{"id":5828,"date":"2011-11-06T13:40:57","date_gmt":"2011-11-06T20:40:57","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=5828"},"modified":"2019-12-14T02:10:03","modified_gmt":"2019-12-14T09:10:03","slug":"deutsch-reflexionen-marktbegleiter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/columns\/peter-der-markt\/deutsch-reflexionen-marktbegleiter\/","title":{"rendered":"Sailomat"},"content":{"rendered":"<p><strong>RETROSPEKTIVE \u00dcBER IRRT\u00dcMER DER BESONDEREN ART<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/4-Atlantik-Systeme.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5829\" title=\"4 Atlantik Systeme\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/4-Atlantik-Systeme-300x191.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/4-Atlantik-Systeme-300x191.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/4-Atlantik-Systeme-1024x652.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Lehnen wir uns ein wenig zur\u00fcck &#8211; und lassen Vergangenes passieren, auch wenn die hier folgenden Jahreszahlen f\u00fcr einige neugierig lesenden Augen, nahezu unglaublich sind! Denn viele Augen und die dahinter versteckten K\u00f6pfe waren in den 1970 Jahren noch nicht einmal ein geiler Gedanke &#8211; sie waren schlicht noch nicht auf dieser Welt!<\/p>\n<p>K\u00f6nnte also genauso gut auch Fiktion gewesen sein! Ist es &#8211; wie ich mich undeutlich zu erinnern glaube &#8211; aber eher nicht!<\/p>\n<p>Zur Erinnerung, Peter Foerthmann &#8211; also ich &#8211; hatte 1976 den windigen Piloten Laden gegen ein Blechschiff eingetauscht, hatte Geschmack an seinem Beruf gefunden, der ihm den Horizont verschob, der ihn dahinter hat graben lassen, auch wenn dabei unangenehme Erlebnisse zu Tage gekommen sind.<\/p>\n<p>Aber: so ist das Leben eben: eine Wundert\u00fcte voller \u00dcberraschungen!<\/p>\n<p>Zum Beispiel die Erfahrungen mit den Marktbegleitern.<\/p>\n<p>Meine Marktbegleiter Ikonen hie\u00dfen ARIES, HYDROVANE und \u201eSCHWEDOMAT\u201c, den genauen Namen habe ich leider gezielt irgendwie vergessen, oder habe ich ihn gar verdr\u00e4ngt? Letztere stellten ihre Produkte auf Messen meist im Mix mit gerahmter Kunst aus, verkauften zu Preisen fast im 5-stelligem Bereich und wurden &#8211; wie ich sp\u00e4ter erfahren sollte &#8211; eher in hom\u00f6opathischen Dosen an meist gutbetuchte Eigner der BALTIC und SWAN Klasse abgegeben. Darum die Kunst, die man zweckm\u00e4\u00dfigerweise gleich mit erwarb. Die Ikone hie\u00df SCHWEDOMAT 3040 &#8211; naja, oder jedenfalls so \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>ARIES &#8211; das entsprach den Seglerherzen, die gro\u00dfe Tr\u00e4ume eher bezahlbar leben und einfach nur segeln wollten. Gr\u00f6\u00dfer konnten die Unterschiede zwischen K\u00e4ufergruppen nicht sein!<\/p>\n<p>Das galt auch f\u00fcr die K\u00f6pfe und Menschen dahinter!<\/p>\n<p>Verschlagen, schlau und clever auf allen Wassern und vor allem wohl auch im schwedischen Subventionsdschungel recht gut zu hause: die drei Jungs aus dem Schwedenreich ( B.P., L.Z. und S.K. ). Sie hatten den schwedischen Fiskus offenbar \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, dass es f\u00fcr den Staat als Ganzes wohl lukrativ, die Entwicklung eines Windsteuersystems mit F\u00f6rdermitteln zu unterst\u00fctzen. Was daraus werden w\u00fcrde, davon sp\u00e4ter!<\/p>\n<p>Dagegen <strong>NICK FRANKLIN<\/strong> , der Vater der <strong>ARIES<\/strong>: bodenst\u00e4ndig, authentisch und lebensnah, den Seglerfreunden immer an der Seite. Das hat Nick die Seglerherzen zur T\u00fcr hineingesp\u00fclt, auch wenn sie dabei einen H\u00fcgel auf der Isle of Wight haben erklimmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hydrovan-low.