2026 – Lars J. Rose

EINE MEINUNG AUS DER HERZKAMMER DER BLAUWASSERSEGELEI
Sehr geehrter Herr Rose,
Zwei Jahre sind vergangen, klar kennen Sie Delius Klasing Interna inside out. Ob Sie wohl Interesse haben, einen Blick über den Tellerrand zu wagen, einfach nur, um Ihr Bild zu runden? Oder haben Sie bereits gefunden, wonach Sie gar nicht suchten? Vielleicht darf ich Ihr Puzzle um einen Stein ergänzen, den ich kühn in Ihren Teich rein schmeiße? Einfach mal sehen, was dann passiert?

Die Beziehungen zwischen Edition und Leserschaft sind mein Fokus, also die Kuh, die, als Hirsch verkleidet, bräsig, wuchtig und wichtig auf der Lichtung zum Abschuss steht, die Profis Ihrer Provenienz mit List und Tücke, zudem fotogenem Augenfutter zu erreichen trachten, die Sie sodann somnambul becirzen, umgarnen, um sie zu beeinflussen und zu erlegen. Eine Lastschrift kann der Anfang einer Beziehung sein, deren Dauer und Tiefe durch klugen Mix qua Qualität und Preis des Personals, zu bestimmen ist. Träume und Wünsche gilt es, in Kaufanreize zu verdrehen, ein prickelndes Geschäftsmodell, an dessen Ende Gewinne winken, weil der Hirsch den Versuchungen erlegen ist. Ein hard core Job, der Fingerspitzengefühl im sozialen Umgang erforderlich macht, weil der Erfolg der ganzen Chose immer wieder am seidenen Faden guter Führung hängt. Genau an dieser Stelle ist DK vermutlich gescheitert. So gesehen sind 180 Jahre ein solides Omen für Klambt. Zeit für Lorbeerkränze? In Bezug auf DK vermutlich eher nicht!
Ich bin Delius Klasing seit Jahrzehnten verbunden, kannte Horst Stern als Amel Segler, hatte Kai Krüger in meiner Küche, habe bei Harald Schwarzlose Jazz im Keller genossen, Faschingsfeiern hier und dort erlebt bzw. organisiert, habe Reportagen und Reiseberichte verfasst, die Tests mit Peter Schweer waren High-Lights in Frankreichs Süden, ich habe meine Seminare an Bobby Schenk übergeben, es war nur logisch, dass ich als Autor bei Frank Grube gelandet bin, dem Mann, der seinen Claim im gelben Jackett bewachte. Ach ja, Buchprojekte wurden gemeinsam ausgebrütet, denn ich saß ja an der Quelle, hatte interessante Verbindungen, ergo Geschichten. Das Laura-Decker-Buch wurde mit Uwe Janssen auf meinem Sofa ausgeklügelt. Symbiosen, die mir selbstverständlich waren. Auch Jochen Rieker wurde anfangs geholfen, unzählige Mails sind meine Zeugen. Sein kurzes „Tschüss“ wurde zur Erlösung nach 23 Jahren der Qual. Ganz offenbar hat Konrad Delius Senior beim Generationswechsel vergessen, seine unfehlbare Verlegernase dem Junior zu implantieren, dessen Verständnis von Verlagsführung eher im delegieren derselben bestanden hat. So landet man im Fegefeuer!
Der Dienstantritt von Jochen Rieker ( JR ) wurde zur Zäsur, weil Entscheidungen plötzlich anderen Mustern folgten, mit fatalen Folgen, von denen ich Ihnen gern berichten würde, falls Ihr Interesse noch nicht eingeschlafen ist!
Der Urtraum aller Segler ist die Reise zu den Palmen, eine leckere Futterstelle für Verlage. Eine homogene, gleichwohl überaus kritische Zielgruppe, von DK messerscharf präzisiert. Ein Kamikaze Flug für Piloten Fehler.

