{"id":4544,"date":"2011-08-07T17:51:18","date_gmt":"2011-08-08T00:51:18","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=4544"},"modified":"2025-11-16T22:56:01","modified_gmt":"2025-11-17T05:56:01","slug":"a-singlehanders-lonely-fight-to-resolve-a-problem-in-the-marine-business","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/columns\/peter-der-markt\/windpilot\/a-singlehanders-lonely-fight-to-resolve-a-problem-in-the-marine-business\/","title":{"rendered":"Mein Kampf"},"content":{"rendered":"<p><strong>DER KAMPF EINES SINGLEHANDERS IM MARINE BUSINESS<\/strong><\/p>\n<p>Als Kriegsberichterstatter selbst erlebter Unglaublichkeiten habe ich im Laufe von 36 Jahren im Vane Gear Business eine Menge erlebt. Mein Weib r\u00e4t mir, meine Erfahrungen f\u00fcr mich zu behalten &#8211; aber man kann das auch anders definieren: gelebtes Leben &#8211; verdichtet zu Geschichten &#8211; spielerisch in Worte verpackt &#8211; sind der perfekte Weg, Erlebnisse nochmal\u00b4s durchs Sieb zu r\u00fchren und unterhaltsam einem Publikum zu pr\u00e4sentieren, das sachverst\u00e4ndig ist, Handlungsstr\u00e4nge nun mal von ungewohnter Seite erf\u00e4hrt und sich ein vielleicht besseres Bild machen kann von Ger\u00fcchten und Andeutungen in einer Branche, die in einem Artikel der YACHT ( #2 \/ 2002 als \u201eWindige Branche\u201c &#8211; wie ich es empfand, unn\u00f6tig missverst\u00e4ndlich &#8211; tituliert worden ist! <\/p>\n<p>Bei allem Respekt vor den Luftschiffs Kapit\u00e4nen in Europas f\u00fchrendem Bl\u00e4tterwald, aber den Titel h\u00e4tte man besser w\u00e4hlen k\u00f6nnen &#8211; res\u00fcmierte und pr\u00e4judizierte er doch unn\u00f6tig, statt dem interessierten Leser einige &#8211; zugegeben komplizierten Zusammenh\u00e4nge &#8211; unvoreingenommener zu unterbreiten. Nicht umsonst bekam ich am Erscheinungsdatum des Heftes einen entsetzten Anruf des mit der Recherche beauftragten Journalisten &#8211; einem alten Insider Hasen im schreibendem Gewerbe &#8211; der mir versicherte, dass er zwar als Autor benannt, hingegen den Inhalt in der ver\u00f6ffentlichten Form nicht authorisiert habe &#8211; er ob der Fehler und Ver\u00e4nderungen entsetzt sei und sich mir gegen\u00fcber von Inhalt und Tenor distanzierte.<\/p>\n<p>Klar, war es eine Herausforderung, komplexe Zusammenh\u00e4nge zu ordnen und daraus eine runde Geschichte zu machen &#8211; nicht umsonst hatte man f\u00fcr dies delikate Unterfangen einen externen Profi und Kenner der Szene beauftragt. <\/p>\n<p>Hatte man ihm nicht gen\u00fcgend vertraut? Hatte man die Brisanz nicht richtig eingesch\u00e4tzt? Hatte ein Redaktionsschluss hier eingewirkt? Hatte ein anderer Koch die Suppe anders w\u00fcrzen wollen? Journalismus kann so viele Facetten haben, wie Gesichter, hinter denen sich Gedanken formen! <\/p>\n<p>F\u00fcr mich war diese Geschichte kein Lustgewinn &#8211; verursachte hingegen eher PhantomSchmerzen ob eines Tenors, der recht deutlich zu meinen Lasten geraten war.