SV Lida, Ruben Lehmann GER on her way to the Canaries

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SV Mon Amie, Christa Scheidegg+Simon Züger CH

Schweizer Pärchen, beide professionell im Bereich Charter und Brokerage international tätig, fassen einen Entschluss in 2003:
Das unaufhörlich brodelnde Abenteuer Weltumsegelung im Bauch ist stärker. Die Gier nach seglerischen Erkenntnissen und Erlebnissen ungebremst.
Also: kurz bevor die Karriere verbindliche Formen annimmt ist der Zeitpunkt da. Schluss mit nur darüber reden – Christa und ich segeln um die Welt – tun etwas,
was seit bald 500 Jahren Abenteuer ist und werden unsere Erde hautnah in ihren Ausmassen erfahren.
Ich will mich noch steigern, seglerisch nochmals einen grossen Schub dazulernen.
Segeln mit Substanz, auf dem Meer und in der Natur leben – jetzt wo wir uns stark genug dafür fühlen.
Auf unserem eigenen Schiff. Längere Zeit unterwegs zu sein und auch exotischere Länder zu besuchen, anspruchsvollere Routen zu segeln.
So wurde in allen Häfen der prüfende Blick nach ‚meiner Wunschyacht‘ zur Gewohnheit.
Nun haben wir sie gefunden, sie heisst MON AMIE, und ich habe sie bereits in mein Herz geschlossen. Viele Meilen und Ozeane, fremde Länder und Menschen liegen vor uns – eigentlich ein ganzes Leben. Ich freue mich auf jeden Tag!

Lesen die von den Abenteuern dieser Familie

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SV Proximity, Elisabeth Lehmberg, Rod Lambert US

Swan 41 originally built for a German owner moved her way West over the years. Her todays owner wants to show her the way back to European waters, where Elisabeth once has been born.

So the plan?? We leave San Francisco on September 15, 2009, bound for a winter in Mexico. In the spring 2010, we depart Mexico for the Marquesas, French Polynesia. We intend to traverse westward until the end of the sailing season. At that point, we plan to head south to New Zealand for the winter. In New Zealand, we will re-asess. Do we want another season in the Pacific? Is it time to push further westward? Do we hate cruising and want to buy a home in Kansas? We still have Europe on our minds, but it feels a bit arrogant to call it a circumnavigation……yet. Let’s watch, shall we?
Dear Peter, Thank you for such a great machine. Maybe you remember a couple of years ago, we were in San Francisco, and had you send us a Pacific Plus for our Swan 41. We are now in New Zealand, and your Windpilot has happily steered us across the many miles of the Pacific Ocean. We
have attached a foto taken in Fiji.
By the way, we saw on the Blog the story of Weird and family aboard Tangaroa. We know them, and spent time together in Bora Bora and Niue! They are a very nice family, and we regard them highly.

Best Always,
Rod Lambert, Elisabeth Lehmberg continue reading her please

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SV Cariad, Tony Meakin UK

Sadler 34 sailing with his singlehand skipper around the world alone, supported by a Windpilot Pacific shouldering quite a bit of the steering job. Tony wrote this message just recently after starting for new adventures:
Dear Peter

Am in Jacere yacht village, Brazil. The locals are having a hard time with my English but are lerning fast. The trip over was wing on wing all the way even into the Paraeboe river, 1800 miles 2 litres of fuel.
The wind was 15 – 20 all the way but the sea was big 3M at one time so it was very rolly. The wind pilot played a staring roll working 16 days none stop dead down wind. Agreat bit of kit.

Tony Meakin yacht CARIAD read more

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SV King of Bavaria, Wolfgang-Gangerl-Clemens GER

SY King of Bavaria I was a German steelyacht selfbuilt by Wolfgang Clemens during 12 years starting 1975 – 1987 crossing the seven oceans during 20 years, shouldering about 100.000nm before she got lost in the Seychelles in 2007 due to material failure in the anchor tackle. He rescued himself ashore, disassembled nearly any kind of equipment whilst the boat laid high and dry on the coast. Since 2008 Wolfgang is continuing his way from Madagaskar towards Thailand in 2010 on his new boat, a Dufour 37, taking guest on board to show the highlights of the World above and underwater, since he is a very experienced diver. If you want to share his adventure of life, just continue to read here.

Wie es weiter gegangen ist – keine Weihnachtsgeschichte:

