2022 – Hütchenspiel

CUXHAVEN – DALLAS – JR UND DIE GELBEN PUDELMÜTZEN
Ich bin gewohnt, meine Meinung zu vertreten, immer wieder und mit Vehemenz. Eine Zeitreise im Verlaufe von 10 Jahren, die in Bezug auf die Vorgänge im TO an Klarheit und Struktur gewonnen hat, die damals wie heute durch holprige Verlautbarungen von Vorstandsseite nicht zu erschüttern ist. Wenn Sachlichkeit und Respekt vor einem Souverän durch autokratische Verhaltensweisen ersetzt wird, braucht man nur der Spur des Geldes zu folgen, um zu den Ursachen zu gelangen. Womit die Zusammenhänge zwischen einem Verein, der für sich falsch proklamiert „die See im Herzen“ zu tragen, sowie einem Medium, dessen Existenz am Kassenschrank befestigt ist, hinlänglich beschrieben sind. Für mich eine verhängnisvolle Affäre, bei der sich beide Akteure gegenseitig Schaden zufügen, weil sie offenbar vergessen, dass ihre Adressaten das Denken gelernt und eigene Schlüsse zu ziehen in der Lage sind! Somit gerät zur Chuzpe, die durch gebetsmühlenhafte Wiederholung nicht aus der Welt zu schaffen ist. Das Verhalten zweier Protagonisten der Segelszene, deren Bugwelle der Missachtung exakt jene Segler trifft, deren Interesse sie eigentlich vertreten, bzw. die sie als Leser hofieren und umwerben ( sollten! ). Seit der Erfindung der Gelben Pudelmützen sublimiere ich ein Hütchenspiel besonderer Art, welches nun allerdings simultan den Vorteil bietet, dass man die Mützen über Augen und Ohren ziehen kann, vermutlich um Wahrnehmungen auszuschließen?
Die Sünden der Vergangenheit sind aufgezählt, das Handlungsmuster funkelt in der Sonne. Unwürdige Prozesse, unterlassene Hilfeleistungen, vermutlich sogar Unterschlagung, Vorstands Rücktritte in Serie, zurückgegebene Medaillen sowie Massenlöschungen von Posts auf zwei Foren, kurzum, hier hat vermutlich ein Vereinskader mit recht offenbar autokratischem Machtverständnis den Sinn und Zweck eines gemeinnützigen Vereins konterkariert, oder hat er ihn immer noch nicht begriffen?
Es scheint eher am Nichtwollen zu liegen, ganz wie beim Suppenkasper! Oder, wie an anderer Stelle sublimiert, wie bei JR in Dallas, dessen Horizont durch einen Cowboyhut begrenzt, weshalb er immer noch nicht merkt, dass er „eigentlich mit diesem Kader nix am Hut hat“, gleichwohl er ständig mit ihm telefoniert. Eine Brunnenvergiftung der zynischen Art, die den Exodus kluger Segler als logisch nach sich zieht, derweil die Krake finanzieller Interessen jener Protagonisten über Einnahmen durch Buchverkäufe oder Mitgliedsbeiträge, Inserate, Einflussnahme durch Zoom Konferenzen bis hin zu den besonderen delikaten Interessen einzelner Vorstände für den Vertrieb geländegängiger Aluyachten oder Kojen Charter reicht, einem Geschäftsmodell, das mit dem Wesen eines gemeinnützigen Vereins unvereinbar, gleichwohl zur Selbstdarstellung umgemünzt, um Umsätze zu generieren, alternativ im Blitzlichtgewitter Becher und Plaketten zu verteilen, derweil die Segler darüber ihre Bedeutung verlieren, weshalb man ihren Exodus still verbucht, ohne darüber nachzudenken.

