{"id":12683,"date":"2016-12-10T10:24:13","date_gmt":"2016-12-10T17:24:13","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=12683"},"modified":"2017-11-12T07:38:32","modified_gmt":"2017-11-12T14:38:32","slug":"christoph-vougessis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/morphy-blitz\/christoph-vougessis\/","title":{"rendered":"Christoph Vougessis"},"content":{"rendered":"<p><strong>ANGEKOMMEN UND AUFGEWACHT \u2013 SEHNSUCHTSVOLLE TR\u00c4UME INKLUSIVE<\/strong><\/p>\n<p>Diesen letzten Reisebericht habe ich heute von Christoph erhalten, nachdem er seine Reise infolge schlechter Wetterlagen in Den Helder hatte beenden m\u00fcssen. Christoph ist nun zuhause und bem\u00fcht, den Schock der Umstellung auf das Landleben zu verknausen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Close-by.jpg\" alt=\"\" width=\"926\" height=\"493\" class=\"alignleft size-full wp-image-16303\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Close-by.jpg 926w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Close-by-300x160.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Close-by-768x409.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 926px) 100vw, 926px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-1117.jpg\" alt=\"\" width=\"1371\" height=\"474\" class=\"alignleft size-full wp-image-16305\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-1117.jpg 1371w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-1117-300x104.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-1117-768x266.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-1117-1024x354.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1371px) 100vw, 1371px\" \/><\/p>\n<p>Zum grossen Gl\u00fcck wird der Schock von Anna gemildert, mit der er gemeinsame Wochen verbringen kann. Die Beiden erscheinen mir wie ein Herz und eine Seele, zwei Menschen, die einander keineswegs gesucht, hingegen doch so romantisch in La Gomera gefunden haben, deren gemeinsame Zeiten auf einem winzigen, hier und dort so lecken Boot, sie haben zusammen wachsen lassen, dass es eine Freude ist, dies mitanzusehen. Zwei junge Menschen, die in sich ruhen. Leise, unaufgeregt und einander einig vor allem darin, dass in zwei Hinterk\u00f6pfen nun Pl\u00e4ne geschmiedet werden \u2026 ein sch\u00f6ner Motor f\u00fcr die Zeiten an Land, die nun vor beiden liegen.<\/p>\n<p>Die Shalom stet nun an Land in Holland, arg gebeutelt und zerzaust, w\u00fcrden Passanten vermutlich kaum glauben, welch enorme Reise dieses Schiffchen gemeistert hat, gemeistert von einem stillen Helden, der ohne grosses Aufsehen Hamburg im Sommer 2016 so leise verlassen hat, um mit der Tide in ein Abenteuer zu segeln, und der nun, gereift zum Manne, zur\u00fcck in seine Heimat kommt, die er nun mit neuen Augen interessiert betrachtet.<\/p>\n<p>Liebe Anna, lieber Christoph, ich w\u00fcnsche Euch alles Gl\u00fcck, dass es Euch verz\u00fcckt<br \/>\nPeter<\/p>\n<blockquote><p>Moin Peter!<br \/>\nIch bin aufgewacht. Aufgewacht aus einem Traum, welcher mich in entfernteste Ecken dieser Welt gebracht hat. Ein Traum, in dem ich im Schatten einer Palme lag und f\u00fcr mich und Anna Kokosn\u00fcsse mit der Machete \u00f6ffnete, w\u00e4hrend Shalom ruhig vor einem wei\u00dfen Sandstrand auf uns wartete.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-41-45_preview.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"alignleft size-full wp-image-16308\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-41-45_preview.png 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-41-45_preview-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeit schien keine Rolle mehr zu spielen. Ob auf wochenlangen Ozeanpassagen, oder im tiefstem Regenwald auf einer karibischen Insel: \u00dcberall genossen wir das \u201eHier und Jetzt\u201c und lebten f\u00fcr den heutigen Tag. Umso heftiger hat es einen dann erwischt, als der Wecker klingelte und der Traum mit einem pl\u00f6tzlichem Ruck zu ende war. Autos, grauer Himmel und Nebelschwaden. Aber der Reihe nach:<\/p>\n<p>Es ist kalt. Bitterkalt. Ich wei\u00df nicht, wann ich das letzte mal in meinem Leben so gefroren habe. Unter Deck sind die Polster schon wieder nass geworden. Ich bin down, motivationslos und einfach nur noch schlapp und m\u00fcde. <\/p>\n<p>Das Einzige, was mich wach h\u00e4lt, ist mein \u00c4rger. Zum einen \u00fcber den Wetterbericht, welcher mir drei bis vier Bft aus SW vorhergesagt hatte, um endlich durch den Englischen Kanal zu segeln. Zum anderen \u00fcber mich selber, dass ich Mitte Oktober immer noch auf der Nordsee unterwegs bin und ich allm\u00e4hlich realisiere, dass die Wetterfenster immer seltener und auch immer k\u00fcrzer werden.<br \/>\nShalom und ich befinden uns ca. 50 sm von Brighton, an der S\u00fcdk\u00fcste Englands gelegen, entfernt.<br \/>\nGenau im Norden befindet sich die Isle of Wight und vor ihr erstreckt sich eine ganze Skyline von Lichtern. Schiffe, Fischerboote, Windparks, Segler, \u00d6lbohrplattformen und gef\u00fchlt einfach alles was leuchten und\/ oder schwimmen kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-20_preview.png\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"alignleft size-full wp-image-16307\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-20_preview.png 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-20_preview-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Bei sechs Bft aus WSW rausche ich durch die Nacht und frage mich, ob die ganzen Schiffe meine niedrig angebrachten Positionslichter \u00fcberhaupt bei diesem Wellengang sehen k\u00f6nnen. AIS habe ich  nicht und das st\u00e4rkste Radarsignal gibt Shalom auch nicht gerade ab. Daher hei\u00dft es wach bleiben!<br \/>\nIch kann k\u00fcnftig nur jedem Segler raten, sich dem Solent bei Nacht nicht unter zehn sm zu n\u00e4hern. Es ist einfach nur grausam. Zu meinem Gl\u00fcck scheint jedoch der Mond in so einer starken Intensit\u00e4t, dass er die ganze graue kalte Nordsee und alles was auf ihr unterwegs ist, in ein schwaches aber dennoch ausreichend starkes Licht taucht. <\/p>\n<p>So geht es, mit sch\u00e4umender Bugwelle und nassen Polstern, durch die Nacht.<\/p>\n<p>\u201eI pay that for you. Yes sure. You deserve it. Dont worry about that!\u201c<br \/>\nEtwas verdutzt schaue ich den englischen Segler an, welche neben Shalom auf seinem 40 ft gro\u00dfem Segelboot liegt und mir gerade aus heiterem Himmel die Rechnung f\u00fcr die ( arschteure) Marina in Brighton bezahlt hat. Eine Nacht schl\u00e4gt hier mit knapp 30 PFUND?! zugute und Steve hat schon mitbekommen, wie ich nerv\u00f6s \u00fcberlegte, ob ich morgen auslaufen k\u00f6nnte, um meine fast verhungerte Reisekasse zu schonen. Als es am Abend mit acht bis neun Bft durchs Rigg pustet und Shalom sich mit 10 Grad Kr\u00e4nkung im Hafen auf die Seite legt ist klar: Das wird teuer&#8230;<br \/>\nDerweil legt die Nordsee noch eine Schaufel drauf und kommt \u00fcber die sechs Meter hohen Wellenbrecher des Hafens geklettert. Es regnet buchst\u00e4blich Salzwasser im Hafen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-32_preview.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" class=\"alignleft size-full wp-image-16309\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-32_preview.png 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-32_preview-300x225.png 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-11.11.17-12-36-32_preview-768x576.png 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>In dem gemeinsamen Gef\u00fchl des Festsitzens hat dann vermutlich eine Mischung aus Mitleid und Bewunderung Steve dazu gebracht, mir gn\u00e4digerweise unter die Arme zu fassen und mir auf meinem Heimweg ein wenig zu helfen. Steve, vielen Dank daf\u00fcr!<\/p>\n<p>Am Abend treffe ich dann noch Peter, welcher uns ein herrliches Chili kocht und Shalom und mir am n\u00e4chsten Tag einen Besuch, samt Kameraausr\u00fcstung, abstattet. Peter ist n\u00e4mlich Filmemacher und seid sechs Monaten auf seinem Boot Calypso unterwegs. Bis nach Sizilien ist er gesegelt und befindet sich nun, genau wie ich, auf dem Heimweg. Mein Boot hinterl\u00e4sst Eindruck bei Ihm und er kann es sich nicht verkneifen mehrere Fotos, samt Interview zu knipsen und zu filmen.<br \/>\nBrighton ist h\u00e4sslich, aber die netten Segler im Hafen waren so gro\u00dfz\u00fcgig und liebenswert zu mir, dass die Zeit schnell verging und ich nach drei Tagen wieder Segel setzen konnte.<\/p>\n<p>Nach einem kurzem Zwischenstopp im franz\u00f6sischem D\u00fcnkirchen geht es f\u00fcr mich weiter nach Den Helder. Immer die K\u00fcste entlang und immer zwischen den Tiefs. Mittlerweile trage ich Tag und Nacht s\u00e4mtliche Klamotten am Leib. Alles was halbwegs trocken ist, ziehe ich an.<br \/>\nIch bin einfach viel zu sp\u00e4t dran und auf diese K\u00e4lte nicht vorbereitet. <\/p>\n<p>Ich komme um zwei Uhr morgens in Den Helder an und falle in einen tiefen Schlaf. Fr\u00fch am n\u00e4chsten Tag werde ich jedoch aus diesem gerissen, als n\u00e4mlich der Hafenmeister mein Boot wieder erkennt.<\/p>\n<p>\u201eChristoph! Coffee is ready!\u201c Wie sich herausstellt, haben alle Mitglieder im Koniklijke Marine Jacht Club meine Reise \u00fcber Tracker verfolgt. Und das schon seid \u00fcber einem Jahr. Ich bin v\u00f6llig ger\u00fchrt. Ich verbringe herrliche Tage mit meinen neuen Freunden in Den Helder und komme zu einem Schluss: Hier ist die Reise nun vorbei. Ich kann nicht mehr. Das Boot kann nicht mehr und ist mittlerweile in einem miserablen Zustand. Das Ruder leckt extrem und hatte auf dem Nordatlantik eine Kollision gehabt. Das Deck l\u00f6st sich mittlerweile vom Rumpf. Die Luke ist undicht und und und&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-30.10.17-08-57-07_preview.jpeg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"1600\" class=\"alignleft size-full wp-image-16310\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-30.10.17-08-57-07_preview.jpeg 1200w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-30.10.17-08-57-07_preview-225x300.jpeg 225w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-30.10.17-08-57-07_preview-768x1024.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn es nur noch l\u00e4cherliche 170 sm bis zur Elbem\u00fcndung sind: Das Wetter spielt nicht mehr mit. Und ohne funktionierenden Motor ( ist auch kaputt) traue ich mich nicht auf einer der Ostfriesischen Inseln anzulegen, wenn der Strom gegen mich stehen sollte oder die Nacht hereinbricht. <\/p>\n<p>Ich erkl\u00e4re im Hafen meine Situation und: \u201e No problem! Let it here for the winter. Go home!\u201c<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-19.10.17-12-02-58-1_preview.jpeg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1080\" class=\"alignleft size-full wp-image-16311\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-19.10.17-12-02-58-1_preview.jpeg 1920w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-19.10.17-12-02-58-1_preview-300x169.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-19.10.17-12-02-58-1_preview-768x432.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-19.10.17-12-02-58-1_preview-1024x576.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin begeistert! Auch \u00fcber den Preis. Da die Saison vorbei ist, kann Shalom hier beinahe umsonst liegen und ich kann aufatmen. Und zugleich schn\u00fcrt es mir nun pl\u00f6tzlich die Brust zu. War es das? Kommt das Ende so pl\u00f6tzlich? Ich betrachte mein kleines Boot, welches wie ein verletzter Schwan am Steg liegt. Ich verdanke ihr so vieles. Es war mein zu Hause f\u00fcr eineinhalb Jahre, vier Monate davon lebten Anna und ich gemeinsam darauf. Es brachte uns in die sch\u00f6nsten Ecken dieser Welt und zweimal sicher \u00fcber den Atlantischen Ozean. Ich bin so dankbar f\u00fcr diese Reise. Dankbar f\u00fcr alles. Dankbar vor allem meinen Eltern und meiner Familie, dass sie mich ausgehalten und immer wieder unterst\u00fctzt haben. Dankbar Anna, die die vier Monate in Zweisamkeit zur sch\u00f6nsten Zeit der gesamten Reise machte. Auf die n\u00e4chste Tour!  Dankbar allen neu gewonnen Freunde auf dieser Reise von Helgoland bis Jamaika und dankbar dir Peter, f\u00fcr deine Hilfe und die st\u00e4ndige stille Pr\u00e4senz in deinem Windpilot Blog und vor allem nat\u00fcrlich f\u00fcr die geniale Windsteueranlage, welche immer noch Shaloms Heck ziert.<\/p>\n<p>Meine Reise ist nun zu Ende und mein Traum vorbei. Ich bin aufgewacht, aber ich habe ganz sicher vor, auch wieder einmal einzuschlafen!<\/p>\n<p>Christoph<\/p><\/blockquote>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>03.11.2017 ANGEKOMMEN<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/christoph.jpeg\" alt=\"\" width=\"842\" height=\"612\" class=\"alignleft size-full wp-image-16186\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/christoph.jpeg 842w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/christoph-300x218.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/christoph-768x558.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 842px) 100vw, 842px\" \/><\/p>\n<p><strong>DAS ERSTE TREFFEN<\/strong><br \/>\nEs ist schon aufregend, zwei Menschen zum ersten Mal zu treffen, die man schon lange kennt, \u00fcber die man viel geschrieben, sich Gedanken gemacht, aber Antworten nie selbst zu formulieren sich getraute, weil man als h\u00f6flicher und einigermassen gut erzogener Zeitgenosse, die eigene Ungeduld im Zaume halten konnte, auch wenn man dar\u00fcber hat viele Monate \u00e4lter werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph.jpg\" alt=\"\" width=\"834\" height=\"551\" class=\"alignleft size-full wp-image-16192\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph.jpg 834w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-300x198.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Anna-Christoph-768x507.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 834px) 100vw, 834px\" \/><\/p>\n<p>Seit gestern bin ich nun schlauer. Jetzt kenn ich die Beiden genauer, habe gesehen und erfahren, dass mein Bild wie ein Massanzug meinen Vorstellung von Anna und Christoph entspricht und ich nun erleichtert bin, dass alles passt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/CHristoph-Maus.jpg\" alt=\"\" width=\"629\" height=\"442\" class=\"alignleft size-full wp-image-16193\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/CHristoph-Maus.jpg 629w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/CHristoph-Maus-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 629px) 100vw, 629px\" \/><\/p>\n<p>Zwei Menschen, die so viel erlebt, die in sich ruhen, einen klaren Blick auf das Leben gewonnen haben, ihren Altersgenossen weit voraus, denen die unendlichen eigenen  Lebensm\u00f6glichkeiten noch unscharf vor den F\u00fcssen liegen, fast wie ein Gebirgsmassiv. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC03850.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"alignleft size-full wp-image-16187\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC03850.jpeg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC03850-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC03850-768x513.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Es macht schon Spass, auf junge Menschen zu treffen, in deren K\u00f6pfen die Lampe angegangen ist, f\u00f6rmlich brennt, die schon Umrisse eines Planes entwickeln, die die eigenen Begabungen einzusch\u00e4tzen in der Lage sind, sie mit Ruhe und Bedacht sortieren und Vorstellungen zu formulieren wagen, die sich wie ein Flaschengeist entwickeln. EINEN PLAN, auch wenn er derzeit noch nebul\u00f6s. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/H\u00e4ngematte.jpg\" alt=\"\" width=\"703\" height=\"497\" class=\"alignleft size-full wp-image-16194\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/H\u00e4ngematte.jpg 703w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/H\u00e4ngematte-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 703px) 100vw, 703px\" \/><\/p>\n<p>Ich habe zwei Menschen kennen gelernt, die, auch wenn innerlich ganz aufgeregt, mit wachen Augen ihr Gegen\u00fcber kennen lernen, Fragen stellen, sich wundern, und versuchen, eigene Eindr\u00fccke mit Vorstellungen abzugleichen. Ein interessantes Spiel: <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Christoph-WP.jpg\" alt=\"\" width=\"786\" height=\"540\" class=\"alignleft size-full wp-image-16195\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Christoph-WP.jpg 786w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Christoph-WP-300x206.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Christoph-WP-768x528.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 786px) 100vw, 786px\" \/><\/p>\n<p><strong>DAS LEBENSSPIEL<\/strong><br \/>\nUnd dieses Spiel f\u00e4ngt mit Interesse an Menschen an \u2013 zum Beispiel an seinem Gegen\u00fcber. Es ist gelungen! <\/p>\n<p>Mal schaun\u00b4, wie es weitergeht.<\/p>\n<p>Anna + Christoph, es ist mir eine Freude, Euch nun zu kennen.<br \/>\nPeter<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>13.10.2017 <strong>ALS JUNGE LOSGEFAHREN &#8211; ALS MANN KEHRT ER HEIM<\/strong><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nEs ist geschafft! Gegen allen Erwartungen.<br \/>\nNein, nicht das Erreichen des Heimathafens, aber ein wichtiger Schritt daf\u00fcr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/schlengel.jpg\" alt=\"\" width=\"727\" height=\"583\" class=\"alignleft size-full wp-image-16102\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/schlengel.jpg 727w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/schlengel-300x241.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 727px) 100vw, 727px\" \/><\/p>\n<p>Die Biskaya ist \u00fcberquert! Und nicht nur die Biskaya. Auch der Englische Kanal. Shalom schwimmt nun in einem gr\u00fcn\/ grauem Wasser und der Himmel \u00fcber dar\u00fcber zeigt seine sch\u00f6nsten Graut\u00f6ne&#8230; Wie sehr vermisse ich doch die Zeit wo das Wasser tiefblau, oder gar t\u00fcrkis war. Die Temperaturen es zulie\u00dfen, dass man sich nur in der Nacht etwas anziehen musste und man ruhig auf See schlafen konnte, da Verkehr, Windparks, \u00d6lbohrplattformen und milit\u00e4rische Sperrgebiete weit achteraus im Kielwasser lagen. Aber von Anfang an:<\/p>\n<p>Im Rigg heult es als ich fr\u00fch am Morgen aufwache und meinen Kopf aus der Luke stecke. Dies ist inzwischen mein Morgenritual. Fr\u00fch aufstehen, den Kopf in den Wind halten und den Wetterbericht studieren. Denn noch bin ich nicht am Ziel. Genauer gesagt liege ich seid nunmehr als zwei Wochen in Muxia, Spanien. Wie Sie wissen, sah ich mich gezwungen den Weg von den Azoren nach England, aus wettertechnischen Gr\u00fcnden, zu unterbrechen und Zuflucht in Galizien zu suchen. Damals war ich guter Dinge, dass sich das Wetter schnell wieder beruhigt und sich mir gegen\u00fcber gn\u00e4dig erweist. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-01.10.17.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" class=\"alignleft size-full wp-image-16096\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-01.10.17.jpg 480w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-01.10.17-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Stattdessen: Regen, K\u00e4lte und Wind. Reichlich Wind. Ein Tiefdruckgebiet jagt das n\u00e4chste und alle ziehen ruhig und gen\u00fcsslich quer durch die Biskaya, bevor sie England einen Besuch abstatten. Schlechtere Bedingungen kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man bedenkt, dass ich auf einem m\u00fcden 22 ft Boot segle, welches zu diesem Zeitpunkt bereits an den 10.000 sm knabberte.<\/p>\n<p>Kurz gesagt: Ich muss notgedrungen im Hafen bleiben und meine Sorgen steigen Tag f\u00fcr Tag noch rechtzeitig hier weg zu kommen und den Heimathafen zu erreichen.<\/p>\n<p>Der Sommer ist l\u00e4ngst dem Herbst gewichen und auch in Galizien ist es empfindlich k\u00fchl und die Bl\u00e4tter wechseln langsam aber sicher ihre Farben von Gr\u00fcn zu gold und braun.<br \/>\nIn diesen Tagen erlebte ich eine tiefe Unruhe und Besorgnis. Welche Optionen w\u00fcrden mir sonst bleiben? <\/p>\n<p>Shalom verkaufen? Auf keinen Fall. Das Boot in Spanien \u00fcberwintern lassen? Unerschwinglich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-10.10.17.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" class=\"alignleft size-full wp-image-16098\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-10.10.17.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-10.10.17-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-10.10.17-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Oder versuchen es nach Hamburg trailern zu lassen? Dies erschien mir die einzige Option zu sein, falls das Wetter die Weiterfahrt noch um weitere zwei Wochen unterbinden sollte.<\/p>\n<p>Zwei mal wagte ich es trotzdem. Verlies den Hafen und musste notgedrungen wieder umkehren. Zwei Versuche in denen mir deutlich klar wurde, dass ich nun nichts mehr riskieren kann und darf. Nicht um diese Jahreszeit und so kurz vor dem Ziel. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-12.10.17.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" class=\"alignleft size-full wp-image-16099\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-12.10.17.jpg 480w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-12.10.17-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/>Es ist nun schon nach Mitte September und meine Unruhe w\u00e4chst. Auch f\u00fcr die n\u00e4chste Woche sieht der Wetterbericht eher mau aus. Ich gehe ins Cafe und schaue durch das Fenster auf den grauen, verregneten Atlantik. Was soll ich tun? Freunde und Bekannte erkundigen sich bereits nach m\u00f6glichen Trailern f\u00fcr Shalom. Ist die Reise hier zu Ende?