Hiermit möchte der Gangerl allen Menschen Glück und Segen, vor allem das Wichtigste, „Gesundheit“ zum Jahreswechsel wünschen. Vor Allem aber möchte ich diesen Menschen Mut zu sprechen, die gerade ein Wellental durchschreiten, in dem sie glauben nicht mehr hoch zu kommen.
In meinen 23 Jahren Weltumseglung, bin ich oft an meine Grenzen gegangen, war bis zum Hals in der Scheiße gesteckt und hatte Minuten weise meinen Mut verloren. Aber Freunde glaubt es mir, Gott, Buddha, Shifa, Ahla oder wie sie alle heißen mögen die Götter an die wir glauben, dem Mutigen wird immer geholfen, denn er hilft sich selbst.
Den Schwachen werden die Götter zu sich holen, denn sie sind kein Vorbild für die Menschheit.
Wie es Jedem bekannt sein dürfte, macht jeder in seinem Leben Höhen und Tiefen durch. Der Eine mehr, der Andere weniger. Manche wiederum trifft es so hart, dass sie daran zerbrechen. Der Starke kämpft gegen Schicksalsschläge, bis ins Übermenschliche, der Schwache gibt auf und zerbricht.
Ich hatte in meinem Leben viele Höhen und Tiefen, aber das Jahr 2007, sollte mich durch die Hölle führen.
Nach 10 Jahren Abenteuer, war ich segelmüde und glaubte in einem armen Land, wo der Lebensunterhalt erträglich ist, mein Standbein zu finden. Ich hatte, zumindest glaubte ich das, ein nettes Mädchen in Kenia gefunden. Bald wurde sie schwanger, weil sie zufällig die Pille vergaß und sie gebar einen süßen Sohn. Ich mietete ein Haus, baute es auf meine Kosten um, hatte einen schönen Garten voller Blumen und an Allem meine reinste Freude. Bald wandelte sich meine Blume zu einer Distel, die mir das Leben unerträglich machte. Die Nase echt voll von den Eskapaden meiner Kenianischen Strandschnepfe, verabschiedete ich mich schweren Herzens von meinem kleinen, süßen Sohn und nahm Kurs auf die Seychellen. Nachdem mich meine Freunde Heinz und Günter dort besuchten, kamen Chartergäste aus Berlin an Bord. Nach einer Woche ankerten wir vor der Insel Marianne bei heftigem Wind und durch einen Anker-Schäckelbruch, strandete dort auf dem Riff meine Bavaria, die mein Leben bedeuete.
Alle Versuche das Schiff zu retten, welches ich in mühseliger Freizeitarbeit, in 12 Jahren gebaut hatte schlugen Fehl. Der Wunschtraum der Weltumseglung, war in Sekundenschnelle geplatzt. Ich saß im tiefen Wellen-Tal. Aber jedes Tal endet irgendwann und es geht wieder nach Oben, indem mir ein kleineres Schiff zum Kauf angeboten wurde. Ich schlug zu und segelte damit zurück nach Kenia. Um meine finanzielle Krise zu überwinden, flog ich nach Deutschland und hielt Vorträge ab. Im Dezember hatte ich dann einen Bandscheibenvorfall und musste operiert werden. Anschließend ließ ich mich an den Krampfadern operieren, die mir bei meinen Gewalttouren oft zusetzten. Durch einen Ärztepfusch war ich dann nahe dran mein Rechtes Bein zu verlieren. Nur der Uniklinik Regensburg habe ich es zu verdanken, die mit mehreren Operationen mein Bein retteten, dass ich heut kein Krüppel bin.
Gequält mit ständigen Schmerzen, Stütz-Strumpf und Tabletten, die bis zu Magenblutungen führten, flog ich nach 10 Monaten zurück zu meinem Schiff. Da ich kaum gehen konnte, da die Vene durchtrennt war und die Durchblutung nur wenig funktionierte, war mit Charter auf dem Schiff nichts mehr zu machen.
Romantic-Hotells, für die ich seit 8 Jahren arbeitete, kündigten mir den Chartervertrag, da ich ja schwer behindert war.
Meine Fee war inzwischen im leichten Gewerbe gelandet und mein einziger Lichtblick war mein Sohn. Da meine Nachtschwalbe ständig betrunken und unterwegs war, floh ich 2008 mit meinem Sonnyboy zurück nach Deutschland. Mein Drachen hatte inzwischen mit meiner Kreditkarte, mein Konto um 2500 Euro überzogen, doch ich war mit Seppi glücklich, endlich den Bastart los zu sein. Doch das Glück nahm spontan ein Ende, als plötzlich mein Schwarzer Alptraum vor der Tür stand. Obwohl ich die Deutsche Botschaft in Nairobi angerufen hatte, ihr ja kein Visum zu erteilen, war sie plötzlich da. Sie nahm mir Seppi und zog mit ihr nach Norddeutschland, wo ihre Schwester schon als Nutte tätig war. Alle Versuche um Seppi zu bekommen schlugen fehl, obwohl ich ihnen den Beweis brachte, dass sie auf den Strich geht und Seppi vernachlässigt.
Tief enttäuscht flog ich zurück auf mein Schiff nach Kenia. Als ich in mein Haus kam, konnte ich es einfach nicht glauben, meine Alte hatte das Haus mit all meinen Sachen verkauft. Kurze Zeit später saß ich wegen Waffenbesitz im Gefängnis, obwohl es nur eine Leuchtpistole war, die auf Seegehenden Yachten ja Pflicht ist. Nach 1000 Euro Schmiergeld Bezahlung, kam ich am Heilig-Abend wieder frei. Danach kam der Zoll und wollte mein Schiff auf Drogen untersuchen, die sie dann auch gefunden hätten, denn das Spiel ist bekannt. Sie kommen zu Viert auf das Schiff und Einer schiebt heimlich ein Päckchen Drogen unter ein Kissen, welches dann gefunden wird. Ein Trick der schon manchen Segler ins Gefängnis brachte und das Schiff wahr verloren. Ich verweigerte die Durchsuchung, denn sie hatten keinen Durchsuchungsbefehl. Noch in der Selben Nacht verließ ich für immer Kenia, denn diese ganze Scheiße hatte meine Holde angezettelt, die mit etlichen Polizisten ein Verhältnis hatten und ihre ledige Tochter bei einer Polizistin in Kilifi zurück gelassen hatte.
Meine neue Heimat wurde dann Tanga in Tansania, wo alles korrekter zugeht, wie im benachbarten, korrupten Kenia.
Das Schicksal meinte es die letzten Jahre wirklich nicht gut mit mir, denn auch Onkel und Tante starben. Manchmal dachte ich, mir die Kugel zu geben. Aber das wäre Feigheit vor dem Feind. Pech und Unglück sind meine Feinde.
Umso tiefer der Gang in der Scheiße sitzt, umso mehr Überlebenswille kommt frei.
Das Jahr 2009 diente dann nur meiner eigenen Genesung und der Verbesserung meines Schiffes. Ich schwamm jeden Tag mehrere Kilometer und war im ständigen Training um mein Bein in Schwung zu halten. Von Monat zu Monat stellte sich eine leichtere Besserung ein und ich konnte mich des Nachts des lästigen Kompressions-Strumpfes entledigen.
Da ich in Afrika keine Zukunft mehr sah, startete ich 2010 zu neuen Horizonten.
Im März setze ich die Segel und segelte die Afrikanische Ostküste runter nach Mosambik.
Obwohl gegen den Wind und starken Strom, durch Gewitter, die einem Weltuntergang gleich kamen, war ich glücklich, denn ich war frei.
Als ich wieder zu den Komoren kam, wollte man mich zwingen, wieder die Insel Moheli anzulaufen, wo man mich schon Mal unkorrekter Weise eingelocht hatte. Als sie aber merkten dass der Bayer eine harte Nuss ist, drehten sie ab und ließen mich in Ruhe weiterziehen.
In Mayotte wurde dann mein Schiff auf Droge gefilzt, aber mit so was hab ich nichts am Hut, nur schwache Charakteren brauchen dieses Zeug. Hier auf die Französische Insel kamen dann Freunde aus Ingolstadt an Bord und gemeinsam segelten wir zu meiner Lieblingsinsel Madagaskar. Schon 2 Mal war ich hier und war auch dieses Mal restlos begeistert. Die Multikulturelle Insel mit ihrer atemberaubenden Tierwelt, die äußerst netten Menschen und lustigen, hübsche Mädchen, die nach temperamentvoller Musik ihre Hüften wiegen, lassen die Idee aufkommen, hier zu bleiben. Meistens hielt ich mich auf der Insel Nosy Komba auf, denn hier hatte ich den Eindruck, zurück in die Südsee versetzt zu sein. Palmenhütten mit davor sitzenden, ewig ratschenden Frauen und Mädchen, die ständig am Nähen sticken und häkeln waren. Ihre Handarbeiten an Leinen im leichten Wind flatternd, in den Bäumen putzige Lemuren sitzend, die so zahm sind, das sie Menschen auf die Schultern springen, lassen die stressige Heimat vergessen.
Nach 2 Monaten klarierte ich aus, da mich im August, meine Nachbarin besuchen wollte.
Allen Warnungen zum Trotz, segelte ich rauf nach Cap Ambre, der Nordspitze Madagaskars.
4 Tage verkroch ich mich in einer kleinen Bucht, um schwächere Winde abzuwarten. Eine Atempaus lockte mich raus aufs Meer. Der Wind sang mir sein Lied, bis er mir den Marsch blies. Bald hatte ich Windstärke 8-9 und 10 Meter hohe Wellen versuchten die Bavaria zu verschlingen. Als nach 2 Tagen Kampf Segel, Autopilot, Computer und Einiges mehr kaputt war, musste ich aufgeben und segelte wieder nach Dar Es Salam in Tansania. Der Kreis hatte sich geschlossen mit 2500 gesegelten Seemeilen.
Nach 2 Wochen hatte ich meine Schäden beseitigt, der Wind ließ nach und ich klarierte am Freitag den 13.8. aus nach Malaysia, obwohl der Schwarze Freitag und mir von gekaperten Yachten der Somalia-Piraten, von allen Seiten berichtet wurde. Aber auf Aberglauben und Ratschläge von anderen Yachten, habe ich noch nie Wert gelegt. Am 2. Tag auf See, zeigte mir Rassmus, der Gott der Winde, wer der Herr im Haus ist. 10 Tage hatte ich Starkwind und die Bavaria lief nur unter gerefften Segeln. Ich kreuzte schon vor den Seychellen den Äquator, denn auf direktem Kurs zu den Seychellen, da warteten die Piraten. Der Piratenkontakt auf den Philippinen, der hatte mir gereicht.
Nun machte das Segeln wieder Spaß. Leichte Winde mit angenehmen Segelverhalten, azurblauer Himmel, traumhaft, unwirklich, kitschige Sonnenuntergänge, den frisch gefangenen Fisch verzehren, mit anschließendem Sundowner, „ o mein Herz was willst du mehr“!
Am 2.9. Laufe ich in das North Nilandhe Atoll ein. In Himithi erhole ich mich von den 3 Wochen auf See. Die nächsten Tage ist nur Tauchen angesagt und dem Gang wachsen wieder Mal Kiemen und Flossen. Da Tauchen meine liebste Sportart ist und ich die Bavaria mit einem neuen Bauerkompressor ausgerüstet habe, bin ich unabhängig und brauche mir um Flaschenfüllung keine Probleme machen. Über das South Ari Atoll, South Male Atoll segle ich nach Male. Total enttäuscht von den Malediven, die jetzt jede kleine Insel mit Wasserbungalows überschwemmt haben, mache ich mich aus dem Staub. Als ich hier 1979 war, war alles nochparadiesisch, jetzt wurde es ein Alptraum für mich.
Unter Spinacker segle ich nach Sri Lanka. Hier angekommen bin ich auch schon mit einem Mietwagen unterwegs und fahre kreuz und quer zu allen schönen kulturellen Stätten. Wieder bin ich von der Paradiesischen Insel begeistert. Die Landschaft mit seinen bergigen Regionen, in denen fleißige Teepflücker ihrer Arbeit nachgehen, drückt dem Land eine besondere Note auf. Hier könnte ich mir vorstellen meine alten Beine zu verwurzeln.
Am 1.10. klariere ich in Galle aus und nehme Kurs zur Südspitze. Die Nacht wurde zum Horror. Tausende Fischer unter der Küste und weiter Draußen läuft in Viererreihen die Großschifffahrt. Durch einen Gewittersturm, der eine Winddrehung von 180 Grad brachte, hatte ich dann eine Beinahkollision mit einem Frachter. Am 2. Tag des Nachts wieder Gewittersturm, das Boot treibt ohne Segel, ich leg mich schlafen. Als ich erwache liegt ein Rostdampfer neben mir. Ich schalte den Motor an und stürme ohne Positionslampen in die Nacht hinaus. Noch zwei Mal werde ich von so einer Rostlaube am nächsten Tag verfolgt und ich begebe mich in die Schifffahrts-Linie, da wo die Dicken wie an einer Perlenkette in beide Richtungen laufen. Ich halte mich in der Mitte des Schiffs-Verkehr und werde nicht mehr belästigt. Aber ich muss aufpassen wie ein Hund, damit mich nicht so ein Dicker frisst. Es herrscht viel Wind und ich habe sehr hohe See. Die letzten 3 Tage, läuft die Bavaria mit Treibanker, damit sie auf Kurs bleibt.
Nach 10 Tagen komme ich an die Südspitze von Sumatra und so ein Vollidiot fahrt mich fast in Grund und Boden. An der Nordspitze, habe ich dann durch den Düsen-Effekt, Windstärke 9 Mit starken Wirbeln in der See. Der Autopilot macht es nicht mehr mit und ich steuere von Hand. Plötzlich wird mir das Steuer aus der Hand gerissen, die acht schlagt Quer und ich bringe sie nur noch mit Maschinenhilfe auf Kurst. Bei dieser Aktion habe ich einen Ruderbruch und ich montiere mein Notruder.
Die nächsten Tage werde ich auf jedem Ankerplatz von jugendlichen Fischern belästigt, die Alkohol wollen. 2 Mal besteigen sie uneingeladen mein Boot und ich muss sie mit Gewallt vertreiben. Nach 4 Tagen habe ich genug und nehme Kurs auf Lankawi in Malaysia. Auf See kommt wieder ein Fischerkahn Längsseits und will Alkol. Ich vertreibe ihn mit der Leuchtpistole. Am vorletzten Tag bricht in einem Gewittersturm der Großbaum und ich verfluche wieder Mal alle Götter dieser Erde.
In Lankawie, einer wunderschönen Insel, kommt dann die Yacht für 3 Wochen an Land um neuen Antifouling anzubringen und die Schäden meiner Vierzigtägigen Reise zu beseitigen.
Um 3000 Euro erleichtert, aber wieder mit einem Seetüchtigen Untersatz, segle ich am 20. 10. Richtung Thailand. Verwundert betrachte ich die faszinierende Küste, die meines Erachtens, die schönste Küste der Welt ist. Wie schlafende Riesenungeheuer liegen steil aufragende Felsen in der See. Dann wieder Inseln mit Traumstränden auf denen sich unter Palmen die Fischerhütten ducken. In Tropfstein-Höhlen, die man mit dem Dingi erforscht, erwartet man jeden Augenblick, den Berggeist mit seinen Feen. Die Unterwasserwelt der wahre Traum, der jedes Schnorchler und Taucherherz höher schlagen lässt.
In Chalong auf Phuket klariere ich und schlage mir so einige Nächte mit den hübschen Thaimädchen um die Ohren.
Vom Barleben satt gefressen, lasse ich meine Bavaria in Stich und gehe auf Landreise.
14 Tage reise ich mit Bussen bis rauf ins Goldene Dreieck (Burma-Laos-Thailand) Der Gang ist total in seinem Element was filmen und fotografieren betrifft. Jede Nacht bin ich in einem anderen Ort und lege auf Fotosafari 4500 Km zurück. Thailand ist ein Land führ Rucksack-Touristen und das Reisen ist einfach und bequem. Mit meiner Behinderung, wäre eine große Belastung auch nicht möglich.
Nun bin ich 1 Monat in Thailand und bin von diesem Land restlos begeistert. Die Menschen sind freundlich und das Land hat soviel Kultur zu bieten. Das Leben ist günstig und was den Charter betrifft, habe auch ich meine Preise gesenkt. Die nächsten Jahre, werde ich mir hier wohl Wurzeln wachsen lassen.