DER STATUS QUO
Coby und Arnold Lelijfeld leben in einer Scheune ohne Fenster, tausende Segler haben dem TO den Rücken zugekehrt. Der gewaltige Aderlass scheint gleichwohl die hier Verantwortlichen nicht zu beirren, denn sie verbleiben stoisch auf gleichem Kurs, der vor allem die Verweigerung demokratischer Teilhabe des Souveräns am Vereinsgeschehen zum Inhalt hat, obgleich man dessen Beiträge ungeniert nach eigenem Gusto aufgezehrt.

Die Angst vor dem eigenen Souverän muss also gewaltig sein!

Nun jährt sich eine weitere Festveranstaltung, jener Nabelschau, in deren Nebenfahrwasser der Vereinskader sich seinem Souverän vorsichtig zu nähern hat, weil er für eigene Verantwortlichkeiten um Entlastung buhlt. Somit wiederholt sich vermutlich jenes besondere Ritual, welches den Machterhalt des Kaders seit Jahrzehnten bislang garantiert, weil Absprachen im kleinen Kreis die Sicherstellung einer Mehrheit ermöglichen, derweil man Mitbestimmung erkennbar mit List und Tücke bis heute ausgehebelt hat. Sogar Toilettengänge wurden schon mal penibel protokolliert, um bei der Stimmenauszählung ein Ergebnis sicher zu stellen, weil man um eine Mehrheit bangte. Ein Hütchenspiel der perfiden Art?

Dreh und Angelpunkt seit Vereinsgründung: PRÄSENZWAHLRECHT ONLY, für einen Verein, der von den Beiträgen reisender Segler lebt, ein Schlag ins Gesicht des Souveräns, noch eskaliert durch eine Regelung zur Stimmrechtsübertragung, bei der nur jeweils ein einziger Segler zu autorisieren ist, der seine handsignierte Vollmachtsurkunde mit der Postkutsche fristgerecht nach Cuxhaven zu transportieren hat. Angesichts von Zoom Konferenzen, derer man sich an anderer Stelle rühmt, ein Paradoxon in sich, für mich einem nackten Arsch nicht unähnlich, den man dem Souverän ungeniert entgegenstreckt.

Nach dem Rücktritt von vier Vorständen im Verlauf von 3 Jahren, ist der Verein seit 26 Monaten quasi führungslos, zumal der derzeitige Vorstandsvize die eigene Amtsniederlegung nun zum zweiten Mal bekräftigt hat. Amtsnachfolger wurden weder vorgestellt noch mögliche Kandidaten aufgerufen, ein Novum selbst für diesen Verein, der sogar schon das Schreckgespenst einer Zwangsverwaltung durch´s Amtsgericht an die Wand gemalt hat, vermutlich um die Bereitschaft von Kandidaten zur Wahl zu initiieren?
Interessanterweise scheint sich für die Vereinsinterna kaum ein Segler zu interessieren, weshalb ich an dieser Stelle als in der Causa engagierter Marktteilnehmer im Interesse einer verbesserten Öffentlichkeit folgende Zeilen an Marcus Warnke ( Vorstand Entwicklung und Fachmann für digitale Transformation ) gerichtet habe, ohne Antwort allerdings, weshalb ich den Brief hier offen wiederhole.

m.warnke@trans-ocean.org
15.10.2022

Herr
Marcus Warnke
20457 Hamburg

Sehr geehrter Herr Warnke,

Veränderung ist „People Business“, letztlich kommt es immer auf die Menschen an…

Ihre Worte klingen hoffnungsvoll, darum diese Zeilen, denn ein Mann mit offenkundig profunden Erfahrungen im menschlichen Bereich, der dazu noch unter weißen Segeln unterwegs, zeigt, dass er weiß, wie „der Hase läuft“, zumindest in Bezug auf menschliche Imponderabilien in ihrem Außenverhalten, z.B. unter Seglern.