<\/p>\n<p>Zehn Uhr morgens am 21. September 2017. Ich setze alles auf eine Karte, will unbedingt unter Segeln Hamburg erreichen. Mein Dickkopf und mein Wille, weelche mich beide so weit gebtracht haben setzen sich durch. Der Wetterbericht meldet:<br \/>\nWind aus SW 4 Bft, sp\u00e4ter 5. In der Nacht 6 bis 7. Die n\u00e4chsten Tage SSW 3 bis 4. <\/p>\n<p>Das ist meine Chance und ich bin mir sicher, dass es die wohl die letzte ist, die Biskaya noch zu queren. Mit gemischten Gef\u00fchlen verlasse ich also Muxia und die K\u00fcste Nordspaniens verschwindet im Dunst. Ich bin nerv\u00f6s und aufgeregt. Ich nehme Kurs NNO. Der schnellste und direkteste Kurs nach Brest. Ich hoffe in 5 Tagen dort zu sein. Der Nachteil: Die K\u00fcste Spaniens und auch die franz\u00f6sische liegen nun weit entfernt, wodurch ein m\u00f6glicher Schutzhafen au\u00dfer Reichweite ist. <\/p>\n<p>Ich komme schnell voran. Der Wind schiebt mich best\u00e4ndig mit 5,5 kt nach NNO und ich kann dank Angie, meiner Steueranlage etwas unter Deck entspannen. <\/p>\n<p>Die erste Nacht hat es dann in sich: Das Barometer f\u00e4llt und der Wind nimmt zu. SW 7 Bft und eine gemeine, viel k\u00fcrzere Welle als auf dem offenem Atlantik. Mit nur 5qm Segelfl\u00e4che rauschen ich und Shalom durch die Nacht. Gegen 07:00 morgens beruhigt sich das Wetter und sogar die Sonne kommt zum Vorschein. Also kommen mal wieder alle Polster an Deck zum trocknen. Shalom ist bei Schlechtwetter halt nicht mehr die Trockenste&#8230;<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage vergehen ohne besondere Vorkommnisse und ich mit jedem Tag w\u00e4chst mein Selbstvertrauen es direkt bis England zu schaffen. Nur noch 250 sm. Das bedeutet 3 Tage segeln. Davor erwischt mich jedoch noch einmal ein kleines Tief wie in der ersten Nacht: Barometer sinkt. Der Wind nimmt aus SW- Richtung zu und erreicht 7 Bft. Anschlie\u00dfend f\u00fcr ca. eine Stunde Pause und dann 5 Bft aus NNO. Also einmal genau \u00fcber Shalom weggezogen. <\/p>\n<p>Das Unglaubliche wird war und ich erreiche England. Meine gro\u00dfe Fock ist kaputt, die Fenster lecken, der Motor l\u00e4uft mal ja, mal nein, und die Polster sind kalt und nass. Aber ich bin in England! Alles andere ist mir egal. Das l\u00e4sst sich alles reparieren und ich bin zutiefst erleichtert. <\/p>\n<p>Ich wei\u00df: Jetzt schaffe ich den Rest auch. Nur noch 500 sm bis Helgoland. Ein Klacks und immer rettende H\u00e4fen in der N\u00e4he, falls das Wetter nicht mitspielen sollte. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-27.09.17.jpg\" alt=\"\" width=\"480\" height=\"640\" class=\"alignleft size-full wp-image-16101\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-27.09.17.jpg 480w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Foto-27.09.17-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p><strong>ANNA IST F\u00dcR 5 TAGE GEKOMMEN<\/strong><br \/>\nMein erster englischer Hafen ist Dartmouth. Weiter geht es immer zwischen den windigen Tagen nach Torquay. Dort dann eine noch gr\u00f6\u00dfere Freude: Anna kommt f\u00fcr F\u00fcnf Tage an Bord! Ich bin sprachlos. Zwischen Terminen und Verpflichtungen ihres Alltags konnte sie es einrichten, mich besuchen zu kommen und so verbringen wir f\u00fcnf wundervolle Tage zusammen. Wir schlendern durch Torquay und segeln zusammen nach Portland. Nach fast 7 Monaten getrennt voneinander, segeln wir wieder gemeinsam auf Shalom. Ein unbeschreibliches Gef\u00fchl f\u00fcr mich, haben wir zusammen doch so viel auf diesem Boot erlebt. Leider ist meine Batterie in dieser Zeit \u201eout of order\u201c und Kamera, Handys und der Computer m\u00fcssen ohne Strom auskommen.<br \/>\nDie einzigen Fotos aus dieser Zeit,welche ich dank eines Stromanschlusses in einem Cafe machen konnte, zeigen Anna mit Gewehr und Stahlhelm. Portland hat im Jahr 2017 ein gro\u00dfes Museum \u00fcber den D- Day im 2. Weltkrieg er\u00f6ffnet, welches wir uns nat\u00fcrlich anschauen. Portland hat ansonsten n\u00e4mlich eher wenig zu bieten. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/face.jpg\" alt=\"\" width=\"979\" height=\"826\" class=\"alignleft size-full wp-image-16095\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/face.jpg 979w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/face-300x253.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/face-768x648.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 979px) 100vw, 979px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeit vergeht wie im Flug und schon sehe ich mich wieder alleine auf der Shalom. Mein Wille ist nun ungebrochen so schnell wie m\u00f6glich die Heimat zu erreichen, weil dort so viele auf mich warten. Also weiter geht\u2019s! Leider immer nur f\u00fcr ein, zwei Tage. Danach muss ich immer in neuen H\u00e4fen Zuflucht suchen. <\/p>\n<p>Und so hangel ich mich die englische K\u00fcste entlang. Bis ich die Kreidefelsen von Dover querab habe und zugleich die felsige K\u00fcste Calais erblicken kann. Trotz der bitteren K\u00e4lte, welche sich Nachts besonders bemerkbar macht, w\u00fcrde ich am liebsten gleich bis Deutschland durchsegeln. Leider sieht die Realit\u00e4t etwas anders aus. Das n\u00e4chste Tief ist im Anmarsch und ich suche abermals Zuflucht. Diesmal in D\u00fcnkirchen und nur noch 300 sm von Helgoland entfernt.  Und w\u00e4hrend ich ich nun auf Shalom sitze und mich an diesem Bericht versuche, heult es bereits im Rick und Menschen gehen tief vorn \u00fcber gebeugt, gegen den kalten st\u00fcrmischen Wind an.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt f\u00fchlt sich das schon fast genauso wie in Deutschland an und w\u00fcrden hier nicht alle Franz\u00f6sisch sprechen, k\u00f6nnte man auch bereits annehmen dass man wieder am Ausgangspunkt seiner Reise angekommen ist.  Jedoch liegen noch 300 sm vor mir. Eigentlich  eine erb\u00e4rmlich kurze Distanz, aber in der Nordsee ist halt alles anders. Vor allem Mitte Oktober.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>10.10.2017 aus DUNKERQUE<\/p>\n<p><strong>THE LONG WAY TO AMARILLO<\/strong><br \/>\nDer Plan war dezidiert. H\u00e4tte das Wetter kooperiert, w\u00e4re die R\u00fcckreise wie geschmiert verlaufen. Denn der Plan ist gewesen, im fr\u00fchen Herbst in Finkenwerder einzulaufen: Christoph\u00b4s Amarillo.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2300.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-16001\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2300.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2300-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2300-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Das Wetter war unartig how ever. Obgleich die \u00dcberfahrt nach Horta glimpflich, teils sogar ruhig verlaufen ist, derweil weiter n\u00f6rdlich die Segler schon Pr\u00fcgel bezogen haben, hat Christoph einige Wochen auf den Azoren geniessen m\u00fcssen, bis es weiter gehen konnte und das Wetter sich wieder gn\u00e4diger zeigte.  Es sollte m\u00fchsam bleiben: statt England lag dann Muxia ES vor dem Bug, weil Christoph genug vom Kreuzen hatte und das Wasser auch von oben das Leben unbequemer machte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Kocher.jpeg\" alt=\"\" width=\"705\" height=\"529\" class=\"aligncenter size-full wp-image-16002\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Kocher.jpeg 705w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Kocher-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 705px) 100vw, 705px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Screenshot-2017-10-10-Young-German-Solo-Transatlantic-sailor-visits-WSC-Weymouth-Sailing-Club.png\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"413\" class=\"alignleft size-full wp-image-16011\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Screenshot-2017-10-10-Young-German-Solo-Transatlantic-sailor-visits-WSC-Weymouth-Sailing-Club.png 360w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Screenshot-2017-10-10-Young-German-Solo-Transatlantic-sailor-visits-WSC-Weymouth-Sailing-Club-262x300.png 262w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/>Dann der lange Schlag nach Norden, Dartmouth, schon fast heimisch \u2013 wenig sp\u00e4ter weiter nach Weymouth, wo ihn die <a href=\"http:\/\/www.wsc.org.uk\/node\/3830\" target=\"_blank\">\u00f6rtlichen Segler<\/a> bei einem Dinner huldigten und bewunderten, dann der Sprung nach Brighton, immer zwischen den Wolkeng\u00fcssen \u2013 gestern Abend ist Christoph in Dunkerque eingelaufen.<\/p>\n<p>Und so schleicht er sich langsam an die Heimat ran, so gut wie es sein kleines Schiffchen eben kann, kreuzt hin und her durch\u00b4s Fahrwasser vom Berufsverkehr, und isst derweil die letzten Bananen mit Haferflocken leer &#8211; um dann bald in Finkenwerder festzumachen und hernach sich \u00fcber den heimischen K\u00fchlschrank herzumachen, der dann nur noch ein Katzensprung entfernt, dicht neben der warmen Dusche ist, weil der Hygieneraum auf der Hurley out of order ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-16003\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Womit dann dieser junge Hero seinen Plan wahrgemacht h\u00e4tte, seine Nordatlantik Runde bis zum nassen und hoffentlich gl\u00fccklichen Ende tats\u00e4chlich durch zu halten, und 10.000 sm gesegelter Distanz voll zumachen.<\/p>\n<p>Mein Bravo ist diesem Jungen sicher<br \/>\nPeter Foerthmann<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>01.09.2017  aus MUXIA ESPAGNE <\/p>\n<p>Hola aus dem spanischem Muxia!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2726-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15487\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2726.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2726-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2726-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Seid dem 27. August 2017 befindet sich Shalom ( und meine Wenigkeit) wieder auf dem europ\u00e4ischem Kontinent und es ist gelinde gesagt arschkalt. Und das in Nordspanien.<\/p>\n<p>Als ich die Azoreninsel \u201eGraciosa\u201c verlassen hatte, war ich guter Dinge direkt bis England durchzusegeln. Der Wetterbericht sah recht vielversprechend aus. Es h\u00e4tte zwar besser sein k\u00f6nnen, aber ebenso auch schlechter.<\/p>\n<p>Die ersten Tage m\u00e4\u00dfiger Wind aus SW brachten Shalom und mich z\u00fcgig vorran, Kurs NO. Das wohl schlimmste wenn man von den Azoren nach England ( oder dies versuchen will) ist, dass es wirklich jeden Tag k\u00e4lter und k\u00e4lter wird.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2648-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15488\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2648.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2648-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2648-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Bereits einem Tag nach meiner Abfahrt sa\u00df ich in langer Jeans, Gummistiefeln und Pullover an Deck. Besonders kalt ist es nat\u00fcrlich nachts, was umso schlimmer ist, da man wieder konstante Nachtwachen gehen muss.Ich vertrieb mir die Zeit auf dem Weg nach Norden vor allem mit Tee trinken ( sehr hei\u00dfen Tee). <\/p>\n<p>Meine Lieblingsbesch\u00e4ftigung am Morgen war seid den Kanaren, den Sonnenaufgang mit einer Tasse Tee an Deck zu verbringen. Ich setzte mich immer auf die Rettungsinsel, welche an Deck fest verzurrt ist und blickte auf die See. Dieser T\u00e4tigkeit musste ich auf dem Weg leider lebewohl sagen. Das offene Deck fr\u00fch am Morgen ist nun vermutlich der ungem\u00fctlichste Platz auf der Shalom. Arschkalt und klitschnass von der Luftfeuchtigkeit.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2651-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15489\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2651.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2651-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2651-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am achtem Tag dann die Nachricht \u00fcber Satellit: \u201e Ein gr\u00f6\u00dferes Tief ist im Anmarsch. Beinahe selbe Laufbahn wie dein Kurs. W\u00fcrde dich mit Gegenwind und mit der R\u00fcckseite in drei Tagen erwischen.\u201c<\/p>\n<p>Ich hatte auch ohne diese Neuigkeit schon genug Probleme an Bord gehabt. In einer pl\u00f6tzlichen Windb\u00f6e hatte sich der \u201eTraveller\u201c der Gro\u00dfschot aus der \u201eTravellerschiene\u201c befreit und das Gro\u00dfsegel schlug samt Baum unkontrolliert hin und her. Die Ursache war ein gebrochenes Plastikr\u00e4dchen. Ich konnte dieses Problem zwar mit Bordmitteln notd\u00fcrftig reparieren, aber wirklich vertrauenserweckend sah es nicht gerade aus. Auch der eine Scharnier der Luke zeigte starke Gebrauchsspuren. Damals auf Guadeloupe stand ich unter ziemlichen Zeitdruck, als ich die neuen Scharniere verbaute. Wenn Salzwasser einem die Vorschiffskoje tr\u00e4nkt und das \u00fcber Tage wenn es jeden Tag auch noch k\u00e4lter wird, w\u00fcrde wohl ein Jeder ein langes Gesicht ziehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2654-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15490\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2654.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2654-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2654-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Entscheidung fiel daher recht schnell. In Nordspanien, im kleinem Fischerdorf Muxia, wollte ich Zuflucht suchen und die Probleme beh\u00e4ben. Zwar ist es auch keine einfache Sache die Biskaya im September von S\u00fcd nach Nord zu \u00fcberqueren, aber lieber versuche ich mich dabei als die R\u00fcckseite eines Tiefs mit leckender Lucke und besch\u00e4digtem Traveller zu erleben. <\/p>\n<p>Es dauerte noch vier weitere Tage bis ich Land in Sicht bekam und den sicheren Hafen erreichte. W\u00e4hrend diesen vier Tagen erreichte mich das Tief. Da ich jedoch nach S\u00fcden ausgewichen war mit der \u201e lieben\u201c Seite und der Wind kam mit 80 Grad schr\u00e4g von der Seite.<\/p>\n<p>Als die wildeste Nacht mit stabilen 30kt Wind bestanden war entschied ich, dass es meiner Gesundheit wohl besser zu Gute kommen w\u00fcrde, wenn ich meinen Schlafplatz von der Vorschiffskoje in die achterliche Steuerbordhundekoje verlegen w\u00fcrde. Die ganze Nacht wuschen die Wellen \u00fcbers Deck und fegten alles blitze- blank. Daher erinnerten meine Polster in der V- Koje anschlie\u00dfend eher an gro\u00dfe gr\u00fcne K\u00fcchenschw\u00e4mme als an eine bequeme Schlafm\u00f6glichkeit.<br \/>\nSp\u00e4testens jetzt war ich mit me<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2670-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15491\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2670.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2670-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2670-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>iner Entscheidung, Spanien anzulaufen, sehr gl\u00fccklich und zufrieden. Auch freute ich mich mit jeder abgesegelten Meile mehr auf den Landgang. Vor allem weil ich vor ca. einem Jahr schon einmal in Muxia Halt gemacht hatte. Auf meinem Weg von England zu den kanarischen Inseln, verproviantierte ich mich mit frischer Kost und viel wichtiger: mit einer Seekarte von Gomera und Teneriffa. Kopiert f\u00fcr 15 Cent, in der \u00f6rtlichen Liberia, von einer d\u00e4nischen Fahrtenyacht. Daher war ich sehr gespannt, was sich seitdem ver\u00e4ndert hat und ob ich einiges wiedererkennen w\u00fcrde.<br \/>\n30 Seemeilen vor der spanischen K\u00fcste kommt es nochmal dicke. Dort geht n\u00e4mlich die Hauptschifffahrtsstra\u00dfe entlang. Riesige Containerfrachter, Kreuzfahrtdampfer und allgemein alles was gro\u00df, schwer und h\u00e4sslich ist, kreuzt direkt vor dem Bug der Shalom. Nur gut, dass man auf der Elbe das segeln erlernt und bereits die Nordsee von Ost nach West gequert hat. So hat man ein besseres Auge daf\u00fcr, wo man sich wie an den K\u00e4hnen vorbei dr\u00e4ngeln kann. Denn zu nahe sollte man ihnen besser nicht kommen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2709-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15492\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2709.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2709-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2709-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich war aber auch das geschafft und ich war nur froh, dass es heller Tag und nicht finstere Nacht war. Und dann, am 27. August 2017 um 09:15, erreichte die Shalom Muxia und damit Europa. Aber nicht nur das: Auch kreuzte sie den Kurs ihrer Ausfahrt. Nach \u00fcber einem Jahr und fast 10 000 Meilen hinter dem Heck und meiner gl\u00e4nzenden Windsteueranlage, war der Kreis geschlossen. Es wurde am Ende nur eine Atlantikrunde und ging nicht weiter in den Pazifik. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2711-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15493\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2711.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2711-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2711-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Ich tr\u00f6ste mich damit, dass ich erst 19 Jahre alt bin und mit einem 22 Fu\u00df Boot bereits die Karibik erreicht habe. Shalom und ich haben den Atlantik nun sowohl zu zweit als auch alleine \u00fcberquert. Haben schlechtem Wetter und Flauten getrotzt und kamen immer gl\u00fccklich und zufrieden im n\u00e4chstem Hafen an. Daher bin ich auf weiterhin guter Dinge, dass wir es auch noch sicher in den Heimathafen schaffen, der nun abermals ein kleines St\u00fcck n\u00e4her ger\u00fcckt ist.<\/p>\n<p>Wartend auf ein gutes Wetterfenster, w\u00fcnsche ich viele Gr\u00fc\u00dfe!<\/p>\n<p>Christoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>20.08.2017 von See <\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann!<br \/>\nZeit f\u00fcr ein Update: Seid 5 Tagen bin ich nun auf See. Gestartet von der lieblichen Azoreninsel \u201cGraciosa\u201d. Da ich Motorprobleme hatte, bin ich nicht, wie zuvor angek\u00fcndigt, zur\u00fcck nach Faial gesegelt, sondern in Praia do Graciosa geblieben. Eine wundersch\u00f6ne insel. Nun geht es mit angenehmen Winden zur\u00fcck nach Europa. Jeden Tag wird es k\u00e4lter, weshalb ich mittlerweile grosse Sehnsucht zum karibischem Meer habe. Hier an Bord ist alles okay und der Mannschaft geht es gut.<br \/>\nViele Gr\u00fcsse zum Heimathafen Hamburg!<br \/>\nChristoph<br \/>\n<a href=\"https:\/\/inreach.garmin.com\/textmessage\/txtmsg?extId=56ff50d6-a3f9-47f3-bfbd-4c2887924a4a&#038;adr=peter%40windpilot.com\" target=\"_blank\">Position <\/a><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>03.08.2017<\/p>\n<p><strong>LOSGESEGELT UND ANGEKOMMEN INNERHALB VON 24 STUNDEN<\/strong><\/p>\n<p>2 Monate sp\u00e4ter und 3000 sm weiter nord\u00f6stlich von New Providence, habe ich es mir abermals mit dem Handy im Marina Office gem\u00fctlich gemacht und tippe auf dem kleinen touchdisplay meines Handys herum, um noch meine Eindr\u00fccke der Azoren festzuhalten. Der Computer hat ja w\u00e4hrend der zweiten Atlantik\u00fcberquerung das fliegen gelernt, oder das zumindest versucht, wobei er sich den Bildschirm besch\u00e4digt hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6834.jpeg\" alt=\"\" width=\"627\" height=\"421\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14908\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6834.jpeg 627w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6834-300x201.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><\/p>\n<p>Die Azoren sind gr\u00fcn. Die Azoren sind hei\u00df und auch gleichzeitig eiskalt ( zumindest wenn man gerade aus der Karibik kommt). Sie sind vielf\u00e4ltig, rau und bunt. Aber vor allem: sie sind wundersch\u00f6n. Wundersch\u00f6n von der Landschaft, vom Flair und auch vom Temperament der Insulaner.<\/p>\n<p>Als ich am 23.06.2017 auf Faial in Horta ankam, war ich \u00fcberrascht. Ich hatte mir die letzten Wochen auf See unaufh\u00f6rlich den Kopf dar\u00fcber zerbrochen, wie die Azoren wohl aussehen w\u00fcrden und wie sie wirken. Mangels Handb\u00fcchern hatte ich nicht den leisesten Schimmer wie diese Inseln geschaffen sind. Au\u00dfer den Koordinaten wusste ich NIX. Ich dachte mir damals, dass sie in etwa das Aussehen der Kanaren haben m\u00fcssten, da diese ja ebenfalls vulkanischen Ursprungs sind und mitten im Atlantik liegen.<\/p>\n<p>Die Antwort bekam ich erst 10 sm vor der K\u00fcste Faials. Keine Palmen und auch keine trockenen Gesteinslandschaften waren zu sehen. Kaum Str\u00e4nde, daf\u00fcr aber sehr, sehr viele grasende K\u00fche und Schafe auf einer h\u00fcgeligen Landschaft. H\u00e4tte ich nicht in diesem Moment das \u00d6lzeug getragen, h\u00e4tte man glauben k\u00f6nnen, ich sei im bayrischen Allg\u00e4u gelandet. Dieses viele Gr\u00fcn und die zum Teil bekannte europ\u00e4ische Vegetation hat mir unvermittelt gezeigt, wie weit die karibischen Inseln im Kielwasser liegen und wie weit n\u00f6rdlich ich mich bereits befinde. Trockene Vulkan Landschaften gibt es zwar auch hier. Allerdings sind sie sehr selten und im Vergleich zur Gr\u00f6\u00dfe der Insel sehr klein geraten. Das feuchte Klima l\u00e4sst dem Grau keine Chance und bedeckt alles mit einer saftig gr\u00fcnem Rasen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6850.jpeg\" alt=\"\" width=\"618\" height=\"410\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14909\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6850.jpeg 618w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6850-300x199.