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5831\" title=\"Hydrovan low\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hydrovan-low-180x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hydrovan-low-180x300.jpg 180w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hydrovan-low-615x1024.jpg 615w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hydrovan-low.jpg 1006w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><strong>DEREK DANIELS<\/strong>, Erfinder und Vater der <strong>HYDROVANE<\/strong> war dagegen ein distanzierter, leiser Aristokrat \u2013 former Royal Airforce member &#8211; stets mit korrektem Einsteck-Tuch, ein Mann &#8211; ein Wort, mit einer bis heute zuverl\u00e4ssigen Werkstatt im Hintergrund.<br \/>\nWer wu\u00dfte denn schon damals oder sogar auch heute, da\u00df HYDROVANE units stets aus einer kleinen Werkstatt in Nottingham gekommen sind? Damals ahnte ich auch noch nicht, da\u00df Derek mir Jahrzehnte sp\u00e4ter im Jahre 2001 seinen Betrieb zum Kauf anbieten w\u00fcrde. Es mag hingegen ein wenig illuminieren, wie wir miteinander umgegangen sind!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aries-Windpilot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5832\" title=\"Aries  Windpilot\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aries-Windpilot-1024x768.jpg\" alt=\"oexistence\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aries-Windpilot-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aries-Windpilot-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Aries-Windpilot.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\nEs bestand freundliche \u00dcbereinstimmung, jedenfalls mit den beiden englischen Herstellern &#8211; denn: die Welt war ja so riesig &#8211; und der Markt also doch auch!<\/p>\n<p>Aber es stie\u00dfen auch Marketing Konzepte aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht h\u00e4tten sein k\u00f6nnen! Und das hatte Folgen.<\/p>\n<p><strong>DIE Z\u00c4SUR<\/strong><br \/>\nWie f\u00fchlte ich mit geehrt, als ein paar Jahre sp\u00e4ter einer der drei K\u00f6pfe des schwedischen Marktbegleiters SCHWEDOMAT (Stellan.K.) auf meinem Stand auf der Hamburger Bootsausstellung mich besuchte, und mir eine Kooperation anbot!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Atlantik-4x-quer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5836\" title=\"Atlantik 4x quer\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Atlantik-4x-quer.jpg\" alt=\"\" width=\"896\" height=\"596\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Atlantik-4x-quer.jpg 896w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Atlantik-4x-quer-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 896px) 100vw, 896px\" \/><\/a><br \/>\nVerlockend: Ich &#8211; der ich mich damals Schrauber-Schlosser selbst empfand &#8211; sollte zum Schlips-und-Kragen-Verk\u00e4ufer geadelt werden! Das Leben erschien \u00fcber Nacht so wonnig, sonnig und warm! Denn <strong>WINDPILOT<\/strong> war damals eine Manufaktur in der handwerklich in Edelstahl die Serien <strong>ATLANTIK II &#8211; IV<\/strong> sowie die <strong>PACIFIC<\/strong> in Stainless gefertigt wurden. Produktionszeit f\u00fcr eine ATLANTIK lag im Bereich von 4 &#8211; 6 Tagen, f\u00fcr die PACIFIC gingen locker 3 &#8211; 4 Wochen drauf.<\/p>\n<p>Der Gedanke, das schwei\u00df treibende Business zugunsten einer Repr\u00e4sentanz f\u00fcr eine, wie ich es damals kurzzeitig noch empfand, Edelmarke mit himmelhohen Margen aufzugeben &#8211; schien mir ein verlockender Gedanke. Der Schwedenmann fabulierte \u00fcber St\u00fcckzahlen und Traumrenditen, die er grafisch und mit farbigen Steilkurven unterlegte.