{"id":14218,"date":"2017-07-13T05:28:15","date_gmt":"2017-07-13T12:28:15","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=14218"},"modified":"2018-01-03T07:19:31","modified_gmt":"2018-01-03T14:19:31","slug":"sv-makaio-stephanie-seifert-at","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/morphy-blitz\/sv-makaio-stephanie-seifert-at\/","title":{"rendered":"Stephanie Seifert"},"content":{"rendered":"<p><strong>DIE GESCHICHTE EINER STOLZEN ANFENGERIN + STARKEN MUTTTER<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6578-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15332\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6578-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6578-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6578-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6578-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Dies ist die Kurzversion einer langen Familiengeschichte, deren trauriges Ende der Beginn einer Freundschaft ist. Am 30.06.2017 haben meine Frau und ich Stephanie in Fehmarn dabei geholfen, ihre HR 352 zu \u201everautomatisieren\u201c, damit sie auf See die H\u00e4nde frei bekommt, f\u00fcr eine Herausforderung der besonderen Art. Wir haben diese fr\u00f6hliche Frau innerhalb von Sekunden in unsere Herzen geschlossen. Unsere Bewunderung f\u00fcr diese zarte aber so toughe Tiroler-Woll-M\u00fctzen-Tigerin ist seither atemlos gewachsen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/018-in-den-Mast-Kopie-686x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"955\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15334\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/018-in-den-Mast-Kopie.jpg 686w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/018-in-den-Mast-Kopie-201x300.jpg 201w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Stephanie, von Haus aus eine verwegene Pisten J\u00e4gerin und Bergsteigerin aus Tirol, hatte es \u2013 der Liebe wegen \u2013 f\u00fcr etliche Jahre nach Kalifornien verschlagen. Mit grossem Gep\u00e4ck und drei kleinen S\u00f6hnen, ist sie sp\u00e4ter alleine zu ihrem Vater ins Elternhaus zur\u00fcckgekehrt, um ihre Jungs fortan alleine grosszuziehen. Durch Ehescheidung ging ihr der \u00c4lteste, Noah damals 13 Jahre alt, verloren. Er wollte und sollte fortan beim Vater in Berlin aufwachsen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_7148-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15336\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_7148-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_7148-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_7148-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_7148-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Das Drama, der dann folgenden drei Jahre bis heute, schildert Stephanie drastisch und ehrlich, keine Spur davon, hier die Fakten zu sch\u00f6nen. Noah wurde wiederholt Straf f\u00e4llig, wurde Drogen abh\u00e4ngig und lebte lange Zeit auf der Strasse \u2013 landete mehrfach in staatlicher Obhut u.a. wg. schwerem Raub. Das Verh\u00e4ltnis zum Vater entwickelte sich negativ, Noah landete in der geschlossenen Station. Unter grossen M\u00fchen hat Stephanie es geschafft, die Beh\u00f6rden davon zu \u00fcberzeugen, dass ein l\u00e4ngerer Aufenthalt auf See unter g\u00e4nzlich anderen Umst\u00e4nden \u2013 im Schoss einer funktionierenden Familie \u2013 vielleicht ein Ausblick sein k\u00f6nnte, Noah zur\u00fcck auf einen Weg in eine bessere Zukunft zu bringen. Dies war der Ausgangspunkt Anfang Juli dieses Jahres.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6870-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15335\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6870-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6870-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6870-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_6870-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr eine Tirolerin, f\u00fcr die Segeln bislang ein Sport f\u00fcr Aliens gewesen ist, die das Kreuzen gegen den Wind heute noch als \u201eZick-Zack-Segeln\u201c und das Anlegen im Hafen \u201eParkieren\u201c nennt, ein kalter Sprung in eiskaltes Wasser. Notwendige Segelscheine, Sprechfunkzeugnisse und theoretische Abl\u00e4ufe f\u00fcr das Verhalten auf einem Schiff, wurden furios und in Windeseile absolviert. Zum Gl\u00fcck haben die Voreigner der SV Makaio, die Schweizer Nina und Ken enorm geholfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_8944-Kopie-2-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15337\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_8944-Kopie-2-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_8944-Kopie-2-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_8944-Kopie-2-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_8944-Kopie-2.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die Zeit dr\u00e4ngte, Noah sollte am 1.Juli unter strengen Auflagen aus der Entzugsklinik entlassen werden, dem Beginn der Sommerreise, die eine Reise in den Herbst werden sollte.<\/p>\n<p>Hier unser Mailwechsel vom 01.07.2017<\/p>\n<blockquote><p>Hallo Peter, Hallo Marzena,<br \/>\nErst jetzt komme ich endlich mal dazu, euch ein paar Zeilen zu schreiben. Ich war\/bin total fleissig und die Vorbereitungen gehen ganz gut voran. Aufr\u00e4umen, putzen, einkaufen und F\u00e4cher vollstopfen, ausserdem Antifouling anstreichen, Gelcoat polieren und ich habe (wie Nike) einen \u201eKaltstart\u201c in 12V Elektronik gemacht (dank youtube) und in Eigenregie das AIS und ein neues UKW Ger\u00e4t installiert, wof\u00fcr ich einige L\u00f6cher bohren, Durchg\u00e4nge s\u00e4gen und die Navi Ecke so halb auseinanderbauen musste und &#8211; ein KoAx Antennenkabel l\u00f6ten\u2026 Werde jetzt noch die N\u00e4hmaschine auspacken und ein paar Ausbesserungen an Stoffsachen machen. Und vielleicht endlich mal Gitarre spielen. Jedenfalls alles auf Schiene, haupts\u00e4chlich dank euch, denn der Windpilot w\u00e4re sicher noch nicht dran, wenn ihr das nicht f\u00fcr mich gemacht h\u00e4ttet. Am Montag oder Dienstag geht s ins Wasser\u2026 Bis dahin schlaf ich im Auto, esse Fischbr\u00f6tchen und Bananen und habe Dreck unter den Fingern\u00e4geln. Ich freue mich schon sehr, wenn bald die Kinder kommen und dann hoffentlich alles bereit ist und das Projekt \u201eNoah\u201c losgehen kann. Werde n\u00e4chste Woche mit Jan Pfister telefonieren, der f\u00e4hrt mit einem Schweizer Schiff mit straff\u00e4lligen Jugendlichen und kann mir hoffentlich ein paar Tipps geben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Mutter-Sohn-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"910\" height=\"586\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15338\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Mutter-Sohn-Kopie.jpg 910w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Mutter-Sohn-Kopie-300x193.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Mutter-Sohn-Kopie-768x495.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 910px) 100vw, 910px\" \/><\/p>\n<p>Ich bin total dankbar f\u00fcr all diese Erfahrungen. Geniesse die Zeit alleine und mit all diesen technischen Herausforderungen. Euch kennengelernt zu haben, ist alleine schon die ganze Reise wert \ud83d\ude42<br \/>\nIch halte euch auf dem Laufenden, wie sich die Dinge hier so entwickeln\u2026<br \/>\nJedenfalls habt ihr eure gute Aura bei mir gelassen, f\u00fchl mich gar nie alleine in dieser grossen, dunklen (und seit gestern nassen) Halle und habe meistens ein L\u00e4cheln auf den Lippen. (und ich binde die Leiter jetzt immer an, was &#8211; danke Peter! &#8211; mich in den letzten paar Tagen sicher schon eine Handvoll Mal vor einem Sommer mit Gips bewahrt hat.)<\/p>\n<p>Dr\u00fcck Euch und bleibt wie ihr seid, ihr seid grossartig!!!!<br \/>\nStephanie<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/STephanie-ins-wasser-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"1016\" height=\"830\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15339\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/STephanie-ins-wasser-Kopie.jpg 1016w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/STephanie-ins-wasser-Kopie-300x245.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/STephanie-ins-wasser-Kopie-768x627.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1016px) 100vw, 1016px\" \/><\/p>\n<p>P.S: ich hab kein Problem, wenn unsere Geschichte nach draussen geht. Unsere Geschichte ist, wie sie ist und ich werde mein bestes geben, die Richtung zu \u00e4ndern in eine gute (straf- und drogenfreie) und spannende Zukunft f\u00fcr Noah. Ich hoffe es gelingt, jedenfalls werde ich euch berichten, wie es l\u00e4uft. Im Moment sieht es so aus, als ob ich Noah in Bad S\u00e4ckingen (Entzugsklinik, wo er die letzten 2 Monate war und derzeit ist) in S\u00fcddeutschland, an der Schweizer Grenze selber abholen muss. Und da wir am n\u00e4chsten Montag eigentlich von Fehmarn  Richtung D\u00e4nemark loswollen, werden es wohl noch einige tausend Kilometer on the road.<br \/>\nGenau kann man aber nicht planen, weil sich irgendwie alles st\u00e4ndig \u00e4ndert &#8211; scheint System zu haben \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Melde mich bald wieder, hoffentlich dann direkt von Bord vom Wasser.<br \/>\nDr\u00fcck Euch!<br \/>\nStephanie<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_1867-Kopie-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"961\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15340\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_1867-Kopie.jpg 682w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_1867-Kopie-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Unsere Antwort vom gleichen Tag:<\/p>\n<blockquote><p>Liebe Stephanie,<br \/>\ndas sind Zeilen, die unsere Herzen erw\u00e4rmen, wie es sie heute viel zu selten gibt, weshalb solche Reaktionen umso wertvoller sind &#8211; jedenfalls f\u00fcr uns.<\/p>\n<p>Es hat Spass gemacht mit Dir, mehr noch: wir bewundern Deine Kraft und Energie, die scheinbar so m\u00fchelos von einer so zierlichen Person liebevoll erbracht wird, die nur Fischbr\u00f6tchen und Schlaf zu brauchen scheint &#8230;. Unser Kompliment!<\/p>\n<p>Wir werden Dein Experiment begleiten und beobachten, gern dar\u00fcber berichten, weil wir Dich bewundern f\u00fcr Deine Tatkraft, hier eine erkennbare hard core Anstrengung zu initiieren, die ihresgleichen sucht.<\/p>\n<p>Bitte halte uns auf dem Laufenden \u00fcber den Gang der Dinge, lass uns wissen, wann deine Erbengemeinschaft dann \u201ekomplett\u201c eintreffen wird&#8230;. Vielleicht ergibt es sich, dass wir nochmal einen Haken nach Fehmarn schlagen, um Dich samt Deiner Familie zu treffen.<\/p>\n<p>Sei lieb umarmt &#8230; und gedr\u00fcckt<br \/>\nMarzena + Peter<\/p><\/blockquote>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_2992-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15341\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_2992-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_2992-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_2992-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_2992-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nun sind bereits einige Wochen vergangen, in deren Verlauf ich Stephanie\u00b4s aufregenden Erfahrungen regelm\u00e4ssig hier gepostet habe. Wir haben im Verlauf der Reise immer wieder einen kleinen Schutzengel aufsteigen lassen, wenn es darum gegangen ist, ein paar schnelle Ratschl\u00e4ge vom Stapel zu lassen, z.B: die Besonderheiten der Tiden Segelei, Wind- und Wetter Sperenzchen in der Nordsee als Mordsee, und der so g\u00e4nzlich anderen Welt in den friesischen Gew\u00e4ssern \u2026 wo Stephanie zwischenzeitlich mit den ganzen Familie inklusive Ihrem Vater, angekommen und von Hafen zu Hafen die MAKAIO durch den Schlick weiterschiebt. Egal, wie und wann es dabei weitergeht, aber das Endziel wird Kroatien sein, ob noch in diesem Jahr, oder mit Unterbrechungen, jedenfalls bekam ich gestern diese Zeilen, nachdem Stephanie Probleme mit dem Motor hatte, was sich als eigene Doofheit selbst entlarvte: irgendwer hatte n\u00e4mlich den Dekompressions Hebel nicht wieder zur\u00fcckgeschoben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_3421-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15342\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_3421-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_3421-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_3421-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_3421-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<blockquote><p>Hallo Peter.<br \/>\nJa, Anf\u00e4ngerfehler, mit dem Motorhebel, da hast Du recht. Wir haben uns alle inkl. Mechaniker kaputtgelacht!!! Dass das erst jetzt passiert ist, ist eh ein Wunder. ICH BIN ANF\u00c4NGER!!!<br \/>\nUnd Neptun lehrt mich. Und Rasmus. Und Du. Und diese vielen kleinen Dinge, die passieren. ICH LERNE!!!!!!!!!!! Und das f\u00fchlt sich so lebendig an. Irgendwie ein gutes Gef\u00fchl, obwohl ich mich manchmal vielleicht recht bl\u00f6d anstelle, aber ich bin Frau, klein und schwach und kann mittlerweile Schneeketten ans Auto machen und hab es mit dem besten Schiff der Welt immerhin von Fehmarn bis nach Holland geschafft&#8230; Bin gerade ein stolzer Anf\u00e4nger!!!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_4258-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15343\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_4258-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_4258-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_4258-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/DSC_4258-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Und das beste ist, dass es mit Noah so gut l\u00e4uft. Ganz normal ist er nicht, aber den Umst\u00e4nden entsprechend ist er eigentlich doch fast normal. Jedenfalls war das die beste Idee \u00fcberhaupt, den Jungen auf ein Schiff zu packen. Gut, dass mir das noch eingefallen ist, rechtzeitig.<br \/>\nUnd bloss gut, dass ich Euch noch getroffen habe, gerade noch rechtzeitig. Weil Hamburg liegt jetzt schon im Kielwasser.<br \/>\nEgal, wir M\u00dcSSEN uns bald wiedersehen. Ich vermisse Euch schon so!!!!<br \/>\nStephanie<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Geschichte der Reise von der liebenswerten Tiroler Wollm\u00fctzenmaus wird hier weiter gehen &#8211; versprochen!<\/p>\n<p>Peter Foerthmann<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p><strong>HIER GEHTS ZUM LOGBUCH DER REISE VON SV MAKAIO<\/strong><\/p>\n<p>30.08.2017 Aalsmeer<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0311-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15439\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0311.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0311-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0311-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute waren wir mit dem Auto enkaufen. Alle paar Tage m\u00fcssen wir einen Grosseinkauf machen, weil die Raubtieren im Wachstum sind und alle Vorr\u00e4te gleich wieder aufgebraucht sind. Die haben hier einen sehr gut sortierten Supermarkt und mit dem Auto ist das sowieso kein Problem. (vor allem die Schlepperei der Beute zur\u00fcck zum Schiff in der Morgenhitze konnte so dank Auto auf wenige Meter begrenzt werden)<\/p>\n<p>Am Vormittag hat mir der nette Herr von der Stenhuis Werft eine Telefonnummer von einem Volvo Penta Motor Spezialisten gegeben, den ich gleich angerufen habe und einen Termin f\u00fcr morgen fr\u00fch machen konnte.<br \/>\nAnsonsten, wie gehabt &#8211; Kinder mit dem Beiboot unterwegs, abwechselnd, gemeinsam, in Gruppen, alleine. Ich habe weiter sauber gemacht, sortiert und gepackt. Wir waren fast 2 Monate unterwegs, da kommt schon einiges zusammen, was aufger\u00e4umt werden sollte. Ausserdem habe ich mit der N\u00e4hmaschine einiges gen\u00e4ht bzw. ausgebessert.<\/p>\n<p>Mark, der Mechaniker ist schon am Nachmittag vorbeigekommen und hat sich \u00fcbe reine Stunde Zeit genommen, mit mir alles zu besprechen, was am Motor gewartet und ver\u00e4ndert werden soll (z.B. ein Emergency Notfall Y Teil, mit dem man bei Wassereinbruch die Bilde mit dem Motor auspumpen k\u00f6nnte, wof\u00fcr er eine sehr gute Idee hatte). Ausserdem bin ich mit ihm unsere Ersatzteil Kiste und unser Lager f\u00fcr Motor\u00f6le, Schmiermittel und andere Gebinde durchgegangen, die er entprechend dem neusten Stand wieder auff\u00fcllen wird. Er ist sehr freundlich und sehr kompetent. Makaios Motor ist denken wir in guten H\u00e4nden. <\/p>\n<p>Morgen werde ich ein \u00e4hnliches Gespr\u00e4ch mit Jan Stenhuis von der Werft f\u00fchren, der hoffentlich die Logge wieder in Gang bringen und die Badeleiter an geeigneter Stelle wieder anmontieren wird.<\/p>\n<p>Wir sitzen bis zum Sonnenuntergang im Cockpit und beobachten die Boote, die hier ein- und ausfahren. Aus der ersten Reihe.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>28.08.2017 vom Aalsmeer<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1120117-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15438\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1120117.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1120117-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1120117-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wetter: Superwetter, warm und sonnig, Badewetter<\/p>\n<p>Wir sind gegen 9 Uhr aufgestanden. Ein lauschiges Pl\u00e4tzchen am Nieuwe Meer (einem See), allerdings nicht weit von der Autobahn.