Trans Ocean – Weckruf oder Schlummerlied?

cruising people slowly at sea - as ashore

Hoppala – die YACHT Nr.17 lag auf dem Tisch – fünf Seiten lang für
DAUERSEGLER – DIE ES NICHT EILIG HABEN
so der Titel – mein Kopf war wach – mein Auge angespannt! Eine tolle Chance, endlich mal Tacheles zu reden über einen geheimnisvollen Verein, der zwar weltbekannt, hingegen sich hinter einem Vorhang stets versteckt, wann immer man Genaueres zu erfahren wünscht.

Hatte man die Gelegenheit hier – die Gefahr dort erkannt – oder war es umgekehrt?

Alles nur Fassade?

Oder ist hier alles nur Fassade?

Es wäre DIE Chance für einen Journalisten gewesen – Fragen zu stellen – Missstände zu benennen – mit Fingern in den Wunden herum zu stochern – die seit Jahren – statt zu heilen – sich verbreitern – ohne die Segler zu erheitern!

Auch wenn uns Seglern nun visualisiert – wie viele Neu Mitglieder – pro Tag im TO Geviert – uns erfolgreiches Management dreimonatlich im Editorial versichert – wir können kaum glauben – wie sehr sich neun Vorstände und drei fleißige Damen – die Lufthoheit gesichert – sich von ihrer Herde hingegen weit entfernt – offenbar ohne zu ahnen – wie es unter Seglern brodelt und kocht – die im Glauben – hier gut aufgehoben – mit der Zeit nahezu sämtlich bemerkt – dass in Cuxendorf eine Bombe tickt! Offenbar jedoch liegt sie immer noch tief im Schlick!

Es liegt im Wesen dieser Vereinsversammlung, dass sie aus Seglern besteht, denen der Verein nur scheinbar wichtig – weil Segler gemeinhin ja Individualisten – die statt einer Vereinsfamilie – häufig die Chose pragmatisch und listig – auf Service Leistungen reduzieren – ohne sich zu verlieren. So geraten am Ende viele Segler in Sippenhaft – weil sie unter einem Stander unterwegs – der ihnen geht nun mächtig auf den Keks – deren Abstand hingegen erheblich geraten – obwohl sie Beiträge zahlen – und zwar nicht in Raten.

Jedenfalls wird die Wagenkolonne auf den Strassen nach Cuxhaven – einmal jährlich zur Haupt Versammtung – ganz schön spärlich – das zu sagen ist – so glaube ich – ehrlich!

Sind es die Medaillen – nach denen man hechelt – derentwegen man sich in Frack und hohe Hacken gezwängt – ist es wirklich der große Lebens Höhe Punkt – wenn das Metall erst schwer am Halse hängt? Hier werden Reden geschwungen – hier wird geschleimt – hier wird von Familie geredet – die uns – so das Versprechen – scheinbar alle eint!

Tiere sind authentisch und immer ehrlich - Menschen dagegen manchmal gefährlich

Ein Blick hinter die Kulissen ist nicht erlaubt – wer das versucht – wird abgebügelt – ein EVAU erlaubt Freiheiten – gegen die man als Mitglied machtlos ist – es sei denn – man fährt als Gruppe zur HV – und macht an der Wasserkante – bitte nach vorheriger Antragstellung – dann dort Radau!

Bei 6000 MItgliedern – aber nur wenigen Hundert bei der Hauptversammlung – sind Mehrheiten sicher – wie in der Politik – weil Nichtanwesende in Haftung genommen – und am Ende die Dummen – fast wie in der Demokratie!

Imposant - aber nicht gefährlich!

Wie konnte es soweit kommen? Sind es menschliche Ränke Spiele – von Macht und Ehre – denen man erlegen – die überhöhen – die Distanz verschaffen – zu den Mitglieder Massen – die die Knete bringt – in die Kassen?

Dabei fing damals alles so freundlich an – Hochsee Segeln wollte man fördern – in einer Zeit – in der das Land noch andere Sorgen.

Ein Blick auf damalige Segel Rennen machte deutlich, welch kernige Menschen sich am Start versammelt – die Schiffe meist niedlich und klein – aber es sollte der große Ozean sein – den man überqueren wollte – ohne Technik – ohne heutige Standards. Die MEX von Claus Hehner war damals zwar ein stattliches Schiff – es fehlte gleichwohl an Finanzen – um die Teilnahme zu wuchten – und darum reifte der Entschluss – zur Gründung des TE OH – mit dem man fördern wollte – ach so!

Schluss mit Lyrik – nun mit Prosa – denn im TO ist gar nix rosa!

Der Business Plan der Altvorderen Trans Ocean Männer – verband Wünsche und Sehnsüchte zweier Menschengruppen in idealer Weise – zu eigenem Nutzen – nicht immer leise. Segler fanden draußen – bei den Stützpunkten ein wenig von Heimat – und brachten den Verpflanzten ein Stück von Daheim im Gepäck. Das erfüllt bis heute beidseitig einen schönen Zweck. Dem Zeitalter der Postkutsche sind wir zwar entflohen – aber Post Stationen sind heute noch immer ideal geeignet – fröhliche Menschen unterm Dach zu einen – zu weinen oder auch gemeinsam sich zu betrinken – und einander stützend – dann wieder an Bord zu hinken.

Was hat sich verändert – was ist geblieben – wie konnte die Welt sich so verschieben?

Ist es das Geld – ein wichtiges Amt – das Menschen ringsum – zum Erfolg verdammt – was sie vergessen lässt – was einst versprochen – das sie übersehen lässt – dass wir den Braten längst gerochen?

Fragen über Fragen:

Warum liefert ein Vorsitzender sich in einem Editorial selbst ans Messer – macht Gleichnisse auf – zwischen Japan Tsunami – den er vergleicht mit dem Verlust einer einfachen Yacht – lässt außer Acht – was er da macht? Fehlt das Gespür?

Warum werden Segler jenseits von 60 Jahren – unterwegs auf Reisen – vor den Kopf geknallt – ihnen eine Versicherung gekündigt – obwohl sie nicht gesündigt?