<\/p>\n<p>Ich empfand mich damals als ein Hans Im Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Gesagt, getan &#8211; und irre geleitet &#8211; ich unterschrieb einen &#8211; nein zwei &#8211; Kooperationsvertr\u00e4ge, beantragte Kredite &#8211; und erwarb ein Lager voller \u201eSchwedomat\u201c Systeme, die im Hamburger Freihafen Lager am Sandtor Kai, fesch verpackt, sich zur Ruhe legten und verstaubten.<\/p>\n<p>Dumm n\u00e4mlich, da\u00df mein schwedischer Vertragspartner \u201evergessen\u201c hatte, mir zu erz\u00e4hlen, da\u00df er zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift garnicht Inhaber der Trademark SCHWEDOMAT gewesen ist, die doch gleichwohl Grundlage der Vertr\u00e4ge gewesen sind! Die TM hatte sich damals ein ehemaliger Repr\u00e4sentant &#8211; \u00e4tsch &#8211; auf seinen eigenen Namen eintragen lassen, nachdem er sich im Schwedenland mit den 3 Eigent\u00fcmern in die Haare bekommen hatten \u00fcber finanzielle Nicht-Ertr\u00e4ge, sodass am Ende das ganze Haus in Flammen stand. Der vierte Mann im Bunde jedenfalls beantragte dann eine E.V.und verbot mir gerichtlich die Nutzung der TM &#8211; mein Messestand auf der BOOT wurde daraufhin leerger\u00e4umt &#8211; und ich erfuhr innerhalb von Sekunden, mit welcher Couleur von Gesch\u00e4ftsleuten ich da Vertr\u00e4ge gemacht.<\/p>\n<p>Wie h\u00e4tte ich denn ahnen k\u00f6nnen, da\u00df der listig schlaue Versuch der drei Inhaber von Schwedomat, mit Backstagsbrise stattlicher staatlicher Subventionen, die Produktion und Vertrieb f\u00fcr die Eigent\u00fcmer gerade frisch gescheitert &#8211; modern wohl Insolvent &#8211; gegangen war &#8211; weil der Staat wohl auf die Einl\u00f6sung vorgeblicher Umsatz \/ Gewinn \/ Versprechungen gepocht hatte, die sich &#8211; sorry &#8211; leider nicht mit den Realit\u00e4ten hatten synchronisieren lassen? Die Firma hatte daher wohl die Liquidation vorgezogen, um sich vor staatlichen Regressanspr\u00fcchen zu sch\u00fctzen oder sich ihnen zuvor schon zu entwinden. S.K. verlagerte den Wohnsitz vermutlich deshalb in die USA, und begann ein neues Abenteuer, in dem ich &#8211; wie ich es heute sehe &#8211; wohl den &#8222;Esel&#8220; spielen durfte, bzw. sollte. Ein ziemlich scheussliches Theaterst\u00fcck.<\/p>\n<p>Die unter der TM \u201eSchwedomat\u201c mit mir geschlossenen Vertr\u00e4ge waren ohne Herz &#8211; eigentlich null und nichtig &#8211; denn die Marke stand garnicht zur Verf\u00fcgung. Aber das Geld war bereits pfutsch!<\/p>\n<p>Ich sa\u00df also auf einem Haufen schick-blau-lackierter Windsteuersysteme, die nur den Materialwert von Aluminium &#8211; damals DM 0,65 \/ kg &#8211; an Wert besa\u00dfen. Einen Wert, den nun die Bank sicherheits\u00fcbereignet besa\u00df! Ein perfekter Grund, eine GmbH in den Orkus zu verkippen &#8211; aber die besa\u00df ich nicht!<\/p>\n<p>Sorry: Bad Luck &#8211; so das Mitgef\u00fchl meines Vertrags Gegen\u00fcbers, but unfortunately you will have to fulfill the other contract: weitere Lieferungen und Zahlungen wurden unter Androhung erheblicher Schadensersatzanspr\u00fcche in Bereich von US $ 500.000 angemahnt, wie ich mich zum Gl\u00fcck nur noch undeutlich zu erinnern glaube. Die entsprechenden Aktenberge sind bei mir in einem Umzugskarton abgelegt, mit dem Namen Stellan Sch&#8230;.e!<\/p>\n<p>F\u00fcr die Vertragserf\u00fcllung des f\u00fcr mich lebenswichtigen Vertrages hingegen, wurde auf die eigene Ehefrau hingewiesen, die den anderen Vertrag &#8211; richtig, den mit den TRADEMARK Rechten &#8211; unterschrieben hatte und die &#8211; leider leider &#8211; in San Diego \/ California wohnte &#8211; und nur \u00fcber viele Ecken erreichbar schien, also eigentlich ganz und gar nicht! Heute denke ich manchmal, dass die Dame die Vertr\u00e4ge damals wohl gar nicht kannte. Es war jedenfalls mein erster Kontakt mit einem Menschen, der, wie ich es heute sehe, autistische Charakterz\u00fcge besa\u00df, denn f\u00fcr diesen Mann bestand das Leben recht offenbar nur aus einer Einbahnstrasse, in der nur er mit einem Panzer unterwegs.