9. Editorial

Werter Martin Birkhoff
es ist mir bis heute nicht gelungen, Ihrer Vereinsführung Positives abzugewinnen, denn Kommunikation, gleich von welcher Seite, wird von Ihnen seit Anbeginn verweigert! Ich bin überzeugt, dass die Fehler der Vergangenheit, sowie die immer dringender notwendige Neu-Ausrichtung, nur im offenen Dialog mit den Mitgliedern zu korrigieren sind. Genau dies unterbinden Sie, wo immer sich die Möglichkeit dazu ergibt! Die Relevanz der alten Zeiten grinst für mich um jede Ecke!


DER CHEF
Sicherlich war es für Sie verlockend, mit einem Vorstands Titel, Ego und Selbstwertgefühl ein wenig zu polieren! So ein Foto auf einem equadorianischen Schulschiff macht natürlich etwas her, auch wenn der vermeintliche Offizier versehentlich nur die Bootsmanns Mütze getragen hat! Und als Rabattjäger auf Lorbeer Jagt für die Mitglieder Schäfchen, bekommt das Ego ein Adrenalin Spritzchen, ohne einen einzigen Penny auszugeben! Das Leben kann so zum Spaßvergnügen geraten, wenn man zum Titelträger avanciert und hofiert wird, ohne dafür allzuviel zu leisten!

Klar ist die Rolle als Cheffe, eine Rolle, die jeder in seinem Leben gern spielen möchte! Ein TO-Cheffe leitet und repräsentiert, ich vermute: genau so haben Sie sich das wohl vorgestellt! Die Lorbeeren werden vom Chef gepflückt – die Arbeit vom Büro erledigt – das Volk zahlt devot – spendet großzügig – und hält die Klappe, denn Mitsprache scheint mehr denn je unerwünscht. Eine neue Satzung hätte dies System erstmals empfindlich stören können, weshalb Sie gemeinsam mit Ihren Vorstandskollegen nun versuchen, mit allen Tricks, diese Bedrohung einer Mitbestimmung irgendwie zu umschiffen, obwohl Ihnen heute bewußt sein sollte, dass die Mitglieder die neue Satzung – eigentlich – bereits mehrheitlich beschlossen haben!

SCHIEF GELAUFEN
Vieles ist seit Ihrer Amts Übernahme schief gelaufen:
– Vergangenheits Bewältigung hat nicht geklappt
– Dauerzwist in der Vorstands Truppe
– Uwe Röttgering läuft aus dem Ruder
– der Krankenversicherungs Geist ist aus der Flasche und will sich gar nicht von alleine verdünnisieren
– das DRIFTER Gespenst ist nach Jahren der Verdrängung, unangenehm urplötzlich wieder auferstanden!
– Foren Diskussionen und der Windpilot-Blog legen immer wieder die Finger in schwelende Wunden.
– eine Kassenprüfung hat Tatsachen ans Tageslicht befördert, gegen deren Offenlegung Sie mit allen Mitteln kämpfen!

SCHWARZ WEISS
Ihre Welt scheint Schwarz Weiss gezeichnet – Grautöne, Kompromisse oder Feinabstimmung – kennen Sie nicht! Freund oder Feind – Gut oder Böse – Ihre Welt ist grob gestrickt:
Uwe Röttgering ist böse – weil er etwas verlangt, was Sie nicht geben wollen!
Klaus Fohrmann als Kassenprüfer ist böse, weil er beide Hände in die Vergangenheits Wunde legt!
Christoph Dahms als Kassenprüfer ist böse, vielleicht nolens volens, obwohl er eigentlich ein Guter gewesen ist.
Dieter Kowalewski als Kassenprüfer ist böse, obwohl er sogar ein Freund ist – oder gewesen ist.
Dirk Mennewisch ist böse, weil er Im Gespann mit Uwe Röttgering abrupt das Vorstandsschiff verlassen hat!
Hinnerk Weiler ist böse, weil er den TO-Stander auf Halbmast, bzw. derzeit im Salon angenagelt hat!
Peter Foerthmann und Detlev Schmandt sind böse, weil sie nimmermüde Kritik artikulieren!
– Unzählige Mitglieder sind böse, weil sie Kritik formulieren, Anwälte konsultieren – oder stillschweigend den TO Stander unter der Saling streichen und ernüchtert ausgetreten sind.
– dutzende Segler sind böse, weil sie abseits vom Vorstand eine Eigeninitiative organisierten, um der Familie Lelijveld endlich zu helfen.

Führen Sie vielleicht bereits eine schwarze Liste?