<br \/>\nWir haben abgelegt und sind in 20 Min quer \u00fcber das Nieuwe Meer gefahren (zur Abwechslung war es mal wieder 20 Meter tief!) und haben bei einer Tankstelle vollgetankt. (51 Liter Diesel seit Helgoland).<br \/>\nDann sind wir weiter einen Kanal entlang gefahren Richtung Aalsmeer. Dazwischen waren aber noch ein paar Br\u00fccken, die erste, eine riesige Autobahnbr\u00fccke, die Schipol Dreij Brug, war zu. Wir haben davor festgemacht und gem\u00fctlich gefr\u00fchst\u00fcckt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0472-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15437\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0472.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0472-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0472-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Diese grosse Autobahnbr\u00fccke macht samstags nur dreimal auf, morgens, mittags und abends. F\u00fcr uns um 13 Uhr. Mit noch zwei anderen Booten und zwei Tankern sind wir schnell durchgefahren, immerhin haben sie die gesamte Autobahn f\u00fcr uns angehalten (!) und sind weiter Richtung Aalsmeer gefahren. Man kommt direkt am Flughafen von Amsterdam vorbei, einige Flugzeuge sind recht knapp \u00fcber uns hinweggeflogen. Wir konnten das Rollfeld sehen. Rechts und links vom Kanal sind H\u00e4user teilweise mit netten G\u00e4rtchen und immer mehr Boote (Motorboote) waren unterwegs.<br \/>\nDavid hat sich mit seinem KiteBoard hinten an Makaio drangeh\u00e4ngt. Bei immerhin fast 5 Knoten konnte er rasant hin- und herziehen. Eine Attraktion f\u00fcr die anderen Boote und vor allem f\u00fcr das Publikum an Land!<br \/>\nEinmal ist er allerdings ins Wasser gefallen und musste dem Mutterschiff schnell nachschwimmen. Wir haben zwar gleich auf Leerlauf gestellt, aber bis unser schweres Gef\u00e4hrt &#8222;ausgerollt&#8220; ist, dauert es. Power-Work-Out f\u00fcr David.<\/p>\n<p>Beim Aalsmeer, einer Ansammlung von schicken Villen, vielen schicken Motorbooten und vielen Kan\u00e4len sind wir dann abgebogen zum Yachthaven Stenhuis, Makaios Zu Hause bis zum n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr.<br \/>\nEin Mitarbeiter hat uns sehr herzlich empfangen und uns alles gezeigt. Wir haben einen Mastlegetermin f\u00fcr Mittwoch und einen Krantermin f\u00fcr Donnerstag bekommen. Sie haben uns schon erwartet. Ich hatte alle paar Zeitabst\u00e4nde mal ein Email geschrieben und Christian hatte unser Auto vor ein paar Tagen auch schon auf ihren Parkplatz gestellt.<\/p>\n<p>Angelegt haben wir auf der Kopfseite einer der Stege und sitzen so in der ersten Reihe bei den vorbeifahrenden Motorbooten. Sehr unterhaltsam. Der Opa winkt allen freundlich zu und wir beobachten schnelle schnittige Motorboote, dicke tuckernde, voll besetzte mit Kindern und Hunden, Picknick-Motorboote, Ruderboote auch StandUp Paddel und vieles mehr. Sehr kurzweilig.<\/p>\n<p>Leider bekomme ich nur die Highlights mit, weil ich in der Zwischenzeit die Bugkabine ausger\u00e4umt und geputzt habe und sp\u00e4ter auch das Bad.<br \/>\nDie Kinder sind permanent mit dem Beiboot &#8222;in unserem Viertel&#8220; unterwegs. Mittlerweile kann Julian den Benzinmotor auch alleine starten. Je mehr Personen drinsitzen, desto langsamer f\u00e4hrt es. Daher wechseln sich die Kinder manchmal ab. Am schnellsten f\u00e4hrt es, wenn Julian alleine drinsitzt. 2,5 PS und jede Menge Spass!<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; CrewWetter: Sommer!!<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>27.08.2017 immer noch aus Amsterdam<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110971.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"984\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15441\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110971.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110971-234x300.jpg 234w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n<p>Heute haben wir angefangen, die Seile und Leinen, die schon abk\u00f6mmlich sind, abzubauen und zu waschen. Mit der Hafenwaschmaschine im Schonwaschgang. Jetzt sind sie wieder weich und salzfrei und ausserdem riecht es aus der Backskiste jetzt nach Lavendel!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0118-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15423\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0118.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0118-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0118-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter haben wir uns wieder mit der F\u00e4hre auf den Weg in die Stadt gemacht. Bei rentAbike.nl haben wir 7 Fahrr\u00e4der ausgeliehen. Richtige holl\u00e4ndische Fahrr\u00e4der mit R\u00fccktrittsbremse und je zwei fetten Schl\u00f6ssern. Julian hat eines in seiner Gr\u00f6sse bekommen. So sind wir dann auf den \u00fcberall vorhandenen Fahrradwegen hintereinander durch die Altstadt, entlang der Grachten zum Museumsplein gefahren. Dort ist das ber\u00fchmte Rijksmuseum, das Van Gogh Museum und das Museum f\u00fcr Moderne Kunst. Zum Gl\u00fcck waren Christian und ich zu Ostern schon dort, weil von den Kindern war niemand f\u00fcr ein Museum zu begeistern. Wir haben in dem davor liegenden Park ein Picknick gemacht und sind dann weiter in den Vondel-Park gefahren. Dort ist, wie \u00fcberall in der Stadt, auch auf den Radwegen, starker Verkehr. Ich war zum Gl\u00fcck vorne, so konnte ich den Weg f\u00fcr die anderen finden und musste nicht die vielen Fast-Zusammenst\u00f6sse der Kinder mit anderen Verkehrsteilnehmern beobachten. Nach einer kurzen Pause bei einem kleinen See im Vondelpark sind wir weitergefahren durch und entlang des inneren Grachteng\u00fcrtels und zur Albert Cuyperstraat und dem dazugeh\u00f6rigen Markt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0184-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15436\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0184.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0184-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0184-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Fahrr\u00e4der geparkt, jedes zweimal abgeschlossen, 7 Schl\u00fcssel mitgenommen. Zu Fuss sind wir dann durch den Cuypermarkt spaziert. David hat Schuhe bekommen, ausserdem haben wir Chicken Variationen und einen grossen Fischteller f\u00fcr alle bei einem der St\u00e4nde gegessen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0131-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15424\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0131.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0131-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0131-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag sind wir zur\u00fcckgeradelt. Sch\u00f6n hintereinander. Immer auf der rechten Seite. Auf coolen Radwegen, bzw. Radspuren durch die Stadt zur\u00fcck zum Ausgangspunkt.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Hafen schnell eingekauft, im Hafen dann nochmal zwei Seil &#038; Leinen Waschmaschinen. Dann Abendprogramm: Raubtierf\u00fctterung, H\u00e4ngematte, Spielplatz.<\/p>\n<p>Amsterdam gef\u00e4llt und und zeigt sich mit dem hervorragenden Wetter von seiner besten Seite.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir weiter. Mit dem Schiff auf die andere Seite des Het Ij Flusses.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>25.08.2017 Amsterdam<\/p>\n<p>Wetter: sonnig, angenehm warm. jetzt zum Ende hin zeigt sich das Wetter noch mal von seiner besten Seite!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0167-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15425\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0167.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0167-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0167-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind heute morgen, im Kreis der vielen anderen Boote um uns, ganz gem\u00fctlich aufgewacht und haben beim Fr\u00fchst\u00fcck beobachtet, wie sich hier alle verschieben, um- und ausparkieren, hin- und herruckeln. Der Einhandsegler neben uns hat sich unglaublich ruhig und langsam im Schlingelkurs herausgewunden und ist weiter Richtung D\u00e4nemark gefahren (er ist aus Nykoebing). Hafenkino vom Feinsten.<br \/>\nDann ist zur \u00dcberraschung Christian gekommen. Er hat unser Auto gestern von Pettneu nach Amsterdam gebracht, damit wir dann mit all dem Krempel und den vielen Personen bequem wieder nach Hause fahren k\u00f6nnen. Vom Aalsmeer (unserem Winterlagerplatz) ist er dann mit dem Bus und der F\u00e4hre direkt zum Hafen gekommen. Er hat die \u00f6sterreichische Flagge von Makaio schon von weitem gesehen und hat uns so direkt gefunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0169-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15426\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0169.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0169-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0169-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Gemeinsam sind wir dann in die Stadt gefahren (wieder mit der F\u00e4hre \u00fcber Het Ij) und auf besonderen Wunsch von David in die Ausstellung Body Worlds (K\u00f6rperwelten), wo man sehr anschaulich mit plastifizierten Skeletten, K\u00f6rperteilen, Organen, Muskeln und Gelenken allerlei Medizinisches sieht und lernt. Sehr interessant. Anschliessend haben wir in einer kleinen Seitengasse in einem italienischen Restaurant ein paar Pizzas verdr\u00fcckt und sind durch die Strassen und entlang der Grachten Amsterdams gewandert. Noah war noch schnell bei einem Friseur. Wir (eigentlich ich) wollten unbedingt zum Anne Frank Haus (ich habe das Tagebuch w\u00e4hrend der Reise in Minuten-Abschnitten wieder mal gelesen), aber davor war eine riesige, mehrere hundert Meter lange Schlange und da haben alle gestreikt. So haben Christian und der Opa eine Grachten-Bootsfahrt gemacht und ich bin mit den Kindern entlang der Grachten zur\u00fcck zum Schiff gegangen. Hier erstmal ausruhen, H\u00e4ngematte, Spielplatz, usw. Sp\u00e4ter haben wir gemeinsam Abendessen gekocht und sind bis es Dunkel wurde zu siebt im Cockpit gesessen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\n23.08.2017 aus Amsterdam<\/p>\n<p>Wetter: sch\u00f6n! sonnig, nur leicht windig (3 Bft) aus der richtigen Richtung. Ein wunderbarer lockerer Segeltag \u00fcber das Markermeer nach Amsterdam!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0177-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15418\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0177.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0177-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0177-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben erstmal in Ruhe gefr\u00fchst\u00fcckt und alles zusammengepackt. Da man ja nie weiss, wie es draussen dann wirklich ist, muss alles gut verstaut sein, nichts darf herumliegen. Wir haben ausserdem das bildstabilisierende Fernglas bereitgelegt, das Handfunkger\u00e4t und zur Abwechlung auch mal wieder die Sonnencreme.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110960-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15440\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110960.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110960-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110960-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Vormittag haben wir Makaio von Hand am Kopf des Steges gedreht und so nur mehr an einer Vorleine befestigt in den Wind treiben lassen. So konnten wir in Ruhe die Fender wegbinden, die Leinen versorgen und das GrossSegel hochziehen. Mit dem Motor nur im StandBy haben wir dann mit dem Segel direkt vom Steg abgelegt. Gleich hinter dem Bataviahafen ist die grosse Schleuse zwischen dem Ijsselmeer und dem Markermeer, die wir ja schon hinter uns hatten. Logischerweise herrscht dort und auch in der Zufahrt zur Schleuse sehr viel Verkehr. Wir haben uns an zwei Ijsselmeertanker vorbeigeschlichen und sind dann mit beiden Segeln neben der Tankerspur bei gem\u00fctlichen 3 Beaufort und vollen Segeln unter Steuerung des Windpilots sehr gem\u00fctlich unserem geplanten Track nach Richtung Amsterdam gefahren. Sp\u00e4ter haben wir den Spinnaker gesetzt und waren so gleich 2 Knoten schneller. Auf dem AIS konnten wir die Namen der Tanker, deren Masse und Richtung gut ablesen. Auf der neuen Seekarte sind diese Informationen direkt in der Seekarte integriert. Ausserdem konnten die Kinder sich auf dem Vorschiff auf dem Beiboot entspannt in dies Sonne legen. David hat so, mit kurzen Unterbrechungen f\u00fcr Ortswechsel, eigentlich durchgehend bis zum Nachmittag geschlafen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9925-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"961\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15420\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9925.jpg 682w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9925-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>In der Anfahrt nach Amsterdam (eine 4-5 Meter tiefe Rinne), weil direkt vor Amsterdam ist eine grosse Sandbank (Pampus) was fr\u00fcher, vor der Zeit der Ausbaggerschiffe bestimmt ein Riesenproblem war. Fr\u00fcher waren es eine grosse Arbeit f\u00fcr viele Leute, Schiffe \u00fcber Pampus zu ziehen und vor Pampus liegen ist in Niederl\u00e4ndisch eine Redewendung f\u00fcr irgendwo festh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Wir haben dort jedenfalls den Spinnaker herunter genommen und auch das GrossSegel und sind nur mehr mit Vorsegel bei VorWind Kurs mit vielen anderen Schiffen, Segelbooten, alten holl\u00e4ndischen Schiffen, Tankern, Motorbooten, usw. nach Amsterdam gefahren. Von weitem sah man schon die ersten grossen H\u00e4user der Stadt. Und auch eine grosse Br\u00fccke, durch die wir als erstes mussten. Von weitem haben wir schon gr\u00fcnes Licht bei den Ampeln gesehen und eine hochgeklappte Br\u00fccke, aber trotz Vollgas waren wir zu sp\u00e4t und mussten die n\u00e4chste \u00d6ffnung am wachtplaads abwarten (ca 20 min). Direkt danach mussten wir (und die anderen auch) durch die Oranjesluis. Das ist eine Schleuse vor Amsterdam, die mehrere Kammern hat, darunter eine eigene f\u00fcr Sportboote. Dahin mussten wir den anderen nach ein paarmal ums Eck fahren und uns dann mit vielen anderen am Rand und im P\u00e4ckchen (wir waren an einem grossen Motorboot im P\u00e4ckchen und an uns haben sich ein paar kleinere Motorboote festgehalten) in der Schleusenkammer festmachen. Die Oranjesluis war total voll mit Booten und so haben wir uns um fast 2 Meter vom Markermeer zum Het Ij Fluss bei Amsterdam gehoben. Nach der Schleuse wieder viel Verkehr, man f\u00e4hrt in Amsterdam eigentlich direkt an der Stadt vorbei bzw. durch die Stadt durch. \u00a0Auf der H\u00f6he des Hauptbahnhofes sind wir in den Sixhafen eingebogen. Sehr sehr eng. Wir hatten einen Plan B falls dieser Hafen total voll w\u00e4re (was er war) aber der freundliche Hafenmeister hat uns immer weiter reingewinkt. Zum Umdrehen w\u00e4re es ohnehin viel zu eng gewesen. An einem der hinteren Stege haben wir nach Anweisung r\u00fcckw\u00e4rts hinter Boxen (also wo normalerweise gar kein Platz \u00a0zum anlegen ist) festgemacht und uns wie eine Spinne in alle Richtungen verspannt. Kurz nach uns sind noch ein paar Schiffe gekommen. Eines sogar mit einem Einhand Segler. Der hat sich ganz alleine durch diesen Schiffswald gedr\u00fcckt und geschl\u00e4ngelt und sich dann neben uns hinparkiert. Am Abend war der Hafen komplett zugeparkt, \u00fcberall Schiffe, nur vereinzelt Stege, aber abdriften kann eh niemand, jeder hat vorne, hinten und auf allen Seiten Nachbarn!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0188-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15419\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0188.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0188-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0188-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Als wir fest waren, haben wir schnell was gegessen und sind dann mit der F\u00e4hre (\u00fcber Het Ij, f\u00e4hrt alle 5 Min und braucht 3 min) in die Stadt gefahren. So sind wir noch ein paar Stunden durch Amsterdam spaziert und haben Pl\u00e4ne gemacht, was wir morgen hier alles machen und ansehen wollen.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>22.08.2017 Lelystad &#8211; Urk<\/p>\n<p>Wetter: zur Abwechslung mal wieder st\u00fcrmisch, irgendwie meistens, wenn wir unterwegs sind. Bis auf einen heftigen Regenschauer nur bew\u00f6lkt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9981-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15415\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9981.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9981-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9981-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute morgen bin ich ganz fr\u00fch in die Stadt gegangen, habe frisches Brot, Croissants, letzte Ersatzteile, ordentliche Fendersocken und zum Test LED-Lampen f\u00fcr den Saloon eingekauft. Wieder beim Schiff haben wir gefr\u00fchst\u00fcckt, bei Sonne im Cockpit ohne Cabrio Dach. Hier ist ganz sch\u00f6n was los im Hafen, Hafenkino mal von der Zuschauerbank aus (sonst sind wir ja oft auf der Leinwand&#8230;.). Ach ja, einen zweiten Opa-Anlehn-Sitz habe ich gekauft, jetzt reisen zwei Personen im Cockpit in Liegestuhl Position&#8230;<\/p>\n<p>Die Kinder waren dann nochmal im Schwimmbad, wann hat man schon mal einen Hafen mit Schwimmbad!