{"id":6588,"date":"2012-02-28T01:39:49","date_gmt":"2012-02-28T08:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=6588"},"modified":"2018-01-03T06:51:43","modified_gmt":"2018-01-03T13:51:43","slug":"deutsch-trends-setters","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/schiffe\/deutsch-trends-setters\/","title":{"rendered":"Trends EU &#8211; US"},"content":{"rendered":"<p><strong>BLOG ANALYSE &#8211; BLAUWASSER YACHTEN<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Unterwasser.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-6589\" title=\"Unterwasser\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Unterwasser-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Unterwasser-300x225.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Unterwasser-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Unterwasser.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Die Analyse von 2500 weltweiten BLOGs von Seglern vermittelt aufschlu\u00dfreiche Informationen \u00fcber nationale Pr\u00e4ferenzen von<br \/>\n&#8211; Schiffstypen<br \/>\n&#8211; Schiffsgr\u00f6\u00dfe<br \/>\n&#8211; Baumaterial<br \/>\n&#8211; Alter und Wert der Yacht<br \/>\n&#8211; Vorlieben der Segler<br \/>\nDer Blick auf nationale Vorlieben f\u00fcr oder gegen bestimmte Yachten l\u00e4\u00dft vermuten, dass die Meinungsbildung durch Vorbilder sowie Zeitschriften und B\u00fccher national in unterschiedlicher Weise erfolgt bzw. gepr\u00e4gt wird.<\/p>\n<p>Als Ergebnis wird deutlich:<\/p>\n<p>Die in den USA zum Blauwassersegeln \u00fcberwiegend eingesetzten Schiffe sind grundverschieden zu den in Europa g\u00e4ngigen Yachten und Typen. So sind noch heute die traditionellen Yachten mit langem Kiel und gesch\u00fctztem Ruder im Land der unbegrenzten M\u00f6glichkeiten in einem Masse popul\u00e4r, dass man denken k\u00f6nnte, die Welt w\u00e4re in den USA stehen geblieben!<\/p>\n<p>Die Ursachenforschung offenbart erstaunliche Zusammenh\u00e4nge!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Norwin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6595\" title=\"SV Norwin\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Norwin-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Norwin-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Norwin-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Es ist anzunehmen, dass dies seine Ursache in den Vorbildern hat, die in den USA andere Ratschl\u00e4ge geben als die Vorbilder in unserem Land. So gelten \u201eHands-On-Info\u201c gestandener Segler in den USA, wie Amanda and John Neale, Liza Copeland, Nigel Calder, John Otterbacher, Beth and Evans Starzinger oder Lynn + Larry Pardey, als schwergewichtig und vorbildhaft f\u00fcr eine Unzahl von Seglern, die eine Reise planen, ein Schiff erwerben und auf der Suche nach Informationen und Ratschl\u00e4gen sind. Nahezu s\u00e4mtliche in den USA bekannten Autoren sind aktiv im \u201eNahkampf\u201c mit ihren Bewunderern auf hunderten von Seminaren &#8211; volksnah, w\u00e4re das bessere Wort! Die Autoren geraten zu Idolen ganzer Segler Generationen. Nahezu s\u00e4mtlich verlegen sie ihre B\u00fccher im Eigenverlag und vertreiben im Direktvertrieb. Diese Segler predigen ihr Dogma in authentischer Weise &#8211; und unterscheiden sich kontrovers zu den Ratschl\u00e4gen, z.B. einer Fachpresse, die auf Inserenten R\u00fccksicht zu nehmen hat und die eine Deutungshoheit \u00fcber Trends im Blauwassersegeln meist nur einer Minorit\u00e4t von Autoren \u00fcberl\u00e4\u00dft, die &#8211; zuf\u00e4llig oder nicht &#8211; unter dem gleichen Verlagsdach zuhause ist.<\/p>\n<p>Hier zeigen sich die eklatanten Unterschiede zwischen den USA und Deutschland!