{"id":5706,"date":"2011-10-28T11:25:35","date_gmt":"2011-10-28T18:25:35","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=5706"},"modified":"2014-12-30T14:44:53","modified_gmt":"2014-12-30T21:44:53","slug":"deutsch-peter%c2%b4s-flotte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/biography\/deutsch-peter%c2%b4s-flotte\/","title":{"rendered":"Peter\u00b4s Flotte #1"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot-hoch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot-hoch-210x300.jpg\" alt=\"\" title=\"Peters 1.Boot hoch\" width=\"210\" height=\"300\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5707\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot-hoch-210x300.jpg 210w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot-hoch.jpg 528w\" sizes=\"auto, (max-width: 210px) 100vw, 210px\" \/><\/a>Die Sucht begann schon als kleiner Bubi, der sich an Wasserkanten die Augen wund gekuckt, sich sp\u00e4ter mit Witz und Trick Zugang auf Bootsmessen \u00fcber Z\u00e4une oder Hintertore sich verschafft und der der eigenen Familie durch eine Bootsbaustelle auf dem Balkon, Ausblick und Nutzung desselben f\u00fcr Monate unm\u00f6glicht gemacht hat. Geranien hatten damals eine trockene Zeit und verloren am Ende Farbe und Leben in dieser Reihenfolge.<\/p>\n<p>Dank erheblicher Toleranz vom Muttertier blieb die Familie in Balance und es entstand eine pr\u00e4chtige Yacht von 173 cm L\u00e4nge, hergestellt aus Fichtenlatten von 15 x 30 mm mit einem Hemd aus Nesseltuch, das in Opas N\u00e4herei f\u00fcr B.H.F\u00f6rthmann Schlachter Berufskleidung von Tante Heidorn gen\u00e4ht und hernach dann solange mit Lein\u00f6lfirnis getr\u00e4nkt, bis Wasser keine Chance mehr hatte, durch das Gewebe sich hindurch zu vermogeln. Am Ende wurde die rauhe Walfisch Haut mit Dukolux Lack &#8211; nicht zu verwechseln mit Agiolax! &#8211; in Nato Tarnfarbe endversiegelt. Das Ganze war mit einem Arm zu transportieren, der Fahrrad Anh\u00e4nger wurde nur f\u00fcr Expeditionen eingesetzt, weil man sonst auf allen Vieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot_.jpg\" alt=\"\" title=\"Peters 1.Boot\" width=\"750\" height=\"520\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5709\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot_.jpg 750w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peters-1.Boot_-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/a>Um das ONE OFF unter den Augen der Hamburger Waschpo als seeg\u00e4ngig zu attestieren, wurde die Yacht der Beh\u00f6rde auf dem Anh\u00e4nger zugef\u00fchrt. Qua Beh\u00f6rden Testat, vor allem Stempel, sowie Entrichtung der daf\u00fcr notwendigen Tantiemen, besass ich hernach eine seetaugliche Yacht. Vier Mark, das war der Eintrittspreis ins Hamburger Beh\u00f6rden Himmelreich!<\/p>\n<p>Das Patent in der Tasche, die  Nummer stolz auf das Nessel Hemd mit Krakelschrift gepinselt, konnte ich in See stechen &#8211; auf die Aussenalster &#8211; denn Nordsee war ja Mordsee, da wollte ich garnicht hin!  Ich bin statt dessen bis zum Ohlsdorfer Friedhof die Alster rauf gerudert &#8211; mit vom Rudern offenen H\u00e4nden, weil das Design B\u00fcro gute Riemen nicht f\u00fcr wichtig gehalten hatte, statt dessen 22 x 22 mm Vierkantholz mit draufgeschraubten Brett Abschnitten f\u00fcr gute Vortriebs Effizienz vorgesehen hatte.  <\/p>\n<p>Jedenfalls Doppelfehler! Ich habe damals meine Str\u00fcmpfe ausgezogen und den Riemen als Pr\u00e4ser dr\u00fcber geschoben &#8211; aber da war es schon zu sp\u00e4t!<\/p>\n<p>Der Bubi war damals haarscharf Zehn, aber schon stolz wie ein gro\u00dfer Bolle. Die Yacht verschwand kurz sp\u00e4ter in Mutters Kohlenkelle und rottete dort 40 Jahre dunkel vor sich hin. Sie wurde allerdings laufend leichter, weil M\u00e4use am Lein\u00f6l Firnis Geschmack gefunden, einen Grossteil der Aussenhaut verdaut und im Keller vollfl\u00e4chig ausgeschissen hatten. <\/p>\n<p>Es folgte eine ger\u00e4uschlose Beerdigung durch die Hamburger Stadtreinigung im Rahmen der Sperrm\u00fcll Entr\u00fcmpelung, nach dem Tode meiner Mutter. Tr\u00e4nen wurden in den Analen nicht vermerkt! Und eine Abwrackpr\u00e4mie war mir damals leider nicht bekannt!<\/p>\n<p>Der Bubi hatte n\u00e4mlich schlau entschieden, sich fortan nur mit Fl\u00fcgeln aufs Wasser zu begeben! Oh, wie plietsch!! <\/p>\n<p>Segeltechnisch war das also meine Stunde Null. Wir schrieben das Jahr 1958, meine Mama fuhr Opel Rekord mit Panorama Scheibe und ich hatte eine Yacht!