<\/p>\n<p>Zu Mittag haben wir dann abgelegt. Ganz langsam mit Vorleinen, extra gelegten Leinen \u00fcber die Mittelklampen und verl\u00e4ngerten Heckleinen haben wir uns mit Motor im Stand-By aus der engen Box herausgezogen, dann um 90 Grad verdreht (alles mit Leinen) und dann in Richtung Hafenausfahrt nach vorne geschoben. Das war wieder Hafenkino f\u00fcr die anderen, und einige Holl\u00e4nder haben sehr wohlwollend den Daumen nach oben gehalten.<br \/>\nGleich danach haben wir an der Aussenseite des Hafens wieder festgemacht um das Beiboot zur\u00fcck aufs Schiff zu heben (das w\u00e4re in der engen Box nicht so gut m\u00f6glich gewesen) und gut festzubinden. Es war viel Wind angesagt und ausserdem mussten wir durch die Schleuse in Ijsselmeer, da k\u00f6nnen wri das Beiboot nicht gut hinten dran h\u00e4ngen haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0007-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"961\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15416\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0007.jpg 682w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0007-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So ging es dann um die Ecke be Lemmer (Hoek) und Richtung Schleuse. Die heisst Johan Friso Schleuse (obwohl wir genug mit all den Leinen und Fendern und Toren und Ampeln zu tun hatten, gedenken wir trotzdem kurz an Johan Friso, der vor ein paar Jahren beim Skifahren in Lech von einer Lawine versch\u00fcttet worden ist).<\/p>\n<p>Jedenfalls mussten wir vor der Schleuse warten und an einer Wartewand festmachen. Der starke Wind hat uns total draufgedr\u00fcckt und es war gar nocht so leicht, dort wieder wegzukommen. Als das Signal endlich auf rot-gr\u00fcn war, sind wir zur Schleuse gefahren, angefeuert von einer Frau mit Schwimmweste, die am Rand stand und auf holl\u00e4ndisch allen zugerufen hat, sie sollen SCHNELL in die Schleuse fahren. Vor der Schleuse musste noch eine Br\u00fccke (\u00fcber eine sehr befahrene Strasse) aufgemacht werden, dann konnte die ganze Meute rein. Wir haben am Rand festgemacht und ich hab den Fender, den wir verloren hatten, noch schnell auf dem Festmacherbalken balanzierend wieder eingefangen. Dann haben wir uns um 30cm nach oben bewegt und als die Tore sich ge\u00f6ffnet haben, sind wir mit den anderen ins Ijsselmeer gerauscht. <\/p>\n<p>Also gepfiffen hat es ganz ordentlich, 6-7 Bft, durchgehend. Ein paar Holl\u00e4nder haben versucht zu kreuzen (auf der engen Spur zwischen Windpark und Land), es dann aber bald aufgegeben und sich schliesslich mit uns mit Motor gegenan gek\u00e4mpft, gegen steile spitze Wellen mit 2-3 Knoten.<br \/>\nEine schwarze Regenfront hat sich \u00fcber uns weggeschoben und mich hat es am Steuer ganz ordentlich abgewaschen. Auch der Wind hatte da nochmal ein bisschen zugelegt, aber so hohe Wellen k\u00f6nnen sich auf diesem Binnenmeer zum Gl\u00fcck nicht aufbauen, daher kein Problem f\u00fcr uns. Kathi hat sich vorsorglich nach hinten gelegt, ihr war aber heute den ganzen Trip nicht schlecht. Jippiiie!<\/p>\n<p>Dann haben wir die Segel hochgezogen (das Grossegel im 2. Reff und von der Genua nur ein kleines bisschen) und sind hart am Wind mit 6-7 Knoten am Windpark entlang gezischt. Also Segeln ist schon viel besser als Motorbootfahren!!!<\/p>\n<p>Uns stressen jetzt auch 6 Windst\u00e4rken nicht mehr!<br \/>\nVor der Einfahrt in den Hafen von Urk mussten wir noch einen grossen Bogen wegen einer Untiefe fahren. Entlang der Tonnen, wie sich das geh\u00f6rt. Im vollen Hafen haben wir uns ein Pl\u00e4tzchen an der Hafenmauer (ziemlich weit aussen) gefunden und haben dort mit 4, sp\u00e4ter 6 Leinen festgemacht. Der Sturm ging n\u00e4mlich noch weiter und alle paar Zeitabst\u00e4nde kam ein Schauer, kr\u00e4ftige B\u00f6en und viele schwarze Wolken dazu. Da sollte man besser gut angebunden sein, vor allem bei Seitenwind!<br \/>\nEiner Crew neben uns haben wir auch geholfen, deren breites Charterschiff wollte der Wind lieber in die Hafenmitte dr\u00fccken, aber wir haben alle dagegengehalten und so konnten wir auch dieses Schiff gemeinsam wieder eng an der Hafenmauer festmachen. Der M\u00fcnchner Crew war das heute zu viel Wind. Frau und Kinder sind seekrank, der Mann etwas \u00fcberfordert. Aber jetzt sind sie fest (und wir auch) und morgen weht es vielleicht ein bisschen weniger.<\/p>\n<p>Wir haben am Abend noch eine Runde in Urk gedreht. Nett, wie alle diese holl\u00e4ndischen St\u00e4dtchen und ein unglaublich grosser Hafen. Fr\u00fcher war Urk eine Insel, als das Ijsselmeer noch nicht eingedeicht war und die grossen Zei- und Dreimaster von Hoorn, Enkhuizen und Amsterdam nach Ostindien gesegelt sind. Jetzt ist Urk eine Insel auf dem Land. Nur an einer Seite ist noch Wasser, an den anderen sind Polder, also eingedeichte Landfl\u00e4chen. Interessante Geschichte f\u00fcr ein kleines Dorf auf einem H\u00fcgel.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>21.08.2017 aus Lelystad<\/p>\n<p>Wetter: st\u00fcrmisch. auch im Hafen weht ein scharfer Wind. Zuerst 5 Bft. sp\u00e4ter, als wir draussen waren wieder 7 Bft. Also am Ijsselmeer kann es ordentlich blasen, aber Makaio hat sich tapfer unter Windpilotsteuerung (!) durchgek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0055-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15413\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0055.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0055-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0055-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir hatten eine st\u00fcrmische Nacht, aber die Leinen haben alle gehalten. Wir haben zum Gl\u00fcck Gummisabfederungsstopper, weil sonst h\u00e4tte es wie bei den anderen Booten immer gequietscht und gezerrt. In der Fr\u00fch haben wir drei (!) Kuchen gebacken und im Cockpit gut gefr\u00fchst\u00fcckt. So gegen elf Uhr sind Anita und Toni zu uns gekommen, ein bisschen sp\u00e4ter dann auch Maren. Wir haben uns alle zusammen unter das Cockpit Dach gequetscht und die G\u00e4ste haben eine Schiffsf\u00fchrung bekommen. Dann sind wir an der Hafenmole entlang zum Leuchtturm spaziert. Anita, Toni und Maren sind gerade auf einer Gesch\u00e4ftsreise zu den verschiedenen Skihallen, Kunst-Ski-Teppichen und Skiorganisationen und -Verb\u00e4nden quer durch Holland und kommen tats\u00e4chlich gerade vom Skifahren! Wir haben uns \u00fcber ihren Besuch sehr gefreut.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter haben wir noch den \u00e4rgsten Regen abgewartet, aufger\u00e4umt, denn wenn wir bei Windst\u00e4rke 5-6 (tats\u00e4chlich waren dann wieder 7) kreuzen wollen, darf nichts herumliegen. Um halb 2 haben wir uns zuerst am Steg (nur mehr vorne festgemacht vom Wind in den Wind drehen lassen und haben dann in Ruhe das Grossegel im 2. Reff hochgezogen. So konnten wir direkt aus dem Hafen segeln und hatten gleich mal auch einen guten Speed von 5 Knoten drauf. Im Zick Zack sind wir Richtung Leystad gesegelt. Makaio wurde die meiste Zeit vom Autopilot gesteuert, was super war, denn so konnten wir uns bei den diversen Regeng\u00fcssen alle unter dem Schutzdach verkriechen. Im Ijsselmeer k\u00f6nnen sich auch bei viel Wind nicht so hohe Wellen aufbauen, ausserdem waren wir am Ende in der Abdeckung des Mitteldammes zwischen Ijsselmeer und Markermeer, was zu fast glattem Wasser und fetzigem Wind gef\u00fchrt hat. So konnten wir trotz der ganzen Reffs mit \u00fcber 6 Knoten der Schleuse Houtribsluizen entgegenheizen. (auf hartem Am WInd Kurs, wie meistens in diesem Sommer).<\/p>\n<p>Der Damm ist witzig, von weitem sieht man schon, wie Autos und Laster \u00fcber das Meer fahren. Und die Schleuse (von mir angefunkt und uns das port dock zuweisend) hat sofort ge\u00f6ffnet, als wir daher kamen. So ist das Recht!<br \/>\nHinter der Schleuse, also im Markermeer haben wir im Hafen Batavia angelegt. Die Kinder haben noch das Beiboot geflickt (hat ein kleines Loch) und der Opa hat haufenweise Bratkartoffeln mit Speck und Zwiebeln gebraten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0093-682x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"961\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15414\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0093.jpg 682w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_0093-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es zeigt sich, dass Noah zwar gerne mehr machen w\u00fcrde, wie einparken, Beiboot fahren, kochen usw, es dann aber an den grundlegendsten Voraussetzungen fehlt und er einfach oft \u00fcberhaupt keinen \u00dcberblick hat, was wie zusammenh\u00e4ngt und was f\u00fcr was n\u00f6tig ist. (z.B. Gas zum Kochen). Es ist ein bisschen erschreckend, dass er auch noch nicht ganz sicher ist, ob wir noch in D\u00e4nemark oder schon in Holland sind. Irgendwie planlos. Wir fagen uns, wie er so eine Ausbildung oder eine Lehre machen oder \u00fcberhaupt einmal einen Job erledigen kann. Allerdings kann man sagen, dass er wenigstens nicht mehr drogens\u00fcchtig, auch nicht mehr nikotins\u00fcchtig und in keinster Weise boshaft, gewaltt\u00e4tig oder kriminell ist. Einfach sehr unselbst\u00e4ndig und irgendwie total planlos. Wir vermuten, dass er ein leichtes Opfer der Berliner Gangs war, denn er macht ohne nachzudenken jeden Bl\u00f6dsinn, wenn ihn jemand dazu anstiftet.<\/p>\n<p>Hier im Hafen geht Wlan, meistens muss mal sich daf\u00fcr auf eine windige Bank unter das Hafenkontoor B\u00fcro setzen und dann das Ger\u00e4t auf der Suche nach mehr Strichen in den WInd halten, aber hier geht es bequem im Boot!! Wir sitzen unter dem Cockpitdach, weil der Sturm draussen immer noch pfeift und unser Windgenerator ausreichend Strom produziert, alle Handys, Tablets, Computer, elektrische Zahnb\u00fcrsten, Lichter (wir haben jetzt LED-Lichter!) usw. aufzuladen. <\/p>\n<p>Morgen wollen wir die Batavia Werft und das Batavia Schiff besichtigen. Ausserdem sollen es morgen nur mehr 2 Knoten Wind geben. Da sind wir gespannt.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>18.08.2017 aus Lemmer<\/p>\n<p>Wetter: bew\u00f6lkt, aber kein Regen. windig, aber keine Wellen.<\/p>\n<p>Heute haben wir wieder mal ausgeschlafen und sind dann von unserem Inselpl\u00e4tzchen wieder in den Prinses Margriet Kanal eingebogen. Auf diesem sind wir gem\u00fctlich (gegen relativ starken Wind) nach Lemmer gefahren. Zwei Br\u00fccken, aber sobald wir am wachtplaads festmachen wollten, haben sie sie aufgemacht und wir konnten gerade durch. Mit uns und uns entgegen waren grosse Lastk\u00e4hne unterwegs, manche leer, manche so voll, dass auf der Seite gerade mal 5cm Rand \u00fcber dem Wasser war, aber Wellen gibt es ja hier keine, da sind sich die anscheinend auch ganz sicher, weil so ein volles Gef\u00e4hrt vertr\u00e4gt nicht mal eine 10cm hohe Welle!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9522-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15311\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9522-Kopie.jpeg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9522-Kopie-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>In Lemmer gibt es ca 12 Yachth\u00e4fen, manche habe Platz f\u00fcr \u00fcber 200 Boote. Hier ist was los! Wir sind in einen der Kan\u00e4le Richtung Stadt abgebogen (Stroemkanal) und haben beim Ijmeer Yachthaven beim Hafenmeister Wartepontoon festgemacht. Der Hafenmeister hat uns dann einen Platz, genau abgemessen f\u00fcr uns (wir sind 10,54m lang und 3,34m breit und der Platz ist 11m land und 3,50m breit) zugewiesen. In den haben wir uns ganz vorsichtig einparkiert, er war hinten im Eck und so mussten wir uns zentimetergenau hinbewegen, auf der Stelle drehen und dann hineinschieben. Das haben wir gut geschafft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9651-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15312\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9651-Kopie.jpeg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9651-Kopie-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>In diesem grossen Hafen gab es alle Finessen: Strom, Wasser, Internet, Waschmaschinen und Trockner, sogar ein Schwimmbad und eine Sauna!<br \/>\nWir haben uns erstmal ein zweites Fr\u00fchst\u00fcck verpasst, sind dann mit dem Dingi in die Stadt gefahren (ca 15 min, durch 3 Br\u00fccken und eine Schleuse) und haben dort wieder mal eingekauft (6 Personen setzten ganz ordentlich Lebensmittel durch!) und alle Ersatzteile f\u00fcr Makaio besorgt, die wir gebraucht haben. Lemmer ist ein nettes St\u00e4dtchen und voller Leben. Hier war heute Stadtfest und es war viel leichter einen Parkplatz f\u00fcrs Dingi am Kanal zu finden (und das war nicht leicht), als einen Parkplatz f\u00fcrs Auto in der Altstadt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9514-Kopie.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-full wp-image-15313\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9514-Kopie.jpeg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9514-Kopie-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>Zur\u00fcck im Hafen haben wir gewaschen: Zwei Ladungen Waschmaschine + Trockner. Gas haben wir auch getauscht. Und die gr\u00fcne Positionslampe solange repariert, bis sie jetzt wirklich zuverl\u00e4ssig leuchtet.<br \/>\nAm sp\u00e4teren Nachmittag sind dann alle ins Schwimmbad und in die Sauna und ins Dampfbad und wieder ins Schwimmbad gegangen. Wellness-Tag. Der Opa hat ein sehr langes Nachmittagsschl\u00e4fchen gemacht.<\/p>\n<p>Am Abend noch eine Runde mit dem Dingi. Hier gibt es unz\u00e4hlige kleine Kan\u00e4le, wo die Leute H\u00e4uschen direkt am Wasser haben, kleinere und gr\u00f6ssere Boote davor, gepflegte G\u00e4rten und friesische Flaggen. Alles total aufger\u00e4umt. Und anstatt mit dem Auto oder mit dem Fahrrad kurven wir (und andere) mit dem Dingi durch die Kan\u00e4le (=Str\u00e4sschen).<\/p>\n<p>Morgen wollen wir durch die Schleuse ins Ijsselmeer fahren und dann endlich mal wieder die Segel hochziehen. Ziel Urk. Dort wollen wir am Abend Anita und Toni treffen.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>13.08.2017 Helgoland &#8211; Borkum<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8855-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15265\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8855-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8855-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8855-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8855-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wind: also nach und nach ein orkanartiger Sturm mit 3 Meter hohen Wellen aus S\u00fcdwest. Vorhersagen sind eben Vorhersagen. Und die Nordsee ist die Nordsee.<\/p>\n<p>Wir sind kurz nach 2 Uhr nachts gestartet. Es war nur leicht windig. Wir konnten das Grosssegel schon an der Boje hochziehen und sind schon im Helgol\u00e4nder Vorhafen mit vollen Segeln Richtung deutschem Festland gesegelt. Leider war Kathi nach 3 Minuten schlecht und sie hat sich dauer-kotzend ins Cockpit gesetzt, ab halb 3.<\/p>\n<p>Erst alles nach Plan, aber es war nur sehr leicht windig und auch schon mehr aus S\u00fcdwest als aus West, so mussten wir von Anfang an Am Wind fahren. Soweit ok. Da wir am Anfang noch die Str\u00f6mung quer gegen uns hatten, hat uns das ganze etwas quer Richtung Cuxhafen versetzt. Das war aber nicht so schlimm, weil so konnten wir das ganze Verkehrtstrennungsstrassen-B\u00fcndel in einem und vorschriftsm\u00e4ssig rechtwinklig \u00fcberqueren. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8859-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15266\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8859-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8859-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8859-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8859-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es war zwar recht viel Verkehr, aber wir hatten Gl\u00fcck und sind ganz gut durchgekommen. Dank AIS ist das jetzt auch viel einfacher als ohne. Mein Trauma (von letztem Jahr, als wir noch kein AIS hatten) dass wir mit einem Tanker zusammen stossen k\u00f6nnten, hab ich jetzt abgelegt. Auch weil wir jetzt schon ganz oft Tankerspuren bei Tag und bei Nacht \u00fcberquert haben. So langsam gew\u00f6hnt man sich daran.<\/p>\n<p>Durch diese Ablenkung waren wir erst um 6 Uhr bei der Tonne Weser 2 (eine Stunde versp\u00e4tet), dann mussten wir allerdings kreuzen, denn der Wind kam direkt aus der Richtung wo wir hinwollten. Erst ging das ganz gut, nicht zu viel Wind, m\u00e4ssig hohe Wellen, \u00a0Abbiegewinkel von ca. 90 Grad und die Str\u00f6mung, ab 5 Uhr mit uns) hat uns auch ordentlich angeschoben. Sah soweit ganz gut aus. Allerdings kamen dann sehr dunkle Wolken auf und eine Schauerb\u00f6e nach der anderen sind \u00fcber uns hergezogen. Zum Gl\u00fcck hat der Windpilot die meiste Zeit gesteuert, nass geworden bin ich allerdings trotzdem. Kathi hat verschiedenste Tabletten und Kaugummis f\u00fcr wenige Minuten genommen, dann wieder ausgekotzt. Wir bedauern sie da alle, anscheinend muss sich der K\u00f6rper erstmal an ein Schiff gew\u00f6hnen, und Kathi ist das erste Mal auf einem Schiff.<\/p>\n<p>Durch den immer st\u00e4rkeren Wind und die B\u00f6en mussten wir das Grossegel reffen (und das Vorsegel auch ein bisschen einrollen, aber f\u00fcr das Grosssegel muss man aufs Vorschiff). So wurde ich ein zweites Mal komplett abgewaschen, aber reffen k\u00f6nnen wir jetzt besser. Das Schiff war durch den harten Am Wind Kurs auch ziemlich schr\u00e4g. Das hat Kathi leider noch mehr seekrank gemacht, und den Opa auch. So haben sie gemeinsam in den M\u00fclleimer gekotzt, \u00fcber die Reling w\u00e4re viel zu gef\u00e4hrlich gewesen. Die anderen haben zum Gl\u00fcck noch geschlafen. DP07 hat auf UKW immer noch von abnehmenden Winden und Schauerb\u00f6en von 5-6 Bft gesprochen.