MACHTWORT EDITORIAL
Ein MACHTWORT schien Ihnen als der geniale Weg, Ihrem „Volk“ die Welt nun einmal aus IHRER SICHT zu erklären. Das EDITORIAL zum TO Heft #139 gerät allerdings erstaunlich, denn dort können 5300 Mitglieder nun erstmals erfahren, was Sie als „Gutsherr“ wirklich von Ihren Mitgliedern halten: GARNIX, denn Sie erklären die Mitglieder recht offenbar allesamt für schusselig, zumindest unfähig, eigene Schlussfolgerungen zu ziehen!

Für mich gerät Ihr EDITORIAL zur Steilvorlage, weil Sie dort – ob gewollt oder nicht – bemerkenswerte Statements abgeben, die mit Fakten hingegen keineswegs im Einklang stehen – Sie versuchen gleichwohl weiterhin, die Fakten zu verbergen oder zu verwischen, obwohl sie überall verfügbar sind. Darum dieser Brief!

LESEPROBEN

Liebe Mitglieder,
wenn Ihr dieses TO-Magazin in den Händen haltet, sind seit der Jahreshauptversammlung rund zwei Monate vergangen.

Welch Akkuratesse!

Trotz der Unruhe im Vorfeld verlief die Versammlung in ruhigen Bahnen

Das muss eine andere Veranstaltung gewesen sein, denn auf der Versammlung ging es hoch her
– der Vorstand hat versucht, den Kassenprüfer am Vortrag zu hindern
– der Vorstand hat mit Rücktritt gedroht, falls die vorgeschlagene Satzung durchkommen sollte
– der Vorstand hat die Versammlung abgebrochen, ohne eine ao MV anzukündigen, wie es das Vereinsrecht fordert!.

Es wurde leidenschaftlich aber konstruktiv diskutiert

Wie jetzt: in „ruhigen Bahnen, oder leidenschaftlich“? Konstruktiv wäre gewesen, wenn der Vorstand einen Dialog zugelassen hätte!

Nicht alles lief rund, aber das war kaum zu erwarten, schließlich besteht der Vorstand überwiegend aus „Neulingen“, hatte ein immenses Arbeitspensum zu bewältigen und war zudem noch durch zwei vakante Posten geschwächt. Einige der unklaren und strittigen Punkte sollten mittlerweile geklärt sein. Aktuelles dazu findet Ihr auf unserer homepage.

Wie denn nun, strittig oder geklärt?
– Ist der Vorstand, nach Konsultation des Vereinsrechtes, nun ebenfalls zu der Auffassung gekommen, dass die neue Satzung verabschiedet worden ist?
– Kennt der Vorstand die Folgen?
– Weiss der Vorstand, dass eine a.o.Versammlung nun zwingend erforderlich ist?
– will der Vorstand weiterhin amateurhaftes Vorgehen mit der Entschuldigung eines Neulings erklären?
– waren zwei Monate Recherche nicht genügend Zeit, Unklarheiten auszuräumen?
– warum fehlt im schriftlichen Protokoll der Bericht der Kassenprüfer, der nur online verfügbar ist?

Vor diesem Hintergrund ein paar Worte zur Vorstandsarbeit. Der amtierende Vorstand arbeitet im Interesse aller Mitglieder und des gesamten Vereins.

Woher will er das wissen, wenn er nicht kommuniziert? warum gibt es dann so viel Kritik?

Das gilt in besonderem Maß für die in jüngster Zeit diskutierten Vorgänge

Diskussion hieße Dialog, aber den gibt es nicht!.

Wir haben weder Informationen unterdrückt noch bestimmte Dinge nicht angefasst.

Zensur ist Unterdrückung!

Unser Credo ist allerdings, unüberlegte Schnellschüsse zu vermeiden

– fünf Jahre Lelijveld = ein Schnellschuss?
– zwei Monate zwischen Versammlung und Protokoll Veröffentlichung = ein Schnellschuss?

Wir handeln, wenn wir uns in der jeweiligen Angelegenheit mit möglichst allen Aspekten vertraut gemacht haben, und wir handeln ergebnisorientiert im Sinne des Vereins

Soll wohl heissen: wir handeln nur im Sinne des Vorstands!

Die dafür erforderliche Zeit werden wir uns auch zukünftig nehmen.

Liebe Mitglieder, stellt Euch darauf ein, wir werden Entscheidungen ewig abwägen!