<\/p>\n<p>Okay, ich bin im Skiff meinen Prinzipien sp\u00e4ter entgegen gelaufen, aber mit Rollsitz konnte man die Alster ziemlich elegant durchflitzen, wenn der Hintern die Balance halten und der Kerl oben dran nicht unelegant zur Seite kippte. <\/p>\n<p>Ein PIRAT f\u00fcr 75 Mark &#8211; ein Gnadenkauf, vom Taschengeld bezahlt, das der Knabe mit 11 Jahren durch Sklavenarbeiten im Dienstleistungs Bereich der Familie verdient und f\u00fcr Wert befunden, f\u00fcr ein Schiff von 5 m L\u00e4nge herauszugeben. Allerdings &#8211; ich will das nicht verschweigen &#8211; besass der Deal einen Sch\u00f6nheitsfehler, denn die Yacht hatte einen nach achtern offenen ausgefransten Spiegel, der beim Duell mit einem Alsterdampfer irgendwie abhanden gekommen war. Peanuts, der Schaden wurde ambulant behandelt. Schiffbau ist Schiefbau und bein Pirat bestimmt der Knick die Regel &#8211; ein Knick mehr, fiel da gar nicht auf!<\/p>\n<p>Nach der Seefahrtszeit &#8211; der Knabe war also mit 18 schon ein junger Mann &#8211; wuchsen Hunger und die Tr\u00e4ume dann bis zum Dach. In schneller Folge wurden H-Jolle, Zugvogel und ein alter Drachen aufgefixt und durchgesegelt. In Hamburger Kan\u00e4len rotteten damals viele Holz Juwelen mit Sch\u00f6nheitsfehlern und L\u00f6chern in den Planken, aus denen B\u00e4ume rankten.<\/p>\n<p>Im SVAOE durfte ich im Winter unter den Kuttern NEUWERK und SCHARH\u00d6RN knechten, um im Sommer ein Stockwerk h\u00f6her dann, an den Riemen \u00fcber die braune Elbe zu rucksen. Aber Kuttersegeln war schon damals eine harte Sache f\u00fcr vermeintlich ganze Kerle, aber kein bischen sexy oder gar feminin affin, darum beschlo\u00df ich, dort sp\u00e4ter zu entflieh\u00b4n.  Unter Kerlen empfand ich das Leben als zu wenig spannend, nach Schwei\u00df stinkend, wurde Nikotin geatmet und K\u00f6m mit Bier durch Poren hindurch verfl\u00fcchtigt, meist mangels weiblicher Beachtung und Anerkennung &#8211; oder anders rum. Kurz: das war nicht meine Welt, Einzelg\u00e4nger und Querkopf war ich sowieso!<\/p>\n<p>Kopf und Hormone entschieden sich f\u00fcr ein Schiff mit Dach, denn f\u00fcr offenes Segelvergn\u00fcgen war das gegnerische Geschlecht nur schwierig zu begeistern &#8211; und nach dem Segeln das gleiche Drama, selten einmal umgekehrt. <\/p>\n<p>Das Recht auf ein richtiges Schiff schien mir billig, darum gingen Kopf und meine Hose ganz stringent auf Dickschiff Kurs.<\/p>\n<p>Das versprach, alle Probleme kollateral auf einen Schlag zu l\u00f6sen! Denn zu Hause wachte die Regierung \u00fcber Zucht und Ordnung, Kornfelder waren voller Krabbeltiere oder b\u00e4uerlicher \u00dcberraschungen, der Citroen 2CV leider noch ohne Liegesitze. Ein Schiff dagegen &#8211; das war wie ein eigenes Haus &#8211; die T\u00fcre zu und dann kommst Du &#8211; bist allein oder gar zu zweit &#8211; jedenfalls ohne dass dir einer in die Schau reinschreit! <\/p>\n<p>An der Bille wurde ich recht schnell f\u00fcndig, die SY L\u00dcMMEL auf der Werft von HINSCH in der S\u00fcderstrasse, hatte mich enorm verz\u00fcckt. Sieben volle Meter geklinkerte, schwarz gemalte, Eichenpracht, die im Erstleben in Davids gefangen und abgehangen, als Warteschleifen Indianer und Rettungsboot bei SIETAS in der K\u00fcstenfahrt umher gereist. Unbenutzt aber trotzdem abgewettert, war die Hulk dann durch liebevolle H\u00e4nde zu einer schmucken Lustyacht konvertiert. Zur Verbesserung der Kursgenauigkeit &#8211; vermutlich auch wohl als Gewicht &#8211; waren 2 Doppel T-Peiner Tr\u00e4ger unterm Kiel verbolzt und eine 12 m lange Spruce Palme mit Jumpstagen, von einer durch Feuer ums Leben gekommenen 11m Yacht, obendrauf gestellt. <\/p>\n<p>Das zumindest versprach schneidige Segeleigenschaften unter Baumwollsegeln, die schon spaakig, weil vom Voreigner nie gel\u00fcftet, weil ja Segeln auf der Bille zwischen Br\u00fccken nicht sinnvoll oder m\u00f6glich gewesen ist!<\/p>\n<p>Aber den Verk\u00e4ufer Manne Mann konnte tolle Geschichten erz\u00e4hlen &#8211; er hat mich mitten ins Herz hinein getroffen! <\/p>\n<p>Mir erschien vollkommen unwichtig &#8211; oder hatte ich das \u00fcbersehen? &#8211; dass weder Motor noch J\u00fctt vorhanden waren &#8211; beides Vorraussetzungen f\u00fcr eine erfolgreiche Flucht aus dem Industrie Irrgarten von Billstedt Ost.