6. Protokoll Versuch

YACHT Heft #1 – TRANS OCEAN – BALD WIEDER AUF DIE BEINE
Ein Kommentar – Blaupause oder Homestory?

Tausende Segler haben auf diesen Tag gewartet! Nach drei Wochen Grabesstille von Vorstands Seite, gerieten die Segler ungeduldig, weil man endlich wissen möchte, welche Geheimnisse in Cuxhaven stattgefunden haben, die der Vorstand seinen Mitgliedern hartnäckig vorenthält, oder meint, umdeuten / interpretieren zu müssen, was offenbar wochenlange Arbeit nötig macht!

Immerhin ist am 11.12.2012 in einer Vorstands Mitteilung eine LESART vorgegeben worden: der Vorstand
– sei „unglücklich“ über den Kassenprüfbericht – zwar verständlich, ABER: Kassenprüfer werden von der Mitgliederversammlung eingesetzt und sind explizit den Mitgliedern gegenüber auskunftspflichtig. Ein Eingriff von Vorstands Seite wäre ungeheuerlich!
– hätte sich Öffentlichkeit nicht gewünscht – s.o.!
– hätte statt dessen diesen Prüfbericht lieber in den internen Bereich in „Kerkerhaft“ verbannt gesehen, um die gewaltigen Blamagen vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

Zeitgleich werden die Mitglieder – erwachsene Menschen allesamt – zur Einhaltung sog. „Mindeststandarts“ im Umgang miteinander aufgefordert – und es wird deutlich, dass der Vorstand hier die Lufthoheit für sich selbst in Anspruch nimmt, zu definieren, was zensiert oder gelöscht wird oder nicht! Der Vorstand verteilt Backpfeifen an Mitglieder, Foristen und Funktionsträger – versucht die eigene Bedeutungshoheit mit der Brechstange durchzusetzen. Fast könnte man denken, dass die Gutsherrenriege nun einem Stammesfürsten gewichen ist!

Die Relevanz alter Verhaltensweisen jedenfalls ist ungebrochen! Man hat immer noch nix gelernt!

Im TO Forum herrscht seither fast Grabesstille – wobei die Zahl der dort Aktiven ohnehin rührend niedrig ist.

Nun, die Luftherren der Yacht Redaktion haben sich nach vorn gewagt! Sie hatten vor Monaten versprochen, bei Bekanntwerden neuer Faktenlagen, der verehrten Leserschaft umgehend zu berichten. Man versprach journalistische Akribie – und wir sehen heute – es geht auch ohne sie!

Ein journalistischer Salto Mortale – so die Kurzform der Bericht Zusammenfassung – eine Versammlung ohne Linie oder Ende, in einer Form verbal verklittert, dass der Vereins-Patient „bald wieder auf die Beine“ komme! Eine Homestory in Reinkultur – statt des Berichtes einer veritablen Versammlungs Pleite – die wichtige Fragen nicht adressierte und am Ende ohne notwendige Beschlüsse rundum Verwunderung und fragende Augen hinterlassen hatte. Der Festabend geriet wichtig, weshalb kurzerhand die Versammlung beendet wurde – obwohl eine veritable Reihe von Tagesordnungs Punkten nicht verhandelt werden konnten.

Ob hier eine Blaupause geschrieben werden sollte, die den Mitgliedern als Protokoll #2 angedient werden soll?

Nun haben wir es endlich schwarz auf weiß,
die YACHT hat eine TO-Diagnose gekreißt!
In Cuxhaven sei alles halb so schlimm,
Zwei Vorstände verschwunden, nicht so wichtig
Martin Birkhoff kriegt das alles alleine wieder hin!
Der Sturm ist zwar noch nicht ganz weg,
Das TO Schiff aber bald wieder aus dem Dreck,
Der Vorstand klärt auf, er hat das versprochen,
Der Vorstand hat sein Wort noch nie gebrochen,
weil Versprechen ihm niemals aus dem Mund gekrochen sind.
Der Verein jedenfalls kommt bald wieder auf die Beine
ohne Zutun von außen – ganz von alleine!

Die YACHT Kapitäne haben einen Spezialisten geschickt,
der auf der Versammlung eher unglücklich drein geblickt
Der Mann hat in Cuxhaven tatsächlich Morgenluft gerochen,
hat sogar von Aufbruchstimmung gesprochen
und wahrscheinlich dabei ausgeblendet,
dass man sich schon wieder rückwärts gewendet
und nur der Wunsch der Vater des Gedanken gewesen ist.
Kann es sein, dass der Mann infolge Erinnerungs Schwäche
zwei Worte vielleicht miteinander verwechselt hat
und es besser Abbruchstimmung hätte heißen müssen?