Warum werden Familien in Toto zur Beitragszahlung verdammt – warum werden einer jungen Familie auf Weltumsegelung – mit geringstem Budget – Beträge aufgezwungen – anstatt zu helfen oder zu stunden?

Warum hat man jahrelange Versicherungs Kontrakte – für viele Segler ein Fundament zur Mitgliedschaft – mit leichter Hand verbannt – nur weil man eigene Geschäfte gerieren wollte? Oder waren gar Testosterone im Spiel – oder wollte man die Provisionen – am liebsten ganz viel?

Der Konduktor hat eine Mütze auf - er ist daran zu erkennen!

Unvergessen die Zeit unter Konduktor Bellmer – der diesen Verein in liebenswerter Weise als seine ganz persönliche Eisenbahn im Kreise fahren ließ – dabei auch seine sehr eigene Sicht auf sein Lebenshobby – der Funkerei – durchsetzte – und dabei hier und da – mit Lizenzen – einigen wirklich honorigen Seglern – das Leben auf See – ein wenig einfacher machte – wie er schlau dachte.

Trans Ocean - eine ganz persönliche Eisenbahn

Warum fährt man mit Bugwelle in einem internationalen Markt – verweigert sich hingegen gängigen Zahlungs Modalitäten oder gar Plastik Knete – fordert statt dessen nach einer honorigen deutschen Bank?

Warum werden Stützpunktleitern verquaste Briefe geschrieben – sie aufgefordert, sich von den Yachties Standerscheine zur Legitimation zeigen zu lassen – andernfalls jede Hilfe explizit zu verweigern – mit dem faden Hinweis auf eine mangelnde – Auslands – Haftung? Hat man da den Überblick vollständig verloren?

Das Wesen des TO besteht in der Freiwilligkeit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung. Dies wird geleistet an Dutzenden von TO Stammtischen im ganzen Land – an 160 Stützpunkten weltweit – mit Spaß und Freude – als Kontakt und Freundschafts Dienst – ganz ohne Verpflichtung oder Hintergedanken!

Bei allem Verständnis für die Verlockung – in diesem Genre mit uns Seglern Geld zu verdienen – wäre es schlau – den Ball zu verflachen – ansonsten gibt es – wie oben gesagt – vielleicht gar Radau – auch für einen Pfau!

Es wäre nur fair, wenn der Vorstand die Leistung eines empfindlichen Systems, nicht nur verbal würdigen könnte – hingegen durch Offenheit über eigene Tätigkeiten – auch finanziell – seinen Mitgliedern Rechenschaft ablegte. Denn eine Weigerung steigert das Misstrauen auf breiter Front!

Im YACHT Interview hat der Vorsitzende sein Gesicht gezeigt – dort kann man lesen – wie weit er sich von „seinen Seglern“ entfernt – wie Geschichte sich elegant gewendet – wie wenig man selbst gelernt – man sich auf einem Stuhl ganz sicher wähnt – sich in seinem Tun hingegen selbst gelähmt – den Mitgliedern eigentlich nicht viel bietet – außer einem Familie Versprechen – in der sich kaum einer wiederfindet.

Wenn schon ADAC zur See – dann bitte mit Hand und Fuß – mit einer Organisation – die ihren Namen verdient – die kein Kapital verschiebt – vielleicht gar privatisiert – deren Kosten auf dem Tisch – für Segler zu erkennen und zu benennen – weil Segler nicht pennen – weil sie schlau und gewitzt – sich gewaltig ärgern – wenn man sie am Ende aussitzt!

socialism does not work always

Gemeinnützigkeit ist eine ernste Sache – sie mit Leben zu erfüllen – ein guter Zweck – misslingt dies gründlich – laufen am Ende dann die Mitglieder in Massen weg – räsonniert Mitglied Nummer 738 – der diese Bewegung seit Jahrzehnten ungläubig betrachtet – und darum mit Vorsatz kein Vereinsmeier geworden ist – gesteht humorvoll angesäuert

Peter Foerthmann

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11 Kommentare zu Trans Ocean – Weckruf oder Schlummerlied?

  1. Günter S. Hamacher sagt:

    Starker Toback gegen den gewaltigen TransOcean, Herr Förthmann, aber was noch viel schlimmer ist, das stimmt auch alles was sie schreiben, sofern ich von den Fahrten-Seglern richtig informiert worden bin.
    Meine eigenen Erfahrungen mit dem TO -deren Mitglied ich nicht bin, weil ich ja auch kein Segelboot habe- sind seit Jahren bekannt und mein Einsatz als Netzoperator des Pacific Island Net, in Sachen Betrügereien an Seglern auf den Galapagos Insel, den TO zu bitten in Panama , etwas für seine Fahrten-Segler zu tun, schlugen fehl -und das wegen Unfähigkeit des Vorstands des TO.
    Damals zahlten Segler auf Galapagos für ein 8 Tonnen Schiff wesentlich unter 100 Dollar. Durch Betrügereien des damaligen TO Stützpunktleiters und Unfähigkeit der jetzigen TO-Stützpunkleiterin müssen die Segler jetzt – vier Jahre später – zwischen 600 und 1.200 Dollar für einen Besuch auf Galapagos bezahlen.
    Die Botschaften beider Länder sagten schriftlich, das ist gesetzeswidrig. Der TO-Vorstand hat sich einen Dreck um die schriftlich ihm zugestellten Dokumente der Botschaften gekümmert.
    Nachzulesen bei vielen Seglern des TO.
    Das nennt der TO dann, Verein zur Unterstützung von Fahrtensegler in aller Welt und man zahlt ihn auch noch anstandslos dafür.

    Günter S. Hamacher,
    das Pacific Island Net für Segler im und zum Pazifik auf 14.135.00 3:oo Uhr UTC.
    Insel Contadora, Panama.

