DIE WAGENBURG
Erdmann Braschos hat eine Methapher verwendet, um eine Luftherrschaft medialer Berichterstatter anzudeuten. Damen und Herren mit vermeintlichen Sonderrechten, sollten also darüber zu entscheiden haben, wer „abgebildet“ wird oder eben nicht. Der gekonnte Mix von News, die das Auge des Betrachters kurz innehalten lassen und minutenweise Lesezeit als Gradmesser von Wichtigkeit vermitteln, werden über ein umfangreiches Labyrinth von Bezahlfallen, zur Finanzierung des eigenen Apparats eingesetzt, Banner für Hörhilfen und Treppenlifte schon mal inklusive, die gegen Klickraten verkauft, mit der man die eigene Alleinstellung am Markt unterstreicht. Wer diese Wagenburg betreten hat, die dort geltenden Regeln akzeptiert, wird fortan respektiert und wichtig erachtet, sogar referenziert. Er darf mitspielen, seine Einsätze abliefern und auf Erfolge an der eigenen Maßnahme hoffen. Zu kompliziert? Es ist das Fundament medialer Teilnahme, das „den ganzen Laden“ finanziert. Die Frage nach einer notwendigen journalistischen Expertise eigener Mitarbeiter gerät dabei ggf. schon mal als weniger wichtig, weil man qualifizierte Beiträge als sog. Verlagssonderveröffentlichungen gegen Entgelt erhält, derweil man eigentlich nur die Plattform bereitzustellen hat. Ein schlauer Marketingtrick? Mitnichten, aber so funktioniert die Welt, per Klick reingefallen, das generiert dem Plattformbetreiber die Referenz um seine Mediadaten zu publizieren. Danach liegt er auf der Mauer auf der Lauer, generiert Content, um eigene Rechnungen zu bezahlen, bzw. mit der eigenen Wichtigkeit zu protzen.
Eine Sonderlebenszone in der Wasserwelt, die vorzugsweise von den Seglern bezahlt wird, ohne allzu sehr darüber nachzudenken, dass Werbung jeder Art in Preisen vorab versteckt und bezahlt wird. Hier bin ich ein Alien geblieben, dessen Motivation und Idealismus ganz ohne Treibstoff funktioniert! Pro Bono gegen Kassenschrank! Das ist der Konflikt, der offenbar mit allen Waffen, auch unter der Gürtellinie ausgetragen wird.
Pro bono als Meinung ohne Kettenhemd von Interessenlagen, das kann ich bestens, weil ich in meinem Marktsegment sattelfest, keine Konfrontationen scheue oder mich verstecke. Ich weiss Bescheid und das ist störend, jedenfalls für notorische Besserwisser, wie z.B. Menschen, die mit Schreiben Geld verdienen wollen oder müssen. Wobei Berufsausbildung zunehmend unwichtig gerät, ein wenig Segeln auf der grausamen See genügt, die Nordsee als Mordsee hat schon Hark Bohm erkannt. Heroen wachsen Flügel schon mal über nacht, ein Wort, einmal niedergeschrieben, kann den eigenen Kopf vernebeln und eine Legende sogar in dünner Luft abheben, sich ggf. verfliegen. Hauptsache Eindruck, denn der bleibt, wie manch einer irrig hofft.
Sie agieren schon mal wie im Kindergarten: Du bist doof – du hast eine lange Nase – mit dir spielen wir nicht, das ist der Stand von heute. Braschos Erdmann hat die Wagenburg Wagenburg genannt, vermutlich um mir hier eine Tür anzudeuten, die mir verschlossen bleibt, wenn oder weil ich wage, die dahinter versteckten Institutionen mit meiner Meinung zu „stören“. ich verwende diesen Terminus gleichwohl gerne, weil er verdeutlicht, dass man gebührend Respekt habe sollte, um Zugangsrechte nicht zu verlieren. Oder ist hier Unterwürfigkeit gemeint? Ich bin gerade unentschlossen!
Das Leitungspersonal bei TO und DK ist stumm und läuft in der Wagenburg herum, um Schlechtwetter abzuwettern, allerdings erfolglos, offene Briefe an DK Verleger Lars-Joachim Rose sowie TO Vorstand Marcus Warnke sind derweil bei Google search auf Seite 1. zu lesen.
Ich habe vor vielen Jahren einen Presselink eingerichtet, um dort Besonderheiten im Medienbetrieb abzubilden, um bei mir Druck abzulassen.