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/p>\n<p>Und ich habe auf Faial nur nette Menschen getroffen. Nachdem ich dem Hafenmeister und dem Immigrationsbeamten alle erforderlichen Papier vorlegen konnte und auch \u00fcberzeugend eine gesunde Figur abgegeben habe, werde ich f\u00fcr landtauglich erkl\u00e4rt. Vorher durfte ich mir von beiden noch anh\u00f6ren, dass ich entweder verr\u00fcckt, sehr mutig, oder aber total bescheuert sein muss.\u00a0 In Peters Caf\u00e9 trinke ich erst einmal einen starken Espresso, bevor ich das Boot f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Aufenthalt klarmache.<\/p>\n<p>Seitdem ist viel passiert. Wie die meisten Segler es fertig bringen hier nur ein paar Tage zu bleiben und dann weiterfahren, bleibt mir unverst\u00e4ndlich. Die Azoren haben wirklich viel zu bieten und ich kenne nur eine einzige Insel und kann das trotzdem sagen.<\/p>\n<p>Vor allem nachdem ich mit zwei alten Schulfreunden, die mich f\u00fcr eine Woche besuchten, diese Insel erkundet habe. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr hinaus. Vielleicht kam mir die Landschaft auch so interessant vor, weil ich vorher auf den flachen Bahamas und danach noch 5 Wochen auf See verbracht habe&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6883.jpeg\" alt=\"\" width=\"772\" height=\"513\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14910\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6883.jpeg 772w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6883-300x199.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6883-768x510.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/p>\n<p>Eine Woche lang lebten wir also zu dritt auf der Shalom und haben uns abermals bewiesen, dass man keine gro\u00dfen &#8222;plastic fantastic&#8220; K\u00e4hne haben muss, um gl\u00fccklich zu sein.<\/p>\n<p>Mit der eingeflogenen Hilfe ging es dann auch noch gleich daran, sich an der Marinamauer zu verewigen ( wie gef\u00fchlte 200.000 Personen vor mir). Der Beton des Hafens ist nicht grau sondern bunt. Soweit das Auge, oder die Marina reicht. Ein Anblick, den man so schnell jedenfalls nicht vergisst. Nun habe auch ich meinen kleinen Beitrag dazu geleistet. Es waren sch\u00f6ne Tage der Juli ging viel zu schnell zu Ende. Die Start zur letzten grossen Etappe steht nun an. Shalom ist vorbereitet und ich bin es auch. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6999.jpeg\" alt=\"\" width=\"631\" height=\"395\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14911\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6999.jpeg 631w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_6999-300x188.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/p>\n<p>Die Pudelm\u00fctze habe ich, nachdem sie ein Jahr tief verstaut war, wieder hervor geholt. \u00d6lzeug, Pullover und Gummistiefel sind gel\u00fcftet und startklar. Vorbei mit dem Nacktsegeln und dem Gef\u00fchl des nassen Decks unter den braun gebrannten F\u00fc\u00dfen. K\u00e4lte und die graue Nordsee warten auf mich. <\/p>\n<p>Entschuldigung f\u00fcr den verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurzen Bericht einer so langen Zeit, aber mit dem Handy ist es umso schwerer zu schreiben und Fotos hochzuladen, als mit einem Computer.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe!<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p><strong>UPDATE 24 Stunden sp\u00e4ter<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_7013.jpeg\" alt=\"\" width=\"618\" height=\"410\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14912\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_7013.jpeg 618w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_7013-300x199.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 618px) 100vw, 618px\" \/><\/p>\n<p>Moin,<br \/>\nkurze Meldung: habe, nach 20 Stunden Segeln bei 30kt Wind habe ich in Gracias Schutz gesucht. Die Gro\u00dfwetterlage ist eher mau aus, weshalb ich morgen zur\u00fcck nach Horta fahren werde, um dort auf ein besseres Wetterfenster zu warten.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>03.07.2017<\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nweder mein Laptop noch mein Netbook haben die \u00dcberfahrt \u00fcberstanden. Der eine hat die Feuchtigkeit nicht vertragen, der andere hat in der Kaj\u00fcte das fliegen gelernt, als ich und Shalom auf die Seite gedr\u00fcckt wurden.\u00a0Daher sitze ich nun gerade unter einem bunten Sonnenschirm, trinke eine k\u00fchle Cola und versuche, mit einem halb funktionsf\u00e4higen Bildschirm diesen Text zu schreiben, was schwieriger ist als gedacht. Nach allem was nun aber schon \u00fcberstanden ist, sollte ich das hier auch noch schaffen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2287.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14144\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2287.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2287-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2287-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Ich erkenne das kleine blaue Motorboot, als ich gegen einen fiesen WSW ankreuzen muss, um von der Great Bahama Bank zu gelangen. Drin sitzen meine neu gewonnenen Freunde aus der Palm Cay Marina und winken mir zum Abschied zu und geben mir die letzten guten W\u00fcnsche mit auf den Weg. Tags zuvor waren sie noch mit mir im \u00f6rtlichem Supermarkt auf New Providence Island und haben mir netterweise das Auto der Marina zur Verf\u00fcgung gestellt. Ohne sie w\u00e4re ich echt aufgeschmissen gewesen. Es ist doch immer eine erstaunlich gro\u00dfe Menge an Proviant einzustauen, wenn man eine Ozean\u00fcberquerung anvisiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2295.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14146\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2295.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2295-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2295-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Es ist der 19.5.2017 und ich lege mit gro\u00dfem Herzklopfen, nachdem der Abfahrtstermin wegen ung\u00fcnstigem Wetter mehrmals verschoben wurde, gegen 1600UTC endlich ab. Das Wetter ist immer noch recht rau, was vor allem daran liegt, dass sich wegen der geringen Wassertiefe bei den Bahamas recht schnell fiese spitze Wellen bilden. Daf\u00fcr muss es gar nicht mal stark pusten. Wenn dann auch noch die Tide einen schlechten Tag hat, ist das segeln wirklich anspruchsvoll. Sandb\u00e4nke, Riffe und andere Untiefen wie zahlreiche Schiffswracks etc. machen die Sache nicht einfacher. Bei meinem Gl\u00fcck kommt der Wind auch noch von vorne. Das Problem ist, dass man von den Bahamas nicht einfach so in tiefes Wasser segeln kann. In meinem Fall befinde ich mich auf der Great Bahama Bank, was im Grunde einfach nur eine gigantisch gro\u00dfe Sandbank ist, welche sich vier bis zehn Meter unter Wasser befindet. Die zahlreichen Bahamasinseln sind lediglich die h\u00f6chsten Erhebungen dieser Sandbank und ragen ein paar Meter aus dem Wasser. Umgeben ist die Great Bahama Bank von Riffen und kleineren Inseln. Will man also nun in den offenen Atlantik gelangen, muss man durch einen der engen P\u00e4sse hindurch. Diese sind wenig bis garnicht betonnt, weshalb genaues Navigieren wichtig ist. Dar\u00fcber hinaus muss man noch die Tide abpassen, da man dort sonst auf gef\u00e4hrliche Strudel und Wellen treffen kann. Alles in allem also ein guter Startpunkt f\u00fcr eine Atlantik\u00fcberquerung. Man kann sich sicher sein, dass garantiert keine Langeweile aufkommt.\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2302.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14145\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2302.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2302-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2302-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Sonnenuntergang ist es geschafft. Ich habe den &#8222;Cats Channel&#8220; passiert und der Meeresgrund liegt nun wieder tausende Meter unter mir. Genauso soll es sein und ich bin in der Stimmung ein gutes Bier darauf zu trinken. Nur habe ich leider keins an Bord. Auf die Lebensmittelkosten auf den Bahamas will ich hier nicht weiter eingehen&#8230; Kubanischer Rum ( 2 Euro die Flasche Havanna Club), vermischt mit Wasser und Zitronensaft tun es aber auch.<\/p>\n<p>Die ersten Tage vergehen  schnell und ich habe recht gutes Wetter. Zwar kommt der Wind immer noch aus WSW, allerdings wollte ich zu Anfang sowieso erst mehr gen Norden kommen und dann in einem Bogen langsam auf die Bermudas zuhalten. Mein Plan war, die Bermudas s\u00fcdlich zu passieren und anschlie\u00dfend Kurs auf die Azoren zu nehmen. Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberraschung war, dass mein Ebook pl\u00f6tzlich seinen Geist aufgab. Die wenigen B\u00fccher an Bord kannte ich ohnehin bereits auswendig. Unn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass mehr als einmal Langeweile aufgekommen ist&#8230;<\/p>\n<p>Shalom l\u00e4uft was sie kann und wir kommen jeden Tag weiter gen NO. Die Passatwinde fehlen mir sehr w\u00e4hrend dieser Zeit. Das Wetter war oft unbest\u00e4ndig. Pl\u00f6tzliche B\u00f6en, Flauten, oder Regeng\u00fcsse waren keine Seltenheit. Dazu wurde es allm\u00e4hlich auch wieder k\u00fchler, was soweit f\u00fchrte, dass ich mir seid sieben Monaten das erste mal wieder eine lange Hose anziehen musste.\u00a0Die erste H\u00e4lfte auf dem Weg zu den Azoren verlief ereignislos auch das Wetter war angenehm.\u00a0Ich vertrieb mir die Zeit mit kochen, schlafen und tr\u00e4umen.\u00a0<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2419.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14147\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2419.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2419-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2419-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Ich erhalte eine Nachricht \u00fcber Satellit von Johannes. Die letzten Tage war das Wetter recht unangenehm gewesen. Es war ganz klar ein Tiefausl\u00e4ufer und dieser schob mich mit sechs bis sieben Bft voran. Da ich zu dem Zeitpunkt auf ca. 31 Grad N unterwegs war, kam der Wind zum Gl\u00fcck von achtern.<br \/>\nNun erfahre ich, dass das Sturmtief auf ca. 40 Grad N durchgezogen ist und dabei erheblichen Schaden angerichtet hat. Eine Segelregatta hatte Wind in Hurricane- St\u00e4rke und mehrere Yachten sind gesunken. Ich erfuhr, dass von anf\u00e4nglich 20 Segelbooten noch 11 Richtung Zielhafen auf Kurs waren. Noch niemals war ich so dankbar \u00fcber mein Gl\u00fcck, dass mein Plan, recht weit s\u00fcdlich zu segeln und damit den Tiefdruckgebiete auszuweichen, funktionierte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCI0087-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14156\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCI0087-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCI0087-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCI0087-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCI0087.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Ich sitze auf meiner Cockpit Bank und genie\u00dfe die untergehende Sonne und den Horizont. Pl\u00f6tzlich werde ich durch ein Ger\u00e4usch und eine pl\u00f6tzlichen Schwell, der sich \u00fcber die Shalom ergie\u00dft, aus meinen Tr\u00e4umen gerissen. Keine f\u00fcnf Meter von mir entfernt treibt ein gro\u00dfer schwarzer R\u00fccken an der Wasseroberfl\u00e4che, etwa die doppelte Gr\u00f6\u00dfe von Shalom.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Pottwal zog tr\u00e4ge auf Gegenkurs vorbei. \u00dcberrascht br\u00fclle ich: &#8222;Wal! Da ist ein Wal!&#8220;<\/p>\n<p>Im selben Moment kommt mir das zwar recht bescheuert vor, da ich ja vollkommen alleine auf See bin. Allerdings tut es mir gut, mal wieder die Stimme zu h\u00f6ren. Ich sehe dem Wal noch lange hinterher. Er bl\u00e4st regelm\u00e4\u00dfig, in der untergehenden Sonne bilden sich Regenbogen. Ich war auch noch Stunden sp\u00e4ter total durch den Wind, erinnere mich an einige Wracks in der Karibik, deren Ruderbl\u00e4tter, Kiele nach Kollisionen von Walen zerlegt wurde. Auch habe ich Segler kennen gelernt, deren Schiff versenkt wurde. Auf Martinique sah ich einen 50 Fu\u00df Katamaran, welcher nur noch einen Kiel besa\u00df. Am Backbordrumpf gab es an gleicher Stelle nur ein ziemlich gro\u00dfes Loch. Jedenfalls war ich nicht besonders begeistert von meiner Begegnung der Dritten Art.<br \/>\nTage sp\u00e4ter sah ich einen zweiten Pottwal, allerdings in weiter Entfernung vom Boot. Das war mir auch mehr als recht so.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2435.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14149\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2435.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2435-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2435-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Es ist der 20.6.2017. Am Nachmittag stieg langsam der Berg Pico aus dem Wasser. Mit 2500m H\u00f6he war er bereits aus 90 sm Entfernung zu erkennen. Ich war unglaublich gl\u00fccklich und dankbar. Gl\u00fccklich, weil ich mich nun sicher f\u00fchlte, und ich es tats\u00e4chlich geschafft habe. Weil das Boot alles gut mitgemacht hat und auch weil ich nun um einige Erfahrungen reicher bin. Und dankbar daf\u00fcr, dass mir und dem Boot nichts passiert ist und dass das Wetter, abgesehen von zwei Tiefdruckgebieten, sehr freundlich zu mir war. Ich hatte nie mehr als 7 Bft Wind und das auch nur einmal f\u00fcr 3 Tage ( Allerdings von vorne). Es war ungem\u00fctlich und nass, aber allm\u00e4hlich habe ich Vertrauen zum Boot und das Boot anscheinend auch zu mir. Seit dem Stapellauf im Jahre 1978 wurde es vermutlich niemals \u00fcber derart weite Strecken gesegelt. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150614_091809-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14152\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150614_091809-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150614_091809-300x169.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150614_091809-768x432.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150614_091809.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es dauerte allerdings weitere drei Tage, bis ich die letzten 90 Meilen in Flaute habe zur\u00fccklegen k\u00f6nnen. Am 23.6.2017 gegen 1340 UTC habe ich  in Horta die Leinen festmachen k\u00f6nnen. Ich wurde Harry und Tiago empfangen, und sofort in ein Restaurant geschleppt und mit Steak, Salat, Bratkartoffeln und Knoblauchbr\u00f6tchen gef\u00fcttert. Das werde ich mein Leben lang garantiert niemals vergessen und dar\u00fcber bin ich sehr froh und auch sehr dankbar. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/3-Systeme-Horta.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14150\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/3-Systeme-Horta.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/3-Systeme-Horta-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/3-Systeme-Horta-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Auch die Atlantik\u00fcberquerung wird mich mein Leben lang begleiten. Es war meine zweite \u00dcberquerung. Zu zweit habe ich den Atlantik im Januar mit Anna ( 18 ) \u00fcberquert. Den R\u00fcckweg habe ich nun Einhand geschafft, bin zwischendurch 19 geworden. Ich bin gl\u00fccklich, egal was noch passieren wird. Keiner kann mir das mehr nehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150517_140423-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"360\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14151\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150517_140423-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150517_140423-300x169.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150517_140423-768x432.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/WIN_20150517_140423.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nun sehe ich mir erst einmal die wundersch\u00f6nen Azoren in Ruhe an und genie\u00dfe den festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen. Ohne Ihren Windpiloten w\u00e4re das alles gar nicht m\u00f6glich gewesen und ich kann mich nicht oft genug daf\u00fcr bedanken. In diesen 35 Tagen auf See sa\u00df ich keine f\u00fcnf Stunden am Steuer. Ich war der &#8222;Skipper&#8220;, aber nicht der Ruderg\u00e4nger \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nun w\u00fcnsche ich Ihnen viele Gr\u00fc\u00dfe und angenehmes Wetter da oben im Norden!<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>26.06.2017<\/p>\n<p><strong>SONNE &#8211; EIN STEAK &#8211; UND AUSGESCHLAFEN<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4155.jpeg\" alt=\"\" width=\"772\" height=\"513\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14076\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4155.jpeg 772w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4155-300x199.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4155-768x510.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 772px) 100vw, 772px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann!<br \/>\nIch bin unendlich gl\u00fccklich \u00fcber ihren Windpiloten. Inzwischen habe ich Ihn heilig gesprochen und kann Ihnen garnicht genug daf\u00fcr danken! Ohne Sie w\u00e4re diese Reise in diesem Ausma\u00df garnicht m\u00f6glich gewesen. Die ersten Fotos habe ich heute schon ausgesucht und sitze auch schon am Text. Momentan geht es aber noch langsam voran, da etliche Arbeiten noch anstehen. Daf\u00fcr hat <a href=\"http:\/\/azorestradewinds.com\/keep-going\/\">Tiego, ein Local, bereits einen sch\u00f6nen Bericht mit Fotos auf seinen bekannten Blog gestellt<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4219-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"770\" height=\"485\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14077\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4219-1.jpeg 770w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4219-1-300x189.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSC_4219-1-768x484.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/p>\n<p>Ich habe mir tats\u00e4chlich die Nase verbrannt! Ihr Freund Harry hat mich direkt nach meiner Ankunft erstmal mit einem k\u00f6stlichem Steak und frischer Kost gef\u00fcttert! Vermutlich das beste Essen in meinem Leben.<br \/>\nMelde mich die n\u00e4chsten Tage wieder mit Text und Fotos.<br \/>\nEinen sch\u00f6nen &#8222;Restsonntag&#8220; w\u00fcnscht die<br \/>\nCrew von Shalom!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/HummelHummel-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"853\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14082\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/HummelHummel-768x1024.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/HummelHummel-225x300.jpg 225w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/HummelHummel.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Lieber Christoph Vougessis,<br \/>\nmeinen herzlichen Gl\u00fcckwunsch f\u00fcr Ihre Tapferkeit, den Mut und das Durchhalteverm\u00f6gen, Ihre Reise bis zu den Azoren zu schaffen. Ich verneige mich in Ehrfurcht, weil ich \u00fcberzeugt bin, dass Ihre Leistung aussergew\u00f6hnlich ist. Es ist mir eine besondere Freude, Sie begleiten zu d\u00fcrfen, auch wenn wir uns bislang nie pers\u00f6nlich getroffen haben &#8211; aber das l\u00e4uft uns nicht weg &#8211; versprochen.<br \/>\nGeniessen Sie die Zeit auf den wundersch\u00f6nen Azoren und welcome back in Europa &#8230; Hamburg ist dann nicht mehr weit, auch wenn Sie noch ein paar Haken schlagen sollten, weil es davon viele sch\u00f6ne Hafen Ecken gibt &#8230;<br \/>\nherzlich aus Hamburg<br \/>\nPeter Foerthmann<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>23.06.2017<\/p>\n<p><strong>NOCH 40 SM &#8211; UND ANKUNFT IN HORTA<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/PIco-Horta-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14063\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/PIco-Horta-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/PIco-Horta-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/PIco-Horta-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/PIco-Horta.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin,Tag 34 auf see und das ende ist in sicht. Pico und faial liegen in 40sm abstand vorm bug. F\u00fcr die letzten 100sm habe ich 2 Tage gebraucht. Schwache,umlaufende wind haben viel gedult gekostet. Auch jetzt komme ich nur langsam vorran,hoffe aber dass ich es bis morgen nach horta schaffe. Die letzten tage hatte ich ruhige winde aus sw,6 bft aus ne und nat\u00fcrlich flauten. Die ganze last der letzten 5 Wochen ist mir nun von den schultern genommen und ich bin sehr stolz auf meine alte shalom und zugegeben auch ein klein wenig auf mich. Wir haben jede situation gemeistert und ich freue mich auf eine fettige pizza und ein k\u00fchles bier!Eine dusche w\u00e4re auch mal wieder f\u00e4llig. Die n\u00e4chsten gr\u00fcsse kommen dann von land! Gruss Christoph<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>16.06.2017<\/p>\n<p><strong>138 SM REKORD ETMAL F\u00dcR EINE HURLEY 22<\/strong> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quer-2.jpg\" alt=\"\" width=\"437\" height=\"334\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14013\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quer-2.jpg 437w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/quer-2-300x229.