Der böse böse Markt

RETROSPEKTIVE ÜBER IRRTÜMER DER BESONDEREN ART

Lehnen wir uns ein wenig zurück – und lassen Vergangenes passieren, auch wenn die hier folgenden Jahreszahlen für einige neugierig lesenden Augen, nahezu unglaublich sind! Denn viele Augen und die dahinter versteckten Köpfe waren in den 1970 Jahren noch nicht einmal ein geiler Gedanke – sie waren schlicht noch nicht auf dieser Welt!

Könnte also genauso gut auch Fiktion gewesen sein! Ist es – wie ich mich undeutlich zu erinnern glaube – aber eher nicht!

Zur Erinnerung, Peter Foerthmann – also ich – hatte 1976 den windigen Piloten Laden gegen ein Blechschiff eingetauscht, hatte Geschmack an seinem Beruf gefunden, der ihm den Horizont verschob, der ihn dahinter hat graben lassen, auch wenn dabei unangenehme Erlebnisse zu Tage gekommen sind.

Aber: so ist das Leben eben: eine Wundertüte voller Überraschungen!

Zum Beispiel die Erfahrungen mit den Marktbegleitern.

Meine Marktbegleiter Ikonen hießen ARIES, HYDROVANE und „SCHWEDOMAT“, den genauen Namen habe ich leider gezielt irgendwie vergessen, oder habe ich ihn gar verdrängt? Letztere stellten ihre Produkte auf Messen meist im Mix mit gerahmter Kunst aus, verkauften zu Preisen fast im 5-stelligem Bereich und wurden – wie ich später erfahren sollte – eher in homöopathischen Dosen an meist gutbetuchte Eigner der BALTIC und SWAN Klasse abgegeben. Darum die Kunst, die man zweckmäßigerweise gleich mit erwarb. Die Ikone hieß SCHWEDOMAT 3040 – naja, oder jedenfalls so ähnlich.

ARIES – das entsprach den Seglerherzen, die große Träume eher bezahlbar leben und einfach nur segeln wollten. Größer konnten die Unterschiede zwischen Käufergruppen nicht sein!

Das galt auch für die Köpfe und Menschen dahinter!

Verschlagen, schlau und clever auf allen Wassern und vor allem wohl auch im schwedischen Subventionsdschungel recht gut zu hause: die drei Jungs aus dem Schwedenreich ( B.P., L.Z. und S.K. ). Sie hatten den schwedischen Fiskus offenbar überzeugen können, dass es für den Staat als Ganzes wohl lukrativ, die Entwicklung eines Windsteuersystems mit Fördermitteln zu unterstützen. Was daraus werden würde, davon später!

Dagegen NICK FRANKLIN , der Vater der ARIES: bodenständig, authentisch und lebensnah, den Seglerfreunden immer an der Seite. Das hat Nick die Seglerherzen zur Tür hineingespült, auch wenn sie dabei einen Hügel auf der Isle of Wight haben erklimmen müssen.

DEREK DANIELS, Erfinder und Vater der HYDROVANE war dagegen ein distanzierter, leiser Aristokrat – former Royal Airforce member – stets mit korrektem Einsteck-Tuch, ein Mann – ein Wort, mit einer bis heute zuverlässigen Werkstatt im Hintergrund.
Wer wußte denn schon damals oder sogar auch heute, daß HYDROVANE units stets aus einer kleinen Werkstatt in Nottingham gekommen sind? Damals ahnte ich auch noch nicht, daß Derek mir Jahrzehnte später im Jahre 2001 seinen Betrieb zum Kauf anbieten würde. Es mag hingegen ein wenig illuminieren, wie wir miteinander umgegangen sind!

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Es bestand freundliche Übereinstimmung, jedenfalls mit den beiden englischen Herstellern – denn: die Welt war ja so riesig – und der Markt also doch auch!

Aber es stießen auch Marketing Konzepte aufeinander, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können! Und das hatte Folgen.

DIE ZÄSUR
Wie fühlte ich mit geehrt, als ein paar Jahre später einer der drei Köpfe des schwedischen Marktbegleiters SCHWEDOMAT (Stellan.K.) auf meinem Stand auf der Hamburger Bootsausstellung mich besuchte, und mir eine Kooperation anbot!


