{"id":2420,"date":"2010-12-24T03:39:58","date_gmt":"2010-12-24T10:39:58","guid":{"rendered":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/?p=2420"},"modified":"2011-08-02T00:43:48","modified_gmt":"2011-08-02T07:43:48","slug":"sv-king-of-bavaria-wolfgang-gangerl-clemens-ger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-king-of-bavaria-wolfgang-gangerl-clemens-ger\/","title":{"rendered":"SV King of Bavaria, Wolfgang-Gangerl-Clemens GER"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Reinke-Hydra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Reinke-Hydra.jpg\" alt=\"\" title=\"Reinke Hydra\" width=\"445\" height=\"292\" class=\"alignleft size-full wp-image-1849\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Reinke-Hydra.jpg 445w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Reinke-Hydra-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 445px) 100vw, 445px\" \/><\/a>SY King of Bavaria I was a German steelyacht selfbuilt by Wolfgang Clemens during 12 years starting 1975 &#8211; 1987 crossing the seven oceans during 20 years, shouldering about 100.000nm before she got lost in the Seychelles in 2007 due to material failure in the anchor tackle. He rescued himself ashore, disassembled nearly any kind of equipment whilst the boat laid high and dry on the coast. Since 2008 Wolfgang is continuing his way from Madagaskar towards Thailand in 2010 on his new boat, a Dufour 37, taking guest on board to show the highlights of the World above and underwater, since he is a very experienced diver. If you want to share his adventure of life, just <a href=\"http:\/\/www.sy-bavaria.de\" target=\"_blank\">continue to read here<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Srandung-v-Seite.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Srandung-v-Seite.jpg\" alt=\"\" title=\"Srandung v Seite\" width=\"640\" height=\"417\" class=\"alignleft size-full wp-image-1852\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Srandung-v-Seite.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Srandung-v-Seite-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Wie es weiter gegangen ist &#8211; keine Weihnachtsgeschichte:<\/p>\n<p>Hiermit m\u00f6chte der Gangerl allen Menschen Gl\u00fcck und Segen, vor allem das Wichtigste, \u201eGesundheit\u201c zum Jahreswechsel w\u00fcnschen. Vor Allem aber m\u00f6chte ich diesen Menschen Mut zu sprechen, die gerade ein Wellental durchschreiten, in dem sie glauben nicht mehr hoch zu kommen.<br \/>\nIn meinen 23 Jahren Weltumseglung, bin ich oft an meine Grenzen gegangen, war bis zum Hals in der Schei\u00dfe gesteckt und hatte Minuten weise meinen Mut verloren. Aber Freunde glaubt es mir, Gott, Buddha, Shifa, Ahla oder wie sie alle hei\u00dfen m\u00f6gen die G\u00f6tter an die wir glauben, dem Mutigen wird immer geholfen, denn er hilft sich selbst.<br \/>\nDen Schwachen werden die G\u00f6tter zu sich holen, denn sie sind kein Vorbild f\u00fcr die Menschheit.<br \/>\nWie es Jedem bekannt sein d\u00fcrfte, macht jeder in seinem Leben H\u00f6hen und Tiefen durch. Der Eine mehr, der Andere weniger. Manche wiederum trifft es so hart, dass sie daran zerbrechen. Der Starke k\u00e4mpft gegen Schicksalsschl\u00e4ge, bis ins \u00dcbermenschliche, der Schwache gibt auf und zerbricht.<br \/>\nIch hatte in meinem Leben viele H\u00f6hen und Tiefen, aber das Jahr 2007, sollte mich durch die H\u00f6lle f\u00fchren.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Wrack-v-Strand.