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 437px) 100vw, 437px\" \/><\/p>\n<p>Moin! Ich glaube ich gehe unter die Regatterregler. Als ich heute meine Mittagsposition in die Karte eingezeichnet habe und das Etmal genommen habe, dachte ich erst an einen Fehler. Aber auch nach wiederholtem eintragem und messen stand es dort schwarz auf weiss: 138sm! Das ist grossartig und ich kanns immer noch nicht glauben. Wind und Welle haben mich die letzten 24h von hinten angeschoben und mein Langkieler wurde zum Surfbrett. Dazu habe ich mitlaufenden Strom von von 0,5 bis 1 Knoten, der genau wie ich, die Azoren ansteuert. Wie praktisch ist das denn?:) Laufe nun ein bisschen &#8222;vorsichtiger&#8220;gen Osten. Wusste garnicht was Shalom f\u00fcr Ger\u00e4usche machen kann. Wenn das so weiter geht, bin ich bereits in ca. 5 Tagen in Horta immerhin sind es nur noch 530 sm. Bin mal gespannt. Je weiter ich nach NE komme, desto phosphoreszierender wird die See bei Nacht. Es sieht bei ruhigem Wetter fast so aus, als w\u00fcrde es unter Wasser schneien. Einfach wundersch\u00f6n. Shalom und ich wollen jetzt aber bald mal Land sehen. Ich hoffe es geht nun weiter z\u00fcgig voran!<br \/>\nViele gr\u00fcsse, Christoph <a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\">tracking<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>12.06.2017<\/p>\n<p><strong>950 MEILEN BIS ZUR WARMEN DUSCHE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Kapit\u00e4n-Balkon.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13919\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Kapit\u00e4n-Balkon.jpeg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Kapit\u00e4n-Balkon-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin,heute ist tag 23 auf see und 2074sm liegen hinter mir. 950sm sind es noch bis zu den azoren. Obwohl es hier keinen passat wind gibt,bin ich \u201clediglich\u201d 3 Tage hinter meinem zeitplan,da ich 100sm pro tag anvisiere. Gerade stecke ich in einer flaute,weshalb ich nun wohl einen weiteren tag verlieren werde. Denn Flautenmotoren gibt es bei mir nicht, weil ich f\u00fcr meinen Aussenborder nur 9 l Benzin im Handgep\u00e4ck habe. Gerade kam wieder ein pottwal vorbei und zog ca. 10m tr\u00e4ge am boot vorbei. Diesmal habe ich ihn sogar auf video. Wie auch letztes mal haben sich meine pilotfische dem wal angeschlossen. Nun bin ich also wieder alleine. Die blasfont\u00e4ne hat einen sch\u00f6nen grossen regenbogen in die luft gezaubert. Ansonsten gibt es nicht viel mehr zu berichten,ausser das die auswahl des proviants immer beschaulicher wird. Wird daher mal zeit,dass die azoren am horizont auftauchen. Viele gr\u00fcsse vom Nordatlantik! Christoph  <a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\">tracking<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n05.06.2017<\/p>\n<p><strong>HALBZEIT &#8211; BERGFEST &#8211; HOFFEN AUF DAS AZORENHOCH<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Der-Sonne-ebtgegen-1024x345.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"216\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13844\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Der-Sonne-ebtgegen-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Der-Sonne-ebtgegen-300x101.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Der-Sonne-ebtgegen-768x259.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Der-Sonne-ebtgegen.jpg 1706w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sunset-breit-1024x301.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"188\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13847\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sunset-breit-1024x301.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sunset-breit-300x88.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sunset-breit-768x226.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sunset-breit.jpg 1721w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin, heute ist der 17.te tag auf see und damit halbzeit. 1560sm habe ich nun zur\u00fcck gelegt und ich hoffe, dass die zweite h\u00e4lfte zu den azoren so l\u00e4uft wie die erste. Bisher war ich mit ca 31Grad nord immer recht weit s\u00fcdlich. Das wird sich nun \u00e4ndern, weil die azoren ja weiter n\u00f6rdlich liegen. Ich hoffe daher auf ein stabiles azorenhoch. Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Mein ebook ist durch die feuchtigkeit kaputt gegangen, weshalb lesen die n\u00e4chsten wochen wohl ausf\u00e4llt. Der windpilot macht alles super mit, weshalb ich meist entspannt irgendwo an deck sitze und durch den tag tr\u00e4ume. Viele gr\u00fcsse! Christoph <a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\">tracking<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n31.05.2017<\/p>\n<p><strong>VON DEN BAHAMAS ZU DEN AZOREN<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/quer-Bahamas.jpg\" alt=\"\" width=\"980\" height=\"565\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13839\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/quer-Bahamas.jpg 980w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/quer-Bahamas-300x173.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/quer-Bahamas-768x443.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 980px) 100vw, 980px\" \/><\/p>\n<p>Moin,Herr Foerthmann. Tag 9 auf See neig sich dem Ende zu und ich stehe genau s\u00fcdlich von den bermudas. Biher lief alles gut,sieht man von dem unkonstanten Wetter und einem treffen mit einem pottwal ab. Heute schwamm das riesen tier an der oberfl\u00e4ch,keine 5m am boot vorbei. Alleine der r\u00fccken war doppelt so gross wie shalom. Seine blasfont\u00e4ne hat shalom geduscht. Hat mich an die Alsterfont\u00e4ne in hamburg erinnert. Mein herz pocht immer noch wie wild. Habe gerade ged\u00f6st als es passierte. Von 0 auf 100 in einer sekunde. Buffa,mein untreuer pilotfisch hat sich dem wal angeschlossen. Shalom und ich sind wieder alleine.<br \/>\nNun geht es weiter gen osten. Viele gr\u00fcsse! Christoph   <a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\">tracking<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\n18.05.2017<\/p>\n<p><strong>VON KUBA ZU DEN BAHAMAS<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2053.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13781\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2053.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2053-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2053-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nIch sitze gerade auf dem Steg der palm cay marina und trinke Kaffee.<br \/>\nViel ist seid Guadelouoe passiert.<\/p>\n<p>Nachdem Anna sich mit dem Flieger nach Kuba aufgemacht hatte, gab es einen fliegenden Wechsel in der Manschaft an Bord. Albin, welchen ich w\u00e4hrend meines 3 monatigen Aufenthaltes auf La Gomera kennengelernt habe und welcher danach mit einem Segelboot \u00fcber den Atlantik getrampt ist, hat genug von Guadeloupe und will weiter. Also biete ich ihm einen Platz an. Auf die Frage wohin ich denn segeln will meine ich, dass ich das selber noch nicht w\u00fcsste, aber Lust h\u00e4tte einmal Jamaika zu sehen. &#8222;Man kann nicht die Karibik verlassen, ohne Jamaika gesehen zu haben&#8220;. Also machen wir kurzerhand Pl\u00e4ne f\u00fcr eine \u00dcberfahrt nach Jamaika. Ein Zwischenstopp ist nicht geplant. Ich \u00fcberpr\u00fcfe das Wetter und es sieht wirklich gut aus, um z\u00fcgig gen Westen zu gelangen.<br \/>\nVor der Abfahrt sind wir noch sehr flei\u00dfig, weil einige Reparaturen anstehen:<br \/>\nDer Mast muss gelegt werden, um die Wanten zu entrosten und das Rick einmal zu \u00fcberpr\u00fcfen. Schlie\u00dflich muss mich das noch \u00fcber den Nordatlantik zur\u00fcck bringen.<br \/>\nDie Scharniere der Luke werden ausgetauscht und Segel reperiert. Die tropischen Regeng\u00fcsse behinderten uns dabei sehr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2021-768x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"853\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13782\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2021-768x1024.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2021-225x300.jpg 225w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2021.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Albin h\u00e4ngt \u00fcber der Reling und sieht ganz gr\u00fcn im Gesicht aus. Zittrig ist er auch noch. Ich mache mir derweilen eine Dose Bier auf und frage, ob er auch eine will. Er will nicht, aber eine Reiswaffel h\u00e4tte er gerne. Ich gebe Ihm noch ein Glas Wasser mit Zucker vermischt, damit sein Zuckerspiegel nicht sinkt.<br \/>\nSeid 4 Stunden sind wir nun auf See und haben uns durch den Windschatten der Insel gek\u00e4mpft, die Fallwinde an der K\u00fcste Guadeloupes erlebt und befinden uns nun in der D\u00fcse zwischen Dominica und Guadeloupe. Z\u00fcgig kommen wir nach Westen.<br \/>\nMir machen die Bewegungen nichts aus. Ich merke sie kaum noch, aber Albin segelt zum ersten mal auf der Shalom und obwohl er ja auch tausende Meilen auf Segelbooten hinter sich hat, war ihm niemals zuvor so schlecht wie auf der Shalom.<br \/>\nAlbin hat die Reise nach Jamaika bereits ausf\u00fchrlich und witzig in seinem Block erz\u00e4hlt, weshalb ich mich hier kurzfasse.<br \/>\nDennoch: Es war hei\u00df. Sehr hei\u00df. Wir hatten meistens Flaute, haben uns 4 Tage lang kaum von der Stelle bewegt und brauchten daher schlie\u00dflich 14 Tage f\u00fcr 830 sm&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1973.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13783\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1973.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1973-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1973-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin wieder alleine auf der Shalom. Das ist mir seid Gomera nicht mehr passiert und ich bin ein wenig nerv\u00f6s, ob mir die Zeit jetzt nicht zu langweilig wird.<br \/>\nAlbin habe ich heute verabschiedet. Er macht sich mit seinem Rucksack auf, um die Insel zu sehen.\u00a0<br \/>\nVorher musste der rastlose Reisende den Beamten noch glaubw\u00fcrdig erkl\u00e4ren, unter welcher Adresse sie ihn denn finden k\u00f6nnten, wenn er nun das Boot verl\u00e4sst. Etwas unschl\u00fcssig spielt der eine Beamte mit seinem Smartphone, w\u00e4hrend der andere \u00fcber einer Landkarte gr\u00fcbelt, wo Albin sich die n\u00e4chsten Tage wohl aufhalten wird.<\/p>\n<p>Es ist der 06.04.2017 und damit mein 19ter Geburstag. In der Marina, in welcher ich gerade liege befindet sich kaum jemand und ich halte es f\u00fcr einfacher meinen Geburstag alleine auf See zu verbringen, als alleine, oder mit fremden Leuten an Land. Also verlasse ich Jamaika gegen Mittag und steuer NNO. Kuba hei\u00dft das n\u00e4chste Ziel. Anna hat Kuba leider schon wieder verlassen und ist nun in Mexico. Nach den tagelangen Flautentgegen vor Jamaika, werde ich nun mit best\u00e4ndigem Passat aus ONO belohnt.<br \/>\nKein Nordsee oder Ostseesegler kann sich vorstellen, wie angenehm es ist, wieder nackig \u00fcbers Deck laufen zu k\u00f6nnen. In der karibischen See herscht eine Bullenhitze, welche am Tag selbst die Kaj\u00fcte deutlich \u00fcber 30 Grad erw\u00e4rmt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1887-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13784\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1887-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1887-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1887-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach 4 Tagen erreiche ich Santiago de Cuba an der S\u00fcdseite der Insel mitten in der Nacht und melde mich \u00fcber Funk bei der Marina Punta Gorda. Sie lotsen mich an einen alten rostigen Stahlbeton Steg und ich werde zum Hafenarzt geschickt. Dieser fragt mich ob ich Fieber habe. Nein sage ich und damit ist die Sache erledigt. Dann sagt er mir noch:&#8220; Dont drink the water here in the marina and always use a condom.&#8220;\u00a0<br \/>\nDanach geht es in das Immigrationsoffice. Unter einem gro\u00dfen Poster von Fidel Castro f\u00fcllt der Beamte Dokumente aus. Alle auf Spanisch. Wenige Kubaner sprechen Englisch.<br \/>\nDarauf geht es mit den genannten spanischen, nun ausef\u00fcllten Dokumenten zum Hafenmeister, welcher gl\u00fccklicherweise flie\u00dfend Englisch spricht.<br \/>\nEr hei\u00dft mich willkommen, gibt mir mein Visum und erkl\u00e4rt mich f\u00fcr landtauglich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1748-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13785\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1748.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1748-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN1748-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Kuba ist gro\u00df, faszinierend und billig. Die Menschen sind sehr nett und die Kriminalit\u00e4strate ist gering. Alte amerikanIsche Autos fahren durch die engen Stra\u00dfen mit bunten alten H\u00e4usern auf beiden Seiten. Russische Popedas, MZ Mopeds aus der DDR und Fiat Polskis knattern durch die Gegend und \u00fcberall Musik und lebhaftes Treiben.<br \/>\nKuba tut sehr viel, um den Tourismus zu st\u00e4rken, da dieser eine wichtige Einnahmequelle ist.<br \/>\nDaher treffe ich auch hier auf viele Deutsche. Die deutschen Touristen findet man gef\u00fchlt eh \u00fcberall auf der Welt. Mit ihnen komme ich selten ins Gespr\u00e4ch. Meistens werde ich f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt und auf einen Kaffee eingeladen, um ihnen dann meine Geschichte zu erz\u00e4hlen.\u00a0<\/p>\n<p>Ich verlasse Kuba nun gerade das zweite mal:<br \/>\nBei meinem ersten Versuch war ein Durchkommen nach Osten und somit durch die Windward Passage nicht m\u00f6glich, weshalb ich zur\u00fcck nach Santiago fuhr. Die Windward Passage tr\u00e4gt ihren Namen zurecht. Der Passatwind und die gleichsetzende Str\u00f6mung wirken einem entgegen und die Wellen brechen sich in der D\u00fcse zwischen Kuba und Haiti. Dort gegenan zu kreuzen ist mehr als ungem\u00fctlich.<br \/>\nErst beim zweiten Versuch gelingt es mir und ich bin anschlie\u00dfend fix und fertig. Das wichtigste aber ist, dass ich nun wieder im Atlantik bin und Kurs Bahamas ansteuern kann. Tsch\u00fc\u00df karibische See.<br \/>\nIch lege einen kurzen Zwischenstopp auf Great Inagua ein, um Wasser zu bunkern. In dem kubanischen Leitungswasser, welches ich abgef\u00fchlt hatte, schwimmen kleine braune Tierchen&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1694.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13786\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1694.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1694-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN1694-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Anfangs nur als Zwischenstopp gedacht, erweist sich Inagua als ein Highlight der gesamten Reise.<br \/>\nGreat Inagua ist die dritt gr\u00f6\u00dfte Insel der Bahamas, hat aber nur ca. 1200 Einwohner. Es gibt auf der Insel nur eine Siedlung von Menschen. Mathhew Town an der S\u00fcdostseite der Insel ist das einzige Dorf. Durch die Gr\u00f6\u00dfe der Insel und der geringen Bev\u00f6lkerung kann man an Str\u00e4nde gehen, wo seid ca. 20 Jahren kein Mensch mehr war.\u00a0<br \/>\nInagua ist abgeschieden, ruhig und herrlich sch\u00f6n. 80.000 Flamingos und andere V\u00f6gel leben auf der Insel.<br \/>\nAls ich auf Great Inagua war, waren noch ca. 5 weitere Touristen an Land. Teilweise war ich sogar der Einzige. Nach einer Weile kannte ich die meisten Leute bereits und hatte viele Freunde unter ihnen.<br \/>\nWer Abgeschiedenheit, traumhafte wei\u00dfe Sandstr\u00e4nde und Ruhe f\u00fcr sich haben will, ist auf Inagua bestens aufgehoben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2082.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13787\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2082.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2082-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/DSCN2082-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Und nun sitze ich in Palm Cay auf New Providence und bereite mich f\u00fcr die zweite Atlantik\u00fcberquerung vor. Diesesmal alleine und \u00fcber eine l\u00e4ngere Distanz.\u00a0<br \/>\nDie letzten Tage lag ich zusammen mit dem Katamaran Maverick von Johannes und Cati vor Rose Island vor Anker und ich wurde mit kalten Getr\u00e4nken und gutem Essen verw\u00f6hnt. Auf einmal mit einem 15 Ps Dinghi \u00fcber das t\u00fcrkise Wasser zu fliegen, war schon eine aufregende Sache.\u00a0<br \/>\nSowieso bekomme ich immer wieder Hilfe von den Beiden, was Reperaturen und \u00e4nliches angeht. Daf\u00fcr bin ich sehr dankbar.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2104-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13788\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2104.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2104-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/RSCN2104-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Ich denke nun sehr h\u00e4ufig \u00fcber den Anfang meiner Reise nach und wie ich mich damals gef\u00fchlt habe als ich noch auf der anderen Seite des Atlantiks war. In Hamburg sah selbst die Nordsee gigantisch gro\u00df aus und ich war mir \u00fcberhaupt nicht sicher, ob ich da heile durchkomme.<br \/>\nUnd dann die letzte Station auf Gomera. Von hier gab es kein Zur\u00fcck mehr und nicht zuletzt wegen meiner damaligen Windsteueranlage war ich ziemlich nerv\u00f6s. Nun bin ich fast wieder auf der selben H\u00f6he wie Gomera. Diesesmal alleine, daf\u00fcr mit einer richtigen Windsteueranlage. Bisher hat alles immer irgendwie geklappt und Unf\u00e4lle gab es auch keine. Daher bin ich guter Dinge, dass Shalom und ich auch wieder sicher in Europa ankommen und das alles gut geht. Bis es soweit ist sammel ich noch meine letzten karibischen Eindr\u00fccke, bevor ich wieder im ewigen Blau bin.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fc\u00dfe von den Bahamas!<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>ZWEIMAL RICHTUNG GUANTANAMO &#8211; EINMAL ZUR\u00dcCK<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/UnterSegeln1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13710\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/UnterSegeln1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/UnterSegeln1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/UnterSegeln1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>07.04.2017<\/p>\n<p>Beim Tracken <a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\" target=\"_blank\">der gesegelten Kurse<\/a> in den vergangenen zwei Tagen, konnte man schon auf sorgenvolle Gedanken kommen. Heute kam die Erkl\u00e4rung &#8211; Erl\u00f6sung:<\/p>\n<blockquote><p>Moin Herr Foerthmann, bin gerade dabei, mich durch die Windward Passage zu k\u00e4mpfen ( 2. Versuch ) Beim 1. Mal waren die Bedingungen schrecklich. Internet auf Kuba gab\u00b4s nur im Internetcafe, welches schrecklich langsam war. Will nun nach Nassau und treffe dort den erdmann. Kuba war toll. Fotos etc. folgen dann mit westlichem Internet. Viele Gr\u00fcsse!<\/p><\/blockquote>\n<p>Nun legen wir uns also auf die Mauer auf die Lauer und waaaaten, ob die Damen und Herren von der YACHT den Salto Mortale r\u00fcckw\u00e4rts schaffen und &#8211; vielleicht mit ein wenig Start Hilfe von den Bahamas &#8211; nun die tolle Leistung eines so jungen Seglers, f\u00fcr w\u00fcrdig befinden, seine Geschichte endlich endlich aufzugreifen&#8230;und der deutschen Leserschaft \u00fcber ihn zu berichten, wie es sich &#8211; eigentlich! &#8211; geh\u00f6rte, wollte man sich nicht total blamieren.<br \/>\nPeter Foerthmann<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>M\u00c4NNERT\u00d6RN NACH JAMAICA &#8211; ERZ\u00c4HLT VON ALBI<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/dscf9858_0_o.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"663\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13628\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/dscf9858_0_o.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/dscf9858_0_o-300x199.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/dscf9858_0_o-768x509.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>18.03.2017 &#8211; Abfahrt 12:00 von Basse Terre, Guadeloupe. Matthieu, unser Bootsnachbar, winkt uns zum Abschied. Ich kotze zwei mal \u00fcber die Reling und bin den gesamten Tag f\u00fcr nichts zu gebrauchen. Schlafend liege ich in der Koje und versuche die Reiswaffeln im Magen zu behalten.<\/p>\n<p>Am Nachmittag k\u00fcndigt sich das Grauen an: unsere erste Flaute. Die kommt wohl vom Windschatten der gro\u00dfen Insel. Nach drei Stunden bl\u00e4st wieder Wind und auch in der Nacht werden wir stetig voran getrieben. Am zweiten Tag geht es mir schon viel besser. Mir ist zwar immer noch flau im Magen, aber wenigstens findet die Verdauung nur noch von oben nach unten statt. Dann am Abend die zweite Flaute. Doch diesmal sind wir schon l\u00e4ngst weit genug von jeglicher Insel entfernt, als dass uns der Windschatten beeinflussen k\u00f6nnte. <a href=\"http:\/\/rumkommen.de\/de\/blog\/index.php?controller=post&#038;action=view&#038;id_post=22\" target=\"_blan\">WEITERLESEN<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>ANNA FLIEGT NACH HAVANNA &#8211; CHRISTOPH SEGELT NACH JAMAICA<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/vor-anker.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13366\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/vor-anker.