Verlockend: Ich – der ich mich damals Schrauber-Schlosser selbst empfand – sollte zum Schlips-und-Kragen-Verkäufer geadelt werden! Das Leben erschien über Nacht so wonnig, sonnig und warm! Denn WINDPILOT war damals eine Manufaktur in der handwerklich in Edelstahl die Serien ATLANTIK II – IV sowie die PACIFIC in Stainless gefertigt wurden. Produktionszeit für eine ATLANTIK lag im Bereich von 4 – 6 Tagen, für die PACIFIC gingen locker 3 – 4 Wochen drauf.

Der Gedanke, das schweiß treibende Business zugunsten einer Repräsentanz für eine, wie ich es damals kurzzeitig noch empfand, Edelmarke mit himmelhohen Margen aufzugeben – schien mir ein verlockender Gedanke. Der Schwedenmann fabulierte über Stückzahlen und Traumrenditen, die er grafisch und mit farbigen Steilkurven unterlegte.

Ich empfand mich damals als ein Hans Im Glück.

Gesagt, getan – und irre geleitet – ich unterschrieb einen – nein zwei – Kooperationsverträge, beantragte Kredite – und erwarb ein Lager voller „Schwedomat“ Systeme, die im Hamburger Freihafen Lager am Sandtor Kai, fesch verpackt, sich zur Ruhe legten und verstaubten.

Dumm nämlich, daß mein schwedischer Vertragspartner „vergessen“ hatte, mir zu erzählen, daß er zum Zeitpunkt der Vertragsunterschrift garnicht Inhaber der Trademark SCHWEDOMAT gewesen ist, die doch gleichwohl Grundlage der Verträge gewesen sind! Die TM hatte sich damals ein ehemaliger Repräsentant – ätsch – auf seinen eigenen Namen eintragen lassen, nachdem er sich im Schwedenland mit den 3 Eigentümern in die Haare bekommen hatten über finanzielle Nicht-Erträge, sodass am Ende das ganze Haus in Flammen stand. Der vierte Mann im Bunde jedenfalls beantragte dann eine E.V.und verbot mir gerichtlich die Nutzung der TM – mein Messestand auf der BOOT wurde daraufhin leergeräumt – und ich erfuhr innerhalb von Sekunden, mit welcher Couleur von Geschäftsleuten ich da Verträge gemacht.

Wie hätte ich denn ahnen können, daß der listig schlaue Versuch der drei Inhaber von Schwedomat, mit Backstagsbrise stattlicher staatlicher Subventionen, die Produktion und Vertrieb für die Eigentümer gerade frisch gescheitert – modern wohl Insolvent – gegangen war – weil der Staat wohl auf die Einlösung vorgeblicher Umsatz / Gewinn / Versprechungen gepocht hatte, die sich – sorry – leider nicht mit den Realitäten hatten synchronisieren lassen? Die Firma hatte daher wohl die Liquidation vorgezogen, um sich vor staatlichen Regressansprüchen zu schützen oder sich ihnen zuvor schon zu entwinden. S.K. verlagerte den Wohnsitz vermutlich deshalb in die USA, und begann ein neues Abenteuer, in dem ich – wie ich es heute sehe – wohl den „Esel“ spielen durfte, bzw. sollte. Ein ziemlich scheussliches Theaterstück.

Die unter der TM „Schwedomat“ mit mir geschlossenen Verträge waren ohne Herz – eigentlich null und nichtig – denn die Marke stand garnicht zur Verfügung. Aber das Geld war bereits pfutsch!

Ich saß also auf einem Haufen schick-blau-lackierter Windsteuersysteme, die nur den Materialwert von Aluminium – damals DM 0,65 / kg – an Wert besaßen. Einen Wert, den nun die Bank sicherheitsübereignet besaß! Ein perfekter Grund, eine GmbH in den Orkus zu verkippen – aber die besaß ich nicht!

Sorry: Bad Luck – so das Mitgefühl meines Vertrags Gegenübers, but unfortunately you will have to fulfill the other contract: weitere Lieferungen und Zahlungen wurden unter Androhung erheblicher Schadensersatzansprüche in Bereich von US $ 500.000 angemahnt, wie ich mich zum Glück nur noch undeutlich zu erinnern glaube. Die entsprechenden Aktenberge sind bei mir in einem Umzugskarton abgelegt, mit dem Namen Stellan Sch….e!