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Wrack-v-Strand.jpg\" alt=\"\" title=\"Wrack v Strand\" width=\"640\" height=\"479\" class=\"alignleft size-full wp-image-1854\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Wrack-v-Strand.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Wrack-v-Strand-300x224.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Nach 10 Jahren Abenteuer, war ich segelm\u00fcde und glaubte in einem armen Land, wo der Lebensunterhalt ertr\u00e4glich ist, mein Standbein zu finden. Ich hatte, zumindest glaubte ich das, ein nettes M\u00e4dchen in Kenia gefunden. Bald wurde sie schwanger, weil sie zuf\u00e4llig die Pille verga\u00df und sie gebar einen s\u00fc\u00dfen Sohn. Ich mietete ein Haus, baute es auf meine Kosten um, hatte einen sch\u00f6nen Garten voller Blumen und an Allem meine reinste Freude. Bald wandelte sich meine Blume zu einer Distel, die mir das Leben unertr\u00e4glich machte. Die Nase echt voll von den Eskapaden meiner Kenianischen Strandschnepfe, verabschiedete ich mich schweren Herzens von meinem kleinen, s\u00fc\u00dfen Sohn und nahm Kurs auf die Seychellen. Nachdem mich meine Freunde Heinz und G\u00fcnter dort besuchten, kamen Charterg\u00e4ste aus Berlin an Bord. Nach einer Woche ankerten wir vor der Insel Marianne bei heftigem Wind und durch einen Anker-Sch\u00e4ckelbruch, strandete dort auf dem Riff meine Bavaria, die mein Leben bedeuete.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ich_Wrack_Seitlich.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ich_Wrack_Seitlich.jpg\" alt=\"\" title=\"Ich_Wrack_Seitlich\" width=\"640\" height=\"427\" class=\"alignleft size-full wp-image-2432\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ich_Wrack_Seitlich.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Ich_Wrack_Seitlich-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/24-Bav.-Marianne-Ich-mit-Wrack.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/24-Bav.-Marianne-Ich-mit-Wrack.jpg\" alt=\"\" title=\"24 Bav. Marianne Ich mit Wrack\" width=\"640\" height=\"419\" class=\"alignleft size-full wp-image-1856\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/24-Bav.-Marianne-Ich-mit-Wrack.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/24-Bav.-Marianne-Ich-mit-Wrack-300x196.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Alle Versuche das Schiff zu retten, welches ich in m\u00fchseliger Freizeitarbeit, in 12 Jahren gebaut hatte schlugen Fehl. Der Wunschtraum der Weltumseglung, war in  Sekundenschnelle geplatzt. Ich sa\u00df im tiefen Wellen-Tal. Aber jedes Tal endet irgendwann und es geht wieder nach Oben, indem mir ein kleineres Schiff zum Kauf angeboten wurde. Ich schlug zu und segelte damit zur\u00fcck nach Kenia. Um meine finanzielle Krise zu \u00fcberwinden, flog ich nach Deutschland und hielt Vortr\u00e4ge ab. Im Dezember hatte ich dann einen Bandscheibenvorfall und musste operiert werden. Anschlie\u00dfend lie\u00df ich mich an den Krampfadern operieren, die mir bei meinen Gewalttouren oft zusetzten. Durch einen \u00c4rztepfusch war ich dann nahe dran mein Rechtes Bein zu verlieren. Nur der Uniklinik Regensburg habe ich es zu verdanken, die mit mehreren Operationen mein Bein retteten, dass ich heut kein Kr\u00fcppel bin.<br \/>\nGequ\u00e4lt mit st\u00e4ndigen Schmerzen, St\u00fctz-Strumpf und Tabletten, die bis zu Magenblutungen f\u00fchrten, flog ich nach 10 Monaten zur\u00fcck zu meinem Schiff. Da ich kaum gehen konnte, da die Vene durchtrennt war und die Durchblutung nur wenig funktionierte, war mit Charter auf dem Schiff nichts mehr zu machen.