Nutzen sie die Möglichkeit und kommen sie an Bord. Ich zeige Ihnen die schönste Küste der Welt. Denn nur vom Schiff aus, kann man dieses Naturwunder richtig genießen.

Gangerl
www.sy-bavaria.de

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SV Shalom, Bernard Hoekendijk NL

cruising report for Peter Foerthmann:

Dutch Victoire 933 sails to Spitsbergen (Svalbard)
The Dutch author of many books on sailing Ben Hoekendijk celebrated his 70th birtday and boarded his Koopmans designed Shalom IV, a Victoire 933, to sail single handed to the Lofoten and Spitsbergen. He writes:

The Lofoten are named ‘the Norwegian crown jewels’. They are situated 150 kilometers above the Polar Circle and consist a string of steep islands. I sailed single Handed to this sailors paradise and from there on with my son and later another friend as crew over the Barentszzee to Spitsbergen and back to Holland. The whole three month trip covered 3926 seamiles. My boat is 30 years old and sails like a baby. On my solotrip to the Caribbean some years ago my motor broke down mid Atlantic (without electricity for 850 mile), so I installed a new Yanmar three cylinder diesel for this arctic adventure. And I needed it, because the winds were north from the south of Norway all the way until Spitsbergen. Only on the Northsea and the Barentszzee I could sail wonderfull, while my cherished Windpilot steered. A narrow escape when I slept and almost ran into a tanker made me unsure about crossing long distances within Europa single handed.

Norway is a wonderfull sailing ground, with fantastic nature and nice people. In the Lofoten a cameracrew from a Dutch television station boarded Shalom IV and produced a breathtaking film. We caught enormous fish and enjoyed the islands. In Tromsö we rented a gun as the Sesselman demands and headed due north. The pilot says the island of Bornoya halfway to Spitsbergen is a blessing for sailors. We could ancher there and get sleep and warmth as the average temperature was 6 degrees. We spotted many whales and dolphins and visited a whaling station from 1908. By the way: The Dutch explorer Wilem Barentsz gave the name to Spitsbergen (steep mountains) in 1596, while the Norwegians speak of Svalbard (cold coasts).

One of the problems of this sea are the trees that float around and you cannot see them from afar. They drift from the rivers of Siberia and keep you wide awake! Ed Meegens, a Dutch solosailer, got caught in the ice close to the Sörkap and was saved by the coastguard. He warned us, so we took a big detour around Sörkapp and headed for Lonyearbyen, the only ‘town’. From there we visited Billfjorden where we approached the wall of snow and ice very close. The deserted Russian minetown Pyramiden where twothousand people lived before 1998 was an unforgettable stop, also because we found a sauna, where my son and I sweated while it was just above zero outside.

The trip back was heavy. Gribfiles are here, 500 miles from the Nortpole, unsecure. We got force 7 while 4 was predicted. But the boat behaved greatly. Of the long trip back I only mention the last day. We approached the Friesian coast, with just twenty miles to go to Vlieland when the (new) motor stopped. As tacking in the shipping lane is probibited we asked advise from the Dutch coastguard. They sent the Terschelling lifeboat who approached us in the middle of the night with 50 knots (!) and brought us safe in the harbour. The problem: bacteries in the dieseltank. Since that time this problem haunts me in spite of all the precautions. But this ‘arctic adventure’ with my son was unforgettable.

Bernard Hoekendijk

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SV Honningpupp, Thomas Witso-Bjolmer NOR

Norwegian built Confort 32 with young family and son left Norway in summer 2010 for a sabbatical year, participating the ARC 2010 a Windpilot Pacific at her transom. Please read about their adventures in their blog here

Incoming message from Rodney Bay Marina on 19th dec. 2010:

Hi Peter!
Just to share the arc expirience with you – the pilot worked perfect – and was steering about 95% of the trip! We came in on 13.th best time (corrected time), and part of the sucsess is „Kjell Aksel“ (the wind pilot). We are so happy for your extra service in Las Palmas, and will recommand your pilot to everyone.
Thanks again!
Thomas, Hege & Storm

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Swan 39 Ron Holland, Rainer Woehl GER

This beautiful Ron Holland Swan 39 – left picture – has been destroyed by collision some years ago. The owners family purchased a brandnew Beneteau First 40.7 immidiately, after an Atlantic crossing decided however to resell the boat and change to a traditional Abeking & Rasmussen design built in 1971. Coincidently as a young man, the todays owner has been skilled at the Abeking & Rasmussen yard once SV Thule has been built. When he finally purchased this boat in 2008 – the boats name has been still the same – the condition has been just perfect – so he started his World tour shortly afterwards. Please follow SV Thule on her way round

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SV Iron Lady, Michael Wnuk GER, currently in Uruguay

This is the report of Michael about „Daisy“ his female iron helmsman, you can follow Michaels adventures here The video is being published at the vimeo platform

DAISY!
Peter & Ich!
Wer Peter Förthmann ein bisschen kennt oder schon mal mit ihm telefoniert, gemailt oder sonst wie hat, weiß das Peter nicht unbedingt zu denen gehört die nix zu sagen haben. Ich auch nicht. Peter baut und verkauft seit 35 Jahren seinen „Windpilot Pazifik“. Als wir die LADY vom Voreigner übernommen haben, war das edle und nicht unbedingt billige Teil schon hinten am Heck. Der Voreigner Klaus meinte nur: „ Micha, dieses Ding bringt Dich sicher über den Teich. Um so mehr Wind um so besser!“ Recht sollte Klaus behalten. Wir haben die Pazifik umbenannt, bei uns ist es eine Dame: DAISY! Daisy hat mir und Natale, aber auch vor kurzer Zeit, meiner Crew und mir, schon so einige Male das Leben gerettet. „Häh, wie das Leben gerettet?“ Nun. Das Ding steuert die LADY auch noch sicher, wenn DU nicht mehr kannst und wenn bei 50 Knoten alle Segel unten sind und der Kahn nur noch vor Topp & Takel die acht bis zehn Meter Wellen runter rauscht, bist Du froh, DAISY zu haben und nicht selber an der Pinne stehen zu müssen. Die Sonne geht unter, der Wind wird stärker und Du vertraust Daisy, was sollst Du auch sonst tun. In Kolumbien, vor dem Kap „Santa Marta“ hatten wir einen „Knock Down“, eine Freak Wave hat den Mast der LADY platt aufs Wasser gelegt und drei Wellen sind über die LADY gerauscht. Die Radsteuerung war in ihre Bestandteile zerlegt, der Hydraulikzylinder aus seiner Verankerung gerissen. Dasiy hat uns sicher in den Hafen von Cartagena gebracht. Danke. Einmal, nach 15 Jahren mussten wir die Dame mal zu einer generellen Überholung in die Werkstatt geben und sie steuert immer noch, nach fast 25 Jahren.
Im letzten Winter, kurz vor der Kapstadt/Rio Tour, ist der Schneckentrieb der Richtungsverstellung kaputt gewesen. UV Licht macht jedes Plastik auf Dauer eben doch spröde und kaputt. Peter hat schnell und unbürokratisch geholfen, als Dank habe ich ihm versprochen ein Video unserer etwas untypischen Konstruktion zu machen. Hier ist es jetzt. Bitte schön Peter. Danke für Deine prompte Hilfe.

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SV Gabber, Tineke+Jimmy Lengkeeg NL

Dutch steel built canoe stern Gabber has been sailed around by Tineke and Jimmy for many years – a Windpilot Pacific Plus fitted since about 20 years. The boat has been sold to another couple proceeding the way round the ball for another time – Gabber and her todays owner couple Annelies en Enoch Justus are running an interesting blog in Nederlands language here is the way to meet them

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SV Tangaroa, Wierd, Carolien, Suze en Tamar NL

HR 38 started her Worldtrip sometime in 2009, actually is in Australian waters.
“Hoe gaat het nu echt met jullie daar in Sydney?” Die vraag heb ik de laatste tijd meerdere keren langs horen komen. “Ja, tussen de regels door lezen we wel een beetje hoe het gaat. Maar vertel nou eens….. “ Het is dus tijd voor een update van alledag of zoals Opa het zou noemen “een saai stukje” dat de romantiek van het leven Down Under gelijk de das om doet. Het lijkt zowaar weer op een normaal leven, waar we, als we eerlijk zijn, nog wel wat aan moeten wennen…
Continue reading in Dutch language here please

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Moai – we of Windpilot making our dreams to come true – like you!

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SEX outside the City, desperate dreams of singlehanded yachtsmen

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SV Ramatoa, Dominique + Benoit FRA

LE RÊVE…
Voyager à la voile… c’est concrétiser mon rêve de gamin qui préférait dévorer des récits de navigateurs : „le voyage de Damien“ et „la Longue route“ – plutôt que de travailler correctement au lycée. Aujourd’hui, jeune retraité, le rêve devient réalité. Partir en couple … et partager une passion commune de voyager à la voile sous les tropiques.
LA RÈALITÈ…
Un voyage au long cours en Atlantique, par le Sénégal, le Brésil, l’Amazone, le vénézuela, les Antilles et dans le Pacifique vers la Polynésie française. Ici le blog

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SV Cercamon, Doris et Régis, dits les Cercamonieux FRA

Bienvenue sur le blog de CERCAMON relatant notre VOYAGE EN VOILIER, avec nos récits, photos, et quelques conseils pratiques. Ci-dessous, vous trouverez un rapide descriptif de notre escale actuelle, suivi d’une présentation générale de notre parcours et de l’agencement de notre blog. Bonne découverte !