<\/p>\n<p>Alles teuer &#8211; schlafraubend &#8211; lebenszerst\u00f6rend. Ein Bermuda Dreieck aber Leckerbissen f\u00fcr Anw\u00e4lte, die aus solchen Geschichten ganze Luftschl\u00f6sser zu konstruieren pflegen oder gleich f\u00fcr sich selbst zu bauen, sich entschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ich war jedenfalls im Alter von 36 Jahren in eine sechs-stellige Katastrophe gerauscht, aus der man sich kaum h\u00e4tte befreien k\u00f6nnen! Ein solcher Schlag gen\u00fcgt &#8211; eigentlich &#8211; f\u00fcr ein ganzes langes Leben!<\/p>\n<p>Es war ein Stachel, der im Fleische sa\u00df!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hanseat-69.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5837\" title=\"Hanseat 69\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hanseat-69-203x300.jpg\" alt=\"\" width=\"203\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hanseat-69-203x300.jpg 203w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Hanseat-69.jpg 522w\" sizes=\"auto, (max-width: 203px) 100vw, 203px\" \/><\/a>Die Story in UKW: Mein &#8222;neuer Feind&#8220; &#8211; der vormals als &#8222;Freund&#8220; sich geb\u00e4rdete und unter meinem Dach gewohnt &#8211; war frisch verheiratet, seine \u201eEva\u201c die Tochter eines Bischofs in Svenska mit einem Namen, der in Schweden dummerweise ein Name, wie bei uns M\u00fcller oder Schmidt &#8211; eigentlich unauffindbar gewesen ist!<\/p>\n<p>Ich rief also die Auslandsauskunft an, fragte nach einem Mr. \u201eM\u00fcller oder Schmidt\u201c in einem Sch\u00e4rendorf n\u00f6rdlich von K\u00f6nig Gustavs Palazzo Grande und erw\u00e4hnte, da\u00df der Mann in Kirchenkreisen wohl recht bekannt sein m\u00fcsse. Die freundliche Telefon Stimme entgegnete: &#8222;wissen Sie, ich habe mal in dieser Stadt gelebt&#8230; und da gibt es eine Familie \u201eM\u00fcller \/ Schmidt\u201c, angesehene Katholen &#8211; versuchen Sie mal DIESE Nummer!&#8220;<\/p>\n<p>Vielen Dank!<\/p>\n<p>Es war der SECHSER im Lotto: mein Anruf und Brief an diese honorigen \u00e4lteren Herrschaften haben dem frisch zugewachsenen Schwiegersohn ein Fegefeuer eingebracht und einige Prozesse recht pl\u00f6tzlich enorm beschleunigt &#8211; waren auch Denk-Prozesse dabei \u00fcber menschlichen Umgang, Fairness und Respekt. Der Schwiegersohn kochte, wo immer er sich befand, ob in Svenska oder im San Diego Land, denn ich hatte ihn an einer empfindlichen M\u00e4nner-Stelle erwischt, an seinem Stolz.<\/p>\n<p>Freunde geworden sind wir also nicht!<\/p>\n<p>Das \u00e4usserte sich dann auch in einem Angebot zum R\u00fcckkauf unverk\u00e4uflicher Systeme: DM 10.000.&#8211; in bar bei Anlieferung aller original verpackten Schwedomat Windsteuersysteme im tiefverschneiten n\u00f6rdlichen Schwedenwinter! Wohlgemerkt f\u00fcr Ware, f\u00fcr die bei meiner Bank im Gegenwert vorher noch sechsstellig geleistet worden war, die nur dummerweise durch eine \u201cfalsche\u201c Trademark nun unverk\u00e4uflich geworden war &#8211; neudeutsch also: Schrott!<\/p>\n<p>F\u00fcr mich allerdings waren zehntausend Mark, damals ein Hauptgewinn, weil der Alu-Gegenwert f\u00fcr Schrott nur wenige hundert DM betragen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Alles eine Frage des Standpunktes!