Es liegt nicht in unserem Interesse, durch vorschnelle Aktionen, einzelnen oder dem TO zu schaden. Und – um das deutlich zu machen – Vorstandsentscheidungen werden weder von einem Kassenprüfer, noch von Parteipolitikern, noch von ausgeschiedenen Mitgliedern getroffen. Sie fallen ausschließlich im Vorstand, durch Mehrheitsbeschluss.

Deutlicher kann man die Missachtung der Mitgliederschaft nicht formulieren!

Die Kassenprüfer unterstehen keinesfalls dem Vorstand, sie werden von der Mitgliederschaft eingesetzt, der sie zur Rechenschaft verpflichtet sind. Kassenprüfer besitzen das Recht auf uneingeschränkte Einsicht in Vereinsunterlagen, der Vorstand hat keine Möglichkeit, sich hier zu widersetzen!

Der Vorstand hat gleichwohl versucht, den Vortrag der Kassenprüfer auf der Versammlung zu verhindern, was nicht möglich gewesen ist. Er hat den KASSENPRÜF BERICHT im Heft #139 erfolgreich unterbunden! Das Prüfergebnis ist bei TO im internen Bereich, oder hier nachzulesen: 

Es wäre schön, wenn wir alle Trans-Ocean in Kameradschaft gestalten. Das Synonymlexikon übersetzt dieses Wort mit: freundlich, anständig, aufmerksam, bereitwillig, brüderlich, entgegenkommend, großzügig, gutgesinnt, hilfsbereit, höflich, konziliant. Besser kann man den Grundgedanken von Trans-Ocean doch kaum beschreiben.

Ein Wort-Hülsen-Berg, denn Sie erwarten von den Mitgliedern, was Sie selbst nicht einzubringen in der Lage sind! Zudem haftet dem Wort Kameradschaft in Deutschland immer noch das Soldatische / Negative an, ganz im Sinne soldatischer Tugenden vor allem der Pflicht zum Gehorsam, Korpsgeist, Männerbund, Ordensbruder und Kollegialität.

Ihr Editorial gerät für mich zum Armutszeugnis, weil Sie den Mitgliedern weiterhin Fakten vorenthalten und Sand in die Augen streuen. Ihr Text spiegelt den Willen zum Machterhalt – steht aber deutlich im Gegensatz zu den Wünschen und dem Votum der gesamten Mitgliederschaft:

Oder, leicht optimiert, mit Ihren Worten: „das ist un-fair winds!“

Peter Foerthmann

2 Kommentare zu 9. Editorial

  1. Beobachter sagt:

    Herr Förthmann,

    warum regen Sie sich auf? Nach zwei Monaten gibt es immer noch keine Information darüber, ob die neue Satzung angenommen wurde oder nicht. Protest seitens der Mitglieder gibt es offenbar keinen, auch wenn letztendlich alle, die im November nach Cux gekommen sind, um an der Hauptversammlung teilzunehmen, dadurch für dumm verkauft werden. Aber zeigt der fehlende Protest nicht, dass der Verein genau den Vorstand hat, den er verdient?

    MfG

  2. peter sagt:

    Tja lieber Anonymus,

    warum nicht mit einem klaren Namen? Dann könnte hier ein jeder nachlesen, dass es einen weiteren Kritiker der derzeitigen Verhältnisse gibt!

    Vor 12 Monaten gab es nur zwei Kritiker dieses Vereinsgebildes: Uwe Röttgering und Peter Foerthmann.

    Heute ist die Anzahl der Kritiker gewaltig gewachsen!

    Natürlich könnte man Ihrem Hinweis folgen…. und sich zum Schlafen zu legen – oder sogar aus dem Verein austreten! Dem derzeitigen Vorstand wäre das sicherlich eine Erleichterung – hingegen wäre dies ein schlechter Dienst an tausenden von Seglern, denen aufgrund mangelnder Öffentlichkeit bislang schlicht zu wenig Informationen zur Kenntnis gekommen sind. Dies zu ändern, bin ich seit 15 Monaten unterwegs, auch wenn hier von Seiten des TO und seinen medialen Adjutanten durch erbitterte Zensur und Löschung die Schaffung von Öffentlichkeit nach Kräften behindert wird.

    Stillschweigend die Verhältnisse zu akzeptieren, bedeutete nichts anderes, als dem derzeitigen Vorstand einen im Grunde wertvollen Verein, als Beute zu überlassen, obwohl nun deutlich geworden ist, dass er seinen Aufgaben keinesfalls gewachsen ist.

    Warum helfen Sie nicht mit – z.B. indem Sie Ihren Namen nennen? Dann könnte es am Ende klappen mit einem Wechsel dieser unsäglichen Situation.

    mit freundlichem Gruss
    Peter Foerthmann

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