NAHKAMPFERFAHRUNGEN
Braschos Erdmann hat mir vor kurzem diesen Link zugesteckt. Zeitgleich den Vermerk, dass diese schicke Eloge pro bono vom Stapel gelassen wurde. Es muss also gejuckt haben, der idealistische Überdruck hat sich in die Tasten entladen, wie 18 Minuten Lesezeit in Sachen irreführendes Marketing beweisen mögen. Ein Mann mit Emphase. Ich war „gebafft“, denn Braschos Erdmann hatte ich bis dato als rigiden Kreuzritter des Kassenschranks verortet, der seine Ideen sorgsam abgewogen, vielfach vergnüglich spielerisch oder gar mit Petitesse, spitz und gewitzt in Worte gießt und sodann – gegen Kostennote – ins Freie lässt. Ein Kunsthandwerker im Schreibgeschäft, mit einer wundervollen Sammlung an menschlichen Geschichten von Sonderlingen nicht nur in der wilden Wasserwelt, in der er mit seiner segelnden Schweden Säge Gamle Swede, vorzugsweise ohne Betäubung, „Feinde“ in Lee zersägt. Länge läuft, weiß ja jeder, aber wenn die Schaluppe in der Breite dann auch noch schlanker wird, wird’s eng im segelnden Handgemenge. Gut, dass die erniedrigende Schmach nur Millisekunden dauert, denn dann ist Braschos Erdmann schon wieder weg und atmet freie Seeluft für neue Wortspielereien. Er sitzt übrigens meist in Lee, weil ihm auf der hohen Seite sowieso keiner überholt.
Ja, ich habe diesen Mann seit Jahrzehnten im Fokus, schon in der Zeit, als er noch bei DK seine Apanage verdiente, charakterlich eine solide Bank, stets in sich ruhend, auch wenn es in ihm kochte. Dreizehn Jahre hat er die Fron unter einem damals neuen Chefredakteurs ausgehalten, der im Jahre 2000 angetreten ist, jahrzehntelange Harmonie bei der Yacht zu beenden, dann war ihm klar: so wird das nix! Er hat sich abgesetzt, die Verantwortung für die eigene Wenigkeit selbst in die Hand genommen. Das hat geklappt. Vielleicht ein Seelenverwandter?
Ich habe versucht, den Mann zu locken, habe ihm aus meinem Leben erzählt, vermutlich mehr, als man es würde glauben wollen oder können. Ein Idealist, dem ich mich verbunden fühle. Wir haben Dialoge geführt, sind vom Sie ins Du gewechselt, sodann wieder in die Sicherheit der Sie Distanz geflüchtet und haben als Narzissten einen Paartanz hingelegt. Eine schicke Braschos Geschichte, das war meine Idee, denn Symbiosen zu schmieden ist besser als Linkedin. Wir haben über den Kassenschrank verhandelt,
„in technische Inhalte könne man sich ja dann einlesen“
so mein Gegenüber. Ich habe kalte Füsse bekommen, weil ich meine ganz eigene Weltsicht nur ungern aus den Händen geben mochte, ohne zuvor Details zu klären. Ich habe gezuckt, der Mann war standhaft. Das Leben ist teuer, besonders im Wasserbezirk. Ich weiß. Und ich habe eine vergleichsweise angenehme Position: einen Produktionsbetrieb, der mein Hobby quer finanziert, weil ich schreiben kann, was ich will, ohne allzu viele Vor- oder Rücksichten. Wenn´s denn gelesen wird, umso besser, denn das ist mir Bestätigung, Gradmesser und Motor für weitere Erkenntnisse, Eskapaden und Ergüsse. Immerhin habe ich durch das Schreiben von Büchern mein Marketing kolossal optimiert, feuerverzinkt am High Court London.
