{"id":14260,"date":"2017-07-16T09:21:53","date_gmt":"2017-07-16T16:21:53","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=14260"},"modified":"2019-12-14T04:49:17","modified_gmt":"2019-12-14T11:49:17","slug":"pacific-plus-ap","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/press-tv\/autopilot\/pacific-plus-ap\/","title":{"rendered":"Pacific Plus"},"content":{"rendered":"<p><strong>SYNTHESE AP-WP &#8211; EINE L\u00d6SUNG F\u00dcR SCHLAUMEIER<\/strong><\/p>\n<p><strong>EIN BERICHT VON SV MUKTUK &#8211; ANDREAS NEUMANN GER<\/strong><\/p>\n<p>Als in den 60er Jahre Elga und Ernst-J\u00fcrgen Koch als erstes Weltumsegler-Paar unterwegs waren, musste immer einer der beiden am Ruder stehen. Hut ab, wir k\u00f6nnen uns heute nicht vorstellen, welche Strapazen das f\u00fcr die beiden bedeutet hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/bucht.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14261\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/bucht.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/bucht-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Deshalb ist der heutige Blog-Eintrag dem Apparat an Bord gewidmet, der unseren Komfort ungemein steigert, weil er uns das Rudergehen abnimmt und tagein, nachtaus die Muktuk auf Kurs h\u00e4lt: unsere Windsteueranlage.<\/p>\n<p>Freilich: auch ohne Windsteueranlage m\u00fcssten wir nicht selbst Ruder gehen, denn wir haben auch noch einen Autopiloten. Der Autopilot ist eine Kombination aus Computer, elektronischem Kompass und einem Elektromotor, der das Steuerrad bewegt, um einen vorgegebenen Kompasskurs einzuhalten. Das Ding funktioniert pr\u00e4chtig und wir benutzen es in K\u00fcstenn\u00e4he, wenn wir sichergehen wollen, eine Einfahrt zu treffen oder einen Felsen zu vermeiden. Aber: der Autopilot macht L\u00e4rm (Elektromotor eben) und braucht eine Menge Strom.<br \/>\nAuf Langstrecke schalten wir ihn daher aus und nehmen die Windsteueranlage in Betrieb. Diese arbeitet rein mechanisch, lautlos und ohne Strom. Sie h\u00e4lt dabei keinen konstanten Kurs, sondern einen konstanten Winkel zum Wind. Das hat Vor- und Nachteile: wenn der Wind dreht, f\u00e4hrt man u.U. eine Zeitlang woanders hin als man denkt, aber die Segelstellung ist immer richtig und muss nicht bei jeder Winddrehung korrigiert werden. Und auf Langfahrt kommt es beim Kurs auf 10 oder 20 Grad hin oder her nicht so an, das kann man am n\u00e4chsten Tag wieder ausgleichen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/geige.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14262\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/geige.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/geige-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Um zu erkl\u00e4ren, wie diese geniale Erfindung funktioniert, muss ich allerdings etwas ausholen und gleich drei verschiedene Ruderbl\u00e4tter beschreiben.<\/p>\n<p>Erstens gibt es da das Hauptruder. Mit dem wird das Schiff gesteuert, wenn man das Steuerrad bewegt. Die zugeh\u00f6rigen Ruderbl\u00e4tter (bei uns sind es zwei) sind relativ gro\u00df; die \u00dcbertragung der Lenkbewegung vom Steuerrad zum Ruderblatt erfolgt bei uns hydraulisch.<\/p>\n<p>Zweitens gibt es das Hilfsruder der Windsteueranlage. Wenn das Schiff schon mal im Wesentlichen in die richtige Richtung steuert (das regelt man mit dem Hauptruder), nimmt dieses Hilfsruder die n\u00f6tigen Kurskorrekturen vor, um den konstanten Winkel zum Wind einzuhalten. Dieses Hilfsruder ist kleiner als das Hauptruder, aber immer noch gro\u00df genug, um das ganze Schiff zu steuern.