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SV Equinox, Alexander Eipel GER

World travelling Doctor always around to supporting people in need, In Sri Lanka, Uganda, Myanmar, now preparing for some extended cruising with his aluminium van de Stadt 40 Caribbean, departing from her homeport in Germany in summer 2011. Please have a look to the exiting pictures in high resolution, you will find the pictures here

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SV Miranda, Thomas Ruest CH via sailmail

15.December 2010, position: 13-03 Nord und 48-40 West, erhalten wir diese Sailmail:
Lieber Peter Foerthmann,
haben Sie vielen Dank für Ihre guten Ratschläge in den letzten zwei Tagen. Dass der Hersteller von sich selbst sagt, er sei immer nur ein Klick weit weg, ist schon eine ungewöhnlich hevorragende After-sales-Betreuung. Der Chef von Windpilot ist – verzeihen Sie das missratene Sprachbild – ein leuchtender Stern am dunklen Firmament nicht gehaltener Garantieversprechen.

Wir haben inzwischen das Paddel senkrecht gestellt, was die Steuersignale verbessert hat. Für die Rutschkupplung am Radadapter haben wir einen Murks gemacht. Wir nehmen ganz einfach eine Schraubzwinge, wo die Flügelmütter (oder sind es -muttern?) nicht richtig zupacken wollen. Und siehe da: es geht. Aber das Foto von dieser Gewaltanwendung wollen Sie dann sicher nicht in den Prospekt aufnehmen.

Punkto Steuergenauigkeit reiht sich unsere Ovni nun also wieder in jene 200 Schwesterschiffe ein, die ebenfalls mit Ihrem Windpilot unterwegs sind und auf die Sie gut und gerne stolz sein können.
Ich hoffe, dass ich Sie einen Mausklick weit weg nicht mehr erreichen muss vor unserer Ankunft in Barbados und wünsche Ihnen deshalb schon jetzt schöne Festtage und ein erfolgreiches Neues Jahr.
Mit herzlichem Gruss
Thomas Rüst
SY Miranda II
13-03 Nord und 48-40 West.

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SV Witte Raaf, Petra+Jan Willem Versol NL

You can’t miss St.Lucia if appoaching from the south; the two Pitonsare the island’s national trademark and even the beer is named after them. We anchored in Marigot Bay and suffered from a complete culture shock. This is the first spot we met in the eastern Caribbean where the white “civilisaton” has established itself. Marigot Bay is a kind of watersport-swimparadise-beautyfarm-amusement park-resort and stopping-place for charterboats. Around the picturesque bay several fancy restaurants have drawn up, expensive residences and even an (according to the sign) gourmet-supermarket where they sell typical Caribbean products such as smoked salmon, marinated herring and Chassagne-Montrachet. The English southcoast, though magnificent, seems suddenly terrifying close. Continue reading here please

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ARC Experiences 2009 und Considerations

Jeanneau Sun Fizz 40 – Deutscher Eigner berichtet von seinen Erfahrungen mit der ARC, direkt nach Ankunft – und zehn Monate danach. Hier gehts zum aktuellen Bericht
German owner reports about 2009 ARC participation and resumes today.
Here is the way for latest News about the ARC

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Merry Christmas – yachtsmen dreams

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SV Banik, Jean-Baptiste Delannoy FRA

On a mis en place une navigation simple:
C’est vers l’horizon que pointe l’étrave de nos voiliers. C’est sur la barre de navigation horizontale en bas de l’écran que vous trouverez les rubriques qui seront toujours présentes sur le site. Ce sont les informations „générales“ qui font la particularité du site de Banik. (Si la barre de navigation n’apparaît pas, Par contre, en cliquant les liens ci contre, mettez le cap sur des informations et des pages plus spécifiques à notre cas personnel et qui ne seront visitées que par les petits curieux.
Bonne lecture.

Life time live aboard family travelling around the world since about 30 years, writing les „lettres de banik now since years“. After cruising with a Trismus 37 for many years they are sailing a self built steel One Off now since several years – performed by – guess what?

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SV Isola Blanca, Alessandro Gennai ITA

Sparkman & Stephens designed, Italian built Sciarelli 47 got a brand new Windpilot Pacific Plus sometime in 2009. Both her owners travelled to Hamburg to visit the Windpilot workshop – here is the picture gallery about their visit – and here you can find theirblog in Italian language.

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Blauwasser Seminare – Interessen – Konflikte

Seminar – ein Wort, das Bilder in unseren Köpfen zaubert. Selten gute Bilder, meist zeigen sie dunkle Räume mit heller Leinwand, erinnern an Langeweile, Sitzen ohne Fleisch, seeligem Dösen und der Erkenntnis von vertaner Zeit, die man anders hätte besser nutzen können.

Natürlich auch Bilder von Seminaren, bei denen die durchblutete Festplatte von Mitarbeitern upgedatet und für Konzern Direktiven kompatibler eingestellt wird – gepflegter Kleidung, leisem Ton, kleiner Starthilfe zur grossen Wende im Kopf – artiger Mitarbeiter – wenn alles klappt – naja, oder nicht!

Oder das Bild von Seminaren, bei denen Zeit vergeudet und totgeschlagen wird, die anderweitig – oder von uns allen – bezahlt und deren Ergebnisse am Ende fast egal sind – Hauptsache teilgenommen!

Die enorme Bandbreite unterschiedlicher InteressenLagen macht einfache Antworten schwierig.

Soll auch nicht!

Kaum ein Beispiel eignet sich besser, die Gemengelage unterschiedlicher Interessen zu beleuchten, als Seminare in unserem eigenen Gartenteich: die Blauwasserseminare, denn hier kann jeder mitreden!

Schliesslich handelt es sich um unser liebstes Hobby – besser noch: die Träume davon!

Es sind Träume von Palmen, blumen verzierten Schönheiten und Südsee Stränden, die uns das Hamsterrad ein wenig erträglicher machen, uns notfalls lebenslang bei der Stange halten können.

Das Fernziel vor Augen, lässt sich ein Leben leichter tragen, gerät Waschen, Fönen, Trocknen unserer mit weiblichen Kosenamen verzierten schwimmenden Geliebten zum Hobby, für das eine Schicksalsgemeinschaft – genannt Familie – auch Opfer bringen wird – notfalls mit Gewalt.

Aber: ein Bildschirm Schoner muss irgendwann gegen einen realeren Horizont ausgetauscht werden! Zudem: Träume Tanken, verklärt die Gesichtszüge, lässt kalte Winter wärmer werden – also Klimaschutz ganz ohne Heizung.

Darum sitzen wir hier vor den Bildschirmen, klicken und lesen weiter!

Blauwasser Seminare bedienen Träume in perfekter Weise, vermitteln kollateral Informationen, Fachwissen und Fertigkeiten und helfen, wasserlose Lebensperioden besser auszuhalten – solange nur das Licht am Horizont leuchtet – und es nicht das Licht einer Lokomotive ist – die da kommt.

Klar werden diese Träume am besten von Helden aus Fleisch und Blut bedient. Helden, die den Traum bereits gelebt und überstanden haben. Ebenso klar ist, dass hier subjektive Betrachtungsweisen transportiert werden – dem besonderen Reiz derartiger Veranstaltungen – Menschliches von Geschichten zu differenzieren und in eigene Standpunkte und Entscheidungen umzusetzen.

So schwinden Grenzen zwischen Träumen und der Realität und ein jeder findet am Ende vielleicht dann den eigenen Weg einfacher oder schneller – oder eben nicht!

Weniger klar ist, dass bei der Veranstaltung von Blauwasser Seminaren Interessen verschiedener Art zusammentreffen – besser: aufeinanderprallen.

Das soll hier untersucht werden.

Die Geschichte der Blauwasserseminare reicht etwa 15 – 20 Jahre zurück. In den USA / Canada wetteifern traditionell 10 grössere und eine Vielzahl kleinerer Bootsmessen um die Gunst der maritimen Besucherströme. Eine schier unendlich lange Küstenlinie hat dort Mikrokosmen entstehen lassen, in denen Millionen Wassersportler Erholung suchen – von denen die weitaus kleinere Hälfte mit weissen Flügeln unterwegs ist.

Segler Seminare dürften als Erfindung dortiger Messe Veranstalter gelten, denn sie sind der perfekte Weg, eine Show für Fachbesucher interessanter zu gestalten, zumal die Flugzeiten zwischen vielen US Boat Shows gering sind und es dort traditionell viele Messe Touristen gibt – lange Winter wollen ja – wie bei uns – auch dort überlistet und totgeschlagen werden.

In Toronto, Chicago, New York, Newport R.I, Atlantic City, Annapolis, Miami, Ft. Lauderdale, St. Petersburg und Oakland gehören Fach Seminare zu allen Bereichen des spritzigen Wassersports zur täglichen Fütterung für hungrige Messe Besucher.

Mit dem Ticket zur Messe ist zeitgleich der Zutritt zu den Seminaren meist ebenfalls erledigt – die Entscheidung zur Teilnahme also einfach – solange noch Stühle frei sind. Und so findet in den Gängen ein reges Leben und Treiben statt – immer auf der Suche, nach den interessantesten Vorträgen, auf denen die Stühle dann am Ende manchmal doppelt besessen werden – von zwei Hosen je zur Hälfte.

In Annapolis, einer liebenswert skurrilen Floating Show, für die traditionell ein Teil des Innenhafens mit Maschendrahtzaun vom Strassen-Verkehr abgeteilt wird, wo Aussteller heute noch in luftigen Zelten auch bei Schneetreiben willig ihren Standplatz bezahlen, Chemie-Toiletten-Brigaden aus der Bauwirtschaft Verwendung finden – werden die Seminare im angrenzenden MARRIOT Hotel abgehalten.