Nach 25 Jahren der TO Mitgliedschaft bin ich im Verlauf der unschönen Ereignisse in Cuxhaven ausgetreten, setze mich gleichwohl für jene Segler ein, die von Palmen träumen, zu denen sie dereinst zu segeln planen, vorzugsweise mit meinen Heckverzierungen, weshalb es mir Pflicht und Ehre ist, diese Segler mit Wissen und Lebenserfahrungen dabei zu unterstützen, dass ihre Interessen würdig nach außen vertreten werden, was demokratische Teilhabe als selbstverständlich inkludiert.

Nach nunmehr einem Jahr im Vorstand werden Sie sich eine Meinung gebildet haben und ich würde gern von Ihnen erfahren, wie Sie die Zäsur von vielen tausenden von ausgetretenen Mitgliedern empfinden bzw. erklären?

Für den Fall, dass Ihnen mein Wirken bislang unbekannt, hier ein schneller Rundblick:

RUNDBLICK #1
RUNDBLICK #2
RUNDBLICK #3

Gern würde ich Sie zu einem Dialog einladen, um herauszufinden, ob es nicht bessere Wege gibt, den Interessen der Blauwasser Segler ein wenig mehr Rückenwind zu verschaffen.

mit freundlichem Gruss
Peter Foerthmann

Nun sind aller Augen auf Cuxhaven gerichtet und wir werden erfahren, welche weissen Kaninchen aus den Zylindern gezaubert werden. Immerhin hat die Vereinsführung dem Souverän schwerwiegende Versäumnisse zu beichten bzw. zu erklären:

– Warum die Einladung zur MV 2022 fehlerhaft erfolgt ist, was sie vermutlich ungültig werden lassen könnte?
– Warum hat der Vorstand die Beschlüsse aus der MV 2021 nicht umgesetzt?
– Warum sind Online Wahlen seit 10 Jahren im Gespräch, gleichwohl immer noch nicht realisiert?
– Warum wurde im Corona Jahr 2020 keine Online Mitgliederversammlung einberufen, obgleich der Gesetzgeber dies dezidiert ohne Satzungsänderung zugelassen hätte?
– Warum wurden Formfehler in der Beschlussfassung der MV 2021 nicht behoben, die u.U. eine Wiederholung erzwingen könnte?
– Warum wurde ein Satzungsnachtrag nicht im Vereinsregister nachgetragen?

Der Flurschaden in der Gemeinde von am Blauwassersegeln interessierten Menschen, ist vermutlich kaum noch zu beheben, weil die Akteure dieser Misere sich erkennbar für ein „weiter so“ entschieden haben, obgleich sie von unschönen Fakten bereits rechts und links überholt werden, in dessen Folge die Flucht aus dem Verein vermutlich weitergehen wird.

Ein wenig Sarkasmus sei mir nachgesehen, wenn ich an dieser Stelle einen Kandidaten für das Vorstandsamt vorschlage:

JR FOR PRESIDENT, dann würde seine Tätigkeit leichter, der Schaden für die Segler Gemeinde würde reduziert, die Telefonrechnung von Dallas nach Oberndorf kleiner und sein neuer Arbeitgeber hätte die Option, einen vielleicht geeigneteren Ersatz für einen Editor zu suchen, der den Arbeitsplatz mit Respekt vor anderen Menschen erfüllen kann, nachdem sein bisheriger Arbeitgeber seinen DK Verlag verkauft, der folglich sicher ohnehin nun neu ausgerichtet werden wird. Eine Vorgehensweise, bei der das Brett vorm Kopf einiger Segler und oder Mitarbeiter sodann obsolet werden würde. Dies wäre zu wünschen.
NEW TRANS OCEAN, wäre eine ganz andere Option, die Gründung eines Vereins, dessen URL nur aus dem Dornröschenschlaf zu wecken wäre, um hier eine würdige Interessenvertretung für deutsche Segler zu schaffen, bei der dann die Segler im Mittelpunkt stünden.

So, wie es sich eigentlich gehörte!

07.11.2022
Peter Foerthmann

7 Antworten zu 2022 – Hütchenspiel

  1. Johann aus Berlin sagt:

    Lieber Peter,

    Danke, dass Du dran bleibst!