JR hat wenig Fingerspitzengefühl bewiesen. Er hat ein ehedem harmonisches Miteinander in der kleinen Wasserwelt mistverstanden ( kein Schreibfehler! ) denn bereits nach kurzer Eingewöhnung, hat er gegen eherne Gesetze sozialen Miteinanders der am großen Karussell der Traumerzeugung Beteiligten verstoßen. Wurde er übermütig? Hat sein Verleger ihm zu viel Leine gelassen, oder zugemutet? Die Blutspur der Chefredaktion jedenfalls wurde beachtlich beträchtlich.

Wie konnte man zulassen, dass im Inneren der Grals Zelle eines Special Interests Verlages, dem Bereich der Traumerzeugung zum Blauwassersegeln, eine grandiose Fehleinschätzung unterlaufen ist?

DER DRIFTER SKANDAL wurde zum Fanal und Menetekel in Blauen Segment. Für mich Anlass zum Vereinsaustritt und die Geburt des Windpilot Blogs, als Spiegel meiner Meinung, der bis heute in 113 Blogs die ganze Bandbreite eines fulminanten Skandals in der Wasserbranche dokumentiert und lebendig hält.

Der Trans-Ocean Verein und Delius Klasing Verlag haben sich m.M. blamiert. Vermutlich wurden Absprachen getroffen um in gewagter Symbiose zwischen Martin Birkhoff und Jochen Rieker, die Interessen sowohl der Mitglieder als auch der Leser zu missachten, sie sogar zu unterlaufen? Der Schuss ging falsch und hinterlässt bis heute überall Verlierer. Vermutlich bin ich als hier einzig Schuldiger und Verursacher verortet, weil ich gewagt habe, über einen Skandal zu berichten, Moral und Anstand zu zeigen und vehement Position für Coby und Arnold Lelijfeld zu beziehen.
Denn, nicht wahr, ich habe TO und DK eigentlich die Arbeit abgenommen, aber dafür gab´s Prügel! Hunderte Löschungen in den Foren, etliche Prozesse seitens TO, als Gipfel eine Verleumdung aus der Chefredaktion, die mich mit einem Ha … Prediger verglich. Ich habe erstaunliche Angriffe und Inkompetenzen bis hin zu geschäftsschädigenden Bemerkungen in Serie, stoisch durchstanden. War das nötig? Alles nur, weil ich im weltweiten Direktmarketing, keine redaktionellen Dienstleistungen nachfrage und mein Marketing über Word-of-Mouth direkt verrichte? Muss ich mich hier entschuldigen? Bin ich zum Freiwild für einen Verlag geworden, der um Lufthoheit ringt? Denn, nicht wahr, ich bin keineswegs ein Don Quijote im Wasserland!

Zur Erinnerung: WoM ist ein wunderbar preiswertes marketing tool, zwar langsam, aber zuverlässig, zumindest wenn man seine Marke ernst und verantwortlich versteht. Dass hat Windpilot zum Weltmarktführer gemacht. Ganz ohne mediale Unterstützung, die von Kleinbetrieben nicht zu schultern ist, zumal das schreibende Fachpersonal zunächst angelernt werden muss, was ja nicht immer klappt, wie das Beispiel von Johannes Erdmann zeigt. Die Gratwanderung findet auf allen Ebenen statt. Macht es wirklich Sinn, eine vermeintliche Reichweite zum Anlass zu nehmen, selbst zum Don Quijote zu konvertieren? Eine überaus kluge Leserschaft zieht Schlüsse selten unter Zuhilfenahme von Social Media, auf deren Wellen Botschaften an Fulminanz gewinnen können, aber nicht müssen. Kein Grund also, sich mit dem Wegerecht Zylinder auf dem Kopf, unsensibel am Markt zu verhalten, was ja manchmal en Vogue zu sein scheint, weil die Hose drückt und der Hunger gross?