<\/p>\n<p>Ein schlechter Deal &#8211; aber schneller Ausstieg aus einer verh\u00e4ngnisvollen Affaire mit einem Menschen, dessen Lebens Software nach offenkundig anderen Kriterien zu arbeiteten schien. Lust auf jahrlange Prozess Lawinen hatte ich damals jedenfalls garnicht.<\/p>\n<p>You live and learn!<\/p>\n<p>Und ich sa\u00df also in einem neuen Leben mit einem Kontostand von stattlich negativem sechstelligem Bereich, eine neue Erfahrung f\u00fcr einen jungen Mann, der bislang klare Vorstellungen von kaufm\u00e4nnischen Umgangsweisen und vor allem menschlichen Verhaltensweisen gelebt hatte. Heute w\u00fcrde ich das blau\u00e4ugig benennen!<\/p>\n<p>Fatal an der damaligen Situation zudem: ich hatte \u00fcber ein <strong>YACHT INSERAT<\/strong> meinen eigenen Betrieb zum Verkauf angeboten, ein Vertrag war unterzeichnet und der Erwerber lief sich bereits im Werkstatt Vorhof warm. Hingegen hatte auch er ein besonderes Verst\u00e4ndnis von kaufm\u00e4nnischen Gepflogenheiten, denn er konnte den Kaufpreis erst gar nicht leisten.<\/p>\n<p>Im Zweifrontenkrieg habe ich dann meinen eigenen Laden rekuperiert und somit einen klaren Schuldenstand, den man dummerweise nicht beschneiden konnte. Denn Schuldenschnitte waren damals noch unbekannt, die erste W\u00e4hrungsreform lag lang zur\u00fcck, und die zweite sollte erst 20 Jahre sp\u00e4ter folgen!<\/p>\n<p>Aber der Elefant in mir hat anschlie\u00dfend stets geholfen, erlittene Niederlagen, trotz meiner Eigenschaft als Sanguiniker, nicht vollends zu vergessen.<\/p>\n<p>Kurios, aus San Diego t\u00f6nt seit nunmehr bald 30 Jahren eine ganz andere Melodie, die mit den Tatsachen hingegen nur recht wenig synchron klingt. Geschichtsklitterung hei\u00dft das moderne Wort, wenn Menschen sich im Nachhinein eigene Verhaltensweisen sch\u00f6n zu reden versuchen. Zumindest einen Mann k\u00f6nnen sie damit aber sicher \u00fcberzeugen: ihr Spiegelbild!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Pacific-stainless-V-.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-5833\" title=\"Pacific stainless V\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Pacific-stainless-V-.jpg\" alt=\"\" width=\"880\" height=\"594\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Pacific-stainless-V-.jpg 880w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Pacific-stainless-V--300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 880px) 100vw, 880px\" \/><\/a><br \/>\nMeine Erfahrung mit <strong>ARIES<\/strong> war vergleichsweise vollkommen entspannt, die ARIES wurde damals bereits in Alu in Serie produziert, unsere <strong>PACIFIC<\/strong> war dagegen in den siebziger Jahren ein Manufaktum, siehe oben!<\/p>\n<div id=\"attachment_5830\" style=\"width: 214px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Nixck-low.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-5830\" class=\"size-medium wp-image-5830\" title=\"Nixck low\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Nixck-low-204x300.jpg\" alt=\"\" width=\"204\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Nixck-low-204x300.jpg 204w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Nixck-low.jpg 352w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-5830\" class=\"wp-caption-text\">Nick Franklin of ARIES<\/p><\/div>\n<p>Es ergab sich fast beil\u00e4ufig, da\u00df ich f\u00fcr Vertrieb und Reparatur dieser robusten englischen Steuerm\u00e4nner als Deutsche Anlaufadresse in den siebziger Jahren gelistet wurde, weil der ehemalige ARIES Importeur &#8211; <strong>FRANZ WISS<\/strong>in K\u00f6ln &#8211; segeln gehen wollte, denn sein Stahlschiff war nach langen Jahren DIY endlich fertig geworden. Den Karton mit ARIES Ersatzteilen habe ich heute noch!