Fachseminare sind auf US Boat Shows Stand der Technik.

Die grossen Platzhirsche US-BOAT und STRICTLY SAIL beherrschen jeweils mehrere Messe Schauplätze und besitzen die Lufthoheit über Hunderte von Seminaren. Ein Wettbewerb, der für Messebesucher darum fruchtbar ist, weil sie aus einer Vielzahl von Angeboten für sich selbst die passende Auswahl treffen können. Tausende von Messebesucher sind der Seminare wegen unterwegs – und laufen durch die Messehallen oder Häfen – nur, um sich die Zeit zwischen Vorträgen zu vertreiben – okay, überspitzt gesagt!

STRICTLY SAIL ist Veranstalter in Chicago, Miami, Oakland und St. Petersburg.

USBOAT veranstaltet die Annapolis Boat Show und viele kleinere Events.

Die Lufthoheit über Programm und Referenten haben die Veranstalter und Verbände, die im Verbund mit Yacht Magazinen und Verlagen die Präferenzen geschaffen haben für oder gegen einzelne Referenten – und natürlich eigenen Mitgliedern – allesamt im maritimen Bereich arbeitenden Unternehmen – Redezeiten reservieren und damit Marktanteile sicherstellen. Dies unterscheidet US Shows von Europäischen Messestrukturen, bei denen jede Show von einer lokalen Messegesellschaft veranstaltet wird – die – logisch – ganz anderen Maximen folgt. Einmal raten genügt!

Ein prächtiges Spielfeld und Kampf Arena zugleich. Es geht um Marktanteile, Leser, Käufer und Besucher – also eine Menge Geld.

Hier eine Seminar Auswahl:

ChicagoAnnapolisAnnapolisNew YorkMiamiOakland

Andy+Liza Copeland, John Neal, Nigel Calder, Beth+Evant Starzinger, John Otterbacher, George Day, Walt Gleckler, Tim Queney, Charles Chiodi, Steve Dashew und vor allem Lin + Larry Pardey – allesamt Referenten, deren Bücher und Verlage für eine erfolgreiche Vermarktung stehen, an deren Anfang der Einsatz vor Seminar Fachpublikum gestanden hat.

Die Differenzierung von Seminaren ist in den USA seit jeher deutlich zu erkennen:

So gibt es Seminarvorträge, in denen ausgewiesene Experten Fachvorträge halten und Referenten, die von ihren Reisen und Erlebnissen das Publikum mit Video und Beamer unterhalten – sich durch Publikationen in eigenen und fremden Medien einen Namen machen – oder sich gleich selbst vermarkten.

Die Grenzen zwischen Experten und Helden sind diffizil – sie offenbaren sich im Frage-und-Antwort-Spiel, wenn am Vortragsende konkrete Fragen nur nebulös beantwortet werden. In den USA ist dies ein gefährliches Fahrwasser, weil dort die Menschen direkter – für uns unhöflich – Fragen zu stellen wagen. Eine normale Frage: „ why should I buy your book?“ – „why should I buy your product?“ Auf derartige Fragen fallen irritierten Mittel Europäern erst einmal vor Schreck die Kinnladen runter….

Vielleicht ist es diese Besonderheit im US Seminarwesen, die die US Segelhelden davon abhält, sich umfassend zu allen – auch technischen – Bereichen zu äussern, statt dessen dann auf die richtigen Experten verweisen. Zumal Longterm Segler unterwegs stets selbst die Hilfe der Experten in Anspruch nehmen, wenn es fachlich brennt oder nix mehr geht.

Der Konflikt zwischen Verlagen und Industrie-Verbänden, die nach Abonnenten oder Kunden heischen, gerät manches Mal zum Protektionismus, weil eigene Klientel natürlich präferiert werden soll.

Nach vielen Seminar Vorträgen über mein Lieblingsthema im Verlauf dutzender US Boat Shows – wurde ich eines Tages in OAKLAND CALIFORNIA, vor Beginn eines Seminars ganz unvermittelt ausgeladen: „unfortunately we had to change plans, sorry!“

Der Grund war banal: Mein US Marktbegleiter in Richmond CA hatte von seiner Stimme und Gewicht im STRICTLY SAIL Council Gebrauch gemacht – sein Boat Show Stand befand sich wenige Meter nebenan im gleichen Zelt. Da war ich also schlicht zu nah´ dran – im doppelten Wortsinne – der Platzhirsch hatte Schluckauf bekommen!

Ansonsten verliefen meine Seminare störungsfrei, wenn man von einem Vortrag im MARRIOT ANNAPOLIS absieht, bei dem ein canadischer Marktbegleiter, interessiert in der 1. Reihe lauschend, mir plötzlich an die Wäsche wollte und anschliessend – schimpfend – von stämmigen Security Guys aus dem Raum gebeten – nein, getragen wurde.

Europa befand sich noch im Tiefschlaf, Fachseminare für Segler noch nicht erfunden.

Es begann im Jahre 1994 auf den Stegen von LAS PALMAS: JIMMY CORNELL zog mich zur Seite und fragte: „kannst Du einen Vortrag zum Thema Selbststeuern unter Segeln halten?“ – „Klar!“ – „Auch in Englisch?“ – „Klar!“ – „Okay: Wir sehen uns dann im Congress Zentrum Las Palmas – oben auf dem Berg!“ – Zack!

Dort stand ich dann im schicken Mahagoni-Edelstahl-Ambiente mit weichen Knien und trockner Zunge vor einer Hundertschaft von Seglern im Halbdunkel – mit Knopf im Ohr. Mein Vortrag wurde nämlich von ASTRID GREIFF simultan ins Deutsche übersetzt – verdrehte Welt!

Ein Vortrag mit Folgen, denn fortan drehte Jimmie´s Seminar Roulette in LAS PALMAS, ENGLAND und in der GUILDFORD UNIVERSITY.

Jimmy Cornell hatte seiner ARC Veranstaltung unter dem Label von WORLD CRUISING ein Seminarprogramm beigeordnet, in dem die wichtigen Bereiche der Blauwassersegelei praxisnah´ erörtert wurden – „hand´s on seminars“, wie es sinnfällig in Amerika heisst. Eine Massnahme, die von den Teilnehmern dankbar angenommen wurde und von Beginn an – bis heute – von der YACHTING WORLD flankiert und promotet wurde. ELAINE BUNTING, zu Jimmies Zeiten schon dabei, schreibt regelmässige blogs, recherchiert und veröffentlicht den YACHTING WORLD GEAR TEST, der jeweils im Herbst eines Jahres in YACHTING WORLD erscheint.
Die Seminare waren in Las Palmas und London kostenlos.

Es ergab sich spielerisch, dass wenig später WORLD CRUISING DEUTSCHLAND, von ASTRID+WILHELM GREIFF und mir ins Leben gerufen wurde. Astrid und Wilhelm sind bis heute offizielle Vertreter von WORLD CRUISING in Deutschland.

In 1998 haben wir erstmals das WORLD CRUISING BLAUWASSERSEMINAR zur HANSEBOOT veranstaltet, ein Fachseminar mit Experten in den Bereichen Energie Management, Navigation, Telekommunikation, die ideale Fahrtenyacht, elektronische Seekarten, Medizin, Psychologie und – nicht, dass ich das hier vergesse: Selbststeuern unter Segeln.

Jimmy Cornell und Bobby Schenk als Helden und Lichtgestalten haben damals der Veranstaltung Farbe verliehen, von ihren Erlebnissen und Abenteuern berichtet und die Unterschiede zwischen Theorie und Praxis wunderschön bebildert aufgezeigt.

Die Seminare waren eine schwere Geburt – galt es doch, eine widerborstige Behörde, genannt Messeleitung, vom Nutzen und Segen einer derartigen Fach-Veranstaltung zu überzeugen.

Dies konnte – oder wollte? – der damalige hochgewachsene Messe Häuptling weder sehen noch anerkennen – stellte uns statt dessen Getränke, Eintopf, Diaprojektor zu grotesk überhöhten Preisen und Eintrittskarten für Seminarteilnehmer zum Tarif für Gruppen Reisende in Rechnung – sodass am Ende der Veranstaltung regelmässig das Loch in unserer Kasse schwindelerregend klaffte – weil wir auch unsere Referenten fair bezahlen wollten.

Wenn Bobby Schenk und Jimmy Cornell dann immer mal wieder auf ihr Honorar verzichtet haben, empfand ich dies als faire Geste, denn beide wohnten unter meinem Dach – und in meinem Weinkeller sind die Flaschen dabei in Tränen zerflossen.

Die Kosten-Kette einer Messeleitung, die vor allem an die eigene Kasse dachte – war unser orientalisches Collier am Hals, das uns immer wieder zu den Fischen zog.

Gegen schlechte Laune und Bürokraten muss man tapfer sein, oder die Waffen strecken und so erwies sich der Entschluss, dies Seminar nach 6 Jahren einzustellen, am Ende als logischer Weg.

Wir verfügten weder über einen starken Kooperations Vertrag mit einem Verlag noch Sprachrohr eines auflagenstarken Segel Magazins. Beides ist notwendig, um ein Fachseminar in die Öffentlichkeit zu tragen, wenn man dem Haifisch Kostenfalle entfliehen will. Pressenotizen in den bekannten Segel Magazinen waren nicht genug und Presseabteilungen von Messegesellschaften arbeiten manchmal erschreckend wenig effektiv.

Sein Marken Label möchte jeder Haifisch gern auf eine schicke Veranstaltung kleben – wirtschaftlich Verantwortung tragen hingegen – eher nicht. Vielleicht sind wir mit unserem Idealismus zwischen die Mühlsteine geraten oder haben die falschen Leute nicht richtig hofiert! Egal: entschlossen – verkündet!