<\/p>\n<p>In Deutschland ist eine gro\u00dfe N\u00e4he zwischen Segler und Autor vergleichsweise nur gering vorhanden, da die Interessen der Fachpresse oder eines Verlages anderen Vorgaben folgen. Vortr\u00e4ge werden in Deutschland als Promotion zum Buchverkauf genutzt, Blauwasser Seminare aus kommerziellen \u00dcberlegungen gegen Eintrittsgeld nur in elit\u00e4rem Kreis veranstaltet. Derartige Veranstaltungen dienen schnell der \u00dcberh\u00f6hung der Referenten statt eines Dialogs mit nach Informationen hungernden Seglern, da zu den geschlossenen Veranstaltungen kein offener Zutritt m\u00f6glich ist. Auch Informations Audienzen an Messest\u00e4nden haben eher die Abonnenten Bindung oder Erhaltung zum Ziel, denn konzentrierte Fachkenntnis kann dort kaum transportiert werden und Hands-on-Info ist nur im Minutentakt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Praxis vieler Jahre hat gezeigt, dass Deutsche Autoren mit bekannten Namen ihre Kenntnisse und Erkenntnisse eher in Buchform verfassen und vertreiben, anstatt im direkten Kontakt zu ihren Bewunderern und Lesern auch im \u00f6ffentlichen Dialog sich einzulassen &#8211; in den USA liegen die Verh\u00e4ltnisse diametral anders herum, weil nahezu s\u00e4mtliche Autoren in hunderten von frei zug\u00e4nglichen Seminaren im direkten Kontakt zu ihren Bewunderern zu erreichen sind. Direkte Fragen an Autoren Segler sind in den USA normal, bei uns in dieser Form eher ungew\u00f6hnlich.<\/p>\n<p>Es erscheint logisch, hier nach den Auswirkungen zu suchen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/flaschenpost_olgalou-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6597\" title=\"flaschenpost_olgalou Kopie\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/flaschenpost_olgalou-Kopie-1024x722.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/flaschenpost_olgalou-Kopie-1024x722.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/flaschenpost_olgalou-Kopie-300x211.jpg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/flaschenpost_olgalou-Kopie.jpg 1487w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Der Flaschenhals kommerzieller Interessen besteht in der medialen Vermarktung, bei der die Fachpresse bei uns einen gro\u00dfen Einflu\u00df gewonnen hat, da sie die Luftherrschaft zur Formulierung von Trends und Entwicklungen innehat, die verst\u00e4ndlicherweise im Interesse der hier zahlenden Werbekundschaft zu liegen haben.<\/p>\n<p>Ein Grundkonflikt, dem sich ein Magazin, das von Inseraten lebt, nur schwer entziehen kann. Ein journalistischer Balanceakt, einer Leserschaft die eigene Unabh\u00e4ngigkeit hier erfolgreich zu vermitteln!<\/p>\n<p>Zudem die Autoren im gleichen Verlag selten Wort und Stimme im redaktionellen Alltag, z.B. als Autoren von Fachartikeln haben. Ber\u00fchmte Autoren besetzen in Deutschland eine andere Nische, abseits vom harten Alltag bedienen sie mehr das Grosse Ganze der Blauwassersegelei als den kleinzelligen Alltag redaktioneller Berichterstattung, der stets und st\u00e4ndig der Aktualisierung &#8211; auch in Fachbereichen &#8211; bedarf.<\/p>\n<p>Wenn ein Gro\u00dfteil der bei uns erfolgreich t\u00e4tigen Autoren vergleichsweise selten im \u201eNahkampf\u201c mit ihrer Leserschaft unterwegs sind, reduzieren sich die Aussagen auf die Inhalte der B\u00fccher, die zu kaufen sind. Es wird dabei schnell deutlich, dass es in Deutschland handverlesen nur wenige Autoren und erfahrene Segler gibt, die in Bezug auf die ideale Blauwasseryacht wirklich deutlich Stellung beziehen bzw. bezogen haben.