{"id":23692,"date":"2020-11-02T05:37:02","date_gmt":"2020-11-02T12:37:02","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=23692"},"modified":"2020-11-02T05:41:03","modified_gmt":"2020-11-02T12:41:03","slug":"verschleiss","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/press-tv\/service-tipps\/verschleiss\/","title":{"rendered":"Verschleiss"},"content":{"rendered":"<p><strong>SV HEKLA &#8211; GEORG SCHIMMELPFENNING &#8211; LA LONGUE ROUTE<\/strong><br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Ruderschaft-Schimmelpfennig-Kopie.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23695\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Ruderschaft-Schimmelpfennig-Kopie.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Ruderschaft-Schimmelpfennig-Kopie-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/>Das hatte ich nicht gedacht! Als Georg Schimmelpfennig seine PACIFIC Anlage zur \u00dcberholung brachte, haben wir beim Auseinanderbau Erstaunliches bemerkt: der Ruderschaft zeigte Abnutzungs Schleifstellen, wie ich es bei tausenden Systemen zuvor noch nie gesehen habe. Schnell wurde der Grund klar: das System hat <strong>BERSERKER ARBEIT<\/strong> leisten muessen, um die Cumulant 38 auf Kurs zu halten, weil das Hauptruder stets und immer enorme Luvgierigkeit gegenzusteuern hatte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1200\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23696\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0.jpg 1600w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0-768x576.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/99392f3c-13d3-4af8-b086-f1adadfaa3a0-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/>Eine Arbeit, die der Skipper von Hand nur fuer kurze Zeit zu leisten in der Lage gewesen ist. Zudem hat die Hekla lange Zeiten bei schwachen Winden in der warmen Kalmenzone verbracht, was enormen Bewuchs verursacht hat. Die Etmale wurden qu\u00e4lend, was den Entschluss des Skippers zum Abbruch der Reise in Cape Town veranlasst hat.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Im-Kran-SA.jpg\" alt=\"\" width=\"1464\" height=\"1130\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23697\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Im-Kran-SA.jpg 1464w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Im-Kran-SA-300x232.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Im-Kran-SA-1024x790.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Im-Kran-SA-768x593.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1464px) 100vw, 1464px\" \/>In Cape Town wurden 3 Schubkarren voller Muscheln entfernt, der Unterwasseranstrich komplett erneuert &#8230; und sodann die R\u00fcckreise widerum einhand angetreten.<\/p>\n<p>Der Bericht des Skippers:<\/p>\n<blockquote><p>01.11.2020<br \/>\nHallo Peter Foerthmann<br \/>\nSeit meiner Jugend segle ich mit Windsteueranlagen.<br \/>\nMein Vater hatte auf seiner Contest 28 in den 80ern einen Schwingpilot. Den gibt es schon lange nicht mehr. Danach, auf seiner Hallberg Rassy 1988 den ersten Windpiloten und meine ersten Einhandt\u00f6rnst\u00f6rns. Der Windpilot arbeitete auf dem kleinen Schiff so gut, dass man sogar mit ihm wenden und halsen konnte, ohne die Pinne mit der Hand zu f\u00fchren\u2026 und er war ungleich leichter als die Anlage von Schwing.