<\/p>\n<p>Kurz: der Voreigner hatte seinen Dummen gefunden, den ich, vor Wonne d\u00fcmmlich grinsend, so willig spielte.<\/p>\n<p>Die L\u00dcMMEL hatte mir mein Hirn geraubt, der Kaufpreis von DM 1150.&#8211; schien mir ungew\u00f6hnlich g\u00fcnstig, zumal er im Rahmen einer Verkaufs F\u00f6rderungs Massnahme in 12 Monatsraten abgestottert werden sollte &#8211; vor allem konnte. Ich hatte das Schiff also buchst\u00e4blich am A&#8230;rm, musste lediglich DM 150.- in cash bei Vertrags Unterschrift leisten, f\u00fcr ein richtiges dickes Schiff! Sowas hebt das Ego, zumindest bis zum Sonnen Untergang! <\/p>\n<p>Ein erhabener Tag!<\/p>\n<p>Es gab viel zu tun, vor allem das t\u00e4gliche Lenzen brachte meine Tage ein wenig durcheinander, denn Eichen Klinker im Sommer schafften Tageslicht unter Deck, weil sich \u00fcberall die Sonne durch trockene Ritzen qu\u00e4lte. <\/p>\n<p>Als Antrieb hatte ich einen Fichtel&#038;Sachs Einzylinder Zweitakt Motor auserw\u00e4hlt, den ich einem Bauern in Rotenburg W\u00fcmme abgeschnackt, der eine modernere stand-alone Melkmaschine erworben hatte. StaMo &#8211; so nannten Bauern diese hustenden Sklaven, station\u00e4re Motoren f\u00fcr den b\u00e4uerlichen Alltag in Stall und Scheune. Sie waren luftgek\u00fchlt, laut und liefen &#8211; wenn sie liefen! &#8211; vornehmlich nur im Volllast Modus, also schnell+laut.<\/p>\n<p>Eine Ger\u00fcstbohle, konisch zugeschnitten und mit Schlossschschrauben &#8211; Donnerwetter, ein Wort mit 3 S! &#8211; in die Bodenwrangen als Fundament verschraubt &#8211; ich habe damals nie verstanden, warum  Bootsbau als so schwierig galt.<\/p>\n<p>Zum Start allerdings musste der Kickstarter schr\u00e4g in die Achterpiek hinein getreten werden, f\u00fcr Schienbeine eine schmerzhafte Herausforderung. Das Getriebe machte keine Probleme, weil keins vorhanden war. Lief der Motor im Zweitakt hoppel-di-hopp &#8211; fuhr der Kahn bereits im vollen Galopp. Vor dem Ablegen richtig angebunden, ging es nach dem Start rasant zur Sache. Wie Klein Erna immer sagte: Muss\u00b4 nur noch Losbinden!<\/p>\n<p>Meine Familie jedenfalls grinste, aber ich war tough, zahlte meine Raten und tr\u00e4umte meine einsamen Tr\u00e4ume bis zum H\u00f6hepunkt &#8211; dem X-Day, an dem die Yacht das Licht der offenen Elbe erblicken sollte!<\/p>\n<p>Das war mein Plan! Da war ich unbeirrt!<\/p>\n<p>Mit gelegtem Mast, der achtern l\u00e4ppische 7 m \u00fcberhing und recht provisorisch in einem Lattenkreuz gelagert war, ging es mit enormer Bugwelle durch den Zollkanal bis zum Zoll Ponton innerhalb der \u00dcbersee Br\u00fccke, wo ich die Palme mit Hilfe dreier Z\u00f6llner in schl\u00fcpferbeige-gr\u00fcner Uniform wieder aufrecht stellte.<\/p>\n<p>Die Segel hoch und die Elbe runter. Dumm, dass die Sommerplanken, obwohl mit Feudeln und Handt\u00fcchern tagelang vorgew\u00e4ssert, bei Schr\u00e4glage dennoch gierig Wasser tranken. Allein an Bord, hatte ich voll zu tun und f\u00fcr Zweifel war die Zeit sowieso zu knapp. Denn einen luftgek\u00fchlten Zweitakter, einmal hei\u00df geworden, nach dem Ausschalten erneut wieder zum Leben zu erwecken, h\u00e4tte beide Schienbeine die Haut gekostet. Also Schwamm dr\u00fcber und weitergep\u00fctzt und zeitgleich mit 60 Grad H\u00f6he am Wind dem ElbTeufel ein Ohr abgesegelt!  <\/p>\n<p>Der Westwind blies die Elbe rauf und mir in Karies und Z\u00e4hne rein und es kam ziemlich abrupt die Erkenntnis, dass besegelte Rettungsboote f\u00fcr die Tidensegelei nur bedingt perfekt geeignet sind. Ich war jedenfalls f\u00fcr eigene Erfahrungen immer wieder offen &#8211; denn H\u00f6ren auf die Spr\u00fcche von Verwachsenen &#8211; das konnte ich schon damals nicht! <\/p>\n<p>Die besten Seeleute sa\u00dfen n\u00e4mlich schon damals immer nur an Land.<\/p>\n<p>Kurz, die Geschichte ging ihren Gang, der Kahn wurde nach einigen haarstr\u00e4ubenden T\u00f6rns nach der letzten Rate konsequent zum Verkauf angeboten. Erstaunlicherweise meldete sich auf ein Inserat im Hamburger Abendblatt ein Herr Rickmers von Helgoland, der meinen Preis von DM 2600.&#8211; am Telefon tats\u00e4chlich als Sonderangebot bezeichnete, straks mit Kompass, Seenot Pistapole und Schwimmweste unter dem Arm, nach Hamburg geflogen kam, mich am Airport nach der Tide fragte, mir den Kaufpreis wortlos \u00fcberreichte, auf einen Vertrag verzichtete und den Hafen mit bekannt enormer Bugwelle Richtung Nordsee, sich dann verfl\u00fcchtigte. <\/p>\n<p>Ich habe das Schiff sp\u00e4ter in Helgoland heimlich getroffen und war ziemlich erleichtert, das es ganz offensichtlich noch immer nicht untergegangen war.