<\/p>\n<p>Der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Kurskorrekturen ist die sogenannte Windfahne, ein d\u00fcnnes, etwa skateboardgro\u00dfes Sperrholzbrett, klappbar befestigt und von einem Gegengewicht normalerweise senkrecht gehalten. Dieses Sperrholzbrett richtet man nun so aus, dass seine Stirnseite genau in die Windrichtung zeigt. Kommt der Wind also aus dieser Richtung, wirkt keine Kraft auf die Windfahne und sie wird durch ihr Gegengewicht senkrecht gehalten. Kommt der Wind mehr von rechts (z.B. weil das Schiff nach links vom Kurs abkommt), bl\u00e4st der Wind auf die rechte Seite der Windfahne und das Brett klappt nach links um. Und nat\u00fcrlich umgekehrt: Kursabweichung nach rechts, Wind kommt mehr von links, Windfahne klappt nach rechts.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14263\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/hinten.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/hinten-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Soweit alles gut, man muss nur noch die Klappbewegung der Windfahne auf die Lenkbewegung des Hilfsruders \u00fcbertragen. Doch dummerweise gibt es da ein Problem: Um das Hilfsruder zu bewegen, braucht man sehr viel mehr Kraft, als die Klappbewegung des Brettchens hergibt. Und da kommt jetzt die geniale Idee des Konstrukteurs ins Spiel: man verwendet die Fahrt des Schiffes durchs Wasser als mechanischen Kraftverst\u00e4rker. Wie geht das?<\/p>\n<p>Der Trick liegt in einem dritten Ruderblatt, dem Pendelruder. Das ist klein (schmal aber lang) und kann tats\u00e4chlich durch die Klappbewegung der Windfahne gedreht werden. Das Pendelruder steuert nun aber nicht etwa das Schiff, dazu ist es viel zu klein, sondern sein ganzer Schaft kann sich nach links oder rechts um ein zentrales Gelenk bewegen, eben \u201cpendeln\u201d. Und diese Pendelbewegung, die umso kr\u00e4ftiger ausf\u00e4llt je schneller das Schiff durchs Wasser f\u00e4hrt, hat gen\u00fcgend Kraft, um nun wieder als Lenkbewegung aufs Hilfsruder zu wirken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/mitbuben.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14264\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/mitbuben.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/mitbuben-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Also nun noch einmal komplett: kommt das Schiff z.B. nach rechts vom Kurs ab, bl\u00e4st der Wind nicht mehr auf die Stirnseite der Windfahne, sondern mehr auf die linke Seite. Die Windfahne klappt nach rechts. Die Klappbewegung dreht das Pendelruder um seinen Schaft nach links. Durch die Fahrt durchs Wasser pendelt das Pendelruder kr\u00e4ftig nach rechts aus. Diese Pendelbewegung dreht das Hilfsruder nach links, das Schiff wird nach links gesteuert. Der Wind bl\u00e4st nun wieder auf die Stirnseite der Windfahne, diese richtet sich auf (Gegengewicht), das Pendelruder wird wieder gerade gedreht, es pendelt wieder in die Senkrechte zur\u00fcck und dreht das Hilfsruder wieder gerade. Ende der Kurskorrektur.<\/p>\n<p>Klingt kompliziert, ist aber so. Und funktioniert pr\u00e4chtig, meistens jedenfalls. Warum es manchmal nicht ganz so einfach ist, und was wir dagegen getan haben, kommt hier:<\/p>\n<p>Wie schon im ersten Teil angedeutet, kann diese nur dann das Schiff auf Kurs halten, wenn es schon im Wesentlichen von alleine in die richtige Richtung geradeaus f\u00e4hrt. Das nennt man: der Trimm muss stimmen. Diesen Trimm beeinflusst man zum einen durch ausgeglichene Segelfl\u00e4chen und -stellungen vorn und achtern, aber auf den meisten Kursen ist ein Segelboot luvgierig, d.h. es tendiert dazu, seine Nase in den Wind zu drehen. Um dem entgegen zu wirken, legt man mit dem Hauptruder etwas Gegenruder. Wenn man das Hauptruder in dieser Lage nun fixiert und die Windsteuerung einkuppelt, kann das Spiel beginnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/musik.