Braschos Erdmann hat mir den Terminus von einer Wagenburg zugerufen, die ihre letzten Zugänge schließt, wenn Förthmann um die Ecke kommt, ganz getreu dem Verhalten schreibender Kollegen, die aus dem eigenen Berufsbild allzu gern Vorfahrtrechte abzuleiten pflegen. Das Bild einer im Kreis donnernder Wagenburg mit hoher Narzissten Dichte, ist vortrefflich, da es die Situation von ernsthaften Journalisten – und auch der sogenannten! – wunderbar spiegelt. Wer weiß, ob sie bald unter Artenschutz zu stellen sind, weil sie von allen Seiten Gegenwind erfahren, die Kostenschere unten schnappt und nun sogar die KI noch rechts überholt. Die Torte wird kleiner, der Atem kürzer, Nerven zusehends strapaziert. Vermutlich der Grund, warum einige Zeitgenossen immer aggressiver werden? Ob die hehren Grundsätze von Henri Nannen bald noch in Erinnerung verbleiben? Nein, denn da hätten die Leute dann selber Schuld, weil ein jeder seinen Beruf selbst mit Inhalten zu füllen hat! Vorzugsweise gegen Apanage oder Kostennote, was ja nicht immer klappt.
Darum erlaube ich mir, über Schlüsselerlebnisse zu berichten, die sich im Verlauf eines halben Jahrhunderts als Mitspieler im Marine Biz zugetragen haben. Ich lebe an einer besonderen Nahtstelle im Wasserzirkus, wo ich immer wieder in Gefahr gerate, unter die Räder der „Besserwisser“ zu geraten, weil ich meine Lust am Schreiben in Bezug auf mein Wissen und Lebenserfahrungen Pro Bono in Umlauf bringe. ( Wikipedia Pro Bono: Freiwillige Arbeit, meist von hochqualifizierten Experten.)
An der Schnittstelle Geld und persönlichen Animositäten gibt es ja überall graue Haare und Zoff, es entsteht zuverlässig Reibung, z.B. wenn oder weil der Windpilot Blog kein Geld zu verdienen hat, hingegen zu meinem Überlebens Elixier geworden ist, um im sozialen Kampfgetümmel zu überleben, weil ich mir eine Meinung von der Seele schreiben kann, um nicht zu ersticken oder meine gute Laune zu verlieren. Schreiben als Autotherapie. Mein Alleinstellungsmerkmal, derweil ich auf Porzellan wenig Rücksichten zu nehmen habe, das ja in den Redaktionen als heilige Kühe überall in den Ecken steht oder liegt. Bei der Hierarchie fängt es an: „bei uns duzt man sich!“ Überall Marotten. Aber bin ich darum zum Alien geworden, weil ich mir eine Meinung leiste? Eine Frage der die Antwort innewohnt. Eine Binse, als Murmeltier verkleidet.
Ist natürlich doof, wenn man den schreibenden Matadoren eine vermeintliche Vorfahrt schneidet, gar einem Mantra widerspricht, einen Zacken aus der Krone bricht oder verborgene Fakten offen im Netz verbreitet, erweil die selbsternannten Meinungskapitäne ihre Weisheiten eher verschwiegen, dafür umso dezidierter verteidigen und verbreiten. Widerspruch unerwünscht! Im Kopf vieler Autoren sind Einbahnstrassen asphaltiert, wo Widerspruch als unerhört verstanden wird, weil der FI Schalter in der Sensorik für sozialen Umgang rausgeflogen oder unter Vorsatz ausgeschaltet ist. Narzissten leben oft in einer Scheinwelt, in der die Spiegel ringsum nur wortlose Doppelgänger zeigen.
Anfangs war der Windpilot Blog zart und niedlich, ich hatte ja nix Böses im Sinn, habe einfach angefangen, meine Meinung, meinen Unglauben, meine Unzufriedenheit mit einem Segelverein für die ganz großen Träume, in die Tasten zu schlagen, dem ich zwar 25 Jahre angehörte, mich allerdings ob etlicher ungewöhnlicher Charaktere in Cuxendorf niemals zugehörig fühlte, abgesehen von der tristen Lage am langen Ende der B 73, einer mit Portraitfotofallen gespickten Sarggassenlage direkt am weichen Hafenschlick. In Cuxentown, einer an Lokalkolorit kargen Küstenlage, hat dies Vereinsgebilde gleichwohl einen Status, deren damals „dritter“ Bürgermeister im TO zeitgleich den Häuptling gab, zudem Notar vor Ort und dann auch noch der Vermieter gewesen ist. Die damit angehäuften Verlockungen waren vermutlich schlicht zu viel für den Mann. Ein Gefälligkeitsinterview in der YACHT hat mich sprachlos gemacht, die Stunde Null und eine volle Breitseite im Windpilot Blog.