Die YACHT konstatiert, der Verein sei auf gutem Kurs – ungesagt blieb, dass die Vergangenheit dort hingehöre – wo sie im TO stets an sicherem Ort: sie gehört eigentlich vergessen!

Zur Verschlimmbesserung und Untermauerung der Qualitäts Recherche hat man dem vorherigen Vorstand – dessen Namen mir entfallen – Gelegenheit gegeben, seine Verteidigungs Linie zu repetieren: Alles Pikobello und in bester Ordnung – keine Schuld erkennbar oder benennbar – alles nur Kommunikations Frequenz Abstimmungs Schwierigkeiten in einem Bermuda Dreieck, an dem der TO keinerlei Schuldanteil besitze. Rechtsanwälte werden den Fall zu untersuchen haben! Kein Wort davon, dass seitens Vortrags der Kassenprüfer eine derartige Untersuchung bereits erfolgte und mit einer deutlichen Handlungsempfehlung an den Vorstand endete! Auch eine Empfehlung von Uwe Röttgering wurde ausgeschlagen, weil der Wert eines „Vereinsvermögens“ von Vorstandsseite höher eingeschätzt wurde.

Die Sensation einer Kassenprüfung, die Vereinsinterna und Skandale gnadenlos bewiesen, findet sich in der YACHT nur als Randnotiz – wichtiger dagegen eher die Heldentat, dass der Vorstand am Ende „tatsächlich Geld zurückfordern“ werde. Wohlgemerkt: der Prüfbericht liegt der Redaktion vor der Nase und offenbart Skandale im mehrfach fünf-stelligen Bereich! Offenbar wird dies als Peanuts bewertet – nicht wert, der Leserschaft darüber ausführlicher zu berichten – derweil es die Spatzen von den Dächern zwitschern und der Prüfbericht für jedermanns Einsicht offenliegt. In der YACHT werden Einzelheiten nicht konkretisiert.

Die Versammlung wurde abgebrochen, die Wahl zu neuer Satzung zwar erfolgreich beschlossen, dies gleichwohl von Vorstandsseite offenbar nicht klar erkannt, sogar zunächst als ungültig benannt. Protokoll sei eben schwierig, man bitte um Verständnis für langandauernde Verzögerung in der Sache! Im übrigen arbeite man ehrenamtlich – womit die zeitliche Verzögerung sicher erklärbar werde – ach so – ja ja!

Mit keinem Wort wurden die tickenden Bomben im Hafenschlick benannt, die da heißen:
– Fristverjährung zum Jahresende mit formidablen Folgen für Vorstand und / oder Verein
– Notwendigkeit staatsanwaltschaftlicher Untersuchungen zur Abwendung von Schäden hier wie da
– erneute Notwendigkeit einer ao Versammlung sowie ggf. Neuwahl des Gesamtvorstands
– Klärung und finale Entschädigung des DRIFTER Skandals
– Protokoll Erstellungs Pflicht gegenüber der Mitgliederversammlung

Die YACHT hat ihren Lesern einen Bärendienst erwiesen, weil ihre Recherche unvollständig blieb. Sie hat damit erneut die Chance verpasst, einen selbstgestellten Anspruch als führendes europäisches Segelmagazin, mit Inhalten zu füllen.

Dumm gelaufen! Hat jemand etwas anderes erwartet?

Nun wird der Vorstand seine Mitglieder zum vierten Mal innerhalb von 14 Monaten zum Stelldichein nach Cuxhaven zu laden haben, weil er nicht Willens oder in der Lage gewesen ist, eine Versammlung ordnungsgemäss und professionell durchzuführen. Ob die Mitglieder es sich gefallen lassen werden, erneut eine weite Reise – ggf. auf verschneiten Strassen – zu unternehmen – nur um zum wiederholten Mal einen Karren aus dem Dreck zu ziehen – das ist die Frage, die nun jeder Segler für sich selbst zu beantworten hat!

Trans Ocean – hoffentlich kein hoffnungsloser Fall!

Peter Foerthmann

7 Kommentare zu 6. Protokoll Versuch

  1. Björn sagt:

    Einspruch, wahrscheinlich doch ein hoffnungsloser Fall.

