Christian Goecke

BREEHORN 44 – MAN TRIFFT SICH MINDESTENS ZWEIMAL
Moin Herr Förthmann, ich habe gerade den letzten Blogeintrag gelesen. Sehr treffend formuliert. Zum Glück ist die Breehorn 44 von vornherein konservativer und aus meiner Sicht auch besser konstruiert als die modernen Typical White Boats, die für mich nie in Frage gekommen wären. Zusätzlich habe ich bei meiner NYALA auch strukturell einige Upgrades einfließen lassen, wie z. B. dickere Ruderwelle, (nochmals) stärkere Bodenwrangen, zusätzliches Kevlar im Bereich der Wasserline von Achterkante Kiel bis zum Bug, Axxon Carbon in High Modulus Carbon, etc.
Ich habe vor etwa drei Jahren mal einen Leserbrief an die Yacht geschrieben, in dem ich einen von Jochen Rieker geschriebenen Test über einen großen Franzosen-Joghurtbecher kritisiert habe. Ich habe gefragt, wie er das getestete Boot als uneingeschränkt langfahrttauglich bezeichnen konnte, obwohl keine einzige Koje auf See nutzbar gewesen wäre (Inselbett vorn und achtern, Sessel im Salon, keine Leesegel verbaut), Herd nur 10° schwenkbar, kein Navitisch auf mehr als 45 Fuß, Toiletten mit Frischwasserspülung, und, und und; kurzum ein Albtraum von Fahrtenschiff!
 
Natürlich wurde der Leserbrief nicht veröffentlicht. Seitdem nenne ich die „Yacht“ nur noch „Hochsee-Bravo“. Offensichlich ist die Redaktion so von den Anzeigenkunden abhängig, dass hier nicht mehr objektiv getestet wird. Bei Booten über 35 Fuß müsste echte Langfahrttauglichkeit aus meiner Sicht eigentlich selbstverständlich sein.
 
Statt eine wartungsarme Windfahnenanlage (an einem ordentlich konstruiertem Spiegel mit einer geteilten Badeplattform mit einem Steg in der Mitte montiert) anzubauen, werden Unsummen von Geld in anfällige elektrische Autopiloten – nebst Ersatzelektronik und Antrieb, riesige Solarpanele und üppige LiFePo-Batteriebänke investiert. Ein Wahnsinn…
Herzliche Grüße
Christian Goecke

Es entwickelte sich ein Schriftwechsel der besonderen Art. Zunächst erfuhr ich, dass ich für Christian´s Schiff, eine BREEHORN 44 vor einiger Zeit eine Pacific nach Woudsend an die Breehorn Werft geliefert hatte. Eine passende Gelegenheit, gleich einmal nach schicken Fotos zu fragen, die ich von Werften ansonsten recht selten bekomme, was interessante Dialoge mit Neueignern zur Folge hat, ob denn die Windpilot Anlage tatsächlich optimal montiert sei, was nicht immer der Fall gewesen ist. Bei Christian allerdings wurde die Montage perfekt erledigt.
Eine Datenbank bringt schon mal Überraschungen, so erfuhr ich, wo sich unsere Wege in der Vergangenheit schon mal gekreuzt haben. In 2018 hatte Christian für sein vormaliges Schiff, eine Baltic 37 eine PACIFIC samt Montage in Hindeloopen angefragt. Es war damals die Zeit, in der ich Montagen vermehrt abgelehnt habe, dies auch schon mal deutlich ausgedrückt habe, weil mir die Lebenszeit immer mal wieder knapp geriet. Ich war damals 71 und suchte nach einem Notausgang aus meiner beruflichen Tätigkeit und habe dies zur Sprache gebracht: ich wollte Windpilot verkaufen. Christian war interessiert, aber wir haben nicht zueinander gefunden.

Christian hat sich damals eine Monitor gekauft und sogleich den Vertrieb in Deutschland übernommen, später jedoch aufgegeben.
Christian nat sich aus SS ein One Off SOS Ruder gebaut, handwerklich ein Augenschmeichler, eigentlich unbezahlbar, zumindest, wenn man die Stunden nicht einzeln zu bezahlen hat.

Nun ist die Nyala gen Süden aufgebrochen. Vier Jahre sind geplant, die Reise ist hier zu verfolgen

Ich wünsche eine schicke Reise
Hamburg 7.7.2026

Peter Foerthmann

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