<br \/>\nRomantic-Hotells, f\u00fcr die ich seit 8 Jahren arbeitete, k\u00fcndigten mir den Chartervertrag, da ich ja schwer behindert war.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Bavaria-hinten.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Bavaria-hinten.jpg\" alt=\"\" title=\"Bavaria hinten\" width=\"800\" height=\"600\" class=\"alignleft size-full wp-image-2434\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Bavaria-hinten.jpg 800w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/Bavaria-hinten-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a>Meine Fee war inzwischen im leichten Gewerbe gelandet und mein einziger Lichtblick war mein Sohn. Da meine Nachtschwalbe st\u00e4ndig betrunken und unterwegs war, floh ich 2008 mit meinem Sonnyboy zur\u00fcck nach Deutschland. Mein Drachen hatte inzwischen mit meiner Kreditkarte, mein Konto um 2500 Euro \u00fcberzogen, doch ich war mit Seppi gl\u00fccklich, endlich den Bastart los zu sein. Doch das Gl\u00fcck nahm spontan ein Ende, als pl\u00f6tzlich mein Schwarzer Alptraum vor der T\u00fcr stand. Obwohl ich die Deutsche Botschaft in Nairobi angerufen hatte, ihr ja kein Visum zu erteilen, war sie pl\u00f6tzlich da. Sie nahm mir Seppi und zog mit ihr nach Norddeutschland, wo ihre Schwester schon als Nutte t\u00e4tig war. Alle Versuche um Seppi zu bekommen schlugen fehl, obwohl ich ihnen den Beweis brachte, dass sie auf den Strich geht und Seppi vernachl\u00e4ssigt.<br \/>\nTief entt\u00e4uscht flog ich zur\u00fcck auf mein Schiff nach Kenia. Als ich in mein Haus kam, konnte ich es einfach nicht glauben, meine Alte hatte das Haus mit all meinen Sachen verkauft. Kurze Zeit sp\u00e4ter sa\u00df ich wegen Waffenbesitz im Gef\u00e4ngnis, obwohl es nur eine Leuchtpistole war, die auf Seegehenden Yachten ja Pflicht ist. Nach 1000 Euro Schmiergeld Bezahlung, kam ich am Heilig-Abend wieder frei. Danach kam der Zoll und wollte mein Schiff auf Drogen untersuchen, die sie dann auch gefunden h\u00e4tten, denn das Spiel ist bekannt. Sie kommen zu Viert auf das Schiff und Einer schiebt heimlich ein P\u00e4ckchen Drogen unter ein Kissen, welches dann gefunden wird. Ein Trick der schon manchen Segler ins Gef\u00e4ngnis brachte und das Schiff wahr verloren. Ich verweigerte die Durchsuchung, denn sie hatten keinen Durchsuchungsbefehl. Noch in der Selben Nacht verlie\u00df ich f\u00fcr immer Kenia, denn diese ganze Schei\u00dfe hatte meine Holde angezettelt, die mit etlichen Polizisten ein Verh\u00e4ltnis hatten und ihre ledige Tochter bei einer Polizistin in Kilifi zur\u00fcck gelassen hatte.<br \/>\nMeine neue Heimat wurde dann Tanga in Tansania, wo alles korrekter zugeht, wie im benachbarten, korrupten Kenia.<br \/>\nDas Schicksal meinte es die letzten Jahre wirklich nicht gut mit mir, denn auch Onkel und Tante starben. Manchmal dachte ich, mir die Kugel zu geben. Aber das w\u00e4re Feigheit vor dem Feind. Pech und Ungl\u00fcck sind meine Feinde.<br \/>\nUmso tiefer der Gang in der Schei\u00dfe sitzt, umso mehr \u00dcberlebenswille kommt frei.<br \/>\nDas Jahr 2009 diente dann nur meiner eigenen Genesung und der Verbesserung meines Schiffes. Ich schwamm jeden Tag mehrere Kilometer und war im st\u00e4ndigen Training um mein Bein in Schwung zu halten. Von Monat zu Monat stellte sich eine leichtere Besserung ein und ich konnte mich des Nachts des l\u00e4stigen Kompressions-Strumpfes entledigen.