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/spiegel_kathena_nui-low-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6615\" title=\"spiegel_kathena_nui low Kopie\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/spiegel_kathena_nui-low-Kopie-1024x720.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/spiegel_kathena_nui-low-Kopie-1024x720.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/spiegel_kathena_nui-low-Kopie-300x211.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Wilfried Erdmann ist einer von ihnen, der durch seine Auswahl &#8211; und liebenswert stures Verharren bei seinem Idealschiff &#8211; eine Marke gesetzt hat. Die Mehrzahl der Autoren ist hier weniger deutlich, was vielleicht auch mit der geringen Zahl unterschiedlicher Schiffe im Laufe ihres Seglerlebens zu tun haben mag, oder aber schlicht das Ergebnis einer getroffenen Auswahl gewesen ist, die sp\u00e4ter niemals in Frage gestellt worden ist. Immerhin saugen potentielle Blauwassersegler hier ihren Honig f\u00fcr eigene Entscheidungen &#8211; oder eben nicht. Ein Nadel\u00f6hr f\u00fcr Informationen &#8211; mit \u00fcberaus weitreichenden Folgen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturm_gross.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6598\" title=\"sturm_gross\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturm_gross.jpg\" alt=\"\" width=\"884\" height=\"633\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturm_gross.jpg 884w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/sturm_gross-300x214.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 884px) 100vw, 884px\" \/><\/a>Dar\u00fcber hinaus gibt es bei uns viele Autoren, deren B\u00fccher als Ergebnis nur einer einzigen Reise verfasst wurden &#8211; deren Erfahrungen somit viele Bereiche des Lebens auf See kaum spiegeln k\u00f6nnen, schlicht weil die Zeit auf See begrenzt gewesen ist. Zudem folgt ein Verlag differenten Interessen, denn ein steter Nachschub von neuen B\u00fcchern f\u00fcr Geburtstag und Weihnachten ist zwingend, um eine Jahresbilanz erfolgreich zu gestalten.<\/p>\n<p>Die geringe Zahl von Autoren, die deutliche Aussagen in Bezug auf ihre Schiffswahl durch eigene &#8211; unterschiedliche &#8211; Erfahrungen unterlegen k\u00f6nnen, um klare Empfehlungen auszusprechen, l\u00e4sst die Gewichtung der Aussagen dieser Autoren leicht zum Evangelium erwachsen. Interessant, dass in diesem Segment das Buch SCHWERWETTERSEGELN von ADLARD COLES auch bei uns zum Dauerbrenner geraten ist.<\/p>\n<p>Wenn zeitgleich von einer Fachpresse gebetsm\u00fchlenhaft die Kompatibilit\u00e4t heute am Markt angebotener Yachten f\u00fcr das Blauwassersegeln gepriesen wird, vermag es nicht zu wundern, wenn die Flotte moderner Performance Cruiser unter Blauwasserseglern so stetig w\u00e4chst. Die Segler sind hin und her gerissen, hingegen keineswegs klar gepolt, wenn es gilt, sich f\u00fcr einen Schiffstyp zu entscheiden, der ihren Bed\u00fcrfnissen vielleicht am n\u00e4chsten kommt.<\/p>\n<p>Die Wirkung von Werbung ist uns allen bestens vertraut! Vor allem, wenn im Kontext dazu traditionelle und bew\u00e4hrte Seeschiffe auch gern als Schiffe von gestern &#8211; oder Neo-Classics &#8211; bezeichnet werden. Eine Fehlentwicklung, die der Seglerschaft mit der Intention einer ausgedehnten Reise zu geringe Referenz erweist &#8211; wie ich empfinde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Albatros-Kerstan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-6599\" title=\"SV Albatros Kerstan\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Albatros-Kerstan-1024x673.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Albatros-Kerstan-1024x673.