{"id":16366,"date":"2017-11-25T03:47:16","date_gmt":"2017-11-25T10:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?p=16366"},"modified":"2017-11-25T03:47:59","modified_gmt":"2017-11-25T10:47:59","slug":"sv-puffinus-chantal-roger-rodenhaeuser-ch-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-puffinus-chantal-roger-rodenhaeuser-ch-2\/","title":{"rendered":"SV Puffinus &#8211; Chantal + Roger Rodenh\u00e4user CH"},"content":{"rendered":"<p><strong>DIE ERSTE ETAPPE VON LEMMER NACH LAGOS IST GESCHAFFT<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/die-zwei.jpg\" alt=\"\" width=\"696\" height=\"468\" class=\"alignleft size-full wp-image-16368\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/die-zwei.jpg 696w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/die-zwei-300x202.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px\" \/><\/p>\n<p>Hallo Peter<br \/>\nUnsere erste Reise durch Salzwasser f\u00fchrte uns von den Oever nach Dover:<br \/>\nIn den Helder machten wir nicht Halt, weil so viel Str\u00f6mung in der<br \/>\nHafeneinfahrt war, und fuhren gleich weiter Richtung England. Zwei Tage<br \/>\nund eine Nacht waren wir unterwegs. <!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Motu-02.12.2014-212.jpeg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"960\" class=\"alignleft size-full wp-image-16369\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Motu-02.12.2014-212.jpeg 1280w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Motu-02.12.2014-212-300x225.jpeg 300w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Motu-02.12.2014-212-768x576.jpeg 768w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Motu-02.12.2014-212-1024x768.jpeg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/p>\n<p>Wir \u00fcberquerten gr\u00f6sstenteils nachts drei Schiffahrtsstrassen. Der Radarschirm war gesprenkelt mit AIS-Signalen von Schiffen, Bohrinseln und Plattformen, und Fischerbooten, von denen man nie wusste, in welche Richtung sie wollten. Unter st\u00e4ndiger Beobachtung der Richtung und Geschwindigkeit jedes einzelnen Schiffes suchten wir uns einen Weg dazwischen durch. Nachts um 01:30 Uhr, mitten in einer Seeschiffahrtsstrasse stellte pl\u00f6tzlich der Motor ab. Im ersten Moment dachten wir, der neu montierte Propeller sei verloren gegangen. Nach einer \u00dcberpr\u00fcfung der Situation stellte sich das Ganze jedoch als harmlos heraus: Der restliche Diesel im Tagestank hatte sich \u00fcberhitzt. Auff\u00fcllen und weiter ging&#8217;s. Nachdem wir nach S\u00fcdwesten abgedreht hatten, und Richtung \u00c4rmelkanal unterwegs waren, wurde die Fahrt mehr ein Ritt als ein Segeln: Wind von vorne und immer h\u00f6here Wellen und zunehmende Gezeitenstr\u00f6mung, einmal von hinten, dann von vorne,so dass wir zeitweise sogar unter Motor 0,00 Kn \u00fcber Grund machten. \u00a0Am Abend erreichten wir Dover, wo wir in der Marina herzlich empfangen wurden.<\/p>\n<p>Einen Tag haben wir da verbracht und uns einen Insulaner-Haarschnitt<br \/>\ngeg\u00f6nnt (kurz), nachdem wir in Lemmer keinen Termin mehr bekommen hatten. Gerne h\u00e4tte ich die Windpilot in Betrieb genommen. Aber in der Biscaia war der Versuch nicht gerade erfolgreich&#8230;&#8230;.( Wohl gemerkt nicht dein Fehler ). Aufgehoben ist nicht aufgeschoben. In Lagos haben wir genung Zeit und hoffentlich die richtige Wind und Welle Situation um zu \u00fcben.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter nach Falmouth. Wieder zwei Tage und eine Nacht. Dieses Mal jedoch ohne Wellen und Wind. Trotzdem eine sehr sch\u00f6ne Fahrt: die ersten Delphine, T\u00f6lpel und Sturmtaucher (Puffinus, wie der Name unseres Bootes), dazu ein traumhafter Sonnenuntergang. Leider sind wir dann erst um 01:00 Uhr angekommen und in Unkenntnis der Sachlage haben wir beschlossen, bis am Morgen draussen zu bleiben. Falmouth&#8216; englisches Flair ist sehr sch\u00f6n. Erstes englisches Breakfast; hat f\u00fcr den ganzen Tag gereicht. Einfach lecker!