<\/p>\n<p>Es h\u00e4tte eine tolle Geschichte werden k\u00f6nnen, handelte sie doch vom Verhalten der Presse an sich, angesichts eines besonderen Vorfalls, der sich an der Nahtstelle zwischen Hersteller und Presse im Marine Business ereignet hatte &#8211; und \u00fcber den zu berichten, sich in den USA und Europa die Presse scheute. Keine Rede von journalistischer Pflicht und K\u00fcr im Sinne der interessierten und verehrten Leserschaft!<\/p>\n<p>Es ging um die Sorgfaltspflicht von Presse Ver\u00f6ffentlichungen sowie um Verleumdung, Tatbest\u00e4nde, die z.B. in England in einer ganz besonderen Form Anw\u00e4lte und Gerichte besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen, mit tsunami-\u00e4hnlichen Auswirkungen auf die Konten beteiligter Parteien. In diesem Fall eben auch Redaktionen, die von ihren CEOs rigide gesteuert &#8211; oder eben auch gefeuert werden, wenn sie journalistisch &#8211; aus Versehen oder nicht &#8211; in gef\u00e4hrliches Fahrwasser geraten sind.<\/p>\n<p>Journalisten haben als Mittler, Sprachrohr, Verst\u00e4ndlichmacher und Investigator einen hehren Auftrag. Sie wollen ihren Lesern die Welt erkl\u00e4ren, was ihnen enorme Freiheiten l\u00e4sst: die Freiheit der Selektion, der Differenzierung Wichtigem von weniger Wichtigem, der Sichtweise, Schwerpunkte herauszuarbeiten oder eben nicht. Sie sind dar\u00fcber hinaus nat\u00fcrlich Menschen aus Fleisch und Blut, mit den ganz normalen Schw\u00e4chen und Abh\u00e4ngigkeiten, flankierend bedr\u00e4ngt von Verlegerw\u00fcnschen und Weisungen &#8211; und in ein wirtschaftliches Korsett eingeschn\u00fcrt, das Unternehmensschiff Verlag auch finanziell  erfolgreich zu navigieren. Feingef\u00fchl und Gesp\u00fcr sind bei diesem Job angesagt &#8211; und vorteilhaft &#8211; wenn es darum geht, NormalSpreu von FutterWeizen zu trennen.<\/p>\n<p>Eine Herkulesaufgabe!  Sicher &#8211; aber daf\u00fcr gibt es am Monatsende eine Entsch\u00e4digung!<\/p>\n<p>Zeit kostet Geld &#8211; beides ist immer knapp &#8211; und der Redaktionsschluss die Guillotine zur Druckfreigabe.<\/p>\n<p>Nicht immer spiegelt dann das geschriebene Wort die wahre Geschichte! Wenn z.B. eine Authorisierung unterbleibt oder juristische Spitzfindigkeiten drohen, vermag der interessierte Leser dies nicht zu erkennen, da er &#8211; zu Recht &#8211; davon ausgegangen ist, dass sorgf\u00e4ltig recherchiert und mit Bedacht ein Bericht verfasst wurde. Was geschrieben ist &#8211; hat fortan Gewicht &#8211; und entwickelt Dynamik im Kopf der Leserschaft. Das wissen wir nicht erst seit der Zeitung mit den BalkenBuchstaben f\u00fcr Menschen mit Seh\u00b4 und Verst\u00e4ndnis Schw\u00e4che.<\/p>\n<p>Immerhin hatte sich die YACHT &#8211; neben dem PRACTICAL SAILOR in den USA &#8211; getraut, \u00fcber ein besonderes Ereignis zu berichten, das einen Spiegel auf die Arbeit der Presse richtet &#8211; und den Folgen f\u00fcr eine hier in besonderer Form betroffenen Partei &#8211; das war ich! <\/p>\n<p>Immerhin Kompliment an die Luft Hoheiten in der Foren Herrschafts Br\u00fccken Nock &#8211; aber mit dem Fuss ein wenig auf der Bremse! Der Tenor hat mir Juckreiz verursacht &#8211; darum hier nun einmal die andere Seite &#8211; auch wenn dabei eine Geschichte neun Jahre und viel Gras sp\u00e4ter, nun exhumiert wird.