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14265\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/musik.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/musik-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Leider gibt es dabei zwei Probleme. Das erste Problem liegt an unserer hydraulischen Steuerung des Hauptruders. Es ist n\u00e4mlich gar nicht so leicht, das Hauptruder in der gew\u00fcnschten Stellung zu fixieren, denn jedes hydraulische System hat \u00fcber die Zeit einen gewissen Schlupf. Der Ruderdruck \u00fcbertr\u00e4gt sich zwar nicht aufs Steuerrad zur\u00fcck (man muss es also nicht festbinden), dennoch bewirkt der st\u00e4ndige Druck auf die Ruderfl\u00e4chen auf Dauer ein Nachgeben des Ruders, so dass aus f\u00fcnf Grad Ruderlage nach einer Stunde vier Grad werden, dann drei usw., bis das Ruder am Ende des Tages gerade steht. Dann ist der Trimm nat\u00fcrlich beim Teufel, und die Windsteueranlage kann nicht mehr arbeiten. Wir haben vorletztes Jahr bei der Atlantik-\u00dcberquerung uns damit beholfen, die Pinne festzubinden, denn diese ist (ohne Hydraulik) direkt mechanisch mit dem Ruderblatt verbunden. Das hat funktioniert, aber ideal ist diese L\u00f6sung auch nicht, denn wenn man Trimm oder Kurs ver\u00e4ndern will (z.B. um einem anderen Schiff auszuweichen), muss man immer erst aufs Achterdeck, um die Pinne loszubinden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/quer.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14266\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/quer.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/quer-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Die zweite M\u00f6glichkeit, aus dem Trimm zu laufen ist die \u00c4nderung der Windst\u00e4rke. Die oben erw\u00e4hnte Luvgierigkeit nimmt n\u00e4mlich mit der St\u00e4rke des Windes zu. Wenn etwa bei 3 Bft eine Ruderlage von 3 Grad ausreicht, um die Luvgierigkeit zu neutralisieren, m\u00fcssen es bei 5 Bft vielleicht schon 6 Grad sein. Das hei\u00dft, in einer B\u00f6e schie\u00dft das Boot in den Wind, und die Windsteueranlage schafft es nicht l\u00e4nger, den Kurs zu korrigieren. Ich wei\u00df schon gar nicht mehr, wie oft ich nachts bei der Atlantikpassage geweckt wurde, um beim Aufbrisen des Windes nach achtern zu gehen, die Pinne loszubinden, am Steuerrad den Trimm neu einzustellen, und die Pinne wieder festzubinden. Nat\u00fcrlich hat man beim Nachlassen des Windes das gleiche Spielchen, nur umgekehrt, denn jetzt hat man zu viel Ruderlage, das Boot f\u00e4llt also zu stark ab.<\/p>\n<p>Wenn das Boot aus dem Trimm l\u00e4uft (egal ob wegen des hydraulischen Schupfs oder wegen der \u00c4nderung der Windst\u00e4rke), merkt man das immer daran, dass die Windsteuerung auf Anschlag Gegenruder gibt, aber selbst damit nicht gegen die (falsche) Grundtendenz des Bootes ankommt. Und weil mir die Windsteuerung so leid tat, wie sie da mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen und voller Ruderlage vergeblich am Kurs zerrte, kam mir die Idee, mit Hilfe einer kleinen Schaltung und dem Motor des Autopiloten eine Selbst-Trimm Automatik zu bauen. Und zwar so:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schalter.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14267\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schalter.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/schalter-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Am Schaft des Hilfsruders habe ich zwei ber\u00fchrungslose Schalter (Reed-Kontakte) montiert, die einen elektrischen Kontakt schlie\u00dfen, wenn das Ruder auf der einen oder anderen Seite Vollausschlag hat. Diese Schalter kosten ein paar Cent, sie sind u.a. bei Alarmanlagen verbaut, um das \u00d6ffnen von T\u00fcren oder Fenstern zu melden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/arduino.