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/vor-anker-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/vor-anker-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nSeit Martinique ist sehr viel passiert. Wir haben viele bekannte Segler wiedergetroffen, haben die vielen Seiten Martiniques, sowie wunderbare Menschen kennengelernt, und auch verabschiedet. Wir segelten durch die Gew\u00e4sser Dominicas und Guadeloupe und hatten von Flaute bis 7 bft alles an Wetter, was man sich vorstellen kann.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-Telefonzell.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"1000\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13367\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-Telefonzell.jpg 750w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-Telefonzell-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/p>\n<p>Winkend verabschieden wir uns von der Leni, ein gro\u00dfer blauer Katamaran, welcher mit Familienbesatzung  aus M\u00fcnchen in der Karibik unterwegs ist und welchen wir schon in  Gomera sehr gut kennengelernt haben. Die Familiencrew ist uns zu guten Freunden geworden und nur langsam verlassen wir Trois-Ilets, einen gesch\u00fctzten Ankerplatz an der West K\u00fcste Martiniques.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns geht es nun weiter Richtung Dominica, einer Karibikinsel, welche auch noch wirklich karibisch ist. So sch\u00f6n Martinique auch gewesen ist, war es doch sehr europ\u00e4isch und mehr Frankreich als Karibik. Das soll sich nun \u00e4ndern: Bei angenehmen 3 Bft verlassen wir die Bucht und segeln mit halben Wind die K\u00fcste hoch gen Norden. Eigentlich wollten wir bis Roseau, der Hauptstadt Dominicas durchsegeln und Anfangs sah es wettertechnisch auch so aus, als w\u00fcrden wir die Insel noch am selben Tag erreichen.<br \/>\nDer Windschatten des gro\u00dfen Vulkans Martiniques vor St. Pierre lie\u00df diesen Plan dann jedoch schnell verschwinden.<\/p>\n<blockquote><p>Im Dunkeln habe ich aber \u00fcberhaupt keine Lust, die Ankerbucht anzusteuern! Wir \u00fcbernachten hier in St. Pierre.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/l\u00e4ngsseite.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13368\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/l\u00e4ngsseite.jpeg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/l\u00e4ngsseite-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/l\u00e4ngsseite-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Zehn Minuten sp\u00e4ter fiel der Anker auf 8 m Wassertiefe, nur um noch ganze dreimal wieder eingeholt zu werden, damit man den Ankerplatz wechseln konnte. Der Schwoikreis war bei unstetem Wind recht betr\u00e4chtlich und wir kamen einigen Booten gef\u00e4hrlich nahe. Eine Yacht hat es sogar auf den Strand gesp\u00fclt, als der Wind  \u00fcberraschend auf West drehte und stark zunahm. Ihr Anker brach immer wieder aus und ehe sie reagieren konnten, endete die dreij\u00e4hrige Reise eines franz\u00f6sischen P\u00e4rchens am Strand von St. Pierre. Sie taten uns wirklich sehr leid.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-4.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13369\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-4.jpeg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-4-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-4-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Bei 6 bis 7 Bft k\u00e4mpft sich Shalom durch die Passage zwischen Martinique und Guadeloupe. Zwischen den Inseln hat man immer starke D\u00fcseneffekte, welche zusammen mit den starken Fallwinden echt gef\u00e4hrlich sein k\u00f6nnen. Ein paar Tage zuvor wurde ein Charterkatermaran genau an unserer jetzigen Position entmastet. In Hamburg sagt man oft, dass einer welcher das Segeln auf der Elbe gelernt hat, es \u00fcberall schafft. Diese Aussage trifft meiner Ansicht nach eher f\u00fcr die Karibik zu&#8230;<\/p>\n<p>In v\u00f6lliger Dunkelheit f\u00e4llt der Anker dann endlich nach 6 Stunden wildester Fahrt vor Point Michelle. Ein sehr niedliches und uriges Fischerdorf an der S\u00fcdwestk\u00fcste Dominicas.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Urwald-en-face.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13370\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Urwald-en-face.jpeg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Urwald-en-face-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Urwald-en-face-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage erkundeten wir den Dschungel der Insel, obwohl eigentlich die ganze Insel ein einziger Dschungel ist. Uns gef\u00e4llt es hier richtig gut. Die Menschen sind freundlich, die Landschaft atemberaubend und das Essen mit lokaler K\u00fcche sehr gut.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Karneval.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13371\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Karneval.jpeg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Karneval-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Karneval-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem wir in der Hauptstadt noch Karneval gefeiert haben, geht es weiter an die Nordwestk\u00fcste nach Portsmouth. Diese gro\u00dfe gesch\u00fctzte Buch ist eigentlich die einzige gute Ankerm\u00f6glichkeit auf Dominica. Ansonsten f\u00e4llt der Grund n\u00e4mlich sehr steil ins Meer hinab und der Ankergrund bietet meistens auch nicht gen\u00fcgend Halt.<\/p>\n<p>Wasser l\u00e4uft ins Cockpit und sp\u00fclt \u00fcber die B\u00e4nke und Winschen. Anna verliert derweil den Halt unter Deck und f\u00e4llt mit voller Wucht in die Kochecke und haut sich den Ellenbogen auf. Diese Welle hatte ich nicht rechtzeitig kommen gesehen. Den ganzen Tag hatten wir schon mit starken D\u00fcsenwinden zwischen Dominica und Guadeloupe zu k\u00e4mpfen, weshalb die bisherige \u00dcberfahrt auch alles andere als gem\u00fctlich war. Meistens blie\u00df der Wind zwischen 6 bis 7.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-im-Bad.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13372\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-im-Bad.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-im-Bad-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-im-Bad-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem Anna auf Dominica f\u00fcr kurze Zeit das Boot verlassen hatte, segelten wir gemeinsam weiter nach Guadeloupe, um uns die Insel noch gemeinsam ansehen zu k\u00f6nnen. Anna hat von dort n\u00e4mlich einen Flug nach Havanna gebucht, wo sie Besuch von einer Freundin bekommt. Dort werden sich unsere Wege also f\u00fcr unbestimmte Zeit trennen&#8230;<\/p>\n<p>Nun liegt Shalom quasi v\u00f6llig flach auf der backbord Seite, richtet sich dank des schweren Kiels jedoch wieder sehr schnell auf. Der Schreck verschwindet nicht so schnell.<br \/>\nBis wir endlich den Windschatten Guadeluopes erreichten, kam es gl\u00fccklicherweise zu keinen weiteren Vorf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Im Hafen von Basse Terre treffen wir dann wieder seit l\u00e4ngerer Zeit Albin, den wir schon auf Gomera kennengelernt hatten und zusammen mit ihm und Joshi haben wir dort viel erlebt. Er und Joshi habe es ohne Probleme \u00fcber den Atlantik geschafft. Dar\u00fcber mehr unter <a href=\"http:\/\/rumkommen.de\" target=\"_blank\">Albin\u00b4s Blog<\/a>   <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-unterm-Wasserfall.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13373\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-unterm-Wasserfall.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-unterm-Wasserfall-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/2-unterm-Wasserfall-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Gemeinsam mit Albin und Joshi erkunden wir die Insel und sammeln sch\u00f6ne Erinnerungen. Das Highlight war ein Bad in einem Fluss mitten im Dschungel, welcher von einer hei\u00dfen Quelle gespeist wird. Das Wasser war also eher warm als kalt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Anna-Zelt-2.jpg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13374\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Anna-Zelt-2.jpg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Anna-Zelt-2-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Anna-Zelt-2-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>Viel zu schnell vergeht die gemeinsame Zeit und schon sehe ich mich am Flughafen sitzen, w\u00e4hrend ich Anna verabschiede. Nach dieser Wahnsinns Zeit, die wir zusammen erlebt haben, f\u00e4llt der Abschied nicht leicht und dr\u00fcckt die Stimmung. Falls du \u2013 Anna! &#8211; dies hier liest: Ich w\u00fcnsche dir viel Spa\u00df mit deinen Eltern und mit deinem Bruder. Pass auf dich auf. Hier auf Shalom ist immer ein Platz f\u00fcr dich frei.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich geht es nun weiter nach Jamaika, aber nicht alleine, sondern mit Albin. Der war nun schon \u00fcber einen Monat auf Guadeloupe und findet, dass es mal Zeit wird, weiter zu segeln. Also los gehts! 840 sm und beinahe das gesamte karibische Meer liegen vor dem Bug und nach ca. 9 Tagen hoffentlich dann hinter unserem Heck.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"750\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13375\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-Kopie.jpeg 1000w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-Kopie-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/unspecified-Kopie-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>In diesem Sinne hoffe ich, dass die Reise ohne Problem verl\u00e4uft und dass das Wetter auf unserer Seite sein wird.<\/p>\n<p>Bis dahin viele Gr\u00fc\u00dfe!<br \/>\nChristoph<br \/>\n<a href=\"https:\/\/share.delorme.com\/ChristophVougessis\">TRACKING<\/a>   <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/morphy-blitz\/christoph-vougessis\/\">WEITERLESEN<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>29.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>KOKOSN\u00dcSSE IN DER H\u00c4NGEMATTE UND ZU VIELE CHARTERSCHIFFE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/superstar.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13169\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/superstar.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/superstar-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/superstar-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Drei weitere Tage sind vergangen, in denen wir unglaublich viel erlebt und gesehen haben. Wir machten in einer einsamen Bucht ein Lagerfeuer am Strand, tranken zum Sonnenuntergang selbstgepfl\u00fcckte Kokssn\u00fcsse und a\u00dfen selber gemachtes Stockbrot am Feuer. Wir haben neue Freunde und alte Bekannte getroffen\/ wiedergetroffen und hatten mit Ihnen eine sch\u00f6ne Zeit. Angefangen aber mit der einsamen Bucht an der S\u00fcdseite Martiniques, welche wir drei Tage nach Ankunft wieder ansteuerten: ( Kamen dort ja auch am ersten Tag in der Nacht an)<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.H\u00e4nge-Kokos.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13170\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.H\u00e4nge-Kokos.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.H\u00e4nge-Kokos-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.H\u00e4nge-Kokos-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Der Weg zur Bucht war indes sehr abenteuerlich und vielleicht hatten wir auch einfach ein bisschen Gl\u00fcck. Wie immer waren wir sp\u00e4t dran, Le Marin zu verlassen und Anker auf zu gehen. Das einfache Landleben ist halt zeitaufwendig. Ablenkung hier, Ablenkung dort.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/das-ganze-schiff.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13171\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/das-ganze-schiff.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/das-ganze-schiff-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/das-ganze-schiff-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Sonnenuntergang war es dann endlich geschafft. Das Dingi war sicher verstaut, der neu eingekaufte Proviant stapelte sich in den Stauf\u00e4chern. Also Anker auf und schnell in das Fahrwasser der Bucht von Le Marin einbiegen. &#8222;Ist doch schnell gemacht&#8220;, sagte ich noch \u00fcberheblich. Wir ankerten n\u00e4mlich ziemlich nahe an den Fahrwasser Tonnen. Ich steuerte die rote Tonne an, wie ich es schon zig mal auf der Elbe und anderswo getan hatte, ohne weiter dar\u00fcber nachzudenken. Naja, meine \u00dcberheblichkeit endete ziemlich abrupt damit, dass pl\u00f6tzlich keine Fahrt mehr im Boot war und sich SHALOM etwa um 5 Grad auf die Seite legte. &#8222;SCH&#8230;!, wir sind aufgelaufen&#8220;, rufe ich Anna zu. Da fiel mir dann auch wieder ein, dass wir seid drei Tagen ja in Amerika sind und dass man dort die Tonnen des Fahrwassers nun mal  genau umgekehrt ansteuern muss. Das wusste ich nat\u00fcrlich, habe es durch die gewohnte Routine aber einfach nicht bedacht. W\u00e4re Anna nicht an Bord gewesen, h\u00e4tte ich mich wohl selber geohrfeigt.&#8220; Und das ausgerechnet hier, wo wir knapp zweitausend Zuschauer haben&#8220;, denke ich mir, nun nicht mehr so selbstsicher und \u00fcberheblich. Mit einem Blick \u00fcber Bord war klar: Wir sind auf einer Sandbank aufgelaufen. Versuche, aus eigener Kraft wieder in tiefes Wasser zu gelangen, blieben erfolglos. Wir hatten uns richtig sch\u00f6n in den Sand gegraben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Shalom-anchor.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13172\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Shalom-anchor.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Shalom-anchor-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Shalom-anchor-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Der Vorteil bei einem derart gro\u00dfem Publikum ist jedoch, dass man nicht lange warten muss, bis Hilfe von den anderen Yachten eintrifft. Die meisten nicht kleiner als 35 Fu\u00df, ( nach oben hin gibt es \u00fcberhaupt keine Grenzen ). Zu einer gro\u00dfen 46 Fu\u00df Yacht geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch ein gro\u00dfes Dingi mit 20 PS Au\u00dfenborder, das uns zum Gl\u00fcck ohne Probleme von der Sandbank schleppte. Die weitere Fahrt verlief dann ohne Probleme und wir kamen gerade noch rechtzeitig zum &#8222;Sundowner&#8220; in der einsamen Bucht an.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Nachtlager.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13173\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Nachtlager.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Nachtlager-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Nachtlager-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag fand ich mich, in ungef\u00e4hr 5 Metern H\u00f6he auf einer Palmen Krone sitzend, wieder. Ich hatte mir stur in den Kopf gesetzt, heute meine erste Kokosnuss zu ernten. Nachdem ich es mit Weitw\u00fcrfen oder mit starkem Sch\u00fctteln am Baumstamm versucht hatte, sah ich schlie\u00dflich keine weitere M\u00f6glichkeit mehr, als selber hinauf zu klettern. Es hat mich einige Hautabsch\u00fcrfungen und Schwei\u00dftropfen gekostet, aber am Ende kam ich mit sechs Kokosn\u00fcssen zur\u00fcck zum Strand, wo Anna in der Zwischenzeit unsere H\u00e4ngematten aufgespannt hatte.<\/p>\n<p>Gelegentliches Schwimmen im t\u00fcrkis farbenen Wasser, um sich anschlie\u00dfend von der Sonne trocknen zu lassen, das bestimmte unseren Tagesablauf. Um den Durst zu stillen, schlug ich einfach eine Kokosnuss mit der Machete auf. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-tauchend.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13174\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-tauchend.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-tauchend-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-tauchend-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>So h\u00e4tte es eigentlich weitergehen k\u00f6nnen, h\u00e4tten wir nicht durch Zufall eine &#8222;kleine&#8220; 32 Fu\u00df Ketsch dicht am Strand vorbei segeln sehen die mit Kurs Le Marin unterwegs war.<\/p>\n<p>&#8222;Guck mal, Anna, das ist das junge Fahrtenseglerp\u00e4rchen von la Gomera!&#8220;<br \/>\n&#8222;Stimmt. Das ist ja ein Zufall!&#8220;<br \/>\nSchnell war der Anker eingeholt und wir nahmen erneut Kurs Le Marin, um unsere Bekannten geb\u00fchrend zu empfangen. Die Wiedersehensfeier fiel dann auch etwas l\u00e4nger aus, Kopfschmerzen hatten wir noch am n\u00e4chsten Morgen. <\/p>\n<p>Seitdem treffen wir jeden Tag neue Fahrten Segler oder alte Bekannte wieder. Aber ist es hier tats\u00e4chlich gar nicht so einfach, Kontakt zu Seglern zu kn\u00fcpfen, wie es in anderen H\u00e4fen und Buchten der Fall war. In einem ganzen Wald von Segelmasten zu ankern, l\u00e4sst einen in die Anonymit\u00e4t rutschen. Fiel SHALOM auf vorherigen Stopps besonders durch die Gr\u00f6\u00dfe und die Besatzung auf, geht unser Schiff unter allen anderen Yachten hier regelrecht verloren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stock-Brot.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13175\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stock-Brot.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stock-Brot-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Stock-Brot-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Ein ganz bestimmter Typ von Segelyacht ist hier dominierend:<br \/>\nSchneewei\u00dfe, auf hoch Glanz polierte Katamarane, ab 40 Fu\u00df L\u00e4nge, Nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Ges\u00e4umt werden diese Schiffe, h\u00e4ufig von Lagoon, mit einem regelrechtem Kleid von Fendern, welche passend wei\u00dfe Stoff\u00fcberzieher tragen. Ebenso passend zum Schiff gekleidet, sind die Besatzungsmitglieder: Bootsschuhe, blaue Jeans und wei\u00dfe T-Shirts. Es sind Charterg\u00e4ste, welche f\u00fcr viel Geld von Martinique aus, die Grenadinen erkunden wollen. Jeden Samstag ist &#8222;Stichtag&#8220;. Die alte Besatzung mustert ab, w\u00e4hrend die Neue anmustert. Eine ganze Kolonne von Menschen bewegt sich mit Rollkoffern Richtung Marina. Vorher r\u00e4umen diese aber noch s\u00e4mtliche Superm\u00e4rkte aus, um sich mit gen\u00fcgend Proviant einzudecken. Eine zweite Kolonne bewegt sich derweil in die entgegengesetzte Richtung. Die einen gucken gl\u00fccklich, voller Erwartung auf die n\u00e4chsten zwei Wochen, die anderen leicht ersch\u00f6pft und gereizt, aber auch traurig. F\u00fcr sie ist ihr Segelabenteuer zu Ende.<\/p>\n<p>Gestern sind Anna und ich \u00fcber die Stege der Marina gewandert und sind dabei mit sehr vielen Seglern ins Gespr\u00e4ch gekommen. Jedoch mit keinem einzigen Chartersegler. Versuche zur Kommunikation unsererseits, blieben meist erfolglos.<\/p>\n<p>Der enge Zeitplan l\u00e4sst keine Zeit zum tr\u00f6deln. Eifrig wird der Proviant verstaut, das Boot mit S\u00fc\u00dfwasser abgespritzt, oder auf dem I-Pad die bereits erstellte &#8222;Navionics-Route&#8220; studiert. Es mag auch am optischem Kontrast liegen: Schicke Bootsschuhe, Jeans und wei\u00dfe T-Shirts auf der einen Seite, abgelaufene Flip-Flops und ausgeblichene Shorts und T-Shirts auf der anderen Seite. <\/p>\n<p>Ich wusste bereits, dass zwischen Fahrtenseglern und Charterseglern ein gewisser Konflikt im Raum steht. Nirgends aber fiel er mir so stark wie in Le Marin auf. Viele uns bekannte Fahrtensegler haben bereits eine richtige Aversion gegen die Charterer gebildet, welche \u00fcberheblich auf ihren&#8220; Plastic Fantastic&#8220; Schiffen sitzen und Liegepl\u00e4tze und Stromanschl\u00fcsse besetzten. Ich empfand die Rivalit\u00e4ten bis dato immer sehr schade und auch unn\u00f6tig. Vorurteile auf beiden Seiten n\u00fctzen am Ende schlie\u00dflich niemandem. Jedoch muss auch ich zugeben, dass mir die vielen Katamarane inzwischen auf die Nerven gehen. Auf Yachten mit den Namen wie &#8220; DREAM MARTINIQUE&#8220;, &#8222;DREAM GOADELUOPE&#8220;, oder &#8222;PARADISE EXPLORER&#8220; \u00fcberf\u00fcllen sie die Buchten und sind dabei auf der Suche nach dem karibischem Paradies. <\/p>\n<p>Dabei ist es gerade die Kommerzialisierung des Segelsportes, welche dieses &#8222;Paradies&#8220; zerst\u00f6rt. Die einheimischen Insulaner sehen die Segler als wandernde Geldscheine, welche ihren Lebensunterhalt sichern. Ist das noch das Paradies? Es ist daher sehr schwer Kontakte mit ihnen zu kn\u00fcpfen.  Auch wir werden vermutlich als jungreiche Segler angesehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kleiner-ort.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13181\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kleiner-ort.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kleiner-ort-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kleiner-ort-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Martinique ist immerhin eine Hochburg der Vercharterer in der Karibik. Dementsprechend sind auch die Preise in den Segell\u00e4den angepasst:  F\u00fcr mein &#8222;Dingi&#8220; habe ich in Deutschland 30 Euro bezahlt. Hier kostet es schlappe 159 Euro. Eine einfache Winschkurbel, ohne Arretierung knappe 100 Euro. Merken die noch was?! Daher kommen f\u00fcr uns nur Tauschgesch\u00e4fte in Frage. F\u00fcr ein paar Bier habe ich einen Zweitanker erworben. Ein 15 Kilo Pilzanker, der auf dem Schlick besser h\u00e4lt als mein 10 Kilo Danforth Anker. Solche Tauschgesch\u00e4fte klappen zum Gl\u00fcck \u00fcberall in der Seglerszene, egal wo man sich befindet. Mit kleinem Budget muss man halt erfinderisch sein. Kommt z.B. ein Charterboot, nach zwei Wochen in den Grenadinen, wieder nach Martinique, so hat dieses immer noch Proviant in \u00dcberfluss an Bord. H\u00e4ufig haben wir gesehen, wie die Mannschaften ganze Dosenpaletten wegwarfen, weil der Heimflug bevorstand. Dort kann man also jeden Samstag, wenn man nett fragt, \u00fcbrig gebliebenen Proviant abstauben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-baden-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13177\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-baden-Kopie.