Als Bobby Schenk mich dann beim Frühstück fragte, ob ich vielleicht noch ein weiteres Mal bereit wäre, für ihn als „Freundschaftsdienst“ diese Veranstaltung 2004 noch einmal zu organisieren, habe ich zugestimmt – ohne die Folgen zu erahnen. Bobby´s Koje samt Schiff war damals noch dauerhaft von malayischen Mangroven umschlungen – joking – so dass mir diese Bitte plausibel schien.

Die Veranstaltung hiess also fortan BOBBY SCHENK´S BLAUWASSER SEMINAR – inhaltlich zunächst recht ähnlich, hingegen ungeheuer plötzlich auch finanziell ein Erfolg.

Wie durch ein Wunder nämlich lernte die Messeleitung eine Lektion über Nacht: was jahrelang in Rechnung gestellt worden war – gab es ab sofort umsonst – eine Ohrfeige für einen Aussteller, der einer Messe 30 Jahre treu gewesen und ein Seminar viele Jahre gegen vorherrschende Winde aufgebaut hatte! Könnte man auch deutlicher sagen!

Behördliche Antwortschreiben lesen sich alle gleich:
„ ….bitte haben Sie dafür Verständnis, dass auch die Hamburg Messe vertragliche Vereinbarungen so trifft, wie es unserem Messekonzept entspricht.“ Zitat Ende.

Tja – so einfach ist das – braucht man nicht mal Wikileaks dazu…

Ein Joint Venture von Autor, Verlag und Segelmagazin hatte die Messeleitung flachgelegt – the morning after the night before wurden plötzlich alle Kosten von der Messegesellschaft übernommen, später sogar tägliche Kleinarbeit erledigt. Das kaufmännisches Risiko jedenfalls lag fortan bei Null – der finanzielle Erfolg plötzlich in staub-trocknen Tüchern.

Ich bin am Ende auf der Arbeit sitzen geblieben – das Vergnügen fand am anderen Ende statt – der Weinkeller hat ein letztes Mal gelitten – Stolz kann auch eine Tugend sein.

You live and learn…

Aber, ein Krokodil vergiesst keine Tränen, that´s the way of life – und es gibt ein Leben auch nach den Seminaren – es ist zufällig das gleiche, das es vorher gewesen ist…

Immerhin: diese Abläufe waren eine Backstags Brise für meinen Entschluss, nun auch meiner Hausmesse Hamburg den Rücken zu kehren – nachdem ich schon seit 9 / 11 schrittweise alle anderen 14 weltweiten Messe Präsenzen aufgekündigt hatte.

Mein Credo vom „Aussteller als umworbener Attraktion einer Messe“ wich der Maxime, dass Messen ihre Aussteller aus den Augen verlieren – bei der Suche nach ihrem eigenen Profil. Was natürlich – vehement – nicht bestätigt wird!

Deutschlands Messen sind zwischenzeitlich mit dem Hammer aus dem Koma erwacht – Aussteller – und Besucherschwund hat überall die Wecker klingeln lassen!

INTERNET heisst die Gespenster Dame, die seit Jahren durch Messenhallen und Vorstands Etagen geistert und den Veranstaltern die Luft zum Atmen kratzig macht – ihnen den Watte Teppich warm versorgter, staatlich geregelter Existenz unter den Füssen wegzaubert.

Denn Segler sind schlaue Köpfe mit Computern, die telefonieren können. Warum sollten sie sich in Menschentrauben durch Messegedränge schieben, überteuerte Snacks kaufen, wenn sie mit einer Maus am Finger bequem die Informationen auf dem Sofa oder in der Berghütte bekommen können?

Als Werften ihren Webauftritt schon online hatten, wurde Ausstellern zur Messe noch ein Link gegen Aufpreis verkauft – Murmeltier lässt grüssen!

Der Markt kann grausam sein, aber er arbeitet stringent. Er ist vor allem schneller als ein staatlicher Apparatikus, der sich zu gern verliert in buchschweren Teilnahmebedingungen und Bestell Formularen, bei deren Studium – erst recht beim Ausfüllen – es eines Fach Beistands bedarf, der Dinge erklärt, die man nur schwer verstehen kann.

In den USA genügt ein Kreuz auf der Show Application: same place / condition as last year? Thank you for participation and Welcome to our show.

Internationale Messe Präsenzen sind teuer und aufwendig, erreichen zudem nur wenige potentielle Käufer – das ist heute Stand der Technik in den Köpfen von Werft Inhabern, deren Schiffe in Stückzahlen im besten Falle zu hunderten, niemals aber wirklich als Massenprodukte weltweit zu verkaufen sind!

Hinter Messen dagegen stehen staatliche Interessen und Verbände, die den Standort für Besucher der Stadt attraktiv erhalten wollen, weil Hotels gefüllt und die Bude brummen soll. Presse Abteilungen geraten zu servilen Erfüllungsgehilfen, die J-E-D-E Veranstaltungen zum Erfolg schreiben – müssen – sich ansonsten einen anderen Job suchen – können.

Interessant, dass hierzulande die Gigantonomie von Städten und Kommunen, modernste Messe Komplexe – auf unsere Kosten – ins Land gebaut haben, die kaum jemals werden profitabel gefüllt werden können – sie stehen sämtlich die meiste Zeit im Jahr leer und sind willkommen bei Spatzen – die dort das Fliegen üben – ohne Wind.

Wieviele Boots Messen ein Land braucht? Darüber herrschte Einigkeit schon vor 30 Jahren – die Antwort ist zensiert und unerwünscht!

Verglichen damit sind Boots Messen in den USA moderat in Grösse und Modernität geblieben, private Veranstalter folgen eben anderen Gepflogenheiten als staatliche Organistoren – der Dukaten Esel bleibt das wichtigste Pferd im Stall.

So finden in den USA viele Messen auch heute noch in Zelten statt, was der Attraktivität hingegen nicht geschadet hat. „Mind your step“ heissen immer noch die gelben Klappschilder, die vor Gulli Deckeln auf Holperstrassen stehen, wenn dort vorübergehend eine Boat Show ihr buntes Treiben treibt. Unwirklich – fast skurril – aber liebenswert und bodenständig. Amerika still unchanged!

Ein Zahlenspiel: auf 200 Messen habe ich Besucher an meinem Stand gezählt. Ein Prospekt = Ein Besucher – ganz grob überschlagen.

Die Anzahl weltweiter Besucher / Jahr, besuchen heute unseren Web Auftritt – an einem Tag!

Nur mal so dahingeplappert – kleiner Knallfrosch für´s Gehirn!

Darum meide ich Messe-Gefängnisse, halte Preise stabil – und meine weibliche Regierungszentrale im Auge, die früher monatelang auf meine Gegenwart hatte verzichten müssen – wenn sie nicht gemeinsam mit mir in der Nase bohren wollte – beim teuren Warten auf Messebesucher – die stetig spärlicher tröpfelten.

Abgeschweift? Klar, gehört aber dazu, wenn man verstehen will, warum Messe Gesellschaften nun aufgewacht sind und sich mit Erlebnis-Messen und anderen Attraktionen zu überbieten suchen – um das kostbare Gut „Messebesucher“ mit List und Tücke auch weiterhin in ihre Glaspaläste hinein zu locken.

Sie befinden sich in einem Wettlauf, den sie kaum gewinnen können, auch wenn das keiner zu sagen wagt. Die Messekonkurrenz ist gross, das Besucher Potential zu gering, attraktive Fach Aussteller gehen zunehmend verloren – und am Ende – kollateral – dann auch die Besucher.

Und Yachtmagazine sind auch nicht immer ehrlich, wenn es um Tendenzen geht, die man den Lesern lieber verschweigen möchte, weil es den Geldgebern und Inserenten damit nicht besser ginge – und auch der eigene Apparat bezahlt werden will. Wo „unabhängig“ draufsteht – schleichen auch Abhängigkeiten um die Schreibtische – Achtung: Zensur!

In Deutschland gibt es nahezu die gleiche Anzahl von Bootsmessen, wie in den USA – bei einer rührend kurzen Küstenlinie und Bruchteil an Bevölkerung – und Yachtkauf auf Kredit, in den USA schon lange Stand der Technik, ist bei uns auch heute immer noch ungewöhnlich. Bootsmarkt im Aufwind – ein schönes Märchen – ein Blick in die Hafenrunde ist meist genug – und Bauchgefühl immer noch ein verlässlicher Kompass.

Wenn Messehallen zunehmend mit Attraktionen zwangs-animiert werden, die mit dem Sinn einer Fachmesse nichts zu tun haben, merkt dies irgendwann auch der letzte Fachbesucher – und bleibt weg. Dann haben Volks Besucher endgültig die Messen für sich ganz allein, auf denen sie dann attraktiv betreut, bespielt, bespasst und unterhalten werden.

Eine Herkules Aufgabe für Messe Organisatoren, aber dafür bekommen sie ihr Gehalt!

Fachseminare wären auch bei uns ein Ausweg aus der Besuchermisere, aber: Solange Registrierkassen vor den Seminaren aufgestellt werden, wird der Wettlauf der Wichtigkeiten um die Einnahmen aus den Seminaren stattfinden, denn Messeveranstalter, Verlage, Fach-Unternehmen und Autoren verfolgen sämtlich konträre Ziele – und die liegen woanders als bei den Messen.

Ein kostenpflichtiges Seminar mag gut sein für´s Boat Show Image, wird aber die Besucherzahlen nicht beeinflussen, weil nur ein elitärer Kreis gegen Entgelt geladen und eingelassen wird – das Gros der Besucher von diesen Veranstaltungen hingegen garnichts mitbekommt und nicht profitieren kann.

Verlage und Magazine nutzen Seminare als Startrampe, Vorposten und Aussenstelle, um ihren Autoren Leser und sich selbst Abonnenten – plus Image – zu generieren – und natürlich einen Platz zu besetzen, der Marktbegleitern fortan die Tür vor der Nase schliesst. – Ätsch!