    Was eine Provinzposse! Da verhindert eine Vorstandriege mit allen Mitteln – Zensur, Löschung, gar Anstrengungen Postings Dritter zu editieren – auf allen Kanälen das Verbreiten von Informationen mit der Begründung, es müsse erst ein Protokoll erstellt werden und das sei ja ach so schwierig.

    Und nun bekommen wir so ein hurrapatriotisches Zeugnis kollektiven Selbstbetrugs im Printmedium YACHT präsentiert?

    Wieso hat der Vorstand diesen Artikel nicht auch verhindert – bevor das Protokoll vorliegt?

    Der Versuch zwischen den Weihrauchfahnen eines sich selbst feiernden Vereins die katastrophale Faktenlage zu verstecken, dürfte nur geistig eingeschränkt funktionsfähigen Menschen nicht aufgefallen sein. Ist dem Vorstand eigentlich seine eigene Haftung, inklusive der persönlichen Folgen bei der drohenden Fristversäumnis, bewusst?

  2. E.F.Bartels sagt:

    Wie sagte Friedrich Schiller so treffend:

    Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können,
    muß man vor allem ein Schaf sein.

    Gruss
    Ernst

  3. Detlev Schmandt, SY Kira von Celle sagt:

    Bei der YACHT ist ein neues Zeitalter angebrochen, man bedient sich nun der höheren Mathematik!

    Es ist uns soeben gelungen, die YACHT-TRANS-OCEAN-FORMEL zu dechiffrieren:

    V + W + I
    ————– = A
    K

    V = Versammlungsabbruch
    W = Wahlbeeinflussung durch Rücktrittsandrohung
    I = Inkompetenz bei Stimmenauszählung zur Satzungsabstimmung
    K = Kognitive Störung
    A = Aufbruchstimmung

    Jetzt sollte allen klargeworden sein: der TO braucht vor allem eines: RUHE !
    98% der Mitglieder haben das schon vor langer Zeit begriffen!

    Für die noch verbleibenden hartnäckig weiter Gläubigen hat das ZK des TO in seiner Verlautbarung vom 11.Dezember 2012 auf die MINDESTSTANDARDS des Vereins hingewiesen und ausgeführt, dass berufliche, politisch oder private Meinungsäusserungen im TO-Forum ab sofort eliminiert würden, weil dies die nun im Forum final eingetretene Nachtruhe stören könnte.

    Zudem erschweren öffentliche Kampagnen das Finden der protokollarischen Lösung – die sich nach 3 Wochen immer noch hartnäckig weigert – sich dem Vorstand zu offenbaren.

    Auch Telefonieren der Funktionsträger sei nun nicht mehr zu akzeptieren, es sei denn, die riefen beim Vorstand an, um sich jeglicher Strafandrohung im Vor oder Nachwege zu entziehen….

    Detlev Schmandt, Kira von Celle

  4. Rainer Hasse sagt:

    Tja,
    der Autor des Yacht-Berichtes, Johannes Erdmann, noch relativ „unverbrannt“ was dieses Thema angeht, kann einem schon leid tun.

    Da haben die Jungs in der Redaktion wohl gesagt, „Johannes, mach Du das mal,
    wir haben uns schon die Finger verbrannt an dem Thema, aber lass es dann „nett“ aussehen !!“

    Er kann einem also schon leid tun, so zwischen allen Stühlen, der arme Kerl.

    Entsprechend vorsichtig hat er dann seine Sache gemacht. Nirgendwo zu tief nachgefragt, gegensätzliche Aussagen einfach mal so kommentarlos stehen lassen,
    jeder kann sich was rauspicken, und die Überschrift lässt dann auch wirklich alles „nett“ aussehen.

    Aber wer lässt sich am Anfang seiner Karriere als Journalist schon gerne auf so
    glattes Eis schicken. Ich kann ihn ja verstehen.

    Und dann kommt eben sowas bei raus;
    alles bleibt offen, aber seien wir fair, daran kann er auch nicht viel ändern,
    zu steif die Paralyse des TO, einzig die alten Rituale gehen noch flüssig über die Bühne.
    Zumindest hat sich Johannes getraut, einige Mißstände genauer zu benennen:

    Geld ist verschwunden, aber wird ja zurückgefordert…

    Veruntreuung und Unterschlagung von Geldern seitens des FDP-Landtagskandidaten Luetgebrune ? Luetgebrune selber sieht das natürlich anders….