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-baden-Kopie-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-baden-Kopie-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chsten Tage wollen wir uns nun in die Marina verholen, um anstehende Arbeiten am Boot zu erledigen und die Insel f\u00fcr mehrere Tage zu erkunden. Da wei\u00df man sein Boot einfach lieber sicher und fest in der Marina liegen, als schwoiend vor Anker.<\/p>\n<p>Und nun habe ich noch eine Frage an Sie:<br \/>\nMein Plan, schnellstm\u00f6glich den Pazifik zu erreichen, bekommt jeden Tag einen weiteren D\u00e4mpfer. Von Fahrtenseglern h\u00f6re ich Geschichten von gef\u00e4hrlichen Schleusenpassagen, langen Wartezeiten und von SEHR hohen Geb\u00fchren. Vielleicht k\u00f6nnten Sie mir ja, als jemand welcher mit zig Fahrtenyachten in Verbindung steht, ein paar Tipps und Hinweise geben, was ich dort zu erwarten h\u00e4tte. Meine Sorge ist vor allem, dass ich in Panama ankomme und die Durchfahrt durch den Kanal dann aus irgendwelchen Gr\u00fcnden verhindert, oder erschwert wird, weshalb ich mich dann gegen den Passatwind wieder auf den R\u00fcckweg machen m\u00fcsste. Nach meinen Recherchen ist man nach einer Durchfahrt ca. 1200 US- Dollar \u00e4rmer. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/3-quer-sunne-von-achtern.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13182\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/3-quer-sunne-von-achtern.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/3-quer-sunne-von-achtern-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/3-quer-sunne-von-achtern-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Daher stehen Anna und ich nun am Scheideweg. Fahre ich weiter nach Panama, trennen sich unsere Wege. Anna will jetzt durch die Karibik Richtung Norden reisen. Kuba reizt sie auch sehr. In der Tat w\u00fcrde mich die Karibik gen Norden ebenfalls reizen. Wir beide k\u00f6nnten uns daher auch vorstellen, einfach weiterhin die Karibik zu erkunden.<br \/>\nDaher w\u00fcrde mich Ihre Meinung sehr interessieren.<br \/>\nMit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen,<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>23.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>ANNAS REVUE TEIL 2.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Pommes.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13130\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Pommes.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Pommes-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Pommes-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Bilderbuch Segeln war wieder angesagt. Wir genossen die Ruhe auf See, nachdem wir auf Cap Verde einen regelrechten Kulturschock erlitten hatten. Die meiste Zeit verbrachte ich auf dem Vordeck um mich zu sonnen und ab und zu mal die Beine ins Wasser zu halten, um mich abzuk\u00fchlen. Vor mir ein einzigartiges Panorama, unendliches Blau, strahlender Himmel und unz\u00e4hlige fliegende Fische, die vor unserem Boot hin und her sprangen und flogen. Es fehlte nur noch der Cocktail mit kleinem Papier Schirmchen in meiner Hand. Ich f\u00fchlte mich wie auf einer Luxusyacht, nur dass das Sonnendeck etwas &#8230; minimalistischer gestaltet gewesen ist. <\/p>\n<p>Nachts konnten wir das Vorluk offen lassen und den einzigartigen Sternenhimmel betrachten. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Braun-quer-1024x623.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"389\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13131\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Braun-quer-1024x623.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Braun-quer-300x183.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Braun-quer-768x467.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Braun-quer.jpg 1196w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Tage zogen vorbei, wir spielten Gitarre, lasen viel, erz\u00e4hlten lustige Anekdoten aus unserem Leben. Mein Leben vor der Reise kommt mir pl\u00f6tzlich unendlich weit weg vor. H\u00e4tte mir vor drei Monaten jemand erz\u00e4hlt, dass ich auf dem wahrscheinlich kleinsten Boot, welches ich finden konnte, zusammen mit jemandem, der genau so jung ist wie ich, den Atlantik \u00fcberqueren w\u00fcrde, h\u00e4tte ich ihn f\u00fcr verr\u00fcckt erkl\u00e4rt. Aber alles ist eben relativ.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Fisch-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13132\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Fisch-3.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Fisch-3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Fisch-3-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Als nach nur knapp 7 Tagen die frischen Vorr\u00e4te zur Neige gingen, \u00fcberkamen mich erste Zweifel. Die Qualit\u00e4t der frischen Lebensmittel auf Cap Verde war so schlecht, dass wir nicht mal ausreichend Zwiebeln bunkern konnten. Wovon sollte ich mich denn jetzt ern\u00e4hren? <\/p>\n<p>Bernhard, mein Skipper auf der SAUDADE hatte mir schon zu erkl\u00e4ren versucht , dass man als Vegetarier nicht den Atlantik \u00fcberqueren kann. &#8222;C&#8217;est impossible!&#8220; ,sagte er immer wieder und sch\u00fcttelte den Kopf. Allerdings sagte er das auch, als er Christoph\u00b4s Boot zum ersten Mal gesehen hatte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Pommes.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13133\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Pommes.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Pommes-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Pommes-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Zu meiner Rettung fand Christoph nach 10 Tagen auf See raus, wie man in unserer Brat Pfanne Pommes machen kann. Von da an gab es Pommes jeden Abend.<\/p>\n<p>Nachdem ich mir jeden Tag ungef\u00e4hr 20 mal anh\u00f6ren durfte, was Christoph vermisste ( Pommes, Burger, kaltes Bier, D\u00f6ner, Matjes und Gomera), war ja jetzt zumindest ein Punkt auf der Liste abgehakt und meine Sorgen bez\u00fcglich der Ern\u00e4hrung gemindert. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-gl\u00fccklich.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13146\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-gl\u00fccklich.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-gl\u00fccklich-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-gl\u00fccklich-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Wir kamen erstaunlich gut voran. Unsere t\u00e4glichen Etmale lagen meist zwischen 110 und 120 sm, was uns schon das Gef\u00fchl gab, fast zu fliegen. Aber dann schlief der NO Passat ein &#8211; 4 Tage lang Totenflaute. Wir hingen fest mit flappenden Segeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Baden.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13134\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Baden.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Baden-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Baden-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Kann man nicht \u00e4ndern&#8220;, dachte ich mir und fand mich damit ab. Au\u00dferdem konnte man sich dann ganz sch\u00f6n zum Baden an SHALOM h\u00e4ngen und die Fische beobachten, die uns begleiteten und den Rumpf von Algen befreiten.<\/p>\n<p>Liebevoll gaben wir ihnen Namen, bis es so viele waren, dass wir den \u00dcberblick verloren. Ansonsten sahen wir mehr Algen als Fische &#8211; die See war oft von ganzen Algen Teppichen \u00fcberzogen.<\/p>\n<p>Mein Skipper fand das gar nicht toll, weil sich die Angel verhakten und kein Fisch den Haken mehr finden konnte. Obwohl wir auf einem riesigen Ozean unterwegs waren, gab es 14 Tage keinen frischen Fisch. Mich st\u00f6rte das eigentlich \u00fcberhaupt nicht, aber Christoph fand das \u00fcberhaupt nicht lustig. Und logisch war ich Schuld daran, dass wir keinen Fang mehr machten &#8211; und f\u00fcr die Flaute selbstverst\u00e4ndlich auch. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-Vorschiff.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13135\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-Vorschiff.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-Vorschiff-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-Vorschiff-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Ich war mir keiner Schuld bewusst und genoss weiterhin die einmalige Art der Entspannung. Noch nie kamen mir Tage so lang vor und noch nie hatte ich so lange Zeit nichts, wirklich nichts, was mir irgendwie Stress verursachte!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Angeln.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13136\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Angeln.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Angeln-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/C.-Angeln-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Okay, eine Sache gab es doch: Christoph\u00b4s Langeweile. Weil auf dem Atlantik nicht viel los ist und er es gewohnt war, alleine zu segeln, fand er es um so witziger, mich zu \u00e4rgern.  Mit fliegenden Fischen, die auf dem Deck gelandet waren, mit Algen die er gefangen hatte und jedes Mal, wenn ein gefangener Fisch im Cockpit seinen Todeskampf k\u00e4mpfte &#8211; bin ich jedes Mal panisch hinter die Sprayhood gesprungen.<\/p>\n<p>Auch mit Christoph\u00b4s Spirituskocher hatte ich einige Differenzen, sodass das der Koch Job an ihm h\u00e4ngen blieb. Nachts teilten wir uns die Vorschiffskoje, was &#8211; f\u00fcr mich zumindest &#8211; immer sehr angenehm war, da ich von uns beiden den festeren Schlaf habe. Und mich nachts gerne breit mache. Aber als verantwortungsbewusster Skipper war Christoph ja auch oft drau\u00dfen, um die Segel richtig zu trimmen oder den Kurs zu \u00e4ndern. Die Zeit nutzte ich wohl immer um mich noch ein wenig breiter zu machen. Ich erinnere mich allerdings an nichts&#8230;!<\/p>\n<p>Nach und nach verschwanden weitere Vorr\u00e4te wie von Geisterhand und als schlie\u00dflich die letzte Flasche Wein geleert war, sehnten wir uns beide nach der Ankunft. An solchen Dingen merkt man dann doch, wie lange man unterwegs ist und wie bedeutend solche &#8222;Luxusg\u00fcter&#8220; sind.<\/p>\n<p>Aber 4 Tage standen uns noch bevor. An einem davon regnete es auch noch, sehr zum Unmut meines Skippers, der ja zwangsl\u00e4ufig mal an Deck musste. Ich beschr\u00e4nkte mich auf \u201eviel Mitleid zeigen und Schlafen\u201c, Christoph brauchte oder wollte keine Hilfe an Deck &#8211; oh wie praktisch!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13137\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>40 Meilen vor Martinique schlief der Wind pl\u00f6tzlich wieder nach. Oh nein, bitte keine Flaute mehr so dicht vor unserem Ziel! Gl\u00fccklicherweise allerdings verlie\u00df uns der Wind nicht ganz und so kamen wir morgens um 03:00 Uhr in einer verlassenen Ankerbucht an. <\/p>\n<p>Die ganze Nacht hatten wir aufgeregt an Deck gesessen und planten flei\u00dfig, was wir als Erstes machen w\u00fcrden, sobald wir Land unter den F\u00fc\u00dfen h\u00e4tten.\u201e Burger essen gehen\u201c stand auf Platz 1. von Christoph\u00b4s Liste, ich freute mich auf eine Pina Colada.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/vorm-Strand.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13138\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/vorm-Strand.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/vorm-Strand-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/vorm-Strand-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem der Anker geworfen war, leuchtete Christoph mit einer starken Taschenlampe ins Wasser, eigentlich aus Spa\u00df, um die Lage des Ankers zu \u00fcberpr\u00fcfen. V\u00f6llig perplex stolperte er zu mir ins Cockpit, guckte mich mit gro\u00dfen Augen an und sagte nur: &#8222;Man sieht den Boden!&#8220; &#8222;Wie bitte?&#8220;, fragte ich ungl\u00e4ubig. Wir ankerten ungef\u00e4hr auf 4m Wassertiefe und tats\u00e4chlich konnte man genau die Struktur des Seegrases am Grund erkennen. Ungl\u00e4ubig leuchteten wir alle paar Minuten ins Wasser, wie uns zu vergewissern, dass wir nicht tr\u00e4umten. <\/p>\n<p>Zur Feier des Abends, \u00f6ffneten wir eine Flasche Sekt &#8211; die einzige, die wir an Bord hatten, die eigentlich f\u00fcr Silvester gedacht war. Leider haben wir beide jene nacht verschlafen&#8230;<\/p>\n<p>Bei einer Tasse warmen Sekt sa\u00dfen wir also auf dem Vordeck, immer noch ungl\u00e4ubig. Waren wir jetzt wirklich da? Irgendwann legten wir uns dann doch schlafen, allerdings nur, um eine halbe Stunde sp\u00e4ter wieder aufzustehen: die Sonne ging auf. Ich kann nicht beschreiben, welcher Anblick sich uns dann bot. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Beach-1.-Tag.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13139\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Beach-1.-Tag.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Beach-1.-Tag-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Beach-1.-Tag-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Ich war noch nie so \u00fcberw\u00e4ltigt, Land zu sehen, und traute meinen Augen kaum, als sich vor uns, langsam, Sonnenstrahl f\u00fcr Sonnenstrahl ein Paradies aus Palmen, t\u00fcrkisblauem Wasser und Sandstrand auftat. Das konnte nur ein Traum sein! Das gibt es doch eigentlich nur auf Postkarten. Das ist doch nicht real. Gestern war noch \u00fcberall Wasser &#8211; soweit man sehen konnte. Und jetzt das?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/palme-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13140\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/palme-2.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/palme-2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/palme-2-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Wir schwammen an Land. Da es fr\u00fch am Morgen gewesen ist, war der Strand menschenleer und ich f\u00fchlte mich wie auf einer einsamen Insel mitten im Meer, die nur f\u00fcr uns geschaffen wurde. Wenn ich je eine Vorstellung von dem Wort &#8222;Paradies&#8220; hatte, dann war es genau das.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Palme.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13141\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Palme.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Palme-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Palme-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Als meine F\u00fc\u00dfe das erste Mal wieder Land ber\u00fchrten, waren all die Strapazen der letzten 21 Tage vergessen. Und wenn es 40 Tage gewesen w\u00e4ren &#8211; dieser Moment war alles wert.<\/p>\n<p>Stunden liefen wir \u00fcber den Sand, kletterten auf Palmen, tauchten in dem klaren Wasser, immer noch fassungslos. Noch nie hatte Land so intensiv gerochen, noch nie waren V\u00f6gel so laut zu h\u00f6ren gewesen und noch nie war ich so gl\u00fccklich, laufen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch wenn es einer der banalsten Dinge des Lebens zu sein scheint &#8211; auf einer langen Schiffsreise merkt man erst mal, wie wenig selbstverst\u00e4ndlich und toll Banalit\u00e4ten sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-H\u00e4ngematte.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13142\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-H\u00e4ngematte.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-H\u00e4ngematte-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.-H\u00e4ngematte-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>R\u00fcckblickend gingen die 21 Tage unglaublich schnell vor\u00fcber. Schon heute, am dritten Tag an Land, kommt mir dieses Abenteuer Monate entfernt vor. Mitnehmen werde ich trotzdem Vieles. Zum Beispiel, wie sch\u00f6n es ist, laufen zu k\u00f6nnen. Oder (fast) immer genau das einkaufen zu k\u00f6nnen, was man gerade will. Kontakt zu allen haben zu k\u00f6nnen, die man vermisst. Internet. Lebensmittel zu konsumieren, die gek\u00fchlt werden m\u00fcssen. Unendlicher Strom. S\u00fc\u00dfwasser.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Le-marin.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13143\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Le-marin.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Le-marin-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Le-marin-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werde ich auch vieles vermissen. Die unglaubliche Entspannung auf See. Die Schw\u00e4rme von fliegenden Fischen. Stundenlanges auf dem Vordeck sitzten und unbegrenzt Tr\u00e4umen und Nachdenken. Wundersch\u00f6ne Sonnenunterg\u00e4nge und einmalige Sternenhimmel. Das Gef\u00fchl, zum Gl\u00fcck eigentlich nichts mehr zu brauchen, weil alles da ist. Auch ohne Pina Colada oder Burger.<\/p>\n<p>Wie es jetzt weiter geht? Ich wei\u00df es nicht. Erst mal F\u00fc\u00dfe in den Sand stecken und wieder an Land ankommen. Planen bringt sowieso nichts &#8211; es kommt doch immer anders, als man denkt. Ende M\u00e4rz treffe ich mich mit meinen Eltern in Mexiko, danach wird mein Bruder noch mit mir weiter nach Guatemala reisen. Ich w\u00fcrde gerne noch Kuba sehen. Und Costa Rica. Vielleicht geht es danach in den S\u00fcden, in Richtung Peru. Bolivien soll auch sch\u00f6n sein. Und &#8211; irgendwann vielleicht &#8211; w\u00fcrde ich auch gerne noch den Pazifik durchqueren. Vom Segeln habe ich n\u00e4mlich noch lange nicht genug.<\/p>\n<p>Es gibt noch so viele Orte, die ich sehen will. Aber ich habe ja noch viel Zeit. Nur eins ist sicher: so schnell komme ich nicht mehr nach Hause.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.C.WP_.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13144\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.C.WP_.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.C.WP_-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/A.C.WP_-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>So, ich hoffe Sie sind beim lesen nicht eingeschlafen und k\u00f6nnen sich nun die ein oder andere Situation auf See besser vorstellen. Wir hatten eine echt sch\u00f6ne Zeit auf See, an die ich mich immer mit einem breiten L\u00e4cheln zur\u00fcckerinnern werde. <\/p>\n<p>Vielen Dank, dass Sie dazu beigetragen haben, uns dies Erlebnis zu erm\u00f6glichen!<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nAnna<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>22.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>ANNAS REVUE TEIL 1. &#8211; TRAMPEN ZU LAND UND WASSER<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Wasser-1024x349.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"218\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13123\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Wasser-1024x349.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Wasser-300x102.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Wasser-768x262.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Wasser.jpg 1437w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><strong>22.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p>Hallo Herr Foerthmann,<br \/>\nAls erstes auch von mir nochmal tausend Dank, dass Sie Christoph &#8222;Angie&#8220; gesponnsert haben &#8211; sonst w\u00e4re diese Reise so gar nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Zu meiner Reise&#8230; <\/p>\n<p>Angefangen hat es mit dem Traum, Costa Rica zu sehen (da war ich 12). Und nach dem Abi war klar, dass ich mir diesen Traum erf\u00fcllen wollte.  Anfang des Jahres lernte ich dann Joshi kennen, der auch in diese Richtung wollte, allerdings auf unkonventionelle Art: Am besten ohne Geld und nur durch Auto &#8211; bzw Bootstop. Da ich generell f\u00fcr alle verr\u00fcckten und erstmal unm\u00f6glich scheinenden Ideen zu begeistern bin, haben wir beschlossen, nach S\u00fcdamerika zu trampen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12877\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Am 4.10. ging es dann auf der Autobahnrastst\u00e4tte in Gr\u00fcnstadt los. Ich vermute mal, au\u00dfer uns beiden hatten viele schon Zweifel, dass wir \u00fcberhaupt bis nach Spanien kommen w\u00fcrden. 24 Stunden sp\u00e4ter wachten wir in Benidorm an der spanischen K\u00fcste auf &#8211; wir waren sogar \u00fcberrascht, wie einfach und schnell wir voran gekommen sind. <\/p>\n<p>In Benidorm wohnten wir dann mit unseren H\u00e4ngematten 4 Tage hinter einer Rastst\u00e4tte unter Palmen, um auf unser erstes Boot zu warten, welches in ein paar Tagen in Calpe anlegen w\u00fcrde. Dort bestieg ich dann also das erste Mal bewusst ein Segelboot. ( Zuvor war ich mal ein paar Tage auf einem Katamaran zum tauchen und mit der Schulklasse auf dem Ijsselmeer segeln, was mir aber im Vergleich zu dem, was mich erwarteten w\u00fcrde, ziemlich unvorbereitet lie\u00df).<\/p>\n<p>Bernhard, der &#8222;Crazy Captain&#8220; (zu dem Sie auch ein ganzes Video auf youtube finden), den wir \u00fcber Hand &#8211; Gegen &#8211; Koje ausfindig machen konnten, brachte uns entlang der K\u00fcste Spaniens, \u00fcber Marokko nach Las Palmas, Gran Canaraia. Eine unvergessliche Fahrt, die insgesamt 4 Wochen dauerte, jedoch alle paar Tage Landgang versprach.