<br \/>\nDurch die Kreuzerei und den starken Gegenwind (6 Bft stehend, B\u00f6en 7) haben sich sehr hohe Wellen (am Angang ca 2m, sp\u00e4ter eher noch mehr) gebildet. Dadurch haben wir uns unserem Ziel Norderney nur sehr langsam gen\u00e4hert, zu langsam um das g\u00fcnstige Fenster, um dort mit auflaufendem Wasser \u00fcber die Barre hineinzufahren, noch zu erwischen. Einige Segler haben uns vor den Barren zwischen den Inseln gewarnt. Vor allem, wenn Str\u00f6mung gegen Welle steht und sich dann an den untiefen Stellen Wellenl\u00f6cher bilden k\u00f6nnen, wo es dann pl\u00f6tzlich nur mehr ein paar cm tief ist.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit sind die anderen auch aufgewacht und haben abwechselnd gekotzt, der Einfachheit halber mittlerweile im Cockpit auf den Boden (Peter nennt das W\u00fcrfelhusten, weil der Cockpitboden bei vielen Schiffen in w\u00fcrfelf\u00f6rmigem Teak ist, wo das dann durchf\u00e4llt). Endzeitstimmung auf Makaio. Wir brauchen einen neuen Plan.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9065-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15267\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9065-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9065-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9065-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9065-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach Cuxhafen zur\u00fcckfahren? Aber es w\u00e4re die falsche Richtung und bei den hier vorherrschenden westlichen Winden, verlagert sich das Problem m\u00f6glicherweise nur um ein paar Tage?!<\/p>\n<p>Einen anderen Hafen anlaufen? Spiekeroog und Wangeroog haben nur sehr kleine H\u00e4fen, die bei Ebbe trocken fallen (also Land sind) und ausserdem haben auch die eine Barre am \u00dcbergang zur Nordsee?!<\/p>\n<p>Trotzdem nach Norderney fahren? Wir als Anf\u00e4nger in dieser Disziplin trauen uns nicht, den Rat erfahrener (Nordsee-)Segler zu missachten. Trotz Siechtum auf Makaio wollen wir nichts riskieren und trauen uns bei ablaufendem Wasser (Str\u00f6umung und Wind gegen uns) \u00fcber die Barre vom Dovetief.<\/p>\n<p>Weiterfahren und den n\u00e4chsten tiefen und sicheren Hafen anlaufen? Das w\u00e4re dann Borkum, noch mal fast 40 Meilen. <\/p>\n<p>Irgendwie alles nicht so spacig. Aber so ist das. Man muss da flexibel sein und wenn man mal auf dem Meer ist, dessen Spielregeln akzeptieren. Es nutzt nix.<\/p>\n<p>Wir haben uns f\u00fcr die Variante nach Borkum zu fahren entschieden. Und notfalls noch mal eine Nacht auf See zu verbringen. Mir war zum Gl\u00fcck nicht schlecht und Sicherheit geht vor.<\/p>\n<p>Mittlerweile hatten wir auch die Str\u00f6mung gegen uns (das \u00e4ndert sich ja alle 6 Stunden), was dazu f\u00fchrte, dass wir, obwohl normal gekreuzt, eine Spur wie eine liegende 8 hatten und damit eigentlich r\u00fcckw\u00e4rts gefahren sind.<\/p>\n<p>Daher haben wir den Motor angemacht und \u00a0mit gerefftem Grosssegel, hart am Wind im 45 Grad Winkel gegen die Wellen weitergek\u00e4mpft, so mit 3-4 Knoten. Richtung Borkum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9172-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15268\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9172-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9172-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9172-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9172-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Mittlerweile hat DP07 eine Windwarnung f\u00fcr die Deutsche Bucht herausgegeben. Ein paar Stunden sp\u00e4ter dann &#8222;near gale warning&#8220;. Und der Wind wurde auch tats\u00e4chlich immer mehr. Und damit auch die Wellen immer h\u00f6her. Ein schwarzer Wolkenhaufen nach dem anderen haben mich am Steuer und das Schiff (auch den Cockpit-Boden) durchgewaschen. Mit den Schauerwolken kamen wohl auch die Starkwind-B\u00f6en. Mittlerweile st\u00e4ndig um die 7, was 15m\/sec sind. Das gr\u00f6ssere Problem waren aber die Wellen. Tapfer hat sich Makaio durchgek\u00e4mpft und nach einigen Stunden hatten wir auch die Str\u00f6mung wieder mit uns. So konnten wir ert 4-5 Knoten, dann sogar 5-6 Knoten \u00fcber Grund fahren. Die M\u00e4gen der restlichen Crew waren mittlerweile leer und die Gesichter bleich, aber wir schaffen es. Wir fahren einfach weiter bis Borkum und dann nach Holland durch die Kan\u00e4le, ohne gale-force winds und ohne Wellen. Neuer, guter Plan.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich h\u00f6ren ir auch UKW Kanal 16, dem Notkanal, der immer angeschaltet sein muss, wenn man unterwegs ist: &#8222;Makaio, hier Socorro&#8220;. Grosse Freude! Jochen und Christiane hatten wir letztes Jahr in der Ostsee getroffen. Sie waren diese Jahr in Frankreich und sind jetzt auf dem R\u00fcckweg. Julian war am Funkger\u00e4t, weil ich konnte (schon seit vielen Stunden, keine Minute vom Steuer weg). Jochen und Julian haben einen anderen Kanal vereinbart, den Kanal umgestellt und sich dann unterhalten. Die Socorro ist in Norderney. Wenn alles nach Plan A gelaufen w\u00e4re, h\u00e4tten wir uns getroffen. So haben wir wenigstens miteinander gefunkt. (Und wir tauschen unsere Reiseberichte aus, so wissen wir, was jeweils so l\u00e4uft&#8230;)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9224-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15269\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9224-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9224-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9224-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9224-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So waren wir doch schneller als erwartet auf der H\u00f6he von Borkum. Wir mussten immer mal wieder rauskreuzen, da wir weit genug von den Untiefen und dem Borkumer Riff bleiben wollten Es war erst ca 21 Uhr als wir auf der H\u00f6he von Borkum waren. Sch\u00f6ner Sonnenuntergang \u00fcber gischtend sch\u00e4umendem aufgebrachten Meer. Also vielleicht doch noch schnell in den Hafen, und nicht noch die ganze Nacht hier draussen auf dem Meer? Zur Sicherheit habe ich versucht, auf Kanal 17 den Hafen von Borkum anzufunken. Keine Antwort, die sind wohl schon nach Hause gegangen. Dann auf Kanal 16 &#8222;all stations im Hafen Borkum&#8220;. Gemeldet hat sich sofort &#8222;Bremen Rescue&#8220;, ob wir Hilfe ben\u00f6tigen. Ich hab gesagt, eigentlich nicht, ich wollte nur wissen, ob wir den Hafen in Borkum noch anlaufen k\u00f6nnen, um diese Zeit (Platz?, Einfahrt befeuert, also die Einfahrt beleuchtet? usw.) Sie haben eine Verbindung mit dem Seenotkreuzer &#8222;Alfred Krupp&#8220; hergestellt, der in Borkum stationiert ist, \u00a0und die haben uns gesagt, wir sollen in den Schutzhafen kommen. Dort k\u00f6nnen wir l\u00e4ngsseits anlegen. Soweit so gut.<\/p>\n<p>Leider haben die Wellen in der Ems-M\u00fcndung in die wir abbiegen mussten, \u00fcberhaupt nicht abgenommen. Eher noch gr\u00f6ssere Wellen, weil es da ja nicht mehr so tief ist. So haben wir uns mehrere Stunden gegen Wind und Wellen (und wohl auch Str\u00f6mung) von dem Riff und den Untiefen freigek\u00e4mpft. Schon irgendwie erfolgreich, aber sehr langsam. So ca mit 1-2 Knoten \u00fcber Grund. Riesenwellen haben uns laufend \u00fcberschwappt. Ich hatte am Steuer abwechselnd S\u00fcsswasser und Salzwasser Duschen. Dazu ein orkanartiger Sturm und mittlerweile Dunkelheit. Die Crew beim Dauer-Kotzen.<\/p>\n<p>Um ca 23:30 Uhr haben wir einen Funkspruch von der Alfred Krupp erhalten. Ob sie uns begleiten sollen, in den Hafen. Gerne, haben wir zur\u00fcckgefunkt. Dann haben sie koordiniert, dass wir zuerst einem holl\u00e4ndischen Pilot-Boot, der Lyra, beleuchtet wie ein Christbaum, nachfahren k\u00f6nnen und dann haben sie uns vor dem Hafen bei der Fischerbalje \u00fcbernommen. Mittlerweile bei steigender Flut und auflaufendem Wasser, mit dem gerefften Grossegel (ganz dicht, obwohl vor dem Wind, damit es nicht noch jemanden \u00fcber Bord haut) hatten wir pl\u00f6tzlich 9,5 Knoten drauf. Absurfend auf den gef\u00fchlt 3 Meter hohen sich brechenden Wellen. Makaio war gar nicht mehr so leicht zu steuern, vor allem, weil ich in der einen Hand das Funkger\u00e4t hatte, um mit der Alfred Krupp zu reden und zu h\u00f6ren, was sie sagen und weil meine Brille mehrere Salzkrustenschichten hatte und es dazu stockfinster war. So sind wir dem SAR Schiff in den Hafen gefolgt. Immer wieder haben sie gesagt, wir m\u00fcssen ihnen ganz genau folgen, weil viel Strom setzt. Das bedeutet, dass es eine gewaltige Str\u00f6mung hat, die einen an den diversen Einfahrten einfach vorbeischiebt (und damit auf die &#8222;S\u00e4nde&#8220; setzt, wie wir sp\u00e4ter erfahren haben.) Noch schnell das Grossegel bergen. Noah und David haben sich mega zusammengerissen und trotz \u00dcbelkeit (angeh\u00e4ngt mit Sicherheitsleinen) das Segel runtergeholt und ums Schiff Leinen und Fender angebracht. So haben wir uns nach Anweisung mit 8-9 Knoten dicht an einer dunklen, rostigen Hafen Spuntwand entlang dem SAR Schiff an die Fersen geheftet und sind auf Komando mit Vollgas und scharfer Kurve in den Hafen eingebogen (zwischen den roten und gr\u00fcnen Lichtern, mehr war nicht zu sehen). Dort haben wir neben dem Seenotkreuzer angelegt und die M\u00e4nner haben uns geholfen, Makaio festzubinden und der wakligen Crew an Land zu helfen. Sie waren sehr nett und haben uns auch medizinische Hilfe f\u00fcr die Bleichgesichter angeboten. Wir waren aber einfach nur froh, dass wir da waren, sonst eigentlich ganz in Ordnung.<br \/>\nSp\u00e4ter hat der Opa noch einen Whiskey getrunken, Kathi hat ein Toastbrot gegessen, den Rest weiss ich nicht mehr, weil ich nach 24h mit (nassen) Klamotten auf der Wohnzimmerbank eingeschlafen bin. Um halb 3.<br \/>\nWhat a day. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>12.08.2017 Helgoland Hafentag<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8921-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15261\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8921-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8921-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8921-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8921-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wetter: bew\u00f6lkt und sonnig, m\u00e4ssig windig.<\/p>\n<p>Am Vormittag haben wir von einem Segelnachbarn geh\u00f6rt, dass es hier ein spezielles Lebensmittelgrosshandelsgesch\u00e4ft nur f\u00fcr Segler gibt. In einem Hinterhof musste man durch ein grosses Rolltor gehen und tats\u00e4chlich: Grosspackungen Lebensmittel und Getr\u00e4nke auf Paletten. \u00a0Und da alles zollfrei ist, M\u00dcSSEN sie es ans Schiff liefern. Also haben wir einen Grosseinkauf gemacht, Getr\u00e4nke, 15kg Kartoffeln, Fleisch, und vieles anderes. Und alles wurde tats\u00e4chlich mit einem Rollw\u00e4gelchen zum Schiff geliefert! So ein Luxus! Nachdem wir alles in Makaios Bauch verstaut haben, kam auch schon die F\u00e4hre an. Julian und David mit der Katamaran-Jet-F\u00e4hre und Kathi, obwohl noch gemeinsam im Zug von Berlin nach Cuxhafen, mit der Helgoline F\u00e4hre. Da anscheinend bis zum Schluss unklar war, wann welche F\u00e4hre wo losf\u00e4hrt, hatte eine (fremde) Frau Kathi netterweise noch schnell zum richtigen Hafen f\u00fcr die Helgoline F\u00e4hre gebracht und diese angerufen, damit sie extra auf Kathi noch 10min wartet. Jedenfalls kamen alle drei fast gleichzeitig mit viel Gep\u00e4ck zu Mittag in Helgoland an. Erstmal zum Schiff. Jetzt sind wir ganz sch\u00f6n voll. 6 Personen und jede Menge Taschen und Rucks\u00e4cke und Lebensmittel f\u00fcr mehrere Wochen. Full house auf Makaio!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8952-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15263\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8952-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8952-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8952-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8952-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Mit so vielen H\u00e4nden haben wir dann mal abgelegt und sind aussen um den Hafen zum inneren Hafen und zur Tankstelle gefahren. Es war, obwohl wir bei Hochwasser da waren, nicht sehr tief (ca 1m unterm Kiel) Und &#8211; auch weil gerade Hochwasser war, war ein rechter Stau bei der Tankstelle. Ein Motorboot war schon da und hat getankt (als wir fertig waren, haben sie immer noch getankt!), ein grosser Zweimaster hat mit uns gewartet und sich dann vorsichtig zur Tankstelle bewegt. Wir haben solange im Hafenbecken treibend gewartet (ca eine halbe Stunde). Als wir dran waren haben wir f\u00fcr 0.91?\/l 115 Liter Diesel getankt und gleich die entsprechende Menge Grotamar (gegen Dieslbakterien, die Filter verstopfen k\u00f6nnen) dazugegeben. Dann wieder zur\u00fcck zu unserem Hafenbecken, aussen herum, und wieder angelegt. Die neue Crew ist guter Dinge.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8928-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15262\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8928-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8928-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8928-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8928-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Jetzt gibt es auf Makaio Fidget Spinner Gesurre, viele herumliegende Socken, viel Zeugs auf allen B\u00e4nken, und viel Lachen und lustige Gespr\u00e4che. Noah freut sich besonders und ist sehr hilfreich, den anderen alles zu erkl\u00e4ren (z.B. auch das Klo), auch kann er mittlerweile den Palsteck und den Fenderknoten, die er den anderen geduldig beibringt.<br \/>\nSp\u00e4ter haben wir die Helgoland Rundwanderweg zu den T\u00f6lpelfelsen gemacht. David hat bemerkt, dass diese roten Sandsteinfelsen unkletterbar sind, weil sie einem unter den FIngern wegbrechen w\u00fcrden. Die V\u00f6gel st\u00f6rt das allerdings nicht.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum Schiff haben wir einen Riesentopf Nudeln gekocht und gegessen und haben dann schon mal ausgeparkt aus dem P\u00e4ckchen und uns an eine Boje im Hafen geh\u00e4ngt. So konnten wir in Ruhe alles aufr\u00e4umen, alle Fender wegbinden und Leinen versorgen. Damit wir dann um 2 Uhr nachts, wenn wir starten wollen, nur eine Vorleine losmachen m\u00fcssen und abfahren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9014-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15264\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9014-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9014-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9014-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_9014-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Der Plan, unter Einbezug diverser B\u00fccher, Hafenhandb\u00fccher, Wetterprognosen aus dem Internet, Tipps und Hinweise andere Segler und den Str\u00f6mungs- und Gezeiten Vorhersagen vom Bundesamt f\u00fcr Seeschifffahrt war der Plan folgender:<\/p>\n<p>Um 2 Uhr ablegen und mit Halbwind bis zur Tonne Weser 2 segeln, dabei das Verkehrstrennungsgebiet an einer erlaubten Stelle \u00fcberqueren, eigentlich sind es 3 Spuren, Elbe (Cuxhafen\/Hamburg), Weser (Willhemlshafen) und die Hauptspur namens TG\/C Richtung Holland, zu der wir sp\u00e4ter parallel segeln m\u00fcssen. \u00dcberwacht wird das ganze von German Bight Traffic (Verkehrszentrale f\u00fcr die deutsche Bucht) auf Kanal 80. Danach wollen wir die vorhergesagte Winddrehung ausnutzen ab 5 Uhr zwischen der TG\/C Tankerspur und den ostfriesieschen Inseln Wangeroog, Spiekeroog, Langeroog, und Baltrum nach Norderney segeln. Bei diesen Inseln gibt es die Besonderheit, dass es zwischen ihnen sogenante Seegate gibt. Das sind so Rinnen, in denen sich bei Ebbe und Flut (eigentlich zwischen Ebbe und Flut) starke Str\u00f6mungen bilden. Und zus\u00e4tzlich gibt es noch die Schwierigkeit, dass es beim \u00dcbergang zum Meer Barren gibt, Schwellen, die bei Ebbe sehr untief sind (also flach, zu flach um dr\u00fcberzufahren) und nur bei Flut gut passierbar sind. Das Dovetief im Osten und das Schluchtertief im Westen sind die beiden Spuren f\u00fcr Norderney. &#8222;Tief&#8220; heisst das hier, wenn es NICHT tief ist. Damit wir da gut dr\u00fcberkommen, wollen wir um ca 11 Uhr, bei auflaufendem Wasser mit Str\u00f6mung und genug Wasser auf der Barre \u00fcber das Dovetief nach Norderney fahren.<br \/>\nSo der Plan. Aber die Nordsee hat uns andere Spielregeln gelehrt und uns am n\u00e4chsten Tag alles abverlangt, mindestens alles, was wir bis jetzt draufhaben. Morgen mehr.<\/p>\n<p>Makaio ist zu diesem Zeitpunkt total ready to sail. Alles aufger\u00e4umt, Tanks gef\u00fcllt. Crew vollz\u00e4hlig. Ready zum Start um 2 Uhr.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>08.08.2017 <\/p>\n<p>Wetter: sehr st\u00fcrmisch, aber sonnig. S\u00fcdwest 6-7 Beaufort.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8654-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15110\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8654-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8654-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8654-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8654-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind kurz nach Sonnenaufgang in Spodsbjerg gestartet. Ein Zweimaster hat sich so in die Einfahrt verparkiert, dass man fast nicht rauskonnte, aber Ken hat uns geschickt r\u00fcckw\u00e4rts und dann vorw\u00e4rts herausgef\u00e4delt.<br \/>\nIn der Nacht war ein Sturm mit starken Regeng\u00fcssen durchgezogen. Gut, dass wir da noch im Hafen waren.