<\/p>\n<p>Was war geschehen?<\/p>\n<p><strong>POWER GENERATOR AUTOPILOT HYBRID &#8211; DIE EIERLEGENDE WOLLMILCHSAU<\/strong><\/p>\n<p>Es war einmal &#8211; besser: es gab einmal einen Daniel D\u00fcsentrieb, der die Thematik stromloser Steuerautomaten neu erfinden wollte und dabei auf die Idee verfiel, eine Windfahne mit Hydraulikventilen zu verbinden, um \u00d6lfluss zur direkten  Steuerung eines Hydraulikzylinders am Ruder einzusetzen. \u00d6ldruck wurde dabei durch eine Pumpe mit Schlepp Propeller erzeugt &#8211; wobei kollateral auch noch Strom f\u00fcr die Batterie erzeugt werden sollte. Eine eierlegende Wolln-Wir-Milch-Sau &#8211; gewissenmassen.<\/p>\n<p>Der extrem geringe Weg des Sensors Windfahne &#8211; im Millimeter Bereich &#8211; sowie eine nur manuelle Regelbarkeit mit ca 2300 verschiedenen \u201eSettings\u201c erwiesen sich als Stolpersteine und Hindernis f\u00fcr erfolgreichen Praxis Betrieb &#8211; vom Schlepp Propeller, der dem Schiff am Band folgen sollte &#8211; dabei Schluckauf bekam &#8211; darum stehen blieb &#8211; und das System den Dienst versagte &#8211; hier nicht zu reden.<\/p>\n<p>Gleichwohl wurde dies System im Verlauf von vielen Jahren immer wieder verkauft &#8211; zu St\u00fcckpreisen von vielen tausend DM &#8211; an Eigner meist grosser Yachten. <\/p>\n<p>Wie konnte das geschehen?<\/p>\n<p>Die K\u00e4ufer hatten Vertrauen gefasst, weil sie einen ganzseitigen &#8211; TESTED &#8211;  Bericht in YACHTING WORLD gelesen hatten, der dies Produkt beschrieb:<\/p>\n<p>YACHTING WORLD <\/p>\n<blockquote><p>This is a unique product designed to solve two problems of today\u00b4s yachting at once: automatic steering and keeping the batteries charged on the modern power-hungry yacht. &#8230;.an astonishing device\u201c!<\/p><\/blockquote>\n<p>Keiner der Leser und K\u00e4ufer ahnte, dass der Bericht von einem Mitarbeiter des Herstellers verfasst worden war. Diese Erkenntnis kam erst sp\u00e4ter &#8211; und da war es zu sp\u00e4t&#8230;.<\/p>\n<p>Gleichwohl wurde der YW Bericht in der folgenden Zeit vom Hersteller als Referenz verwendet, eigene Glaubw\u00fcrdigkeit erfolgreich zu untermauern! Die Kasse klingelte!<\/p>\n<p>Die Kehrseite spielte sich mehr im Schatten ab: Die Zahl unzufriedener Segler, die allesamt nicht in der Lage gewesen sind, das System praktisch einzusetzen, stieg unaufh\u00f6rlich. Je nach Temperament haben sie Leserbriefe an die Redaktionen geschrieben, Nachbesserungen eingefordert, Anw\u00e4lte beauftragt, auf der LONDON BOAT SHOW mit Tafeln protestiert, Konsulate eingeschaltet, dem Hersteller Schl\u00e4ge angedroht oder bei SCOTLAND YARD geklingelt, um die Profi Meute von der Leine zu lassen. <\/p>\n<p>Erfolgreich waren sie alle nicht &#8211; der Hersteller hat sie variantenreich nahezu s\u00e4mtlich ausgesessen&#8230;.<\/p>\n<p>Einem erbosten Oyster Segler ist es sogar gelungen, den Hersteller zur Nachbesserung per Flugzeug auf sein Schiff zu beordern. Gleichwohl erfolglos. Wie der Erfinder nach gemeinsamen Segelversuchen auf dem Atlantik wohl konstatierte: \u201eobviously the wind is not cooperative today\u201c &#8211; sagte es &#8211; und verschwand &#8211; das System wurde hernach den Tiefen des Atlantic anvertraut.