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14268\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/arduino.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/arduino-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Diese Information \u00fcber die Hartruderlage der Windsteuerung wird in einem kleinen programmierbaren Microcontroller verarbeitet. Dieser \u201cArduino\u201d ist eine open source Lizenz, d.h. jeder darf ihn nachbauen, und deshalb ist er ein Massenprodukt geworden, das z.B. in der Robotik Anwendung findet. Das Gute daran: auch er kostet nur ein paar Euro. Die Programmlogik geht nun so: wenn innerhalb einer bestimmten Zeitspanne (z.B. 30 Sekunden) das Hilfsruder mehr als die H\u00e4lfte der Zeit auf Anschlag ist, ist der Trimm wohl nicht mehr in Ordnung. In diesem Fall wird ein kurzer Steuerimpuls (800 Millisekunden) auf den Motor des Autopiloten gegeben, der damit das Steuerrad um etwa eine halbe Speiche dreht und damit den Trimm in die gew\u00fcnschte Richtung korrigiert. Kurz vorher wird noch die elektromagnetische Kupplung des Autopilot-Motors eingeschaltet. Und sollte eine halbe Speiche nicht ausreichen, kommt nach weiteren 30 Sekunden der n\u00e4chste Steuerimpuls.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/ontheRoad.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14269\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/ontheRoad.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/ontheRoad-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Da der Arduino nur Lasten von maximal 50 mA schalten kann, der Motor aber 5A zieht, sind Relais dazwischengeschaltet (drei St\u00fcck: eines f\u00fcr die Kupplung, eines f\u00fcr Drehen nach links, eines f\u00fcr Drehen nach rechts). Und das war\u2019s auch schon. Die ganze Schaltung verbraucht 25 mA, kann also ohne Probleme durchgehend laufen. Der Motor des Autopiloten wird nur im Fall der Trimm-Korrektur kurz angesprochen, was je nach Bedingungen ein paar Mal pro Tag bis ein paar Mal pro Stunde n\u00f6tig ist. Alle anderen Komponenten des Autopiloten (Kompass, Computer etc.) bleiben ohnehin dauernd aus. Alle Teile der Schaltung zusammen kosten weniger als 40 Euro.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/seite.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-14270\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/seite.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/seite-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/p>\n<p>Ihr glaubt gar nicht, wie sch\u00f6n das ist. Egal, ob die Hydraulik nachl\u00e4sst, ob der Wind auffrischt, ob man andere Segel setzt, ob man den Kurs \u00e4ndert (d.h. den Sollwinkel zum Wind): nie muss man sich um den Trimm Gedanken machen, denn der Arduino findet automatisch nach maximal ein paar Minuten die richtige Hauptruderlage, damit die Windsteuerung ihren Job machen kann. Weder Pinne noch Steuerrad m\u00fcssen fixiert werden, so dass man jederzeit \u2013 etwa f\u00fcr ein Ausweichman\u00f6ver \u2013 von Hand den Kurs \u00e4ndern kann. Am Ende steuert man einfach wieder grob in die gew\u00fcnschte Richtung und \u00fcberl\u00e4sst die Feinjustierung wieder dem Arduino.<br \/>\nZiemlich cool! <a href=\"http:\/\/muktuk.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">WEITERLESEN<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SYNTHESE AP-WP &#8211; EINE L\u00d6SUNG F\u00dcR SCHLAUMEIER EIN BERICHT VON SV MUKTUK &#8211; ANDREAS NEUMANN GER Als in den 60er Jahre Elga und Ernst-J\u00fcrgen Koch als erstes Weltumsegler-Paar unterwegs waren, musste immer einer der beiden am Ruder stehen. 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