<\/p>\n<p>Meine Fahrten auf die <strong>ISLE OF WIGHT<\/strong> sind mir unvergessen. <strong>NICK FRANKLIN<\/strong> kam zur F\u00e4hre mit seinem klapprigen Peugeot 204, bei dem nur ca 2 der m\u00f6glichen 4 G\u00e4nge wirklich funktionierten, f\u00fcr Inselverkehr war das aber ganz offenbar genug! Noch mehr allerdings faszinierte mich, da\u00df zu Hause abseits der \u201eGehwege\u201c in der Kitchen kleine, offenbar nicht mehr ben\u00f6tigte M\u00fcnzen, zur Seite geschoben, ringsum auf dem Boden lagen. Aufheben verboten &#8211; das war real kauzig britische Lebensart.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/PeterNeedles.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-5838\" title=\"PeterNeedles\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/PeterNeedles-1024x673.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/PeterNeedles-1024x673.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/PeterNeedles-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><strong>HELEN FRANKLIN<\/strong> war damals ein s\u00fc\u00dfer kleiner Fratz, sie sauste durch die ganze Bude. Ein Mikrokosmos mit Bretterzaun zwischen Produktions Baracke und Living Home &#8211; in perfecter surrounding und bestem Solent overview! Zum Arbeiten eigentlich viel zu schade!<\/p>\n<p>Als &#8211; gef\u00fchlte zweieinhalb Jahrzehnte sp\u00e4ter &#8211; dann dieselbe Helen, nun zur Dame reconverted, mich am meinem Stand der Hanseboot begr\u00fc\u00dfte und mir Peter Mathiesen als neuen ARIES Mann vorstellte, habe ich die Beiden stantepede zu meiner BOAT SHOW PARTY zu mir nach Hause eingeladen &#8211; praktischerweise auf dem Dach meiner Werkstatt in Hamburg Ost. F\u00fcr mich war das damals logisch und stringent, weil ich die alten Verbindungen im Kopf reaktivierte und dem jungen Neu Verfechter gegen\u00fcber ganz aufgeschlossen gewesen bin. Warum also nicht?<\/p>\n<p>Als ich dann allerdings w\u00e4hrend der Party meinen neuen Marktbegleiter ein ganze lange Weile vermi\u00dfte und ihn, auf Nachfrage, dann unten in meiner Werkstatt fand, wo er seiner Kamera die Produktions Gegebenheiten zeigte, war ich zwar irritiert &#8211; aber wohl immer noch viel zu freundlich. Man ist manchmal eben einfach zu gut erzogen! Meine innere Kompass Nadel hatte mich nicht gewarnt.<\/p>\n<p>Jedenfalls folgte wenig sp\u00e4ter mein Gegenbesuch in Nordborg auf der Insel ALSEN, denn neugierig war ich ja auch!<\/p>\n<p>Zudem hatte ich einen zweiten Anla\u00df: mein Freund <strong>JIMMY CORNELL<\/strong> hatte mich zum Schreiben des englischen Buches <strong>SELFSTEERING UNDER SAIL<\/strong> initiiert &#8230; und es war meine Idee, den Text meinen Martktbegleitern vorab einmal vorzulegen. In Nordborg jedenfalls entschlo\u00df man sich, ob des Inhalts bei <strong>ADLARD COLES<\/strong> ein Inserat zu platzieren. Schlecht war das ja keinesfalls!<\/p>\n<p>Wie kommt es nur, da\u00df wenig sp\u00e4ter von meinem Marktbegleiter dann das \u201e<strong>BAD WEATHER PROBLEM<\/strong>\u201c erfunden worden ist? Ich werde noch heute den Gedanken an Zusammenh\u00e4nge nicht los, da\u00df hier ein Marketing Schachzug get\u00e4tigt werden sollte, der ins Fleisch der Wettbewerber gehen mu\u00dfte und sollte, denn &#8211; nicht wahr &#8211; schlimmer kann man den Wettbewerb eigentlich nicht diskreditieren, indem man vorgibt, dass er nicht funktioniere! Anw\u00e4lte h\u00e4tten hier eine Menge Futter finden k\u00f6nnen, und ich bin bis heute immer noch \u00fcberzeugt, da\u00df es sicher verschiedentlich Segler gibt, die hier ungepr\u00fcft vertrauen, weil der Name ARIES in sich in ihren K\u00f6pfen vertrauensbildend eingenistet hat, zumal der legend\u00e4re <strong>WILFRIED ERDMANN<\/strong> das gleiche System bis heute noch am Heck besitzt.