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1010255.jpeg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23700\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1010255.jpeg 1280w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1010255-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1010255-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/P1010255-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/>Die Erfahrungen mit den Windsteueranlagen haben mich veranlasst, auf meiner Cumulant 38  2016 von Anfang an den Windpiloten zu installieren. Aber die Arbeit mit dem Helfer gestaltete sich komplizierter, als auf der Rassy. Meine HEKLA hat ein Steuerrad und ein nicht vorbalanciertes Ruderblatt. Es treten hohe Kr\u00e4fte auf und wegen der nicht unerheblichen Luvgierigkeit des Schiffs musste Adam, so habe ich mein mechanisches Crewmitglied genannt, harte Arbeit leisten. Ich musste beim Handling ganz neu lernen. Wichtig: Beim \u00dcbergeben des Steuerns an den Windpiloten muss dieser mit dem Servoruder genau mittschiffs mitlaufen, sonst wird es nichts. Dann aber h\u00e4lt er auch dem hohem Ruderdruck stand. Auf dem ganzen T\u00f6rn ist mir nur ein einziger Umlenkblock der Steuerseile auseinandergerissen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"900\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23701\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654.jpg 1600w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654-300x169.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654-768x432.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/f1bbb8ea-97d7-4a2a-9548-c86302988654-1536x864.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><br \/>\nImmer, wenn HELKA mit gegenlenkendem Ruderblatt arbeitet, wird das Schiff bei B\u00f6en anluven und bei Windl\u00f6chern abfallen. Das ist unvermeidbar und deshalb bedarf es insgesamt der Aufmerksamkeit, wohin das Schiff im Mittel f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Auf meinen Atlantikt\u00f6rns nach Kapstadt und zur\u00fcck habe ich ann\u00e4hernd 20.000 nm gesegelt. Manchmal waren mir die Gierwinkel meines Steuermanns zu gro\u00df und ich habe selber das Ruder \u00fcbernommen. Nach einer Stunde konzentrierten Rudergehens merkte ich, dass ich bereits schlechter war als Adam. Irgendwelche Gedanken fingen an im Kopf zu kreisen und auf einmal war der Kurs weg.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"1200\" class=\"aligncenter size-full wp-image-23702\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17.jpg 1600w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17-768x576.jpg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/eecfe3c7-0fb8-40d9-b2fc-5989a2574a17-1536x1152.jpg 1536w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><br \/>\nDann hat Adam wieder \u00fcbernommen und ich konnte entspannen. Er hatte beim Einlaufen in Bremerhaven Ostern 2019 \u00fcber 17.000 nm mein Schiff gesteuert.<\/p>\n<p>Abgesehen davon, dass ich im Umgang mit meinem Steuermann mit der Zeit und mit den zunehmenden Erfahrungen immer geschickter wurde, habe ich die besten Erfahrungen im Benguelastrom gemacht, der an Afrikas Westk\u00fcste von SSO nach NNW l\u00e4uft. HEKLA hat dabei \u00fcber drei Wochen Schmetterling vor dem Wind gesegelt. SOG zwischen sechs und neun Knoten! Das ist die Paradedisziplin meines Schiffes mit Adam. Das Nichtvorhandensein von Luvgierigkeit und die enorme Wasserstr\u00f6mung am Servoruder lassen Adam zum unschlagbaren Ruderg\u00e4nger werden. Nur wenn ich das eine oder andere Mal gehalst habe, weil der Wind schralte oder ich eins der Steuerseile ersetzt habe, musste ich \u00fcberhaupt eingreifen. Da lachte das Skipperherz. AIS-Transponder und Buzzer in der Navi waren eingeschaltet und dann hie\u00df es nur noch: laufen lassen. Dabei konnte ich mir lange Schlafphasen und Sonnenb\u00e4der an Deck g\u00f6nnen. Es war zweifelsohne der sch\u00f6nste Abschnitt auf dem Atlantik. Das hat \u00fcbrigens auch Wilfried Erdmann in seinem Buch \u201eAllein gegen den Wind\u201c beschrieben. <\/p>\n<p>Mein Fazit: Ein ausgewogen segelndes Schiff und die Steuerung \u00fcber Pinne sind die Idealvoraussetzung f\u00fcr den Einsatz des Windpiloten.<\/p>\n<p>Viele Gr\u00fcsse von<br \/>\nGeorg Schimmelpfennig  SY Hekla<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SV HEKLA &#8211; GEORG SCHIMMELPFENNING &#8211; LA LONGUE ROUTE Das hatte ich nicht gedacht! 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