  2. Karl Flammersfeld sagt:

    Harte Kritik am TO eines offensichtlich Nicht-Vereinsmeiers. Gut so, Kritik ist nötig und bestenfalls der Beginn eines Besseren. Die Frage „warum bin ich eigentlich Mitglied“ stelle ich mir auch jedes Jahr aufs neue. Insbesondere im August, der Monat, wo man spätestens kündigen sollte, um nicht noch ein weiteres Jahr Zwangsmitglied zu sein. Falls man sich vorher schon mental verabschiedet hat vom Verein. Heute wäre also der letzte Tag…
    Früher hat für mich zu einem Verein gehört, dass man sich ab und an mal trifft, klönschnackt, ein Glas Bier zusammen trinkt und so weiter. Am besten im eigenen, gemütlichen Vereinshaus. Und gemeinsames Ansegeln, Absegeln, dazwischen Spaßregatten. Im Winter dann der Jahreszeit entsprechend eben etwas anderes, Hauptsache, man „lebt“ den Verein. Und hilft sich natürlich gegenseitig mit Rat und Tat. Gemeinnützigkeit zum anfassen. Das hat viel Spaß gemacht früher.
    Beim TO kann das naturgemäß nicht so sein, wer wohnt schon in Cux? Und 6000 Leute im Vereinslokal geht auch nicht, was also geht dann? Zu den JHV kann man auch nicht immer fahren, weit weg (für mich) und damit eine teure Sache (Anfahrt, Unterkunft, von der Anzahl der Biere sag ich lieber nichts), außerdem ist der November genau die Zeit, wo Frührentner (ich) lieber nicht in Deutschland ist, sondern irgendwo im Warmen.
    Für mich ist der TO in erster Linie ein virtueller Verein. Er „lebt“ über die Webseite, hier tut sich ja endlich mal was und ich hoffe doch sehr, dass der Prozess der Erneuerung, Verbesserung weiter geht. Da könnte man noch so viel machen, unglaublich.
    Und natürlich ist der TO auch ein realer Verein, dort, wo man ihn neu erfindet. Wo man Gleichgesinnte trifft, Kontakte aufbaut, klönschnackt, ein Bierchen trinkt, na, das hatten wir ja schon. Kleinzellige TO´s, draussen in der weiten Welt, wo Segler sich halt so treffen. Sicher ist es richtig, dass die überwiegende Mehrheit der TO-Segler „Alte“ sind, die im Langsamgang ihre Zeit auf dem geliebten Schiff und den Meeren, soweit sie sich das zutrauen, verbringen. Na und? Natürlich kann man auch Kontakte aufbauen ohne den Stander, die schwarz-rot-goldene am Heck sollte Aufforderung genug sein, mal „Hallo“ zur Nachbaryacht zu rufen. Aber mit Stander fällt es vielleicht leichter. „Wir unter uns“, jetzt kommt der Vereinsmeier in mir durch.
    Mit den TO-Stützpunktleiter habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Freundlich, hilfsbereit, was will man mehr. Man muss sie fordern, auffordern, etwas für uns zu tun, dann klappt das schon. Genau wie die Vereinsobrigkeit, die muss man auch fordern. Und sich nicht von schlechten Beispielen entmutigen lassen (ich musste dieses Jahr geschlagene 4 Wochen auf eine Antwortmail warten, zwei Erinnerungen waren nötig).
    Lieber einen Verein, als keinen. Individualismus hin und her, im Verein ist´s doch schöner. Der Verein ist aber nur so gut, wie wir ihn machen. Jeder einzelne, egal, wo auf der Welt. Der dezentrale Verein fordert zeitgemäße Kommunikation, die Webseite ist hier von zentraler Bedeutung. Das kann man gar nicht dick genug unterstreichen. Und (für mich jedenfalls) auch die Kurzwelle. Klönschnack via SSB, es lebe der Amateurfunk. Dafür gibt´s übrigens auch einen Verein, Intermar. Wärmstens zu empfehlen.
    Was also jetzt, es ist der 31. August, gerade noch Zeit, zu kündigen, mach ich das jetzt? Nein, ich bleibe dabei, bleibe dem TO treu. Und nehme mir vor, endlich aktiver zu werden.

  3. Detlev Schmandt, SY Kira von Celle sagt:

    Hallo Peter

    Du hast zusammengetragen, was das Bild des TO heute bei vielen Seglern prägt und der Anlass ist für viele Austritte bei den Aktiven in den letzten Jahren. Ich habe an etlichen Diskussionen, die allerdings mangels Interesses immer seltener werden, über den Sinn und die verpassten Möglichkeiten dieses Vereins teilgenommen und über die Frage, was eine Mitgliedschaft bedeutet. Diese Gespräche führen nicht weiter. Wir wissen über „unseren“ Verein viel zu wenig, weil wir nicht mehr wissen sollen oder dürfen. So bleibt uns nur, der juristischen Floskel des Bestreitens mit Nichtwissen, das Recht des Behauptens mit Nichtwissen entgegen zusetzen. Wer behauptet, hat allerdings auch den Beweis anzutreten, und genau bei diesem Punkt schließt sich der Kreis , weil das nur ginge, mit den notwendigen Informationen, die aber verweigert werden können. Da wir so keine objektiven Tatsachen erhalten können, gehe ich den umgekehrten Weg und erhalte prompt Beweisbares:

    Was wäre objektiv feststellbar über die unterscheidbaren Gruppen des TO bei dauerhafter Abwesenheit desselben:

    Ca. 5200 nicht aktive Mitglieder würden sich ohne Mühe neue Internetseiten von anderen Vereinen (international) suchen (wenn sie sie nicht schon haben)oder/und die Bloggs etlicher deutschesprachiger Segelyachten besuchen, die zum Teil täglich schreiben. Die begehrten Reiseberichte stehen überall im Internet und in so manchem Blog wird ehrlicher und informativer geschrieben als auf gedrucktem Papier. Auf das allerdings muss auch kein „im Stich“ gelassenes Mitglied verzichten, ein Gang zum Kiosk reicht um Abhilfe zu schaffen. Übrigens weiß ich aus erster Hand, das eine große professionelle Internetseite in deutscher und englischer Sprache im Aufbau ist.

    Die ca. 500 aktiven „Normalsegler“ würden mit offenen Armen und im Regelfall ohne eine Spur Spott ertragen zu müssen, in der großen Familie der „Nicht TO-Segler“ aufgenommen, wo sie ehrlich gesagt sich ja schon seit langem aufhalten. Ihnen fehlt nichts.