<br \/>\nDa ich in Afrika keine Zukunft mehr sah, startete ich 2010 zu neuen Horizonten.<br \/>\nIm M\u00e4rz setze ich die Segel und segelte die Afrikanische Ostk\u00fcste runter nach Mosambik.<br \/>\nObwohl gegen den Wind und starken Strom, durch Gewitter, die einem Weltuntergang gleich kamen, war ich gl\u00fccklich, denn ich war frei.<br \/>\nAls ich wieder zu den Komoren kam, wollte man mich zwingen, wieder die Insel Moheli anzulaufen, wo man mich schon Mal unkorrekter Weise eingelocht hatte. Als sie aber merkten dass der Bayer eine harte Nuss ist, drehten sie ab und lie\u00dfen mich in Ruhe weiterziehen.<br \/>\nIn Mayotte wurde dann mein Schiff auf Droge gefilzt, aber mit so was hab ich nichts am Hut, nur schwache Charakteren brauchen dieses Zeug. Hier auf die Franz\u00f6sische Insel kamen dann Freunde aus Ingolstadt an Bord und gemeinsam segelten wir zu meiner Lieblingsinsel Madagaskar. Schon 2 Mal war ich hier und war auch dieses Mal restlos begeistert. Die Multikulturelle Insel mit ihrer atemberaubenden Tierwelt, die \u00e4u\u00dferst netten Menschen und lustigen, h\u00fcbsche M\u00e4dchen, die nach temperamentvoller Musik ihre H\u00fcften wiegen, lassen die Idee aufkommen, hier zu bleiben. Meistens hielt ich mich auf der Insel Nosy Komba auf, denn hier hatte ich den Eindruck, zur\u00fcck in die S\u00fcdsee versetzt zu sein. Palmenh\u00fctten mit davor sitzenden, ewig ratschenden Frauen und M\u00e4dchen, die st\u00e4ndig am N\u00e4hen sticken und h\u00e4keln waren. Ihre Handarbeiten an Leinen im leichten Wind flatternd, in den B\u00e4umen putzige Lemuren sitzend, die so zahm sind, das sie Menschen auf die Schultern springen, lassen die stressige Heimat vergessen.<br \/>\nNach 2 Monaten klarierte ich aus, da mich im August, meine Nachbarin besuchen wollte.<br \/>\nAllen Warnungen zum Trotz, segelte ich rauf nach Cap Ambre, der Nordspitze Madagaskars.<br \/>\n4 Tage verkroch ich mich in einer kleinen Bucht, um schw\u00e4chere Winde abzuwarten. Eine Atempaus lockte mich raus aufs Meer. Der Wind sang mir sein Lied, bis er mir den Marsch blies. Bald hatte ich Windst\u00e4rke 8-9 und 10 Meter hohe Wellen versuchten die Bavaria zu verschlingen. Als nach 2 Tagen Kampf Segel, Autopilot, Computer und Einiges mehr kaputt war, musste ich aufgeben und segelte wieder nach Dar Es Salam in Tansania. Der Kreis hatte sich geschlossen mit 2500 gesegelten Seemeilen.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/17-Sturm-Zyklon-Polly.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/17-Sturm-Zyklon-Polly.jpg\" alt=\"\" title=\"17 Sturm Zyklon Polly\" width=\"640\" height=\"418\" class=\"alignleft size-full wp-image-2436\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/17-Sturm-Zyklon-Polly.jpg 640w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/17-Sturm-Zyklon-Polly-300x195.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a>Nach 2 Wochen hatte ich meine Sch\u00e4den beseitigt, der Wind lie\u00df nach und ich klarierte am Freitag den 13.8. aus nach Malaysia, obwohl der Schwarze Freitag und mir von gekaperten Yachten der Somalia-Piraten, von allen Seiten berichtet wurde. Aber auf Aberglauben und Ratschl\u00e4ge von anderen Yachten, habe ich noch nie Wert gelegt. Am 2. Tag auf See, zeigte mir Rassmus, der Gott der Winde, wer der Herr im Haus ist. 10 Tage hatte ich Starkwind und die Bavaria lief nur unter gerefften Segeln. Ich kreuzte schon vor den Seychellen den \u00c4quator, denn auf direktem Kurs zu den Seychellen, da warteten die Piraten. Der Piratenkontakt auf den Philippinen, der hatte mir gereicht.