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6WovXCHRQbk\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>In Las Palmas ging f\u00fcr Joshi und mich dann die 2. Etappe los: ein Boot f\u00fcr die Atlantik\u00fcberquerung zu finden. Keine zwei Tage sp\u00e4ter hatten wir einen neuen Skipper, der ebenfalls Bernhard hie\u00df &#8211; diesmal aber Franzose war. Mit ihm und der SAUDADE setzten wir nach La Gomera \u00fcber, wo wir zuf\u00e4lligerweise direkt neben Christoph in der Marina lagen. <\/p>\n<p>Das erste, was ich von ihm und SHALOM sah, war sein alter Windpilot, auf dessen Windfahne gro\u00df die Worte &#8220; Gott muss ein Seemann sein&#8220; geschrieben stand. Als ich miterlebt hatte, wie Christoph segelt, wusste ich auch warum, aber dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p>Es tat gut, jemanden kennen zu lernen, der noch &#8222;verr\u00fccktere&#8220; Sachen machte als ich, sich einfach ein Boot zu kaufen und um die Welt segeln zu wollen kam mir v\u00f6llig absurd vor.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten 4 Wochen verbrachten wir also zusammen auf La Gomera. Joshi und ich wohnten auf der SAUDADE, deren Besitzer f\u00fcr einen Monat nach Frankreich geflogen war und uns sein Boot \u00fcberlie\u00df. Wenig sp\u00e4ter adoptierten wir Albi, ebenfalls ein Reisender auf Bootssuche und erkundeten zu viert die Insel.<\/p>\n<p>Die Zeit verging wie im Flug und irgendwann war es dann f\u00fcr Christoph Zeit, abzulegen, um nicht den Rest seines Lebens in San Sebastian zu verbringen (was er sich sehr gut vorstellen konnte).<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ZqhkPuMqBBk\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Albi, Joshi und ich halfen also kr\u00e4ftig bei den Vorbereitungen: Kopierte Seekarten wurden mit Panzertape zusammengebastelt, der Sextant getestet und der \u00fcberfl\u00fcssige Wassertank ausgebaut. Nachdem der alte 2 Takt Motor dann zum x &#8211; ten Mal wieder zusammengebastelt war, fehlte nur noch das Proviant. Christoph und ich dackelten also zum Supermarkt. &#8222;Was brauche ich denn \u00fcberhaupt?&#8220;, wendet er sich an mich. Verdutzt schaue ich ihn an, ich war eigentlich als Tragehilfe und nicht als Shoppingberaterin mitgekommen. Etwas ratlos standen wir also vor den Regalen und stopften einfach alles, was irgendwie lange haltbar war, in die drei Einkaufskarren. <\/p>\n<p>Nachdem alles an Bord verstaut war, gab es noch ein letztes Bierchen f\u00fcr alle ( es waren insgesamt 27 davon an Bord, nur f\u00fcr den Fall, dass das Wasser ausgeht) und Christoph machte sich mit unseren besten W\u00fcnschen auf den Weg.<\/p>\n<p>Drei Tage sp\u00e4ter lag SHALOM wieder neben uns in der Marina &#8211; der selbst gebastelte Windpilot machte nicht mit, sein Getriebe hatte Zahnausfall und Karies bekommen.<\/p>\n<p>Da retteten Sie, Herr Foerthmann, dann die bevorstehende Reise. Christophs Vater packte den gesponserten Windpiloten in den Koffer und landete ein paar Tage sp\u00e4ter auf La Gomera. Eine Woche lang wurde gewerkelt und entspannt, bevor die Vorbereitungen wieder losgingen (Seekarten hatten wir ja zum Gl\u00fcck schon mit Panzertape zusammengeklebt, es fehlte also nur noch mehr Bier und ein paar \u00c4pfel).<\/p>\n<p>Albi und Joshi haben in der Zeit beschlossen, nach Teneriffa zur\u00fcck zu trampen. Die ganze Zeit zog Christoph mich auf, noch &#8222;bootlos&#8220; zu sein und jeden Morgen war die erste Frage, die von SHALOM her\u00fcberschallte &#8222;Hast du endlich ein Boot gefunden?&#8220; ( nat\u00fcrlich mit s\u00fcffisantem Grinsen ). Zu meiner Verteidigung hatte ich aber ja noch die SAUDADE zum Wohnen &#8211; zumindest bis ihr rechtm\u00e4\u00dfiger Besitzer zur\u00fcck kam. Als wir dann am letzten Abend vor der erneuten Abfahrt wieder einmal ratlos im Supermarkt standen und ich noch erneut versuchte, kulinarische Tipp\u00b4s zu geben, damit Christoph sich nicht 20 Tage lang ausschliesslich von &#8222;Feuertopf&#8220; und anderen Dosengerichten ern\u00e4hren musste, unterbricht er mich mitten im Satz: &#8222;Warum kommst du nicht einfach mit und kochst?&#8220;. Dann ging es los. Nicht nur, dass ich richtig aufgeregt wurde. Ich konnte nicht mal kochen, aber das war dann erstmal unwichtig.<br \/>\nImmer noch nicht sicher, ob das ein Scherz war, den Christoph vielleicht bereits bereute, stand ich am n\u00e4chsten Morgen aufgeregt vor SHALOM. <\/p>\n<p>&#8222;Passt das \u00fcberhaupt?&#8220; &#8211; &#8222;Werden wir ja sehen.&#8220;<\/p>\n<p>Mit diesen Worten r\u00e4umten wir das komplette Boot aus. Man mag vielleicht denken, in ein 7m Boot passt nicht viel rein. Mir kam SHALOM allerdings erstmal vor, wie eines dieser Zauberzelte aus Harry Potter.  Wir kauften noch mal zwei, drei Einkaufskarren Proviant ein und ich kam mir vor, wie in dem Spiel &#8222;Tertris&#8220;. Wie das alles reingepasst hat, wei\u00df ich bis heute noch nicht. Zwei Tage nach dem geplanten Abfahrtsdatum waren wir endlich fertig. Fehlte nur noch, dass ich meinen Eltern irgendwie beibringe, dass ich mit einem 18 j\u00e4hrigen Segler auf dem kleinsten Boot in der Marina Gomera \u00fcber den Atlantik segeln wollte.<\/p>\n<p>Nachdem auch das \u00fcberwunden war, legten wir ab. Ich glaube, meine Mutter hat die n\u00e4chsten 30 Tage nicht mehr ruhig geschlafen!<\/p>\n<p>Die ersten beiden Tage waren wie aus dem Bilderbuch: wundersch\u00f6ne Sonnenunterg\u00e4nge, leckeres und frisches Essen, um uns Wale und Delphine. Die Sorgen meiner Eltern ( und allen anderen Leuten, die von unserem Vorhaben erfuhren ) kamen mir auf einmal l\u00e4cherlich vor. Vier Tage sp\u00e4ter sollte sich das \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Auf einmal hatten wir 30 Knoten Wind und hohe Wellen. Extrem hohe Wellen. Die n\u00e4chste Woche kam ich mindestens einmal am Tag zu dem Punkt, an welchem ich mein Leben als beendet ansah und nur noch in der Koje lag und darauf wartete, dass wir untergingen.<\/p>\n<p>Christoph sprang derweil munter an Deck rum, wechselte Segel auf dem Vordeck und Angie, unser Windpilot, hielt uns Tag und Nacht auf Kurs. W\u00e4re Christoph \u00fcber Bord gegangen und ich h\u00e4tte das Schiff drehen m\u00fcssen &#8230;.. Ich wollte diesen Gedanken nicht weiter daran denken.<\/p>\n<p>Als wir dann in die Bucht von Mindelo segelten, atmete ich das erste Mal wieder auf. Geschafft. Vorerst.<\/p>\n<p>Wir g\u00f6nnten uns 9 Tage Pause, verbrachten viel Zeit auf anderen Booten und lernten wieder unglaublich viele nette Leute kennen. Dann hie\u00df es wieder &#8222;Anker auf&#8220; und raus, auf den Atlantik. Wow. Was das hei\u00dfen sollte, konnte sich keiner von uns beiden richtig vorstellen. Lange Zeit nur Wasser, nur wir beide auf einem Boot, dass gef\u00fchlt kleiner ist als mein Kleiderschrank.<\/p>\n<p>Das Wetter war auf unserer Seite. Fast durchg\u00e4ngig 30 Grad, Sonne satt und angenehmer Wind. Zwischendurch hatten wir zwar auch mal Flaute, was aber zumindest die eine H\u00e4lfte der Besatzung gar nicht st\u00f6rte. <\/p>\n<p>Leider muss ich an dieser Stelle unterbrechen &#8211; wir sitzen seit 4 Stunden in der Bar und es wird langsam dunkel. Morgen folgt TEIL 2,<\/p>\n<p>Bis dahin alles liebe und beste Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>Anna<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>22.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>CHRISTOPH\u00b4S GESCHICHTE &#8211; IN MARTINIQUE GESTRANDET<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Cocosn\u00fcsse-schmal-1024x378.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"236\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13107\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Cocosn\u00fcsse-schmal-1024x378.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Cocosn\u00fcsse-schmal-300x111.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Cocosn\u00fcsse-schmal-768x283.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Cocosn\u00fcsse-schmal.jpg 1925w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by.jpg\" alt=\"\" width=\"926\" height=\"493\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13050\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by.jpg 926w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by-300x160.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by-768x409.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 926px) 100vw, 926px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nja wir haben es geschafft. Nach 21 Tagen auf See sind wir auf Martinique &#8222;gestrandet&#8220;. Die Ankunft hat am Ende tats\u00e4chlich noch ein paar Nerven gekostet&#8230;<\/p>\n<p>Bei unserem Gl\u00fcck erreichten wir Martinique nat\u00fcrlich in tiefster Nacht. Kein Mond und kaum Licht. Die Lichter der Insel blendeten uns. Zum Gl\u00fcck hatte ich eine Detailkarte der Insel an Bord. Ich habe schon viele H\u00e4fen und Buchten im dunkeln angelaufen. Jedoch fast immer alleine, sodass ich meine Angespanntheit offen zeigen konnte. Dieses mal blieb ich \u00e4u\u00dferlich ziemlich gelassen. Zuerst dachte ich, die Nacht \u00fcber beizudrehen. Allerdings waren wir der Insel wohl schon recht nahe gekommen. Zumindest kreisten \u00fcberall Fischerboote um uns herum. Daher entschied ich es im dunkeln zu versuchen, mit der Option, einfach in Lee der Insel den Anker zu schmei\u00dfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PalmStrand-1024x675.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"422\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13117\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PalmStrand-1024x675.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PalmStrand-300x198.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PalmStrand-768x507.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Mit 4 Knoten n\u00e4herten wir uns der Insel, bis wir das Leuchtfeuer querab hatten. ( Leuchtfeuer des s\u00fcdlichen Punktes der Insel ). Viel erkannte man nicht und ich war wegen der Sandb\u00e4nke und Felsen besorgt. Da in dieser Nacht auch kein Mond am Himmel stand, entschied ich, dass es zu riskant sei, einen fremden Ankerplatz anzulaufen. Daher n\u00e4herten wir uns einer unbewohnten Bucht im S\u00fcden der Insel. &#8222;Augennavigation&#8220; fiel wegen der Dunkelheit aus. Der Karte entnahm ich jedoch, dass sich kurz vor uns eine Sandbank, drei Meter unter der Oberfl\u00e4che, befand. Und tats\u00e4chlich erreichte der Anker den Grund nach knapp drei Metern Kette.<br \/>\nDas Land war noch einige hundert Meter entfernt und der Anker hielt. Mit diesem Gef\u00fchl legten wir uns f\u00fcr einige Stunden schlafen. <\/p>\n<p>Noch nie in meinem Leben habe ich so eine sch\u00f6ne Landschaft gesehen, als die Sonne allm\u00e4hlich \u00fcber der Insel aufging. Ein gro\u00dfer, lang gezogener, Sandstrand erstreckte sich \u00fcber die gesamte L\u00e4nge der Bucht. V\u00f6gelgezwitscher und der Geruch des Landes, nach drei Wochen auf See, stachen besonders hervor. Die \u00fcppige Vegetation tat ihr \u00fcbriges. Alles war saftig gr\u00fcn. Wir waren restlos gl\u00fccklich. Um dies noch zu toppen, verholte ich Shalom knapp vor den Sandstrand der Bucht. Keine f\u00fcnfzig Meter waren wir entfernt, als der Anker fiel. Die ganze Nacht \u00fcber, ankerten wir ja auf der Sandbank.<\/p>\n<p>Den Weg an Land, den wir schwimmend und in weniger als zwei Minuten hinter uns hatten, war atemberaubend. Glasklares Wasser in alle Richtungen. Die aufgehende Sonne fiel durch das t\u00fcrkisblaue Wasser auf den Grund.<br \/>\nDas Gef\u00fchl festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen zu haben, war Anfangs etwas merkw\u00fcrdig. Jedoch erkundeten wir die gesamte Bucht. Der Strand und das Landesinnere waren schnell erkundet. Danach lie\u00dfen wir uns einfach unter eine Palme fallen und blickten, unter der karibischen Kulisse, auf die letzten 21 Tage zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&#8222;Im Nachhinein ging das doch voll schnell&#8220; waren Annas knappe Worte. Ich sagte nichts. Fand aber, dass sie damit recht hatte. Das geregelte Leben im Passat bringt nicht viel Abwechslung auf See, was Wetter und Wind betrifft. Daher hat man sich recht schnell eingelebt.<\/p>\n<p>Nun sitzen wir in einem kleinem Restaurante in Le Marin, um einzuklarieren und um uns mit g\u00fcnstigem Proviant zu versorgen. Heute morgen verholten wir das Boot hierher, nachdem wir eine Nacht lang vor Sant Anna geankert hatten. Im Grunde sind wir nun die gesamte Zeit auf der Suche nach Internetzugang. Daher werden immer mal wieder Fotos von der Fahrt und der Ankunft im Dropbox-Ordner eintrudeln. Das Internet in diesem Restaurante reicht n\u00e4mlich gerade mal daf\u00fcr, um Ihnen diese E-Mail zu schreiben&#8230;<\/p>\n<p>Der Plan ist nun, die Staur\u00e4ume wieder mit Proviant zu f\u00fcllen und uns dann in eine ruhige Bucht zu verholen. Denn offen gesagt, ist uns hier einfach viel zu viel los. Le Marine ist eine Hochburg der Vercharterer, wie wir gerade herausgefunden haben&#8230;<\/p>\n<p>Von Anna kommt auch noch ein Bericht mit pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccken der Fahrt, Erfahrungen, weitere Pl\u00e4ne et.c..<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen noch einen sch\u00f6nen &#8222;Restsonntag&#8220; und angenehmes Wetter.\u00a0<br \/>\nBis dahin, Viele Gr\u00fc\u00dfe!<br \/>\nChristoph Vougessis<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>19.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>KEIN GRUND F\u00dcR MARTINIQUE<\/strong> <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Close-by-1024x414.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"259\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13102\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Close-by-1024x414.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Close-by-300x121.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Close-by-768x311.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Anna-Close-by.jpg 1681w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin, hier steigt jetzt allmaehlich die Aufregung. Noch knappe 200 sm bis Martinique. Nein es gibt keinen bestimmten Grund fuer Martinique. Das haben wir einfach so entschieden. Dass dort Franzoesisch gesprochen wird, kommt Anna auch sehr entgegen. Sie spricht fliessend Franzoesisch. Ich ueberhaupt nicht. Ich hatte es zwar 5 Jahre in der Schule,dennoch ist nichts haengen geblieben. Habe auf meiner Reise auch einen grossen Bogen um Frankreich gemacht. 18 Tage sind wir nun auf See und ich muss sagen: bisher gab es keine Probleme. Man bedenke,dass zwei sich fremde Personen fuer 3 Wochen eine 22 fuss wohnung teilen, ohne diese mal kurz verlassen zu koennen. Das bewundere ich an Anna. Keine Dusche, Bad, fliessend Wasser etc. Ich kannte das schon vorher und es stoert mich nicht. Anna war vorher allerdings nie wirklich auf einem Boot unterwegs. Inzwischen sind ihre Haare genau so verfilzt wie meine. Ist aber nicht schlimm. Auf Martinique muessen wir dann mal ernsthaft klaeren, wie es weiter geht. Fest steht, dass sie nach Suedamerika will und ich nicht. Nun machen wir langsam das Boot und uns landfein. Alles was funktionieren soll, funktioniert. Der Motor sprang auch sofort an. Bis dahin. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>18.JANUAR 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>ETMAL 126 SM &#8211; UND EINE DICKE GOLDMAKRELE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Der-Sonne-ebtgegen-1024x345.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"216\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13093\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Der-Sonne-ebtgegen-1024x345.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Der-Sonne-ebtgegen-300x101.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Der-Sonne-ebtgegen-768x259.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Der-Sonne-ebtgegen.jpg 1706w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben wieder Fisch! Nach 2 Wochen ohne Biss hat\u00b4s heute wieder geklappt! Da haben wir in der Daemmerung eine Goldmakrele gefangen. Die See war nur kurz frei von Algen. Genau in dem Moment hat sie gebissen 3-4 kg schaetzen wir. Nun riecht es in der Kajuete nach frischem gebratenem Fisch. Gerade geht die Sonne unter. Heute hat sich auch endlich wieder der Passat eingepustet. Die letzten 4 Tage war er immer schwach und unregelmaessig. Nun wieder NO4. Also ein guter Tag heute. Gleich gibt\u00b4s Fisch. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>14.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p><strong>VIEL SARGASSO KRAUT UND WENIG FISCH<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-breit-1024x301.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"188\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13078\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-breit-1024x301.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-breit-300x88.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-breit-768x226.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Sunset-breit.jpg 1721w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><strong>14.Januar 2017<\/strong><\/p>\n<p>Moin, kurzer Stand zu den letzten Tagen: Keine besonderen Vorkommnisse. Weder wettertechnisch ( kaum Wind ) noch im Speiseplan. Alle guten frischen Sachen sind nun alle. Und da wir nur langsam voran kommen, wird es auch noch ein bisschen dauern, bis wieder frischer Nachschub an Bord kommt. Schlimm ist, dass wir seid 11 Tagen nicht mehr angeln koennen. Wuerde ich fuer jede Alge, welche sich im Haken verfaengt, 10 Cent bekommen, haette ich fuers Leben bestens ausgesorgt. Ansonsten passiert nicht viel. Habe Ihr Buch gelesen, haette ich mal frueher machen sollen. Nun hoffen wir auf Wind und bessere Etmale. Und natuerlich auf frischen Fisch. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>12.Januar 2017 von See<\/strong><\/p>\n<p><strong>IST DAS HIER DER PLATTENSEE?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kopf-Arm-im-Wasser-1024x330.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"206\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13073\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kopf-Arm-im-Wasser-1024x330.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kopf-Arm-im-Wasser-300x97.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kopf-Arm-im-Wasser-768x247.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Kopf-Arm-im-Wasser.jpg 1696w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin. Ich wusste nicht, dass Segeln so einfach sein kann. Seid knapp 1 Woche haben wir nichts mehr an der Segelstellung veraendert. Fock ausgebaumt, Gross auf Bbd Seite. Das Fock Fall habe ich heute mal angefasst, als ich ueberlegte, daran die Haengematte aufzuhaengen. Alles sch\u00f6n und gut, aber die miesen Etmale druecken unsere Stimmung. Der Wind ist 2-3 Bft, er weht uns nicht aus dem Kockpit. Gestern sogar umlaufend. Zwei Tage 75 sm Etmale, doof f\u00fcr uns, gut f\u00fcr Herbert, denn das Tempo schafft er locker.<\/p>\n<p>Ich gehe schwimmen, nein: ich lasse mich einfach vom Boot ziehen. Herbert kuckt zu und macht seinen Job: er macht das Unterwasserschiff sauber und uns damit schneller. Ansonsten Tier freie Zone, abgesehen von Fischen mit Fl\u00fcgeln.<\/p>\n<p>Viele Gruesse vom Plattensee, Anna und Christoph<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>11.Januar 2017 von See<\/strong><\/p>\n<p><strong>HERBERT WIRD NICHT GEFANGEN<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by.jpg\" alt=\"\" width=\"926\" height=\"493\" class=\"aligncenter size-full wp-image-13050\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by.jpg 926w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by-300x160.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Close-by-768x409.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 926px) 100vw, 926px\" \/><\/p>\n<p>Moin, seid gestern geht\u00b4s nur noch langsam voran. Heute sind wir kaum vom Fleck gekommen. Es ist blauer Himmel und kaum wind. War deshalb gefuehlt den ganzen Tag schwimmen. Ein Pilotfisch begleitet uns seid ein paar Tagen. Er ist vielleicht um die 15 cm gross und begleitet uns zwischen Kiel und Skeg. Anna hat ihn Herbert getauft. Tatsaechlich vermisse ich frischen Fisch sehr. Wegen der Pflanzen kann man nicht angeln. Und Herbert darf ich nicht fangen. Viele Gruesse Anna und Christoph<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>10.Januar 2017 von SEE<\/strong><\/p>\n<p><strong>BERGFEST OHNE KLAVIER UND MCDONALD<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-1024x481.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"301\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13009\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-1024x481.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-300x141.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-768x361.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann, heute ist Bergfest. Die Haelfte ist geschafft. Zum Feiern ist es allerdings zu heiss. 30 Grad und Flaute. Der Atlantik aehnelt einem Ententeich. Daher heute das erste Mal Schwimmen gewesen. Frischen Fisch haetten wir auch gerne. Seid 4 Tagen ist die See leider voller Sargasso Kraut, da hat unser Haken keine Chance und die Fische haben Glueck. Sonst ist hier alles ok. Anna vermisst ihr Klavier und ich McDonalds. Etmale bisher nie unter 100sm. Viele Gruesse! Anna und Christoph<\/p>\n<p>Moin Ihr Zwei, Gl\u00fcckwunsch zum Mount Everest, 100 sm sind tolle Etmale fuer ein so kleines Schiff, die wuerde man nicht erreichen mit Klavier im Kockpit, zumal die Crew dann hinterher zu schwimmen haette. Good Luck! Peter Foerthmann  <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p><strong>03. Januar 2017 &#8211; von SEE<\/strong>  <\/p>\n<p><strong>GIBT ES FISCH AUCH VEGETARISCH?