Ich war, bin und werde kein Vereinsmeier, habe gleichwohl meine Mitgliedsbeiträge stoisch abgeliefert, sogar von der Steuer abgesetzt, weil ich dachte, warum denn nicht? Eine Art stillschweigendes Zugeständnis, dass man hier einfach unterstützen müsse, wenn man in der Wasserbranche sein Zuhause hat, zumal Vereinsmitglieder mit Fluchtinstinkten ohne meine Heckverzierung auf See nie schlafen könnten und von Steuerfreiheit träumen, die mit Kabeltrommel und Autopilot nur schwer erreichbar wird? Eine Solidaritätsadresse der dezenten Art, TO – Mitglied #738 hat 25 Jahre den Laden wie ein schläfriger Hund mit halbgeschlossenen Augen überwacht. Bis zum Knall! Ich bin dann ohne Ehrennadel abgehauen. Und nein, ich biege jetzt nicht in die Drifter Gasse ab, obgleich Luetgebrune der Mann war, der Arnold Lelijveld auf seinen verzweifelten Telefonanruf aus Panama, vermutlich recht schroff antwortete, das er ihn nicht als Vereinsmitglied „kenne“.
Auch drehe ich keine Pirouetten um den Kassenschrank, der in diesem Verein mit dem Heiligenschein von Gemeinnützigkeit, offenbar stets im Fokus des erlauchten Kaderpersonals gestanden hat, das seine Hingabe zu Ehrenämtern gern erhaben, im Sinne von wichtig versteht, sich Kamera affin gegenseitig mit Verdienstmedaillen behängt und neuerdings in Werbefilmen den Spruch multipliziert, dass man „die See im Herzen trage“, derweil es den Anschein hat, dass man den Sinn nicht ganz verstanden hat.
Sven Meßner immerhin ist angetreten, hier nun für die Kasse die Ehren Stallwache zu übernehmen, ein Windpilot Segler mit Rennwagen Faible, vermutlich um die Geschwindigkeitsunterschiede von Land und Wasser zu kompensieren bzw. zu verdauen. Mündlich hat er mir gegenüber klar Stellung bezogen, was er sich schriftlich offenbar nicht mehr traut, weil ihn dann wohl Marcus Warnke haut oder gar Bert Frisch´s Körpergröße als Drohkulisse erleben muss, einem TO Schattenmann mit ganz eigenen Vorstellungen über artiges Verhalten seiner Lämmer, nein, ich korrigiere: des Souveräns. Ein Widerspruch in sich.
Die Frage steht im Raume: warum diese Verschwiegenheit rund um das Spitzenpersonal, fast wie beim Ku-Klux-Klan, wo es ja doch eigentlich immer nur um die eine große TO Frage nach einer Aufarbeitung der dunklen Skandale geht, die man tausenden Seglern und Ex-Mitgliedern bis heute schuldet: Warum, wieso weshalb das große Schweigen im Walde, die Nachrichtensperre, wohlgemerkt in einem gemeinnützigen Verein samt Pressestelle, die die Klappe hält, deren Adressaten die Zielgruppe eines Special Interest Verlages sind, die den ganzen Laden am Leben halten, oder sollen? Suppenkasper allesamt? Oder Kindergarten? Ich schwanke, denn ohne Vergangenheitsbewältigung gibt es keine Zukunft. Meine Meinung. Immerhin hat man vermutlich in gewagtem Manöver die moralische Verpflichtung zur Kostenerstattung von Krankenhauskosten in Not geratener TO – Segler verweigert.
Zur Wahrung der in Cuxendorf offenbar so enorm wichtigen Verschwiegenheit über dunkle Vereinsinterna, bin ich sodann mit meiner flotten Medienanwältin Dr. Patrizia Cronemeyer zum OLG nach Bremen kutschiert, um dort ein unsichtbares Haar zu spalten, Bert Frisch saß breit in der ersten Reihe, RA Orgelmann, vermutlich als Martin Birkhoff´s „Vollzugsgehilfe“, versuchte, eine recht eigenartige Sicht der Dinge durchzusetzen. Hat nicht so ganz geklappt! Wir mussten zweimal nach Bremen fahren um vorhandene Mißverständnisse auszuräumen. Eine in toto fast unglaubliche Zeitverschwendung, nur weil ein Neuvorstand als Narzisst vermutlich Schluckauf hatte und seinen Ärger über einen unartigen Kritiker an die Luft lassen wollte? Ich habe allerdings früh meine Vermutung ausgedrückt, dass der Mediaapartner die Peitsche geschwungen hat, weil ich offenbar als Zustandsstörer in einer Vereinbarung unter Verschwiegenen im Fokus stand. Vermutlich störend, wenn man seinen Mitgliedern und Lesern unschöne Wahrheiten vorenthalten möchte.