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Folke-1970.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Folke-1970.jpg\" alt=\"\" title=\"Peter Folke 1970\" width=\"762\" height=\"522\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5710\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Folke-1970.jpg 762w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Folke-1970-300x205.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 762px) 100vw, 762px\" \/><\/a>Der Knabe wuchs und wollte eleganter segeln, was eignete sich besser, als ein FOLKEBOOT, Ursprungs Untersatz allen seglerischen Sein\u00b4s &#8211; schon bald war eins meins &#8211; der Verk\u00e4ufer hie\u00df \u00fcbrigens Herr Meyn.<\/p>\n<p>DM 14.000.&#8211; hatte ich zusammen gespart f\u00fcr einen blitzsauberen LINDBAU mit der Nummer 127. Nun konnte wirklich schneidig gesegelt werden, sogar das Weib an meiner Seite war zunehmend gern dabei.  Schlie\u00dflich bedeutete wahre Freude beim Segeln doch auch ein Dasein zu Zweit &#8211; so habe ich das damals empfunden und so ist es auch heute noch, wenn auch mit einer erheblich anderen, vor allem f\u00fcr mein Leben kompatibleren weiblichen Erg\u00e4nzung.<\/p>\n<p>Die alte Regel, dass ein jedes Schiff stets einen Meter zu kurz ist, diese Regel ist altbekannt! Warum h\u00e4tte das bei mir anders sein sollen? <\/p>\n<p>Der K\u00e4ufer f\u00fcr das Folkeboot stellte sich mit folgenden Worten vor: Mein Name ist Fick &#8211; ja, wie man\u00b4s macht! Der Verkauf wurde danach nahtlos abgewickelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Bianca-27.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Bianca-27.jpg\" alt=\"\" title=\"Peter Bianca 27\" width=\"760\" height=\"518\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5810\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Bianca-27.jpg 760w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Bianca-27-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 760px) 100vw, 760px\" \/><\/a>Im zarten Alter von 24 Jahren entschloss ich mich also zu einem riskantem Deal: ich unterschrieb 1971 einen Kaufvertrag f\u00fcr eine brandneue BIANCA 27 f\u00fcr DM 32.000.&#8211;. Als Partcomplete sollte ein schwimmfertiges Schiff mit MD2B Volvo aber ohne M\u00f6bel in Rudk\u00f6bing geliefert werden. Die Wette in meinem Wedeler Verein galt, dass ich es nicht w\u00fcrde schaffen k\u00f6nnen, innerhalb von 3 Wochen das Schiff fertig zu bauen und nach Hamburg zur\u00fcck zu versegeln. Hat aber geklappt, sogar mit Polstern und Gardinen. 3 Wochen zelten auf der Werft waren schnell vergessen, Holger Christensen war ein netter Kerl, der damals so viel um die Ohren hatte, dann man nie h\u00e4tte glauben k\u00f6nnen, dass so eine Werft dereinst einmal in die Pleite segeln k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Die BIANCA 27 Baunummer #259 war mir 2 volle Jahre treu, dann ging sie fremd mit einem Mann, der sich sp\u00e4ter als Freund erweisen sollte.<\/p>\n<p>Der Weg war also frei f\u00fcr neue Abenteuer! <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/1975-CobleMax.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/1975-CobleMax-1024x770.jpg\" alt=\"\" title=\"1975 CobleMax\" width=\"640\" height=\"481\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5712\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/1975-CobleMax-1024x770.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/1975-CobleMax-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Das kam bald um die Ecke in Form einer geschenkten Import Vertretung f\u00fcr Jollen aus der Familie der CORNISH CRABBERS. PETER DEICHGR\u00c4BER, damals Importeur f\u00fcr die FISHER Yachten, f\u00fcr den ich gut bezahlter Turnschuh gewesen bin, hat mir die Vertretung f\u00fcr Wasserfl\u00f6he sehr gern \u00fcberlassen. Dem COBLE bin ich jahrelang als Drittschiff treu geblieben, mein Hund Max auch, denn er konnte bei dem Freibord nicht \u00fcber die Kante fallen. Max war \u00fcbrigens ein Rassehund &#8211; wenngleich aus mehreren Rassen &#8211; dem Tierheim entronnen, wir waren uns ziemlich treu &#8211; bis zu seinem Tod &#8211; aber da war er auch nicht mehr ganz neu.