<\/p>\n<p>Sei\u00b4s drum, ich habe die Anw\u00e4lte schlafen lassen und darauf vertraut, dass man Segler mit den Grundregeln der Physik besser w\u00fcrde \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, wenn man ihnen nur erkl\u00e4rte, dass es ein <strong>BAD WEATHER PROBLEM <\/strong>nie gegeben hat, es sei denn, ein Schiff liege in schwerer See, quer zur See vor Anker &#8211; oder mache Fahrt, aber achteraus.<\/p>\n<p>Zwischenzeitlich hat sich das Rad der Geschichte aber offenbar auch bei Aries gedreht, denn seit vielen Jahren ist der urspr\u00fcngliche Eigent\u00fcmer und seine Tochter am Markt auch wieder selbst unternehmerisch unterwegs. Kann es sein, dass es auch dort zu &#8222;Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen&#8220; gekommen ist? Ich w\u00fcrde das fast vermuten, weil ich bereits zu oft in meinem Leben habe erfahren m\u00fcssen, wie unterschiedlich Menschen in der Lage sind, sich cham\u00e4leonhaft zu verwandeln, wenn es um eigene Vorteile geht, nach denen sie trachten.<\/p>\n<p>Ich habe in der Folgezeit dann auch andere Marktbegleiter in den USA besucht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Golden-Gate-e1287246519220.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1465\" title=\"Golden Gate\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Golden-Gate-e1287246519220-676x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"969\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Golden-Gate-e1287246519220-676x1024.jpg 676w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/10\/Golden-Gate-e1287246519220-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><br \/>\n<strong>HANS BERNWALL \/ SCANMAR MARINE<\/strong> in Richmond California hat das ganze Buch gelesen, derweil ich auf seinem Fl\u00fcgel die Finger tanzen lie\u00df. Es wurde gegrillt und von meinem Bett im Turmzimmer hatte ich den vollen Blick auf die Bucht von San Francisco. Hans war freundlich, war er doch nach eigenem Verst\u00e4ndnis der K\u00f6nig der Windsteueranlagen-Bauer \u2013 zudem benannte er mich freundlich den \u201ePrinzen\u201c \u2013 dabei war ich unrasiert, im US \u2013 coolen Outlook completely not businessman alike. Aber Schleimen tut ja immer gut, auch wenn man aufpassen sollte, da\u00df man auf der eigenen Schleimspur nicht selbst ins Rutschen kommt.<\/p>\n<p>Kurz: Hans war rechtschaffen begeistert und orderte im Verlag in England ein Inserat, da er das Buch mit \u00dcberzeugung unterst\u00fctzen wollte.<\/p>\n<p>Was draus geworden ist, <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/de\/columns\/a-singlehanders-lonely-fight-to-resolve-a-problem-in-the-marine-business\/\">ist hier zu lesen<\/a>.<\/p>\n<p>In bald vier Jahrzehnten im Haifischbecken des Marine Business ist noch viel passiert &#8211; Unglaublichkeiten, die nahezu s\u00e4mtlich menschliche Verhaltensweisen zu ihrem Mittelpunkt hatten, bzw. der b\u00f6sartigen Varianten, die in Laufe einen langen Lebens sich zu t\u00fcrmen scheinen. Es ist schon ein besonderes Gl\u00fcck, wenn man den Kopf nach so langer Zeit immer noch \u00fcber Wasser hat. Immerhin wird aber das Erlebte in kleinen Geschichten vielleicht am besten reflektiert!<\/p>\n<p>Darum denke ich mal nach, was hier sonst noch Erz\u00e4hlenswertes passiert und vielleicht dann zu erz\u00e4hlen ist &#8211; verspricht<\/p>\n<p>Peter F\u00f6rthmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RETROSPEKTIVE \u00dcBER IRRT\u00dcMER DER BESONDEREN ART Lehnen wir uns ein wenig zur\u00fcck &#8211; und lassen Vergangenes passieren, auch wenn die hier folgenden Jahreszahlen f\u00fcr einige neugierig lesenden Augen, nahezu unglaublich sind! 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