    190 TO Stützpunktleiter würden die Abwesenheit des TO vermutlich als letzte bemerken. Alle diese lieben Menschen arbeiten gerne mit Seglern zusammen und das aus den bekannten aber recht unterschiedlichen Gründen. An keinem Stützpunkt, den ich kennen gelernt habe wurde jemals ein Unterschied zwischen „TO“ und „Nicht TO“ gemacht, weil dieses weder für den Stützpunktleiter noch für den Segler irgendeinen Sinn ergeben hätte. Für Mitteilungen aus den Stützpunkten stehen die bekannten Internetseiten und Blogs zur Verfügung und auch die häufigen KW gestützten Funknetze. Wer hier Zweifel hat, mag im TO nachschauen, wie viele der 190 Stützpunkte pro Jahr wenigstens einen Bericht absetzen.

    10 Damen und Herren aus dem Vorstand würden sich eine neue ehrenamtliche Tätigkeit suchen müssen. Bei dem riesigen Angebot von Vereinen und Institutionen und dem ewigen Bedarf an freiwilligen Helfern in allen Bereichen wäre dies überhaupt kein Problem.

    3 Damen in der Geschäftsstelle verlieren ihren Job, das wäre bedauerlich, anderseits ist die Sicherheit von Arbeitsplätzen heute überall nur noch schwer einzuschätzen und Flexibilität eine dringend nachgefragte Eigenschaft.

    Weniger dramatisch wäre die Tatsache, das in Cuxhaven ein weiteres Büro leer steht. Da das Bürogebäude dem ersten Vorsitzenden gehört, reicht mein Vertrauen in dessen Fähigkeiten voll aus, um hier anzunehmen, das er das in den Griff kriegt, möglicherweise bei reduzierter Miete.

    Eine Gruppe protegierter Segler ( ab diesem Punkt muss ich zugeben keine objektiven Tatsachen mehr schaffen zu können, aber ich will auch niemanden vergessen) müsste ihre Budgets ein wenig umbauen, immerhin ist ja ein Potential von 5200 nicht aktiven Seglern vorhanden, die alle 30 Euro im Jahr mehr in der Tasche haben als vorher, da müsste doch was gehen?!

    Habe ich jemanden vergessen, fehlt jemandem ein Labskausessen pro Jahr?

    Ach ja, die Medaillen, ein schwerwiegendes Problem. Habe ich da nicht schon gehört, das kaum nachdem diese von den Schultern abgenommen waren, die Austrittserklärung unterschrieben wurde?

    Um dem Zynismus zum Schluss freien Lauf zu lassen lieber Peter, Du vermisst Transparenz? Schau auf den TO und Du wirst ihn nicht sehen, das ist die höchste Form von Transparenz. Und die höchste Form der Kontinuität kann der Verein auch noch für sich in Anspruch nehmen. Die Zukunft ist dort nichts Unbekanntes. Im November wird der Vorstand entlastet und wiedergewählt.
    Du fragst, in welchem November? In jedem!

    Auch ich habe mich über Herrn Bellmer geärgert, der mit seiner Einstellung zum Funk die Realität auf den Kopf zu stellen versucht hat. Die Eisenbahn fährt noch immer im Kreis, nur inzwischen unterirdisch.

    Warum ich noch im Verein bin? Ist die Chance auch noch so klein, ich werde versuchen dabei zu sein.

    Bevor ich schließe Peter, möchte ich explizit von meiner Kritik ausnehmen Helmut v. Straelen, denn dem gilt meine Achtung.

    Detlev Schmandt
    SY Kira von Celle

  4. „IN DER U-BAHN VIELE SCHWARZE – ABER ALLE HOEFLICH UND FREUNDLICH!

    Lieber Peter,

    ach ja – der TO.

    Weckruf oder Schlummerlied, eine gute Frage. Je mehr wir darüber nachdenken….Schlummerlied erscheint uns derzeit wahrscheinlicher.

    Die Frage ist nur: WARUM?

    Hat sich die Idee ueberlebt oder liegt es am Verein selbst?

    Da es die SEVEN SEA CRUISING ASSOCIATION ja noch gibt, die NOONSITE regen Zulauf hat und sich Magazine wie die amerikanische Zeitschrift LATITUDE AN ATTITUDE grosser Beliebtheit unter den Fahrtenseglern erfreuen, kann es wohl am ersteren nicht liegen.

    Woran liegt es also dann?

    Versuchen wir doch mal einen Blick, sozusagen „von der Front‘, wir sind schon ein paar Jahr (12) segelnd unterwegs, sollten also wissen, wovon wir schreiben. Anfangs mit, seit einigen Jahren ohne TO Mitgliedschaft.
    Hat das was geändert? Wir haben 60 Euro mehr Budget im Jahr und nein, wir vermissen besagtes Labskaus Essen zur alljährlichen Jahreshauptversammlung nicht.

    Warum wir uns als Nichtmitglieder dennoch an dieser Diskussion beteiligen? Uns hat die Idee an sich ja auch einmal gefallen. Ein Verein fuer Menschen, die machen was wir machen. Austausch, Anlaufpunkte Rund um die Welt. Das ist immer noch etwas, dem wir etwas abgewinnen koennten.

    Und so fassen wir uns zuerst einmal an die eigene Nase. Ist immer ein guter Beginn fuer so etwas:

    Danke also zunaechst an Dich Peter, das Du die Diskussion startest. Haben wir nicht gemacht, sondern sind ausgetreten aus dem Verein. Und muessen uns so wohl somit selbst fragen warum der Verein so ist, wie er ist. Den Verein macht eben nicht nur der Vorstand, sondern auch die Mitglieder. Sofern man sie laesst. Und zugegeben, wir haben mehr konsumiert als Input gegeben.

    Da es aber auch die Vereinsmitglieder gibt, die sich aktiv einbringen und ihre Erfahrungen rund um die Welt und die Welt des Segelns teilen wollen, kann auch das nicht das alleinige Problem sein.

    Und die Stuetzpunktleiter? Sind auch nicht das Problem.