<br \/>\nNun machte das Segeln wieder Spa\u00df. Leichte Winde mit angenehmen Segelverhalten, azurblauer Himmel, traumhaft, unwirklich, kitschige Sonnenunterg\u00e4nge, den frisch gefangenen Fisch verzehren, mit anschlie\u00dfendem Sundowner, \u201e o mein Herz was willst du mehr\u201c!<br \/>\nAm 2.9. Laufe ich in das North Nilandhe Atoll ein. In Himithi erhole ich mich von den 3 Wochen auf See. Die n\u00e4chsten Tage ist nur Tauchen angesagt und dem Gang wachsen wieder Mal Kiemen und Flossen. Da Tauchen meine liebste Sportart ist und ich die Bavaria mit einem neuen Bauerkompressor ausger\u00fcstet habe, bin ich unabh\u00e4ngig und brauche mir um Flaschenf\u00fcllung keine Probleme machen. \u00dcber das South Ari Atoll, South Male Atoll segle ich nach Male. Total entt\u00e4uscht von den Malediven, die jetzt jede kleine Insel mit Wasserbungalows \u00fcberschwemmt haben, mache ich mich aus dem Staub. Als ich hier 1979 war, war alles nochparadiesisch, jetzt wurde es ein Alptraum f\u00fcr mich.<br \/>\nUnter Spinacker segle ich nach Sri Lanka. Hier angekommen bin ich auch schon mit einem Mietwagen unterwegs und fahre kreuz und quer zu allen sch\u00f6nen kulturellen St\u00e4tten. Wieder bin ich von der Paradiesischen Insel begeistert. Die Landschaft mit seinen bergigen Regionen, in denen flei\u00dfige Teepfl\u00fccker ihrer Arbeit nachgehen, dr\u00fcckt dem Land eine besondere Note auf. Hier k\u00f6nnte ich mir vorstellen meine alten Beine zu verwurzeln.<br \/>\nAm 1.10. klariere ich in Galle aus und nehme Kurs zur S\u00fcdspitze. Die Nacht wurde zum Horror. Tausende Fischer unter der K\u00fcste und weiter Drau\u00dfen l\u00e4uft in Viererreihen die Gro\u00dfschifffahrt. Durch einen Gewittersturm, der eine Winddrehung von 180 Grad brachte, hatte ich dann eine Beinahkollision mit einem Frachter. Am 2. Tag des Nachts wieder Gewittersturm, das Boot treibt ohne Segel, ich leg mich schlafen. Als ich erwache liegt ein Rostdampfer neben mir. Ich schalte den Motor an und st\u00fcrme ohne Positionslampen in die Nacht hinaus. Noch zwei Mal werde ich von so einer Rostlaube am n\u00e4chsten Tag verfolgt und ich begebe mich in die Schifffahrts-Linie, da wo die Dicken wie an einer Perlenkette in beide Richtungen laufen. Ich halte mich in der Mitte des Schiffs-Verkehr und werde nicht mehr bel\u00e4stigt. Aber ich muss aufpassen wie ein Hund, damit mich nicht so ein Dicker frisst. Es herrscht viel Wind und ich habe sehr hohe See. Die letzten 3 Tage, l\u00e4uft die Bavaria mit Treibanker, damit sie auf Kurs bleibt.<br \/>\nNach 10 Tagen komme ich an die S\u00fcdspitze von Sumatra und so ein Vollidiot fahrt mich fast in Grund und Boden. An der Nordspitze, habe ich dann durch den D\u00fcsen-Effekt, Windst\u00e4rke 9 Mit starken Wirbeln in der See. Der Autopilot macht es nicht mehr mit und ich steuere von Hand. Pl\u00f6tzlich wird mir das Steuer aus der Hand gerissen, die acht schlagt Quer und ich bringe sie nur noch mit Maschinenhilfe auf Kurst. Bei dieser Aktion habe ich einen Ruderbruch und ich montiere mein Notruder.<br \/>\nDie n\u00e4chsten Tage werde ich auf jedem Ankerplatz von jugendlichen Fischern bel\u00e4stigt, die Alkohol wollen. 2 Mal besteigen sie uneingeladen mein Boot und ich muss sie mit Gewallt vertreiben. Nach 4 Tagen habe ich genug und nehme Kurs auf Lankawi in Malaysia. Auf See kommt wieder ein Fischerkahn L\u00e4ngsseits und will Alkol. Ich vertreibe ihn mit der Leuchtpistole. Am vorletzten Tag bricht in einem Gewittersturm der Gro\u00dfbaum und ich verfluche wieder Mal alle G\u00f6tter dieser Erde.