständigkeit der Unterlagen als angenommen und Weiterungen eher selten nachgefragt. MERKE: Vorstände sind den Kassenprüfern gegenüber – gemäß Vereinsregularien – zu jeglicher Auskunft verpflichtet! Es muß angenommen werden, dass Kassenprüfer in der Vergangenheit den TO Mitgliedern wahrscheinlich dauerhaft einen eher schlechten Dienst erwiesen haben – mit dramatischen Folgen, wie wir sehen werden! Es soll Kassenprüfungen gegeben haben, die laut Protokoll, in 15 Min erledigt gewesen sind. Vorstandsfunktionäre konnten offenbar darauf vertrauen, dass ihnen von Kassenprüfer Seite selten Nachfragen oder Schwierigkeiten drohten! Wobei deutlich zu betonen ist, dass es Aufgabe des Vorstands ist, den Kassenprüfern sämtliche den Verein betreffende kaufmännischen und buchhalterischen Vorgänge lückenlos zur Prüfung zu übergeben!

Eine Auswahl oder Beschränkung der Einsichtnahme gerät nachteilig für den Verein.

DIE ENTLASTUNG
Das Wesen einer Kassenprüfung besteht darin, der Mitgliederschaft gegenüber umfänglich Rechenschaft über das ordnungsgemäße finanzielle Geschehen ihres Vereines zu dokumentieren und vorzutragen. Ihr Vortrag ist die Basis für eine dann folgende ENTLASTUNG des Vorstands für die Arbeit eines zurückliegenden Jahres. Ihre Expertise als Kontrollorgan im Sinne ordnungsgemäßer Geschäftsabläufe gerät wichtig, weil nach ihrer Empfehlung zur Entlastung eine weitere / nochmalige Kontrolle zurückliegender Vorfälle nicht mehr möglich ist.

NACHPRÜFUNG
Damit geraten Untersuchungen von Vermutungen, Andeutungen und Gerüchten – von denen es im Verlauf von Jahrzehnten eine Unmenge gegeben hat – zu einem Hardcore Job! Erschwerend zudem, dass von Vorstandsseite traditionell das große Schweigen herrschte, wenn Segler sich erfrechten, Fragen zu stellen oder Auskünfte zu erbitten / zu verlangen. Die Funktionärselite hat sich jahrzehntelang in ihrer Burg in Cuxhaven verschanzt – und auf Mitgliederversammlungen im kleinen Kreis, meist treuer Vasallen – Kritiker unisono abgestraft, ihre Anfragen nicht beantwortet, ihnen das Wort oder Mikrofon auf Versammlungen rabiat entzogen, sie durch treue Fürsprecher ausgegrenzt, stigmatisiert oder gar beschimpft und mit Rausschmiss aus dem Verein bedroht. Kritiker hatten / und haben im TO bis heute einen harten Stand.

GLÜCKSFALL
Jahrzehnte dauernde Missstände, Unzufriedenheit vieler Segler unterwegs, ungläubiges Staunen über Vorstandsverhalten oder schlichtes Abwenden vom Verein, in der Erkenntnis, herrschende Zustände niemals verändern zu können – so siechte der TO jahrzehntelang dahin, weil der Vorstand stringent seinen ganz eigenen Vorstellungen nachgegangen ist und die Interessen der Mitglieder dauerhaft ins Hintertreffen geraten ließ.

Welch ein Glücksfall für die breite Mitgliederschaft, daß auf der vergangenen MV in Februar drei Kassenprüfer vorgeschlagen und gewählt wurden, ( Christoph Dahms, Dieter Kowalewski und Klaus Fohrmann ) die sich – und das ist neu – explizit den Belangen der Mitgliederschaft verpflichtet fühlten. Ungeachtet jahrzehntelanger Entlastungen vormaliger Kassenprüfer, sind diese Prüfungen möglich geworden, weil die betreffenden Fakten und Konten, bislang von Vorstands- oder Schatzmeister Seite vormaligen Kassenprüfern noch niemals zur Prüfung vorgelegt worden sind. Dieser Tatsache ist geschuldet, dass die dunklen Kapitel – explizit durch die Kassenprüfer nachgefragt – nun ans Tageslicht befördert werden konnten – derweil sie im Verlauf zumindest der vergangenen zehn Jahre stets ungeprüft, das gutbehütete Geheimnis der Vorstands Elite geblieben sind! Das Herrschaftswissen der Funktionärs Elite, eine Unmenge von Fakten und Konten, konnte somit öffentlich geraten, und es darf angenommen werden, dass vormalige Vorstände sie den Mitgliedern vorsätzlich verschweigen wollten!