    Vielleicht einige, die das ganze als kostenfreie Werbung fuer ihr Unternehmen ansehen, wie z.B. Papeete, Tahiti. Da will einer nur verdienen und macht als TO Stuetzpunkt halt Werbung fuer sich, ohne wirklich aktiv fuer TO Mitglieder da zu sein. Aber Schwamm drueber, das Engagement der ehrenamtlichen Stuetzpunktleiter verdient Respekt und Anerkennung. Auch von uns Nichtmitgliedern.

    Die Mehrheit der Stuetzpunkte sind willkommene Anlaufpunkte.

    Und nun kommt das Vereins-Dilemma: nicht nur fuer Mitglieder, was den Vorstand 2008 ja maechtig verstimmt zu haben scheint. Uns als Nicht(mehr)mitglieder hat noch nie jemand gefragt, ob wir uns als solche ausweisen koennen. Die Stuetzpunkte kennt jeder, sind oft sowieso Anlaufstelle der internationalen Yachties und ausser dem Vorstand hat sich wohl noch kaum jemand Gedanken gemacht, was passiert wenn einem Nichtmitglied beim Potluckdinner eine Kokosnuss auf den Kopf faellt….

    Ins idyllische Bild des Artikels aus dem „Yacht“ Magazin und in die Selbstdarstellung des Vorsitzenden haben naemlich nicht die Vereins-Geschichten Einzug gehalten, die uns Segler „hier draussen“ erreichen. Und die sind manchmal eher engstirnig, als weltoffen und praegen in nicht unerheblichem Masse, das Bild des TO’s. Leider.

    Besagter Weihnachtsgruss 2008 des Vorstandes an „seine“ Stuetzpunktleiter, in dem vor rechtlichen Konsequenzen gewarnt und die selbigen aufgefordert wurden, Nichtmitgliedern gerne das Leben schwerer zu machen, als ihnen helfend unter die Arme zu greifen. Wie gesagt, als Praktiker vor Ort koennen wir uns nicht vorstellen, das so etwas von Menschen, die ehrenamtlich ihre Hilfe anbieten und am aktiven Austausch mit Seglern aus aller Welt interessiert sind, auf offene Ohren gestossen ist!! Wir koennen uns Detlef Schmand nur anschliessen. Uns hat noch nie jemand gefragt, ob Mitglied oder nicht….

    Und dann das Krankenversicherungsdisaster, rund um die TO Gruppenversicherung, vor einigen Jahren. Hat uns damals zum Glueck auch nicht betroffen, aber viele Segler um uns herum. Zum Teil mit handfesten und existentiellen Problemen und wir kennen wirklich keinen, dem der Verein damals helfend unter die Arme gegriffen haette, um den Schaden zu begrenzen. Schade!

    Aber sei es drum, es gehen Dinge eben auch mal schief.
    Die Frage ist aber immer noch, was bleibt an Positiven fuer uns Fahrtensegler. Was macht den Unterschied aus, ob mit oder ohne TO Mitgliedschaft unterwegs zu sein. Irgendwas muss es doch geben! Fahrtensegler sind Geizkraegen, achten auf ihr Budget, wenn sie 60 Euro im Jahr ausgeben, dann muss da doch was sein oder?

    Vielleicht die Vereinszeitung?

    Ab und an verirrt sich im Rahmen des Buechertausches auch einmal ein Exemplar zu uns an Bord. (Vielleicht ein Thema fuer den Vorstand im kommenden Weihnachtsgruss?) Manch Mitglied macht sich hier wirklich Muehe und schreibt Interessantes ueber sein derzeitiges Revier. Und wir gucken auch ganz gerne mal in die Schiffsliste, wer ist gerade wo?
    Aber im Zeitalter von Internet, Skype und Co. gibt es auch zahlreiche andere Informationesmoeglichkeiten. Oft aktueller, oft weniger subjektiv. Und viele Schiffe haben heute ohnehin ihre eigene Homepage, da kann man dann auch problemlos gucken, wo sie gerade sind. Dank Angeboten wie Sailblogs, wird auch das immer einfacherer.

    Und wir koennen und wollen uns hier eine Kritik am Vereinsblatt nicht verkneifen. Leider liegt uns die Ausgabe, aus der wir zitieren moechten nicht mehr vor, aber es handelt sich um einen Artikel zu einem Chartertoern entlang der nordamerikanischen Ostkueste, erschienen in einer TO Ausgabe 2010. Im Resumee des Autors ueber eine amerikanische Grossstadt fanden wir die denkwuerdige Passage „…..in der U-Bahn viele Schwarze, aber alle hoeflich und freundlich….“ ??

    Heidewitzka haben wir damals gedacht. Wenn das man kein weltoffener Blick ist. Lesen die in Cuxhaven nicht, was sie veroeffentlichen?
    Oder schlimmer: lesen sie es und veroeffentlichen sie es dennoch?

    Nein, die Vereinszeitung ist es also auch nicht!

    Je mehr wir darueber nachdenken, um so klarer entsteht fuer uns das Bild eines Vereins, der sich im grossen und ganzen wohl eher selbst verwaltet. Kaum neue Ideen sind in den vergangenen Jahren entstanden!

    Wenn soviele Mitglieder im Mittelmeer verharren, wie der Vorsitzende das bedauert, warum nicht darauf eingehen?

    Die SSCA bietet zum Beispiel aktive Gruppen, in denen sich Segler einer Region mit Unterstuetzung ihres Vereins fuer den Erhalt z.B. guenstiger Mooringmoeglichkeiten einsetzen. Es gibt dort auch die ganz handfeste Diskussion zu Umweltfragen und es werden nicht nur die Mitglieder mit einem Preis versehen, die am Ende wirklich einmal Rund gesegelt sind, sondern auch die, die sich z.B. Humanitaer betaetigen. Irgendwie lebendiger, der amerikanische Fahrtenseglerverein und sehr viel mehr am Puls seiner Mitglieder.

    Wir hoffen also, das es Dir Peter gelingt, eine Diskussion in Gang zu setzten, an deren Ende vielleicht auch wir wieder Lust haben in den TO einzutreten. Weil er wieder zu einem Verein geworden ist, dessen Mitgliedschaft etwas bedeutet fuer uns Segler unterwegs.

    An solch einer Diskussion beteiligen wir uns gerne und hoffen, das sie zum Weckruf wird.

    Bis dahin herzliche Gruesse aus dem Suedpazifik.