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/SV-Albatros-Kerstan-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Unsere Trends werden von den Fachzeitschriften gesetzt &#8211; durch Nominierungen wie YACHT OF THE YEAR verst\u00e4rkt &#8211; und nur zu einem geringeren Teil aus B\u00fcchern und den Erfahrungen langj\u00e4hriger Blauwassersegler gesogen. Hands-On-Information zwischen Seglern und Autoren sind vergleichsweise selten m\u00f6glich, denn &#8211; nicht wahr &#8211; damit lie\u00dfe sich ja kein Geld verdienen! Die Helden unserer Zeit sind in Buchform \u00fcberaus pr\u00e4sent &#8211; im allt\u00e4glichen Beratungs Zyklus hingegen, nur schwer zu erreichen.<\/p>\n<p>Das Ergebnis ist allseits zu beobachten, ein Blick und Analyse einer typischen ARC Flotte sprechen B\u00e4nde.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber spricht die Analyse von 2500 Segler Blogs eine dezidiert andere Sprache. Es wird n\u00e4mlich deutlich, welchen Einfl\u00fcssen die weltweite Blauwasserseglerschaft tats\u00e4chlich unterlegen ist und welche Schiffe sie f\u00fcr den Hard Core Einsatz der Blauwassersegelei am Ende w\u00e4hlen. Hier sind Entwicklungen zu beobachten, die interessante R\u00fcckschl\u00fcsse, nach Nationen unterschiedlich, erlauben.<\/p>\n<p>In den USA erfolgt die Trendentwicklung nach ganz anderen Regeln.<\/p>\n<p>Die Fachpresse und die gro\u00dfen Messeveranstalter &#8211; die sich in den USA s\u00e4mtlich in privater Hand befinden &#8211; multiplizieren das Wissen der Fachautoren in hunderten von Fachseminaren und sorgen damit f\u00fcr eine enorme Verbreitung &#8211; einem Fl\u00e4chenbrand? &#8211; dieses Wissens und der Erfahrungen, wie es in Europa in dieser Form wohl undenkbar w\u00e4re. Nahezu s\u00e4mtliche Blauwassersegler in den USA \/ CANADA arbeiten als Freelancer f\u00fcr die Segelmagazine, publizieren ihre B\u00fccher hingegen im Eigenverlag, vertreiben im Direktvertrieb und k\u00f6nnen offenkundig davon bestens leben. Das Ergebnis ist eine enorme Vielfalt von Fachwissen, das von den Autoren, stets zeitnah authentisch und ungefiltert zu den Seglern gelangt &#8211; besser: sie im NAHKAMPF direkt erreicht.<\/p>\n<p>Die bekannten Autoren in den USA sind nahezu s\u00e4mtlich Langzeit Segler, die ihren Wissensschatz lebenslang ersegelt haben. Vergleichsweise ist die Zahl der wirklich langj\u00e4hrig gereisten Segler bei uns gering, die Zahl der Autoren, die nur ein Buch nach einer Reise verfasst haben, ist erstaunlich gro\u00df.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/achterliches-wetter.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6600\" title=\"achterliches wetter\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/achterliches-wetter.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/achterliches-wetter.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/achterliches-wetter-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>Ist es vielleicht alles eine Frage der gesegelten Seemeilen, dass viele erfahrene US Segler eine ganz besondere Meinung dar\u00fcber vertreten l\u00e4sst, wie eine Blauwasseryacht idealerweise auszusehen hat &#8211; sowie die erkennbare Vorliebe f\u00fcr solide traditionelle Schiffe?<\/p>\n<p>Die Antwort ist aufschlussreich. Auch wenn die Fachmagazine in den USA ebenfalls von den Inseraten der Werften zu leben haben, die MEINUNGSFINDUNG \u00fcber TRENDS in Bezug auf das Blauwassersegeln scheint dort eher in den H\u00e4nden der erfahrenen Segler und Autoren zu liegen, die einem erkennbar eigenen Dogma folgen \u00fcber die Notwendigkeiten, wie eine ideale Blauwasseryacht vorzugsweise auszusehen hat. Es scheint das Verdienst dieser erfahrenen Segler zu sein, dass sie bislang haben verhindern k\u00f6nnen, dass die Vorliebe f\u00fcr erwiesenerma\u00dfen komfortable Seeschiffe einer bestimmten Spezies in den USA bis heute seine Aktualit\u00e4t behalten hat!