<\/p>\n<p>Jetzt kam der grosse und spannende Sprung \u00fcber die Biskaya nach Canarias. Wir brauchten dazu vier Tage. Der erste Teil ging sehr flott mit 6-7Kn voran. In der ersten Nacht dann, auf der H\u00f6he von Brest, ging es voll an das Eingemachte. Der Wind wurde immer schw\u00e4cher und die D\u00fcnung immer gewaltiger. Wir waren sehr dankbar, einen zuverl\u00e4ssigen Motor und einen so fabelhaften Autopiloten zu haben, der auch die gr\u00f6ssten Wellen souver\u00e4n aussteuerte. In der dritten Nacht mussten wir mangels Wind die Segel bergen, die in diesen hohen Wellen hin und her schlugen. Chantal hatte Wache und holte mich aus dem Tiefschlaf heraus. Ich kam an Deck, nat\u00fcrlich todm\u00fcde, schaute mich um und sah nichts als Wellen, von wo auch immer. Stockfinster, kein Mond, keine Sterne, nichts als die tosenden Wellen, und dazwischen taten sich riesige Gr\u00e4ben auf. Nun, das Grossegel musste irgendwie entlastet werden, damit wir es bergen konnten. So drehten wir uns im Kreis, rauf und runter, hin und her, es war zum K&#8230;. Endlich hatten wir es geschafft. Wir waren beide fix und fertig. Gegen Morgen beruhigte sich die Situation allm\u00e4hlich und wir erreichten gegen Abend Camari\u00f1as, wo schon Freunde von uns vor Anker lagen. Diese \u00dcberfahrt von vier Tagen und drei N\u00e4chten hat uns richtig abspecken lassen (3-4 Kilo, mittlerweile wieder aufgef\u00fcllt!). Camari\u00f1as ist ein nettes, h\u00fcbsches Dorf mit einem kleinen Hafen und einer sch\u00f6nen Ankerbucht.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns erholt hatten, starteten wir am Abend zur n\u00e4chsten<br \/>\nNachtfahrt nach Baiona. Wir ziehen es vor, nachts auf See zu sein und bei Tag seichte Gew\u00e4sser und unbekannte H\u00e4fen anzulaufen. Diese Fahrt war recht gem\u00fctlich. Zwar mussten wir nach kurzer Zeit die Segel mangels Wind bergen und allein unter Motor weiterfahren, aber die D\u00fcnung war nur<br \/>\nschwach, und wir fuhren in der Abendd\u00e4mmerung gem\u00fctlich ganz nah am<br \/>\nber\u00fcchtigten Cap Finisterra vorbei. In Baiona ankerten wir zuerst, dann<br \/>\nmussten wir in die Marina, um Diesel zu bunkern. Baiona ist sehr<br \/>\ntouristisch mit einer netten Altstadt. Leider mit den entsprechenden<br \/>\nnegativen Ausw\u00fcchsen, (hohe) Preise und (Un-)Freundlichkeit. Trotzdem sind wir eine Woche geblieben und haben auch einen Ausflug nach Vigo gemacht. Chantal war entsetzt von dieser Stadt. Hochh\u00e4user und nochmals Hochh\u00e4user, L\u00e4rm und Gestank von den Fahrzeugen, nichts Sch\u00f6nes.<\/p>\n<p>Morgen um vier Uhr legten wir Richtung Leix\u00f5es ab. Kaum richtig draussen<br \/>\nging es los: Wind genau von hinten, Wellen bis 2m genau&#8230;.. von der<br \/>\nSeite. Richtig gem\u00fctlich, an Segeln nicht zu denken. Das Ziel war jedoch, so schnell wie m\u00f6glich Richtung S\u00fcden aus dem Einflussbereich der Biskaya zu kommen. Chantal&#8217;s Magen rebellierte. Rechtzeitig am Nachmittag kamen wir in Leix\u00f5es an, und hatten das Gl\u00fcck, den letzten Platz zu bekommen. Wir hatten in Baiona Scheizer angetroffen, die anscheinend geh\u00f6rt hatten, dass Leix\u00f5es ziemlich voll sei und man oft weggewiesen werde. Da waren sie noch richtig nett zu uns. Als sie tags darauf ein paar Stunden nach uns dort einliefen, unser Boot am Ende des Steges sahen und sie zum Ankern verwiesen wurden, haben sie uns nicht mehr gegr\u00fcsst :-(((. Wir sind hier ein paar Tage geblieben und haben nat\u00fcrlich Porto besucht. Das Beste und Sch\u00f6nste, was wir bis jetzt auf unserer Reise gesehen haben. Eine St\u00e4dtereise wert!<\/p>\n<p>Mit den selben Wetterbedingungen weiter nach Cascais. Eine malerische<br \/>\nBucht und Stadt, wo wir einen phantastischen Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcsemarkt<br \/>\nfanden. \u00c4hnlich wie Baiona, was den Tourismus anbelangt. Teuer und<br \/>\nschickimicki. Von hier aus besuchten wir Lissabon. Zwar auch sch\u00f6n, aber<br \/>\nkein Vergleich zu Porto. Im Hafen haben wir einen sehr netten Engl\u00e4nder<br \/>\nmit seiner Frau kennen gelernt, die auch den Winter in Lagos verbringen<br \/>\nwerden.