<\/p>\n<p>Ein echter Test auf dem Schiff von NIGEL CALDER verlief wohl negativ &#8211; eine Ver\u00f6ffentlichung hingegen war nirgends zu lesen &#8211; sie wurde &#8211; wie vermutet wurde &#8211; wahrscheinlich anwaltlich im Vorfeld unterbunden. Mein Versuch, den bekannten Fachbuchautor zu einer Stellungnahme zu bewegen, wurde abgewiesen unter Hinweis, dass die Journalisten Haftpflichtversicherung f\u00fcr einen \u201eLible Case\u201c nicht zahlen w\u00fcrde &#8211; ihm daher das Risiko einer juristischen Verfolgung erheblich zu hoch sei &#8211; Sorry Peter!<\/p>\n<p>1997, dem Jahr, in dem Jimmy Cornell mich mit den Machern von ADLARD COLES NAUTICAL in LONDON verheiratete, um das Buch SELFSTEERING UNDER SAIL zu schreiben, hatten die Systeme mit der geheimnisvollen Bezeichnung \u201eFluid Logic\u201c bereits einige Jahre lang auf dem Markt eine Bresche der Geldvernichtung geschlagen, insbesondere, weil in der Presse immer noch keinerlei Kritik zu lesen und der positive Bericht in YACHTING WORLD niemals widerrufen wurde &#8211; hingegen vom Hersteller weiterhin ungehindert als Referenz zur Verkaufsf\u00f6rderung verwendet wurde. <\/p>\n<p>Erboste Segler Beschwerden lagen in nahezu s\u00e4mtlichen Redaktionen &#8211; in den Schubladen &#8211; wo sie schlafen gingen. Warum? Einmal raten gen\u00fcgt!<\/p>\n<p>Die Idee, meinem Buch ein Kapitel \u00fcber POWER GENERATOR AUTOPILOT HYBRID beizuf\u00fcgen und das besagte System zu beschreiben, war stringent, verlockend &#8211; und logisch -gleichwohl ein teurer Fehler.<\/p>\n<p>Im Dezember 1998 kam das Buch auf den Markt, in dem ich meine \u201eConsiderations\u201c beschrieben und SEVEN KEY PARAMETERS FOR COMPARING THIS TYPE OF AUTOPLOT HYBRID WITH CONVENTIONAL INBOARD AUTOPILOTS ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Ganz offenbar hatte ich damit einen Nerv getroffen, obwohl ich weder Kritik noch Wertung vorgenommen, hingegen nur die kinematischen Abl\u00e4ufe beschrieben und Betrachtungen \u00fcber das D\u00e4mpfungs &#8211; und Regelungsverhalten angestellt hatte. Vorsicht ist ja stets die Mutter aller zerbrechlichen Geschirre &#8211; und Ghostwriter in meinem Hinterkopf.<\/p>\n<p><strong>THE HIGH COURT CASE<\/strong><\/p>\n<p>Die St\u00f6rung musste erheblich gewesen sein, denn der Marktbegleiter reichte Klage wegen Defamation und Libel beim LONDON HIGH COURT ein &#8211; zeitgleich gegen ADLARD COLES und mich, den deutschen Autor. Ein Novum f\u00fcr den altehrw\u00fcrdigen Verlag, der bis dato wohl noch nie verklagt worden war.