<\/p>\n<p>Ein Blick auf die in den USA bis heute popul\u00e4ren Produktionslinien scheint dies zu spiegeln, auch wenn einige bereits nicht mehr produziert werden, weil dies kosteng\u00fcnstig kaum noch machbar w\u00e4re. Gleichwohl sind diese Yachten in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen noch am Leben und von Blauwasser Seglern dauerhaft hoch gesch\u00e4tzt und heissbegehrt.<\/p>\n<p>Das Vorhandensein moderner Yachten mit teils abenteuerlich ungesch\u00fctzten Hauptruder Konfigurationen hat zudem in den USA bereits vor vielen Jahren eine Sicherheits Diskussion in Gang gebracht, mit der Folge, dass die Teilnahme an Offshore Regatten selbst gem\u00e4ssigter Cruiser Veranstaltungen wie z.B. das <a href=\"http:\/\/www.baja-haha.com\/\" target=\"_blank\">BAJA-HAHA<\/a>das Vorhandensein eines NOTRUDERS zwingend vorschreibt.<\/p>\n<p>Es ist meine \u00dcberzeugung, dass die Vorliebe f\u00fcr solide Langkieler in den USA eben nicht das Resultat einer Laune der Natur ist, hingegen auf unz\u00e4hlige Erfahrungen von Hochseeseglern jeglicher Couleur basiert, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen niedergeschrieben haben &#8211; und dies von den Seglern bis heute reflektiert wird. Popul\u00e4re Zeitschriften wie <a href=\"http:\/\/www.latitude38.com\/index.lasso\" target=\"_blank\">LATITUDE 38<\/a> sowie <a href=\"http:\/\/www.seafaring.com\/magazine\/thisIssue\/\" target=\"_blank\">LATITUDES &amp; ATTITUDE<\/a> tun ein \u00fcbriges, f\u00fcr Cruising Yachties wichtige Informationen zu vervielf\u00e4ltigen. Zudem verf\u00fcgt die <a href=\"http:\/\/ssca.org\" target=\"_blank\">SEVEN SEA CRUISING ASSOCIATION<\/a> \u00fcber enormes Potential an seri\u00f6sen Quellen und Autoren, die s\u00e4mtlich seri\u00f6se Ratschl\u00e4ge geben k\u00f6nnen, inclusive einem h\u00f6chst lebendigem <a href=\"http:\/\/forum.ssca.org\/phpBB3\/\">SSCA FORUM<\/a>Vergleichsweise dazu bietet das <a href=\"http:\/\/www.trans-ocean.eu\" target=\"_blank\">TRANS OCEAN Forum der Blauwassersegler<\/a> in Deutschland nur rudiment\u00e4re Informationen.<\/p>\n<p>In Europa, explizit in Deutschland haben wir eine andere Situation. Hier wird Meinung durch Fachmagazine gepr\u00e4gt, deren Verlage bestimmte Autoren pr\u00e4ferieren und unter ihr Dach nehmen. Dar\u00fcberhinaus verlangen Inserenten eine Berichterstattung &#8211; oder Fahrberichte &#8211; um die beworbenen Produkte &#8211; Schiffe &#8211; zu promoten. Advertorial hei\u00dft das gefl\u00fcgelte Wort, dass manches Mal den &#8211; vielleicht falschen &#8211; Eindruck entstehen l\u00e4sst, das bestimmte Schiffstypen kaum noch existent sind &#8211; schlicht, weil sie nicht mehr produziert werden, bzw. sich nur unter erheblichem Aufwand heute noch herstellen lie\u00dfen. Dies wird auch deutlich bei einem Gang \u00fcber Bootsmessen, auf denen \u00fcberwiegend nur moderne Schiffe zu finden sind. Nischenwerften sind auf den Messen kaum zu finden, da die Kunden zu ihnen finden und sie zudem nur geringe St\u00fcckzahlen bauen. Liebhaber der traditionellen Langkieler werden manches Mal als Gestrige bel\u00e4chelt und der Eindruck vermittelt, dass die Entwicklung so sehr viel weiter gegangen ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Windpilot03.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6607\" title=\"Windpilot03\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Windpilot03.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"747\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Windpilot03.jpg 1024w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Windpilot03-300x218.