Für die Vertragserfüllung des für mich lebenswichtigen Vertrages hingegen, wurde auf die eigene Ehefrau hingewiesen, die den anderen Vertrag – richtig, den mit den TRADEMARK Rechten – unterschrieben hatte und die – leider leider – in San Diego / California wohnte – und nur über viele Ecken erreichbar schien, also eigentlich ganz und gar nicht! Heute denke ich manchmal, dass die Dame die Verträge damals wohl gar nicht kannte. Es war jedenfalls mein erster Kontakt mit einem Menschen, der, wie ich es heute sehe, autistische Charakterzüge besaß, denn für diesen Mann bestand das Leben recht offenbar nur aus einer Einbahnstrasse, in der nur er mit einem Panzer unterwegs.

Alles teuer – schlafraubend – lebenszerstörend. Ein Bermuda Dreieck aber Leckerbissen für Anwälte, die aus solchen Geschichten ganze Luftschlösser zu konstruieren pflegen oder gleich für sich selbst zu bauen, sich entschließen.

Ich war jedenfalls im Alter von 36 Jahren in eine sechs-stellige Katastrophe gerauscht, aus der man sich kaum hätte befreien können! Ein solcher Schlag genügt – eigentlich – für ein ganzes langes Leben!

Es war ein Stachel, der im Fleische saß!

Die Story in UKW: Mein „neuer Feind“ – der vormals als „Freund“ sich gebärdete und unter meinem Dach gewohnt – war frisch verheiratet, seine „Eva“ die Tochter eines Bischofs in Svenska mit einem Namen, der in Schweden dummerweise ein Name, wie bei uns Müller oder Schmidt – eigentlich unauffindbar gewesen ist!

Ich rief also die Auslandsauskunft an, fragte nach einem Mr. „Müller oder Schmidt“ in einem Schärendorf nördlich von König Gustavs Palazzo Grande und erwähnte, daß der Mann in Kirchenkreisen wohl recht bekannt sein müsse. Die freundliche Telefon Stimme entgegnete: „wissen Sie, ich habe mal in dieser Stadt gelebt… und da gibt es eine Familie „Müller / Schmidt“, angesehene Katholen – versuchen Sie mal DIESE Nummer!“

Vielen Dank!

Es war der SECHSER im Lotto: mein Anruf und Brief an diese honorigen älteren Herrschaften haben dem frisch zugewachsenen Schwiegersohn ein Fegefeuer eingebracht und einige Prozesse recht plötzlich enorm beschleunigt – waren auch Denk-Prozesse dabei über menschlichen Umgang, Fairness und Respekt. Der Schwiegersohn kochte, wo immer er sich befand, ob in Svenska oder im San Diego Land, denn ich hatte ihn an einer empfindlichen Männer-Stelle erwischt, an seinem Stolz.

Freunde geworden sind wir also nicht!

Das äusserte sich dann auch in einem Angebot zum Rückkauf unverkäuflicher Systeme: DM 10.000.– in bar bei Anlieferung aller original verpackten Schwedomat Windsteuersysteme im tiefverschneiten nördlichen Schwedenwinter! Wohlgemerkt für Ware, für die bei meiner Bank im Gegenwert vorher noch sechsstellig geleistet worden war, die nur dummerweise durch eine “falsche“ Trademark nun unverkäuflich geworden war – neudeutsch also: Schrott!

Für mich allerdings waren zehntausend Mark, damals ein Hauptgewinn, weil der Alu-Gegenwert für Schrott nur wenige hundert DM betragen hätte.

Alles eine Frage des Standpunktes!

Ein schlechter Deal – aber schneller Ausstieg aus einer verhängnisvollen Affaire mit einem Menschen, dessen Lebens Software nach offenkundig anderen Kriterien zu arbeiteten schien. Lust auf jahrlange Prozess Lawinen hatte ich damals jedenfalls garnicht.

You live and learn!

Und ich saß also in einem neuen Leben mit einem Kontostand von stattlich negativem sechstelligem Bereich, eine neue Erfahrung für einen jungen Mann, der bislang klare Vorstellungen von kaufmännischen Umgangsweisen und vor allem menschlichen Verhaltensweisen gelebt hatte. Heute würde ich das blauäugig benennen!

Fatal an der damaligen Situation zudem: ich hatte über ein YACHT INSERAT meinen eigenen Betrieb zum Verkauf angeboten, ein Vertrag war unterzeichnet und der Erwerber lief sich bereits im Werkstatt Vorhof warm. Hingegen hatte auch er ein besonderes Verständnis von kaufmännischen Gepflogenheiten, denn er konnte den Kaufpreis erst gar nicht leisten.