MIETE
Ungeachtet verschiedener Nachfragen von Mitgliederseite, ob die dem Mietvertrag zugrunde liegenden Flächenberechnungen in Bezug auf die wahre Fläche und die Höhe der monatlichen Mietzahlung, angemessen und korrekt berechnet worden ist – wurden Miete Zahlungen seit Vertragsbeginn im Jahre 1995 stets zzgl. der Mehrwertsteuer berechnet und bezahlt – obgleich ein eingetragener Verein zur Vorsteuerabzug nicht berechtigt, und somit die Mwst auch nicht hätte berechnet werden dürfen. Der TO hat somit im Verlauf von 17 Jahre unnötigerweise einen Betrag in Höhe von ca EUR 40.000.– zu viel für Miete bezahlt! Eine Rückforderung an den Vermieter hingegen ist lediglich für den Zeitraum von nur 3 Jahren möglich, da der Rest bereits verjährt. Wohlgemerkt, der Vermieter als Rechtsanwalt und Notar sollte die Besonderheiten seines Mieters, dessen Vorsitzender er zeitgleich in Personalunion später gewesen ist – kennen und korrekt berechnen. Dies wurde 17 Jahre lang mißachtet!

FÖRDERUNGEN
Wenn hinter vorgehaltener Hand – explizit am RUNDEN TISCH – immer wieder davon die Rede gewesen ist, dass bestimmte Segler zu Fördermitteln einen vergleichsweise einfachen Zugriff / Zugang hatten – so hat die breite Mitgliederschaft davon nichts erfahren – schlicht, weil entsprechende Unterlagen und Berichte den Kassenprüfern vorenthalten worden sind. Nun liegen Fakten und Beträge von geleisteten Fördermitteln vor, die Licht in diese Sache bringen.

SPENDEN
Spenden wurden den Mitgliedern selten offen gelegt, sie wurden zumindest im Verlauf der vergangenen 10 Jahre wahrscheinlich umgeleitet und als Förderungen für verdiente Mitglieder verwendet. Recht offenbar hat es im TO Spenden im räsonablen 4 – und 5 -stelligen Bereich gegeben, für die Spendenquittungen erteilt worden sind. Den Mitgliedern wurde dies hingegen vorenthalten. Umgang und Verfahrensweise mit Spenden und Fördermitteln geriet zu einer Bühne, auf der sich der Vorstand selbst zu profilieren suchte.

KRANKENVERSICHERUNG
Neben den vom Vorstand gern zitierten Angeboten an Vereinsmitglieder, gab es einen Favoriten in der besonderen Gunst der Segler unterwegs. Das Angebot einer REISEKRANKENVERSICHERUNG galt als Attraktion für Segler, die landseitig enorme Prämien für ihren Krankenversicherungs Schutz zu leisten hatten. Die für eine GRUPPENVERSICHERUNG für Blauwassersegler aufgerufenen Prämien galten als SONDERANGEBOT schlechthin, sie wurde von Herrn PREUSS sen. ersonnen und langjährig mit der VICTORIA VERSICHERUNG abgewickelt. Beide Seiten haben davon enorm profitiert, die KV erwies sich zum Selbstgänger und es war kein Wunder, dass bald mehr als 1000 TO Mitglieder hier ihre Beiträge überwiesen haben.