<\/p>\n<p>Von Cascais ging&#8217;s an einem Tag nach Sines, dem s\u00fcdlichsten Hafen an der<br \/>\nWestk\u00fcste Portugals. Sines ist eine kleinere Stadt mit einem ehemals<br \/>\nwichtigen Umschlaghafen, wo der allgemeine Geldmangel sehr sichtbar ist.<br \/>\nDie \u00f6ffentliche Hand scheint hier fast keine finanziellen Mittel mehr zu<br \/>\nhaben; sei es, um total verl\u00f6cherte Strassen oder verfallende \u00f6ffentliche Geb\u00e4ude zu sanieren, sei es um Putz- oder anderes Personal einzustellen. Trotzdem waren die Leute hier sehr freundlich, und wir verbrachten in dem g\u00fcnstigen Hafen ein paar gem\u00fctliche Tage.<\/p>\n<p>Von Sines haben wir dann den letzten Sprung nach Lagos gemacht. Wir sind<br \/>\nwieder am Abend weggefahren, damit wir das Cap bei Sagres wegen<br \/>\neventueller Starkwinde bei Tage umrunden konnten. Entgegen unserer<br \/>\nErwartung war es hier aber sehr ruhig. So sind wir am fr\u00fchen Morgen der<br \/>\nK\u00fcste entlang nach Lagos gefahren.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir also in unserem Winterlager angekommen. Seit wir von Lemmer weg sind, haben wir noch keinen Tag Regen gesehen. Die Temperaturen in Lagos fast l\u00e4stige 28\u00b0C :-)). Anscheinend ist Lagos das Hauptquartier der Engl\u00e4nder, Portim\u00e3o das der Deutschen. Wir werden aber auch sie dann noch besuchen. Hier sind wir schon im Dominoklub aufgenommen worden; ich muss ja schliesslich noch englisch lernen. Einen Funkerklub gibt es hier leider keinen!<\/p>\n<p>Lagos selbst hat eine sch\u00f6ne Marina in der N\u00e4he der Altstadt. Diese ist<br \/>\neinigermassen h\u00fcbsch, wird aber kaum renoviert. In den alten Strassen<br \/>\nreihen sich dutzende Restaurants aneinander. Dazwischen sind Kleider- und Souvenir-L\u00e4den, anderes findet man kaum. Leider gibt es wie in vielen s\u00fcdlichen St\u00e4dten trotz der sengenden Sonne nur sehr wenige B\u00e4ume. Schade! \u00dcberhaupt k\u00f6nnte man sicher mehr machen. Aber wie \u00fcberall, wenn das Geld ohne M\u00fche kommt&#8230;.. Sehr erstaunt sind wir von der niederen Qualit\u00e4t der Lebensmittel im Supermarkt. Nur auf dem Fr\u00fcchte- und Gem\u00fcsemarkt der Bauern am Samstag bekommt man Frisches und G\u00fcnstiges. Da ist Lemmer Luxus pur!<\/p>\n<p>Jetzt werden wir uns also mit den Insulanern (Briten) herumschlagen, unser Boot hoffentlich ganz fertig machen, zwischendurch noch Segeln und<br \/>\nAusfl\u00fcge unternehmen. Winter ok, aber den Sommer werden wir nicht bei 40\u00b0C verbringen. Madeira steht auf dem Plan und dann ?????<\/p>\n<p>Machs gut und bis zum n\u00e4chsten Mal!<\/p>\n<p>Ganz liebe Gr\u00fcsse<br \/>\nChantal und Roger von der Puffanus<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"LRx0PHaHJi\"><p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-puffinus-chantal-roger-rodenhaeuser-ch\/\">SV Puffinus &#8211; Chantal + Roger Rodenh\u00e4user CH<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;SV Puffinus &#8211; Chantal + Roger Rodenh\u00e4user CH&#8220; &#8212; Windpilot Blog\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-puffinus-chantal-roger-rodenhaeuser-ch\/embed\/#?secret=CWXE2s1rqt#?secret=LRx0PHaHJi\" data-secret=\"LRx0PHaHJi\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DIE ERSTE ETAPPE VON LEMMER NACH LAGOS IST GESCHAFFT Hallo Peter Unsere erste Reise durch Salzwasser f\u00fchrte uns von den Oever nach Dover: In den Helder machten wir nicht Halt, weil so viel Str\u00f6mung in der Hafeneinfahrt war, und fuhren &hellip; <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-puffinus-chantal-roger-rodenhaeuser-ch-2\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-16366","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogs"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16366"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16370,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16366\/revisions\/16370"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}