{"id":6746,"date":"2012-04-02T09:14:23","date_gmt":"2012-04-02T16:14:23","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=6746"},"modified":"2014-08-20T04:21:20","modified_gmt":"2014-08-20T11:21:20","slug":"deutsch-brief-an-konrad-delius-8-7-2011","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/deutsch-yacht-delius-klasing\/deutsch-brief-an-konrad-delius-8-7-2011\/","title":{"rendered":"Konrad Delius #1"},"content":{"rendered":"<p>Brief an Konrad Delius vom 8.7.2012<\/p>\n<p><strong>Guten Morgen Konrad Delius, <\/strong><\/p>\n<p>Eine Mail von Windpilot? Das ist ungew\u00f6hnlich!<\/p>\n<p>Darf ich Sie f\u00fcr ein paar Minuten in einen anderen Kopf entf\u00fchren?<\/p>\n<p>Dann lesen Sie die Kurzgeschichte eines Mannes, der sein Leben lang als hellwach gewitzter Fisch in maritimen Gew\u00e4ssern geschwommen \u2013 und nicht untergegangen ist.<\/p>\n<p>40 Jahre sind vorbei gewetzt, in denen ich f\u00fcr Windsteuersysteme die Standards gesetzt und dar\u00fcber ohne viel Klimbim, zum Weltmarktf\u00fchrer geworden bin.<\/p>\n<p>Spa\u00df am Schreiben ist mein schneller Schatten &#8211; ob Fachb\u00fccher zum Lieblingsthema &#8211; auch f\u00fcr DK &#8211; Reiseberichte f\u00fcr die YACHT in Steuermann Schwarzloses Regierungdekade &#8211; Kolumnen, Wortspielereien und Denk Anst\u00f6\u00dfe &#8211; die Tastatur ist ungeduldig &#8211; manchmal ist sie sogar am Schreiben schuldig.<\/p>\n<p>Seit Jahren geraten LESERBRIEFE an Jochen Rieker zum Ritual, die dieser einmal als Ansporn f\u00fcr Verbesserungen benannt. Dumm nur, dass fachliche Fehler, veritable Entgleisungen oder grammatikalische Salti Mortale dann schon auf Papier verewigt und bei der Leserschaft unsch\u00f6ne Falten in die Stirn gegraben hatten!<\/p>\n<p>Zeit- und Kostendruck als Qualit\u00e4tsbremse sind Argumente, die r\u00fcckw\u00e4rts wirken &#8211; gegen den Verfasser und sein Organ &#8211; denn die Halbwertzeit gedruckter Fehler besitzt eine Langzeitwirkung, die sp\u00e4ter nicht mehr zu radieren ist!<\/p>\n<p>Der versierten Leserschaft bleiben Fehler jedoch keineswegs verborgen, sie erzeugen Distanz, die nicht im Interesse eines Blattmachers liegen kann &#8211; denn sie gehen per se als Leser irgendwann verloren. Ein f\u00fchrendes Magazin sollte auch in der Fehlervermeidung den Ma\u00dfstab setzen!<\/p>\n<p>Alte Hasen sind manchmal besser als neue Ohren, denen die gr\u00fcne Farbe aus Tastatur und Zeilen tr\u00f6pfelt, wenn Texte vor der Papier Werdung nicht sachkundig gegengelesen werden!<\/p>\n<p>Mein Umgang mit Journalisten war lebenslang eher spielerisch, als Member der YJA war Marketing nie mein erstes Ziel, hingegen mehr der Spa\u00df am Wort und Spiel mit den schicken Geschichten einer bunt rasanten Fahrt auf der wasserhaltigen Lebens Achterbahn. Gleichwohl hat sich meine Haltung zur Journaillie mit der Zeit ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Hier mein <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/de\/2011\/04\/27\/vane-gear-business-innenansichten-gestandnisse- und-lehren\/\">pers\u00f6nliches Waterloo<\/a><\/p>\n<p>Mein Umgang wurde kritischer! Vielleicht kommt Ihnen der folgende Text bekannt vor! Bobby Schenk, der mich als Autor ortete, hat Ihnen &#8211; wie er mir sagte &#8211; <a href=\"http:\/\/forum.yacht.de\/showthread.php?109106-quot-Sail2Horizons-quot-am- Ende&amp;p=844315#post844315\">diesen Link zugespielt<\/a><\/p>\n<p>Anlass ein Ereignis, das f\u00fcr Journalisten zur Sternstunde h\u00e4tte geraten k\u00f6nnen &#8211; <a href=\"http:\/\/forum.yacht.de\/showthread.php?109106-quot-Sail2Horizons-quot-am- Ende&amp;p=845272#post845272\">die Gelegenheit verstrich hingegen, ungenutzt<\/a><\/p>\n<p>Es war die Geschichte eines Seglers, die man ganz anders h\u00e4tte erz\u00e4hlen m\u00fcssen &#8211; und es wurde deutlich, in welche Luftregionen Journalisten sich verfliegen k\u00f6nnen, angesichts einer Fakten Lage, die zwar in die Augen dr\u00e4ngte, aber gar nicht gern gesehen werden wollte.