    Ein Sittenbild, das leider in unsere Zeit zu passen scheint. Ich weiß nicht, was mich mehr “beeindruckt”, die Chuzpe des Vereins oder die unangemessene Geduld der Mitglieder. Eigentlich wäre es Bürgerpflicht, solch einer Organisation durch Austritt die Mittel zu entziehen. Der Sachwalter wäre auch keine schlechte Lösung, dazu ist er da.

    Ich warte auf den Verein “Neu Trans-Ozean”, denn wozu ein deutscher Verein einen englischen Namen braucht, erschließt sich mir auch nicht. Wenn man mit der deutschen Sprache so wenig am Hut hat, dass man ohne Anglizismus nicht auskommt, sollte man vielleicht besser aufgeben und gleich Englisch verwenden …

  2. Lieber Peter,

    mit allem Respekt, Schaum vor dem Mund und Beschimpfung entwerten Argumente!

    Ich weiß nicht, ob Dir klar ist, dass Du alle TO Mitglieder verunglimpfst, weil sie es denn so uneinsichtig wagen, noch bei diesem „Brunnen vergiftenden Gelbpudelmützen Verein“ zu bleiben?

    Selbst wenn Du in der Sache recht hättest – hilfst Du so niemand, sondern qualifizierst Dich mit Deiner beleidigenden Wortwahl nur als Wutbürger.

  3. peter sagt:

    Liebe Sybille, lieber Christian,

    eine einfache Rechenaufgabe mag helfen, die knifflige Frage über Einsichten zu beantworten:

    Stand 2011 hatte der Verein vermeintlich 5.800 Mitglieder, denen lt. TO Nachrichten ca 4.500 zugewachsen sind. Trauermeldungen abgezogen, kommen wir zu einem ernüchternden Ergebnis, das die Zufriedenheit der Segler mit der Vereinsführung ohne Worte spiegelt. Dies steht in signifikantem Widerspruch zu Eurem Empfinden, dass ihr „diese Fluktuation in eurem Weltumsegler- und TO Zirkel nicht habt feststellen können“.

    Ein Rätsel der Sandbank? Sicher nicht, die Damen in Cuxhaven können hier vermutlich helfen.

    Ich sollte mich hier selbst zitieren, um meine Motivationen zu verdeutlichen:

    Egal was man macht, egal, wie man seine Lebenszeit verbringt, verschleudert oder vermeintlich Sinnvolles am Ende bedauert … ich achte stets darauf, dass ich in meiner Mitte bleibe, versuche von dort aus, meine Wege zu planen und in steter Ruhe meine gerade Furche nicht zu verlassen. …..

    Coby und Arnold sind kürzlich in ihrem neuen Zuhause in Frankreich eingetroffen: einer alten Bauernscheune im Dorfverbund von 13 Häusern … ohne Fenster, Heizung oder Sanitär, mit derzeit einem Campingtisch sowie Matratze …

    Fast kann ich das nicht aushalten, weshalb ich wirklich nichts unversucht lassen möchte, diesen liebenswerten Menschen unter die Arme zu greifen, notfalls sogar im Alleingang.

    Bei allen Erkenntnissen über menschliche Verhaltensweisen, die mich ein halbes Jahrhundert begleitet haben, die ich frohgemut habe überleben können, wiegt dies Drifter Drama schwer in meinem Magen … ich kann das nicht aus meiner Seele schieben … Sitze ich in einer Falle?

    Gerne würde ich von Euch vielleicht einen Wink erhalten, wie man diesen Menschen noch helfen kann. Immerhin ist dies der Kern jener TO Entwicklung, die unschön begonnen hat und am Ende verheerend Folgen bis ins heute hinterlassen hat, denn der Verein steht moralisch ohne Hemd und Hose, wird sich dieser Blamage vermutlich niemals entledigen können.