<br \/>\nIn Lankawie, einer wundersch\u00f6nen Insel, kommt dann die Yacht f\u00fcr 3 Wochen an Land um neuen Antifouling anzubringen und die Sch\u00e4den meiner Vierzigt\u00e4gigen Reise zu beseitigen.<br \/>\nUm 3000 Euro erleichtert, aber wieder mit einem Seet\u00fcchtigen Untersatz, segle ich am 20. 10. Richtung Thailand. Verwundert betrachte ich die faszinierende K\u00fcste, die meines Erachtens, die sch\u00f6nste K\u00fcste der Welt ist. Wie schlafende Riesenungeheuer liegen steil aufragende Felsen in der See. Dann wieder Inseln mit Traumstr\u00e4nden auf denen sich unter Palmen die Fischerh\u00fctten ducken. In Tropfstein-H\u00f6hlen, die man mit dem Dingi erforscht, erwartet man jeden Augenblick, den Berggeist mit seinen Feen. Die Unterwasserwelt der wahre Traum, der jedes Schnorchler und Taucherherz h\u00f6her schlagen l\u00e4sst.<br \/>\nIn Chalong auf Phuket klariere ich und schlage mir so einige N\u00e4chte mit den h\u00fcbschen Thaim\u00e4dchen um die Ohren.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Gangerl-Baracuda.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Gangerl-Baracuda.jpg\" alt=\"\" title=\"Gangerl Baracuda\" width=\"360\" height=\"480\" class=\"alignleft size-full wp-image-1850\" srcset=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Gangerl-Baracuda.jpg 360w, https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/Gangerl-Baracuda-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a>Vom Barleben satt gefressen, lasse ich meine Bavaria in Stich und gehe auf Landreise.<br \/>\n14 Tage reise ich mit Bussen bis rauf ins Goldene Dreieck (Burma-Laos-Thailand) Der Gang ist total in seinem Element was filmen und fotografieren betrifft. Jede Nacht bin ich in einem anderen Ort und lege auf Fotosafari 4500 Km zur\u00fcck. Thailand ist ein Land f\u00fchr Rucksack-Touristen und das Reisen ist einfach und bequem. Mit meiner Behinderung, w\u00e4re eine gro\u00dfe Belastung auch nicht m\u00f6glich.<br \/>\nNun bin ich 1 Monat in Thailand und bin von diesem Land restlos begeistert. Die Menschen sind freundlich und das Land hat soviel Kultur zu bieten. Das Leben ist g\u00fcnstig und was den Charter betrifft, habe auch ich meine Preise gesenkt. Die n\u00e4chsten Jahre, werde ich mir hier wohl Wurzeln wachsen lassen.<\/p>\n<p>Nutzen sie die M\u00f6glichkeit und kommen sie an Bord. Ich zeige Ihnen die sch\u00f6nste K\u00fcste der Welt. Denn nur vom Schiff aus, kann man dieses Naturwunder richtig genie\u00dfen. <\/p>\n<p>Gangerl<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sy-bavaria.de\/\" target=\"_blank\">www.sy-bavaria.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SY King of Bavaria I was a German steelyacht selfbuilt by Wolfgang Clemens during 12 years starting 1975 &#8211; 1987 crossing the seven oceans during 20 years, shouldering about 100.000nm before she got lost in the Seychelles in 2007 due &hellip; <a href=\"https:\/\/windpilot.com\/blog\/blog\/blogs\/sv-king-of-bavaria-wolfgang-gangerl-clemens-ger\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-2420","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-blogs"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2420","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2420"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2420\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/windpilot.com\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}