    Hier in der Bucht viele Segler, auch Deutsche, „aber alle hoeflich und freundlich“, in diesem Sinne ein fijianisches Bula nach Hamburg,

    Helmut und Kerstin von der „Lop To“

  5. Klaus Loest sagt:

    Ich bin schon seit Jahren aus dem TO ausgetreten, weil ich den Sinn nicht mehr verstanden habe. Für mich ist dies ein Verein, der nur noch den Vorstand am Leben hält. Wenn mir jemand sagen kann, was der Verein definitiv für Segler tut und welchen Zweck er wirklich erfüllt, würde ich wieder eintreten.

  6. ich bin gerade erst in den Verein eingetreten, weill wir demnächst auch auf die Reise gehen. Mir hat die Idee schon gefallen in den Häfen Hilfe von den Stützpunktleitern zu bekommen. Ein Vereinsleben aufrechtzuerhalten bei dem die Mitglieder sich auf der ganzen Welt verteilen, geht meiner Meinung nur noch über das Internet. Viele der Segler nutzen Pactor und Winlink oder Sailmail zur Kommunikation. Ich könnte mir vorstellen eine Plattform zu schaffen auf dem Mitglieder ihre Internetseite hosten können und dort die Aktuellen Beiträge über Pactor aktualisieren könnten. Es wird ohne neue Medien und deren Nutzung schwer sein Mitglieder zu halten.

    In diesem Sinne Mast und Schotbruch
    Ferdinand

  7. Dr. Harald Ertl SY Sophie sagt:

    “…..in der U-Bahn viele Schwarze, aber alle hoeflich und freundlich….” ??

    Über diesen Satz und über die ganze mehrteilige Abhandlung haben wir uns auch geärgert.

    Aber wir haben eine andere Konsequenz gezogen: Wir haben unsere eigenen Erfahrungen in einem zweiteiligen Bericht dem TO-Magazin zur Verfügung gestellt. Der erste Teil ist bereits veröffentlicht, der zweite soll folgen.
    („Zwei Jahre USA-Antlantik-Küste)

    Harald Ertl

  8. Thomas Eulenberg sagt:

    Ja ja – der TO…..

    Als wir vor (ich glaube) 20 Jahren Mitglied wurden, da waren wir noch neue „grüne“ Fahrtensegler und auf jeden Rat und Vorschlag erpicht. Wir fühlten uns in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die in die weite Welt mit dem Boot starten wollten und das Abenteuer suchten.

    Es war aber nicht so, dass wir absolute Reise-Greenhorns waren, wir hatten schon viel Erfahrung in wilden Landreisen, nur das Segeln war doch eine andere Kategorie.

    Schon damals war das Clubgefühl gespalten, es gab supernette Kontakte aber auch Unverständnis über die Vorstands-Vereinsmeierei und damit verbundene Einstellungen (wurde hier ja schon im Blog angesprochen)

    Als es dann losging, hatte sich die Welt schon verändert und mit Riesenschritten wurde die noch vorhandene Idee der weltweit zur Verfügung stehenden Standorte mit Hilfs- und Kommunikationsmöglichkeiten durch die neueren technischen Errungenschaften zerbröselt und bedeutungslos.

    – Geld: wenn man denn welches hatte und noch dazu ein Konto..war kein Problem mehr, überall auf der von den meisten Seglern befahrenen Welt gab es die Geldautmaten.
    – Kommunikation: kein Problem mehr, es gab auf einmal e-mail über Radio und dann auch noch das Internet
    – Ersatzteile: kein Problem (jedenfalls kein unlösbares) mehr, man bestellte per e-mail, bezahlte per Kreditkarte und es wurde weltweit verschickt.
    – Segeln/Navigation: kein Problem mehr, jeder hatte zu jeder Zeit seinen Standpunkt mit GPS, ohne Sextant und Himmel und dank mechanischem oder elektrischem Autopilot gab es auch keine Crew-Probleme mehr, Ausguck machte eben dann das Radar
    – Technik, um das alles zu verwirklichen, gab es auf einmal für wenig Geld, das einzige , es mangelte allerdings manchmal an genügender Kenntnis der Materie seitens der Segler – aber auf See hat man sich schnell an die neue Technik gewöhnt

    Alle diese Entwicklungen sind am TO in Cuxhaven offenbar spurlos vorübergegangen – denn recht offenbar glaubt man dort, dass die Zeitzeichen noch gemorst werden!

    Jetzt steht er da der Verein – wurde von der Wirklichkeit rechts und links überholt! Nur manchmal blinkt es noch im Internet, aber ansonsten liegt der TO im Koma. Ob er wohl irgendwann erwacht?

    Aber wie die abhanden gekommen Schäflein wieder zusammen bringen???

    Alle Segler mit Websites oder Blogs, haben schon ihre eigene Kommunikationswelt ins Leben gerufen und werden auch von fremden Neugierigen angeklickt.

    Die, die unterwegs sind… die treffen sich dann auf einem der vielen Ankerplätze..vielleicht haben sie den TO Stander in der Saling, trinken ein Bier zusammen und sprechen von alten Zeiten und der „guten Seele Frau Sallmann“

    Was könnte man also machen??

    Ein Vorschlag…nur ein kleiner:
    Alle die Themen, die im Forum von „neuen“ also heutigen Seglern angesprochen werden, sollten in ihrer Thematik ausgewertet werden und mehr Echo im TO Heft oder sonstiger Präsenz finden, denn das sind die Fragen, die „heutige“ Fahrtensegler wohl interessieren…und…ich habe den Eindruck, dass dabei weniger „Seglerisches“ zu Tage kommt sondern mehr „Reisethemen“ Ergebnis sein werden.

  9. Andreas "Andy" Kretzschmar, TO Stuetzpunkt Trinidad, W.I. sagt:

    Leute,

    aus der Sicht eines Stuetzpunkleiters sieht die Sache ein bisschen anders aus.
    Wir haben hier in Trinidad hunderte von Yachten, die zum „Uebersommern“ kommen und / oder fuer groessere Reparaturen und fuer die Versorgung mir Erstsatzteilen.