<\/p>\n<p>Als Erstschiff jedenfalls, waren mir Jollen zu l\u00fctt und eng geworden. Dem musste ich abhelfen, m\u00f6glichst schleunigst!<\/p>\n<p>Die SY JANNE, ein schwerer Doppelender aus der legend\u00e4ren <a href=\"http:\/\/www.klassik-segeln.de\/pdf\/history_classic_segeln.pdf\" target=\"_blank \">WINDSPIEL Klasse von HEIN GARBERS,<\/a> stand zum Verkauf! Da ich auf der SOTTJE und WINDSPIEL bereits gesegelt hatte, bin ich neugierig nach Flensburg gefahren, mit einer Ente eine lange Reise.<\/p>\n<p>War ich denn gr\u00f6\u00dfenwahnsinnig geworden, oder hatte ich Plemm-Plemm-Fieber?<\/p>\n<p>Der Verk\u00e4ufer, Kapit\u00e4n Feddersen aus Nieb\u00fcll, hingegen, konnte mich nicht voll \u00fcberzeugen und meine Hose war ziemlich gestrichen voll. Mit derartigen Schiffen konnte man Gegner in Grund und Boden fahren, zumindest im Hafen, wenn Man\u00f6ver nach dem Motto: \u201ekernig gerammt ist besser als lahm angelegt\u201c gefahren wurden. Und der Barkassen Diesel mit offenen Kipphebeln erschien mir als Ungeheuer. Jedenfalls habe ich mich still verhalten, unter Hinterlassung meiner Adresse, nicht ganz ohne Hintergedanken.<\/p>\n<p>Das hat Kapt. Feddersen sp\u00e4ter schlau ausgenutzt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-Besanstag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-Besanstag-988x1024.jpg\" alt=\"\" title=\"Lilofee Besanstag\" width=\"640\" height=\"663\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5713\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-Besanstag-988x1024.jpg 988w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-Besanstag-289x300.jpg 289w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-Besanstag.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Ein Traumschiff als Notverkauf, so hie\u00df die Offerten Dame. Es brannte so sehr, dass der Verk\u00e4ufer sich am gleichen Abend von seiner schwimmenden Geliebten trennen wollte &#8211; oder mu\u00dfte. Meine innere Stimme zwang mich zum Handeln! Das war genau mein Ding, f\u00fcr sowas konnte ich mich begeistern! Spontan\u00e4it\u00e4t ist ein Geschenk, das Leben in die Bude bringt, aber nur, wenn man nicht beringt, oder mit einer Dame zusammen lebt, die gleichfalls spinnt. <\/p>\n<p>Jedenfalls traf ich den Mann am gleichen Abend am Airport Hamburg, unterzeichnete auf seinem R\u00fccken ein St\u00fcck Papier, der R\u00fcckflug war schon ausgerufen. Schwupp\u00b4s war ich meine Knete los, dabei hatte ich das Schiff noch nicht  gesehen!<\/p>\n<p>Ich bin in der gleichen Nacht mit leicht komischen Gef\u00fchlen zu BEELITZ nach Fehmarn hingesaust, d.h. mit 75 kmh, um die neue Yacht in der gleichen Nacht bei Mondschein aus dem Hafen zu entf\u00fchren. Sicher ist sicher &#8211; vielleicht wurde das Schiff ja mehrfach verkauft!<\/p>\n<p>Dumm dabei nur, dass ich vergass, die Seeventile sogleich zu \u00f6ffnen. So lernte ich schnell, warum ein Zweikreis K\u00fchlsystem ganz praktisch ist und man als Skipper immer eine Galgenfrist bekommt, bevor der Kolben frisst und der Zylinderkopf sich verbiegt. Ich hatte also schnell gesiegt, bin dann geradewegs durchs Schie\u00dfgebiet gesegelt auf dem Gro\u00dfkreis direkt zur Kiel Kanal Verschleusung.<\/p>\n<p>Recht offenbar jedenfalls, hatte der Voreigner sein Schiff fluchtartig verlassen, oder m\u00fcssen, denn das Marmeladen Brot lag schimmelig angebissen auf der Back, die Unterhose lag auf offener Koje, allerdings leicht vollge .. ackt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-2-749x1024.jpg\" alt=\"\" title=\"Lilofee #2\" width=\"640\" height=\"874\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5714\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-2-749x1024.jpg 749w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-2-219x300.jpg 219w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Lilofee-2.jpg 896w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Die SY LILOFEE &#8211; damals unterlag ich noch dem Wahn, meine Schiffe nach der geliebten Dame an der Seite zu benennen, weil ich vielleicht auf Anerkennung hoffte? &#8211; war eine stebige Yawl aus solidem Blech &#8211; mit Besanstagsegel zwischen den Palmen, sauste sie anderen Seglern schon mal wech.<\/p>\n<p>Die Yacht war f\u00fcr mich damals der gro\u00dfe Traum. Besser ging nicht, wie ich damals dumm dachte! War das gar schon der Olymp?