{"id":9554,"date":"2014-02-23T06:46:20","date_gmt":"2014-02-23T13:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?page_id=9554"},"modified":"2017-08-15T00:44:39","modified_gmt":"2017-08-15T07:44:39","slug":"deutsch-wetter-im-pazifik-gestern-und-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blogs\/deutsch-cruising-area\/pacific\/deutsch-wetter-im-pazifik-gestern-und-heute\/","title":{"rendered":"Wetter im Pazifik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hat sich das Wetter im Pazifik ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p>Das Wetter ist gut zu Dir und zwar in genau dem Ma\u00df, wie Du es respektierst.<\/p>\n<p>Ich will nur \u00fcber den Zeitraum 2008 bis 2013 im S\u00fcdpazifik reflektieren.<br \/>\nVerst\u00e4rkt durch Erfahrungen auf dem<strong> Kira Wetternetz<\/strong> kann ich  berichten, dass sich in dieser Zeit wenig ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n<p>Jimmy Cornells und andere Windplots basieren auf langj\u00e4hrigen Erhebungen und stellen ein statistisches Mittel dar, das nichts \u00fcber den tats\u00e4chlich m\u00f6glichen Wetterverlauf innerhalb einer Saison aussagt, mit der Ausnahme, dass in bestimmten Monaten die Wahrscheinlichkeit eines Cyclons nahe Null liegt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beachfales-und-wei\u00dfe-Str\u00e4nde-auf-Upolu-Samoa-Kopie.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beachfales-und-wei\u00dfe-Str\u00e4nde-auf-Upolu-Samoa-Kopie.jpeg\" alt=\"Beachfales und wei\u00dfe Str\u00e4nde auf Upolu, Samoa - Kopie\" width=\"650\" height=\"488\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9555\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beachfales-und-wei\u00dfe-Str\u00e4nde-auf-Upolu-Samoa-Kopie.jpeg 650w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Beachfales-und-wei\u00dfe-Str\u00e4nde-auf-Upolu-Samoa-Kopie-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><br \/>\nDie Darstellungen einzelner T\u00f6rnverl\u00e4ufe haben  keinerlei Aussagekraft zu der Frage klimatischer Ver\u00e4nderungen, das kann man gut daran erkennen, dass es regelm\u00e4\u00dfig Yachten gibt, die klassisches Passatsegeln erleben, auf Routen, die von anderen Yachten unter ganz anderen Bedingungen gefahren worden sind, wenige Wochen abweichend.<\/p>\n<p>Ich kann nichts dar\u00fcber sagen, ob es vor zehn oder zwanzig Jahren bessere Passatbedingungen im S\u00fcdpazifik gegeben hat, ich kann aber sagen, dass es sie auch heute immer noch gibt.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zum Erfolg liegt in der Bereitschaft, T\u00f6rn- und Zeitplan dem Wetter anzupassen, weil eine Anpassung in umgekehrter Richtung uns nicht gegeben ist. Geduld und Unabh\u00e4ngigkeit sind die besten Voraussetzungen, um ein brauchbares Wetterfenster zum Segeln zu nutzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Fiji-Kinderstand-in-Ba-Fiji.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Fiji-Kinderstand-in-Ba-Fiji.jpeg\" alt=\"Fiji Kinderstand in Ba, Fiji\" width=\"650\" height=\"488\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9556\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Fiji-Kinderstand-in-Ba-Fiji.jpeg 650w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Fiji-Kinderstand-in-Ba-Fiji-300x225.jpeg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Wenn die Pr\u00e4misse ist, Menschen und Material schonend von A nach B zu bringen, ist eine t\u00e4gliche Beobachtung des gro\u00dfr\u00e4umigen Wettergeschehen erste Voraussetzung, die folgenden Regeln sollten als selbstverst\u00e4ndlich gelten:<br \/>\n&#8211; die Wellenh\u00f6he in Richtung und Frequenz,<br \/>\n&#8211; die Segeleigenschaften Deiner Yacht,<br \/>\n&#8211; Kein Termindruck,<br \/>\n&#8211; stets volle Dieseltanks und<br \/>\n&#8211; ausreichend Lebensmittel die weiteren.<\/p>\n<p>Hast Du lange Strecken vor Dir und segelst unter guten Bedingungen, lass alles rechts oder links liegen, es ist \u00fcberall sch\u00f6n, es ist aber nicht immer sch\u00f6n, \u00fcberall hin zukommen. Mache Deine Meilen, wenn es unterwegs gut l\u00e4uft, das kommt so schnell nicht wieder.<\/p>\n<p>Wenn Du nur Gribs hast und kein Internet, ber\u00fccksichtige, dass der Wind in Frontensystemen nicht vollst\u00e4ndig dargestellt wird. In Atollen ger\u00e4t man bei durchdrehendem Wind schnell auf Legerwall.