    Den Stuetzpunkt habe ich 2003 eroeffnet, weil ich die Notwendigkeit erkannte, dass trotz der Vielfalt der Yachtservicefirmen manche Dinge fuer die deutschsprachigen Segler groessere Probleme bereiten.

    Da ist z.B. die Auswahl der Handwerker, die Beschaffung bestimmter Teile, die zwar irgendwo in Trinidad vorhanden und beschaffbar sind, nicht jedoch unbedingt in den Marinas, die Sprachbarriere zwischen dem muehsam erlernten Schulenglisch und dem Dialekt der hier gesprochen wird u.s.w.

    Der Stuetzpunkt als Poststation hat natuerlich lange ausgedient, aber trotzdem gibt es immer wieder mit schoener Regelmaessigkeit die Frage, mit welchem Kurierdienst denn nun diese Teile aus Deutschland kommen sollen, weil die Post nicht ankommt. Und wie man ein USA Visum bekommt, und wie dieses verdammte Formular auszufuellen ist, und was man tun muss, um Geld nach Trinidad zu ueberweisen.

    Wie man ein Bankkonto eroeffnet. Und welche Papiere man dazu vorzulegen hat.
    Und tausend andere Wehwehchen, bei denen ich und meine Mitarbeiter helfen koennen.

    Ich kuemmere mich persoenlich ueberhaupt nicht um die Vereinspolitik.
    Das unselige Schreiben des Vorstandes bezueglich der Haftungsfrage von Stuetzpunkten bei Hilfeleistungen fuer Nichtmitglieder habe ich umgehend in den naechsten Papierkorb geworfen. Der TO kann mir hier sowieso nicht helfen, sollte jemand Haftungsansprueche gegen mich stellen. Der Gerichtsstand waere in Trinidad. Viel Spass dabei!

    Sehr habe ich jedoch geschaetzt, dass sich der Vorstand seinerzeit vor die Stuetzpunkte gestellt hat, die gleichzeitig auch Firmen in der Yachtserviceindustrie sind. Ohne diesen Zusammenhang gaebe es naemlich diese Stuetzpunkte nicht.

    Zum Glueck gibt es keine Richtlinien, was die Stuetzpunkte zu tun haben. Jeder Stuetzpunktleiter kann sich das selbst zurechtlegen. Und in der tat helfe ich auch Seglern, die mir auf den Kopf zusagen, dass sie keine TO Mitglieder sind. Ich schaetze es aber auch, wenn mir unaufgefordert der Standerschein vorgelegt wird. Ich finde, das ist ein Zeichen der Hoeflichkeit und laesst eine gewisse Verantwortung erkennen, dass man etwas fuer den Verein tun will, dessen Service man geniesst, in dem man seinen Mitgliedsbeitrag bezahlt.

    Ich kann mich der Meinung von Detlev Schmandt nicht wirklich anschliessen, wenn er sagt, dass die Stuetzpunkte das Fehlen des Vereins als letztes bemerken wuerden.

    Dann gaebe es namelich zum Beispiel „meinen“ Stuetzpunkt nicht und ich wuerde mich mit den Seglern nur befassen, wenn sie bei mir ein neues Radar kaufen oder das Funkgeraet repariert haben wollen. Im Sinne von etwaiger Hilfestellung fuer die Stuetzpunkte durch den Verein muss ich Detlev allerdings zustimmen.
    Da war doch mein Ansinnen an den Verein vor einigen Jahren, man moege die Vereinsstander in besserer Qualitaet herstellen und ich wueder gerne solche Stander herstellen lassen. Wurde vom Vorstand wegen rechtlicher Bedenken angelehnt, wobei diese Bedenken sich wieder auf deutsches Recht bezogen, das hier nun einmal nicht gilt.

    Was soll ich sagen, auch diese Rechtbelehrung landete im Papierkorb, und wir haben nach einem weniger erfolgreichen ersten Versuch (Material zu schwer) nun eine ordentliche Qualitaet von Standern herstellen lassen, die wir zum gleichen Preis wie den originalen Baumwoll“fetzen“ verkaufen, was von den TO Mitgliedern sehr geschaetzt wird.

    Das nun mittlerweile gut etablierte woechentliche Treffen deutschsprachiger Segler in unserer Marinakneipe wird gut angenommen, und jeden Dienstag abend treffen sich zwischen 5 und 30 Segler (je nach Saison) zum Bier und Gegrilltem und natuerlich zum Erfahrungsaustausch. Ohne Stuetzpunkt gaebe es das nicht, weil kein Ortsansaessiger da waere, das das organiserte.

    Also, reden wir den TO nicht kaputt. In der Vereinspolitik gibt es sicher einiges zu verbessern, aber ohne TO gaebe es auch keine Stuetzpunkte, und die sind m.E. die wichtigste Leistung des TO, ohne dass der Verein dazu aktiv (und finanziell) beitraegt!!

    Hut ab zum Engagement von Helmut, der sein moeglichstes tut, um die Webseite zu pflegen und der mit grosser Geduld mein Gemecker ertraegt, wenn etwas falsch uebernommen wurde oder ein Text unvollstaendig ist. Die Webseite und das Forum sind ein wichtiges Medium, ohne dass wir im TO den Vorhang fallen lassen koennten.

    Ob der der TO reorganisiert, seine Ziele modernisiert, seine sonstigen Leistungen auf einen besseren Stand gebracht werden sollen, oder was auch sonst verbesserungswuerdig erscheint, will ich hier nicht bewerten. Das ueberlasse ich denen, die sich mehr damit befassen und naeher am Geschehen sind und sich dazu berufen fuehlen.

    Gruesse aus Trinidad,

    Andy

  10. Da wurde ich nun vor ein paar Monaten Mitglied des TO und nun das!

    Nun gut – da scheint es ja wohlig zu brodeln. Bin ja in einem netten Verein gelandet.

    Denn diesen Sommer sind wir zu unserer Weltumseglung gestartet und so sind wir dem TO beigetreten. Warum? Wegen der Website (…die man zwar auch ohne Mitglied zu sein sehen kann). Wegen den Stützpunkten (…die man zwar auch nutzen kann wenn man nicht Mitglied ist, oder wie war das schon wieder…?). Oder einfach weil’s doch nett ist im selben Club zu sein wie viele andere Weltumsegler (Nach Cuxhaven zu reisen war jedoch auch schon vor dieser Lektüre kein spezielles Lebensziel).