<\/p>\n<p>Wir haben sch\u00f6ne Reisen gemacht, der Reflex Ofen sorgte im Schneetreiben f\u00fcr schick warme F\u00fcsse. In unserem Verein allerdings, fingen die Segler an zu tuscheln, wie ein so junger Mann schon so ein dickes Schiff sein eigen nennen kann!  Vor Neidern war man schon damals ebenso wenig sicher wie heute &#8211; nur d\u00fcmmer ist man damals noch gewesen, weil man nicht sofort erkannt, was passiert, wenn man in einem deutschen Verein aus der Reihe gerannt &#8211; oder gar getanzt, ohne sich geb\u00fchrend zu unterwerfen!<\/p>\n<p>Meine damalige Frau Gemahlin jedenfalls hat mir die weitere schiffstechnische Fortentwicklung kollosal erschwert. Schiffswechsel &#8211; nein: mein unstetiger Lebenswandel insgesamt &#8211; war ihr Greuel und Grauss zugleich. Ein Beamter w\u00e4re f\u00fcr sie der bessere Mann gewesen, obwohl, ein Zweitwagen war ja auch keine so ganz schlechte Sache, Haus und Garten ja auch nicht unattraktiv.<\/p>\n<p>Ich war recht offensichtlich der v\u00f6llig falsche Mann. <\/p>\n<p>Jedenfalls wurde auf B\u00fctten das Versprechen formuliert, da\u00df der Ehemann &#8211; also ich &#8211; fortan seinem derzeitigem Schiff f\u00fcr 10 Jahre die Treue zu halten habe! Ein Donnerschlag ohne R\u00fcckschlags Ventil.<\/p>\n<p>Was unterschreiben M\u00e4nner nicht alles &#8211; um ein wenig Ruhe zu erhalten vor der Alten &#8211; vor der Nachhaltigkeit femininer Forderungen oder Bedingungen!? Manchmal muss man artig sein!  Ich unterschrieb &#8211; und schwieg &#8211; grinste however innerlich und beschloss, zwei Jahre sp\u00e4ter, mein Schiff gegen einen stattlichen Betrag am Markt einzutauschen zu versuchen. <\/p>\n<p>An Interessenten war kein Mangel und es ergab sich dann als logisch, dass ich mich am darauf folgenden Samstag in Laboe zum Probeschlag mit JOHN ADAM verabredete. Die Sonne schien, der Wind sp\u00fclte das Wasser in Lee sprudelig niedlich an Deck und wir besprachen Sinn und Zweck eines Treffens, das f\u00fcr uns beide in besonderer Weise das Leben ver\u00e4ndern sollte. Denn John wollte mit seiner Deern nach Australien versegeln, suchte daf\u00fcr den geeigneten Untersatz, darum der Treff. Das ideale Schiff! Sekunden sp\u00e4ter meine gezielte Frage: &#8222;und was passiert mit der Firma?&#8220;<\/p>\n<p>Wir brauchten keine zwei Stunden, uns zu vereinigen! Wir beschlossen, ganz einfach unsere Schl\u00fcssel zu vertauschen: die Schl\u00fcssel f\u00fcr das Schiff gegen die Werkstatt Schl\u00fcssel f\u00fcr die Firma WINDPILOT, damals in M\u00d6LLN Waldstadt, auf einem Pferdehof, von Pferde \u00c4pfeln reich garniert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-vor-Spis.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-vor-Spis.jpg\" alt=\"\" title=\"B-31 vor Spis\" width=\"778\" height=\"524\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5809\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-vor-Spis.jpg 778w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-vor-Spis-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 778px) 100vw, 778px\" \/><\/a>Mein Weib hat mir diesen Fauxpas damals offenbar nie mehr verziehen! Ob das der Grundstein f\u00fcr die sp\u00e4tere Trennung gewesen ist? Egal Karl, Bremskeile sind stets verkehrt, weil man dann extra \u00fcber sie r\u00fcberf\u00e4hrt!<\/p>\n<p>Schicksal ist unausweichlich &#8211; Entwicklungen gehen immer weiter &#8211; wie auf einer Leiter &#8211; es sei denn, man ist im Kopf nicht mehr ganz heiter.<\/p>\n<p>Eine schicke Yacht gegen einen Haufen \u00f6liger Maschinen und eine Idee einzutauschen &#8211; das war f\u00fcr das weibliches Verst\u00e4ndnis meiner dann baldigen Ex-Frau nicht nachvollziehbar. Auch wenn sich die Trennungs Phase noch jahrelang m\u00fcde verschleppen sollte &#8211; alles ganz normal!<\/p>\n<p>Jedenfalls sah ich den Deal als Chance &#8211; in jedem Fall diametral anders als das pl\u00f6tzlich nicht mehr liebende EheWeib! Aber ein Kompromiss in Form eines halben Schiffes gegen eine halbe Firma &#8211; nur der Frau zu liebe &#8211; war ja schlechterdings unm\u00f6glich! Da mu\u00dfte die Dame tapfer sein!<\/p>\n<p>Ein ganzes Jahr wurde ich schiffs technisch zur\u00fcck auf das Jollensegeln geworfen, denn ohne Dollares gab es keine Schiffs Dolores. <\/p>\n<p>Danach konnte es weitergehen. Wenn man sich mit Autos im Wert von DM 100.&#8211; fortbewegte, f\u00fcr die Monatsmiete nur DM 172.- zu zahlen hatte, konnte das Schiff dann gern etwas protziger geraten! Alles eine Frage der Sichtweise &#8211; und einen Zweitwagen hatten wir ebenfalls. Der Fuhrpark hatte also DM 200.