Ich habe eine charismatische Frau kennengelernt: Der Umgang mit Dr. Cronemeyer ist eine wahre Freude, obgleich wir in ernster Sache unterwegs waren, nicht nur, weil sie sich mit Verve, Kompetenz und Humor für ihre Mandanten in offene Feuer wirft, um mit scharfem Sachverstand im juristischen Gemetzel empfindliche Narzissten Seelen im medialen Handgemenge zu beschützen oder in die Schranken zu verweisen. Am OLG Hamburg wurde über die Yacht Erfindung eines Vergleichs von Peter F´s Meinungsäusserung im Blog mit dem Stil eines Ha .. Predigers verhandelt. Wie weit sollte man gehen, wenn einfach nur eine andere Meinung stört?
Die Nerven bei TO und DK müssen offenbar blank gelegen haben! Wenn weder Resilienz noch Humor vorhanden ist, bekommen die Juristen Welt Arbeit, das hat sich bis zu Oliver Pocher rumgesprochen, den Frau Dr. Cronemeyer immer mal wieder „raus zu hauen hat“. Eine rasante Frau mit Alleinstellung in einer Medienwelt
die sich in der Marktnische rund um verletzte Eitelkeiten, eine Alleinstellung erarbeitet hat. Mein Schutzengel der bezaubernden Art, die zu meiner Kaskoversicherung im medialen Handgemenge geworden ist. Willkommen in unserem kleinen Rudel!

Erdmann Braschos hat mir geraten:
„Öffentlich formulierte, persönliche und zudem noch an den Chef adressierte Angriffe helfen erstens nicht weiter. Und sie führen zweitens nie zum Ziel. Sie schließen im Gegenteil die letzten Zugänge zur Wagenburg. Drittens interessieren sie den Anwender und vermutlich die Mehrheit der Leserschaft nicht.“
Braschos muss es wissen, er hat unzählige Jahre bei DK gearbeitet und gelitten. Genau hier irrt der Mann allerdings, denn der letzte Zugang wurde von vielen Jahren mit Sicherheitskette verschlossen, weil Kritik offenbar mit dem eigenen Verständnis journalistischen Umgangs nicht harmoniert. Zudem sind tausende TO Mitglieder ausgetreten und still geworden, weil sie zu der Erkenntnis gekommen sind, dass dieser Verein keinen Neuanfang kann und will, derweil man sich, Dank DK´s zuverlässiger Verschwiegenheit, immer noch und immer wieder besseren Zeiten entgegen sehnt. Doch: wie sollte das funktionieren, solange die dunklen Skandale weiter verdrängt, hingegen nie aufgearbeitet werden? Wie will ein Special Interest Verlag, der seiner wichtigsten Zielgruppe dauerhaft Berichterstattung vorenthält, vermeiden, dass kluge Segler sich von Verein und Verlag abwenden? Ein Spagat für Verleger, vielleicht auch die finale Erkenntnis von Konrad Delius jun seinen Verlag zu verkaufen? Nun hat Klambt Media die Verantwortung. Ich habe Lars-Joachim Rose am 17.11.2025 einen Brief geschrieben, den zu lesen er vermutlich nicht die Zeit gefunden hat, weshalb ich ihn am 09.01.2026 offen wiederholt habe. Briefe an TO Vorstände werden offenbar traditionell nicht beantwortet, Grund sie sämtlich ins Netz zu stellen, damit wenigstens die Segler lesen können, was ihren Vorstand nicht interessiert, bzw.welchen Vorstand sie gewählt haben.
TODESZONE HIGH COURT folgt in Teil 2
Hamburg 07.06.2026
Peter Foerthmann