<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-1024x481.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"301\" class=\"aligncenter size-large wp-image-13009\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-1024x481.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-300x141.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces-768x361.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2-faces.jpg 1053w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann. Sind nun 3 Tage auf See und es ist typisches Passatsegeln. Warm, guter Wind. Auch schon viel Fisch gefangen. Hier ist alles ok. Passieren tut sonst nicht viel. Kleinere Segelarbeiten. Das wars zum Glueck. Haben seid gestern 6 Kilo Fisch an Bord. Bl\u00f6d, dass Anna Vegetarierin ist. . .<\/p>\n<p>Moin Ihr Zwei, ich verfolge den Tracker und sehe, dass Kurs und Wind artig sind.  6 kg Fisch sind ein gutes Argument, Prinzipien fuer ein paar Tage zu verstecken, gibt doch nur einen Zeugen ! Ansonsten f\u00e4ngt es bald an, zu stinken&#8230; und das w\u00e4re doch ein Jammer.<br \/>\nGook Luck Peter Foerthmann<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>26.12.2016 &#8211; aus MINDELO <\/strong> Bericht von Anna + Christoph<\/p>\n<p><strong>DAS BOOT IST READY ZUR WEITERREISE UND WIR AUCH<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12877\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Nun sind wir schon eine Woche auf den Kap Verden und haben in dieser Zeit eine Menge neuer Freunde kennengelernt. Sowohl unter Seglerkreisen, als auch in der heimischen Bev\u00f6lkerung. Ich wei\u00df dass das komisch klingt, aber: Heute nehmen wir uns frei. Es ist erstaunlich auf wievielen Booten wir pro Tag eingeladen werden. Vermutlich spielt die Gr\u00f6\u00dfe der Shalom und unser Alter eine Rolle dabei. Die ausgeblichene deutsche Flagge am Heck wohl auch.<\/p>\n<p>Unser Weinachtsfest sah daher auch wie folgt aus: Am 24. Dezember wurden wir gleich von mehreren Leuten eingeladen. Uns standen die Optionen offen, ob wir an Land in einem richtigen Haus, oder auf zwei verschiedenen Booten feiern wollen. Wir entschieden uns letzten Endes f\u00fcr einen 40ft. Katamaran, mit einer vierk\u00f6pfigen Familienbesatzung an Bord, mit welchen wir uns schon auf Gomera angefreundet hatten. Wir hatten ein wirklich sch\u00f6nes Weihnachtsfest in einer Gegend, welche eigentlich keine Weihnachtsgef\u00fchle vermittelt. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12878\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Am 25. Dezember ging es dann zum Truthanessen auf eine kanadische Fahrtenyacht. Neben gutem Essen gab es auch interessante Geschichten von dem kanadischen Rentnerp\u00e4rchen. Nach zehn Jahren auf ihrem Boot planen sie nun den Atlantik zu queren und ihre Weltumseglung damit abzuschlie\u00dfen. In ein paar Stunden sind wir wieder eingeladen. Nat\u00fcrlich auf einem anderen Boot.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12879\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Neben den ganzen Einladungen kam die Arbeit am Boot aber nicht zu kurz. S\u00e4mtliche Polster sind wieder trocken und die Kaj\u00fcte ist aufgeklart. Netze wurden aufgeh\u00e4ngt, damit unser Obst nicht so schnell verdirbt. Au\u00dferdem habe ich nun hoffentlich s\u00e4mtliche kleinen Leckstellen an Deck gefunden und abgedichtet. Heute morgen sind wir sogar noch mit Brille und B\u00fcrste ins Wasser gesprungen, um den Entenmuschelbewuchs Herr zu werden. Der \u00dcberfahrt steht nun nichts mehr im Wege. Das Boot ist ready und wir sind es auch. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-4.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12880\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-4.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-4-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-4-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Die Abfahrt ist nun f\u00fcr den 28. Dezember festgelegt. So wie ich mich aber kenne, k\u00f6nnte es auch der 29.Dezember werden. Ganz egal. Das Wetter hat sich beruhigt. Das ist das wichtigste. Momentan haben wir einen sehr stabilen Passat mit St\u00e4rke 3 bis 4 aus ONO.<\/p>\n<p>Im dem Sinne w\u00fcnsche ich Ihnen und allen Ihren Vertrauten, ein sch\u00f6nes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!<br \/>\nViele Gr\u00fc\u00dfe,<\/p>\n<p>Christoph Vougessis &#8211; Anna Haubruch<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<strong>20.12.2016 aus MINDELO<\/strong> Bericht von Anna + Christoph<\/p>\n<p><strong>VON WEGEN PASSAT &#8211; VON WEGEN SPASS<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Dingi-Mindelo.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12807\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Dingi-Mindelo.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Dingi-Mindelo-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Dingi-Mindelo-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nwir haben es geschafft! Nach insgesamt 9 Tagen und davon 4 mit 30 kt Wind, haben wir endlich die Kap Verden erreicht.<br \/>\nGelinde gesagt hatten wir &#8222;norddeutsches Schietwetter&#8220;.<br \/>\nDie ersten Tage war es noch sehr angenehm. Als wir am 10.12.2016 gegen 13:00 Uhr ablegten, brachte uns ein angenehmer Ostwind schnell Richtung S\u00fcden. Delfine begleiteten uns den ersten Tag. <\/p>\n<p>Der zweite Tag dann Flaute. Dies war eine gute Gelegenheit f\u00fcr mich, mal das Boot von unten zu putzen. ( War schon lange f\u00e4llig).<\/p>\n<p>Am dritten Tag kam dann langsam der Passat mit ONO 4 Bft. Also alles sehr angenehm. Zumal habe ich mich \u00fcber die pl\u00f6tzlich deutlich verbesserte Essensqualit\u00e4t gefreut. Das Wetter blieb auch noch an Tag 5 gleichbleibend. <\/p>\n<p>Ab Tag sechs zog sich der Himmel zu, die Sonne verschwand f\u00fcr mehrere Tage hinter einer dicken Wolkenwand und es wurde empfindlich k\u00fchl.Zur Nacht hin, stieg die Windgeschwindigkeit dann auf 30 kt an und blieb die n\u00e4chsten drei Tage auch ann\u00e4hernd gleichbleibend. Mit zunehmender Welle nahm auch die Qualit\u00e4t des Essens immer weiter ab, bis wir schlie\u00dflich bei der Dose angelangt waren. Den Topf konnte man n\u00e4mlich nur noch zur H\u00e4lfte f\u00fcllen. Ein paar Essensreste kleben immer noch an der Decke.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12795\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Am siebten Tag passierte es dann: Kurz nach Sonnenuntergang kam eine besonders hohe Welle von raum, und brach sich im Cockpit, worauf dieses komplett gef\u00fcllt wurde. Das Problem war jedoch, dass ich das Luk in dem Moment leider offen hatte, weshalb wir anschlie\u00dfend keinen trockenen Faden mehr an Leib und Bord hatten.<br \/>\nDa sich die Sonne bis zu unserer Ankunft auch nicht mehr zeigte, war es daher sowohl au\u00dfenbords, als auch in der Kaj\u00fcte recht unbequem. Salzwasser hat ja die doofe Angewohnheit nur bei Sonnenlicht zu trocknen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12796\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-3-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Bis zu unserer Ankunft passierte ansonsten nichts besonderes mehr. Keine Probleme, keine Sonne, keine Motivation.<br \/>\nAlso in die Bucht von Mindello gekreuzt und Anker geworfen. Ab da war dann alles wieder in Ordnung und auch die Polster sind wieder getrocknet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12797\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/unspecified-2-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Hier bleiben wir nun erstmal noch ein paar Tagee bevor es weiter gen Westen geht. Anna ist weiterhin entschlossen an Bord zu bleiben. Also neue Kr\u00e4fte sammeln und auf besseres Wetter warten. Ihr Windpilot hat alles super gemacht. Jede Welle hat er perfekt ausgesteuert und gab uns die ganze Zeit ein gro\u00dfes Sicherheitsgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Einen sch\u00f6nen Tag w\u00fcnschen Ihnen Anna und Christoph!<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n<strong>10.12.2016 <\/strong>  Bericht von Peter Foerthmann<\/p>\n<p><strong>DOSENESSEN UND WINDSTEUERUNG \u2013 DABEI SOLLTE MAN NICHT SPARSAM SEIN<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Totale.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12685\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Totale.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Totale-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Totale-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Kaum aus Gomera abgefahren, hat der junge Mann mehr Gl\u00fcck als Verstand gehabt. Bereits am zweiten Tag auf See, hat seine Windsteuerung in Folge von Karies im Getriebe etliche Z\u00e4hne verloren und ihren Dienst quittiert, Christoph musste nolens volens wieder nach Gomera zur\u00fcckkehren. <\/p>\n<p>Es folgte eine lange Diskussion mit der elterlichen Regierungszentrale, die sich zu Hause in Sorgen um die eigene Achse drehte. Im Ergebnis erreichte mich das bemerkenswerte Bekenntnis eines jungen Mannes:<\/p>\n<blockquote><p>Nach langer Diskussion mit meinen Eltern, sind wir \u00fcberein gekommen, dass ich die Kosten f\u00fcr eine neue Windpilot Anlage vorgestreckt bekomme. Denn bevor ich mir nun irgendwo ein neues Zahnrad anfertigen lasse, ist es wohl kl\u00fcger, gleich das ganze System zu ersetzen. Daher m\u00f6chte ich Sie nun fragen, ob Sie eine Pacific Light Windsteueranlage auf Lager h\u00e4tten, die mein Vater dann kaufen und abholen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sie haben Recht: Dies h\u00e4tte ich von Anfang an machen sollen. Und nun bin ich kl\u00fcger. In Bezug auf Dosenessen und Windsteuerung sollte man nicht sparen. Das wird mir nicht nochmal passieren. F\u00fcr den ganzen Wirbel, den ich in letzter Zeit veranstaltet habe, bitte ich vielmals um Verzeihung.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/AnkeThomas.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12686\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/AnkeThomas.jpeg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/AnkeThomas-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/AnkeThomas-768x513.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p><strong>ANKE + THOMAS VOUGESSIS<\/strong><br \/>\nNur 2 Tage sp\u00e4ter bekam ich Besuch von den besorgten Eltern Anke + Thomas Vougessis und erfuhr dann ein wenig mehr \u00fcber diesen jungen Mann, der seine Tr\u00e4ume m\u00f6glichst ohne allzu grosse Unterst\u00fctzung aus dem Elternhaus umzusetzen plante, was man oberfl\u00e4chlich auch als Sturheit h\u00e4tte benennen k\u00f6nnen \u2013 habe ich aber nicht! Was ich hier erlebe, empfinde ich als bemerkenswert: ein junger Mann mit Plan, jedenfalls soweit der Horizont zu sehen ist. Bemerkenswert f\u00fcr einen Mann von 18 Jahren!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bananen-Bier.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12687\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bananen-Bier.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bananen-Bier-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bananen-Bier-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Die Geschichte nahm ihren automatischen Lauf und ich habe den Eltern eine <strong>PACIFIC LIGHT<\/strong> hier in der Werkstatt \u00fcbergeben, gesponsert, um das Kind beim Namen zu nennen, um hier ein wenig Last von allen Schultern zu nehmen und zeitgleich ein wenig R\u00fcckenwind zu verschaffen. Immerhin hatte Anke Vougessis bereits dreimal mit schwerem Herzen in Gomera Abschied von ihrem grossen Sohn genommen und wollte das nicht noch ein viertes Mal wiederholen, zumal es in Gomera in Str\u00f6men regnete. Nun also war nun der Vater dran: er hat kurzentschlossen einen Flug gebucht und das System in Gomera gemeinsam mit seinem Sohn bei der SV SHALOM am Heck montiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12688\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Krempel-am-steg-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p><strong>10.Dezember 2016 vom GOMERA<\/strong> Bericht von Christoph<\/p>\n<blockquote><p>Moin Herr Foerthmann,<br \/>\nDa die letzten zwei Tage kein Lufthauch \u00fcber Gomera gezogen ist, habe ich die Abfahrt auf heute verschoben.<br \/>\nEs gibt auch noch ein &#8222;kleines&#8220; Update: Vor zwei Wochen habe ich eine junge Backpackerin in der Marina getroffen (Anna, 18 Jahre alt, aus Mainz), die nach einem Boot f\u00fcr die Atlantik\u00fcberquerung Richtung Karibik\u00a0 suchte. Jedoch ohne Erfolg. Nach langer \u00dcberlegung habe ich mich nun bereit erkl\u00e4rt, sie mitzunehmen. Mit der Option, dass Sie gegebenenfalls auf den Kap Verden abmustert. Das Boot liegt nun &#8222;ein wenig tiefer&#8220; im Wasser und die Kaj\u00fcte ist nun gef\u00fchlt auch ein St\u00fcck kleiner. Da wir uns in den letzten zwei Wochen aber gut kennengelernt haben, glaube ich nicht, dass es gro\u00dfe Probleme geben wird, zumal sie das Leben an Bord auf ihrer Reisen aus dem Mittelmeer zu den Kanaren bereits auf verschiedenen Schiffen kennengelernt hat.<\/p>\n<p>Nun hoffe ich, dass wir gutes Wetter und gute Stimmung an Bord haben werden und dass Ihr Windpilot die Sache gut schafft. Ich werde Ihnen jeden Tag ein Update \u00fcber Satelit schicken, damit Sie immer auf dem laufendem bleiben. <\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche Ihnen sch\u00f6ne Feiertage und gutes Hamburger Wetter!<br \/>\nViele Gr\u00fc\u00dfe,<br \/>\nChristoph Vougessis\n<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Alle-Drei.jpeg\" alt=\"\" width=\"999\" height=\"749\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12689\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Alle-Drei.jpeg 999w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Alle-Drei-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Alle-Drei-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 999px) 100vw, 999px\" \/><\/p>\n<p>Und nun lege ich mich gemeinsam mit den Eltern auf die Mauer auf die Lauer und waaaarte auf gute News, dass dies Abenteuer so verl\u00e4uft, wie wir es uns alle w\u00fcnschen \u2026 ich werde dar\u00fcber hier gern berichten und auch eine Blogseite f\u00fcr Christoph anlegen. Immerhin w\u00e4re dies vermutlich dann wohl der j\u00fcngste Deutsche Segler, der tats\u00e4chlich von Hamburg bis in die Karibik auf eigenem Kiel gesegelt w\u00e4re.<\/p>\n<p>In guter Hoffnung<br \/>\nPeter Foerthmann <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n<strong>22.November 2016<\/strong> Bericht von Peter Foerthmann<\/p>\n<p><strong>KREUZ UND QUER SITZEN<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/100_0869.jpeg\" alt=\"100_0869\" width=\"600\" height=\"450\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12647\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/100_0869.jpeg 600w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/100_0869-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Auf der Schulbank schaut der Sch\u00fcler den Ereignissen gemeinhin quer ins Gesicht, weil der Lehrer dicht vor der Nase ist, beim Segeln hingegen sieht man quer nur ins Meer, weshalb der Skipper sich dort eher Richtung vorne orientiert. Nun m\u00f6gen Wendewinkel von 90 Grad bei Seglern nur ein m\u00fcdes L\u00e4cheln verursachen, f\u00fcr das Leben des jungen Hamburgers Christoph Vougessis ( 18 ) hingegen, hat dieser Wechsel der Blickrichtung enorme Folgen nach sich gezogen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer.jpg\" alt=\"quer\" width=\"962\" height=\"624\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12646\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer.jpg 962w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer-300x195.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer-768x498.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 962px) 100vw, 962px\" \/><\/p>\n<p>Der junge Mann hat diese Lebenswende n\u00e4mlich \u00fcberaus rasant vollzogen, ist er doch von der Schulbank direkt ins Cockpit seiner Yacht umgezogen. Opti Segeln und ein T\u00f6rn mit Vaters CARINA 20 nach Helgoland, haben die Lampe in seiner Birne angeknipst und damit eine Lebens Lawine ins Rollen gekickt. <\/p>\n<p>Im Dezember 2015 wurde f\u00fcr Taschengeld die <strong>SV SHALOM<\/strong>, eine <strong>HURLEY 22<\/strong> erworben und unter Schweiss im Hamburger R\u00fcsch Kanal f\u00fcr die Reise vorbereitet. Der Start nach dem Abitur wurde f\u00fcr Juli 2016 entschieden und erledigt. Gesagt, getan, auf Los ging\u00b4s los! H\u00e4tte h\u00e4tte Fahrradkette, wer zu viel denkt, kommt niemals los! Es geh\u00f6rt zum Privileg junger Menschen, dass sie ihre ganz eigenen Erfahrungen zu machen habe, Eltern, Bedenkentr\u00e4ger und Besserwisser m\u00fcssen dabei tapfer sein &#8211; und die Klappe halten, selbst wenn sie meinen, hellseherisch um jede Ecke sehen zu k\u00f6nnen. Learning by doing! Wenn andere noch im doppelten Lebensalter bei der Mami unter\u00b4m Rock zu kleben lieben \u2026 Pardon: K\u00fcchentisch, so l\u00e4uft bei diesem junge Mann ganz offenbar das Nix-Wie-Wech-Programm. Muss man akzeptieren, ggf. mit angehaltenem Atem!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer-ruder.jpg\" alt=\"quer-ruder\" width=\"731\" height=\"537\" class=\"aligncenter size-full wp-image-12650\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer-ruder.jpg 731w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/quer-ruder-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 731px) 100vw, 731px\" \/><\/p>\n<p><strong>17.August 2016 &#8211; DER HILFERUF<\/strong><br \/>\nIm August erreichte mich ein Hilferuf vom Vater, ob ich bei der Reparatur der Windpilot Atlantik Anlage helfen k\u00f6nne, sein Sohn sei zwischenzeitlich in England angekommen? Mit einer Masszeichnung wurde dem jungen Mann dann vermutlich von hilfsbereiten Technikern einer Bohrinsel geholfen, sodass die Reise jedenfalls weitergehen konnte.<\/p>\n<p>Das Wetter erwies sich als gn\u00e4dig und kooperativ, die Tracking Punkte zeichnen eine saubere Perlenkette nach Gomera, wo der junge Einhandsegler k\u00fcrzlich heil eingetroffen ist. <\/p>\n<p><strong>EIN EINFACHER PLAN, VON CHRISTOPH SELBST ERZ\u00c4HLT<\/strong><\/p>\n<blockquote><p>Zu meiner Reise kann ich Ihnen nur sagen, was ich bis jetzt auch wei\u00df:<br \/>\nMal sehen wie weit man kommt. Der urspr\u00fcngliche Plan war, einen ehemaligen Schulfreund in Ecuador zu besuchen. In den Pazifik soll es also gehen. Und wenn man schon mal da ist, wieso denn nicht auch noch weiter. Ich bin schlie\u00dflich nur einmal jung und habe vielleicht nur einmal die Chance dazu.<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bilder-iPhone-2-768x1024.jpg\" alt=\"bilder-iphone-2\" width=\"640\" height=\"853\" class=\"aligncenter size-large wp-image-12648\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bilder-iPhone-2-768x1024.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bilder-iPhone-2-225x300.jpg 225w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Bilder-iPhone-2.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Auf Bildern, die ich vor wenigen Tagen erhalten habe, wurde dann deutlich, dass die vermeintliche Windpilot Atlantik, nur ein \u201enachempfundenes\u201c Selbst-Bau-Opus ist. Damit soll es also nun \u00fcber den Atlantik gehen, ein Pinnenpilot steht als Backup zur Verf\u00fcgung, denn f\u00fcr den Wechsel auf einen professionelleren Steuergehilfen \u2026 war die Barschaft \u2026 und auch die Zeit zu knapp. Eilige junge Leute eben!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/oe2_FfOVje8Ur9tuxb-hrLQurdK_9ipZwYL9tL9akPQ-Kopie-1024x768.jpg\" alt=\"oe2_ffovje8ur9tuxb-hrlqurdk_9ipzwyl9tl9akpq-kopie\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-12651\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/oe2_FfOVje8Ur9tuxb-hrLQurdK_9ipZwYL9tL9akPQ-Kopie-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/oe2_FfOVje8Ur9tuxb-hrLQurdK_9ipZwYL9tL9akPQ-Kopie-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/oe2_FfOVje8Ur9tuxb-hrLQurdK_9ipZwYL9tL9akPQ-Kopie-768x576.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/oe2_FfOVje8Ur9tuxb-hrLQurdK_9ipZwYL9tL9akPQ-Kopie.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So bleibt nur, alle m\u00f6glichen Daumen zu dr\u00fccken, damit der junge Segler im Westen, um viele Erfahrungen reicher, m\u00f6glichst ohne Schlafdefizite und vor allem zur grossen Erleichterung der ganzen Familie, heil ankommen m\u00f6ge.<\/p>\n<p>diesen W\u00fcnschen schliesse ich mich an<br \/>\nPeter Foerthmann   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ANGEKOMMEN UND AUFGEWACHT \u2013 SEHNSUCHTSVOLLE TR\u00c4UME INKLUSIVE Diesen letzten Reisebericht habe ich heute von Christoph erhalten, nachdem er seine Reise infolge schlechter Wetterlagen in Den Helder hatte beenden m\u00fcssen. Christoph ist nun zuhause und bem\u00fcht, den Schock der Umstellung auf &hellip; <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/morphy-blitz\/christoph-vougessis\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":10453,"menu_order":7,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-12683","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12683","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12683"}],"version-history":[{"count":74,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12683\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16321,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12683\/revisions\/16321"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10453"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12683"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}