<\/p>\n<p>Zuerst ging es schon mit kr\u00e4ftigem Wind aus S\u00fcdwest entlang der Insel Langeland und parallel zu einer Tankerspur. Wir h\u00f6ren auf Kanal 11 den Great Belt Traffic (Verkehrszentrale) mit und sehen am AIS wer in welche Richtung und wie schnell f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Nach Langeland m\u00fcssen wir kreuzen und schaffen bei sehr starkem Wind und sehr hohen Wellen (fast 2m) gegen uns, dazu einem gerefften Segel nur einen nicht so guten Winkel. Jedenfalls fahren wir auf dem &#8222;Holebug&#8220; wieder fast zur\u00fcck, vorbei an Bagenkop und Richtung Marstal, wo wir am Anfang des Sommers schon mal waren. Uns sind einige grosse Holzschiffe entgegengekommen. Zu Kreuzen versuchen bei diesem Wetter irgendwie nur wir.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8805-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15114\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8805-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8805-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8805-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8805-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach der n\u00e4chsten Wende konnten wir die Kieler F\u00f6rde fast direkt ansteuern. Jetzt war durchgehend \u00fcber 6 Beaufort Wind, dazu 2m Wellen. Wie Rodeo ist das Schiff durch die Wellen getanzt. Wir waren permanent sehr schief im Wasser und unten konnte man von den unteren Fenstern direkt unter Wasser ins Meer sehen. Innen herumzuturnen war eine Herausforderung. Nur wenn man schnell was holen musste, hat man sich nach unten begeben. Ansonsten waren wir alle oben. Abwechselnd am Steuer oder sitzend auf der oberen Kante.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8678-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15111\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8678-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8678-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8678-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8678-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit diese Wellen unser 6,7Tonnen schweres Schiff heben und fallen lassen. Mehrere Stunden Rodeo.<br \/>\nIm VHF Radio haben wir geh\u00f6rt, wie st\u00e4ndig neue Meldungen an Lyngby Radio (D\u00e4nischer Seenotrettungsdienst) und sp\u00e4ter Bremen Rescue (Deutscher Seenotrettungsdienst) abgesetzt werden. Ein sailing vessel dismasted. Ein sailing vessel aground. Funkspr\u00fcche hin und her, dass Leute geborgen wurden und dass Rettungsboote unterwegs sind. Heute war auch ein Grosseinsatztag f\u00fcr die Deutsche K\u00fcstenrettung. Sonntag und sch\u00f6nes Wetter, dazu dieser Starkwind. Wir haben geh\u00f6rt, dass zwei abgetriebene Schlauchboote gesichtet worden sind, ausserdem wurde aufgefordert, nach einem Surfer Ausschau zu halten und zwei weitere Boote mit Mastbruch wurden abgeschleppt.<\/p>\n<p>Wir konnten jedenfalls mit konstanter Geschwindigkeit im Auf und Ab Modus Kiel n\u00e4herkommen. Es gibt hier ein milit\u00e4risches Schiessgebiet, in dem heute zum GL\u00fcck aber keine Schiess\u00fcbungen abgehalten wurden und zwei markierte Sperrgebiete mit &#8222;explosives&#8220;, \u00fcber die wir auch nicht gerade fahren wollten. So mussten wir genau dazwischen zielen und sehr hart am Wind fahren (und Makaio sehr sehr schief stellen), aber mit der von Ken vorausgesagten leichten Winddrehung in K\u00fcstenn\u00e4he, haben wir da genau die Kurve kratzen k\u00f6nnen. Der Plan ist wieder gut aufgegangen. Noch zwei Wenden und kurze Zick-Zack Schl\u00e4ge und wi konnten in die Kieler F\u00f6rde segeln. Dort war immer noch sehr viel WInd, aber keine hohen Wellen mehr. Da segelt es sich schon viel besser.<\/p>\n<p>Auch sind uns einige Tanker und F\u00e4hren entgegen gekommen. Einige nehmen Lotsen von Lotsenschiffen auf oder setzen die Lotsen wieder ab. Auf dem AIS sieht das so aus, als ob die Schiffe (Tanker und Lotse) zusammenstossen (tun sie ja irgendwie auch f\u00fcr 2 Minuten).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8739-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15112\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8739-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8739-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8739-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8739-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So waren wir um 18;00 bei der Schleuse in Kiel Holtenau. Wir mussten mit noch einem holl\u00e4ndischen Segelboot noch eine halbe Stunde warten, dann konnten wir zu zweit in die Schleuse. Am Rand festbinden, warten bis sich das Tor hinten schliesst und sich der Wasserstand hebt, dann geht das Tor vorne auf und wir konnten uns losbinden und weiterfahren. <\/p>\n<p>Der Nord-Ostsee Kanal (Kiel-Kanal) ist fast 100km lang und hat eine maximale Durchfahrtsh\u00f6he von 42m. Viele kleinere Tanker und kleinere Kreuzfahrtschiffe passen da durch und befahren diesen Kanal. Das Fahrwasser ist breit, aber wenn ein Riesentanker entgegenkommt, muss man sich als Segelboot ganz an den Rand dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Bei uns war am Abend sehr wenig los. Das Wasser ruhig, am Ufer Wald udn Wiesen. ab und zu eine Br\u00fccke oder F\u00e4hre. Alles sehr beschaulich. Mit Noah am Steuer haben wir noch das erste Drittel des Kanals bis Rendsburg befahren. In der Zwischenzeit hat Manu aus den Resten, die wir noch hatten, ein Drei-G\u00e4ngemen\u00fc gezaubert. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8800-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15113\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8800-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8800-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8800-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8800-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach einem sehr langen, wunderbaren Segeltag bei Starkwind und Am Wind, einer aufregenden Schleuseneinfahrt in den Kiel Kanal und einer beschaulichen Motorfahrt am Ende sind wir jetzt in Rendsburg und etwas m\u00fcde.<\/p>\n<p>Morgen gehts weiter, ab der Schleuse in Brunsb\u00fcttel, dem Tor zur Elbe und zur Nordsee, gibt es Gezeiten und Gezeitenstr\u00f6me. Dann bestimmt nicht mehr nur der WInd, sondern auch Ebbe und Flut, wann wir losfahren.<br \/>\nIch lerne von Ken, wie man das alles berechnet.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>06.08.2017 Tun\u00f6 &#8211; Spodbjerg<\/p>\n<p>Wetter: sehr st\u00fcrmisch, und leider aus S\u00fcdwest, genau wo wir hinwollen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8313-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15108\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8313-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8313-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8313-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8313-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Eigentlich wollten wir heute um 7 Uhr ablegen und weiter durch den Grossen Belt entlang Langeland Richtung Kiel segeln. Aber da Sturm aus S\u00fcdwesten ist und wir nach S\u00fcdwesten wollen, haben wir entschieden, dass wir erstmal im Hafen bleiben und hoffen, dass sich der Wind sp\u00e4ter dreht. So haben wir einen Spaziergang \u00fcber die Insel gemacht. Hier gibt es an der h\u00f6chsten Stelle eine kleine Kirche, deren Kirchturm gleichzeitig ein Leuchtturm ist. Nur ein paar H\u00e4user, also ein kleines Dorf und ansonsten viel Wiesen, ein paar Felder, und rund herum das Meer. Sch\u00f6n ist es hier. Es kam sogar ab und zu ein bisschen Sonne heraus. Es war sehr st\u00fcrmisch und so gibt das eine ganz eigene Stimmung auf der Insel im Meer.<\/p>\n<p>Leider hat der Wind nicht gedreht. Wir haben beratschlagt, verschiedene Wetterprognosen eingeholt (ohne WLan \u00fcber SSB) und \u00fcberlegt, wie wir das jetzt machen sollen. Neuer Plan: wir warten den \u00e4rgsten Sturm noch hier in Tunoe ab und starten morgen ganz fr\u00fch, wenn der Wind hoffentlich nicht mehr ganz so stark und hoffentlich mehr aus West\/S\u00fcdwest kommt.<\/p>\n<p>Am Abend noch einmal ein Strandspaziergang. Wegen eines neuen Regengusses sind wir aber in ein Internet Cafe gegangen (ja, sowas gibt es hier!) und haben s\u00e4mtliche Wetterinfos und i-pads aktualisiert. Wir sind immer noch auf der Suche nach den richtigen Radiofrequenzen f\u00fcr Wetterinfos \u00fcber das SSB Radio. Wir haben jetzt auch eine App auf dem i-pad, die Wetterfax Karten \u00fcber das SSB Radio empfangen kann, allerdings haben wir noch nicht genau herausgefunden, wie man das genau einstellen muss. Im Hafen hatte es heute in B\u00f6en bis Windst\u00e4rke 8. Gut, dass wir sicher im Hafen sind. Im VHF Radio kommt seit gestern st\u00e4ndig &#8222;gale warning&#8220; f\u00fcr die &#8222;tyske bugt&#8220; (Deutsche Bucht), die Ausl\u00e4ufer dieses Sturmes bekommen wir hier ab.<br \/>\nHeute also (unfreiwilliger) Hafentag. So konnten wir auch nochmal ein Brot und einen Kuchen backen und uns st\u00e4rken und ausruhen f\u00fcr einen weiteren langen Segeltag morgen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>04.08.2017 aus Tun\u00f6<\/p>\n<p>Wetter: erst sonnig, gut windig, in der Nacht mehrheitlich Flaute, dann Sturm und starker Regen, zum Schluss also recht ungem\u00fctlich<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8561-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15104\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8561-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8561-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8561-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8561-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck haben wir uns aus dem P\u00e4ckchen gel\u00f6st. Das war gar nicht so einfach, weil wir ganz innen waren und es auch noch Seitenwind gab. Alle Leute aller Boote waren auf den Beinen. Zuerst wurden alle Boote hinten losgemacht, so dass das ganze P\u00e4ckchen schr\u00e4g mit dem Wind verschoben wurde. Sobald die L\u00fccke hinten gross genug war, haben wir uns auch vorne losgemacht und sind nach hinten weggeschlupft. Die anderen haben das ganze Paket \u00a0wieder nach vorne gezogen und die Nr. 2 hat sich dann als neue Nr. 1 wieder am Steg festgemacht. Anscheinend war das auch nicht so einfach, es gab ein rechtes d\u00e4nisches Geschrei, aber wir waren schon raus und unterwegs. Erst mit ausgebaumter Genua (Vorsegel) an der Insel Laeso vorbei, dann auf Am Wind Kurs (also mit schr\u00e4gem Schiff) entlang unserer abgesteckten Route. Ken hat mit Wetterbericht, Str\u00f6mungsvorhersage und sonstigen Infos, die wir hatten, berechnet, dass wir um Anholt herum segeln, dann der Wind dreht, wir noch die Str\u00f6mung unterhalb Anholt ausnutzen und dann in einem Bogen wieder Richtung Samso kommen sollten. Dieser Plan ist auch fast aufgegangen. Wir haben mehrfach die Tankerspur gekreuzt, auf dem AIS war gut zu sehen, wer aller daherkommt und wie schnell. Ausserdem waren noch ein paar Fischerboote unterwegs (die kein AIS hatten). Einmal ist eine Schnellf\u00e4hre (Express 1) von hinten an uns herangekommen und wir waren bis unter 1 Seemeile an der K\u00fcste von Anholt dran, aber Stress hatten wir mit dem Schiffsverkehr keinen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8582-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15106\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8582-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8582-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8582-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8582-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben unter uns drei (Ken, Manu und ich) die Zeit in 2 Stunden Schichten aufgeteilt und jeder hatte 2 Stunden Wache und dann 4h &#8222;frei&#8220;. Ausser Ken, der hatte fast immer Wache oder Wach-Begleitung. Dieser Rhythmus war recht gut, wenn man zu dritt ist, ist das nat\u00fcrlich cool. Noah ist ein bisschen wie ein Passagier, er steckt ab und zu die Nase aus der Bugkabine. Immerhin hat er Tomaten\/Mozzarella gemacht und einmal 5 Min. gesteuert. Hilfe ist er beim Segeln keine grosse, aber er st\u00f6rt auch nicht. Zum Gl\u00fcck ist ihm auch bei den gr\u00f6ssten Wellen nie schlecht. Und Seetage kann er einfach verschlafen. Es k\u00f6nnte besser, aber auch viel schlechter sein.<\/p>\n<p>Nach einem wundersch\u00f6nen Sonnenuntergang hatten wir in der Nacht leider fast keinen Wind mehr, daher sind wir einige Zeit mit dem Motor in unsere Richtung gefahren. (Ruhe vor dem Sturm). Wie angek\u00fcndigt, kam um 5 Uhr mehr Wind und ab 7 Uhr ein rechter Sturm auf. Wir haben entschieden, nachdem der Hafen von Samso nur auf Kreuzkurs (im Zick Zack) erreichbar gewesen w\u00e4re und das durch einige Untiefen und Inselchen (=Hindernisse), den Hafen auf der Insel Tuno anzusteuern. Ab unterhalb Samso wurde es richtig ungem\u00fctlich, Wind in Sturmst\u00e4rke und dazu prasselnder Regen von allen Seiten. Ken hat es am Steuer richtig durchgewaschen&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8630-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15107\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8630-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8630-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8630-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8630-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Bei ziemlich hohen Wellen und starkem Sturm sind wir dann in den Hafen von Tuno eingelaufen. Ken hat ein super Anlegeman\u00f6ver (bei Starkwind im vollen Hafen) hingelegt und wir haben im 2. Versuch unsere Leinen zu einer deutschen X-Yacht hin\u00fcbergeworfen und uns im P\u00e4ckchen dort festgemacht. 27h auf See, 135 Seemeilen weiter. Ziemlich fix und fertig und klatschenass. Erstmal ein paar Stunden schlafen.<\/p>\n<p>Am Nachmittag haben wir unsere Sachen im Starkwind an der Reling getrocknet. Ausserdem haben Ken und Manu den Windgenerator wieder festgeschraubt und diverse andere Schrauben angezogen, die sich gelockert hatten. Dann waren wir noch im Mast und haben alles kontrolliert und dabei auch abgemessen, dass wir (mit Antenne und Freibord, also vom Wasser bis zur Spitze) 16m hoch sind. Da wir wieder unter der Grossen Belt Br\u00fccke durchfahren m\u00fcssen, ist das jetzt mal gut zu wissen.<br \/>\nAm Abend hat Manu gut gekocht und die anderen haben schon mal das Dorf erkundet, ich habe gleich geschlafen, weil mir irgendwie nicht so gut war.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>01.08.2017 aus Laes\u00f6<\/p>\n<p>Wetter: sch\u00f6n und sonnig, ein bisschen frisch. am Nachmittag ein paar kurze Schauer, dann wieder sch\u00f6n.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8607-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15103\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8607-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8607-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8607-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8607-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir haben heute ganz fr\u00fch in Gottsk\u00e4r abgelegt und sind zu den nahe gelegenen Sch\u00e4reninseln Ramn\u00f6 und Vind\u00f6 gefahren. Dort sind wir (Manu am Steuer) durch eine enge Passage gefahren und haben an einer Boje festgemacht. Schnell das Beiboot klargemacht und bei Sonne und rechtem Wind die Insel Ramn\u00f6 erkundet. Eine coole Sch\u00e4reninsel! Felsen, ein paar B\u00e4ume und Str\u00e4ucher und vor allem eine tolle Aussicht \u00fcber die umliegenden Sch\u00e4ren, Makaio und das Meer! Wir sind bis 11 Uhr geblieben und haben dann die Segel gehisst und sind quer \u00fcber das Kattegat auf gutem direktem Am Wind Kurs zum Hafen \u00d6sterby auf der Insel Laes\u00f6 gesegelt. Es war guter Wind, zuerst hat Manu gesteuert, dann der Windpilot. Wir haben die Route T passiert und einige Tanker gesehen. Mit einem haben wir gefunkt, weil er die l\u00e4ngste Zeit mit uns auf Kollisionskurs war, aber er hat gleich gefunkt: &#8222;you&#8217;re safe &#8211; you&#8217;re safe!&#8220;. Zwei \u00a0oder drei kurze Schauer haben uns nicht weiter gest\u00f6rt, einer allederings genau beim Einfahren in den Hafen. Wir haben uns schon ganz gut daran gew\u00f6hnt, dass es hier ab und zu regnet, aber wenn dann wieder die Sonne scheint, ist gleich wieder Sommer &#8211; schwedisch\/d\u00e4nischer Sommer. Leider immer noch kein Fisch, an der Angel aber wir geben das noch nicht auf. Wir waren im Hafen zu viert am P\u00e4ckchen und haben noch einen langen Abend-Sonnenuntergangs-Strandspaziergang gemacht. Leider muss Nina morgen zur\u00fcck in die Schweiz.<\/p>\n<p>Ein wunderbarer Segeltag heute. Schiff und Mannschaft sehr zufrieden.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>30.07.2017 aus Gottsk\u00e4r<\/p>\n<p>Heute morgen sind wir ja erst im Kungsbacka Fjord im Hafen Gottsk\u00e4r angekommen. Erstmal heiss duschen und alles wieder aufr\u00e4umen und in Stand setzen. Dann haben Nina, Ken und ich ein paar Stunden geschlafen. Es hat geregnet und war st\u00fcrmisch. Gut, dass wir jetzt im Hafen sind! In der Zwischenzeit hat Manu uns eingecheckt und festgestellt, dass die schwedischen Kronen von letztem Jahr, dieses Jahr zu alt sind und wir sie erst in einer Bank in neue Kronen umtauschen m\u00fcssen. Dann hat er mit dem Thermomix Brot gemacht und im Schiffsofen gebacken und ausserdem sehr gute Berner R\u00f6sti mit Spiegeleiern und Salat gemacht. So konnten wir uns nach der letzten harten Nacht wieder st\u00e4rken. Am Nachmittag haben wir einen Spaziergang gemacht und die Umgebung und die nahe liegende Insel Utholmen erkundet. Es gibt hier glatt geschliffene Sch\u00e4renfelsen, Grillpl\u00e4tze, Badestege und sogar einen Sprungturm. Uns war zum baden allerdings viel zu kalt. (gerade waren wieder Regenjacke und Wollm\u00fctze angesagt)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8276-Kopie-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-15102\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8276-Kopie-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8276-Kopie-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8276-Kopie-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_8276-Kopie.