Werte Yachtredaktion

Offener Brief an UWE JANSSEN und JOCHEN RIEKER – CHEFREDAKTION der YACHT
Am 9.1.2012 orteten Sie mich In Ihrer einzigartigen – allerdings äußerst ungewöhnlichen – Online Volte,
„THEATER IN NEUER DIMENSION“quasi als den Verursacher der Entwicklungen im TO. Zeitgleich statuierten Sie, dass bis dato nicht einer der erhobenen Vorwürfe gegen den bisherigen Vorstand der journalistischen Überprüfung stand gehalten habe!

nicht auf dem Foto: Wilfried Erdmann, Uwe Röttgering, Peter Foerthmann

Am 23.1.2012 benennen Sie „NEUE HOFFNUNG FÜR DEN TO“mich als Teilnehmer des Arbeitskreises zur Neuausrichtung des TO Vereins. Den Wiederspruch zu Ihrem Bericht vom 9.2.2012 hingegen haben Sie nicht kommentiert! In Ihrem Kontext hätte ich innerhalb von nur 2 Wochen vom „publizistischem Amokläufer“ bis zum „Blauwasserszene Kenner“, engagiertem TO-Mitglied und „Aufbauhelfer“ eine atemberaubende Karriere hingelegt!

Nach der Lektüre Ihres Berichtes „KREUZFEUER DER KRITIKER in YACHT #4, dessen Autor nicht erkennbar ist, wachsen allerdings meine Zweifel, ob Sie jemals im Interesse tausender Segler – TO-Mitglieder – YACHT Leser – sich mehr als nur oberflächlich mit der Brisanz dieses Themas auseinandersetzen werden! Denn Sie benennen weiterhin die im TO geführte Diskussion als „ in jedem Verein der Welt“ geführt und vermerken, dass ich 4 Monate „mit bösen Unterstellungen“ feuerte, zudem „kriminelle Machenschaften“ „vermute“ und für Neubesetzung des Gremiums ( Vorstand) und schließlich für die Liquidierung plädierte.

Sie sollten es wirklich besser wissen! Wie wäre es mit einem klaren Standpunkt?

Fünf der Teilnehmer des TREFFENS IN DÜSSELDORF arbeiten als AUTOREN unter Ihrem Dach und ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie es unterlassen haben, diese Damen und Herren einmal um ihre Meinung zum TO zu befragen!

Johannes Erdmann hat dem Treffen in seiner Eigenschaft als YACHT Reporter beigewohnt und den Bericht vom 23.1.2012 verfasst. Er saß neben mir und ich kann Ihnen bestätigen, dass er im Verlauf von 3,5 Stunden nicht eingeschlafen ist.

Klaus Hympendahl hat mit klaren Worten zu den Entwicklungen im TO Stellung genommen.

Andreas Huelsenberg hat ein Referat über die Vorgänge innerhalb des TO Vorstandes gehalten und die gegen den bisherigen Vorsitzenden erhobenen Vorwürfe äußerst präzise geschildert. Ohne an dieser empfindlichen Stelle zu sehr ins Detail zu gehen, nur soviel: es handelte sich um außerordentlich schwerwiegende Vorwürfe gegen den bisherigen Vorstand zum erheblichen Nachteil der Mitgliederschaft. Ich habe über die Abläufe im internen Bereich der TO Website ein Protokoll abgegeben und ich bin zuversichtlich, dass Ihnen dies Protokoll ebenfalls vorliegt!

Zudem haben Sie von Uwe Röttgering am 9.1.2012 deutliche Hinweise über die Vorgänge in Cuxhaven erhalten!

Ich denke, dass es in der Seglerschaft angekommen ist, dass ich mit den Stimmen unzähliger TO Segler im Rücken, hier als Stimme der Kritik aufgetreten bin, zeitgleich in erheblichem Umfang Vorschläge zur Verbesserung der Strukturen aufgezeigt habe – denn nicht wahr – etwas anderes machte keinen Sinn! Die Vorgänge in Cuxhaven sind außergewöhnlich – und keineswegs „alltäglich für jeden deutsche Verein!“

Es stellt sich heute also erneut die Frage, wie es angehen kann, dass „Europas selbsternanntes größten Segelmagazin“ seinen Lesern immer noch eine genaue Analyse der atemberaubenden Vorgänge innerhalb des TO schuldig bleibt?