Im Zweifrontenkrieg habe ich dann meinen eigenen Laden rekuperiert und somit einen klaren Schuldenstand, den man dummerweise nicht beschneiden konnte. Denn Schuldenschnitte waren damals noch unbekannt, die erste Währungsreform lag lang zurück, und die zweite sollte erst 20 Jahre später folgen!

Aber der Elefant in mir hat anschließend stets geholfen, erlittene Niederlagen, trotz meiner Eigenschaft als Sanguiniker, nicht vollends zu vergessen.

Kurios, aus San Diego tönt seit nunmehr bald 30 Jahren eine ganz andere Melodie, die mit den Tatsachen hingegen nur recht wenig synchron klingt. Geschichtsklitterung heißt das moderne Wort, wenn Menschen sich im Nachhinein eigene Verhaltensweisen schön zu reden versuchen. Zumindest einen Mann können sie damit aber sicher überzeugen: ihr Spiegelbild!


Meine Erfahrung mit ARIES war vergleichsweise vollkommen entspannt, die ARIES wurde damals bereits in Alu in Serie produziert, unsere PACIFIC war dagegen in den siebziger Jahren ein Manufaktum, siehe oben!

Nick Franklin of ARIES

Es ergab sich fast beiläufig, daß ich für Vertrieb und Reparatur dieser robusten englischen Steuermänner als Deutsche Anlaufadresse in den siebziger Jahren gelistet wurde, weil der ehemalige ARIES Importeur – FRANZ WISSin Köln – segeln gehen wollte, denn sein Stahlschiff war nach langen Jahren DIY endlich fertig geworden. Den Karton mit ARIES Ersatzteilen habe ich heute noch!

Meine Fahrten auf die ISLE OF WIGHT sind mir unvergessen. NICK FRANKLIN kam zur Fähre mit seinem klapprigen Peugeot 204, bei dem nur ca 2 der möglichen 4 Gänge wirklich funktionierten, für Inselverkehr war das aber ganz offenbar genug! Noch mehr allerdings faszinierte mich, daß zu Hause abseits der „Gehwege“ in der Kitchen kleine, offenbar nicht mehr benötigte Münzen, zur Seite geschoben, ringsum auf dem Boden lagen. Aufheben verboten – das war real kauzig britische Lebensart.

HELEN FRANKLIN war damals ein süßer kleiner Fratz, sie sauste durch die ganze Bude. Ein Mikrokosmos mit Bretterzaun zwischen Produktions Baracke und Living Home – in perfecter surrounding und bestem Solent overview! Zum Arbeiten eigentlich viel zu schade!

Als – gefühlte zweieinhalb Jahrzehnte später – dann dieselbe Helen, nun zur Dame reconverted, mich am meinem Stand der Hanseboot begrüßte und mir Peter Mathiesen als neuen ARIES Mann vorstellte, habe ich die Beiden stantepede zu meiner BOAT SHOW PARTY zu mir nach Hause eingeladen – praktischerweise auf dem Dach meiner Werkstatt in Hamburg Ost. Für mich war das damals logisch und stringent, weil ich die alten Verbindungen im Kopf reaktivierte und dem jungen Neu Verfechter gegenüber ganz aufgeschlossen gewesen bin. Warum also nicht?

Als ich dann allerdings während der Party meinen neuen Marktbegleiter ein ganze lange Weile vermißte und ihn, auf Nachfrage, dann unten in meiner Werkstatt fand, wo er seiner Kamera die Produktions Gegebenheiten zeigte, war ich zwar irritiert – aber wohl immer noch viel zu freundlich. Man ist manchmal eben einfach zu gut erzogen! Meine innere Kompass Nadel hatte mich nicht gewarnt.

Jedenfalls folgte wenig später mein Gegenbesuch in Nordborg auf der Insel ALSEN, denn neugierig war ich ja auch!

Zudem hatte ich einen zweiten Anlaß: mein Freund JIMMY CORNELL hatte mich zum Schreiben des englischen Buches SELFSTEERING UNDER SAIL initiiert … und es war meine Idee, den Text meinen Martktbegleitern vorab einmal vorzulegen. In Nordborg jedenfalls entschloß man sich, ob des Inhalts bei ADLARD COLES ein Inserat zu platzieren. Schlecht war das ja keinesfalls!