    Es geht hier um das menschliche Verhalten einer Gruppe von Menschen, die sich stets und immer als tadellose Kameraden selbst in Szene zu setzen suchen, derweil sie nicht bereit sind, dies auch mit Leben anzufüllen. Eine Schmach mit Langzeitfolgen … der ich mein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl entgegen zu setzen suche.

    Allerbest
    Peter Foerthmann

    Liebe Sybille, lieber Christian, dies waren meine Worte, die ich an einen Kreis von Seglern gerichtet habe, deren Zustimmung bzw. Unterstützung in der Sache, ich mir sicher gewesen bin. Auch von Euch habe ich keine Antwort bekommen.

    Mein Vorschlag darum: mit Sachlichkeit kommen wir weiter.

  4. Martin Trockels sagt:

    Lieber Christian,

    gern erinnere ich mich an unsere mehrfach angenehmen Kontakte auf der Rader Insel, schätze Sybille und Dich nicht nur als erfahrene Segler, Buchschreiber und kompetente Ratschlaggeber, sondern auch als angenehme Zeitgenossen! Dass wir uns in der Halle und unter‘m Kran nicht mehr begegnen liegt schlicht daran, dass wir ins Mittelmeer „verzogen“ sind. Wer, wenn nicht Ihr, kann das nachvollziehen…

    Zum Thema und diesem Blog: Ja, ich stimme Euch zu – der Peter hat Schaum vor dem Mund. Allerdings ist es ja nun nicht so, dass seine Position nicht begründet ist, beim TO alles i.O. wäre und er die Dinge nicht seit Jahren angesprochen hat. Wenn man aber ignoriert wird, dann wird man ungern für doof verkauft und an die Seite geschoben. Schon gar nicht Peter, sonst wäre er heute nicht da wo er ist. Jetzt will ich darauf aber gar nicht weiter eingehen, möge sich jeder seine eigene Meinung bilden.

    Wenn man das Geschehen aber einfach mal nüchtern und objektiv zusammenfasst, so ist es eindeutig so, dass die Rücktritte, Eskapaden und Entwicklungen im Vorstand doch in keiner Weise transparent sind. Es wird auch nicht für nötig gehalten, weiter darauf einzugehen. Wenn ich nach über 20 Jahren meinen Austritt aus den Verein erkläre ( dabei empfinde ich es als selbstverständlich Kritik und positive Dinge im Verein zu benennen, dem Vorstand zur Kenntnis zu reichen, zu begründen und mich dennoch für die guten gemeinsamen Jahre zu bedanken ) dann geht darauf niemand ein. Das mag ja jeder halten wie er mag, ist aber dennoch eine Aussage – nicht nur zu Stil und Umgangsform. Auf interne Kritik im Forum wird von Martin Brinkhoff geantwortet, nachdem man mich als störendes Nichtmitglied gesperrt hat, ich also nicht antworten kann… Und eine digitale MV, unter den Sonderregelungen von Corona auch ohne ( die nicht umgesetzten Anträge zur Satzungsänderung ) problemlos möglich, wird einfach nicht eingeführt, Vollmachtsübertragungen begrenzt. Etwa 100 Teilnehmer bestimmen über 4500. Mitbestimmung ist hier nicht gewollt, das ist mehr als eindeutig. Dazu eine reine Personalkostenquote nahe 50%, für einen Verein der weder Hafen, Steganlage noch Schiff hat, letztlich „nur“ sich und die Mitglieder verwaltet,. Der Laie staunt und der Kaufmann wundert sich !!!