Mir fielen da nur folgende zwei Gründe ein, über die ich hier kurz räsonnieren möchte:

– Das Interview von UWE RÖTTGERING für http://segelreporter.com/ über den LABSKAUS KLÜNGEList Ihnen unter die Haut gegangen, weil dieser BLOG von ehemaligen Mitarbeitern Ihres Hauses betrieben wird! Nun, dies Interview datiert vom 3.1.2012, Sie hätten also 4 Monate Zeit gehabt, sich ähnliche Informationen zu verschaffen! Das haben Sie aber nicht!

– Nach 12 Jahren Umgangs auf Augenhöhe, in deren Verlauf ich Ihnen gerne manches Mal habe helfen können – zuletzt als Uwe Janssen wg. LAURA DEKKER bei uns auf dem Sofa gesessen hatte – habe ich gewagt, Ihre Arbeit in Bezug auf den Umgang mit der LÜCHTITANIC Affaire zu kritisieren!

Es folgte eine Bannzeit von 12 Monaten, die – wie ich fast vermute – durch Ihren Verleger beendet worden ist und die den Besuch von Jochen Rieker in unserer Küche vor wenigen Wochen zur Folge hatte.

Was immer es gewesen sein mag, das Sie bei uns gestört haben mag ( mein Haus, meine Frau, mein Auto, mein Schiff ), ich kann nur vermuten, dass HIER die Gründe für die derzeitig rigide Ausübung Ihrer – von Ihnen mit großem Selbstbewußtsein gelebten – Lufthoheit liegen! Immerhin hatte meine weibliche Regierungszentrale das Ungeheuerliche gewagt und an Ihrem Lack und Selbstverständnis gekratzt.

Hätten wir allerdings geahnt, dass Ihre Replik derart drastisch ausfallen würde, so hätten wir uns wahrscheinlich anders verhalten: wir wären in unserer Kritik an der journalistischen Arbeitsweise der YACHT noch ein wenig deutlicher gewesen!

Wir wissen nun immerhin: bei Kritik an Ihrem Haus verstehen Sie keinen Spaß – Kritik wird von Ihnen schwer geahndet! Bei allem Verständnis für männliche Verhaltensweisen – hätten wir allerdings nicht gedacht, dass Journalisten Profis sich derart in der Klaviatur vergreifen! Da haben wir uns schlicht geirrt!

So gesehen hatte Ihr Besuch bei uns enorme Folgen – wir wären doch wohl besser auf Abstand – und beim „Sie“ geblieben! Meine Frau hatte hier den besseren Riecher – und hatte sich darum auch konsequent quer gelegt!

Frauen als Lebens Kompass? Ein bestechender Gedanke – findet

Peter Foerthmann

Ein Kommentar zu Werte Yachtredaktion

  1. Peter Foerthmanns schönere Hälfte umgeht in erfrischender Direktheit die in Hamburg seit Jahrzehnten eingefahrenen Umgangsformen vornehmer Distanz, schon gar dann, wenn die im Verbund mit Scheinheiligkeit daher kommt. Sie hat, so wie ich sie kennen lernen durfte, auch nicht die Absicht, sich in dieser Beziehung dem hanseatischen Kulturkreis anzupassen; sie würde sich dabei bis zur Unkenntlichkeit verbiegen. Da es Peter amüsiert, wie sie die Kunst der Konversation in der Rolle der unkonventionellen Gastgeberin in der ihr eigenen Weise kultiviert, hat es mancher Gast schwer. Dachte er zuvor noch, es mit Peter allein zu tun zu haben und mit ihm fertig zu werden, sieht er sich plötzlich in der Rolle, allein einem Team gegenüber zu stehen. In der Situation kann nur Humor über die Hürde der plötzlichen Sprachlosigkeit helfen. Hat der Gast davon nichts im Gepäck, bleibt ihm nur der Abschied aus dem Ensemble und die momentane Sicherheit, in den Kreisen, aus denen er kommt, Kraft Amtes wieder sicheren Halt zu gewinnen.

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