Wie kommt es nur, daß wenig später von meinem Marktbegleiter dann das „BAD WEATHER PROBLEM“ erfunden worden ist? Ich werde noch heute den Gedanken an Zusammenhänge nicht los, daß hier ein Marketing Schachzug getätigt werden sollte, der ins Fleisch der Wettbewerber gehen mußte und sollte, denn – nicht wahr – schlimmer kann man den Wettbewerb eigentlich nicht diskreditieren, indem man vorgibt, dass er nicht funktioniere! Anwälte hätten hier eine Menge Futter finden können, und ich bin bis heute immer noch überzeugt, daß es sicher verschiedentlich Segler gibt, die hier ungeprüft vertrauen, weil der Name ARIES in sich in ihren Köpfen vertrauensbildend eingenistet hat, zumal der legendäre WILFRIED ERDMANN das gleiche System bis heute noch am Heck besitzt.

Sei´s drum, ich habe die Anwälte schlafen lassen und darauf vertraut, dass man Segler mit den Grundregeln der Physik besser würde überzeugen können, wenn man ihnen nur erklärte, dass es ein BAD WEATHER PROBLEM nie gegeben hat, es sei denn, ein Schiff liege in schwerer See, quer zur See vor Anker – oder mache Fahrt, aber achteraus.

Zwischenzeitlich hat sich das Rad der Geschichte aber offenbar auch bei Aries gedreht, denn seit vielen Jahren ist der ursprüngliche Eigentümer und seine Tochter am Markt auch wieder selbst unternehmerisch unterwegs. Kann es sein, dass es auch dort zu „Mißverständnissen“ gekommen ist? Ich würde das fast vermuten, weil ich bereits zu oft in meinem Leben habe erfahren müssen, wie unterschiedlich Menschen in der Lage sind, sich chamäleonhaft zu verwandeln, wenn es um eigene Vorteile geht, nach denen sie trachten.

Ich habe in der Folgezeit dann auch andere Marktbegleiter in den USA besucht.


HANS BERNWALL / SCANMAR MARINE in Richmond California hat das ganze Buch gelesen, derweil ich auf seinem Flügel die Finger tanzen ließ. Es wurde gegrillt und von meinem Bett im Turmzimmer hatte ich den vollen Blick auf die Bucht von San Francisco. Hans war freundlich, war er doch nach eigenem Verständnis der König der Windsteueranlagen-Bauer – zudem benannte er mich freundlich den „Prinzen“ – dabei war ich unrasiert, im US – coolen Outlook completely not businessman alike. Aber Schleimen tut ja immer gut, auch wenn man aufpassen sollte, daß man auf der eigenen Schleimspur nicht selbst ins Rutschen kommt.

Kurz: Hans war rechtschaffen begeistert und orderte im Verlag in England ein Inserat, da er das Buch mit Überzeugung unterstützen wollte.

Was draus geworden ist, ist hier zu lesen.

In bald vier Jahrzehnten im Haifischbecken des Marine Business ist noch viel passiert – Unglaublichkeiten, die nahezu sämtlich menschliche Verhaltensweisen zu ihrem Mittelpunkt hatten, bzw. der bösartigen Varianten, die in Laufe einen langen Lebens sich zu türmen scheinen. Es ist schon ein besonderes Glück, wenn man den Kopf nach so langer Zeit immer noch über Wasser hat. Immerhin wird aber das Erlebte in kleinen Geschichten vielleicht am besten reflektiert!

Darum denke ich mal nach, was hier sonst noch Erzählenswertes passiert und vielleicht dann zu erzählen ist – verspricht

Peter Förthmann

Ein Kommentar zu Der böse böse Markt

  1. Bruno sagt:

    Hallo Peter, Gratulation zu Deiner Initiative und ich wuensche Dir viel Durchstehvermoegen! Ich war beinahe 10 Jahre Mitglied beim TO ehe ich wegen eines schlechten Revierbeitrages, Achtung Argentinienfahrer!, von den Herrschaften in Cuxhaven oeffentlich blossgestellt wurde. Der Webmaster wie der Vorsitzende fanden dies in Ordnung. Ich und andere Skipper, wie ich erfahren habe, haben auch aus andern Gruenden die Konsequenzen gezogen und unterstuetzen nun andere Plattformen.
    Herzliche Gruesse Rene SY SVENYA

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