    Im Forum bieten Mitglieder Versicherungen, Beratung oder alte Seekarten an, neuen Mitglieder wird deren Vorstellung selten erwidert, die fachliche Kompetenz ist allenfalls noch bei 10 % der Beiträge gefragt, angeboten.
    Spricht man mit Stützpunkten steht vielfach ein geschäftliches Interesse dahinter und es wird klar gesagt und zugegeben, der TO ist für uns Werbung. Mit dem Verein wollen wir gar nichts zu tun haben, es gibt auch eigentlich keinen Kontakt oder Unterstützung, nur hin und wieder eine Urkunde. Das hilft, haben wir auch von der Kreuzer-Abteilung und OCC…. Wir alle freuen uns, wenn man sich im Hafen zu einem gemütlichen Bier trifft. Ein Bierglas-Stander würde den gleichen Zweck erfüllen, müsste nur genug davon geben. Für den TO als Verein interessiert sich tatsächlich niemand. Der Verein, den wir von früher kannten, für den Peter kämpft, den gibt es nicht mehr. Der Peter, lieber Christian, der hat doch keine finanziellen Interessen, segelt auch nicht mehr und auch Windpiloten verkaufen sich ohne mediale Aufmerksamkeit. Der Peter kämpft für das Gute, aus Idealismus und für die Gerechtigkeit – damit u.a. solche Schweinereien, wie mit der Drifter, endlich aufgearbeitet werden. Du, lieber Christian, kennst die Geschichte und sicher kann es da keine zwei Meinungen zu geben. Und ja Christian, ich stimme Dir zu, die Sache mit den gelben Mützen, JR und Dallas stellt die Dinge überspitzt dar. Aber, losgelöst von dieser großartigen künstlerischen Gestaltung, ist überspitzt eben nur überspitzt, nicht falsch. Man kann die Dinge immer differenziert betrachten und auch dies hier ist nur (m)eine Meinung. Wer aber sagt, diese ganze Kritik am TO ist unberechtigt und da ist alles i.O., wer all diese Dinge im Vorstand nicht erklärt haben und nur seine Ruhe haben möchte, der vertritt eben eine andere Meinung. Dagegen kämpft Peter uneigennützig und ich meine, das muss man anerkennen. So oder so.

    In diesem Sinne Gruß an Sybille und auf die Rader Insel. Möge der Winter kurz und mild sein.

    Beste Grüße
    Martin

  5. Detlev Schmandt sagt:

    Vor 10 Jahren, einem Monat und 8 Tagen ist das Drifter Interview in einem einsamen Atoll im Südpazifik entstanden. Die TO Geschädigten Coby und Arnold leben heute in Armut in Frankreich. Reich waren sie nie und wären sie auch nie geworden und doch hat das verantwortungslose Verhalten ihres Heimatvereins ihnen ihr wirtschaftliches Sein quasi zerstört und damit auch die Ehre des Vereins.

    Mich interessiert das Schicksal meines ehemaligen Heimatvereins nicht mehr. Wer dort Mitglied sein möchte, bei welchem Beitrag auch immer, der soll das gerne tun. Wer dort im Vorstand insbesondere als Erster Vorsitzender sein Glück sucht, geht mich nichts an. Ob ein solches Amt aber in einem tieferen Sinn Ehre machen kann, das möchte ich bezweifeln.

    Ich bedanke mich bei Peter, dass er an diesem „Cold Case“ dran bleibt und möchte einen Vorschlag machen. Eine (kleine) Spendenaktion, jedes Jahr, wenn der TO seine Jahreshauptversammlung abhält, hier in diesem Blog. Und jedes mal, wenn der TO einen neuen Ersten Vorsitzenden gewählt hat, sollte dieser das Angebot bekommen, die Schirmherrschaft zu übernehmen (die Gelegenheiten dazu werden auch in Zukunft regelmäßig kommen).