<\/p>\n<p>Ein Donnerschlag, der die Dr\u00e4hte zum Gl\u00fchen brachte, nicht nur bei mir. N\u00fcchtern betrachtet, war wenig zu bef\u00fcrchten &#8211; hingegen ist es eine Besonderheit des englischen Presserechts, dass hier ein Kosten Feuer entfachen konnte, das woanders undenkbar gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die besondere Paarung eines Kl\u00e4gers und einer wohl f\u00fcr kostenintensive Verfahren bekannten Soziet\u00e4t, verursachte eine Drohkulisse, die auf Seiten der beklagten &#8211; und diesbez\u00fcglich unerfahrenen &#8211; Parteien im doppelten Sinne Magenschmerzen verursachte:<\/p>\n<p>War es doch die gleiche Soziet\u00e4t, die in einem \u00e4hnlich gelagerten Fall &#8211; der Ver\u00f6ffentlichung eines Fahrberichtes \u00fcber einen <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/business\/libel-cash-for-wingsail-1597023.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wingsail Trimaran &#8211; dem Verlag IPC Press<\/a> kurz zuvor eine teure Schlappe beigebracht hatte, weil in YACHTING WORLD Wahrheiten \u00fcber Segeleigenschaften wohl zu ehrlich und ungefiltert benannt worden waren &#8211; was dem Erbauer recht offenbar nicht gefallen hatte. <\/p>\n<p>Der Fall wurde damals &#8211; zum Erstaunen aller Fachleute &#8211; vom Kl\u00e4ger gewonnen &#8211; vom Verlag teuer bezahlt.<\/p>\n<p>Es wurde schnell deutlich, dass \u201emein\u201c Kl\u00e4ger mit dem siegreichen Kl\u00e4ger gegen IPC wohl bekannt, oder gar befreundet gewesen ist. Art, Vorgehensweise und Anwalt waren identisch &#8211; Ziel der Aktion eines David gegen einen Goliath Verlagskonzern waren Damages, die man &#8211; in Lee eines besonderen Presse Rechts &#8211; zu erzielen strebte. <\/p>\n<p>Ich erfuhr zu sp\u00e4t, dass mein Verlag einen \u201eDeal\u201c gemacht hatte, schlicht, um dies Verfahren f\u00fcr sich selbst zu beenden, weil offenbar Verkaufs Verhandlungen im Gange gewesen &#8211; und ein schwebendes Verfahren dabei wohl st\u00f6rend gewesen ist. Ich wurde ohne Vorank\u00fcndigung von einem Verlag geopfert, dem ich monatelang die Prozess Akten aufgearbeitet hatte und einvernehmliches Vorgehen f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich war. Dumm gedacht!<\/p>\n<p>Bad Luck &#8211; ich stand fortan alleine vor Gericht &#8211; einen kraftstrotzenden Kl\u00e4ger als Gegen\u00fcber &#8211; der sich siegessicher w\u00e4hnte, nachdem er als Einmann Firma einen Weltverlag zu einem teuren Vergleich hatte dr\u00e4ngen k\u00f6nnen. Den deutschen Autor nun platt zu machen &#8211; schien ihm wohl ein Leichtes.<\/p>\n<p>Kein gutes Gef\u00fchl, befand ich mich doch in einer Situation, die scheinbar kaum zu gewinnen war &#8211; zudem in einer Kostenfalle, bei der eine Dreier Runde anwaltlicher Beratungs Stunde mich den Gegenwert einer schicken WSA gekostet hat. Wir haben hunderte Stunden zusammengesessen&#8230;.<\/p>\n<p>GOOGLE war noch nicht erfunden, das Internet hatte noch Windeln an &#8211; es hat Monate &#8211; hunderte Mails und Telefonaten mit Recherchen rund um den Globus gebraucht, um eine stattliche Akte von Opfern des besagten Produktes zusammenzutragen. 36 F\u00e4lle, genug Stoff f\u00fcr einen Kriminalroman!