- an Kapital gebunden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-Spi.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-Spi.jpg\" alt=\"\" title=\"B 31 Spi\" width=\"770\" height=\"518\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5715\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-Spi.jpg 770w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/B-31-Spi-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/a>In Schweden verliebte ich mich in die B-31, von denen ich insgesamt 3 St\u00fcck besessen habe. Tolle Segler, segelnde S\u00e4gen, zu Preisen, die ich als r\u00fchrend bezeichnete, denn perfekt ausgestatte Schiffe waren f\u00fcr unglaublich kleines Geld zu kaufen, samt SELDEN RIGG, 2 Zylinder YAMAHA und allem drum und dran. Folkeboote waren expensive dagegen.<\/p>\n<p>Schwedens Gebrauchtboot Markt war damals die Luft rausgegangen, das Angebort riesig und der Deutsche Zoll ein freundlich hilfsbereiter Verein, jedenfalls so gar nicht gierig!<\/p>\n<p>Ein WIEGLEB &#038; SCHARF Kielschwerter von 9 m folgte als Grossbaustelle an der Elbe, danach ein auf den Stacks vor St. Margarethen havarierter <a href=\"http:\/\/4.bp.blogspot.com\/-Q6LO0nOAA5U\/Tb4ubtD5ZNI\/AAAAAAAAF3Q\/30kSEI5Wm1c\/s1600\/Knud+Reimers+Tumlaren+Sail+Plan.gif \" target=\"_blank \">TUMLARE Kreuzer<\/a>, dessen Eigner, ein Hamburger Lehrer, im Schneetreiben im M\u00e4rz auf der Unterelbe bei hartem Wind und ohne Motor die Orientierung und leider dann auch sein Leben verloren hatte. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/IMG_2043.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/IMG_2043.jpg\" alt=\"\" title=\"IMG_2043\" width=\"800\" height=\"600\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5716\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/IMG_2043.jpg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/IMG_2043-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Mit Autokran abgeborgen und nach Wedel verfrachtet, erwarb ich dies Schiff f\u00fcr ein Taschengeld. Der Name war klar: SY ZARA hie\u00df die schmucke Dame, nach ihrem ber\u00fchmten Vorbild von ADLARD COLES I.O.W. <\/p>\n<p>Neue Planken wurden eingezogen, traurige Spuren komplett beseitig, so feierte das Schiff seine Wiederauferstehung im Sommer 1980, eine segelnde S\u00e4ge f\u00fcr die es auf der Elbe kaum Widersacher gegeben hat, denn bei einer L\u00e4nge von knapp 9 m und einer Breite von nur eine Mark neunzig, konnte eine H\u00f6he gesegelt werden, die ich als Gegenwind empfand. Die Sache hatte ihren Preis, denn unter Deck ist ein Folkeboot dagegen riesig. Jedenfalls wieder ein schicker Grund, sich nach einem K\u00e4ufer umzusehen &#8211; der tags darauf gefunden war, im vorletzten Hamburger Eigner. Das Schiff wurde renamed in SY CARINA.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Trumereiq.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Trumereiq-683x1024.jpg\" alt=\"\" title=\"Tr#umereiq\" width=\"640\" height=\"959\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5717\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Trumereiq-683x1024.jpg 683w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Trumereiq-200x300.jpg 200w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Trumereiq.jpg 1606w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Als Liebhaber traditioneller Segler, der Folkeboot, Bianca, Tumlare unter dem Hintern hatte, was lag da n\u00e4her, als die Geschichte konsequent ein wenig weiter zu verfolgen: in Flensburg stand die SY KL\u00dcMPP zum Verkauf. Welch ein Name f\u00fcr einen 7 KR Traum von A &#038; R, der nach dem Tod seines Vorbesitzers, eines bekannten Reifen H\u00e4ndlers in Flensburg, in Gl\u00fccksburg auf neue Abenteuer wartend hoffte und die Festmacher durchgescheuert hatte. Bevor wir los segelten, wurde der Name abgeschraubt und durch TR\u00c4UMEREI ersetzt, den Namen, den die Sch\u00f6nheit noch heute tr\u00e4gt. <\/p>\n<p>Der Name barg eine traurige Geschichte: Unser Freund Karl-Wilhelm (Korle) Schumann, Jahrzehnte H\u00e4uptling im JKN in Wedel, P\u00e4chter-Betreiber der Kantine im RISSENER KRANKENHAUS, die durch Vogel Voliere und M\u00e4rklin Eisenbahn Anlage hygienetechnisch zwar desolat, zum Favoriten aller \u00c4rzte und Halb Genesenen im Bademantel geraten war, und der \u00fcberaus lebensfroh, bereits in h\u00f6herem Alter einen lecken 100ter Seefahrtskreuzer von Von HACHT von der Weser zur Elbe her\u00fcber pumpte, segelte mit uns als Macker Schiff samt Frau und Mini Wauwi &#8222;Karlchen&#8220; Richtung Skandinavien. Auf die Frage D\u00e4nischer Hafenmeister, nach dem Schiffsnamen, nannte Korle den Namen seiner Yacht: TR\u00c4UMEREI. Gegenfrage vom Hafenmeister: &#8222;von SCHUMANN?