Verlierer überall – Der TO Vorstand hat gegen seinen Souverän entschieden, dem er ein halbes Jahrhundert jegliche demokratische Teilhabe vorenthalten hat. Zudem hat er einen Exodus von tausenden Mitgliedern zugelassen, die er betrogen und hintergangen hat, sogar Vereinsausschlüsse unliebsamer Mitglieder hat man versucht. Unterschlagung wurde gerichtlich dokumentiert.
– Der DK Verlag hat Glaubwürdigkeit und Kompetenz verloren, weil er nicht eingegriffen hat. Vermutlich hat es einen Plan gegeben!
Alles nur zur Verbesserung einer Reichweite und Rendite?

„Es stand in der Yacht“, war lange Jahrzehnte die kluge Botschaft, der niemand widersprach. Ich auch nicht!
Offenbar hat JR den Spruch neu definiert: „Was nicht in der Yacht steht, gibt es nicht“. Ein einfacher Plan, um verschwiegene Pläne umzusetzen? Wurde die Qualität der Mitglieder, Segler und Leser sowie die eigene Reichweite fehlerhaft bewertet?

Der erschütternde Skandal um das holländische Ehepaar Coby und Arnold Lelijveld im Trans-Ocean e.V. wurde zum Waterloo für einen Verein, der sich qua Geschichte rühmte, die Interessenvertretung aller deutschen Fahrtensegler darzustellen. Ganz offenbar sollte der Verein zum Vorposten, Aussenstelle des DK Verlags, umstrukturiert werden? Ein Verein von tausenden Mitgliedern samt Periodika ist schon ein Leckerbissen für hungrige Verleger mit Spezial Interessen. Dies gilt natürlich besonders, wenn die Mitglieder neu / unerfahren, somit die Vorgeschichte ihres Vereins weder kennen noch interessiert. Verkaufen, Einfluß über Alles zählt.

Martin Birkhoff und sein Vorstands Kader hat beim DRIFTER SKANDAL das wahres Gesicht gezeigt. Der Kassenschrank wurde einzig wichtig, der Souverän wurde als Mittel zum Zweck betrachtet, dem man Jahrzehntelang jede Mitsprache verwehrt. Zum Zeitpunkt des Drifter Skandals befanden sich ca € 300.000 in der Kasse, wohingegen Arnold Lelijveld um die Erstattung aus einer Krankenversicherung, die offenbar gar nicht existierte, einen Betrag von $ 110.000 nachfragte! Die Zahlung wurde verweigert. Der Skandal angerichtet.

Der RUNDE TISCH in Düsseldorf, von Claus Hympendahl initiiert, hat die Interessenlagen eindrucksvoll illuminiert. Ansgar Schöllgen als Mediator hat im Namen von JR, eine umfangreiche Dokumentation zugesichert. Es geschah, however, NIX.

Der Exodus wurde nicht verhindert. Die kalte Fratze eigener Interessen wurde zum Offenbarungseid der Chefredaktion. Mein Eindruck? Wollte man in einem verwegenem Manöver die Mitglieder auswechseln, um das Vergessen zu beschleunigen? Zahlen lassen dies vermuten

TO Mitgliederbewegung
31.12.2010 ca 5.800
Neumitglieder < 2021 ca 4.500 Bestand 31.12.2021 4.300 Der Exodus muss also aussergewöhnlich gewesen sein! Die DK Zahlen, Auflagen, Abos und Leserbriefe sind sicherlich anderweitig dokumentiert! Der TO hat die holländische Familie Coby & Arnold Lelijveld SV Drifter, offenbar unter Vorsatz, schändlich hintergangen, sich geweigert, für eine Krankenversicherung zu leisten, deren Prämien Inkasso er selbst betrieben hat, derweil Coby in Panama im Koma lag und die Kinder zum Abschied eingeflogen sind. Die Zäsur dieses Skandals zieht ungute Kreise bis ins heute, sie wurde seitens DK niemals aufgearbeitet.
Hier wurde gegen eherne Regeln von Journalisten verstoßen, um ganz eigene Interessen mit dem Hammer durchzusetzen. Zudem wurden zeitgleich die Interessen der wichtigsten Leser übergangen, Gift für einen Special Interest Verlag, dem die Zielgruppe über alles geht.