<\/p>\n<p>Ich hatte Jochen Rieker und Harald Baum einen Situationsbericht der Lage in BLUFF NZ zugeleitet, verfasst von einem Freund vor Ort, der eine ganz andere Faktenlage zu Tage f\u00f6rderte, weil er den Retter Fischer Vaughn pers\u00f6nlich kannte, dessen Schiff er gebaut. Meinem Bericht wurde &#8211; unter Verweis auf andere Quellen &#8211; widersprochen, gleichwohl waren YACHT und PANTAENIUS nur wenig sp\u00e4ter als Sponsoren nicht mehr auf der unheilvollen Unterst\u00fctzer Liste.<\/p>\n<p>Im FORUM bin ich seitdem nur unter <a href=\"http:\/\/forum.yacht.de\/member.php?53153-peter-foerthmann\">eigener Flagge unterwegs<\/a>. Authentizit\u00e4t kann so einfach sein &#8211; wie sie nie verkehrt ist.<\/p>\n<p>Denn das maritime Haifisch Becken ist voller machtbewu\u00dfter und bei\u00dfbereiter Fisch Platz Hirsche &#8211; die vermeintliche Territorien durch Wasser Grabenk\u00e4mpfe geschickt zu verteidigen wissen &#8211; vielleicht um eigene Wichtigkeiten zu erhalten oder zu \u00fcberspitzen. Sie \u00fcbersehen dabei allzu leicht, dass es Grenzen zu respektieren gilt, die man aus Fairness anderen Menschen Fischen gegen\u00fcber wahren sollte. Symbiosen und Synergien sind manchmal wirkungsvoller als Kontroversen, Kumpaneien und Charaden, sie erfordern allerdings Weitsicht und Weisheit von den Beteiligten &#8211; damit das Ergebnis am Ende zu einem Prachtkind geraten kann.<\/p>\n<p>Zum Beispiel einem gelungenen Blatt!<\/p>\n<p>Der Wettkampf von Wichtigkeiten kann Reibung erzeugen, die Zeitungsmacher und Verleger gemeinhin gern als Rohstoff f\u00fcr Auflage nutzen. Geht \u0301s hingegen mal daneben, kann der Flurschaden betr\u00e4chtlich sein. Das ist dann bedauerlich &#8211; und der Grund f\u00fcr diesen Brief!<\/p>\n<p>Denn im Herbst 2010 gab es Aufruhr um Lufthoheiten im Seminaristen Lager, den ich freundschaftlich telefonisch in Bayern zu retardieren versuchte, Hingegen am Ende zu eigenem Schaden, weil Fakten dabei mutierten, ohne mich zu fragen.<\/p>\n<p>Das war der Grund die <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/2010\/12\/11\/blauwasser-seminare-interessen-konflikte\/\">Geschichte der Blauwasserseminare<\/a> einmal anders aufzuschreiben:<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war die YACHT lebenslang DAS Organ und Ausdrucksform unseres Wassersport Mikrokosmos Welt Geschehens, f\u00fcr das ich Geschichten, Kontakte und Informationen gern freim\u00fctig ringsum beigesteuert habe &#8211; stets im Bewusstsein, einen Beitrag zu leisten und mit zu arbeiten an einem farbigen gro\u00dfen Ganzen, von dem ich gleichwohl nur ein Kr\u00fcmel bin. Blau\u00e4ugig &#8211; ich wei\u00df &#8211; aber ein wenig Idealismus zaubert bessere Laune ins Gesicht, vor allem, weil man als Mikrokosmos Unternehmer, ansonsten niemandem gegen\u00fcber verpflichtet ist. Das macht einen freien Kopf und eine klare Sicht, die ich recht gerne und recht offen teile.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich hat die YACHT an Qualit\u00e4t verloren, weil die Lekt\u00fcre manchmal Hexenschuss im Zwei Wochen Takt verursacht &#8211; weil der Zeitdruck um die Ecke schielt und M\u00e4nner manchmal an einer Materie sitzen, die sie zum schwitzen, die ihnen hingegen schlecht vertraut &#8211; und deren unverdaute Werke dann einer Leserschaft zugemutet, die am Ende &#8211; wie ein K\u00fcken aus dem Ei &#8211; schlauer als die Henne &#8211; ist.<\/p>\n<p>Neu ist, dass professionelle Anfragen an die Chefredaktion seit Monaten nun kein Echo mehr finden.<\/p>\n<p>Wenn es mir gelungen ist, Ihnen eine etwas andere Sicht auf die Lage der Dinge zu verschaffen, dann h\u00e4tte sich dies Schreiben gelohnt!<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte dann wieder meinen Platz auf der Mauer maritimer Geschehnisse einnehmen, von der ich eine pr\u00e4chtige Sicht auf die weltweite Segel Community habe, f\u00fcr die ich arbeite, die mir Freunde beschert und die mich vergessen l\u00e4sst, dass ich auch schon \u00e4lter geworden bin&#8230;<\/p>\n<p>einen freundlichem Gruss aus Hamburg sendet<\/p>\n<p>Peter Foerthmann<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brief an Konrad Delius vom 8.7.2012 Guten Morgen Konrad Delius, Eine Mail von Windpilot? 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