    Und nun lese ich all das….

    Selbst war ich Stützpunktleiter des CCS in Barcelona (der CCS, Cruising Club der Schweiz ist quasi die schweizerische Version des TO, mit ebenfalls gut 6000 Mitglieder). Mein Job als freiwilliger, ehrenamtlicher CCS – Stützpunktleiter war vor allem sehr nett, denn dadurch habe ich viele liebenswürdige Segler kennengelernt. Kommerzielle Interessen hatte ich absolut keine, da ich als Architekt und nicht als Shipchandler oder so in Barcelona gearbeitet habe. Aber als aktiver Segler wusste ich dann ja doch das eine oder andere wenn ein Segler in Transit so seine Sorgen hatte. Dafür durfte ich dann ab und zu ein Glas Weisswein auf einer Yacht trinken und gemeinsam von den Weltmeeren träumen.

    Ehrlich, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dies bei den TO-Stützpunkten anders ist – aber vielleicht irre ich mich ja. Sei dies bei „Kommerziellen“ wie Andy Kretzschmar – den wir hoffentlich bald mal kennenlernen, oder bei „normalen Seglern“ als Stützpunktleiter auch immer. Sicher gibt’s immer mal eine Ausnahme. Aber auch TO – Members sind doch nur Menschen, so nehme ich an. Und dass dann der Vorstand irgendwelche komischen Ideen hat, vergisst man dann halt einfach ganz schnell – wie dies der Andy schon bestens beschrieben hat. Wer macht schon gerne den Job als Vorstand? – ich zumindest gehe lieber segeln.

    Denn der TO ist wohl halt wie jeder andere Verein, Kaninchen- und Schmetterlingszüchter, Kriegsveteranen und Friedensstifter, was auch immer, einfach vor allem eine soziale Angelegenheit (auch bei meinem dritten Seglerclub, dem spanischen Club Nautic de Garraf wo wir unsere Yacht liegen hatten, war’s übrigens genau so. Unbeschreibbar!). Die einen sind schlicht sau doof und die anderen ganz liebe Freunde. Man teilt ein Hobby, kommt zusammen oder auch nicht, fühlt das Zusammengehörigkeitsgefühl (oder fühlt sich ausgestoßen). Und wo dann halt die Menschen zusammenkommen, virtuell oder physisch da gibt’s Interaktion. Vielleicht ist’s ja auch ein Zeichen dafür dass „es“ lebt… Nun gut – im TO scheint es ja wohlig zu brodeln.

    Ich verstehe Euch also alle bestens. Schön, dass da so viele engagierte Segler in diesem Blog schreiben, und eben so schön und wohl wichtig, dass Peter das angetreten hat. Ich fühle mich schon ganz zugehörig. Ob Ihr nun TO members seit, wart, werdet oder gerade beigetreten seit wie ich.

    Seit gegrüsst aus Alicante

    Hans

  11. Joefloki sagt:

    Also ich finde nicht, dass hier die Mitglieder schuld sind.

    Bekanntlich fängt der Fisch am Kopf zu stinken an.

    Ich empfinde den ganzen TO in Untätigkeit erstarrt.

    Die Webseite ist eine einzige Katastrophe, man sieht´s allein schon an der Frequenz.

    Als ich vor Jahren an die TO Leitung herantrat, die Website zu überarbeiten, hat man mir mitgeteilt, der TO Vorstand hätte sich mit meinem Anliegen beschäftigt und sieht keine Notwendigkeit.

    Angeblich wurde das Thema widerum bei der letzten Generalversammlung erneut behandelt und der Beschluss gefasst, sie nunmehr zu überarbeiten. Geschehen ist nichts.

    Dass der „Webmaster“ für das Brotbacken wirbt, scheint also wichtiger zu sein.

    Nur ein Beispiel zur Qualität der Webseite:
    – Die Revierinformationen sind nicht in Gebiete untergliedert, vor allem ist nicht erkennbar, von wann sie stammen. Die Informationen könnten schon überholt sein.

    Als ich vor Jahren im Forum die Anregung anbrachte, man möge doch bei den Vergünstigungen/Rabatten bei Händlern und Marinas tätig werden und dies dann auch im Forum veröffentlichen, wurde auch dies abgeblockt.

    Was macht der Verein? Ach ja, einen TO Preis vergeben! Aber wie viele von uns interessiert das wohl?

    Was unternimmt der TO für die breite Masse Mitglieder?

    Meine Meinung: nichts!

    Ach ja, die Stützpunkte! Da kenne ich einen, der eigentlich aus dem Verkehr gezogen werden sollte – freilich ich kenne einen netten anderen, also auch hier ist alles sehr durchwachsen. Jedenfalls werden mE nach (auch, aber nicht nur) Stützpunkte vergeben, bei denen kommerzielle Interessen wohl im Vordergrund zu stehen scheinen.

    Das TO Magazin: Naturgemäß ist nur ein kleiner Teil vom Inhalt interessant. Zudem: wenn ich 8 Monate im Jahr auf dem Boot lebe, was habe ich davon, wenn ein Magazin in meinem Heimat Briefkasten schläft.

    Im Zeitalter des Internet könnte man sogar auf Papier verzichten. Besser wäre: das Magazin als PDF auf die Webseite stellen, dann hätten wir, die Blauwassersegler unterwegs, auch was davon.

    Aber diesen Vorschlag habe ich dann gar nicht mehr gemacht, weil mir eine Kommunikation mit dem TO ohnehin als sinnlos erschien. Ich habe die Konsequenzen gezogen und bin aus dem TO ausgetreten, was ich nicht getan hätte, wenn ich bei TO eine Reformbereitschaft gesehen hätte. Aber wie gesagt, der Fisch fängt beim Kopf zu stinken an.

    MfG
    Joefloki
    http://wiki.schwaar.com/happyii-sailing

    PS: hatte mich nach mehr als einem halben Jahr wieder einmal in die Webseite eingeloggt, mehr ist auch nicht nötig, man verpasst ohnehin nichts.

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