<\/p>\n<p>Es offenbarte sich die Geschichte eines Unternehmers, der jenseits der Legalit\u00e4t \u00fcber viele Jahre nahezu ungest\u00f6rt durch Presse und Berichterstattung, die er mittels Anw\u00e4lten hatte bedrohen k\u00f6nnen &#8211; ein Produkt am Markt hat verkaufen k\u00f6nnen, das die wohl weit \u00fcberwiegende Anzahl der Kunden nicht zufrieden stellen konnte. K\u00f6nnte man nun auch direkter benennen&#8230;<\/p>\n<p>Ein Verfahrensbegleiter konstatierte fassungslos, wie es angehen k\u00f6nne, dass ein Produkt im Verlauf von einigen Jahren 50 technische \u00c4nderungen erfahren habe, Handb\u00fccher im Monatstakt ver\u00e4ndert wurden &#8211; gleichwohl ein Hersteller wohl nur in einem einzigen Fall eine geleistete Anzahlung tats\u00e4chlich wieder zur\u00fcckerstattet habe &#8211; und der Rest auf einem Konto im Steuerparadies unangreifbar &#8211; per Vorkasse dorthin unwiderbringlich verlorengegangen ist.<\/p>\n<p><strong>THEORIE UND PRAXIS VON PRESSE ARBEIT<\/strong><\/p>\n<p>Besonders deprimierend f\u00fcr mich: Hilfe Ersuchen an die Redaktionen in den USA und Europa mit der Bitte um Hilfe in einem eklatanten Fall von Betrug in der weltweiten Segler Gemeinde &#8211; blieben erfolglos &#8211; weil man selbst f\u00fcrchtete, hier vor Gericht gezogen zu werden. Der Fall war in den Redaktionen \u00fcberall bekannt, man versicherte mir angelegentlich die volle Anteilnahme &#8211; w\u00fcnschte mir Good Luck &#8211; aktive Hilfe jedoch, erhielt ich nicht, obwohl eigene \u201eLeser-Segler\u201c fast \u00fcberall betroffen waren.<\/p>\n<p>Gute Anw\u00e4lte in England zu finden, war schwierig &#8211; viele M\u00e4nner musste ich \u201ek\u00fcssen\u201c, um zu bemerken, dass sie die Falschen gewesen sind. Stundenverrechnungss\u00e4tze von PoundSterling 600 brachten mich zur Ohnmacht &#8211; und fast zu Fall. Flughafen- und Hotel Lounges wurden zu meiner zweite Heimat &#8211; Privatleben fand nicht mehr statt.<\/p>\n<p>Gl\u00fcck war am Ende ein zaghafter Helfer: Ich fand einen prominenten Anwalt f\u00fcr Presserecht, der auch f\u00fcr die Royal Family gearbeitet hatte. Sein Urteil nach Aktenstudium klang besonnen und ermutigend. Simon &#8211; wurde \u201emein Mann\u201c &#8211; mein kurze Zeit sp\u00e4ter geborener Sohn erhielt den gleichen Namen&#8230;<\/p>\n<p>Unser weiblicher Barrister entpuppte sich als erfahrene Seglerin &#8211; ihr Partner sogar  ein erkl\u00e4rter Windpilot Glaubensbruder&#8230;. So war Verst\u00e4ndnis f\u00fcr eine komplexe Materie gesichert und Wohlwollen f\u00fcr einen deutschen Fachbuchautor vorhanden, den das englische Presse Recht zu verschlingen drohte. <\/p>\n<p>Der damals gerade neu-ernannte Chefredakteur von YW entschuldigte sein Nicht-Eingreifen mir gegen\u00fcber: Sorry Peter, I cannot help you. Please fuck the plaintiff &#8211; but leave me out! Ihm waren beide H\u00e4nde gebunden, weil er doch selbst erst kurze Zeit vorher &#8211; als Nutzniesser in einem \u00e4hnlichen Fall &#8211; zu seinem Amt gekommen war.<\/p>\n<p>Meine gesammelten Akten voller unglaublicher Geschichten von OPFERN eines Produktes, das die Welt der Selbststeuerung revolutionieren sollte, \u00fcberzeugten am Ende auch den Richter CHARLES GRAY, der dies unselige Verfahren zu meinen Gunsten nach 24 Monaten mit  STRIKE OUT kraftvoll beendete. Der Kl\u00e4ger beantragte Stunden sp\u00e4ter die Bankrupcy &#8211; die Zwangsversteigerung ergab viele Jahre sp\u00e4ter einen Scheck f\u00fcr mich von ca EUR 7000.