    Detlev Schmandt

  6. Martin Trockels sagt:

    Sehr geehrter Herr Schmandt,

    danke auch an Sie für diese saubere und objektive Berichterstattung. Die „Schwamm drüber, das sitzen wir aus Strategie“ darf nicht funktionieren. Nicht bei so einer Sauerei, nachzulesen dank Ihres Interviews und dank dieses Blog‘s. Den finanziellen Schaden kann die Idee der Spendenaktion natürlich nicht kompensieren. Doch als Nadelstich, um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, eine prima Idee. Vermutlich gibt es dann mehr Spendenaktionen auf Grund der Veränderungen im Vorstand, als auf Grund stattfindender Mitgliederversammlungen. Gegen das, was demnach seinerzeit betrogen und veruntreut wurde, dagegen gleicht Raub und Diebstahl fast einem ehrenwerten Handwerk. Und das unter Seglern, genauer gesagt in deren Verein, die See im Herzen tragend…. – wenn die überhaupt noch wissen, was in “Ihrem“ Verein einst geschah…

    Noch schöner fände ich es, wenn die Geschichte von Arnold und Coby als einfacher Flyer verfügbar wäre und vor jeder MV am Eingang verteilt würde. Nicht, um gegen den TO zu schießen !!! Da kann und soll sich jeder seine eigene Meinung zu bilden und es ist sicher auch nicht alles schlecht !!! Es geht einfach nur darum, den Schaden und die Ungerechtigkeit der Vergangenheit aufzuzeigen und zu helfen! Einem Seglerpaar, wie viele von uns, dem übelst mitgespielt wurde. Und wo, wenn nicht dort, wäre der beste Ort dafür. Wo, wenn nicht dort, erreicht man Seglerinnen und Segler die diese Situation nachvollziehen können. Die Unterstützung steht im Vordergrund und die Aufklärung!

    Dafür kämpft der Peter und wie ich bereits in meinem Kommentar an Christian schrieb, kann es dazu auch keine zwei Meinungen geben.

    Dagegen kann eigentlich niemand einen Einwand vorbringen. Es wäre auch eine Form der Aufarbeitung und leider hilft in diesem Fall wirklich jeder €.

    Und es wäre ein Zeichen dafür, dass die breite Masse der Segler nicht so ist, wie dies einst vom größten deutschen……. repräsentiert wurde. Genauer, vom seinerzeitigen Vorstand. Betrug und Unterschlagung kommen immer wieder mal vor, das ist nun mal so. Wie man aber damit umgeht, ob man die Dinge aufarbeitet oder unter den Teppich kehrt, das zeigt den Charakter.

    Gern unterstütze ich diese Spendenaktion aus tiefstem Herzen, eine gute Idee.

  7. Jens Borner sagt:

    Hallo Peter Foerthmann,

    ob die Wortwahl zur Beschreibung eines Sachverhalts angemessen ist oder als krass und übertrieben bewertet wird, sollen die Leser und Kommentatoren für sich entscheiden. Ich habe mir vorgenommen Fakten mit Sachlichkeit darzustellen und möchte versuchen Lücken und nicht regelkonformes Vorgehen nüchtern zu adressieren.

    Da in diesem Blog hier viele Dinge aus dem Vorfeld der Mitgliederversammlung ‘22 des Trans Ocean bereits öffentlich gelistet sind, möchte ich mich hier einmal dazu äußern. Die Resonanz im vereinseigenen Forum auf den Aufruf der Themen, die jedes Mitglied angehen, ist doch eher verhalten und Antworten von den direkt Befragten gibt es selten. Darum nutze ich, als Urheber der ein oder anderen Frage, diesen Platz um wenigstens Meinungen zu erhalten, obwohl ich weiß, dass hier eine ganz spezielle Meinung zum TO vorhanden ist.

    Das besondere an der diesjährigen Mitgliederversammlung 2022 des TO ist, dass sie als Onlineveranstaltung für alle Mitglieder des Trans Ocean erreichbar gewesen wäre.
    Die Voraussetzung dafür hat die Mitgliederversammlung 2021 geschaffen, indem sie für eine Satzungsänderung gestimmt hat, die die Möglichkeit einer digitalen Teilhabe vorsieht.

    Zu der Frage, ob es richtig ist dem Vorstand jedesmal neu die Entscheidungshoheit über die Onlinedurchführung zu überlassen, ist sicher noch viel Diskussionspotenzial vorhanden. Aber die grundsätzliche Gelegenheit ist erst einmal geschaffen. Selbst die Eintragung der neuen Satzung in das amtliche Vereinsregister hat noch rechtzeitig, trotz verzögerter Umsetzung, vor der Mitgliederversammlung am 7.10.2022 geklappt, so dass von amtswegen “online” dieses Jahr möglich wäre.