Fachleute aus der Marine Industrie sind die Hechte im Karpfenteich, weil sie Fachwissen aus erster Hand vermitteln können, selbst wenn die Promotion eigener Produkte um die nächste Ecke schielt. Auf einer Messe sind diese Experten allesamt komplett versammelt – ein leichtes, ihr Fachwissen stundenweise einem interessierten Messebesucher zugänglich zu machen. Aber das ist eine Arbeit für weitsichtig willige Messe Organisatoren, die nicht im Handumdrehen zu erledigen ist. Dazu bedarf es der Profis, die bei Messen selten wirklich zu finden sind, weil sie Geld kosten, das man nicht bezahlen kann – will.

Fachleute verfügen über grösseres Fachwissen als Anwender-Segler, deren Leistung in einer erfolgreich durchgeführten, möglichst störungsfreien Segelreise besteht – oder bestanden hat. Im Störfall wird ohnehin die Landmannschaft angemailt, weil sie vertrauter in der Materie und auch aus der Entfernung helfen kann – denn Email ist Standard und auf jedem Schiff zuhause!

Wenn Segel Helden im Lebens Verlauf ihrer Methamorphose dann plötzlich zu Experten in allen Fach Bereichen mutieren, geht manchmal unter, welches Netzwerk von Fachleuten geholfen hat, dass der Segler die Zeit unterwegs hat erfolgreich geniessen können. Menschliches Format – so heisst die einsame Dame – so selten wie Mauritius. Normalität dagegen, das eigene Ego ein wenig zu verklären und – auf einer Erkenntnis Wolke fortgetragen – die Bodenhaftung dann am Ende verloren geht.

Von den deutschen Segel Helden haben es bisher handverlesen nur extrem wenige vermocht, dauerhaft Hallen zu füllen und lebenslang sich und ihre Familie zu versorgen – schlicht, weil es hierzulande zuwenig begeisterte Segler gibt. Darum sind derartige Veranstaltungen naturgemäss darauf ausgerichtet, farbenfroh und kurzweilig zu begeistern, damit auch Segel-Fremdlinge den Zugang finden. Denn nur so lässt sich das Geld verdienen, das notwendig ist, Verleger und Magazine zur Auflage zu verleiten – und dabei selbst ein wenig auf die Kante zu legen, für spätere Zeiten.

Auf Bootsmessen hingegen geraten derartige Veranstaltungen zum Bestandteil eines Unterhaltungs Programms – helfen hingegen wenig den Ruf als FachMesse zu festigen und erhalten.

Fach Seminare wären ein trefflicher Weg, neue Segler zu begeistern und auszubilden, sie diesem Sport ein wenig näher zu bringen – wenn sie neugierig genug gemacht werden, eine Messe zu besuchen. Bücher und Yacht Magazine kaufen sie hinterher dann sowieso. Der Stachel muss erstmal hinein ins Fleisch. Bootsmessen wären dafür der perfekte Ort!

Denn Bootsmessen und Dachverbände – allesamt von unserem Geld am Leben gehaltent – vergessen allzu gern, was ihr Auftrag dereinst einmal gewesen ist. Ob Schütteln da vielleicht was helfen kann? Fangfrage!

Es gehört Mumm und Durchsetzungskraft seitens verantwortlicher Verantwortlicher dazu – an diesem Rad zu drehen. Messen könnten attraktiver werden, weil man dort angeboten erhielte, was woanders nur schwer zu bekommen ist – weder in Vielfalt noch Qualität – wenn überhaupt!

Wenn Messeleitungen dies mit Weitsicht sehen könnten – wäre das ein Anfang – und Wunder zugleich.

Vielleicht hilft der Blick über den Tellerrand, das Verständnis für Fach Seminare ein wenig zu verändern – es sind die Erfahrungen eines Mannes, der sein Leben lang als hellwach-gewitzter Fisch im Maritimen Ozean geschwommen – und immer noch nicht untergegangen ist.

Jedenfalls hätten meine Wortspielereien dann ihren Sinn erfüllt – gesetzt, dass Sie bis hierher mitgelesen – nicht eingeschlafen – und es – vielleicht schmunzelnd – ausgehalten haben!

Spass macht Schreiben sowieso – und solange wir die Lust am Leben und Unsinn nicht verlieren – können wir uns weiter Gedanken machen, über Zusammenhänge, die uns quer im Weg oder schwer im Magen liegen.

Peter Foerthmann

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SV Noa Noa, Lene+Kenth Graff SWE

Swedish built Laurin31 cruising since 2003 in European waters, a Windpilot Pacific at her transom.

Kenth Graff: Windpiloten vet vi sen gammalt att det fungerar klanderfritt, så det var inget svårt beslut att ta bort det gammla hydrovane, och ersätta det med ett modernt vindroder.
Så nu tycker vi att vi har det som behövs för en lång vistelse i norr.
Planen är att besöka både Björnöa och Svalbard,under 2011.

If you are a friend of Scandinavien land- and seascape, here are the pictures

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SV Spica, Luise, Lars, Till+Marlene Winkelmann GER

Dutch built steel van de Stadt Seal, many years old has been purchased by German family some time 3 years ago. After upgrading the boat the entire family got started for a 3 years circumnavigation, currently staying in South Africa, with one years time left to return to their home port. Here is the blog in German language

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SV Margna, Claudia Vorwerk+Bernd Aeschbacher CH

French built Ovni 435, brandnew built and launched in Les Sable d´Olonnes in 2009 is heading West via Madeira, the Canaries and Cape Verdies to follow the dreams of her owners couple. A Windpilot Pacific MF3 is being fitted.
Please read their blog and see their pictures here

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SV Madaris, Sabina+Peter AUT

Pretty old Austrian built Sunbeam 30 completed the Atlantic Circle within 18 months successfully, an 35 year old stainless Windpilot Pacific at her transom. Please have a look at her huge picture gallery telling perhaps more rather than stories – which however are written in German language. Please continue reading her

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Antarctic whales, courtesy of www.expeditionsail.com

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ARC – kollateral

Gone with the wind – sind die unbeschwerten Zeiten damaliger Segler, die sich im Herbst in Las Palmas versammelten, einander kennenlernten, bei Jimmy einen Obulus bezahlten und sich mitreissen liessen, von seiner Idee einer Atlantic Rally, einer Spass Regatta, bei der augenzwinkernd wenig verboten und vieles erlaubt gewesen ist. Hauptsache, man war dabei!

30 Fuss Schiffe gab es viele und Familien Crews waren die Regel. Die Gesamtzahl der Teilnehmer passte notfalls in ein Zelt, das auf dem staubig ungepflasterten Hafen Vorfeld im Winde flatterte, damit die Sonne zumindest keinen Schaden auf den Köpfen der Segler anrichten konnte, wenn sie dort auf ihre instructions wartend, aufgereiht gestanden haben.

Die Schiffe waren bezahlbar – die Eigner bodenständig – Sextanten noch vorhanden – der Ton freundlich und aufgeschlossen – und social life fand auf Stegen und in dreckigen Toiletten statt.
Für mich waren die Kanaren seit 1979 der perfekte Ort, vor dem Tauchgang in die nordeuropäische Winterzeit ein wenig Sonne zu tanken – durchreisenden Seglern am Anker oder im Hafen aufzulauern und ihnen ein wenig in Sachen Steuerbefreiung zu helfen – dabei ein paar Lektionen zu lernen über eine Materie, die damals erst wenige Jahre zu meinem Lebensmittelpunkt geworden war. Denn soviel Feedback auf einmal gibt es weltweit nur in wenigen Häfen, schlicht weil die Segelrouten in die Neue Welt allesamt in den Kanaren gebündelt werden – man dort also mit Kohlenschaufeln lernen kann.

Und so lernte ich 1986 bei meiner Hafen Patrouillie Jimmy Cornell kennen, als er mit Gwenda in Las Palmas erstmals seine Zelte aufgeschlagen hat.
Allerdings hielt ich zunächst Abstand, huschte weiterhin von Schiff zu Schiff, rannte meinem Credo hinterher, sorgte für eigene und feindliche Windsteuersysteme, stellte Nerven und weibliche Mitsegler ruhig und genoss die Zeit in der Sonne mit netten Menschen. Non-Profit war für mich der logische Weg – warum sollte man im Hafen eine Registrierkasse aufstellen, sich und anderen die gute Laune verderben? Zudem: der Lerneffekt funtionierte ja auch rückwärts – in meinen Kopf hinein.

Die Jahre sausten, Jimmie´s Flotte wuchs ins Stattliche – man lernte sich kennen – wurde freundlich begrüsst – same procedure as every year – das war die Devise aller Beteiligten! Die ARC Crew war damals ein fröhlicher Verein, bei dem manch einer den Job ehrenamtlich erledigt hat.
Sieben Jahre plätscherten die Zeiten, dann stand Jimmy plötzlich quer im Weg – sein Finger zeigte in meine Magengrube – und er befahl mir, am Abend im Club Nautico zu erscheinen: Punkt um Acht!
Ich hatte Schiss und eine lange Hose auch nicht im Gepäck, was damals wie heute Voraussetzung und Dresscode für diesen noblen kanarischen Männer-Verein gewesen ist. Mein Entschluss stand fest: Ich wollte kneifen. Das Donnerwetter folgte am nächsten Morgen, denn Jimmy hatte mir einen „Award“ für treue Dienste für die ARC überreichen wollen. Dumm gelaufen! Der Award wurde mir dann am Steg in die Hand gedrückt – er hängt heute noch an meiner Office Wand.

Jedenfalls kroch langsam und leise eine Freundschaft um die Ecke, die peu a peu das Laufen lernte: Seminare in Las Palmas, London und Amerika wurden aus der Taufe gehoben, eine Kooperation für Germany als World Cruising Deutschland – gemeinsam mit Astrid+Wilhelm Greiff – ins Leben gerufen und Blauwasser Seminare in Deutschland 1998 zur Hanseboot fest etabliert.
Es lief alles gut – und Spass kam nie zu kurz.