&#8211; Ich blieb am Ende auf einem gewaltigem Kostenberg sitzen. <\/p>\n<p>Zwei Jahre hat der Alptraum gedauert<\/p>\n<p>You live and learn!<\/p>\n<p><strong>WAS ICH HABE LERNEN M\u00dcSSEN<\/strong><\/p>\n<p>Was ich explizit habe lernen m\u00fcssen &#8211; ist das Verhalten einiger Marktbegleiter &#8211; die den Vorabdruck des Buches freundlich gelesen und gutgeheissen &#8211; sogar eigene Inserate beim Verlag geordert hatten &#8211; gleichwohl sich im Laufe des Verfahrens beim Verleger \u00fcber ein Buch beschwerten, dessen Kenntnis ihnen &#8211; angeblich &#8211; fremd gewesen ist! Die geballte Ladung sich beim Verlag beschwerenden Marktbegleiter, die s\u00e4mtlich mit dem Kl\u00e4ger zu kooperieren schienen, hat die Sache nicht leichter gemacht. Hatte das vielleicht mit den Rezensionen \u00fcber die Qualit\u00e4t des Buches als \u201eeven handed\u201c zun tun?<\/p>\n<p>Ohne hier explizit die Namen zu benennen, gab es nur wenige M\u00e4nner, die sich an der Hetzjagt auf einen deutschen Marktbegleiter nicht beteiligt haben &#8211; es waren zuf\u00e4llig dieselben, mit denen ich \u00fcber Jahrzehnte in freundlichem Kontakt und gegenseitigem Respekt umgegangen bin.<\/p>\n<p>Gr\u00fcndlich ver\u00e4ndert jedoch hat sich seitdem meine Blau\u00e4ugigkeit in Bezug auf Effizienz und Authentizit\u00e4t von Presse Leuten, habe ich doch erfahren m\u00fcssen, wie wenig Unterst\u00fctzung man von einer Seite erf\u00e4hrt, der man lebenslang kommunikativ und freundlich zugearbeitet hat. <\/p>\n<p>Ausgewogener Umgang mit Journalisten ist schwer m\u00f6glich, wenn die Gegenseite sich in einem Luftraum w\u00e4hnt, der ihnen Fl\u00fcgel zu verleihen scheint &#8211; weil sie dann &#8211; jeder wie er kann &#8211; dem Boden der Tatsachen &#8211; zu entschweben &#8211; sich verfliegen&#8230;.<\/p>\n<p>Insbesondere werde ich niemals vergessen, dass ich hier ein Problem im Marine Business im Alleingang habe l\u00f6sen m\u00fcssen, das im Wortsinne eigentlich in der Verantwortung der Fachpresse gelegen h\u00e4tte. <\/p>\n<p>Aber die blieb stumm &#8211; mit besagten zwei Ausnahmen.<\/p>\n<p>A SINGLEHANDERS LONELY FIGHT TO RESOLVE A PROBLEM IN MARINE BUSINESS &#8211; war mein ganz privater Kampf ums \u00dcberleben. <\/p>\n<p>Das hat mich ver\u00e4ndert bis zum heutigen Tag&#8230;. gesteht<\/p>\n<p>02.11.2014<br \/>\nPeter Foerthmann<\/p>\n<p>PS:  <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SELFSTEERING UNDER SAIL ist in 6 Sprachen \u00fcbersetzt worden<\/a>, wird heute bei AMAZON f\u00fcr US $ 60,00 gehandelt und wurde als kostenloses E-Book DOWNLOAD 865.000 Mal abgerufen.<\/p>\n<p>Update 2022:<br \/>\nDas kostenlose Download in 6 Sprachen wurde 3.Millionen Mal abgerufen<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/books\/\">18 Windpilot Books sind verf\u00fcgbar<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DER KAMPF EINES SINGLEHANDERS IM MARINE BUSINESS Als Kriegsberichterstatter selbst erlebter Unglaublichkeiten habe ich im Laufe von 36 Jahren im Vane Gear Business eine Menge erlebt. 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