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a>Der Begriff von PERFORMANCE CRUISERN gilt heute als Standard f\u00fcr ganze Produktionslinien, auch wenn der Komfort unter Deck in schwerer See von der Besatzung teilweise starke Nerven erfordert, weil sie einem Irrglauben aufgesessen sind, den ihnen zuvor noch keiner vermittelt hat. Mir ist die Geschichte eines Norddeutschen Seglerpaares im Ohr, das ihren neu erworbenen Performance Cruiser in der Karibik \u00fcbereilt wieder verkaufte, um hernach seine Weltumsegelung mit einem alten Langkieler fortzusetzen.<\/p>\n<p>Die Buch Verleger entscheiden \u00fcber Titel und Auflage. Ger\u00e4t die Umschlags Geschwindigkeit zu gering, wird verramscht oder eingestampft &#8211; lange Lagerzeiten sind unerw\u00fcnscht. F\u00fcr Autoren ger\u00e4t es zum Spiessrutenlauf, hier qua Auflage Eink\u00fcnfte zu generieren, die den Aufwand, ein Buch zu schreiben, am Ende aufzuwiegen in der Lage sind. Der alte Spruch, dass man in Deutschland einen guten Verleger daran erkennt, dass er aus den Totensch\u00e4deln seiner Autoren Champagner schl\u00fcrft &#8211; gilt heute noch. Wenn die Druckkosten f\u00fcr ein Buch im Laufe der Jahre in den Keller gegangen sind &#8211; haben die Autoren davon kaum profitieren k\u00f6nnen. 8 &#8211; 12% Honorar vom VK Preis, meist jedoch im einstelligen Bereich &#8211; davon kann in Deutschland kein Segelbuch Autor eine Familie ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Es liegt im Wesen eines Special Interest Buches f\u00fcr das Blauwassersegeln, dass hier gro\u00dfe Auflagen &#8211; z.B. im deutschsprachigen Raum &#8211; nur schwer zu erzielen sind, schlicht, weil die hier adressierte Lesergruppe nur sehr gering ist ( Vergleiche: der Trans Ocean Verein hat ca 4800 Mitglieder in GER &#8211; CH &#8211; A ). So ergibt es sich zwangsl\u00e4ufig, dass f\u00fcr den Bereich Blauwassersegeln eher B\u00fccher pr\u00e4feriert werden, die weniger fachbezogen, hingegen mehr als Reisebeschreibung verfasst werden, weil die erzielbare Auflage dann h\u00f6her geraten kann.<\/p>\n<p>B\u00fccher im Eigenverlag herausgegeben, unterliegt anderen Regeln. Bei vergleichbar geringen Druckkosten erlaubt die erheblich gr\u00f6\u00dfere Spanne den Autoren eine l\u00e4ngere Lagerhaltung und somit entspannten Vertrieb &#8211; bei gleichzeitig besseren Ertr\u00e4gen. Bei uns ist die Anzahl verdienter und verdienender Autoren wahrscheinlich an einer Hand abzuz\u00e4hlen, s\u00e4mtlich sind sie von der Gunst ihres Verlages abh\u00e4ngig. Das bleibt nicht ohne Folgen.<\/p>\n<p>Auch wenn naturgem\u00e4\u00df im englischsprachigen Raum das Potential erheblich gr\u00f6\u00dfer ist, so gibt es In den USA eine Unzahl von Blauwasserseglern, die von den Ertr\u00e4gen ihrer B\u00fccher und Videos bestens leben &#8211; k\u00f6nnen &#8211; bei uns hingegen sind solche Autoren kaum zu finden.<\/p>\n<p>Zudem unterliegen die Autoren bei Selbstverlag keinerlei Zwang, fachbezogene Informationen zugunsten besserer Lesbarkeit zu reduzieren. Erschwerend haben diese Autoren bei uns gegen Verlage zu konkurrieren, die eine eigene Vermarktungs Plattform &#8211; in Form einer Zeitschrift &#8211; besitzen. Ein hartes Los! Aber eigene Webseiten und Blogs sind hier ein wirksames Gegenmittel, denn die Auflagen der Fachmagazine stagnieren seit langem. Die Aufmerksamkeit der versierten Leserschaft, weg von einschl\u00e4gigen Fachmagazinen, hin zu im Netz frei verf\u00fcgbaren Informationen ist unaufhaltsam. Das Internet hat auch positive Seiten!<\/p>\n<p>Ein Beispiel: das Buch SELFSTEERING UNDER SAIL wurde in 1998 in einer Auflage von ca 12.000 Exemplaren gedruckt. Seit dem Ausverkauf wurde es in 6 Sprachen nahezu 900.000 mal als E-Book abgerufen.