Mein Einsatz fuer Moral und Anstand war und ist vehement und nachlesbar.

Steht hinter diesem Disaster im blauen Marktsegment mehr als nur der Komplott zweier verwirrter Köpfe, dass man leichter Hands Moral, Ehre und Gewissen auf offener Bühne opfert bzw. verliert? Sind hier nur Interessenlagen unterwegs, auf deren Altar Segler auf ihre Kaufkraft reduziert worden sind? Oder ist meine Phantasie nicht gross genug, wenn ich sie auf die Weide lasse?

Als unverbesserliche Lebensoptimist bin ich positiv verortet, kann oder will mir nicht vorstellen, dass diese ungeheuren Vorgänge einen Verleger ruhig auf seinem Stuhl sitzen bleiben lassen, denn, nicht wahr, ausgewogener Umgang im sensiblen Miteinander aller hier Beteiligten ist der Sockel des Geschäftsmodells. Wird die gerade Furche von Verlässlichkeit verlassen, was kommt denn dann?

Bitte helfen Sie mir! Wo denke ich falsch?

Hier ein Bericht von Arnold Lelijveld, den ich soeben von Sönke Haupthoff, dem neuen Eigner der DRIFTER, erhalten habe:

Lieber Soenke, wie bereits erwähnt habe befindet sich Coby derzeit in ( Krebs )Behandlung und wir befinden uns somit in einer Art Achterbahnfahrt. Vor mehr als zwei Jahren wurde bei ihr eine seltene Form von Lymphkrebs diagnostiziert, die nicht geheilt, sondern allenfalls verlangsamt werden kann. Sie erhält jetzt eine Immuntherapie und leidet an schwerwiegenden Nebenwirkungen.

Wir leben jetzt in Frankreich. Wir hatten ein Wohnmobil in den Niederlanden und durften dort nicht dauerhaft wohnen. Das brachte zu viele Unsicherheiten mit sich, also mussten wir etwas anders machen. Auf dem verrückten Wohnungsmarkt in den Niederlanden konnten wir uns absolut nichts leisten und hatten nach all den Jahren auf dem Wasser nicht mehr das Geld eine Wohnung zu mieten. Also schauten wir über unsere Landesgrenzen hinaus und fanden eine preiswerte Scheune in Zentralfrankreich, ein DIY-Projekt, bei dem Fenster, Heizung, WC und Wasseranschluß fehlten. Genug Herausforderung für uns, es auszuprobieren.

Sie haben geschrieben, dass Sie mit Peter Foerthmann in Kontakt stehen, schön zu hören. Bei ihm seid ihr in guter Gesellschaft. Wir haben ihm (und vielen anderen) viel zu verdanken.

Coby und Arnold
Langlard, Bujaleuf
Frankreich
20. November 2025

Dieser mein langer Bericht an Sie, sehr verehrter Herr Rose, ist ein APPELL von Herz zu Herz, ein überaus unschönes Kapitel rund um die Kernzelle der Segelei zu einem würdigen Ende zu bringen. Coby und Arnold sind 78 Jahre alt, und ich bin mir sicher, dass Segler, nicht nur in Holland und Deutschland, erleichtert sein werden, wenn sie die ganze Wahrheit über die Geschichte eines Dramas erfahren. Eine Schönheit der Geste, um eine klaffende Wunde zu schliessen.

Es ist Höchste Zeit!

Gern erwarte ich Ihre Antwort.

Hamburg 09.01.2026

Peter Foerthmann

Weiterführende Links:

Coby+Arnold Lelijveld

2026 -Marcus Warnke

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