&#8220;, &#8222;Stimmt &#8211; woher kennen sie meinen Namen?&#8220;<\/p>\n<p>Korle verstarb kurz nach seiner Pensionierung bei einem Autounfall samt H\u00fcndchen Karlchen. Der Schiffsname TR\u00c4UMEREI war mein Angedenken, denn seine TR\u00c4UMEREI verstarb als von Eigners Liebe verlassene Hulk nur wenige Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Erstaunlich, die TR\u00c4UMEREI war mein erstens Holzschiff mit trockener Bilge, wo sich Farbreste in Trockenheit rollten und einer Aussenhaut, die wir mit 1000ter nass geschliffen und &#8211; schon snobbisch &#8211; hinterher polierten. Plankeng\u00e4nge sind bei diesem Schiff bis heute nicht zu erkennen, nach immerhin 65 Jahren. Kaum zu glauben!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Tr\u00e4umerei1983-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Tr\u00e4umerei1983-Kopie-691x1024.jpg\" alt=\"\" title=\"Peter Tr\u00e4umerei1983 Kopie\" width=\"640\" height=\"948\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5725\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Tr\u00e4umerei1983-Kopie-691x1024.jpg 691w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Tr\u00e4umerei1983-Kopie-202x300.jpg 202w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Peter-Tr\u00e4umerei1983-Kopie.jpg 1192w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Tja, wie erkl\u00e4re ich ohne zu gro\u00dfen Image Verlust, dass ich mich auch von diesem Schiff dann wieder trennen mu\u00dfte? <\/p>\n<p>Richtig, eine Scheidung stand an, bei der man mit Dollares nun die Dolores bezahlen musste. Gesagt getan, ein Inserat am schwarzen Brett im Hamburger Yachthafen &#8211; am gleichen Abend wurde das Schiff telefonisch reserviert. Der K\u00e4ufer versicherte sich lediglich, ob dies das Schiff sei, das in Maasholm an einem einsamen Dalben im Noor seine Runden drehte? Jawoll &#8211; und der Deal ging telefonisch \u00fcber die B\u00fchne! <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Tr\u00e4umerei-1984.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Tr\u00e4umerei-1984-696x1024.jpg\" alt=\"\" title=\"Tr\u00e4umerei 1984\" width=\"640\" height=\"941\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5727\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Tr\u00e4umerei-1984-696x1024.jpg 696w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Tr\u00e4umerei-1984.jpg 1044w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Als Teil des Deal bekam ich noch eine NADINE 24 als Mitgift zugesteckt, eine SWAN im Westentaschenformat &#8211; und so ich konnte nahtlos weiter segeln, trotz Schiffs Verlust. Scheidungs Kinder sind angeschmiert, in meinem Fall war es eine Yacht!<\/p>\n<p>Aber das Leben rannte weiter, dann auch bald wieder lustig. Aber das wird versprochen und nicht gebrochen, in einer Fortsetzung, f\u00fcr die ich erstmal die Handlungsf\u00e4den sortieren muss, bevor es hier ger\u00e4t zum Verdruss oder \u00dcberforderung angesichts einer Gemengelage, bei der ich manchmal selbst den \u00dcberblick verliere &#8211; naja, ganz so schlimm ist mein Geisteszustand &#8211; nicht! <\/p>\n<p>Verspricht<\/p>\n<p>Peter Foerthmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sucht begann schon als kleiner Bubi, der sich an Wasserkanten die Augen wund gekuckt, sich sp\u00e4ter mit Witz und Trick Zugang auf Bootsmessen \u00fcber Z\u00e4une oder Hintertore sich verschafft und der der eigenen Familie durch eine Bootsbaustelle auf dem &hellip; <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/biography\/deutsch-peter%c2%b4s-flotte\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4472,"menu_order":4,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-5706","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5706"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5706\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10665,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5706\/revisions\/10665"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}