Dem Grunde nach bestand die Gruppenversicherung zwischen der Gesellschaft als Versicherer und dem TO als Versicherungsnehmer, dessen Beitragszahler im Rahmen von Bankeinzug oder Einzelüberweisung ihre jährlichen Prämien ohne weitere Quittung oder Belege an den Verein bezahlten / abbuchen ließen. So jedenfalls lief es jahrelang störungsfrei und zu beiderseitigem Vorteil – die Gruppenversicherung war ein Glücksfall für Segler unterwegs, sie machten nahezu ausnahmslos von diesem Angebot Gebrauch. In Spitzenzeiten betrug die an die VICTORIA überwiesene Jahresprämie im Bereich von ca EUR 400.000,-

Es scheint heute logisch und stringent, dass die gewaltige Summe jährlicher KV Beiträge in den Fokus der Begehrlichkeiten der Funktionäre geraten ist. Im Versicherungswesen gibt es Winkelzüge und Provisionsvereinbarungen, die für Beitragszahler uneinsehbar geraten können. Warum sollte man sich mit Provisionen zufrieden geben, wenn man einen besseren Zugriff würde haben können? Die schmutzigen Details des Niedergangs der KV würden wahrscheinlich Aktenberge füllen, darum soll das Kapitel hier nur in Umrissen erläutert werden, zumal eine rückwärtige Prüfung einen Zeitaufwand erforderte, der angesichts einer Faktenlage – und Insolvenz des zu verklagenden Unternehmens – zur Sisyphus Arbeit geriete, die niemand zu leisten im Stande ist.

Die Folgen dieser Entwicklung haben in der Mitgliedergemeinschaft Wogen der Empörung ausgelöst, schlicht, weil die beitragszahlenden Segler mit ihren Schiffen auf den Weltmeeren unterwegs gewesen – darauf vertrauend, dass der KV Schutz, wie gewohnt, professionell reibungslos gewährleistet galt, zumal der TO auf seiner Website stets versicherte, dass die Usancen der Versicherung durch den Wechsel der Gesellschaft, sich keinesfalls verändert hätten. Ein Irrtum mit fatalen Folgen! Eine Unzahl von Versicherungsnehmern sind in der Folgezeit ausgetreten oder haben ihre Versicherung beim TO gekündigt. Es soll auch heute noch Segler geben, die glauben, durch Lastschrifteinzug von CUXENTERPRISE versichert zu sein, weil es kein Kündigungsschreiben an die Versicherten gegeben hat. Ein Skandal, der von Vorstands Seite bis heute nicht korrigiert worden ist!

Das Drama um die Krankenversicherung wurde der breiten Mitgliederschaft niemals offenbart – auf Nachfragen herrschte  bis heute stetes Schweigen! Es kann durchaus angenommen werden, dass die auf der MV nun beschlossene externe Untersuchung nur eine weitere Verzögerung darstellen wird.

SV DRIFTER
Die unseligen Ereignisse der Familie Lelijveld SV DRIFTER, ereigneten sich zum Zeitpunkt größter Konfusion in der Versicherungs Gemengelage, wobei es genügen sollte, hier festzustellen, dass die Familie:
– ihre KV Beiträge ordnungsgemäß überwiesen hat
– ihre Pflichten durch zusätzliche Nachfrage übererfüllt hat
– der TO als Versicherungsnehmer laut Website – belegt durch Screenshots – klar ausgewiesen ist
– eine Mitverantwortung der Segler somit auszuschließen ist
– bis heute auf Ihren Krankenhaus Kosten sitzen geblieben ist.

Das zusammenfassende Statement der Kassenprüfer in Bezug auf das Drama der Familie Lelijveld fiel übereinstimmend und deutlich aus: Der TRANS OCEAN ist hier in der Haftung. Eine entsprechende Empfehlung an die Versammlung und den Vorstand wurde formuliert!

Fortsetzung folgt > PRÜFERGEBNIS

Ein Kommentar zu 2. Der Schlendrian

  1. Jörg Stawinski sagt:

    Nu reichts

    Ich (wir) werden unsere Mitgliedschaft aufkündigen und den Beitrag der Familie Lelyfeld spenden. Einen solchen Sauhaufen weiterhin zu unterstützen liegt mir fern und da ich denke dass sich in absehbarer Zeit dort nichts verändern wird ist auch weiteres abwarten und vertrauen eine Fehlinvestion.

    Jörg und Maria SY Cassiopeia

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