    Uwe Röttgering als Jurist haut in den Sack, weil er und die Kassenprüfer gegen die Sturköpfe im Vorstand nicht ankommen, aber es wird ja ein Rechtsgutachten alles klären.

    Ein Protokoll liegt nicht vor, aber das kommt bestimmt noch….

    In der Sache Drifter ist nichts entschieden, das Gutachten dauert eben, man will ja gern helfen, aber natürlich richtig und rechtens…..

    Die Satzung ist dann wohl doch geändert, das kleine Einmaleins lässt sich dann doch nicht weglamentieren,
    aber mit der Umsetzung der neuen Satzung wird es wohl schwierig, mal sehen…..

    Insofern könnte sich alles bald zum guten wenden,
    aber es könnte auch mächtig schief laufen, wer weiss das schon.
    Johannes bestimmt auch nicht, wenigstens das liest man dann doch zwischen den Zeilen raus.

    Mit der Aufbruchstimmung, naja, war vielleicht ein bißchen dick aufgetragen,
    aber es sollte ja „nett“ aussehen.

    Entsprechend zweideutig fällt dann auch die Aufmachung aus.
    Es steht zwar geschrieben „Bald wieder auf die Beine“
    aber zwischen den Zeilen lese ich: TO liegt am Boden,

    und es wird ein Bild gezeigt, von einer Blauwasseryacht, die in Mittelamerika einen
    Flusslauf hinunter motort,
    in dem Bild erkenne ich aber:
    Der TO geht den Bach runter…

    Suchen wir uns also was aus…
    Aber an einer Tatsache wird auch alles Schönwetter-machen nichts ändern,
    solange im TO nicht reiner Tisch gemacht wird,
    solange steuert er den Kurs Richtung Bedeutungslosigkeit, und solche weichgespülten
    Artikel ändern an diesem Kurs natürlich kein Grad, denn viele können nicht so spitz zwischen den Zeilen lesen, wie ich es tue.
    schade…..

    PS: Johannes, ist schon o.k., war eben ein Scheiss-Job…., und mehr ging nun mal nicht.

  5. Willi sagt:

    Naja, „unverbrannt“ ist ein Johannes Erdmann, gerade in Bezug auf den TO, nicht gerade und wie lange schreibselt er schon für die YACHT? Das müssen doch schon bestimmt 5-6 Jahre sein und so wirkliches journalistisches Talent sollte man nach so einer Zeit schon erkennen können.

  6. Rainer Hasse sagt:

    Bin ja mal gespannt, ob dem beauftragten Rechtsanwalt, welcher sich mit der
    Stimmenmehrheit zur Satzungsänderung beschäftigen soll, die seit 1982 gängige Rechtsprechung des BGH auffällt ?
    Nachzulesen z.B. hier
    http://www.vereinsknowhow.de/rechtspr/zivil/frei/0139.htm

  7. joefloki sagt:

    Die Erkenntnisfähigkeit mancher Leute ist eben nicht ausgeprägt, sonst wären diese schon vor Jahren aus dem TO ausgetreten. Ich bin es vor mehr als einem Jahr und dies nachdem ich mehrfach durch Emails aus der Ferne den TO gebeten habe:
    – die Webseite zu erneuern
    – online Wahlen zu installieren
    – das Magazin online zu verschicken
    – eine Datenbank für Vergünstigungen in Häfen und bei Lieferanten zu installieren

    Diese Vorschläge liegen Jahre zurück, keiner der Vorschläge wurde aufgegriffen, ich erinnere mich noch an eine Mail-Antwort des Vorstandes „der Vorstand sieht für eine Änderung keine Veranlassung“ oder „diese Datenbank brauchen wir nicht“. Als ich sah, dass ich mit keinem auch nur ansatzweise Gehör fand, habe ich die Konsequenzen gezogen, vor mehr als einem Jahr.

    Was mich nur jetzt wundert, und da komme ich wieder auf die oben angeführte „Erkenntnisfähigkeit der Mitglieder“ zurück, warum erst jetzt sich durchzusetzen beginnt, dass der TO nicht reformierbar ist. Er wird mit ein paar „Ewiggestrigen“ dahindümpeln und irgendwann in der Versenkung verschwinden.

    Ich würde mir wünschen, dass sich ein paar Leute finden, die einen neuen Verein auf die Beine stellen (außerhalb des DSV).

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