<br \/>\nAnker auf Man\u00f6ver bei 25 Knoten mit dem Anker Geschirr im Korallengarten, ist einfach nur \u00fcbel.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Great-BarrierIsland_NZ.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Great-BarrierIsland_NZ.jpg\" alt=\"Great BarrierIsland_NZ\" width=\"650\" height=\"488\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9557\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Great-BarrierIsland_NZ.jpg 650w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Great-BarrierIsland_NZ-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><br \/>\nBei der Wahl Deines Ankerplatzes, solltest Du immer eine schnell erreichbare und sichere Alternative haben, wenn das ist nicht gegeben ist, steigt Dein Risiko.<\/p>\n<p>Wenn Du mit der Pazifik \u00dcberquerung sp\u00e4t dran bist, \u00fcberlege, ob Du nicht in Franz. Polynesien Schluss machst. Das kostet ein wundersch\u00f6nes Jahr, wenn Du das nicht hast, solltest Du aber auch nicht sp\u00e4t dran sein, sonst ist etwas schief gelaufen mit Deiner Planung. Wenn es nicht geht, mach in Fiji Halt, aber melde Dich fr\u00fch genug an, sonst bekommst Du keinen Platz. F\u00fcr wen es nicht mehr bis Neuseeland oder Australien reicht, der kann auch in Neu Kaledonien bleiben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Merinoschafe_NZ.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Merinoschafe_NZ.jpg\" alt=\"Merinoschafe_NZ\" width=\"650\" height=\"488\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9558\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Merinoschafe_NZ.jpg 650w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Merinoschafe_NZ-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a><br \/>\nVon Tonga oder Fiji nach Neuseeland zu segeln, sind die letzten 1000 von vielen bereits zur\u00fcckgelegten Meilen. Es sind aber auch die Beachtenswertesten. Bei S\u00fcdostwind geht es los. Ist das Hoch schwach, wirst Du den Motor nahe dem Kern dazu nehmen m\u00fcssen. Ist es zu stark, kann das ein Grund sein, es nicht zu nehmen oder es wird ruppig und nass. Es gibt gen\u00fcgend Netze mit erfahrenen Skippern, an deren Entscheidungen Du Dich orientieren kannst. Nur ruhig bleiben, Neuseeland l\u00e4uft nicht weg und mit dem ersten Cyclon ist vor Weihnachten nicht zu rechnen.<br \/>\nDann solltest Du aber unten sein. Australien geht vom Winkel her leichter, willst Du aber aus dem Cyclon Belt raus nach S\u00fcden, kannst Du ab 30\u00b0 S\u00fcd raue Bedingungen antreffen. Also erst nach Brisbane\/Bundaberg und dann mit einem sp\u00e4teren Wetterfenster weiter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/namani_sp_maupiti.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/namani_sp_maupiti.jpg\" alt=\"namani_sp_maupiti\" width=\"650\" height=\"432\" class=\"aligncenter size-full wp-image-9559\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/namani_sp_maupiti.jpg 650w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/namani_sp_maupiti-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/a>Wetterfenster werden im Bereich der South Pacific Convergenze Zone auch f\u00fcr k\u00fcrzer Strecken gebraucht. Die SPCZ verbindet sich immer wieder mit Fronten aus s\u00fcdlichen Tiefdruckgebieten. Das bringt erst n\u00f6rdliche dann westliche und s\u00fcdliche Winde. Zwar ist das regelm\u00e4\u00dfig auch eine Passatst\u00f6rung und teilweise mit gest\u00f6rten Winden, Squalls und Regen verbunden, aber nur durch diese St\u00f6rungen ist es m\u00f6glich im Bereich der Inseln zwischen Neukaledonien bis franz Polynesien auch nach Westen zu segeln, zumindest so um die 200 bis 400 sm. Selbst innerhalb von Inselstaaten wirst Du immer den Wind ber\u00fccksichtigen, bevor Du los f\u00e4hrst, Segeln soll doch Spa\u00df machen.<\/p>\n<p>Solltest Du eine kr\u00e4ftige Yacht und erstklassiges Material im \u00dcberfluss haben und seid Ihr zusammen sechs harte Typen, die mal richtig intensiv boltzen m\u00f6chten, dann habe ich Dir gerade die Zeit gestohlen.<\/p>\n<p>Beate Schmandt, SV Kira von Celle z.Zt. Palau Micronesia<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat sich das Wetter im Pazifik ver\u00e4ndert? Das Wetter ist gut zu Dir und zwar in genau dem Ma\u00df, wie Du es respektierst. 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