Jimmie´s Entschluss, den World Cruising Laden zur Jahrtausend Wende zu verkaufen, war eine Zäsur, hingegen sie war verständlich und wurde darum allseits getragen – zudem waren Änderungen unter der Aegide des Challenge Business´ zunächst kaum zu spüren, abgesehen davon, dass Jimmies frühere Assistenten nun als Managing Directors Auferstehung feierten – und das Team fortan in gelben T-shirts durch den Hafen lief.

Aber der Wind drehte – und Jimmy fehlte!

Unter Chay Blyth gab es neue Direktiven: Ernst sollte Spass ablösen – Commercial Aspects zur neuen Devise werden! Ein Plan mit Folgen.

War die Metamorphose des schwelligen Hafens zur Marina mit Schutzmole schon zu Jimmie´s Zeiten eingeleitet, wurde nun landseitig nachgerüstet: Sandwege wurden asphaltiert, Parkplätze zu Ladenzeilen, Verbotszonen eingerichtet, die von Policia Lokal, Guardia Civil und Portuaria Policia fortan kostenpflichtig kontrolliert wurden.
Ein weiterer Inhaberwechsel in 2006 veränderte die Gemengelage noch einmal – war das Unternehmen nicht interessant – profitabel – genug?

Andrew Bishop, Jeremy Wyatt und Adam Gosling erwarben World Cruising Ltd von Chay Blyth und führen den Betrieb bis heute von Cowes auf der Isle of Wight

Ein Netzwerk von Event-, Port-, Corporate- und über 20 Supporting Sponsors veränderten Ablauf, Umgang und Verhalten in Las Palmas im weiteren Verlauf. Fortan wurde es zwingend, zunächst einige tausend € an den Veranstalter zu zahlen, bevor man den Seglern vor Ort helfen konnte – durfte.

Das strikte Zusammenwirken von Veranstalter, beteiligten Firmen und lokalen Behörden gerät seither zum Nachteil für Serviceunternehmen, die nicht zuvor an der Veranstalter Kasse bezahlt hatten: sie wurden – teils polizeilich – aus dem Hafen entfernt – ein deutscher Techniker verbracht gar eine Nacht hinter Gittern.

Im Verlauf weniger Jahre hat sich eine monopolartige Position ortsansässiger Service und Zubehör Betriebe entwickeln können, deren Sortiment derart umfänglich geraten ist, dass man heute in Las Palmas am Hafen fast alles kaufen kann – allerdings zu Preisen – über die man besser nicht nachdenkt – wenn man Magenschmerzen vermeiden möchte.

Service Unternehmen aus anderen Inselhäfen haben hier nicht standhalten können und so ist eine Monokultur entstanden, die für Segler mit geringerem Budget kaum noch zu bezahlen ist.

Yachties mit handwerklichen Fähigkeiten konnten früher auf den Kanaren ihr Bordbudget aufbessern, indem sie sich durch ortsansässige Unternehmen – Hafenbetreibern – auf andere Yachten haben vermitteln lassen. Unter Seglern war dies normal, weil sie ein kommunikatives Volk sind und in Hafenrunden gute Leute stets gefragt waren. Diese Segler sind heute weitergezogen, meist nach Westen.

Segler, die ihr Budget heute aufbessern wollen und sich zur Ärger Vermeidung ganz offen nach den Möglichkeiten erkundigen, werden des Hafens verwiesen, erbringen ihre Leistungen im Verschwiegenen – oder gleich an Land.
In Las Palmas habe ich kürzlich einen Segler an Bord vor Anker besucht, dessen Kockpit randvoll mit Sägespänen gewesen ist – nicht der allerbeste Arbeitsplatz für einen Holzwurm, der sein Handwerk in Geld tauschen möchte!
Ein anderer Segler wurde zur Arbeitssuche vor die Tore von Las Palmas verwiesen.

Heute wacht die ortsansässige Konkurrenz im Verbund mit dem ARC Veranstalter über „Gesetz und Ordnung“ – und sichert eigene Pfründe, auch wenn damit für den Segler keine bessere oder gar preiswertere Lösung von Problemen verbunden ist – eigentlich eher das Gegenteil.

So ist die ARC zu einem Mikrokosmos geraten, in dem beteiligte Firmen – Supporter – vom Veranstalter und örtlichen Behörden geschützt, ungestört ihren Geschäften nachgehen können – und sollen.
Für Nicht ARC Segler ist Las Palmas im November nicht mehr der beste Platz, denn selbst Longterm Seglergäste werden radikal aus dem Hafen verwiesen, wenn sie nicht so schlau gewesen sind, sich im Club Varadero einzumieten, der preiswerter ist, als die Marina nebenan, hingegen nur über wenige Gastliegeplätze verfügt.

Der Kollateral Effekt der rigiden ARC Liegeplatz Bewirtschaftung strahlt auf andere Inselhäfen und sogar auf die Häfen benachbarter Inseln aus. Es soll Segler gegeben haben, die um des Liegeplatzes willen, sich dann lieber als ARC Teilnehmer eingeschrieben haben – und hernach auf ihrem Platz liegen bleiben durften.

Hinzu kommt, dass auch Canarios ihre Liebe zum Wasser in Flottillen von motorisierten Wasserflöhen – kleinen und grösseren Motorbooten – Ausdruck verliehen haben, die allesamt einen Wasserparkplatz benötigen. Ganze Hundertschaften von abgeplanten Wasserspielzeugen schaukeln in Puerto Rico, Pasito Blanco und Las Palmas und warten darauf, dass Ihre Kapitäne sie dereinst bewegen. Jedenfalls sind Liegeplätze für durchreisende Wasserwanderer inzwischen knapp geworden – teurer sowieso.

Segler, die hier finanziell nicht mithalten können – oder wollen – werden – sichtbar – hinter einen Zaun verbannt – und demnächst auch vom Hafenzugang durch Barriere ausgeschlossen. Die Fundamente sind bereits gemauert.

Diese Entwicklung teilt die Seglerschaft in eine Zwei-Klassen Gesellschaft – eigentlich kontrapunktiv bei einem Sport, der Menschen unterschiedlichster Couleur ansonsten so ideal verbinden kann.

Zustand und Ausrüstungsstand der Schiffe im ARC unterscheiden sich deutlich von dem anderen Schiffe, was sicherlich zum Teil mit grösserer finanzieller Potenz der Eigner zu erklären ist – oder auch Ausdruck einer Unsicherheit, der man durch Zukauf von Sicherheit – Ausrüstung – begegnen will.

Für viele Segler ist die Teilnahme an der ARC Teil eines straffen Zeitplans, für Charterschiffe die Wintersaison in der Karibik, für Sabbatical Segler die Atlantik Runde, während abseits der ARC viele Longterm Cruiser einem anderen, eher flexiblerem Rythmus folgen.

Es ist kein Geheimnis, dass der Start der ARC für einen sicheren Nord-Ost -Passat zu früh, hingegen eine Ankunft im Segler Paradies Karibik noch vor Weihnachten, wichtig ist, um dortige Zeitplanungen interessant und möglich zu machen. Für Charterfirmen beginnt die peak season in der Karibik zu Weihnachten – und Kojen im ARC verkaufen sich traditionell besonders gut.

Ob die diesjährigen Probleme im Zeitplan und Durchführung bei einem späteren Starttermin verhinderbar gewesen wären, wird sich erst in Folgejahren ermitteln lassen, wenn Tendenzen in Bezug auf Segler Entscheidungen und Wetterabläufe besser zu beurteilen sind.

Solange jedoch gilt die alte Segler Regel weiter: eine spätere Abreise aus den Kanaren ist nie verkehrt.

Die geballte Wirtschaftkraft einer ARC Flotte ist für den Standort Las Palmas – und die Insel Region derart wichtig geworden, dass örtliche Behörden als Sponsoren agieren und Sachleistungen in der Kostenübernahme von Hotelkosten und Veranstaltungs Durchführung übernehmen. Wenn darüberhinaus dann Einzel Sponsoren für Parties, Feuerwerk oder Ausflüge bezahlen und schlussendlich eine Abschiedsparty für 1000 Teilnehmer mit Paella Essen veranstaltet wird, bei der sogar das Porzellan knapp zu werden droht, mag sich mancher Segler bange fragen, für wen sich das Ganze wohl am meisten gerechnet hat.

Darüber nachzudenken jedenfalls haben die Segler nach aufregenden Tagen in Las Palmas und anschliessendem Start, dann auf See viele Tage Zeit, bevor sich in St. Lucia eine ähnliche Veranstaltungs Lawine in größerer Wärme dann noch einmal über sie ergiesst.

Ob und wie die bislang gewohnten Abläufe im Ziel bei der diesjährigen ARC sich allerdings realisieren lassen, das wird man erst beurteilen können, wenn nach dem ersten Motorboot auch die letzten Segler in St. Lucia eingetroffen sind.

So wie es aussieht, wird es genügend viele Gründe geben, Art und Inhalte derartiger Veranstaltungen zu überdenken, wenn es nicht nur für den Veranstalter profitabel, hingegen auch attraktiv für die Segler Kundschaft bleiben soll.

Diesen Spagat zu bestehen, kann zur Herkulesaufgabe geraten, denn es gibt soviele Routen und Möglichkeiten wie die Suche nach dem warmen Wind Richtung Westen.

Peter Foerthmann

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SV Polaris, Martina+Michael Haferkamp GER

A Voyage To Greenland In “Polaris”, Part 2
Two weeks ago we published the first of a three part photo essay by our friend and and incredibly talented photographer, Michael Haferkamp, who, together with Martina, has just spent 18 months cruising the west coast of Greenland in their Hutting 53, Polaris.

If you thought part one was spectacular, and clearly you did judging from the comments and web traffic numbers, wait until you see part two–Michael and Martina’s winter frozen into the ice 180 miles above the Arctic Circle.

Don’t forget to click on the slide show to enlarge it. Michael’s photographs must be seen full screen. Courtesy of John Harries US, info@morganscloud.com. Please see Michael Haferkamps pictures at full screen

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