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg haben wir in der B\u00e4ckerei schwedische T\u00f6rtchen und Geb\u00e4ck gekauft (mit den restlichen M\u00fcnzen, die dieses Jahr auch noch ok waren) und waren so f\u00fcr ein gem\u00fctliches schweizerisch-schwedisches Z&#8217;Vieri im Cockpit ger\u00fcstet. Dann ein paar Bordarbeiten. Die Bilge ist wieder fast troken, wie immer. Abendspaziergang wieder bei Sonnenschein. In Gottsk\u00e4r gibt es viele tolle schwedische Designer-H\u00e4user, jedes hat eine Schwedenflagge am Mast und ein schwedisches Auto (Volvo) vor der Garage. Man hat hier einen tollen Blick aufs Meer und der Ort mit seinen sch\u00f6nen Holzh\u00e4usern, Terrassen und G\u00e4rten hat uns gut gefallen. Ausserdem haben wir vom Ufer unseren m\u00f6glicherweise n\u00e4chsten Ankerplatz ausgekundschaftet.<\/p>\n<p>Am Abend hat Nina einen neuen Makaio-Drink kreiert und wir haben es uns im Cockpit gut gehen lassen und sp\u00e4ter noch den Film &#8222;Captain Phillips&#8220; auf Youtube angesehen.<br \/>\nHeute also Hafentag.<br \/>\nMorgen wollen wir einen Ausflug nach G\u00f6teborg machen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>24.07.2017 aus Kopenhagen<\/p>\n<p><strong>STURM ODER NOCH NICHT STURM &#8211; GEWISSENSFRAGE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7148-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14396\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7148-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7148-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7148-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7148.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wetter: sehr windig heute. Ostwind mit 6-7 Bft. (das ist eigentlich Sturm), in manchen B\u00f6en war der Windanzeiger sogar noch h\u00f6her. Durchgehend zwischen 15 und 20 m\/sec. (also das IST Sturm)<\/p>\n<p>Heute sind wir fr\u00fch von Helsingor losgefahren. Wir haben zuerst \u00fcberlegt, wegen des starken Windes, doch noch einen Tag l\u00e4nger in Helsingor zu bleiben, haben uns dann aber entschlossen, heute nach Kopenhagen zu segeln, weil der (sehr starke) Wind wenigstens direkt von der Seite kam. Die Vorhersage f\u00fcr morgen w\u00e4re zwar weniger, daf\u00fcr aber Gegenwind und nach der Pleite mit unserer Kreuzerei gegen die \u00d6resund-Str\u00f6mung haben wir die &#8222;Tapfere Winkinger&#8220; Variante gew\u00e4hlt. Wir segeln bei Wind!<\/p>\n<p>Zuerst mussten wir aber noch ablegen und gegen St\u00f6mung und Wind um die Ecke der Helsingburg fahren. Dazu haben wir den Motor ein Weilchen laufen lassen, damit er anw\u00e4rmt und diese Herausforderung packt. Das war auch gut so, denn sofort als wir die Leinen los hatten mussten wir mit Vollgas gegen Wind und Str\u00f6mung halten, dass das Schiff \u00fcberhaupt noch reagiert. Christian hat diesen Part \u00fcbernommen, ich hab in der Zwischenzeit die Fender wegger\u00e4umt, was eine schaukelige Turn\u00fcbung war. Es ist schon gut, dass wir zu Hause sooft klettern, auch weil man daran gew\u00f6hnt ist, dass man sich gut festhalten muss und dass ein Knoten den man macht, auch halten soll.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7169-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14397\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7169.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7169-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7169-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Ein bisschen gezittert habe ich, weil wir ganz nahe am Ufer entlang gefahren sind (ca. einen Steinwurf weg, ich darf nicht mehr Meter sch\u00e4tzen, weil ich da immer total daneben liege, trotzdem noch 26m Tiefe, jedenfalls sauknapp am Ufer) und weil direkt nach der Ecke der Burg eine riesige F\u00e4hre (Helsingor &#8211; Helsingborg) gerade abgelegt hatte und schon Kurs auf uns genommen hat. Wie man sieht, bin ich n\u00e4mlich eigentlich ein rechter Angsthase, aber meine Crew hat da zum Gl\u00fcck st\u00e4rkere Nerven.<\/p>\n<p>Das geschafft, haben wir das Vorsegel ausgerollt und sind in ordentlicher Schr\u00e4glage bei halbem Wind, trotz gewaltiger Gegenstr\u00f6mung (die halbe Ostsee wird wie eine schwappende Badewanne durch den \u00d6resund gedr\u00fcckt) immer noch mit ca. 6 Knoten Richtung Kopenhagen gesegelt. St\u00fcrmischer Wind, hohe Wellen, diese Seile und Segel und alles m\u00fcssen enorme Kr\u00e4fte aushalten. Tun sie zum Gl\u00fcck auch. Ein paarmal ist Makaios Bug so in die Wellen eingetaucht, dass ein grosser Schwapper \u00fcber das ganze Schiff gesp\u00fclt wurde. Ich habe am Steuer immer mal wieder eine Ladung abbekommen. Christian hat sehr treffend bemerkt: &#8222;A Seemann sett nit grad wasserschuich sein\u201c.<\/p>\n<p>So ging es gut voran, irgendwie im Kampfmodus mit diesem Wind, aber doch z\u00fcgig und direkt durch den \u00d6resund Richtung Kopenhagen. Die Tanker haben uns meist links und rechts \u00fcberholt, aber mit AIS und Funk hat sich da niemand dran gest\u00f6rt. (ausser ich, wenn wieder einer kurzzeitig genau auf uns zugesteuert hat).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7180-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14398\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7180.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7180-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7180-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Kurz vor Kopenhagen haben wir dann im VHF geh\u00f6rt: &#8222;Aida Diva, sailboat position&#8230; please move to starbord&#8220; Aida? Klingt nach Kreuzahrtschiff. Das fehlt uns noch. Und tats\u00e4chlich im Hafen vor uns liegt ein riesiges Kreuzfahrtschiff. K\u00f6nnte die Aida sein, aber warum funken sie dann die anderen aus der Bahn? Legt es vielleicht gleich ab? Sollen wir noch ausserhalb der Hafenmauer warten? Fernglas. Also es kommt zwar schon Rauch aus dem Schornstein, aber die Seile sind noch dran. Die sind noch fest, wahrscheinlich sind noch nicht alle wieder da. Wir fahren rein.<\/p>\n<p>Kaum waren wir im Vorhafen und sind an dem m\u00e4chtigen riesigen (aber festgebundenen) Aida Schiff vorbeigefahren (bei immer noch sehr grossen Wellen), haben wir hinter uns noch weit draussen noch so ein riesenschiff entdeckt. Das muss die Aida Diva sein, schnell weg hier.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7203-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14399\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7203.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7203-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7203-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind weiter in den Inneren Hafen gefahren und haben uns ein Pl\u00e4tzchen im Hafen Langelinie gesucht. Heckbojen?! Das ist immer nicht so fein, hab ich in Erinnerung, weil wir keinen solchen Haken haben, wie die anderen. Beim dritten Anlauf waren wir dann eingeparkt. Beim ersten Versuch war eine Leine \u00fcber die Reling. (muss drunter), beim zweiten Versuch war die Heckleine (die man in diese Heckboje einf\u00e4deln muss) zu kurz und beim dritten Versuch (wir haben vorher an einer anderen Boje festgemacht und uns und die Leinen erstmal neu sortiert) hat es hingehauen. Zum Gl\u00fcck. Und das alles bei immer noch 4-5 Bft. R\u00fcckenwind, der uns hin und her dr\u00fcckt, wie es ihm passt.<\/p>\n<p>So, Schwimmwesten aus, Cockpit Dach dran, Seile aufr\u00e4umen, Anspannung wieder l\u00f6sen. Wir sind da. Alles gut.<\/p>\n<p>Und dann: Bilge bis oben hin voll Wasser. Gleich auspumpen. Schnell. Das funktioniert zum Gl\u00fcck ganz gut. Aber irgendwie tropft, nein, rinnt st\u00e4ndig neues Wasser nach. WIR SINKEN !?!? Und zu allem \u00c4rger f\u00e4ngt es gleichzeitig auch noch an, sintflutartig zu sch\u00fctten. Hmm. Kurz nachdenken. Wir m\u00fcssen herausfinden, wo das Wasser herkommt und dann das Loch stopfen. Logisch. Also habe ich mit der Taschenlampe das Rinnsaal verfolgt. Es ist unter dem Motor entlang geronnen. Hinten beim Propellerschaft ist es aber nicht reingekommen. (das w\u00e4r glaub ich ganz bl\u00f6d, obwohl wir da einige Ersatzteile f\u00fcr diesen Fall mith\u00e4tten) Das ist schon mal gut. Und dann hab ich gesehen, wie sich unte einem schwarzen Rohr Wasser in den Motorraum dr\u00fcckt. Ist das vielleicht da, wo das Wasser\/Abgasgemisch nach draussen geleitet wird? Also das ist glaub ich so ziemlich an der Wasserlinie, das m\u00fcsste doch einen Zudreher haben, das haben eigentlich alle L\u00f6cher (Seeventile) nach draussen?! Krisensitzung. Ich habe vor, mal an dem schwarzen Rohr zu r\u00fctteln und zu sehen, ob sich die Sache zustopfen l\u00e4sst. Leider weiss ich nicht genau, ob das dann alles abf\u00e4llt und mir dann eine Font\u00e4ne Wasser entgegenspritzt. Wir haben die Holzpfropfen rausgekramt, und die &#8222;Stay Afloat&#8220; Paste. Ausserdem haben wir im Buch nachgesehen, wo die n\u00e4chste Werft mit Kran ist und schon mal besprochen, wie wir da zur Not hinkommen, w\u00e4hrend m\u00f6glicherweise einer das Loch zuh\u00e4lt und einer die Bilgepumpe bedient und eine an der Aida vorbei (die hat inzwischen keine 100m von uns entfernt festgemacht)  zur Werft lenkt. Und es hat weiter sintflutartig gesch\u00fcttet. Na Bravo!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Noah.jpg\" alt=\"\" width=\"634\" height=\"340\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14400\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Noah.jpg 634w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Noah-300x161.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 634px) 100vw, 634px\" \/><br \/>\nOk, mit einige Verrenkungen bin ich in den Motorraum geklettert (das ist gar nicht so einfach, weil es sehr eng ist und einige Teile ja noch heiss waren) und habe vorsichtig an dem schwarzen Schlauch gezogen. Jetzt ist noch mehr Wasser rausgeronnen, aber der Schlauch ist nicht abgefallen. Wir k\u00f6nnten so auch bis morgen fr\u00fch (heute ist Sonntag) durchhalten, wenn wir alle Stunde den Wecker stellen und die Bilge leerpumpen. Zweiter Versuch. Wo kommt dieses schwarze Rohr eigentlich her. F\u00fchrt das wirklich direkt nach draussen, oder ist da noch was dazwichen? Backskiste komplett ausger\u00e4umt. Bodenbretter rausgenommen. Taschenlampe in alle Winkel gehalten. Das schwarze Rohr f\u00fchrt erst noch ein bisschen durchs Schiff und erst dann nach draussen. Aber hier ist es \u00fcberall total nass. Test: nicht salzig! Das ist ein gutes Zeichen. Das Wasser kommt also nicht von draussen! Und dann hab ich das Loch gefunden. \u00dcber meinem Kopf. Der Ablaufschlauch von einem der Decksabflussl\u00f6cher war samt seiner Manschette neben dem Loch. in 30 Sekunden wieder festgeschraubt. Erleichterung. WIR SINKEN DOCH NICHT! Wir hatten den ganzen Tag Deckswasser gesammelt (salzig, weil Meerwasser) und dann noch literweise Regenwasser (S\u00fcsswasser).<\/p>\n<p>Die Sache mit dem Salzwasser aus dem gelben Schlauch, wenn der Motor l\u00e4uft, ist damit zwar nich nicht gekl\u00e4rt, aber das ist nur ganz wenig. Und f\u00fcr einen anderen Tag brauchen wir ja auch noch was, was wir flicken k\u00f6nnen&#8230;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Christianshov-old-1024x386.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"241\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14401\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Christianshov-old-1024x386.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Christianshov-old-300x113.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Christianshov-old-768x289.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Christianshov-old.jpg 1508w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am Abend haben wir doch noch einen Spaziergang zur &#8222;Kleinen Meerjungfrau&#8220; (ca. 2 min vom Hafen entfernt) und zum Nyhavn und in die GamleStan (Altstadt) von Kopenhagen gemacht. Es hat zwar immer noch geregnet, aber das war uns ziemlich egal.<\/p>\n<p>Morgen werden wir als erstes die Bilge checken und dann Kopenhagen bei Sonne (?) entdecken.<br \/>\nGute Nacht.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>25.07.2017 aus Kopenhagen<\/p>\n<p><strong>KOBENHAGEN KREUZ UND QUER<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/CHristianshav-1024x335.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"209\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14402\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/CHristianshav-1024x335.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/CHristianshav-300x98.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/CHristianshav-768x252.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/CHristianshav.jpg 1560w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>The Morning after the night before:<\/p>\n<p>Morgendlicher Bilgen-Check: ok. gut. Dann Blick aus dem Fenster: auch ok. auch gut. Wir haben heute Kopenhagener Brot gekauft und gem\u00fctlich im Cockpit gefr\u00fchst\u00fcckt. Der Dauerregen hat aufgeh\u00f6rt. Dann mussten wir noch kurz umparken, weil unser Platz nicht bis Donnerstag frei ist. Diesmal ganz entspannt. Wir wissen jetzt: Bei Heckbojen braucht man doppelt so lange Heckleinen (wir haben unsere beiden einfah zusammengebunden) und man muss ready to go sein, wenn die Boje zum einf\u00e4deln kurz da ist.<\/p>\n<p>Dann haben wir uns zu Fuss aufgemacht, Kopenhagen zu entdecken. Eine wunderbar entspannte, saubere und abwechslungsreiche Stadt. Wir haben viele Fotos gemacht und sind eigentlich den ganzen Tag so auf und ab gewandert und durch die Strassen geschlendert und haben uns immer mal wieder auf ein B\u00e4nkchen gesetzt und dem st\u00e4dtischen Treiben zugesehen. Noah war immer bei uns, hat nur m\u00e4ssig wegen des weiten Fussmarsches gemault und war eigentlich den ganzen Tag auffallend gut gelaunt. Keinerlei Probleme. Wir hoffen das bleibt auch weiterhin so.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7395-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14403\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7395.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7395-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7395-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7391-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14404\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7391.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7391-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_7391-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zum Schiff sind wir am Wasser entlang gegangen und haben die SEUTE DEERN gesehen. Katas und Davids Seute Deern! Ich habe den stolzen Zweimaster von 1939, auf dem David zwei Sommer lang mitgesegelt ist, noch nie live gesehen und Kata hat mit uns eine Schiffsf\u00fchrung gemacht. Sie und die Crew segeln zusammen mit 6 M\u00e4dchen und 14 Buben zwei Wochen lang zu den westschwedischen Sch\u00e4ren (so wie wir) und dann zur\u00fcck nach Gl\u00fccksstadt.<br \/>\nWir werden uns gegenseitig auf dem AIS beobachten und hoffentlich bald wieder sehen!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/STephanie-ins-wasser.jpg\" alt=\"\" width=\"1016\" height=\"830\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14405\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/STephanie-ins-wasser.jpg 1016w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/STephanie-ins-wasser-300x245.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/STephanie-ins-wasser-768x627.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1016px) 100vw, 1016px\" \/><\/p>\n<p>Nachdem wir heute fast 10 km durch Kopenhagen gelaufen sind, sind wir allesamt rechtschaffen m\u00fcde. Keine weiteren Meldungen.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir ins Nationalmuseum.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p>23.07.2017 aus Helsing\u00f6r \/ Seeland<\/p>\n<p><strong>SEGELN MIT KLEINEM ABBIEGEWINKEL ABER STEILER LERNKURVE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6575-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14381\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6575.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6575-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6575-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind heute um halb 8 in Gilleleje weggefahren. Wir mussten nur alle Leinen vom P\u00e4ckchen Nachbar Boot abmachen und konnten direkt aus dem Hafen rausfahren. Ganz easy.<br \/>\nWeil wir heute nach Helsingor wollten und der Wind genau aus dieser Richtung kam, mussten wir kreuzen. Also im Zick-Zack gegen den Wind segeln. Wenn man ein Regattaboot hat, schafft man einen Abbiegewinkel von ca 90 Grad, was, glaube ich, so ziemlich ideal w\u00e4re. Unser Schiff schafft manchmal fast 80 Grad, manchmal auch (viel) weniger. Bis 60 Grad finde ich es noch halbwegs ok, unter 45 Grad ist irgendwas komisch. Aber wir machen die Wende immer gleich und wir fahren immer so hoch am Wind bis die Segel fast einen Gegenbauch bekommen, und trotzdem ist der Abbiegewinkel mal sehr gut, mal ok und mal irgendwie nicht so gut. Wenn wir beim kreuzen einen Abbiegewinkel von 0 oder weniger haben, also \u00a0weiter hinten ankommen, als wir losgefahren sind, gebe ich auf und wir fahren mit dem Motor.