    Obwohl mit der Einladung zur MV2022 im TO-Magazin die Hoffnung geweckt wurde, dass eine Online-MV stattfinden könnte, das Sammeln von eMailadressen als Voraussetzung angestoßen war, ist bis heute keine Information nach aussen gedrungen, ob es etwas wird oder nicht. Die Mitgliederschaft erhält trotz Ankündigungen, Aufrufen in Social Media, Beschluss zur Änderung der Satzung, keine Information mit welchem Durchführungsverfahren die diesjährige Sitzung ablaufen soll. Man kann sich nur seinen eigenen Reim darauf machen, wenn man regelmäßig das TO-web, bzw. das TO-Forum besucht. Angekündigte, eindeutige Statements zur Online Teilhabe gibt es nicht.

    Die Vorbereitungen der Präsenzveranstaltung am 19.11.2022 laufen auf Hochtouren, und da wir wissen, dass Corona immer noch grassiert und man niemanden gefährden möchte, ist ein Hygienekonzept mit Tests und Masken für die Mitgliederversammlung eingerichtet worden. Eigentlich war doch die Pandemie der aktuelle Grund, die Möglichkeit einer Onlineversammlung einzurichten. Stattdessen ist wieder persönliche Anwesenheit erforderlich, um unter anderem darüber abstimmen zu können, ob der Vorstand für seine Tätigkeit im letzten Jahr entlastet werden kann, oder nicht.

    Die Alternative zur Anwesenheit in der Mitgliederversammlung wäre die Übertragung des Stimmrechts auf ein Mitglied, das den Weg nach Cuxhaven angetreten hat. Leider können dieses Recht nur ein ganz geringer Teil der Mitglieder ausüben, da man in der TO Führung der Meinung ist, dass auf einen Anwesenden nur ein einziges Stimmrecht übertragen werden darf. Hier ist das wording reichlich unpräzise gehalten.

    Wozu führt das de facto? Nicht dazu, dass sich alle Mitglieder vertreten lassen können, sondern, dass die wenigen anwesenden Vorstände und Mitglieder sich nun mit doppelter Stimme in die Wahlen einbringen dürfen, während der Rest weiter außenvor bleibt. Hier gibt es eindeutig Handlungsbedarf. Online Wahlen in einem Online Verein wären eine Lösung. Vielleicht findet sich im TO-Mirkroseminar “Boatoffice” am 23.11.22 die Lösung, wie man den Sprung in das Postcorona-Zeitalter schaffen kann.

    Die Vorgänge aus der Vergangenheit des Vereins kann ich, als Novize im TO nur anhand der beschriebenen Historie hier und aus posts im TO Forum/ MV-Protokollen beurteilen. Ein schönes Kapitel kann es nicht sein.

    Mich lässt das Vorgehen in der Gegenwart des Vereins sehr nervös auf dem Stuhl hin- und herrücken. Häufige Rücktritte von Vorständen, nur zögerliche Umsetzung des “Online Beschlusses”, fehlende Präzision in der Satzung und offensichtliche Nichtberücksichtigung der Satzung haben bei mir den Bedarf erzeugt, dies in Anträgen an die Mitgliederversammlung zu formulieren. In der Hoffnung, dass auch die dort Anwesenden dieses Nachvollziehen können, werde ich die Anträge dort vorstellen. Meinungsbildung im Vorfeld hat leider nicht stattgefunden. Auch gab es keine Nachfragen zu den Inhalten, um ggf. im Vorfeld die Situation zu entschärfen. Man darf gespannt sein, wie damit umgegangen wird. Ich vertraue aber darauf, dass die Sachlichkeit überwiegen wird.
    J. Borner

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