<br \/>\nDie deutsche Ausgabe SELBSTSTEUERN UNTER SEGELN wurde einige Jahre nach Erstver\u00f6ffentlichung aus den Regalen genommen und verramscht.<\/p>\n<p>Der Flaschenhals einer geringen Anzahl von Verlagen bedingt eine Verknappung der Anzahl der Fachautoren, die, jeder f\u00fcr sich, in einem Markt konkurrieren, dessen Zielgruppe begrenzt ist. In den USA haben Autoren vergleichsweise eine ungleich bessere Ausgangslage.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/KittyCat-Jimmy-Ivan.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-6605\" title=\"KittyCat-Jimmy-Ivan\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/KittyCat-Jimmy-Ivan.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"396\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/KittyCat-Jimmy-Ivan.jpg 600w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/KittyCat-Jimmy-Ivan-300x198.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>J\u00fcngstes Beispiel der Erkenntnis, dass der Selbstverlag auch f\u00fcr international anerkannte Autoren der bessere Weg ist: JIMMY CORNELL. Er hat nach vielen Kooperationen mit weltweiten Verlagen, nun ebenfalls den Weg zur <a href=\"http:\/\/www.cornellsailing.com\/\" target=\"_blank\">DIREKT VERMARKTUNG<\/a> eingeschlagen<\/p>\n<p>Um an dieser Stelle einer interessierten Seglerschaft besseren Zugang zu international t\u00e4tigen Autoren zu erm\u00f6glichen, sind im <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/de\/blogs\/\">BLOG PORTAL<\/a> segelnde Autoren unter einem <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/de\/blogs\/book-writer-and-yachtsmen\/\">AUTOREN LINK<\/a> explizit zusammengefa\u00dft.<\/p>\n<p>Im Ergebnis dr\u00e4ngt sich die Erkenntnis auf, dass sich die Schiffs Vorlieben der internationalen Seglerschaft  wahrscheinlich als Ergebnis und Folge einer nationalen Berichterstattung in Fachpresse und Buch Ver\u00f6ffentlichungen differenzieren lassen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist aufschlu\u00dfreich, dass im Lande der Erfinder aller neuen Technologien auch heute noch die traditionellen Yachten als f\u00fcr das Blauwassersegeln am besten geeignete Schiffe gelten. Wie wir gesehen haben, ist dies nicht das Ergebnis von Nostalgie, hingegen reflektiert die Erfahrung von Seglern, die tausende von Seemeilen auf See abgeleistet und dabei festgestellt haben, auf welchen Schiffen auch Leben an und unter Deck angenehm und komfortabel ist. Es best\u00e4tigt zudem meine innere \u00dcberzeugung in Bezug auf die Aktualit\u00e4t traditioneller Yachten.<\/p>\n<p>\u00dcber nationale Auff\u00e4lligkeiten und Unterschiedlichkeiten vieler anderer Segler Nationen wird in K\u00fcrze weiter berichtet, verspricht<\/p>\n<p>Peter Foerthmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BLOG ANALYSE &#8211; BLAUWASSER YACHTEN Die Analyse von 2500 weltweiten BLOGs von Seglern vermittelt aufschlu\u00dfreiche Informationen \u00fcber nationale Pr\u00e4ferenzen von &#8211; Schiffstypen &#8211; Schiffsgr\u00f6\u00dfe &#8211; Baumaterial &#8211; Alter und Wert der Yacht &#8211; Vorlieben der Segler Der Blick auf nationale &hellip; <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/schiffe\/deutsch-trends-setters\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":16897,"menu_order":3,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6588","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6588"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16037,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6588\/revisions\/16037"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/16897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}