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6757-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14382\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6757-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6757-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6757-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6757.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es gab heute mehrere Aufregungen. Noah hat beim Vorbeifahren ab und zu fette gelbe &#8222;B\u00e4lle&#8220; unter der Wasseroberfl\u00e4che beobachtet. Erst haben wir uns nichts dabei gedacht, aber dann hat er immer wieder einen gesehen, teilweise so gross wie eine gelbe Boje. Da wir durch ein milit\u00e4risches \u00dcbungsgebiet gefahren sind, war mir das nicht so ganz geheuer. Also haben wir uns auf die Lauer gelegt und tats\u00e4chlich: fette gelbe Dinger. Leuchtend gelb. Kein Seegras, aber Unter-Wasser \u00a0Sprengs\u00e4tze auch nicht. Nach ein paar Exemplaren die L\u00f6sung: Quallen. Fussballgrosse gelbe Quallen mit langen, hellen Tentakeln so halb unter Wasser manche tiefer, manche h\u00f6her, einige kleiner und einige riesig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Tanker-aufr-Reede-1024x668.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"418\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14383\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Tanker-aufr-Reede-1024x668.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Tanker-aufr-Reede-300x196.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Tanker-aufr-Reede-768x501.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Tanker-aufr-Reede.jpg 1830w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>N\u00e4chste Aufregung. Wir haben das AIS angeschaltet, weil wir entlang des \u00d6resunds gefahren sind. Das ist eine viel befahrene Tanker Autobahn, wie der Grosse Belt. Alle Lichter gr\u00fcn, d.h. es funktioniert. Auf dem I-Pad unsere eigene Position in der Mitte und die Tanker mit Richtungspfeil aussen herum. Einer kam schr\u00e4g von hinten, deswegen haben wir gewendet. Soweit gut, nur obwohl wir schon l\u00e4ngst in eine andere Richtung gefahren sind, hat uns der Tanker auf dem AIS weiter verfolgt, der hat irgendwie total schnell die Richtung ver\u00e4ndert ?! Komisch. Und noch komischer. Als ich aufs I Pad geschaut habe, war alles in Ordnung, Tanker f\u00e4hrt links, wir rechts. Als Christian wieder draufgeschaut hat, wieder Kollisionskurs. Tanker f\u00e4hrt pl\u00f6tzlich auch rechts, direkt auf uns zu ?!? Die L\u00f6sung: Man muss das I-Pad geradeaus nach vorne halten. Sonst denkt es, unser Schiff hat den Bug auf der Seite. Wenn man das I Pad dreht, kann man die Tanker beliebig herumdrehen. 360 Grad in 3 Sekunden. Gut, dass wir das jetzt wissen.<\/p>\n<p>Ja und so geht es uns st\u00e4ndig. Irgendwas ist komisch oder funktioniert nicht oder wir fragen uns wozu etwas so ist oder anders und dann kommen wir fr\u00fcher oder sp\u00e4ter drauf, wie es geh\u00f6rt. Steile Lernkurve. Immer wieder. Jeden Tag.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6583-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14385\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6583-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6583-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6583-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6583.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>So haben wir einige Stunden mit einem halbwegs ordentlichen Abbiegewinkel gekreuzt und einmal ganz nahe beim Boot einen Schweinswal gesehen und pl\u00f6tzlich, gerade als es zwischen Land und Tankerspur immer enger wurde, hat unsere Spur (track auf dem I Pad) ausgesehen wie eine liegende 8 und wir sind, obwohl korrekt gewendet und korrekt Am Wind gefahren irgendwie keinen Meter vorw\u00e4rtsgekommen ?! Abbiegewinkel unter null. Die L\u00f6sung: Im \u00d6resund gibt es anscheinend eine kr\u00e4ftige Str\u00f6mung (bei Ostwind nach Norden, also gegen uns) und die wird immer st\u00e4rker, je enger das Meer zwischen D\u00e4nemark (Helsingor) und Schweden (Helsingbor) wird. Wir sind also die letzten Meilen mit dem Motor gegen 5-6 Bft Wind genau von vorne und gegen eine mehrere Knoten starke Gegenstr\u00f6mung gefahren. An den Markierungsbojen zum Hafen haben wir die Str\u00f6mung dann gesehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6896-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14384\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6896-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6896-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6896-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6896.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Um halb 2 im P\u00e4ckchen im (Nord-)Hafen von Helsingor angelegt, trotz Wind und Str\u00f6mung ganz sanft ohne Hektk diesmal, hatten wir noch viel Zeit, diese nette Grossstadt zu erkunden und durch den Schlosspark der Helsingburg zu schlendern. Hier ist mehr los, als auf den ganzen Inseln, auf denen wir bisher waren, zusammen. Noah hat ein d\u00e4nisches Eis gegessen und wir haben sie entspannte Stadt-Atmosph\u00e4re genossen und die Segelschiffe beobachtet, wie sie sich m\u00fchsam gegen die starke Str\u00f6mung um die Ecke, auf der die Burg steht vorank\u00e4mpfen. Helsingbor ist Vorgeschmack auf Kopenhagen, wo wir morgen hinsegeln wollen.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>22.07.2017 aus Gilleleije \/ Seeland<\/p>\n<p><strong>SEGELN MIT WOLLM\u00dcTZE UND SKIBRILLE<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6870-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14378\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6870-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6870-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6870-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6870.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute sind wir so um 8 Uhr losgefahren. Es war total wolkenverhangen und wir haben damit gerechnet, dass er bald regnet, damit hat es sich aber noch ein paar Stunden Zeit gelassen. Bei wenig Wind (daf\u00fcr aber wieder von hinten) sind wir also losgetuckert. Noah war heute erstaunlich fr\u00fch wach, so um halb 9. Trotz ausgeworfener Angel und Aalresten von gestern (Christian und ich haben jeder ein St\u00fcck Aal probiert!) leider wieder kein Fisch am Haken.<\/p>\n<p>Dann hat der Wind ganz aufgeh\u00f6rt und da wir heute ca 40 Meilen zu fahren hatten, haben wir den Motor bem\u00fcht. Richtig ungem\u00fctlich war es draussen, Nieselregen, Nebel, grau in grau. Auf dem AIS haben wir gesehen, dass ausser uns noch einige andere Schiffe unterwegs waren, aber in der Nebelsuppe um uns herum war nichts zu erkennen. Doch, Christian hat eine Robbe gesehen, ganz nah am Schiff!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6775-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14379\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6775-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6775-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6775-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6775.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Nach ca 1h kam dann wieder Wind auf, diesmal aus der entgegengesetzten Richtung, n\u00e4mlich schr\u00e4g von vorne. Also haben wir wieder die Segel gesetzt und den Motor ausgemacht. (irgendwo tropft Wasser in die Bilge, wenn der Motor l\u00e4uft. Ich hab mir das l\u00e4nger angesehen und vielleicht verstehe ich irgendwann durch langes intensives Draufschauen, wie das Ding funktioniert. Jedenfalls tropft (Salz-)Wasser aus einem Schlauch und sammelt sich in der Bilge, wo wir es dann 1mal pro Tag rauspumpen. Ich habe vor, noch genau draufzukommen, wieso es das macht und es vielleicht abzustellen, aber nicht heute.)<\/p>\n<p>Jedenfalls waren kaum die Segel oben, hat es sowas von gest\u00fcrmt (kurz Windst\u00e4rke 6-7), dass wir gleich das 1. und 2 Min. sp\u00e4ter das 2. Reff reingemacht haben. Von Flaute auf 6-7 Bft. in wenigen Minuten. Aber wir sind ja vorbereitet: Skianzug, Wollm\u00fctze, Skibrille. So konnte ich bei prasselndem Regen und schneidigem Wind alles gut handeln. Noah hat w\u00e4hrenddessen unter Deck mit dem gerade in Stand gesetzten USB Stick \u00fcber das Bord Radio die Geschichte von Magellan geh\u00f6rt. Magellan, der erste Weltumsegler, der eigentlich gar nicht um die Welt gesegelt ist, weil er nur bis zu den Phillipinen gekommen ist, aber sein Schiff und sein Schreiber haben die ganze Runde geschafft. W\u00e4hrend sie von St\u00fcrmen an der S\u00fcdspitze von S\u00fcdamerika (heute Magellan-Strasse) gesprochen haben, haben unsere eigenen Segel auch im Wind geflattert. Autenthisch, oder?<br \/>\nNach 11 Stunden Fahrt sind wir guter Dinge in Gillingeleje eingelaufen, und haben im P\u00e4ckchen (als 3.) festgemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6540-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14380\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6540.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6540-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6540-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute mal Stadtspaziergang anstatt Strandspaziergang, dann Curry mit Gem\u00fcse, dann wieder Brot geknetet (f\u00fcr morgen), dann diesen Bericht getippt und jetzt schnell ins K\u00f6rbchen.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir nach Helsingor. Das ist nicht so weit, aber wie es aussieht genau gegen den Wind. Mal sehen, ob das morgen auch noch so ist, oder der Wind doch aus einer anderen Richtung kommt?<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n18.07.2017 aus Ballen \/ Sams\u00f6<\/p>\n<p><strong>WASSERKRANK UND W\u00dcRFELHUSTEN<\/strong><\/p>\n<p>Wetter: Sonnig, sehr windig, ziemlich hohe Wellen. Die Rothaarige ist ein bisschen gr\u00fcn im Gesicht geworden, weil die Wellen das Boot so auf und ab geworfen hat. Christian und Noah hatten keine Probleme.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6105-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14324\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6105.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6105-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6105-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute sind wir von Kerteminde zur Insel Sams\u00f6 gesegelt und heute war deutlich mehr Wind als fr\u00fcher. So zwischen 5 und 6 Beaufort. Und die meiste Zeit mussten wir einen Am Wind Kurs fahren, Das bedeutet, das Schiff legt sich kr\u00e4ftig zur Seite gelegt hat und ordentlich durch die ziemlich hohen Wellen gestampft ist. Nach einer Weile haben wir beschlossen, das Gross-Segel zu reffen (die Segelfl\u00e4che zu verkleinern), weil dann weniger Druck auf das Segel kommt und das Schiff nicht mehr so arg schief liegt. Gleich danach haben wir das Vorsegel zur H\u00e4lfte eingerollt. Nach einer weiteren halben Stunde haben wir auch das zweite Reff ins Grossegel gemacht und auch das Vorsegel nochmal verkleinert. So sind wir zwar im Schneckentempo (so ca 3 Knoten), aber daf\u00fcr sicher und recht angenehm unterwegs gewesen. Die meiste Zeit hat der Windpilot wunderbar gesteuert. Der macht das wirklich gut, es ist ein rein mechanisches Ding, was keinen Strom braucht und praktisch nicht kaputt gehen kann. Irgendwie magic. (Fr\u00fcher hab ich es auch magic gefunden dass der K\u00fchlschrank ab und zu an geht und dann wieder aus, aber wie das funktioniert, weiss ich jetzt, weil ich ihn fast ganz auseinandergebaut und dann repariert habe).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100837-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14325\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100837-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100837-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100837-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100837.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag sind wir in Ballen auf Sams\u00f6 angekommen, und der Hafen war schon total \u00fcberf\u00fcllt. Wir haben nach Anweisung des Hafenmeisters im P\u00e4ckchen als 8. (!!) festgemacht, nach uns hat sich noch ein 9. an uns festgebunden und so hat sich dann der ganze Hafen mit Motorbooten und Segelyachten aller Gr\u00f6ssen zugebaut. Grund f\u00fcr den Andrang ist, dass hier ab \u00fcbermorgen ein Festival stattfindet und alle wollen sich anscheinend einen guten Platz sichern. Also wir f\u00fchlen und wie in Saint Tropez, nur dass es 20 Grad zu kalt ist. Aber hier fahren Beiboote, Jetskis, Stand Up Paddel usw. im v\u00f6llig zugeparkten Hafenbecken. St\u00e4ndig kommen neue Boote und binden sich irgendwo noch dran. D\u00e4nen schwimmen, singen, grillen und alle geniessen den Sommer.<br \/>\nAlso wenn die ihr Festival fertig haben, m\u00fcssen sie zwei Tage lang Schiffe verschieben spielen, weil 80% der Schiffe sind &#8222;zugeparkt&#8220;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110053-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14326\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110053-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110053-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110053-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1110053.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Noah und ich sind mit dem Beiboot durch den Verkehr zur \u00e4usseren Hafenmauer gefahren und haben die Angel ausprobiert. Leider haben wir keinen Fisch gefangen, aber wir wissen jetzt, wie man die Angel auswirft. Das ist ja schon mal ein Anfang.<\/p>\n<p>Morgen hauen wir hier wieder ab. Solange wir noch k\u00f6nnen. Und suchen uns ein ruhigeres Pl\u00e4tzchen. Auf der Insel Serej\u00f6.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie &#038; Crew<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p>13.07.2017<\/p>\n<p><strong>ZICKE-ZACKE-SEGELN ZWISCHEN ROTEN UND GR\u00dcNEN GATES<\/strong><\/p>\n<p>Wetter: Sonne satt. sogar ein bisschen warm. Wir haben alle gut Farbe bekommen und konnten sogar die kurzen Hosen auspacken (Windjacken mussten trotzdem sein). Die &#8222;d\u00e4nische S\u00fcdsee&#8220; hat ihrem Namen alle Ehre gemacht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6030-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14282\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6030.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6030-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6030-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Heute fr\u00fch sind wir in Marstal ohne Probleme losgefahren. Angenehmer leichter Wind. Keine Wellen, weil zwischen den ganzen Inseln und Untiefen. Also: Kein Problem. Mit Christian am Steuer sind wir gut durch das Morkedyb durchgeschippert. Immer zwischen den roten und gr\u00fcnen &#8222;gates&#8220; bleiben, fast wie beim Skirennen. Weil wir so g\u00fcnstigen Wind hatten, konnten wir die ganze Zicke-Zacke Tour immer mit Segeln fahren, mal Am Wind, mal Vor Wind. Die meisten anderen Schiffe sind ganz langweilig nur mit Motor gefahren, einige haben wir sogar \u00fcberholt.<\/p>\n<p>So ging es bei super Wetter und super Wind in den Svendborg Sund. Links und rechts sch\u00f6ne d\u00e4nische H\u00e4user und Villen, davor fette Schiffe. Hier ist es ganz sch\u00f6n. vor allem bei diesem Wetter. Gegen Mittag waren wir in Svendborg, haben dort, nachdem alles voll war, bei netten D\u00e4nen im P\u00e4ckchen festgemacht, also einfach vorne und hinten an ihrem Schiff. Sie haben uns gefragt, ob wir von \u00d6sterreich bis hierher gefahren sind. Sind wir nat\u00fcrlich, klar, allerdings 1000km davon mit dem flixbus! Nach einem Brunch haben Christian und ich uns Svendborg angesehen, Noah hatte Wache in der H\u00e4ngematte. Ein nettes St\u00e4dtchen, mit richtigen Gesch\u00e4ften und (auch) modernen H\u00e4usern und nat\u00fcrlich einem grossen, gesch\u00e4ftigen Hafen mit vielen Schiffen, auch einigen alten Holz-Zweimastern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6034-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"426\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14283\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6034.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6034-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_6034-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am Nachmittag haben wir uns von dem d\u00e4nischen Schiff wieder losgebunden und sind den Svendborg Sund weitergefahren (diesmal mit Motor, weil genau gegen den Wind). Nach ca einer Stunde waren wir in der Ankerbucht Thuro. Zuerst wollte meine Crew lieber in einen Hafen, weil sie das jetzt schon so gew\u00f6hnt sind, aber &#8211; neue Abenteuer m\u00fcssen her &#8211; heute haben wir geankert. Auf \u00a03m Tiefe mit 20m Kette haben wir uns mit dem Anker am Meeresboden (hoffentlich nicht zuviel Seegras, das sehen wir dann morgen fr\u00fch!) festgekrallt. Ein sehr idyllisches Pl\u00e4tzchen hier. Noah f\u00e4hrt schon seit einiger Zeit mit dem Beiboot aus und ab, wir haben gut gegessen und geniessen jetzt den lauen Abend und die Abendsonne bis 22:00 Uhr.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir weitersegeln, zwischen den Inseln F\u00fcnen und Langeland nach Kerteminde. Dabei m\u00fcssen wir unter der langen Br\u00fccke zwischen F\u00fcnen und Seeland, der grossen Belt Br\u00fccke durch, zusammen mit vielen Tankern und Berufsschiffahrt. Wieder Abenteuer.<\/p>\n<p>14.07.2017<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_3421-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14284\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_3421-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_3421-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_3421-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_3421.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Unsere Nacht am Anker war sehr sehr ruhig. Null Wind. Kein Ger\u00e4usch. Nur ein paar V\u00f6gel, sonst nichts. Geweckt wurden wir von Sonnensstrahlen, kein Windhauch weit und breit. So ruhig und entspannt alles, dass ich mir schon \u00fcberlegt habe, man k\u00f6nnte mal die Fenster putzen?! (Diesen Gedanken hab ich dann aber gleich wieder verworfen). Anker auf ohne Probleme. Ein bisschen Schlick haben wir mit dem Eimer abgesp\u00fclt, dann sind wir unter Motor aus dem Svendborg Sund gefahren. Bei sehr wenig Wind haben wir dann die Segel gesetzt und sind zwischen F\u00fcnen und Langeland Richtung Norden gesegelt. Als Noah aufgewacht ist, haben wir unter seinem Bett das Spinnaker Segel rausgeholt und gesetzt. Zum Gl\u00fcck war sehr wenig Wind, weil wir zuerst (mal wieder) nicht alle Leinen aussen herum hatten, man muss beim Spinnaker aber alles aussen herum haben, weil wenn der mal Wind eingefangen hat, muss er mit all seinen Leinen AUSSEN sein.<br \/>\nSo sind wir gem\u00fctlich Richtung Grosse Belt Br\u00fccke gefahren. Und wir haben zwei Schweinswale gesehen. Die sehen aus wie schwarze kleine Delfine und sind glaub ich ziemlich selten. <\/p>\n<p>Tanker, die den Hauptverkehrsweg zwischen dem Kattegat (und der Nordsee) und der Ostsee wie auf einer Strasse benutzen, waren heute nur sehr wenige unterwegs. Die m\u00fcssen aber alle auch durch die grosse Br\u00fccke \u00fcber den Grossen Belt (so heisst das Meer hier). Die Br\u00fccke ist sehr lang und man sieh sie schon von weitem. Als wir (immer unter Spinnaker) etwas n\u00e4her gekommen sind, haben wir uns gefragt, wo man da eigentlich durchfahren kann. Wir haben auf der Seekarte zwei Durchl\u00e4sse gesehen. Einer links mit 18m Durchfahrtsh\u00f6he und einer in der Mitte mit 65m. Eine Weile haben wir auf den linken zugehalten, dann haben wir uns aber \u00fcberlegt, ob Makaios Mast mit den Antennen und Aufbauten wirklich unter 18m ist? In den Unterlagen und Handb\u00fcchern, die wir dabei haben, war nur die Segelfl\u00e4che und alle m\u00f6glichen anderen Details zu finden, die Masth\u00f6he aber nicht. Den Anf\u00e4ngerfehler, unter einer zu niedrigen Br\u00fccke h\u00e4ngenzubleiben, wollen wir nicht riskieren, daher haben wir kurzerhand entschieden, doch den mittleren Durchlass zu nehmen. Als wir dahin abbiegen wollten, haben wir festgestellt, dass auf direktem Weg eine vorgelagerte Insel und eine Untiefe von 0,60m ist. Das w\u00e4r dann wohl auch ein bl\u00f6der Anf\u00e4ngerfehler, So mussten wir einen recht scharfen Zacken (im tiefen Wasser) fahren und weil wir den Spinnaker drauf hatten, der uns wunderbar nach vorne gezogen hat, mussten wir das Grossegel und den Spinnaker ein paarmal auf die andere Seite wechsen. \u00dcbung macht den Meister, beim ersten Mal noch fast 8 Minuten, beim letzten mal nur mehr 1,5. Mit zunehmendem Wind (ca. 4-5 Bft) sind wir dann mit vollen Segeln und gutem Gewissen wegen der 65m unter der Grossen Belt Br\u00fccke durchgerauscht!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100871-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14285\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100871-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100871-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100871-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100871.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Gegen 17 Uhr in Kerteminde angekommen, im P\u00e4ckchen an einem d\u00e4nischen (fetten) Motorboot festgemacht, ist sich noch eine grosse Portion Nudeln und ein Strandspaziergang ausgegangen. Und nat\u00fcrlich eine Hafenrunde f\u00fcr Noah mit dem Beiboot.<\/p>\n<p>Noah nimmt jedenTag weniger seiner heftigen Medikamente (nach denen er am Anfang fast s\u00fcchtig war) und abgesehen davon, dass er am liebsten bis 11 Uhr schl\u00e4ft, wirkt er insgesamt etwas wacher. Auch hat er einen gesunden Appetit und verdr\u00fcckt meistens doppelte Portionen. Ich werte das als gutes Zeichen. Er raucht auch nur mehr wenige Zigaretten. Noch immer stellt er manchmal ziemlich kindische Fragen, wo man merkt, dass ihm oft bei grundlegenden Dingen der \u00dcberblick fehlt, aber ansonsten haben wir \u00a0zur Zeit ein ganz normales Kind dabei. <\/p>\n<p>Morgen wollen wir ausschlafen und dann ins Fjord &#038; Baelt Meeresaquarium.<\/p>\n<p>15.07.2017<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100875-1024x768.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14286\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100875-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100875-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100875-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/P1100875.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Wetter: regnerisch, Spr\u00fchregen von allen Seiten, unter dem Cabrio-Cockpit-Dach ganz gem\u00fctlich, ach ja und nat\u00fcrlich: KALT.<\/p>\n<p>Heute haben wir gut gefr\u00fchst\u00fcckt (Eier brauchen hier 6 Min. im Thermomix, haben wir ausprobiert). Da wir im P\u00e4ckchen an den D\u00e4nen praktisch in der Hafeneinfahrt liegen, hatten wir einen guten \u00dcberblick, was sich hier so tut. Kurzweilig!<\/p>\n<p>Dann waren wir im Fjord og Baelt Aquarium\/Museum. Sehr interessant (Danke Rolf f\u00fcr den guten Tipp). Noah hatte zum ersten mal eine Krabbe in der Hand, einen Rochen gestreichelt, ein Seehundfell \u00a0und ein Schwanengefieder unter den Fingern. Ausserdem haben wir die F\u00fctterung von Seehunden und SCHWEINSWALEN beobachtet und zugeschaut, wie ein Fisch seziert wurde. Es hat uns hier sehr gut gefallen und da es sowieso draussen geregnet hat, war das ein perfekter Nachmittags-Indoor-Zeitvertreib.<\/p>\n<p>Wir hatten heute einen gem\u00fctlichen (verregneten) Hafentag, heute mal keine Abenteuer, aber morgen wieder.<\/p>\n<p>Morgen wollen wir nach Sams\u00f6 segeln. Ca. 35 Seemeilen.<\/p>\n<p>Fair Winds!<br \/>\nStephanie<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><strong>KLEINE FRAU MIT GROSSEM MUT<\/strong><\/p>\n<p>Was ich hier einfach mal erz\u00e4hlen muss: ich habe neulich ein junge Frau getroffen, mit der ich seit einigen Jahren etliche Mails gewechselt habe. Worum es ging? Nein, eben nicht nur um mein lebenslanges Gem\u00fcsebeet, wir haben uns um den ganzen grossen Rest ausgetauscht, Segeln, Schiffe, kurz das Lebensthema, jedenfalls wenn man die Segelt\u00fcr im eigenen Leben erst einmal aufgeschlossen hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03440.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14219\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03440.jpeg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03440-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03440-768x513.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Tja, und dann fuhr Stephanie Montag\u00b4s fr\u00fch auf unseren Hof. Ein zierliches Pers\u00f6nchen, das man locker in die rechte Hosentasche h\u00e4tte stecken k\u00f6nnen, so zerbrechlich, klein, so ganz wie die Heidi von der Alm, oder wie Pippi Langstrumpf von den Schweden Sch\u00e4ren, fr\u00f6hlich, frech, witzig, freundlich, ein  dynamisches Kraftpaket voller Lebensfreude, obgleich sie gerade die ganze Nacht von Tirol nach Hamburg durchgefahren war! Unsere Herzen wurden innerhalb Sekunden aufgeschlossen. Wir waren hingerissen vor Begeisterung.<\/p>\n<p>Es sollte der Anfang einer ungew\u00f6hnlichen Geschichte werden, von einer Frau, die Mut und Mumm im Kopf und in den Knochen hat, ein Abenteuer der besonderen Art \u2013 das Abenteuer vom Segeln \u2013 ganz unkonventionell als Quereinsteigerin, anzugehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/SV-Kajsadanmark_ballongbil_bak-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14220\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/SV-Kajsadanmark_ballongbil_bak-Kopie.jpg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/SV-Kajsadanmark_ballongbil_bak-Kopie-300x200.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/SV-Kajsadanmark_ballongbil_bak-Kopie-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Stephanie ( 42 ) kam nach Hamburg, um einen Steuersklaven im Wagen zu verstauen. Allein: das Auto war bereits brechend bis zum Dach beladen mit den wichtigen Sachen, an die man denkt, wenn man eine Seereise zu machen plant: Stephanie wollte ihr k\u00fcrzlich erworbenes Schiff f\u00fcr einen l\u00e4ngeren See T\u00f6rn ausr\u00fcsten. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/002-Streichen-Makaio-1024x686.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"429\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14247\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/002-Streichen-Makaio.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/002-Streichen-Makaio-300x201.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/002-Streichen-Makaio-768x515.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die MAKAIO, eine HR 352 lag hoch und trocken beim Fehmarn Bauern in der lecken Scheune, leicht schaukelnd auf Gummireifen eines so typischen Fehmarn Bauern Trailers der wenig sp\u00e4ter mit dem John Deere Ungeheuertrecker in ihr nasses Element geschoben werden sollte. So die Idee!  Was dann kam, hat meiner Frau und mir die Nackenhaare zu Berge stehen lassen, denn die Story dahinter ging so:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/EmOpZYItVBo\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Stephanie, eine alleinstehende toughe Mutter dreier S\u00f6hne ( 12, 15, 16 ), hatte als Tiroler Pisten Feger und Amazone an den Bergh\u00e4ngen kraxelnd, bislang mit den feuchten Elementen nix am Hut, wie der unbeschwerte Umgang mit dem Segler Latein schnell erkennen lies. Immerhin ist eine Bergsteigerin in Sachen Knoten ziemlich fit, weil sie ansonsten schon von den Bergen runtergefallen w\u00e4re, zumal Kopfschlag und Palstek aus einer anderen Welt zu stammen scheinen. Halten tun sie beide, ein Palstek kann immerhin in allen Lebensbereichen helfen, wenn man pfiffig ist.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rstZCG59niQ\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Stephanie wollte eine Auszeit der besonderen Art wagen &#8211; eine Auszeit unter Segeln mit p\u00e4dagogischen Hintergedanken. Ihr \u00e4lteste Sohn Noah ( 16 ) sollte mit List und Liebe auf einen anderen Gedanken Kurs gebracht, geschoben, notfalls gehoben werden, nachdem er einige Jahre lang den falschen Idealen &#8211; und Idolen? &#8211; hinterher gelaufen, gestolpert und dabei vermehrt den Gesetzen die Vorfahrt genommen hatte. Ein mutiger Mutter Plan! Noch mutiger, dass diese zierliche Frau in ihrem Leben bislang weder Segelerfahrungen geschweige denn \u00fcberhaupt Umgang mit Schiffen hatte. Immerhin hat sie notwendige Pr\u00fcfungen und Lizenzen autodidaktisch erworben und s\u00e4mtlich furios bestanden, hernach im vergangenen Jahr k\u00fchn ein Schiff erworben und gemeinsam mit Nina und Ken, den Schweizer Voreignern einige Seemeilen auf der Ostsee und im Kattegat zusammen gesammelt &#8211; gesegelt. Nun also sollte es zum ersten Mal unter eigener Regie auf die grausame See gehen, wenngleich unter Schlottern und mit ziemlich weichen Knien. Eine Nike Steiger Nr. Zwei in der Ostsee? Kein Geheimnis, dass die Beiden elektronisch in Kontakt gewesen sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Peter-Grinsend-Kopie-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14222\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Peter-Grinsend-Kopie-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Peter-Grinsend-Kopie-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Peter-Grinsend-Kopie-768x576.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Peter-Grinsend-Kopie.jpg 1422w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Es ergab sich von selbst, dass wir am gleichen Tage ebenfalls unser Auto gesattelt und nach Fehmarn gefahren sind, um einen Steuersklaven an die Makaia zu schrauben, und der Kapit\u00e4nin unn\u00f6tige Kopfschmerzen zu nehmen. Unser Anteil am Gelingen, den wir von Herzen gern und mit angehaltenem Atem erbrachten, denn so erfuhren wir ein wenig mehr von dieser ungew\u00f6hnlichen Frau, erw\u00e4rmten unsere Herzen und fuhren als Freunde nach Hause, mit dem Versprechen eines Wiedersehens. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2384-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14249\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2384-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2384-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2384-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2384.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Schon zwei Wochen sp\u00e4ter ging es erneut nach Fehmarn, in str\u00f6mendem Regen. Stephanie hatte zwischenzeitlich das Schiff gelauncht, den Mast gesetzt, das Rigg geordnet, ein AIS montiert, den Paktor konfiguriert und die rassige Rassy Yacht gereinigt und geputzt. Beim Aufriggen war \u201eein gekr\u00fcmmtes Dingsbums!\u201c ( ein Pelikan Haken ) \u00fcber Bord gerutscht, quelle Maleur!  Rucki zucki wurde der Neopren Anzug angezogen, \u00fcber Bord gesprungen und unter dem Beifall vieler Segler, das verlorene Teil wieder aus dem Hafenschlick bef\u00f6rdert und an Deck geworfen. Eine Frau zum Staunen, fr\u00f6hlich, freundlich, stets lachend, \u00fcberaus energisch, zu jedem Spass und Spuk bereit und auch im Ernstfall nicht verzagend. Eine Sonnenschein Frau, die die Pantry K\u00fcche, die Leinen Schn\u00fcre, Backbord Links benennt und dabei im Sauseschritt barfuss zur Wasser Nixen Seglerin mutiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03431.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14223\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03431.jpeg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03431-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03431-768x513.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Die Mannschaft der ersten Etappe: Stephanie ( 42 ), Christian ( 53 ), der bis dato noch keine Minute auf einem Schiff gestanden hat, und Noah ( 16 ), leicht retardiert und m\u00fcde nach 1.000 km Anreise. Die Reise sollte \u00fcber Svendborg Richtung Norden gehen, Bagenkop lag als erster Hafen quer vor dem Visier.<\/p>\n<p>Der erste Ernstfall am Tag der Abreise: Das \u201elinke Band\u201c ( die Vorleine ) am vorderen \u201eGel\u00e4nder\u201c ( Bugkorb ) war nicht korrekt aufs Vorschiff gezogen oder gestapelt worden, hing verr\u00e4terisch ins Wasser, jedenfalls beim R\u00fcckw\u00e4rtsfahren. Nach dem Einlegen des Vorw\u00e4rtsganges, und vollkommen unbemerkt, rauschte die Leine still und leise unters Schiff und schl\u00e4ngelte sich bis zum Propeller. Die Folgen sind jedermann bekannt: ein Alptraum selbst f\u00fcr hartgesottene Skipper M\u00e4nner Hosen. Der Motorstopp erfolgte pl\u00f6tzlich und unwiderruflich, das Schiff wurde als Treibgut seitw\u00e4rts erst im flachen Wasser abgebremst, denn Wind gab es ja auch. Also da capo: Neopren Anzug \u2013 Tauchen \u2013 Leine schneiden und Propeller r\u00fcckw\u00e4rts wickeln \u2013 und weiter ging\u00b4s, logisch in trockenen Klamotten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03427.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"534\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14224\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03427.jpeg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03427-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC03427-768x513.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<p>Sp\u00e4ter in Bagenkop dann grosses Hafenkino, weil das schwere Schiff unter t\u00fcckischem Seitenwind irgendwie dem Ruder nicht mehr so recht gehorchen wollte, wie es sollte. Mit der vereinten Hilfe der Hafenkino Meute wurde die MAKAIO sodann an einen Liegeplatz geschubst, bugsiert, ganz ohne Kratzer oder Beule an Schiff oder Seelenleben, nur eben ein wenig Aufregung im Gem\u00fcsebeet.<\/p>\n<p>Tags darauf dann ein sauberer T\u00f6rn ohne jegliche Zwischenf\u00e4lle nach Marstal, gleich um die Ecke, wo mit elegant gekonntem Man\u00f6ver &#8211; kein Scherz jetzt! &#8211; etliche Bindeb\u00e4nder auf den verschiedenen Klampfen, oder wie heissen diese Haken zum anbinden? &#8211; die Yacht zum Stehen gebracht wurde. Angekommen um Auszuschlafen. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2536-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"aligncenter size-large wp-image-14251\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2536-1024x683.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2536-300x200.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2536-768x512.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/DSC_2536.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Mal schaun\u00b4, wie die Reise weitergeht, es existiert ein vager Plan \u00fcber Norwegen, Nordsee Richtung Holland zu segeln. Stephanie und ich, wir werden sukzessive berichten, Peinlichkeiten, wenn n\u00f6tig, unterschlagen und die Geschichte ggf. mit Beweissicherungsfotos humorvoll unterbildern.<\/p>\n<p>Lassen wir uns \u00fcberraschen! Ich ziehe heute schon prophylaktisch meinen Hut, vor einer Frau mit derart dicken \u201eEiern\u201c<br \/>\nChapeau!<\/p>\n<p>Peter Foerthmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE GESCHICHTE EINER STOLZEN ANFENGERIN + STARKEN MUTTTER Dies ist die Kurzversion einer langen Familiengeschichte, deren trauriges Ende der Beginn einer Freundschaft ist. 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